Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
katzenhaft
Klappentext / Inhalt:
Katzenmärchen enthält Märchen und Sagen und Legenden zum Thema Katzen. Katzen als kuscheliges Haustier, Helfer und als Begleiter von Hexen bzw. Hesen als Katzen.
Cover:
Eine niedliche Glückskatze ist auf dem Cover erkennbar. Dies ist sehr niedlich gestaltet und die Katzenthematik wird so passend umgesetzt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um eine Sammlung von unterschiedlichen Geschichten, Märchen, Sagen und Legenden um Katzen. Katzen sind schon ganz besondere Wesen, zumeist sanftmütig und freundlich, aber auch als Begleiter von Hexen verschrien und durchaus wendungsfähige Wesen, wenn ihnen etwas nicht passt können sie auch sehr kratzbürstig sein.
Einblicke in verschiedene Sagen und legenden zum Thema Katzen findet man hier reichlich. Teils recht kurz Geschichten und Erzählungen, aber auch etwas längere Märchen und Fabeln mit Moral und Erklärungen bzw. Erläuterungen dazu.
Die Geschichten sind unterschiedlich lang, manche gehen gerade so über eine Seite und manche umfassen sogar fast 5-6 Seiten. Die Erzählungen sind also recht kurz und komprimiert umgesetzt und geben so einen vielschichtig Einblick in die sagenumwobene Welt der Katzen.
Gestaltung und Gliederung ist recht gut umgesetzt. Manchmal stechen die Überschriften nicht so sehr heraus oder beginnen mitten auf einer Seite, was es nicht immer einfach macht, die Zuordnung und den Beginn zu finden. Toll ist das Inhaltsverzeichnis zu Beginn, dies gibt einen guten Überblick und ist hilfreich angelegt.
Die kurzen Geschichten und Erzählungen sind verständlich verfasst und auch die kleinen Illustrationen zwischendurch lockern das Ganze gut auf.
Wer Katzen mag, wird hier sicherlich einige schöne Geschichten und Märchen finden und auch die Botschaften dahinter sind toll umgesetzt.
Auch wenn das Buch etwas unscheinbar erscheint, so kann man hier einiges wissenswertes und interessantes mitnehmen. Eine große Bandbreite und Vielfalt an verschiedenen Legenden und Sagen wird hier erzählt. Sicherlich sind einige dabei die einen mehr und andere, die einen weniger ansprechen, mir hat die Mischung des Ganzen sehr gut gefallen und es eignet sich sehr gut für Zwischendurch, ad die einzelnen Erzählungen sehr kurz sind und man sie daher locker nebenbei lesen kann.
Mehr als 70 verschiedene kurze Geschichten warten hier auf den Leser und geben einen guten Einblick, auf die sagenhafte und sagenumwobene Katzenwelt.
Fazit:
Sagenhafte Katzenwelt mit vielen verschiedenen Märchen und Legenden, die das Wesen näher beleuchten.
Rezensionen von Marianna H.:
Auch im dritten Band seichte Unterhaltung
Kerze & Krähe von Kevin Hearne
Im letzten Teil der Trilogie um den Siegelagent Al MacBharrais stellt sich dieser zusammen mit seinem derb fluchenden Hobgoblin Buck Foi verschiedenen magischen Herausforderungen. Er kommt auch dem Geheimnis näher, weswegen und von wem er verflucht wurde. Dabei begegnet er Druiden, Göttern, Werwölfen und anderen magischen Kreaturen.
Wie die vorangegangenen Bände dieser Reihe lebt auch dieser Teil von actiongeladenen Szenen, bei denen es weniger um Logik und Tiefgang, als um eine oberflächliche Unterhaltung geht. Es ist unterhaltsam, wie die Charaktere durch die Geschichte "tapsen" und von einem Schlamassel in den nächsten geraten. Dabei unterstützen sie sich gegenseitig, wodurch eine feel-good-Atmosphäre entsteht.
Anders als in dem Band davor wird man in diesen letzten Teil nicht allzu ausführlich in frühere Entwicklungen und Figuren eingeführt. Es ist also besser die vorangegangenen Bände gelesen zu haben. Es hat ein bisschen gedauert Charaktere aus vorangegangenen Bänden wieder zu erkennen und einzuordnen. Das liegt auch daran, dass sie nachlässig beschrieben sind und mir ein tieferes Verständnis über Aussehen und Ausstrahlung, Gedanken und Gefühle fehlt.
Die Charaktere wirken platt und ihre Beziehungen zueinander romantisiert. Ziel der Geschichte scheint auch zu sein, dass die Charaktere eine Entwicklung zu einem besseren Selbst durchmachen.
Ebenso ist es mit den Dialogen, die eher oberflächlich gestaltet sind. Zwischendurch kommt immer wieder der Eindruck auf, der Autor wolle bestimmte politische oder gesellschaftliche Ansichten unterbringen, wie das Verhältnis zwischen Mann und Frau, das Verhältnis zwischen Einzelnem und Staat und dem Verständnis von Gerechtigkeit. Diese Meinungen sind den Charakteren wie in den Mund gelegt und unecht.
Die Geschichte ist ein seichtes Abenteuer, die aufregenderen Szenen sind irgendwie so aneinander gereiht und so richtig Spannung kommt nicht auf.
Oberflächliche und holprige, aber unterhaltsame Fiktion.
Rezensionen von Miro:
Ein Kammerspiel im Paradies
Blaues Wunder von Anne Freytag
Der Chef einer Privatbank hat zu einem Urlaub ins Paradies geladen. Auf seiner Luxusyacht finden sich neben seiner Frau und seinem Sohn, seine beiden engsten Mitarbeiter mit Gattinnen ein. Es wird gemunkelt, es würde Großes ausgehandelt werden und die beiden Kollegen stehen in Konkurrenz. So wird auch von den Ehefrauen erwartet, dieses Spiel mitzuspielen und sich von ihrer besten Seite zu zeigen.
Und es wird ihnen viel abverlangt, denn Walter, der Big Boss hat ein paar hinterhältige Spielchen auf Lager, die die wahren Charaktere der Untergebenen ans Licht bringen sollen. Dabei lässt allerdings auch sein Charakter zu wünschen übrig. Es ist ein narzisstischer, machthungriger Kontrollfreak, dem seine Frau durch einen Ehevertrag komplett ausgeliefert ist. Er droht ihr regelmäßig, lässt seinen Drohungen Taten folgen und seiner "Reue" danach, hochkarätigen Schmuck. Es hat sich einiges angesammelt in den vielen Ehejahren.
Auch die Ehen der anderen beiden Paare bergen ihre Geheimnisse und Anne Freytag versteht es mit Andeutungen zu spielen, die die Spannung auf die Spitze treiben. Schritt für Schritt lässt sie uns hinter die Fassaden blicken und eröffnet uns das Ausmaß der Tragödien.
Die Handlung spielt ausschließlich an vier Tagen auf dieser Yacht und die Autorin erzählt uns die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der drei Frauen. Das gefällt mir sehr gut, denn die drei Männer sind alle fest der Überzeugung ihre Partnerinnen wären nur schmückendes Beiwerk. Unterschätzt zu werden, war schon oft ein großer Vorteil!
Die Enge auf einem Schiff und keine Möglichkeit für Flucht macht diese vier Tage zu einer Posse, die schlußendlich in einem blauen Wunder mündet. Es kam nicht völlig überraschend, aber doch anders als erwartet.
Mich konnte die Autorin mit diesem Buch hervorragend unterhalten. Mir haben vor allem die Frauen dieser Geschichte gefallen, die schlußendlich doch recht unterschiedlich, sich ihrer Gemeinsamkeiten aber dennoch bewusst sind. Das Buch kann man gut in einem Rutsch lesen und ich könnte mir einen Verfilmung hervorragend vorstellen. Es eignet sich bestens als Urlaubslektüre. Nicht nur wegen dem Setting. Es ist nicht zu kompliziert und spannend von Anfang bis Ende. Ich vergebe gerne 5 Sterne!
Rezensionen von Jazz:
Solide Liebesgeschichte
Passion Project von London Sperry
Mit Lübbe Liebesromanen hat man immer einen guten Roman erwischt. Hier geht es um Henry, der nett, sehr vorsichtig und aufmerksam gegenüber Bennett ist. Sie dagegen ist wirklich gut porträtiert mit ihrer Diagnose Depression. Ihr Auftreten wirkte stets realistisch. Leider waren die Dates, also die Passion Projects in meinen Augen nicht sehr interessant.
Nach einem fulminanten Kennenlernen erfährt Henry, dass sie keine Leidenschaft hat und bietet ihr an, diese gemeinsam mit ihr zu erkunden. So treffen sie sich wöchentlich einmal, um gemeinsam etwas zu unternehmen und ein Hobby für Bennett zu finden. Die Unternehmungen waren nicht unbedingt spektakulär, bei wenig Budget kann ich das auch nachvollziehen, aber Humor hätte auf jeden Fall geholfen, dem Leser bessere Unterhaltung zu bieten. Da bietet gerade New York viel mehr Potenzial. Beide waren mir ein bisschen zu langweilig. Mehr Situationskomik und spritzigen Humor hätte mir gefallen. Insbesondere bei einem depressiven Charakter wäre schwarzer Humor leicht zu schreiben gewesen, denke ich. Ein weiterer Punkt, der mir zudem negativ aufgestoßen ist, ist, dass es unbedingt lesbische Charaktere als best friends geben musste. Das wirkt für mich meist zu gewollt woke.
Insgesamt habe ich einfach mehr Humor, Magie und Funken erwartet. Henry erzählte, dass Bennett so witzig wäre, aber ich habe kein einziges Mal gelacht. Das Ende hat mir jedoch gefallen. Es war eine runde Rahmenhandlung. So etwas mag ich sehr. Mir hätte nur statt der ausführlichen Bettszene mehr ein ausgiebigerer Epilog gefallen, indem wir nicht nur in wenigen Sätzen lesen, was sie alles noch so erlebt haben, sondern es detaillierter erleben. Man kann den Roman daher gerne lesen, wenn man eine süße Liebesgeschichte lesen will, die mit einer interessanten Wendung am Ende kommt, aber es ist kein Buch, das lange im Kopf verweilt.
Rezensionen von csac:
„Mein Papa ist kein Mörder“ - eine Graphic-Novel mit Sachbuchelementen
Mein Papa ist kein Mörder von Christine Hubka
Die Autorin Christine Hubka hat viele Jahre als Seelsorgerin im Gefängnis gearbeitet. Daher kann sie sehr eindringlich und realitätsnah von den Problemen für einen Häftling, aber auch den Auswirkungen der Haft auf die Familie, deren Alltag und das Umfeld berichten.
Zum Inhalt: Simon und Vickys Papa ist Busfahrer, „der beste Busfahrer der Welt“.
Doch dann übersieht er beim Abbiegen einen Jungen und überfährt ihn: „Der Bub ist tot“. Als Folge dieses tragischen Unfalls wird der Vater in die Justizanstalt Josefstadt überstellt und wartet dort auf seine Gerichtsverhandlung. Schließlich wird er zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis erwarten den Vater harte Einschränkungen. Er lebt ab sofort in einem vergitterten Haftraum, der abends um 20:00 zugesperrt wird. Er kann sich nicht mehr frei bewegen, Besuche oder Telefonate finden nur zu festgelegten Zeiten statt. Untertags arbeitet er in der Gefängnisküche. Den Vater belasten der Unfall und die damit einhergehende Trauer und Schuldgefühle. Aber auch Konflikte mit Gefängnisinsassen sind auf engem Raum nicht immer so leicht lösbar.
Parallel dazu ist auch für die Familie die Situation nicht gerade einfach. Das Geld wird knapp, jetzt, da der Vater in Haft ist. Die Nachbarn tratschen und schneiden die Mutter. Mitschüler Simons bezeichnen seinen Vater als Mörder.
Nach der Hälfte der Haft erhält der Vater Freigang, doch auch die Jobsuche im Außen gestaltet sich schwierig. Er wird stigmatisiert, viele wollen keinen Knacki als Arbeitskollegen. Schließlich wird der Vater auf Bewährung entlassen, doch es bleibt schwierig und die Rückkehr in das frühere „normale“ Leben wird zur Belastungsprobe für alle.
Diese Graphic Novel beschreibt sehr eindrücklich die Geschichte eines verurteilten Busfahrers. Die Umsetzung des Textes als Comic bietet dem Leser dabei die Möglichkeit, nicht nur inhaltlich, sondern auch auf der Bilderebene das Geschehen zu erleben. Stellenweise auch sehr eindrücklich, etwa bei dem Bild „Der Bub ist tot“. Durch die Umsetzung der Bilder in ausschließlich roter und schwarzer Farbe erfährt die Geschichte eine gewisse Eindringlichkeit, Emotionen scheinen sich zu intensivieren. Eindrücke wie die Rohheit und Kargheit im Gefängnis sowie die Tristesse des Haftlebens kommen dadurch besonders gut zum Ausdruck.
Neben den Comics finden sich immer wieder Sachinformationen zum Thema Haft und Verurteilung, so dass der Leser auch viel Neues über das Leben im Gefängnis sowie den Auswirkungen einer Haft auf das Umfeld des Häftlings erfährt.
Fazit: Ein düsteres, schweres Buch, sicher keine leichte Kost. Aber durchaus lesenswert. Interessant und auch wichtig, um Ausgrenzungen und Vorurteile zu vermeiden. Denn nicht alle sind Mörder…
Rezensionen von LeserinLu :
Feinfühlig
Swift River von Essie Chambers
Swift River erzählt die Geschichte der 16-jährigen Diamond, die nach dem Verschwinden ihres Vaters in einem strukturell rassistischen, emotional kargen Umfeld aufwächst. Geborgenheit findet sie vor allem im Essen, in Büchern und zunehmend in kleinen, vorsichtigen Beziehungen zu anderen – seien es ihre neue Freundin Shelly, neuer Kontakt zu ihrer Cousine Lena oder ihre Fahrstunden, die ihr zum ersten Mal echte Selbstständigkeit ermöglichen.
Ihre Mutter dagegen schafft es nicht, Diamond wirklich zu unterstützen.
Die Coming-of-Age-Geschichte von Diamond ist feinfühlig und schmerzhaft ehrlich. Besonders berührend fand ich ihre Entwicklung: Sie beginnt, sich von den Projektionen und Erwartungen ihres Umfelds zu lösen, findet neue weibliche und Schwarze Vorbilder, und erkennt langsam, dass sie mehr verdient als das, was ihr Umfeld ihr bisher gegeben hat.
Zusätzlich gibt es eine historische Rahmenhandlung, die erklärt, warum Diamond die einzige Schwarze in der Stadt ist. Die Erzählung um Clara, die als Schwarze Frau Anfang des 20. Jahrhunderts trotz massiver Diskriminierung in Swift River blieb, hat mich ebenfalls beschäftigt, auch wenn ich mir manchmal etwas mehr Kontext gewünscht hätte. Dass sich die Schwarze Bevölkerung der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts kollektiv gezwungen sah, Swift River zu verlassen, ist ein zentrales, aber wenig dokumentiertes Thema. Der Roman deutet hier auf reale rassistische Vertreibungen hin, ohne sich dabei zu sehr in historischen Details zu verlieren – was einerseits Raum für Interpretation lässt, andererseits ein wenig Orientierung erschwert.
Was Swift River besonders macht, ist die zarte Hoffnung, die sich durch die oft schmerzhafte Handlung zieht: Trotz Verlust, Isolation und einem Mangel an Fürsorge gelingt es Diamond, sich selbst eine Zukunft zu erschließen – langsam, tastend, aber stetig. Eine bittersüße Geschichte über Identität, Herkunft und die Suche nach einem Ort, an dem man wirklich gesehen wird.
Rezensionen von Michaela:
Nett, mit zum Nachdenken anregenden Ende
Teddy von Emily Dunlay
Teddy ist die Tochter einer wohlhabenden texanischen Familie. Ihr Onkel ist Senator mit Ambitionen, der nächste US-Präsident zu werden. Knapp vor ihren 35. Geburtstag findet Teddy mit David einen Ehemann, welcher in Rom für den diplomatischen Dienst arbeitet. Am Beginn erfahren wir, von welchem Leben Teddy in Rom träumt - mit viel Glamour, Stil und Partys.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten funktioniert dies auch gut. Beim Lesen konnte ich mich gut in die Zeit versetzen und Teddys teilweise naive Vorgehensweise durchaus nachvollziehen. Ihren Mann David konnte ich von Beginn nicht leiden und fand ihn unmöglich und sehr toxisch. Allerdings sind wir Ende der 1960er-Jahre, wo sein Verhalten wohl nicht gänzlich ungewöhnlich ist. Mit der Zeit entwickelt sich die Geschichte eines Skandals und zunehmend finde ich Teddys Verhalten sehr fragwürdig und selbstzerstörerisch. Auch nimmt für mich die Spannung zunehmend ab und irgendwie ist das letzte Drittel recht langwierig, um dann sehr abrupt zu enden und im Epilog noch zum Nachdenken anzuregen. Ganz konnte mich Teddy also nicht überzeugen, dennoch würde ich das Lesen nicht als verschwendete Zeit erachten.
Rezensionen von Tara:
Ein facettenreiches Bild von Johann Sebastian Bach
Bach bewegt von Knut Elstermann
„Bach bewegt: Der Komponist im Film“ ist ein Buch über den Komponisten Johann Sebastian Bach des in Berlin lebenden Autors Knut Elstermann, in dem er sich dem Musiker über Filme nähert.
Diesen Ansatz fand ich ausgesprochen interessant und vielversprechend, da mir die Werke des Komponisten durchaus bekannt sind, ich aber nichts über sein Leben weiß.
Nach der Lektüre des Buches musste ich zudem feststellen, dass das Wenige, das ich meinte zu wissen, lediglich auf Vermutungen basiert. Sogar sein Aussehen ist unklar und lediglich seine Perücke im entsprechenden Umfeld lässt annehmen, dass es sich bei den Bildern um Bach handelt.
Es gibt zahlreiche Verfilmungen über den Künstler wobei seine Kindheit und Jugend so gut wie nie thematisiert wurden. Nicht alle sind gelungen und in jedem wird ein anderes Bild von ihm gezeichnet.
Insgesamt gibt das Buch einen guten Überblick über die einzelnen Stationen von Bach, besondere Momente seines Lebens und einen kleinen Einblick in seine Familie.
Fotos aus Filmen und Bilder aus verschiedenen Museen machen das Buch lebendig.
Abschließend gibt es nochmals eine chronologische Auflistung der Verfilmungen über Bach.
Mit seinem Buch ist es dem Autor und Filmjournalisten gelungen ein facettenreiches Bild des Musikers zu zeichnen und dabei gleichzeitig deutlich hervorzuheben wie unterschiedlich seine Persönlichkeit wahrgenommen wurde.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Brenne nicht nur hell, brenne lichterloh
Lichterloh - Stadt unter Ruß von Sarah M. Kempen
Ich mag ja dystopische Jugendbücher richtig gerne und „Lichterloh“ ist mal was erfrischend anderes. Ich denke das Weltenkonzept muss man einfach mal als gesetzt hinnehmen und sollte es nicht allzu sehr hinterfragen, sonst wird man hier vermutlich nicht unbedingt glücklich. Denn dass jedes Gerät nicht nur Kohle zur Energiegewinnung verarbeiten kann, sondern auch noch über einen eigenen, integrieren Schornstein verfügt ist ja nicht so 100% logisch und realistisch.
Aber gut, es geht mehr um das Bild und die Atmosphäre, die durch die Rauchbelastung erzeugt werden. Und das ist auf jeden Fall sehr stark, die Geschichte lebt von den detaillierten Beschreibungen und den Bildern, die dem Leser in den Kopf gesetzt werden.
An sich fand ich die Idee auch ziemlich packend. Denn natürlich geht damit ein gesellschaftliches Gefüge und natürlich Machtmissbrauch einher. Die Themen sind also interessant angelegt. Fast schon heftig für ein Jugendbuch fand ich die Schikanen, mit denen die Schornsteinfeger teilweise den niederen Bürgern begegnen. Gleichzeitig ist das aber auch das was für die düstere, angstgeschwängerte Stimmung sorgt.
Die Charaktere sind bisher eher simpel und stereotypisch. Aber besonders zum Ende hin merkt man da schon eine leichte Entwicklung, ein Hinterfragen und Ausbrechen aus dem Status Quo. Könnte Potential haben und macht natürlich auch neugierig auf den Fortgang der Handlung in den Folgebüchern.
Erst nach und nach werden sowohl Cleo als auch den anderen Schornsteinfeger-Lehrlingen die Augen geöffnet. Die Story hat mir gegen Ende immer besser gefallen und wurde auch zunehmend tiefgründiger.
will unbedingt wissen wie es weitergeht und was Cleo noch alles aufdeckt.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Erschütternde Familiengeschichte
Beeren pflücken von Amanda Peters
Diese Geschichte hat mich tief berührt, sprach- und fassungslos zurückgelassen und ist mir noch lange nach Ende des Buches im Gedächtnis hängen geblieben. Es ist eine leise und doch aufgewühlte, stürmische Geschichte- voller Emotionen, Geheimnisse, gegenseitigem Groll und Schuld. Und eine Geschichte, die so nahbar erzählt ist, dass ich mich als Leser oft mitten in die Handlung versetzt gefühlt habe.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Joe und Norma erzählt. Anfangs sind es getrennte Geschichten, völlig unterschiedliche Leben. Es ist aber schon relativ zu Anfang klar, dass die Handlungsstränge zusammenhängen. Ich fand es interessant, wie unterschiedlich ihre Leben verlaufen sind. Joes Geschichte ist ein ewiges Was-wäre-wenn, pausiert auf einer Art Abstellgleis, immer an der Grenze zum völligen Entgleiten.
Ironisch ist, wie überbehütet und unspektakulär dagegen Normas Leben verlaufen ist, was seine ganz eigenen Tücken barg. Das Buch spielt mit der Identitäts- und Zugehörigkeitsfrage, Bande die uns verbinden, unseren Platz in der Welt definieren.
Die Handlung ist stark emotional aufgeladen und hat mich damit in ihren Bann geschlagen.










