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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Ein Leben in Briefen

Die Briefeschreiberin von Virginia Evans

„Die Briefeschreiberin“ ist das Debüt der in North Carolina lebenden Autorin Virginia Evans und besteht aus Briefen.

Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass man einem Menschen allein durch seine Briefe so gut näher kommen und so viel über ihn erfahren kann wie wir hier über Sybil van Antwerp.

Die Kapitel bestehen aus Briefen und zwischendurch gibt es auch Mails. Sybil schreibt an Freunde, Familie, Kollegen, Nachbarn, Ärzte, Firmen und viele mehr. Außerdem schreibt sie noch an einen unbekannten Adressaten, dessen Briefe nicht versendet werden. Dadurch entsteht ein sehr facettenreiches Bild ihres Lebens.

Durch ihre Briefe gibt Sybil viel von sich Preis. Mir gefiel insbesondere ihr Austausch mit ihrer Schwägerin Rosalie, da sie sich auch über Bücher austauschen.

Brief für Brief erfahren wir hier mehr über das Leben einer außergewöhnlichen Frau, deren Leben berührt und zum Nachdenken anregt.

Abschließend gibt es ein Personenverzeichnis. Obwohl die Anzahl der Charaktere recht hoch ist, hätte ich diese nicht zwingend benötigt, da die jeweiligen Personen durch Sybils Ansprache und Worte direkt lebendig werden. Dennoch freue ich mich immer, wenn ich weiß, dass ich ganz entspannt lesen und im Bedarfsfall nachschauen kann.

Für mich ist das Buch ein richtiges Highlight, da es deutlich macht, wie viel das geschriebene Wort bedeutet. Unsere Zeit wird immer schnelllebiger, kaum jemand nimmt sich noch die Zeit, einen richtigen Text zu schreiben und zu überdenken. Es werden kurze Notizen versendet und Nachrichten aufgesprochen. Jedoch mit ihren Briefen bringt Sybil die Welt zum Nachdenken, zum Lachen und Reflektieren – ein wirklich großartiges Debüt!

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Rezensionen von readpassion9:

auf der Flucht

Deckname: Bird von Louise Doughty

Schauplatz UK: Bird, mit richtigem Namen Heather Berriman ist auf der Flucht. Als Mitarbeiterin des britischen Geheimdienstes weiß sie genau, wie sie vorgehen muss, um nicht gefunden zu werden. Sie ist auf der Flucht, weil sie der Korruption verdächtigt wird. Bird ist unschuldig und will auf der Flucht ihre Unschuld beweisen.

Sei weiß genau, wenn sie erst mal im Fokus der Ermittler ist, wird es umso schwerer, ihre Unschuld zu beweisen. Doch bald wird klar, dass ihr ein Killer auf den Fersen ist.

Puh, ich hatte mir von dem Buch eigentlich etwas mehr erhofft. Die Flucht von Bird ist zwar spannend geschildert, aber man muss lange warten bis klar wird, weswegen Bird überhaupt auf der Flucht ist. Die Hintergründe, ihre Freundschaft zu Flavia, all das nimmt Tempo und Spannung aus der Geschichte. Wobei der Flavia-Strang eigentlich überflüssig ist, keinen wirklichen Mehrwert hat.

Fazit: Gut geschrieben und unterhaltsam, ich hatte aber deutlich mehr erwartet.

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Rezensionen von yellowdog:

Kinderarbeit

The Bitter Side of Sweet von Tara Sullivan

Ein Buch, klar konzipiert als Jugendbuch, erzählt von Kinderarbeit schlimmsten Ausmaßes in der Elfenbeinküste.
Der jugendliche Erzähler Amadou ist aus Mali und schon länger in der Lage, daher fast ein Profi.
Die Ausbeutung ist ihm ins Fleisch übergegangen. Die Kinder erleben brutale Gewalt. Amadou kümmert sich aufopfernd um seine jüngeren Bruder.

Die Situation ändert sich als ein störrisches Mädchen hinzukommt, die sich dem Terror widersetzt. Zu dritt gelingt ihnen die Flucht. Es gibt dramatische Szene. Das Buch ist durchaus spannend.
Interessant sind die Denkprozesse, die in Bewegung gesetzt werden.

Als durchschnittlicher, westlicher Leser ist man schockiert. Aber Kinderarbeit und -Ausbeutung ist Realität.

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Rezensionen von readpassion9:

die drei ??? ermitteln wieder

Die Auferstehung von Andreas Eschbach

Andreas Eschbach lässt in "Die Auferstehung" die drei ??? als inzwischen Erwachsene ermitteln. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews arbeiten nach vielen Jahren wieder zusammen an einem Fall. Worum geht es? Eine junge Frau verschwindet im brasilianischen Urwald, Jahre vergehen ohne ein Lebenszeichen.

Doch dann taucht sie wieder auf. Aber ist es wirklich die Vermisste? Ihre Tante hat Zweifel, dass es sich tatsächlich um ihre Nichte Tracy Hitfield handelt und bittet Justus Erkundigungen einzuholen.

Für alle, die die drei ??? noch aus ihrer Kindheit kennen, ist das Buch de facto ein Must Read. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sind in ihren 50ern, durch einen Unglücksfall haben sich die Freunde damals getrennt und hatten über Jahrzehnte keinen Kontakt. Erst dieser Fall führt sie wieder zusammen und heilt alte Wunden.

Mich hat das Rätsel um Tracy Hitfield neugierig gemacht, ich habe es genossen, den drei ??? bei ihren Ermittlungen über die Schulter zu schauen. Die Story wird abwechselnd aus Sicht eines Fragezeichens geschildert, so dass man als Leser den allumfassenden Überblick hat. Andreas Eschbach erzählt die Geschichte mit Witz und Anekdoten aus den früheren Fällen, es macht Spaß die Gedankengänge der drei Fragezeichen zu verfolgen. Sie ergänzen sich perfekt, sind immer noch ein tolles Team.

Die Story verläuft linear, insgesamt hätte ich mir etwas mehr Spannung und den ein oder anderen Twist gewünscht.

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Rezensionen von yellowdog:

Ein Leben überschattet

Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte

Das Schwarz an den Händen meines Vaters ist ein Buch, das zeigt, wie Alkoholismus das Leben einer Familie prägt und sich sogar vererbt.
Es ist zum Teil ein erschütternder Bericht, da er eindringlich aus Ichperspektive erzählt. Der Vater der Erzählerin Motte war schwerer Trinker, von der Mutter ein Stück weit toleriert.

Zahlreiche Vorfälle prägten schon die Kindheit der Erzählerin, die schließlich selbst anfängt schwer zu trinken.
Lena Schätte schreibt schonungslos, abgemildert durch eine Nähe zur Figur. Vielleicht ist das Buch deswegen auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis gelandet.

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Rezensionen von peedee:

Parallelen zweier Frauen

Das Tagebuch von Longdale Manor von Carrie Turansky

Die junge Kunsthistorikerin Gwen Morris reist im Auftrag ihres Grossvaters, der zugleich Chef des Auktionshauses Hill und Morris ist, in den Lake District, um Kunstwerke und Antiquitäten einer alten Freundin der Familie zu begutachten. Dort lernt sie David Bradford kennen, den Enkel der Besitzerin von Longdale Manor, der das Anwesen in ein Hotel umbauen will.

Bei ihren Recherchen stösst sie auf ein einhundert Jahre altes Tagebuch von einer Frau namens Charlotte. Fasziniert taucht sie in Charlottes Geschichte ein und findet Parallelen zu ihrem eigenen Leben…Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover; ein gut passender Buchtitel (der englische gefällt mir aber noch besser).Es werden parallel zwei Geschichten erzählt, einerseits die von Charlotte in 1912 und andererseits die von Gwen in der Gegenwart. Der Wechsel der Zeiten ist gut angegeben. Das Buch wurde mit dem “Carol Award 2024” in der Kategorie “Historische Romane” ausgezeichnet.

Der Einstieg in die Geschichte fängt mit einem für Gwen – und somit für das Auktionshaus – finanziellen Desaster an, denn Gwen ist leider in ihrer noch jungen Karriere als Kunsthistorikerin ein grosser Fehler unterlaufen, indem sie Kunstwerke zu einem viel zu tiefen Preis eingeschätzt und verkauft hat. Warum hat nur niemand der anderen ihre Gutachten kontrolliert? Gwen muss sich jetzt beweisen, indem sie den Auftrag auf Longdale Manor ausführt. Lilly Benderly, die Besitzerin, ist eine sehr liebenswürdige ältere Dame. Ihr Enkel, David, macht auch gleich einen guten Eindruck (bei Gwen und bei mir!).Das einleitend erwähnte Tagebuch führt die Leser:in hundert Jahre zurück in die Vergangenheit. Interessant war dabei zu beobachten, dass damals und auch heute die gleichen Unsicherheiten in Beziehungen vorliegen und leider oftmals Vermutungen als Wahrheit angenommen werden, ohne das Thema zu diskutieren.

Der Glaube ist in beiden Geschichten sehr präsent – das hat mir sehr gut gefallen. Vergebung (schwierig!), Zweifel im Glaubensleben, Familie und Liebe waren für mich die Hauptthemen. Die Vorstellung, ein so altes Tagebuch von jemandem zu lesen, der selbst auf diesem Anwesen gelebt hat, ist sehr speziell. Ich hatte das Gefühl, dass ein Fenster in die Vergangenheit geöffnet wurde. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich vergebe gerne 4 Sterne.

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Rezensionen von Lese:

Eine Entdeckungsreise durch den ganzen Körper

Organisch von Giulia Enders

Giulia Enders’ neues Sachbuch „Organisch“ zeigt, wie erstaunlich und klug unser Körper Probleme löst – oft ohne, dass wir es merken. Sie nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch den Körper – Lunge, Immunsystem, Haut, Muskeln, Gehirn- und erklärt mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, was wir von ihm fürs Leben lernen können.

Dadurch lernt man, seinen Körper besser zu verstehen und neu zu schätzen. Es fasziniert mich, wie er Probleme löst und mir dadurch neue Perspektiven auf das Leben geben kann. Die Mischung aus Wissenschaft und persönlichen Einflüssen hat mir sehr gut gefallen, vor allem, weil es so locker und flüssig geschrieben ist. Sie erklärt komplizierte Abläufe so anschaulich und lustig, dass auch medizinische Laien sofort folgen können. In Zukunft sollte ich auf meinen großartigen Körper und meine Psyche besser achten.

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Rezensionen von Ameland:

Spannend, magisch und einfach schön

Flora Magica (Band 2) - Die Gabe der bösen Kräuter von Vanessa Walder

Inzwischen haben sich die Zwillinge Avia und Zacharias mit ihrer Mutter und Tierra und Sol mit ihrem Vater in ihrer neuen Heimat eingelebt. Die beiden Zwillingspaare wachsen immer mehr in ihre Rolle als Beschützer und Bewahrer magischer Pflanzen hinein. Für Aufregung sorgen eine neue, noch nicht erforschte Pflanze und eine magische Pflanze in den falschen Händen.

Mir sind die vier Jugendlichen inzwischen wirklich ans Herz gewachsen und so ist es nicht verwunderlich, dass ich mit ihnen mitgefiebert und mir auch ein klein wenig Sorgen gemacht habe, ob wirklich alles gut ausgeht. Vielleicht hat mich auch der kleine Gedankenleser Nox mit seiner Schwarzmalerei angesteckt. Trotz allem muss man diesen kleinen Kerl einfach gernhaben und im Notfall ist er auch für seine Freunde da.

Vanessa Walder schreibt und beschreibt so schön, dass ich beim Lesen unentwegt Bilder vor meinem inneren Auge sehe. Und immer wieder entsteht der Wunsch, einmal selbst eine Nacht in diesem verwunschenen Gewächshaus mit den magischen Pflanzen verbringen zu dürfen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben auch die wunderschönen Illustrationen von Marie Beschoner. Ihr Cover-Bild ist ein echter Hingucker.

Die eingefügten Kapitel mit Informationen zu realen Gewächsen finde ich ebenfalls interessant und spannend wie z. B. Beziehungen im Pflanzenreich oder über alte Kartoffelsorten.

Dies ist definitiv eines der Bücher, bei denen ich glücklich bin, es lesen zu dürfen, aber traurig bin, am Ende angekommen zu sein. Diese Reihe bekommt von mir eine unbedingte Leseempfehlung, aber bitte unbedingt mit dem ersten Band beginnen.

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Rezensionen von Emmmbeee:

Was für eine Story!

Aufsteiger von Peter Huth

Ein ehrgeiziger Journalist hat seine Beförderung auf einen hohen Posten vor Augen, zum Greifen nah, mit ihm rechnen alle in seinem Umfeld mit dem Aufstieg. Doch dann – kommt alles ganz anders. Völlig anders, und was daraus wird, besonders gegen Schluß, damit rechnet nun wirklich kein Leser.
Im Grund eine fürchterliche Geschichte, wenn wir uns an die Stelle des Möchtegern-Aufsteigers denken, aber dadurch natürlich ein hervorragender Stoff für einen Roman.

Da geht es durch menschliche Höhen und vor allem Tiefen, und zwar bei allen Beteiligten. Viel Geschirr zerbricht dabei, und teilweise habe ich mit den Beteiligten sehr gelitten. Spannend verläuft die Story besonders ab dem ersten Fünftel.
Dazwischen gewährt und der Autor in eher kurzen Sequenzen die Sicht aus anderer Perspektive, was das Werk angenehm durchlüftet und die Hergänge verständlicher macht. Äußerst überraschend der Schluss, das hätte ich so nicht erwartet. Und erst das „Outing“!
Hingegen wäre mir lieber gewesen, ich hätte den Klappentext nicht gelesen. So weiß der Leser von Anfang an, was Felix Licht im Lauf des ersten Tages geschehen wird, ein Teil der Spannung ist dahin und der Gesamteffekt bleibt aus. Schade!
Insgesamt aber eine sehr lesenswerte Story, ein angenehmer Erzählstil, spannend geschrieben. Ich werde das Buch gerne weiterempfehlen.

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Rezensionen von Flo:

Tolles Jugendbuch

Falling Like Leaves von Misty Wilson

New Yorkerin Ellis hat genaue Vorstellungen davon, wie ihre Zukunft aussehen soll: an der Columbia University studieren und Journalistin werden. Als ihre Eltern sich vorübergehend trennen und ihre Mutter sie in die Kleinstadt Bramble Falls mitschleppt, um bei ihrer Tante und Cousine zu leben, bricht für Ellis die Welt zusammen.

Eine sehr schönes herbstliches Young Adult Buch! Die Charaktere sind jung, gehen zur Highschool und es ist ein echt nettes Setting.
Ellis ist ambitioniert und hilft anfangs hauptsächlich beim Herbstfestival, um ihren Lebenslauf zu schmücken. Es war richtig schön zu sehen, die die Menschen aus bramble falls zusammenhalten und alle bei den herbstlichen Aktivitäten mitmachen und Ellis dann doch in Herbst-Feier-Laune bringen. Allen voran ihre Cousine und deren Freunde.
Nur Cooper, mit dem sie 3 Jahre zuvor einen Sommer verbracht hat, scheint sie nicht zu mögen. Der Konflikt wird gut aufgearbeitet und ich mochte die Kommunikation zwischen den beiden. Das knistern war dann auch schnell da.
Wirklich süße Charaktere, ein tolles Setting, sehr gelungenes Jugendbuch!

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