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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

Na ja

Himmel ohne Ende von Julia Engelmann

Charlie ist unzufrieden mit sich und der Welt, bis einer kommt, mit dem sie reden kann und der sie versteht.
Eine recht einfühlsame Schilderung der Pubertät, die Entwicklung ist aber ziemlich vorhersehbar und über weite Strecken langweilig. Da nützen auch die Weisheiten nichts, die manchmal hart an der Grenze zum Kitsch daherkommen.

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Ein so tolles Buch

Stronger With You von Silvia Maria de Jong

Dies war mein erstes Buch von Silvia Maria de Jong und ich bin sehr neugierig in das Buch gestartet :
Ein toller, flüssiger Schreibstil führen dazu, dass man direkt in die Geschichte hüpft und gleich mittendrin ist. Der Einstieg fällt also leicht und schon ist man mit den wundervollen Charakteren beschäftigt, die von Silvia Maria de Jong so authentisch dargestellt sind, dass man direkt einen Bezug bekommt.

Gerade, dass hier auch das Thema Krankheit mitspielt und auch die Lasten mancher Menschen aufgezeigt werden, finde ich toll und muss sagen, dass die Autorin es perfekt versteht, mit Fingerspitzengefühl und Empathie zu erzählen.
Viele Emotionen bringen Martha und Samu mit sich und ich bin so gefesselt gewesen, von dieser wunderbaren Geschichte, so dass ich das Buch stellenweise nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Mich hat diese tolle Geschichte sehr berührt und ich hatte eine tolle Lesezeit : das war sicherlich nicht das letzte Buch von Silvia Maria de Jong das ich lese.
Von mir gibt es eine absolute Empfehlung für dieses wundervolle Buch !!!

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Rezensionen von Claudia R.:

Naturgericht

Wundervolle Waldküche von Aurélie Valtat

Klappentext / Inhalt:

Wusstest du schon, dass man Bäume und Sträucher essen kann? Sie können sogar richtig lecker sein! Lass die wundervollen Rezepte aus Blüten, Blättern, Früchten, Beeren & Zapfen deinen Speiseplan bereichern und probiere Flieder-Tiramisu, Lindenblüten-Rosengelee, Sumach-Limonade, Maronencreme, Hagebuttensirup, Cracker aus Feigen- und Maulbeerblättern, Walnusswein und vieles mehr.

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – für jede Jahreszeit findest du die perfekten Geschmackserlebnisse! Entdecke 40 Bäume und Sträucher im Kurzporträt und erhalte wertvolle Tipps zum erfolgreichen Sammeln und Konservieren der wilden Rezeptzutaten. Inklusive nützlichem Erntekalender!

Cover:

Das Cover ist naturnah umgesetzt und bringt damit die Thematik such sehr gut rüber. Eine Frau bei einem Waldspaziergang mit einem Körbchen in der Hand ist hier erkennbar und veranschaulicht, dass man auch in der Natur einiges finden kann. Optisch und farblich ist es sehr schön umgesetzt und die Thematik wird hier sehr gut erfasst.

Meinung:

Das in der Natur mehr steckt, als man denkt beweist auch dieses wundervolle Buch mit vielen Rezepten aus der Natur. Waldküche führt in die verschiedenen Bäume, Sträucher und Pflanzen ein und zeigt, was essbar und genießbar ist und was man daraus alles machen kann.

Zu Beginn folgt eine Einführung, die auf Gefahren und Problematiken hinweist, aber auch Tipps und Tricks an die Hand gibt. Hier wird grundlegendes erklärt und darauf folgen dann auch bereits die unterschiedlichsten und verschiedenen Rezepte.

Die Rezepte sind gut und nachvollziehbar beschrieben. Hier findet sich sehr viel unterschiedliches von süßen bis herzhaften Dingen. Spannend fand ich die Schoko-Haselkätzchen, aber auch die Liköre und Aufstriche. Viel unterschiedliches gibt es hier zu finden und bei einigem wusste ich auch nicht, dass man dies essen kann.

Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Zuerst wird es in die unterschiedlichen Jahreszeiten gegliedert und dann findet man darunter die verschiedenen Rezepte. Am Ende des Buches gibt es auch noch einen Erntekalender und dein kleines Bestimmungsbuch um die verschiedenen Bäume und Pflanzen zu erkennen. Dies ist wirklich sehr hilfreich und auch das Inhaltsverzeichnis ist auch gut ausgearbeitet.

Die Rezepte selbst sind gut erklärt. Die Zutaten sind übersichtlich und schnell erkennbar. Auch die Zubereitungszeit, Vorbereitung und Menge ist gut zu sehen. Wunderschöne Fotos runden das Ganze gut ab und machen zusätzlich Appetit.

Die Idee dahinter finde ich gut und es zeigt, was die Natur alles bereit hält. Wenn man sich etwas auskennt und informiert kann man so einige Schätze in der Natur finden und tolle Gerichte daraus zaubern.

Fazit:

Die Natur hat einiges zu bieten, hier wird einem gezeigt, was man daraus machen kann.

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Rezensionen von nanu?!:

Philomenas erster Fall

Frag Philomena Freud von Annette Roeder

Schuhe putzen und schwierige Fragen beantworten, das kann Philomena Freud am besten.
Sie verehrt Doktor Freud, und so ist es kein Wunder, dass Philomena ihr Schuhputzkönnen genau vor Doktor Freuds Praxis anbietet.
Und so kommt Philomena nicht umhin, Doktor Freuds Stammpatienten kennenzulernen. Besonders gern mag sie Sidonie von Wallersee, die Adoptivtochter einer echten Baronin.

Und ausgerechnet Sidonie wird eines Tages vor der Praxis verhaftet, ihre Erbtante soll sie ermordet haben.
Philomena weiß von einem Detail und ist davon überzeugt, dass Sidonie gar nicht die Mörderin sein kann. Und dann macht Philomena sich auf, Sidonies Unschuld zu beweisen.

Geschichten mit jungen Ermittlerinnen sprießen ja zurzeit wie die Pilze aus dem Boden. Als Fan dieses Genres kann ich einfach nicht widerstehen und musste also auch Philomena kennenlernen.
Man kann sie einfach nicht nicht mögen. Sie ist nicht nur zu allen freundlich und höflich, sie hat auch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, weswegen sie auch gleich Sidonie helfen muss.
Alleine ist sie dabei zum Glück nicht. Denn eigentlich ist Philomena ein Waisenkind und als Zögling Nr. 34 auch immer auf der Flucht vor Frau Schnürschuh, der Sprengelfürsorgerin des Waisenhauses.
Von diesen Kindern gibt es eine ganze Bande und auf deren Hilfe kann sich Philomena immer verlassen. Ganz besonders dann, wenn es um Ilse Schnürschuh geht.
So manches Mal wird Philomena in die Bredouille geraten. Man glaubt ja gar nicht, wie gefährlich so eine Mordermittlung sein kann.

Was Philomena Freud ein bisschen von den anderen berühmten Detektivinnen abhebt, ist mMn der Schauplatz der Geschichte. Das historische Wien der Zwanziger Jahre und der Wiener Charme kommen hier schon ziemlich gut zur Geltung. Ich habe viele neue Ausdrücke gelernt.
Allerdings kommen Doktor Freud und seine Psychoanalyse nur am Rande vor.
Den Fall selbst fand ich schlüssig, altersgerecht und auch spannend. So ausgefuchst wie bei meinen persönlichen Buchheldinnen Flavia de Luce oder Myrtle Hardcastle geht es aber nicht zu.
Ich mochte den Humor, Philomenas Gewitztheit und nicht zu vergessen Kaiser Franz, der Riesenschnauzer, der immer an ihrer Seite ist.
Über Philomena hätte ich gerne mehr erfahren, besonders über ihre Vergangenheit. Auch kommen mir die meisten Nebenfiguren zu kurz.
Aber es handelt sich hierbei ja auch erst um den ersten Band einer neuen Reihe. Über viele neue Details würde ich mich in weiteren Bänden freuen.

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Rezensionen von Claudia R.:

schöne Grundidee

Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi

Klappentext / Inhalt:

++ Limitierte Erstauflage mit Farbschnitt – nur solange der Vorrat reicht ++
Ein berührender Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten – spannend, charmant und voller Herz. Der große Bestseller aus Japan über einen Großvater und seine Enkelin, die plötzlich selbst zur Heldin einer gefährlichen Geschichte wird.

Kaede, eine junge Lehrerin aus Tokio, stößt eines Tages auf seltsame Zeitungsausschnitte, die in einem gebrauchten Buch stecken. Ein Rätsel! Sie muss sofort an ihren Großvater denken, der trotz seiner Demenzerkrankung über eine unglaubliche Kombinationsgabe verfügt. Außerdem weist er ein enormes Wissen auf, wenn es um die großen Klassiker der Kriminalliteratur geht. Gemeinsam lassen die beiden ihrer Fantasie freien Lauf und lösen so meisterhaft allerlei kleine und große Rätsel, auf die Kaede in ihrem Alltag stößt. Doch plötzlich nähert sich Kaede ein bedrohlicher Schatten, der die beiden auf eine harte Probe stellt. Kann ihre gemeinsame Liebe zur Literatur sie retten?

Cover:

Das Cover ist wunderschön, zart und filigran umgesetzt und auch hier merkt man bereits die japanischen Einflüsse. Optisch und farblich ist es schön erfasst und umgesetzt. Die Zeichnung gibt auch die Atmosphäre sehr gut wieder. Die Andeutung des Hauses im Hintergrund und auch die zarten Blätter des Baumes sind ein einem wunderschönen Zeichenstil umgesetzt.

Meinung:

Das Buch begeistert bereits durch seinen wundervollen Farbschnitt, welcher die Blicke auf sich zieht. Die zarten roten Blütenblätter sind filigran und schön umgesetzt und ziehen optisch an.

Inhaltlich möchte ich hier zur Geschichte nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit Details und Informationen dazu zurück.

Die Geschichte ist eine Mischung aus berührendem Roman gespickt mit Krimielementen und Rätseln, sowie kleine japanischen Weisheiten, aber auch der nötigen Distanz, welche die japanische Atmosphäre trägt und aufrecht erhält. Die Charaktere sind gut erfasst und der Großvater prägt das Gesamte durch seine mysteriösen Kriminalfälle. Und doch bleibt immer eine gewisse Ferne. Die Charaktere sind höflich im Umgang und man merkt die japanischen Einflüsse sehr gut. Die Charaktere sind sympathisch von ihrer Art und doch baut sich keine so emotionale Nähe auf, da immer eine gewisse Distanz herrscht, was wiederum zur Kultur und auch im Gesamten durchaus gut passt.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt und diese werden wiederum ebenfalls durchnummeriert und in einzelne kleinere Abschnitte geteilt. So sind die einzelnen Bereiche recht kurz und bringen Spannung und Tempo hinein. So geht es schnell und kurzweilig voran. Die Anfänge sind gut und deutlich erkennbar und auch die Gestaltung und Gliederung hat mir gut gefallen.

Das Gesamtkonzept folgt einer schönen Idee und die japanischen Einflüsse sind spürbar. Die Geschichte ist eine Mischung aus Krimi, Roman und Kurzgeschichten. Jedoch hat die Tiefe des Ganzen mich nicht ganz erreicht. Schöne Impulse sind vorhanden, aber nicht bis zu Ende ausgereift. Dies ist etwas schade.

Fazit:

Die Geschichte ist eine Mischung aus Roman, Krimi und Kurzgeschichten. Jedoch konnte es von der Tiefe nicht ganz überzeugen.

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Rezensionen von Claudia R.:

Schicksal oder Selbstbestimmung?

How to Fight Fate (Fate Dilogie, Bd. 1) von Saskia Louis

Klappentext / Inhalt:

Was ist stärker: Die Macht des Schicksals oder die Macht der Liebe?

Die 19-jährige Schicksalsnovizin Kiana fiebert ihrer Seelenzeremonie entgegen. Denn an der Seite ihres Seelenpartners soll sie unter der Göttin Moyra die Zukunft von Anima vorhersehen und das Land vor Bösem schützen.

Doch kaum hat sie ihren Seelenverwandten gefunden, stirbt er ... und damit auch die Chance auf die wahre Liebe. Kiana weigert sich, dies anzunehmen, und macht sich auf den Weg zur Schicksalshöhle, um ihr Seelenband neu zu verknüpfen. Zu diesem Zweck verbündet sie sich mit dem Liebesnovizen Nevin und dem Kriegsnovizen Tyron. Letzterer ist zwar unausstehlich, aber äußerst mächtig …

Schicksal, Liebe, Krieg: Der Kampf der Götter und der Sieg des freien Willens

Seit nunmehr 300 Jahren kämpfen in Anima die Schicksalsgöttin und der Gott der Liebe gegen die Göttin des Kriegs. Wer zu einem der drei Götterorden gehört setzt im Kampf und zum Wohle des Lands Anima besondere Talente ein. Als Novizin der Schicksalsgöttin kann Kiana kurze Abschnitte der Zukunft vorhersehen; Liebesnovizen wie Nevin können die Stimmungen anderer beeinflussen und so talentierte Kriegsnovizen wie Tyron können nicht nur Waffen per Gedankenkraft lenken, sondern auch kurzzeitig übermenschlich stark sein. Ohne Seelenpartner ist man jedoch in Anima nichts wert – und wird dazu verdammt, ein einfaches und meist sehr kurzes Leben an der Front zu führen. Kann Kiana zusammen mit ihren Gefährten dieser Bestimmung entfliehen und den Lauf des Schicksals ändern?

Eine spektakuläre Romantasy-Dilogie, die vor widersprüchlichen Gefühlen und atemberaubenden Twists nur so strotzt!

Cover:

Das Cover ist verschnörkelt und fantasievoll umgesetzt. Kleinere Elemente und Strukturen sind eingebunden, aber vor allem der Titel wird hier hervor und heraus gehoben. Zentral steht dieser im Mittelpunkt. Optisch und farblich ist es harmonisch umgesetzt und wirkt auf jeden Fall romantisch verspielt, aber auch geheimnisvoll. Die Umsetzung ist auf jeden Fall ansprechend.

Meinung:

Vorherbestimmung und Selbstbestimmung, sowie Schicksal und Entscheidung sind wichtige Güter des Lebens. Doch wenn die Vorherbestimmung und das Schicksal über den Verlauf entscheiden und man keine Mitbestimmung hat, sollte man sich dann wirklich dem Schicksal fügen? Kiana, die nach dem Tod ihres Seelenpartners selbst zum Tod verdammt ist, begibt sich auf die Suche und Hoffnung nach einem anderen Schicksal, aber wird ihr dies in dieser von Seelenbändern geprägten Welt gelingen?

Zu viel sei hier noch nicht verraten. Weitere Informationen und Details dazu werden hier noch nicht verraten.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell findet man in Geschehnisse und Charaktere hinein. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und sind zudem gut durchdacht. Auch die Idee dahinter ist sehr schön umgesetzt und auch die Welt und Magie wird, gut vorstellbar, beschrieben.

Die Geschichte ist spannend und fesselnd umgesetzt. Freundschaft, Krieg, aber auch Partnerschaft, Entwicklungen und Verwicklungen spielen hier eine Rolle. Das zentrale Gut ist hier das Schicksal und besonders der Gegensatz zwischen Schicksal und Selbstbestimmung. Man wird hier auf jeden Fall auch sehr nachdenklich gestimmt und so einige Ansätze wirken auch hinterher noch nach.

Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die Anfänge sind sehr gut herausgearbeitet und auch besonders durch die kleinen Verzierungen sehr gut erkennbar. Die Kapitelanfänge zeigen die entsprechende Kapitelzahl, sowie die Perspektive, aus der erzählt wird und zumeist einen einführenden Satz oder Impuls, der den Anfang nachdenklich startet oder weitere Informationen zur Welt oder Lebensweise Preis gibt. Es wird aus Sicht von Kiana oder Tyron erzählt. Die Ich-Perspektiven machen es greifbar und nah spürbar. Auch die Emotionen sind nah zu fühlen und in Gedanken und Emotionen findet man sehr gut und spürbar hinein.

Die Kapitellängen sind gut gewählt und ermöglichen einen angenehmen Lesefluss.

Die Geschichte ist wundervoll umgesetzt und zugleich auch sehr emotionsreich. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen und der wunderschöne Farbschnitt rundet das Ganze perfekt ab.

Der Schreibstil und das Wortbildung sind toll und passend umgesetzt. Die Geschehnisse fantasievoll, aber auch emotionsreich verfasst und gespannt folgt man den Ereignissen und der Entwicklung.

Mich konnte dieser Auftakt überzeugen und ich bin auf den weiteren Verlauf und den zweiten Band Anfang 2026 sehr gespannt.

Fazit:

Fesselnde und emotionsreiche Romantasy mit Bezügen zu Schicksal und Selbstbestimmung.

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Rezensionen von Katja K.:

Schonungslos und hoffnungsvoll zugleich – ein beeindruckendes Debüt

Wohin du auch gehst von Christina Fonthes

Dieses Buch hat mich tief berührt und beeindruckt. Die Autorin verwebt gleich mehrere gesellschaftlich und historisch relevante Themen, wie homophobe und rassistische Ausgrenzung, Unterdrückung von Frauen, Verlust-Traumata und kulturelle Zerrissenheit, zu einer spannenden und teilweise erschütternden Geschichte zweier Frauen unterschiedlicher Generation, die sich ähnlicher sind, als es zunächst den Anschein hat.

Anfangs empfand ich den Schreibstil als eher nüchtern und machte mich auf einen etwas langatmigen Roman gefasst. Das Gegenteil war der Fall. Ich wurde immer mehr in den Sog der Erzählung hineingezogen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistinnen sind kongolesischer Abstammung und die Ereignisse des Romans erstrecken sich über zwei Generationen und zwei Kontinente. Beide Frauen, die ältere schweigsame Mira und die jüngere Bijoux, die mit ihrer queeren Identität kämpft, werden in ihrer Persönlichkeit behutsam ausgearbeitet. Die Erzählperspektive wechselt und während Bijoux das aktuelle Geschehen in London aus der Ich-Perspektive und in der Vergangenheitsform schildert, erleben wir bei Mira Rückblenden aus der Beobachterperspektive, die im Präsens erzählt werden und sich bis zur heutigen Zeit hinziehen. Die gesamte Geschichte ist sehr komplex und es erscheint mir unmöglich, alle behandelten Themen aufzuzählen, ohne zu spoilern. Fast beiläufig erfahren wir viel über die kongolesische Geschichte und Kultur, was ich unglaublich spannend fand. Beide Figuren müssen eine Reihe von traumatischen Situationen überstehen, bis sich ihre Erlebnisse zu einem Gesamtbild zusammenfügen und schließlich Hoffnung und Erlösung möglich scheinen. Mein Fazit: Keine leichte Kost, aber wer nicht davor zurückschreckt, sich auch mit schweren und bis heute gesellschaftlich relevanten Themen zu beschäftigen, der wird mit einer dicht erzählten, tiefgründigen Geschichte belohnt, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig Raum für Liebe und Hoffnung schafft.

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Rezensionen von Tara:

Fantastisch geschrieben

Weißes Licht von Eric Puchner

„Weißes Licht“ ist der zweite Roman des in Baltimore lebenden US-amerikanischen Schriftstellers und Kurzgeschichtenautors Eric Puchner.

Die Handlung beginnt im Sommer 2004 in Montana. Hier wollen Charlie und Cece - mehr als 1000 Meilen von ihrer Heimat entfernt - im Haus von Charlies Eltern heiraten.

Beide lieben diesen Ort und so wie er beschrieben wird, ist das voll und ganz nachvollziehbar.
Charlie ist schon seit dem College mit Garret befreundet. Ihr Leben hat sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt, aber nun soll Garret bei den Hochzeitsvorbereitungen helfen. Cece kennt ihn noch nicht und weiß auch nicht viel über den Freund ihres Mannes, lediglich dass er es bisher nicht leicht im Leben hatte. Als die beiden aufeinandertreffen, findet Cece ihn nicht auf Anhieb sympathisch, aber dennoch verlieben sich die beiden ineinander.

Nun könnte man meinen, dass diese Ereignisse schon mehr als einmal vorgekommen sind, aber was sich im Anschluss alles ereignet und wie Eric Puchner erzählt, macht das Buch besonders und absolut lesenswert.

Der Schreibstil des Autors ruhig und beschreibend, aber an keiner Stelle langwierig. Er erzählt vom Leben, von Liebe, Freundschaft, Treue, dem Älter werden und tragischen Lebensereignissen.

Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und es dauert eine Weile bis sich alles zusammengefügt. Durch die wirklich wunderschönen Landschaftsbeschreibungen von Montana hatte ich beim Lesen Bilder vor Augen und konnte mich gut in die Umgebung wegträumen.

Mich hat das Buch durchgehend gut unterhalten und der Schreibstil von Eric Puchner ist einzigartig – einzigartig schön, so dass ich gespannt auf weitere Bücher des Autors bin.

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Rezensionen von Claudia R.:

Pageturner

Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir

Klappentext / Inhalt:

In den schroffen Lavafeldern Islands wird eine Leiche gefunden. Ein vermeintlicher Selbstmord entpuppt sich als brutaler Mord und reißt alte Wunden in der kleinen Stadt Akranes wieder auf.

Eigentlich will Kommissarin Elma nach einem persönlichen Schicksalsschlag in ihrer Heimatstadt Akranes zur Ruhe kommen.

Doch als Spaziergänger in einem Lavafeld die Überreste einer Frau entdecken, die vor Monaten verschwunden ist, wird sie sofort in einen neuen, erschütternden Fall hineingezogen.

Was zunächst wie ein tragischer Suizid aussah, stellt sich schnell als ein sorgfältig vertuschtes Verbrechen heraus. Die Ermittlungen führen Elma tief in ein Netz aus Lügen, das weit in die Vergangenheit reicht. In der Abgeschiedenheit Islands, wo jeder jeden kennt, verbirgt sich hinter den Fassaden der kleinen Gemeinde ein Abgrund aus Neid, Wut und vergrabenen Familiengeheimnissen.

Während Elma die Puzzleteile zusammensetzt, stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr gerät sie selbst in Gefahr. Denn der Mörder hat alles zu verlieren und ist bereit, erneut zu töten, um die verlogene Idylle aufrechtzuerhalten.

Eva Björg Ægisdóttir, die Meisterin des Island-Krimis, liefert mit »Verlogen« erneut Hochspannung vor der atemberaubenden und düsteren Kulisse Islands. Ein Muss für alle Fans von skandinavischen Krimis, voller psychologischer Tiefe und unerwarteter Wendungen, die bis zur letzten Seite fesseln.

Cover:

Die angedeuteten Häuser und Landschaft im Hintergrund ist stimmungsvoll erfasst und dabei zugleich auch einfach gehalten. Der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern ist sehr gut erkennbar und diese von der Aufmachung sehr ähnlich gehalten.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der Island-Krimi Reihe und mir sind die beiden Nachfolgebände bekannt. Band 2 hätte ich bisher noch nicht gelesen. Da die Fälle in sich geschlossen sind, kann man die Bücher aber auch gut unabhängig voneinander lesen. Die Charaktere sind mir also hier bereits bekannt, nur dass ich hier sogar ein Stück weit zurück gehen und daher war ich schon ein wenig gespannt.

Der Fall selber ist fesselnd und spannend umgesetzt und auch atmosphärisch sehr gut erfasst und Elma und ihr Team haben hier allerhand zu tun.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut lesen. Dieser wirkt durch die verschiedenen Handlungsstränge und Perspektiven sehr lebendig und lässt sich gut flüssig lesen. Die eine Perspektive handelt von einer jungen Frau, welche man nach der Geburt ihrer Tochter bei diesem Lebensweg begleitet, dies fast schon Tagebuchartig in der Ich-Perspektive verfasst. So findet man sich sehr gut in die Frau und ihre Gedanken, Handeln und Emotionen hinein. Die andere Perspektive sind die aktuellen Ermittlungen wobei man Elma und ihrem Team über die Schultern schaut und diese begleitet. Dies wird in der erzählenden Perspektive aus der dritten Person erzählt. Auch in das Private der Ermittler bekommt man einige Einblicke. Erst zum Ende hin treffen die beiden Handlungsstränge aufeinander.

Die Anfänge sind gut hervorgehoben und ersichtlich. Auch die jeweilige Kapitellänge ist gut und angenehm gewählt und ermöglicht so einen guten Lesefluss. Gliederung und Gestaltung sind gut umgesetzt. Die Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen, was sie Zuglaich aber auch sehr sympathisch und authentisch wirken lässt. Die Ermittlungen sind toll und nachvollziehbar umgesetzt.

Es handelt sich hierbei um einen unblutigen, aber dennoch sehr fesselnden und spannenden Krimi, der emotionsreich und mitnehmend aufgebaut ist.

Fazit:

Anfangs beginnt es etwas ruhiger, entwickelt sich jedoch zu einem spannenderen Pageturner, der überzeugt und unterhält.

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Rezensionen von yellowdog:

Schwestern

Wilder Honig von Caryl Lewis

Ein ruhiger, aber intensiver Roman, angesiedelt in Wales, der die Beziehung von drei Frauen zeigt. Hannah, deren Mann John gerade gestorben ist, ihre Schwester Sadie und die junge Megan. Megan ist die geheime Tochter Johns, von der die Schwestern erst nach seinem Tod erfahren.
Megan sucht sie auf, um sie kennen zu lernen und bleibt eine ganze Weile.

Es geht sehr um die Figurenkonstellation, wie sich diese drei sehr unterschiedlichen Frauen besser kennen- und verstehen lernen. Megan ist natürlich als Fremde in einer besonderen Situation und die Autorin versteht es, diese Lage gut und nachvollziehbar zu schildern.
Die walisische Umgebung sorgt für viel Atmosphäre.
Zwischen den Kapiteln gibt es Briefe von John, bei denen es hauptsächlich um Bienen geht. Er war leidenschaftlicher Imker. Und so prägen die Bienen auch das Leben der Frauen. Es ist ein sensibel geschriebenes Buch.

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