Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
tolle Mischung aus Abenteuer und Wissen
Albert & Einstein, Band 2 - Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn von Tim Collins
Wir kannten Albert und Einstein noch gar nicht, konnten aber problemlos ins Abenteuer einsteigen. Es geht bei dem Abenteuer um nichts geringeres als die Rettung der Welt aus dem Weltraum aus, diese schwerbt nämlich - natürlich ohne Wissen der Bevölkerung, die ja in Panik geraten würde - in großer Gefahr.
Wer wäre für so eine Mission besser geeignet als Albert und Einstein! Die beiden trotzden jeder Gefahr und brauchen immer wieder Unterstützung bei spannenden und teils richtig kniffligen Rätseln. Durch die Geschichte erlebt man nicht nur jede Menge Spannung, man lernt auch so einiges. Primzahlen etwa werden gut und verständlich erklärt. Besonders spannend war die Mischung aus Comic-Seiten und erzählenden Seiten. So konnte mehr an Geschichte passieren als im klassischen Comic und auch das eine oder andere besser erklärt werden, man verpasste aber auch nicht die coolen Zeichnungen im Comicstil. Wir mochten die Mischung, uns hat das Buch gut gefallen!
Rezensionen von tinten_fischchen:
Bis zur Unendlichkeit und darüber hinaus..
Aus! Die Wissenschaft vom Ende von Science Busters
Nicht einmal das Ende des Maya-Kalender konnte sie aufhalten: Rechtzeitig vor Weihnachten haben die Science Busters ihr neuestes Werk herausgebracht.
Das Buch mit dem auffallend kurzen Titel „Aus“ bietet sich ja geradezu an schön verpackt unter dem Weihnachtsbaum verschenkt zu werden. Denn was würde besser passen zu den Familienfeiern als sich über Ewigkeitschemikalien, die Frage wie schwer ein Meteorit sein muss um alles Leben auf der Erde, oder zumindest die Menschheit auszulöschen und dergleichen debattieren.
Ansonsten kann man ja bei Familienstreitereien das Buch in die Höhe halten und auf den Titel zeigen.
Das Team um Martin Puntigam beschäftigt sich mit allen möglichen Fragen zum Thema Ende. Von der End-To-End Verschlüsselung, über Long Covid bis hin zu der Frage wie Chat-Gpt zum Auslöschen der meisten bekannten Lebensformen beitragen könnte ist alles dabei was das Herz des Nerds und Weltuntergangsfans begehren könnte.
Auch wenn Heinz Oberhummer und Werner Gruber nicht mehr mit von der Partie sind, ist das Buch immer noch sehr Astrophysik lastig. Selbst jemand der die Sience-Pasters seit Jahren nicht mehr verfolgt findet rasch wieder rein in die altbekannte und bewährte Mischung aus unnützen Wissen, fundierte Wissenschaft und österreichischen Humor.
Lediglich die Politikbezüge empfand ich teils etwas too much. Ein Leser der mit der österreichischen Innenpolitik der letzten Jahre nicht vertraut ist, wird sich sicherlich ein paar Mal am Kopf kratzen, weil er die Anspielungen nicht verstehen kann. Oder diese einfach überlesen. Auch wenn Jugendliche in ein paar Jahren das Buch lesen, werden sie oftmals nur Bahnhof verstehen. Ich kenne das noch aus meiner Kindheit und fand es immer seltsam, wenn ein Buch durch sowas outdated wirkt.
Rezensionen von Caroline :
So geht Fantasy für mich
Blood and Steel von Helen Scheuerer
Thea und Wren sind Findelkinder, die sich nur sehr rudimentär an die Zeit vor Thezmarr erinnern können. Wren geht in ihrer Ausbildung zur Alchemistin auf, nur Thea will sich mit dieser Tätigkeit nicht recht anfreunden. Sie will kämpfen, sie will Schildträgerin werden und sich ausbilden lassen. Leider ist genau das seit knapp 20 Jahren für Frauen verboten.
Eine Prophezeiung hat alle Kämpferinnen gezwungen ihre Waffen abzugeben oder in den Untergrund zu gehen.
Doch Thea hat einen Sturkopf und sie finden einen richtig genialen Weg, um sich ausbilden zu lassen. Dazu werden auch die drei legendären Schwertmeister in das Training mit einbezogen. Wilder Hawthorne, seines Zeichens der mächtigste der Schwertmeister, hat es Thea angetan. Seine Techniken, seine Willensstärke ziehen sie an. Wobei Wilder gar kein Lehrer sein will. Doch er beugt sich dem Wunsch. Thea und Wilder merken auch recht bald, dass sie mehr verbindet als der Unterricht.
Mein Eindruck:
Ich bin sowas von gehypte. Ich muss weiterlesen, weil ich wissen will, wie es weitergeht. Gut, dass Teil 2 als Buch bald erscheint. Thea ist ausgesprochen gut beschrieben. Sie ist rebellisch aber sehr wissbegierig und zielstrebig. Sie lässt sich durch Widerstände nicht abhalten. Auch missgünstige Mitschüler sind nur ein Hindernis, das es zu überwinden gilt.
Wilder Hawthorne scheint anfangs sehr eindimensional zu sein. Doch im Laufe der Handlung zeigt auch er weitere Seiten. Thea lockt auch seine verborgenen Talente heraus.
Es ist mehr ein Fantasybuch, denn eine Lovestory. Es wird ein wenig spicy aber sehr überschaubar. Der Focus liegt in Theas Entwicklung, in der Geschichte der Reiche und vor allem der drohenden Gefahr. Es gibt ein paar Antworten, aber noch sind nicht alle beantwortet und am Ende habe ich das Buch zugeklappt, mit ganz vielen Fragezeichen im Kopf. Ich freue mich auf Teil 2.
Rezensionen von tinten_fischchen:
Unheimlicher Auftakt einer Reihe
Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad von Kristina Ohlsson
Am Buchrücken wird bereits Werbung für Band 2 gemacht. „Sternengrab“ heißt dieser. Auch wenn „Flammenrad“ als in sich geschlossenes Abenteuer konzipiert ist, hätte ich durchaus Lust auf Band 2. Mein Neffe auch.
Streckenweise erinnert Kristina Ohlssons Roman an Stephen King. Ein mysteriöser Fremder, ein geheimnisvolles Riesenrad, ein abgeschnittener, kleiner, unheimlicher Ort, an dem die Geschichte spielt…
Ohlsson setzt in ihrem Buch auf psychologischen Horror.
Das durchaus effektiv. Es gibt allerdings eine Szene, die für sensible Kinder und jugendliche eventuell nicht geeignet ist. Die in der die Großmutter von brennenden Babys im Zusammenhang mit dem Riesenrad spricht.
Probleme wie Scheidung, Arbeitslosigkeit, ein neues Baby, Geldsorgen und sogar Demenz werden durchaus kindgerecht erzählt. Ja, das Buch ist gruselig, aber viele Kinder mögen sowas. Und ich muss zugegeben, dass die Wolfgang und Heike Hohlbein-Bücher die ich und meine Freunde als Kinder gelesen haben, streckenweise brutaler waren.
Die Spannung ist hoch, daher können sich auch ältere Leser unterhalten fühlen. Für Leute die gruselige Kurzgeschichten und Creepypasta mögen eine Empfehlung. Auch für Kinder ab 12, die gerne unheimliche Geschichten lesen.
Rezensionen von xxx:
Magisch, gefühlvoll und fesselnd – mit kleinen Schwächen im Mittelteil
Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli
„A Heart of Night and Fire“ von Nisha J. Tuli hat mich mit seiner faszinierenden Welt, der emotionalen Tiefe und der starken Hauptfigur sofort gepackt. Zarya ist eine spannende Protagonistin, deren Entwicklung man gerne verfolgt, und auch die Nebencharaktere sorgen für Dynamik und Gefühl. Der Schreibstil ist atmosphärisch und leicht zu lesen, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht.
Einen Stern ziehe ich ab, weil der Mittelteil für mich stellenweise etwas an Spannung verlor und manche Figuren noch blasser blieben, als ich gehofft hatte. Trotzdem ein sehr gelungener Auftakt mit viel Potenzial für die Reihe.
Rezensionen von Piet1990:
Ein Hochgenuss – charmant, witzig und very british!
Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code von Richard Osman
Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe! Denn auch der fünfte Band hat mich wieder unfassbar begeistert! Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron sind einfach ein unschlagbares Team. Ihre Mischung aus Witz, Herz und kriminalistischem Spürsinn funktioniert wieder perfekt. Dieses Mal geht es um einen geheimnisvollen Code, eine Hochzeit und natürlich um einen Fall, den nur der Donnerstagsmordclub lösen kann: nämlich auf ihre ganz eigene, liebenswürdige und chaotische Art.
Richard Osman schafft es erneut, Spannung mit feinem britischem Humor zu verbinden. Ich habe oft laut gelacht und gleichzeitig mitgefiebert. Besonders Joyce’ Tagebucheinträge sind wieder ein Highlight – so herrlich trocken und zugleich warmherzig. Auch die Freundschaft zwischen den vier Hauptfiguren berührt mich immer wieder, weil sie zeigt, dass Abenteuer und Lebensfreude kein Alter kennen.
Fazit:
Ein wunderbar kluger, humorvoller und herzerwärmender Roman! Wer britische Krimis mit Herz und Humor liebt, wird hier von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten. Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von begine:
Familien aus Dakota
So war die Welt von Louise Erdrich
So war die Welt, ist wieder ein interessanter Roman der Schriftstellerin Louise Erdrich.
Sie verwebt humorvoll und kämpferisch die Dramen der Menschen . Die Autorin schreibt großartige Romane, aber manche Personen sind etwas schwerfällig. Ich brauche dann etwas, um in den Roman einzutauchen.
Der Schauplatz ist Argu in North Dakota.
Der Footballer Gary ist seit einem Unfall, bei dem einige seiner Freunde starben, traumatisiert.
Er hat sich in Kismet verliebt und will sie unbedingt heiraten.
Kismets Mutter Cristal fährt täglich den Track mit den Zuckerrüben. Diese Person gefällt mir am Besten.
Es ist wieder ein gelungener Roman.
Rezensionen von yellowdog:
Der 10.Teil
Dunkle Mächte von Petra Ivanov
Dunkle Mächte ist schon der zehnte Teil in der ambitionierten Serie um Staatsanwältin Regina Flint und Kriminalpolizist Bruno Cavalli.
Daher ist es nicht ganz einfach einzusteigen, da man viel von der Vorgeschichte nicht kennt.
Cavalli taucht kaum auf, da er Undercover ermittelt, aber Regina Flint ist eine starke Figur, wenn auch relativ passiv.
Dennoch schwächt Cavallis Abwesenheit den Roman. Das spürt man auch daran, wie später, als er Szenen hat, die Spannung stark ansteigt.
Der Plot ist geradlinig und konzentriert aufgebaut. Die Zürcher Autorin Petra Ivanov hat da eine gute Krimireihe.
Rezensionen von yellowdog:
Die Brüder
Bärenzähne von Callan Wink
Bärenzähne ist ein Drama um zwei Brüder in schwieriger Situation, angesiedelt in Montana. Die durch die Yellowstone-Serie bekannte Umgebung prägt diesen Roman. Und auch die Menschen scheinen von der Umgebung bestimmt.
Callan Wink stammt aus dieser Gegend und so gelingen ihm einige bemerkenswerte Beschreibungen.
Thad und Hazen sind zwei junge Männer, deren Vater nach Krankheit starb und ihnen viel Schulden hinterlassen hatte. Die Probleme mit fehlender Krankenversicherung sind bekannterweise ein Problem in den USA.
Aus Not beschließen sie zu wildern und Bären zu schießen. Eine riskante Sache. Dabei wirkt der „Schotte“, eine anrüchige, kriminelle Gestalt im Hintergrund,
Thad hat stets das Kommando über seine 1 Jahr jüngeren, etwas naiven Bruder Hazen. Hinzu kommt schließlich noch die Mutter der beiden, die für kurze Zeit zurückkehrt, nachdem sie die Familie vor Jahren verlassen hatte.
Die Beziehung der Brüder ist interessant gestaltet. Eine unerwartete Wendung gibt es, als sich spät im Buch der Weg der Brüder trennt.
Das Buch ist reich an Sprache und Handlung, dabei gut lesbar. Ich bin sicher, dass Buch wird seine Leser finden.
Rezensionen von C. P.:
Zäh erzähltes Geheimnis um das Du inmitten des Wir
Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos
Claire lebt in einer Gesellschaft, die durch ein kollektives Wir-Bewusstsein gesteuert wird. Dadurch erhält jede Person eine Aufgabe, welche sie instinktiv bei Bedarf ausführen muss. Ein Prinzip, durch welches die Gesellschaft auf den ersten Blick perfekt funktioniert, denn für jede anfallende Aufgabe gibt es eine Person mit dem benötigten Instinkt, die diese Tätigkeit ausführt, ohne etwas zu hinterfragen.
So gibt es Personen, die laufend Ideen zu Papier bringen, die Recht sprechen, Dinge reparieren, heilen oder mit Begeisterung die Straßen fegen. Claire gehört zur Gruppe der Vertrauten, erkennbar an dem Mal auf ihrer Stirn. Die meiste Zeit läuft sie mit Walkman herum und hört Musik in voller Lautstärke, um die Welt um sich herum akustisch auszublenden. Goliaths Instinkt sorgt dafür, dass er andere beschützen muss, sobald diese innerhalb seines Erkennungsradius in Gefahr geraten. Zusammen versuchen sie herauszufinden, was mit den kürzlich verschwundenen Schülerinnen und Schülern in ihrem Umfeld geschah. Etwas, was es in einem perfekten System nicht geben kann.
Gleich vorweg, der Roman ist kein umfangreicher Kriminal-Dystopie-Roman, der Fall um die verschwundenen Jugendlichen ist nach weniger als der Hälfte des Romans gelöst. Anschließend geht es um die Welt selbst und um das Geheimnis, welches Claire mit sich herumträgt.
Auf den ersten Blick hat die Autorin sich eine ziemlich schräge Welt erdacht. Die auf einem Superkontinent lebende Gesellschaft wird von der Instinktiven Verwaltung geleitet. Die Instinkte sind stets auszuführen und nicht infrage zu stellen. Wer Leben rettet kann sogar in der Hierarchie aufsteigen. Leider zeigt dieses System einige recht skurrile Nebenwirkungen auf. Man kann noch so müde sein, wenn der Instinkt sagt, man muss den Kühlschrank des Nachbarn reparieren, geht man zur Not nachts im Pyjama durch einen Schneesturm rüber, bricht die Tür auf und zückt seinen Werkzeugkasten. Und für jeden Firlefanz gibt es einen Unterinstinkt, damit jede noch so unliebsame Aufgabe erfüllt wird. Ja, es gibt Leute, denen suggeriert wird, sie lieben es, anderen den Hintern abzuwischen. Dass sowas auch mal ausgenutzt wird ist zwar offiziell verboten, hilft einem trotzdem nicht, wenn man gegen seinen eigenen Willen handeln muss, den es offiziell nicht gibt.
Zu Beginn ist noch ein genügendes Maß an Spannung in der Handlung, als Claire und Goliath aus verschiedenen Gründen die Verschwundenen aufspüren wollen. Wobei der Stil hier bereits sehr distanziert ist. Wie soll eine Person auch was erzählen, wenn sie die meiste Zeit die Welt akustisch ausblendet und sich über Notizzettel unterhält? Anschließend verliert die Spannung sich, die Autorin versucht, um das System und Claire ein großes Geheimnis zugleich aufzubauen und zu lösen. Es gibt sehr viele Perspektivenwechsel diverser Personen, doch alle bleiben sie distanziert, der Stil verwirrend, in Claires Fall sogar manchmal unangenehm flapsig. Manches war zudem unlogisch wie beispielsweise eine Kabine in einer Größe, in der mehrere Leute zuvor Drogen konsumieren oder Paare miteinander intim werden konnten. Und anschließend behauptet die Autorin, Goliath würde dort kaum gemeinsam mit Claire hineinpassen?!
Nachdem der Fall um die verschwundenen Jugendlichen vom Problem um das System an sich abgelöst wurde, wich die wenige Spannung einem recht zähen zweiten Teil. Die Neugier auf skurrile Beispiele des Systems war raus, die Handlung wurde zäh und oberflächlich, das Ende abstrakt und überzogen zugleich, ohne mich emotional erreichen zu können. Dafür war das Buch viel zu distanziert, die Handlung, die Charaktere, die Welt, das alles blieb so emotionslos und fade.
Den Charme der Spiegelreisenden konnte ich hier leider nicht wiederfinden.











