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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Die Recherche

Heim holen von Katherina Braschel

Ein Roman mit einem relevanten Thema, sehr reserviert geschrieben.
Die ca. 30jährige Lina, deren Großeltern nach Österreich vertriebene Donauschwaben waren, beginnt über diese Wurzeln zu recherchieren und nachzudenken.
Für ihre Mutter ist Lina Recherche nicht einfach zu verkraften, denn sie wusste vieles nicht.

Schließlich reist Lina sogar nach Serbien zu dem ehemaligen Haus des Großvaters.
Katherina Braschel gestaltet ihr Buch sorgfältig und man spürt die Emotionalität ihrer Protagonistin, aber schade, dass so verhalten erzählt wird.

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Rezensionen von brauneye29:

Anders als erwartet

Trag das Feuer weiter von Leïla Slimani

Zum Inhalt:
Als Mia mit einer Schreibblockade, bedingt durch sogenannten "brain fog", kämpft, reist sie auf Anraten ihres Arztes in das Land ihrer Kindheit Marokko. Dort fühlt sie sich jedoch wie eine Fremde und fragt sich, wie sie eigentlich wäre ohne die Kindheitserinnerungen.
Meine Meinung:
Wenn man den Klappentext liest, hat man eine völlig andere Erwartungshaltung an das Buch als das was man dann wirklich zu lesen bekommt, Für mich spielte die Mia der Gegenwart nur wenig eine Rolle, es ging vielmehr im Wesentlichen um die Mia der Vergangenheit und wie die unterschiedlichen Familienmitglieder gelebt und gefühlt haben.

Für mich war es eher eine Annäherung an das Marokko von vor vielen Jahren in gesellschaftlicher Hinsicht. Zwar nicht schlecht gemacht, aber nicht was ich so erwartet hatte. Mir war auch nicht bewusst, dass es sich schon um das dritte Buch handelt, das an die Geschichte der Autorin angelehnt war, aber man konnte es schon unabhängig von den anderen lesen.
Fazit:
Anders als erwartet

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Etwas schwächerer Abschluss einer interessanten Familiengeschichte

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder

Dieses Buch schließt als dritter Teil die Familiengeschichte ab, die mit "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" begonnen hat und mit "Bei euch ist es immer so unheimlich still" fortgeführt wurde. Im ersten Buch standen die Geschichten der Enkelin Hannah in der Gegenwart und die ihrer Großmutter Evelyn als junges Mädchen zur Zeit des zweiten Weltkrieges im Vordergrund, während es im zweiten Teil stärker um die Mutter Silvia und ihr Leben ging.

Hier im dritten Teil geht es nun wieder um Hannah, die damit zurecht kommen muss, erst einmal ohne Familie in der Welt zu sein, nachdem sowohl Mutter als auch Großmutter gestorben sind. Hannah ist nun 34 Jahre alt und auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, als sich auf einmal ihr bis dahin unbekannter Vater bei ihr meldet. Von den weiteren Geschehnissen in Hannahs Leben handelt hier also ein Erzählstrang.

Auch dieses Buch hat einen zweiten Erzählstrang, und wieder werden beide abwechselnd erzählt. Für diesen werden einige neue Figuren eingeführt: im Zentrum steht das Waisenmädchen Marlen, das ihre Familie durch die Suizide in Demmin nach Kriegsende verloren hat, bei einer Künstlerin unterkommt, von und mit ihr lernt. Mit Marlen erleben wir die Nachkriegsjahre und den Beginn der DDR mit, samt allen Hoffnungen in den jungen, neuen Staat, aber auch die Repressionen werden sichtbar.

Insgesamt liest sich das Buch durchaus interessant, auch wenn es mich etwas weniger gefesselt hatte als die beiden Vorgängerteile. Insbesondere die Hannah-Teile hatten für mich so einige Längen. Ich empfehle jedenfalls, die beiden Vorgängerteile für der Lektüre dieses Buches zu lesen, da man vieles sicherlich dann besser einordnen kann. Es ist ein unterhaltsames und gut geschriebenes Buch, das einen stimmigen Abschluss einer interessanten Familiengeschichte darstellt und das ich gerne gelesen habe.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Spielerisch die Welt der Kräne entdecken

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 81 - Der Kran von Andrea Erne

Zwar kann im Hinblick auf Baustellen-Fahrzeuge und -geräte bei meinem Kleinen - bisher - nichts dem Bagger den Rang ablaufen, aber ein Kran war es, den er einst als erstes fasziniert beobachtet und bei Spazierfahrten im Kinderwagen immer wieder gesucht hatte - und da ich sowohl sein technisches Interesse als auch seine Bücher-Liebe fördern möchte, stellt dieses handliche Kinderbuch die ideale Kombination dar.

Was mir super gefallen hat: Kindgerechte, nicht zu detaillierte Texte, die dennoch (auch für mich) neues Wissen vermitteln - Kran ist nämlich nicht gleich Kran! Ich muss gestehen, zuvor hatte ich noch nie über die Differenzierung nachgedacht, geschweige denn über die einzelnen Bauteile. Der Favorit bei uns waren übrigens die Bilder zum Kraneinsatz der Feuerwehr.

Im Grunde gibt es inhaltlich absolut nichts zu bemängeln - ABER: die Aufmachung war ein kleiner Wermutstropfen. Warum? So sehr ich die Intention diesbezüglich nachvollziehen kann, Klappen sind bei uns (aufgrund des lebhaften Wesens meines Spatzes) einem zeitnahen Ende geweiht. Die Spiralbindung finde ich auch eher ungünstig, da bevorzuge ich einfach eine stabilere Bindung. Ist natürlich alles Geschmackssache.

Fazit: Ein schönes, bunt bebildertes und informatives Kinderbuch für alle kleinen Baustellen- und Kran-Fans.

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Rezensionen von Lulu24:

Auf der Suche nach dem persönlichen Glimmer

Glimmer von Bernhard Tewes

Bernhard Tewes stellt in seinem Buch ein interessantes Konzept vor: Statt des allgegenwärtigen Gefühls, von negativen Reizen getriggert zu werden, stellt er seinen Lesern die Möglichkeit vor, mit Hilfe von Glimmern das Positive im eigenen Leben zu entdecken: Ein Glimmer (englisch für Schimmern, Flackern) ist ein kleiner Moment, der Gefühle der Freude und Ruhe hervorruft.

Das kann der Anblick von funkelnden Lichterketten sein, der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee, die Berührung einer weichen Decke oder der Geschmack des Lieblingskekses. Diese kleinen Glücksmomente achtsam wahrzunehmen oder sogar bewusst in den Alltag einzubauen wirkt sich positiv auf die eigene Zufriedenheit aus und kann vor Depressionen schützen.

Die Forschungen zum Thema reißt Bernhard Tewes nur kurz an und widmet sich stattdessen intensiv seinen eigenen Erfahrungen und denen seiner Patienten. So erhält der Leser einen guten Eindruck davon, welche Möglichkeiten es gibt, sich etwas Glimmer ins eigene Leben zu holen. Am Ende jedes Kapitels wird er mithilfe von Aufgaben oder Übungen zusätzlich aufgefordert, in die Umsetzung zu kommen. QR-Codes führen zu vertiefenden Videos.

Die praxisnahen Einblicke und Anregungen gefallen mir gut, doch die persönlichen Schilderungen sind mir streckenweise zu weitschweifig. Außerdem hätte ich es hilfreich gefunden, die wichtigsten Tipps und Anregungen kurz zusammengefasst und witzig anschaulich illustriert am Ende jedes Kapitels zu finden.

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Rezensionen von Lulu24:

Sprache und Kultur

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln von Henrik Siebold

Das Buch erzählt in kurzen Sätzen und bunten Bildern von Ben, der mit seinen Eltern nach Tokio gezogen ist und dort schnell Freundschaft mit dem Nachbarsjungen Joshi schließt, die japanische Kultur kennenlernen und schon bald ein Abenteuer bestehen kann. So entwickelt sich eine tolle Geschichte darüber, dass sprachliche und kulturelle Unterschiede keine Hindernisse sein müssen, sondern eine Freundschaft bereichern können, wenn alle Beteiligten offen und neugierig sind.

Die kurzen Kapitel mit kleinen Textblöcken in großer Schrift werden von Bildern begleitet, die das Verständnis erleichtern und in ihrem Manga-Stil perfekt zum Thema passen. Die kleinen Exkurse in japanische Sprache und Kultur geben der Abenteuergeschichte eine exotische Atmosphäre und wecken die Neugier auf mehr. Die Leser lernen mit Ben nicht nur einige japanische Wörter, sondern auch erste Unterschiede in den Bräuchen und Verhaltensweisen. So wechselt der Protagonist z.B. bald vom harten europäischen Nein zum japanisch-höflichen Vielleicht und ist beeindruckt von der japanischen Höflichkeit.

Der Vergleich zwischen deutscher und japanischer Schrift und Sprache motiviert dazu, sich auf kulturellen Austausch und das in allen Kulturen spannende Abenteuer des Lesens und Schreibens einzulassen.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Zoo-Spaß

Sachen suchen: Besuch im Zoo von Susanne Gernhäuser

Wimmelbücher jeglicher Thematik sind bei uns daheim immer ein Riesenhit, denn auch als Erwachsene macht das Betrachten all der kunterbunten, liebevoll illustrierten, ungemein detaillierten Abbildungen einfach Spaß. Und wenn der Knirps dabei noch etwas lernt, umso besser!

Beim vorliegenden Werk musste ich direkt schmunzeln, denn unser letzter Zoo-Besuch ist kaum ein paar Monate her und war ebenfalls geprägt von großer Begeisterung hinsichtlich des inkludierten Spielplatzes.

Natürlich bietet die Tiergarten-Location jede Menge Möglichkeiten für Suchbilder, welche hier gut genutzt worden sind; der Fokus liegt hauptsächlich auf den Tieren, wobei auch ein paar Gegenstände enthalten sind. Was mir super gefallen hat:

❏ stabile Pappseiten - einfach unerlässlich bei Kleinkindbüchern, die nun mal einiges aushalten müssen

❏ Fragen, die nicht rein zum Suchen/Zeigen, sondern auch zum Sprechen (üben)/Antworten anregen

❏ angenehmer Umfang (deutlich mehr Seiten enthalten als bei vielen anderen Bilderbüchern)

❏ Inklusion (Personen im Rollstuhl; Personen verschiedener Religionen; bekannte vs. weniger bekannte Tiere, z.B. Marabus)

❏ kindgerecht formulierte, kurze, informative Texte

❏ Übersichtlichkeit - klare Aufteilung, sodass die Seiten nicht überladen wirken (wir hatten auch schon mal einen gegenteiligen Fall, bei dem die Suchgegenstände halb mit dem Bildrand verschmolzen)


Fazit:
Klare Empfehlung für große und kleine Wimmelbuch-Fans.

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Rezensionen von Natalie:

Im Gesamten ganz ok

Woman Down von Colleen Hoover

Petra Rose ist Bestsellerautorin und lebt gerade ihren persönlichen Autorinnen-Albtraum: seit die Verfilmung eines ihrer Bücher total schief ging, hat sie eine Schreibblockade. Um diese endlich zu überwinden, zieht sie sich in eine Hütte am See zurück. Dort steht plötzlich ein Detective vor der Tür, der genau dem Cop entspricht, der in ihrem neuen, unveröffentlichten Buch eine wesentliche Rolle spielt.

Genau das pusht ihre Kreativität ungemein. Doch weiß Petra auch, worauf sie sich einlässt?

Ich habe auch vor der Auszeit der Autorin schon länger kein Buch mehr von ihr gelesen, da mich diese nicht mehr richtig abholen konnten. Der Klappentext zu ihrem neuen Romantic-Thrill klang aber ziemlich gut, womit das Buch bei mir einzog. Gefallen haben mir sowohl der Einblick in das Autorinnenleben als auch der Schreibstil an sich. Dieser liest sich leicht und flüssig und lässt einen auch gut in die Geschichte reinfinden. Petra als Hauptcharakter fand ich teilweise etwas schwierig, auf der anderen Seite aber auch durchaus gelungen. Leider fand ich im Gesamten den Verlauf etwas flach und auch teilweise vorhersehbar. Für mich ein Buch, dass sicherlich viele LeserInnen begeistern wird, bei mir selbst trifft das aber nicht zu, sondern es bleibt bei einer netten Lesezeit für Zwischendurch.

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Rezensionen von clematis:

Die Schornsteinfegerin

Schwarze Schuld von Angela Lautenschläger

Nach dem Tod ihres Vorgängers wird Lena Becker Bezirksschornsteinfegerin von Jork im Alten Land. Dass Hans Moll, der bisherige Rauchfangkehrer, aber tatsächlich so unglücklich vom Dach gestürzt und sofort tot gewesen sein soll, kann sie kaum glauben. Zudem ist der Besitzer desselben Hauses auf seiner Kellertreppe zu Fall gekommen und ebenfalls nicht mehr zu retten gewesen.

Ein bisschen viel Zufall, findet Lena Becker und geht der Sache nach.

Ein idyllisches Städtchen, weitreichende Obstplantagen und überspitzt gezeichnete Charaktere – so der erste Eindruck zu diesem Buch. Polizeiobermeister Timmermann wird immer schon als dümmlich eingeschätzt, sein Name Kevin ist Programm. Zwar gibt es zwei Tote, aber er denkt nicht gleich an Mord, erst Lena, die neue Bezirksschornsteinfegerin, wittert Geheimnisse und Intrigen. So kommt es, dass Becker und Timmermann Ermittlungen anstellen und allerhand Neues ans Tageslicht zerren. Leider stehen Dorftratsch und kuriose Figuren eher im Mittelpunkt als aufregende Krimielemente, die am Titelbild des ebooks angekündigte „Top-Spannung“ will sich zu keiner Zeit recht einstellen. Während die ersten Kapitel eher träge dahinplätschern, tut sich später dann doch ein bisschen mehr, chaotische und unglaubwürdige Szenen mindern das Lesevergnügen aber auch hier so weit, dass die schlüssig zusammenlaufenden Fäden am Ende bei mir kaum Lust auf eine Fortsetzung aufkommen lassen.

Wer eher einen Wohlfühlkrimi mit ungewöhnlichen Hauptdarstellern sucht als klassische Spannung, der wird mit diesem Buch jedoch auf vergnügliche Stunden zählen können.

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Rezensionen von clematis:

Irrwege

Harpers Ferry. Lose Me Once von Christina Kaspar

Fast zwei Jahre nach ihrer überstürzten Abreise aus Harpers Ferry kehrt Emery in ihre Heimat zurück, der Anlass ist traurig, denn ihre geliebte Großmutter ist verstorben. Natürlich trifft sie auch auf Luke und unterdrückte Gefühle wallen wieder auf, aber wie soll sie vergessen, wessen er sich schuldig gemacht hat? Liebe kämpft gegen Moral, Irrwege sind vorgezeichnet, wenn man schweigt.

Auf unterschiedlichen Zeitebenen, welche sich langsam einander annähern, erzählt Christina Kaspar diesen Roman und schafft es geschickt, gewisse Geheimnisse bis zum Ende zu bewahren. So bleibt sie Spannung durchgehend hoch und das Knistern zwischen Emery und Luke spürbar. Während die ersten Kapitel aufgrund der Zeitwechsel etwas verwirrend sind und man sich erst in die Situation hineinfinden muss, wird die Handlung im Laufe der Zeit immer fesselnder, die Nähe zu den Figuren größer. Liebevolle Details zur Kleinstadt mit ihren einzelnen Handwerken, Grannys Töpferei und der Umgang miteinander ist sehr gut gelungen und plastisch vorstellbar, ebenso ist die Gefühlswelt von Emery und Luke schön nachzuvollziehen. Vielleicht hätte die Anziehung zwischen den beiden da und dort noch deutlicher werden können, dafür überrascht die psychologisch-kriminalistisch angehauchte Ebene umso mehr mit ihren unvorhersehbaren Wendungen. Auch die letztendliche Auflösung finde ich durchaus passend.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bin ich recht gut in Harpers Ferry angekommen und habe die langsame Annäherung an die Wahrheit tatsächlich genießen können. Leseempfehlung eher für jüngeres Publikum.

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