Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Harakiri:
Nicht ganz so spannend, aber durchaus lesenswert
Der Tote auf dem Kniepsand von Anna Johannsen
Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder Krimi, der Spannung, norddeutsche Küstensatmosphäre und Lokalkolorit miteinander verwebt.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil klar und flüssig, ohne überflüssige Ausschweifungen und dennoch entfaltet sich die Handlung geschickt durch das Legen falscher Spuren und vieler Verdächtiger.
Auch die private Seite der Ermittler kommt nicht zu kurz. In diesem Fall aber fast schon ein wenig zu lang. Denn die Beziehungsprobleme von Lenas Kollegin haben mich ein wenig genervt.
Ansonsten aber ein solider Krimi, der mit einer logischen Handlung und einem flüssigen Schreibstil punktet.
Fazit: Der 13. Fall für Lena war jetzt nicht der spannendste, aber dennoch überaus lesenswert.
Rezensionen von Harakiri:
Küstenkrimi mit Lokalkolorit
Akte Nordsee - Die letzte Predigt von Eva Almstädt
Das neue Buch von Eva Almstädt fand ich insgesamt sehr gut. Bereits von der ersten Seite an war ich in der Handlung gefangen. Die Autorin versteht es wirklich gut, einen spannenden und gleichzeitig lebendigen Krimi zu erzählen. Die lebendige Beschreibung der Landschaft sorgt zudem dafür, dass man sich in der Handlung wohlfühlt.
Die Ermittlungen sind weitgehend interessant aufgebaut und bieten ein paar Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Allerdings ziehen sich die Ermittlungen etwas und die Protagonisten begeben sich wieder selbst in Gefahr, was mich in Krimis leider zunehmend stört.
Besonders gut gelingen Almstädt immer ihre Charaktere. Die wirken durchwegs glaubwürdig und authentisch. Allen voran Fentje, die ihre Ecken und Kanten hat, aber dennoch sympathisch ist. Das Verhältnis von Ermittlung und Privatleben finde ich gut gewählt, ich mag es, auch Privates von den Protagonisten zu lesen. Die Antagonisten fand ich allerdings etwas unrund. Sie haben für mich eher unüberlegt gehandelt.
Fazit: ein solider Küstenkrimi, der mit Lokalkolorit und sympathischen Figuren punktet. Der Fall an sich ist nachvollziehbar und wird zufriedenstellend aufgelöst.
Rezensionen von Rinoa:
Doppelter Pageturner
Liars all around me von Clara Blais
Ich muss gestehen, dass mich „Liars all around me“ auf jeden Fall überrascht hat und definitiv anders war, als ich zunächst dachte. Erwartet hatte ich eine eher oberflächliche Geschichte, einen High-School-Thriller mit ein wenig Romantik gespickt und zu Beginn sah es auch ganz danach aus.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ließ sich angenehm lesen, wenn ich ihn auch etwas einfach und den Anfang allgemein so ein wenig übertrieben oder besser gesagt recht konstruiert fand.
Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Avery und Ryle, das mag ich sowieso immer gern, weil man dadurch zum einen einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt bekommt und zum anderen durch die verschiedenen Perspektiven auch die Ereignisse differenzierter beleuchtet werden können.
Und obwohl ich eigentlich ein eingefleischter Krimi- und Thriller-Fan bin, hat mir die Annäherung zwischen Ryle und Avery wirklich sehr gut gefallen, was zunächst vor allem an Ryle lag, in den ich mich vielleicht selbst so ein bisschen verknallt habe, auch wenn meine Teenager-Zeit schon lange hinter mir liegt. Aber so gibt es was fürs Herz, aber auch jede Menge Spannung und diese Mischung fand ich wirklich toll.
Und auch meine Meinung zu Beginn musste ich revidieren, denn so oberflächlich und einfach gestrickt, wie ich zunächst dachte, ist es mitnichten. Stattdessen bekommt man Zugang zum Innersten der beiden Protagonisten und das geht schon ganz schön tief rein und ist vielschichtiger als erwartet.
Ich konnte also irgendwann einfach nicht mehr aufhören zu lesen, zum einen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Avery und Ryle weitergeht, zum anderen aber natürlich auch, weil ich hinter die Umstände von Sheilas Tod kommen wollte.
Das Ende war dann für mich nicht ganz überraschend, zumindest in weiten Teilen, aber die Autorin legt auch noch einige falsche Fährten und hält so die Spannung hoch.
Ich mochte das Buch wirklich sehr gerne und war fast ein wenig enttäuscht, als es vorbei war. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Rezensionen von Barbara G.:
Hör mal (Soundbuch): DU und ICH und unser WIR von Daniela Kunkel
Da unsere Kinder schon ein wenig älter sind, haben wir noch die alten Hör mal Bücher gehabt mit Batterien und Ein-Aus Schalter. Hier gab es bei uns zwar keine Probleme beim Batteriewechsel, die Batterien hielten aber nicht lange und bei 2 Büchern gingen einzelne Kontakte schnell kaputt. Das neue System scheint da viel wertiger! Die einzelnen Knöpfe sind besser verbaut und leicht zu finden.
Außerdem hat man für USB-C wirklich immer ein Ladegerät parat und spart sich das schrauben. Die Geräusche haben unserem Kind noch Spaß gemacht mit 6. Auch die Geschichte selbst war für uns nett zu lesen und für ihn von der Länge perfekt als Erstleser. Der Text ist gereimt, was immer cool ist und viel Lust und Laune macht aufs Weiterlesen. Auch war der Text nicht zu lang mit den 4 Zeilen. Der Charakter des Kleinen Wirs ist wie immer allerliebst und die einzelnen Seiten sind super abgestimmt auf den Alltag eines Kleinkindes. Ich finde diese Sound-Variante toll für die Jüngsten, um in die Welt des Kleinen Wirs einzustiegen.
Rezensionen von DoraLupin:
Ein richtig schöner, sommerlicher Schwedenroman
Spätsommerglück von Heike Abidi
Ich habe bereits viele Bücher von Heike Abidi gelesen und das ist kein Zufall! Egal welche Geschichte ich von ihr lese, sie sind alle immer mitreißend, wunderbar zum wohlfühlen und man hat während des Lesens einfach eine tolle Zeit! Auch diesmal wieder bin ich förmlich durch die Seiten geflogen und habe den Ausflug nach Schweden mit Hannah sehr genossen!
Inhalt: Nachdem ihr Mann Fred vor fünf Jahren ums Leben kam, hat Hannah einfach weitergemacht.
Jetzt ist sie Ende fünfzig und fragt sich, ob das alles gewesen ist. Kurzerhand beschließt sie, sich als Granny Au-pair bei einer schwedischen Familie zu bewerben. Ihre beste Freundin Miriam schüttelt lachend den Kopf, doch Hannah ist fest entschlossen, einmal im Leben Mut über Sicherheit zu stellen und reist in eine malerische Kleinstadt nahe Göteborg . Die Gastfamilie nimmt sie mit offenen Armen auf und Hannah ist überzeugt, dass ein wunderbarer Sommer vor ihr liegt – wäre da nicht Opa Anders, der seine Enkelkinder gerne selbst betreut hätte und Hannah deutlich spüren lässt, dass sie unerwünscht ist …
Der Schreibstil war wieder so wunderbar locker und leicht zu lesen, dass es eine Freude war in die Geschichte einzutauchen. Schweden wird so bildhaft und authentisch beschrieben, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und nun richtig Lust habe einmal selbst dorthin zu reisen und nette Leute kennen zu lernen.
Die Protagonistin Hannah war mir sofort sympathisch und manchmal habe ich fast zu sehr mit ihr mitgefiebert, ich war geschockt und gerührt, einmal ist mir fast das Herz stehen geblieben...solche Gefühle kann Heike Abidi einfach wunderbar schreiben! Man ist einfach ganz nah an den Charakteren dran und immer mit dabei!
Ich habe die Reise nach Schweden sehr genießen können, habe mit Hannah zusammen sehr nette Leute...und einen Hornochsen *hust*...kennen gelernt und hatte richtig viel Spaß! Nur zu empfehlen!
Rezensionen von Ameland:
Warum musste der Pastor sterben?
Akte Nordsee - Die letzte Predigt von Eva Almstädt
… das ist die Frage, die sich die Polizei im vierten Band dieser Reihe stellt. Als kurz danach die Leiche einer ehemaligen Konfirmandin gefunden wird, gerät der Journalist Niklas John in Verdacht. Er erhofft sich Hilfe von der Anwältin Fentje Jacobsen, denn gemeinsam haben sie bereits mehrere Mordfälle aufgeklärt.
Ich lese die Krimis von Eva Almstädt sehr gerne. Sie sind zum einen immer spannend und ich kann meist sehr lange miträtseln und zum anderen versetzen sie mich an meine Urlaubsorte und ans Meer. Und so war es auch hier. Es hat eine Weile gedauert bis ich eine Ahnung hatte wie die Geschehnisse im Prolog mit den aktuellen Begebenheiten zusammenhängen könnten. Aber nach und nach, auch dank der Einblicke in die Vergangenheit der entsprechenden Personen ließen sich die Puzzlestücke zusammensetzen.
Dass in dieser Reihe die Ermittler nicht aus den Reihen der Polizei kommen, hat auch einen gewissen Reiz, da sie nicht so ganz gesetzesgebunden sind und ganz andere Quellen angezapft werden können. Zudem mag ich es, wenn auch das Privatleben eine Rolle spielt. Die Mischung aus Ermittlungen, Privatleben, friesischem Flair und natürlich Spannung macht diese Reihe für mich so lesenswert.
Auch Band vier konnte mich wieder bestens unterhalten und ich bin schon gespannt wie es mit Fentje und Niklas weitergehen wird.
Rezensionen von manu63:
Gutes Finale
Palace of Ink & Illusions, Band 2: Die Nacht des Verrats (Knisternde Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sabine Schoder) von Sabine Schoder
Die Nacht des Verrats ist der Titel des zweiten Bandes der Dilogie Palace of Ink ansd Illusions der Autorin Sabine Schoder.
Nachdem Flames Liebesgeständnis bezüglich Liv befinden sich beide in tödlicher Gefahr und die Prüfungen gehen unerbittlich weiter. Zusammen mit ihren neu gefundenen Freunden und Freundinnen stellen sich Liv und Flame diesen Aufgaben.
Die Geschichte wird spannend weiter erzählt und der zweite Band wartet mit einigen Überraschungen und gelungenen Wendungen auf. Die Erläuterungen zu den einzelnen Wendungen finde ich schlüssig erklärt und die Geschichte weist keine Längen auf ,sondern eilt von Spannungsbogen zu Spannungsbogen. Der Autorin ist es gelungen mich mehrfach zu überraschen und einen verwickelten Handlungsstrang gut zu lösen.
Insgesamt gefällt mir die Dilogie sehr gut und sie hat mich einige Stunden gut unterhalten.
Rezensionen von kabo16:
Gut und verständlich umgesetzt
Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Kindergarten-Freunde von Carola von Kessel
Wenn die Kinder, die in dieses Buch malen oder schreiben, älter sind, wird das bestimmt eine Lachnummer werden.
Eigentlich finde ich Freundschaftsbücher für dieses Alter noch zu früh, aber hier können die Kleinen ja wirklich vieles alleine machen. Natürlich mit der Unterstützung eines Erwachsenen, wie zum Beispiel das Lieblingsessen malen: Nudeln mit grüner Soße - müssen wir vielleicht dazu schreiben, sonst könnte es alles sein.
Toll finde ich, dass sich jedes Kind seine Lieblingsseite selbst aussuchen kann. Mit der Tierseite am Anfang konnte man bei meiner Enkelin nichts verkehrt machen. Freunde können zwischen von Dinosauriern, Tieren, Meer, Baustelle und Bauernhof wählen. Auf jeder Seite gibt es zu dem Thema einen Informationskasten.
Es ist auf jeden Fall eine schöne Erinnerung an die Kindergartenzeit, denn anschließend trennen sich die Wege bei vielen wieder.
Fazit: Mal wieder ein tolles WWW-Buch.
Rezensionen von Tara:
Ein Kunstwerk aus Worten
The Artist von Lucy Steeds
„The Artist: Die Farben des Lichts“ ist das beeindruckende Debüt der Autorin Lucy Steeds.
Die Autorin entführt ihre Leser in das Jahr 1920. Der Künstler Édouard Tartuffe - genannt Tata - lebt mit seiner Nichte Ettie in einem abgelegenen Landhaus zwischen duftenden Lavendelfeldern in der französischen Provence.
Joseph Adelaide - ein britischer Journalist - reist zu dem Maler, um ein Interview zu führen. Schon mit seiner Ankunft merkt Joseph, was für ein schwieriger Mensch Tata ist und dass in Ettie viel mehr steckt als die Nichte, die sich um den Haushalt des Künstlers kümmert.
Lucy Steeds malt mit Worten wie ihr Protagonist mit Farbe. Schon mit den ersten Seiten bin ich in der Provence angekommen, hatte die Lavendelfelder vor Augen, konnte die Hitze spüren und den Duft des Sommers riechen.
Mit ihren drei Protagonisten hat sie sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen. Jeder von ihnen ist gleichermaßen interessant, hat etwas Besonderes und eine Vergangenheit, die Fragen aufwirft.
Obwohl der Verlauf der Handlung nicht wirklich überraschend und die Atmosphäre ruhig ist, war ich beim Lesen gefesselt und habe gespannt die Entwicklung der Charaktere verfolgt.
Lucy Steeds fängt das Flair der Provence ebenso gut ein wie den Zeitgeist der Gesellschaft. Spannend fand ich, dass sie historische Persönlichkeiten mit Fiktion verbunden hat.
In dem Roman geht es nicht nur um das Leben von Tata, Ettie und Joseph, sondern auch um Kunst, Gesellschaft und das Rollenbild der Frau zur damaligen Zeit.
Obwohl ich zum Ende hin gewünscht hätte, dass das Buch ein paar Seiten mehr hat, war ich begeistert und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.
Rezensionen von Tara:
Mehr als eine Biografie
Fliegt, Wilde Schwäne von Jung Chang
„Fliegt, Wilde Schwäne“ ist ein außergewöhnlicher Roman der in London lebenden chinesischen Autorin Jung Chang.
Da mich bereits der vorherige Band „Wilde Schwäne“ sehr beeindruckt hat, war ich gespannt, wie die Autorin mit diesem an die Geschichte ihrer Familie und an die Chinas anknüpfen würde.
Vorwissen aus dem Vorgänger ist nicht zwingend notwendig, da Jung Chang die historischen Hintergründe verständlich erklärt und vorab auch eine Zeittafel mit wichtigen Daten zu finden ist, die eine weitaus größere Zeitspanne umfasst als die Kapitel des Buches.
Anhand ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt die Autorin die Geschichte ihres Landes bzw. des Landes, in dem sie geboren wurde. Inzwischen lebt sie in London, da sie durch Gesetze des derzeitigen Staatschef Xi Jinping aufgrund ihrer Veröffentlichungen bei ihrer Rückkehr eine Gefängnisstrafe riskieren würde.
Der Schreibstil ist nüchtern aber auch emotional packend zugleich. Diese ungewöhnliche Kombination entsteht dadurch, dass sie hier Biografisches mit historischen, sachlichen Fakten vermischt. Die Kombination aus Alltagsszenen, Grausamkeiten durch Folter, Traditionen, Landschaftsbeschreibungen und vieles mehr bieten ein umfassendes Bild des Landes und geben einen guten Einblick in das Leben der Bevölkerung über Jahre hinweg.
Durch Fotos ihrer Familie fängt Jung Chang die Atmosphäre gut ein und rundet damit ihr Werk gelungen ab.
Dieses außergewöhnliche Buch ist kein Roman im klassischen Sinne, es ist aber auch kein Sachbuch und keine Biografie, sondern eine Darstellung der Geschichte Chinas - in allen Facetten: politisch, familiär, kulturell, landschaftlich… - anhand der Familie der Autorin.
Mich hat das Lesen bereichert und wer sich für andere Kulturen oder die historische Entwicklung Chinas interessiert, der liegt hier bestimmt richtig.










