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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Buchseelensammlerin:

Was würdest du für dein Traumhaus tun?

Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Zunächst muss ich leider sagen, dass mir das Cover zu Tödliches Angebot nicht gefällt.
Das ist natürlich reine Geschmackssache und es kommt ja sowieso auf den Inhalt an. Auf dem Klappentext wurde hierzu leider schon zu viel verraten, was ich persönlich schade finde.

Margo, unsere Protagonistin, würde alles tun, um ihr Traumhaus zu bekommen.

Wer in der heutigen Zeit ein Haus oder eine Wohnung sucht, kann das bestimmt etwas nachempfinden.
Margo ist für mich ein interessanter Charakter, wobei ich nicht sagen kann, ob ich sie als Hauptprotagonistin mag oder nicht. Ihren Mann Ian dagegen fand ich einfach nur langweilig.

Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall flüssig und man kommt gut in die Handlung rein. Für meinen Geschmack hat es jedoch ziemlich lange gedauert bis endlich mal etwas passiert ist. Dazu gab es einige unnötige Längen bei denen mir die Spannung gefehlt hat. Diese kam erst gegen Ende etwas auf als es eine unerwarteter Wendung gab.

Die Grundidee zu Tödliches Angebot war gut, aber die Umsetzung hat leider Schwächen. Weshalb es von mir nur 3 Sterne gibt.

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Rezensionen von Claudia R.:

Unterwasserabenteuer

Mein Seepferdchenhof 1. Wilde Flosse, großes Herz von Kathrin Lena Orso

Klappentext / Inhalt:

Als sich das Meermädchen Elli die Hand verstaucht, ist sie sehr traurig: Jetzt kann sie nicht mehr mit ihrer Wasserball-Mannschaft trainieren. Elli fühlt sich ausgeschlossen. Doch dann begleitet sie ihren Klassenkameraden Maris auf den Seepferdchenhof. Dort begegnet sie dem Rennseepferdchen Stormi, das von seinem Besitzer schlecht behandelt wurde und sein Vertrauen zu Meermenschen verloren hat.

Elli gelingt es, mit Stormi Freundschaft zu schließen. Noch nie hat sie sich so glücklich gefühlt wie auf dem Rücken des süßen Seepferdchens. Doch dann taucht Stormis böser Besitzer auf...

Mein Seepferdchenhof 1. Wilde Flosse, großes Herz: Eine magische Freundschaftsgeschichte unter Wasser

Meermädchen, Seepferdchen und ein Unterwasser-Ponyhof: Eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft und süße Tiere für Kinder ab 6 Jahren.
Zauberhaft: Die Pferde-Geschichte kombiniert die Lieblingsthemen Reiten, Meerjungfrauen und niedliche Tiere.
Abenteuer auf dem Reiterhof: Durch ihre Freundschaft zu Seepferdchen Stormi entdeckt die kleine Elli ihre verborgenen Talente.
Zum Vor- und Selberlesen: Die liebenswerten Figuren und süßen Illustrationen begeistern Leseanfänger*innen, die Bücher wie „Arielle“ oder „Ostwind“ mögen.
Wunderbares Geschenk für 6-jährige: Ideal zum Geburtstag oder als Überraschung zwischendurch für Mädchen, die sich für Reiten, Meermädchen und Ponys begeistern.
Die Kinderbuchreihe „Mein Seepferdchenhof“ vereint Lieblingsthemen von Mädchen ab 6 Jahren: Reiten, Meerjungfrauen und niedliche Tiere. Die warmherzigen Pferde-Kinderbücher mit ihren kunterbunten Bildern und liebenswerten Charakteren eignen sich perfekt zum Vorlesen oder ersten Selberlesen für Kinder ab 6 Jahren.

Cover:

Das Cover ist sehr farbenfroh und niedlich umgesetzt. Viele Details sind darauf erkennbar.und die Unterwasserwelt ist wunderschön umgesetzt. Liebevolle Gestaltung ist schon hier auf dem Cover erkennbar.

Meinung:

Ein wundervolles Unterwasserabenteuer über die Umwege einer Freundschaft und mit vielschichtigen Charakteren. Elli leidet, als sie durch eine Verletzung nicht mehr am Wasserballspiel mit ihren Freunden teilnehmen kann und fühlt sich degradiert. Als sie auf dem Seepferdchenhof Storm kennenlernt, kommen neue glückliche Gefühle in ihr auf.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch noch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu bedeckt.

der Schreibstil ist angenehm, modern und leicht lesbar. Man kann der Geschichte und den Geschehnissen sehr gut folgen. Es liest sich sehr flüssig und angenehm. Die Charaktere sind vielschichtig ausgerichtet und auch die Entwicklungen haben mir gut gefallen. Kommunikation und Problemlösungen fallen nicht immer leicht, aber auch auf Gefühle zu hören und die der anderen zu achten will gelernt sein. Das Buch setzt geschickt Botschaften und Emotionen mit ein und regt dabei auch durchaus zum Nachdenken und Hinterfragen an. Die Geschichte ist sehr liebevoll und niedlich umgesetzt.

Wundervoll sind auch die farbigen Illustrationen, die die Situationen und das Gelesene sehr gut wieder geben. Die Bilder sind wunderschön umgesetzt und runden die Geschichte zusätzlich sehr gut ab.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Toll fand ich auch die Bildergalerie mit den handelnden Personen am Beginn des Buches. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und die Überschriften passend gewählt, ohne zu viel zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen.

Eine wundervolle Geschichte über Eingeständnisse, Mut und Freundschaft. Für Unterhaltung ist hier gesorgt und die Geschichte ist liebevoll und emotionsreich umgesetzt.

Fazit:

Ein wundervolles Unterwasserabenteuer über die Umwege einer Freundschaft und mit vielschichtigen Charakteren.

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Rezensionen von clematis:

12. Dezember

Die Zahl von Daniela Larcher

Kurz vor Weihnachten, am 12. Dezember, gerät das kleine Dörfchen Landau aus ihren Fugen: hinter der Kirche hängt eine arg zugerichtete Leiche kopfüber am Baugerüst, von deren Stirn prangt die eingeritzte Zahl Zwölf als mahnendes Mal. Otto Morell, der nach einigen aufreibenden Jahren als Kriminalkommissar in Wien wieder in seine Tiroler Heimatgemeinde zurückgekehrt ist, hat sich nichts als Verkehrsdelikte und Nachbarschaftsstreitigkeiten gewünscht, nun ist er gefordert, noch vor dem Christfest einen brutalen Mord aufzuklären.

Ein kleiner Ort, die Gastwirtschaften von Touristen ausgebucht, eine glitzernde Schneedecke über den Bergen, was könnte das Herz höher schlagen lassen? Bis gestern waren noch beschmierte Weihnachtsfiguren vor dem Rathaus das größte Problem für Chefinspektor Morell, nun sieht er sich überfordert von der Last, rasch und zielgerichtet einen aggressiven Täter zu ergreifen, denn der Bürgermeister ist um die Reputation seines Rufs besorgt. Unerwarteterweise bekommt Morell Hilfe von der Gerichtsmedizinerin Nina Capelli und dem Archäologen Leander Lorentz, wodurch die Ermittlungen zwar nicht an Effizienz, zumindest aber an Komik gesteigert werden. Höchst eigenwillige Personen beherrschen die Bühne, durch die gelungene Charakterisierung Daniela Larchers hat man das Trio rasch bildhaft vor Augen. Die Polizeiarbeit wird immer wieder an den Rand gedrängt durch Privates, Morell selbst erweckt eher den Eindruck eines feigen Stümpers als eines klugen Fahnders. Erst findet man gar keine, dann fast zu viele Spuren, denn in dem kleinen eingeschneiten Ort hat bald jeder ein Motiv, auch wenn es noch so windschief ist, aber die Ergebnisse sind immer wieder unbefriedigend. Trotz einiger unglaubwürdiger Szenen ist die grundsätzliche Handlung gut durchdacht und interessant, die Art der Polizeiarbeit jedoch eher unglücklich in ihrer Herangehensweise. Dennoch werden die Ermittlungen irgendwann zu einem logischen Abschluss geführt und man überlegt, wie es mit Morell weitergehen könnte.

Das Erstlingswerk von Daniela Larcher, das noch ausbaufähig ist, zumindest aber sehr guten Unterhaltungswert bietet. 4 Sterne.

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Rezensionen von nuean:

Hm leider nicht so meins

Woman Down von Colleen Hoover

Ich lese die Bücher von Colleen Hoover wirklich gern. Gerade die älteren Liebesromane habe ich geliebt. Zuletzt habe ich Vertiy gelesen, was völlig anders war und mich umgehauen hat. Über dieses Buch habe ich lange nachgedacht und war sehr begeistert. Deshalb habe ich mich sehr auf „Woman Down“ gefreut, von dem ich hoffte, dass es in eine ähnliche Richtung geht.

Nachdem die Bestsellerautorin Petra Rose wegen der Verfilmung ihres Romanes einen richtigen Shitstorm ihrer Leserinnen abbekommt, gerät sie in eine Schreibkrise und verliert jegliches Vertrauen in sich und ihr Talent. Eine Auszeit an ihrem abgeschiedenen Lieblingssee, in der sie sich voll aufs Schreiben konzentrieren möchte, soll Abhilfe schaffen. Als Detektive Nathanial Saint vor ihrer Hütte auftaucht und von einem Verbrechen erzählt, fühlt sich Petra sofort inspiriert und hält den Kontakt zu Saint, dass er dem Cop, über den sie schreibt sehr ähnlich ist. Doch je mehr sie sich auf ihn einlässt, je besser ihr Roman wird, desto mehr setzt sie ihr Leben aufs Spiel.
Der Einstieg in Buch ist sehr spannend. Über das Gespräch der Podcasterinnen ist man als Leser schnell im Bilde. Danach empfand ich es ziemlich zäh, was erst wieder etwas besser wurde, als Saint auftauchte. Trotzdem war für mich einfach nicht greifbar was da passiert und wo sich das alles hin entwickeln soll. Es gab einige unerwartet Wendungen, die mich geschockt haben. Da mir Petra nicht sonderlich sympathisch war und ich auch Saint nicht wirklich mochte, kam ich nicht so richtig in die Geschichte rein und fand die Handlung dann auch schwierig. Zum Schluss hat mich dann auch gar nichts mehr überrascht und das Buch hat mich mit Beklemmungen zurückgelassen. Nicht mit dieser verzweifelten Fassungslosigkeit wie bei Verity, sondern eher mit Abscheu.
Spannend fand ich eher das Thema, dass es so viel Shitstorm und Internethass gibt und wie gerade auch Autoren dem teilweise ungefiltert ausgesetzt sind. Das Thema der Schreibkrise gerade in einem kreativen Beruf wie Autoren die Existenz bedrohen können fand ich sehr interessant.
Alles in allem war es leider nicht mein Buch und ich hoffe, dass mich das nächste Colleen Hover Buch wieder überzeugen kann.

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Rezensionen von Ameland:

Eintauchen in fantastische Welte und seltsame Figuren entdecken

Secrets of Black Manor (1). Die Gabe der Träumer von Marisa Hart

Bewertet mit 4,5 ⭐⭐

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich von dem Rundum-Farbschnitt begeistert bin. Schön finde ich auch die beigefügte Traumtier-Karte und die Karte von Nebelingen im Inneren des Buches hilft bei der räumlichen Einordnung.

Hauptsächlich geht es in der Geschichte um Luca, der morgens an seinem 13.

Geburtstag ein seltsames Symbol an seinem Handgelenk und ein komisches Tier in seinem Zimmer vorfindet. Erklärungen liefert ihm der kauzige Will und von nun an verändert sich Lucas Leben.

Luca ist ein Außenseiter, selbst in der Familie, hat keine Freunde und wird ausgerechnet von den Freunden seines Zwillingsbruders Jannis auch noch gemobbt. Luca hätte ich am liebsten mal richtig in den Arm genommen. Feinfühlig und sehr realistisch beschreibt Marisa Hart Lucas Gefühle und Gedanken.

Nachdem ich den kauzigen und im Ort geächteten Will näher kennengelernt habe, fand ich ihn sympathisch. Mir gefiel sein Umgang mit dem Jungen, dem er immer wieder Denkanstöße gab.

Auch die anderen Charaktere sind auf Luca ausgerichtet, erreichen bis auf Jannis vielleicht, aber nicht dieselbe Tiefe. Natürlich gibt es auch noch den Antagonisten, der bisher nur seine wirklich bösartige und abstoßende Seite gezeigt hat.

Die Autorin entführt uns mit einem flüssigen Schreibstil in fantastische Welten voller Magie und mit den skurrilsten Geschöpfen. Mein Kopfkino lief aufgrund der detaillierten Beschreibungen auf Hochtouren. Manchmal habe ich vor lauter Spannung auch die Luft angehalten. Gut fand ich wie sie aktuelle Probleme der Jugend wie Mobbing, Anderssein, Einsamkeit, aber auch Mut und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit mit ihrer fantastischen Geschichte verwoben hat.

Ich bin altersmäßig weit von der Zielgruppe entfernt, habe das Buch aber trotzdem sehr gerne gelesen und empfehle es gerne weiter. Dazu gibt es von mir 4,5 magische Sterne.

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Rezensionen von Immenhof:

Fesselnd

Heaven's Gate von Daniel Faßbender

„Heaven’s Gate“ hat mich direkt zu Beginn gefesselt. Die ausführliche Beschreibung der Surfszene zieht sich glücklicherweise nicht durch das ganze Buch, sodass es nicht langatmig, sondern sehr schnell spannend wird. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten. Nach ungefähr einem Sechstel wird die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt, wobei Caruso der Haupterzähler bleibt.

Die Personen an sich sind authentisch, abwechslungsreich und faszinierend. Auch wenn ich mich auf den Philippinen nicht auskenne, wirken die Probleme und das Verhalten der Personen vor Ort auf mich sehr authentisch. Etwas überflüssig finde ich die immer wieder aufkeimende Vorgeschichte Carusos, welche gegen Ende relativ kurz abgehandelt wird und für mich nur begrenzt nachvollziehbar war. Aus meiner Sicht hätte man dies problemlos weglassen können. Andererseits ist es auch positiv, dass sie so kurz abgehandelt wurde, da die Haupterzählung dadurch mehr Raum erhalten hat. Die Hauptgeschichte ist einer der spannendsten Krimis, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Er regt zum Miträtseln an und enthält spannende Wendungen.

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Rezensionen von peedee:

Herrlich!

Oachkatzlkiller von Marion Wagner

Oachkatzlhof, Band 1: Jedes Jahr machen die Freundinnen Doro und Gabi zusammen eine Woche Urlaub. Im Hotel „Oachkatzlhof“, das Gabis Bruder Loisl gehört, wollen sie wellnessen und ihre Sorgen aussen vor lassen. Doro wurde nämlich gerade von ihrem Ehemann verlassen und Gabi leidet unter dem Empty-Nest-Syndrom: ihre Tochter ist ausgezogen.

Doch mit Wellness wird es vorerst nichts, da ein Mord im Hotel ihre Pläne durchkreuzt. Gabi ist die Einzige, die weiss, dass der Hauptverdächtige unschuldig ist. Sie müssen nun „nur“ noch den wahren Täter finden…

Erster Eindruck: Ein süsses Cover mit dem „Oachkatzl“ (das heisst nämlich Eichhörnchen, für alle die, die wie ich des Bayerischen nicht mächtig sind).

Doro ist Modefotografin und kennt somit Heidi Klum und all ihre Kolleg:innen, jawohl, alle! Ihr ist bewusst, dass das Sprichwort „mehr Schein als Sein“ absolut zutreffend ist, denn hinter der Fassade (oder eben ihrer Kamera) sieht alles ein wenig anders aus. Ihre beste Freundin Gabi ist Vollzeit-Mama, die nun nichts mit sich anzufangen weiss, seit die Tochter flügge geworden ist. Im Hotel wollen sie ausspannen. Und die Sorgen vergessen oder mit Eierlikör ertränken, was gerade besser passt.
Die Hotelleiterin wurde ermordet: erschlagen mit einem silbernen Eichhörnchen! Die Polizei, allen voran Lutz Görke, hat die Ermittlungen aufgenommen. Er ist dabei vorübergehend auf sich allein gestellt, da sein Kompagnon magendarmtechnische Probleme hat. Oje. Aber er ist ein Polizist, der im Urin spürt, wer der Täter ist, daher ist dies ein Kinderspiel. Ein Hauptverdächtiger wurde bereits benannt, wie Doro und Gabi erfahren haben, aber dieser kann es nicht gewesen sein, wie Gabi beteuert. Oha!

„What happens in the Oachkatzlhof, stays in the Oachkatzlhof.”

Das war herrlich! Doro und Gabi auf kriminalistischer Mission! Doro hat gar keine dienlichen Erfahrungen in dieser Hinsicht, Gabi „immerhin“ die sonntäglichen „Tatort“-Filme. Somit haben also beide gar keinen Plan. Sie kamen mir vor wie zwei Golden Retriever, denen man ein kleines Häppchen hinwirft, das sie sogleich gierig verschlangen. Wurde das Häppchen dann in die andere Richtung geworfen, haben sie ihre „Ermittlungen“ sogleich neu ausgerichtet. Aus ermittlungstechnischer Sicht ist es sicherlich besser, die Arbeit der Polizei zu überlassen. Aber bitte nicht Lutz – der war ja echt schlimm (aber sehr unterhaltsam!). Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Claudia R.:

Einblicke in die Anfänge des 30jährigen Krieges

TINTE und SCHWERT – Verwandlung (Band 1) von Matthias Soeder

Klappentext / Inhalt:

Herbst 1618: Der Dreißigjährige Krieg hat gerade begonnen, da bricht für Jacob Wolffen schon die Hölle los. Brutale Söldner entführen den Priesteranwärter und zwingen ihn in den Schanzdienst. Als seine Familie getötet wird, schwört Jacob Rache an dem sadistischen Leutnant Heinrich von Hohenfels.

Ein Mann des Glaubens wird zum Werkzeug der Blutjustiz.
Jacob Wolffen, eigentlich für ein Leben im Dienste Gottes bestimmt, findet sich in der brutalen Mansfelder Armee wieder. Er wird Zeuge unsagbarer Grausamkeiten und erkennt, dass er nur überleben kann, wenn er seine inneren Ideale opfert. Die Verzweiflung und der brennende Hass treiben ihn an. Er muss sich "verwandeln" – vom sanftmütigen Kleriker zum entschlossenen Krieger, um die Mörder seiner Familie zur Strecke zu bringen.
Sein Ziel ist der ehrgeizige und skrupellose Offizier Heinrich von Hohenfels, dessen Karriere im Chaos des Krieges steil bergauf geht. Heinrich, aufgewachsen mit dem Zwang, die marode Grafschaft seines Vaters durch militärischen Erfolg zu retten, sieht in Mansfelds Heer eine Chance auf unermesslichen Reichtum – und er schreckt vor keinem Verbrechen zurück.
Dieser Historischer Roman (Band 1 der Reihe »Tinte und Schwert«) stellt Jacob vor ein existentielles Dilemma: Dürfen Todsünden begangen werden, wenn das Motiv göttliche Gerechtigkeit ist? Unterstützt wird Jacob von der jungen Heilerin Anna Dillenberger, die in der belagerten Stadt Pilsen selbst gegen den Hexenwahn und die Willkür der Besatzer kämpft. Anna lehrt Jacob, dass Klugheit und List oft mächtiger sind als rohe Gewalt und dass der Verrat von Geheimnissen eine ganze Armee vernichten kann.
Die Geschichte entfaltet sich vor der Kulisse des Dreißigjährigen Krieges – von den Hexenprozessen in Würzburg über die Schlachten Böhmens bis hin zur blutigen Erstürmung Pilsens durch General Mansfeld. Für Fans von packender historischer Spannung, die sich fragen, wie weit ein Mensch für Rache gehen würde, ist Matthias Soeders Roman eine Pflichtlektüre. Wer bereits die Detailtreue und den Sog von »Der Landsknecht: Kriegstrommeln« von Thomas Wedhorn oder das intensive historische Drama von »Der Silberbaum« von Sabine Ebert liebte, wird von dieser Reihe nicht enttäuscht.

Cover:

Hier erkennt man bereits, dass man in der Zeit zurück reist und das kriegerische Ambiente bzw. die damalige Zeit und historische Elemente wurde hier augenscheinlich gut umgesetzt und in Szene gebracht. Farblich wurde sich hier sehr zurückgehalten, nur einiges wird rot hervorgehoben, der Rest eher skizzenhaft inszeniert. Optisch und grafisch ist das Ganze sehr schön und passend umgesetzt.

Meinung:

Es ist nicht einfach nur ein historischer Roman, man hat das Gefühl in die Zeit und Atmosphäre dieses 30-jährigen Krieges einzutauchen und mitzuerleben. Nichts für zarte Gemüter, denn Folter, Hexenverbrennung und Morde stehen hier auf der Tagesordnung und so manches ist von der heutigen Zeit nicht mehr vorstellbar und vereinbar.

Schnell kommt man in Situationen und Gegebenheiten hinein und es wirkt zudem, für die damalige Zeit, sehr authentisch und somit auch sehr nah spürbar.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Die Geschichte führt in eine Zeit, die einem weit weg und doch so nah erscheint. Die Beschreibungen sind bildlich umgesetzt und die Sprache der Epoche und Zeit angepasst und dabei dennoch sehr gut verständlich. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen tollen Lesefluss. Die Anfänge sind optisch sehr schön hervorgehoben und daher sehr gut erkennbar. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel zu verraten und die Orts- und Zeitangaben sind hilfreich zugleich.

Die Karte und die Zeichnung am Beginn sind ein wundervolles Extra und auch das sehr schön gestaltete Inhaltsverzeichnis rundet es im Gesamten perfekt ab. Angaben zu historischen Persönlichkeiten und weitere Angaben zur damaligen Zeit sind hilfreich und gut gewählt.

Die Geschichte ist stimmungsvoll und emotionsreich umgesetzt. Man taucht tief in die Geschichte und Historie zu Beginn des 30jährigen Krieges ein und ich bin sehr gespannt wie es weitergeht. Denn dies war nur der Auftakt Band einer geplanten Trilogie.

Mich konnte dieses Werk mitnehmen, faszinieren, entsetzen und verblüffen. Es gibt unerwartete Einblicke und man man hat das Gefühl nah dabei zu sein, was faszinierend, aber auch erschreckend zugleich sein kann. Die Charaktere sind vielschichtig und auch die Situationen werden sehr bildlich und gut vorstellbar beschrieben.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe sehr, dass dieses Buch seine Leserschaft erreicht und mehr für historische Literatur begeistern kann.

Fazit:

Einblicke in die Anfänge des 30jährigen Krieges, nah spürbar und emotionsreich umgesetzt.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Ein moderner Klassiker der Literatur

Zeit der Mutigen von Dimitré Dinev

An „Zeit der Mutigen“ hat der Autor nach eigenen Angaben 13 Jahre lang geschrieben. Es hat sich gelohnt! Entstanden ist ein monumentales Epos, in der Printausgabe über 1000 Seiten lang, ein ganzes Jahrhundert europäischer Zeitgeschichte umfassend, leichtfüßig erzählt und dabei sorgfältig recherchiert, viel Wissen vermittelnd und dabei auf jeder Seite ein unterhaltsames und mitreißendes Leseerlebnis!

Ich habe noch nie ein so umfangreiches Buch gelesen, bei dem ich mich gleichzeitig so gut unterhalten habe und das von der ersten bis zur letzten Seite mitreißend und spannend war, und dabei gleichzeitig voll von schönen Sprachbildern, profundem Verständnis für die menschlichen Beziehungen und tiefsinnigen Gedanken über das 20.

Jahrhundert in Europa mit all seinen Schrecken, aber auch für das, was Mensch-Sein, (Wahl)-Familie und Verbindung ausmacht.

Abwechselnd werden die miteinander auf vielfältige Weisen verflochtenen Schicksale der Mitglieder dreier Familien erzählt: einer österreichischen, einer bulgarischen und einer Roma-Familie, beginnend mit der Zeit vor dem ersten Weltkrieg bis in 1990er Jahre. Es geht um Täter, Mitläufer und Widerstandskämpfer, Loyale und Verräter, Gedächtnisverlust und Rollentausch, die Frage, was Verwandtschaft ausmacht (Abstammung? Soziale Elternschaft? Eine Wahl?) und ganz viel um hehre Ideale, die sich dann in Schreckensherrschaft und Unterdrückung verwandeln können. Um Ausgrenzung und unverhoffte Freundschaft und Unterstützung. Um Kommunismus vs. Kapitalismus, Westen vs. Osten. Und um vieles mehr.

Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, originell und nicht klischeehaft. Da gibt es eine ausschließlich unter Männern aufgewachsene, sehr toughe Schafhirtin in Bulgarien, einen blonden, blauäugigen Roma und Enkel des Clanchefs, eine Stasimitarbeiterin, die doch auch ihr Herz am rechten Fleck hat, einen österreichischen Wehrmachtssoldaten, der seine Exekution durch die Sowjetarmee überlebt hat und fortan mit Gedächtnisverlust und einer Kugel im Kopf durchs Leben irrt, eine junge Frau, die ihre eigenen Suizid in der Donau überlebt hat und deren Tochter zeitlebens eine besondere Verbindung zu dem Fluss haben wird, und viele mehr. Eine stille und doch eindrucksvolle Protagonistin, die all die Schicksale immer wieder auf ihre Art verbindet und eine bestimmte Mythologie mit sich bringt, ist auch die Donau selbst, an deren Wachau-Ufer die eine österreichische Familie lebt… aber auch das bulgarische Konzentrationslager Belene ist von ihr geprägt.

Dadurch, dass aus so vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, entsteht ein vielfältiges Bild, und mir sind selbst manche der moralisch durchaus zweifelhaften Charaktere auch ans Herz gewachsen bzw. habe ich ihre Antriebe und Motivationen nachvollziehen können.

Das Schreckliche der Kriege, Diktaturen und Konzentrationslager des 20. Jahrhunderts nimmt einen großen Raum im Buch ein. Insbesondere geht es ausführlich um das bulgarische Lager Belene, in dem jede und jeder aufgrund des kleinsten Vergehens oder auch völlig unschuldig für Jahre landen konnte und in dem viele Menschen grausam ums Leben kamen. Insgesamt befasst sich das Buch, neben den Schrecken der beiden Weltkriege, viel mit der Zeit der kommunistischen Diktatur in Bulgarien samt Bespitzelung, Überwachung und Staatssicherheit: ein wichtiges und mir bisher nicht sehr bekanntes Thema, über das ich in diesem Buch viel gelernt habe. Man merkt, dass der selbst ursprünglich aus diesem Land stammende Autor sich ausführlich und auch, wie er im Nachwort anmerkt, anhand umfangreicher Quellen, mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.

Auch sprachlich mochte ich das Buch sehr und insbesondere die tiefsinnigen Gedanken über das Mensch-Sein, das Verständnis für ihre Psyche sowie mythologischen Bezüge haben mir ausgezeichnet gefallen:

„In einer nahezu unbekannten Sprache so viel wie möglich über sich zu erfahren, war ein schwieriges Unterfangen. „Wo bin ich?“, fragte er so lange mit Worten und Gesten, bis der andere ihn verstand. „Bei mir“, antwortete dieser. Ja, das verstand er, aber was sollte er mit so einer Antwort anfangen? Wobei dieses „Bei mir“ zwar nicht zurück zu seinem früheren Leben geführt hatte, so doch eindeutig zurück ins Leben. Und überwältigt von dieser Erkenntnis, begann er zu weinen.“ (S. 125 im E-Book)

„Ein ganz klares Bild von ihm hatte sie nie in ihrem Kopf aufbewahrt, da sie es als reine Platzverschwendung empfand. Trotzdem wusste sie genau, welche Gefühle seine Präsenz im Raum in ihr geweckt hatte. Deswegen wusste sie genau, dass dieser Mann, der wie aus dem Nichts erschienen war, nicht Helmut war. Seine Augen hatten vielleicht die gleiche Farbe, aber ein Blick hinein hatte gereicht, um ein ganz anderes Licht, eine ganz andere Welt in ihnen zu entdecken.“ (S. 270 im E-Book)

„Sie verschaffte ihrer Tochter immer neue und neue Aufgaben, kümmerte sich darum, dass sie nicht lange Zeit allein mit ihren Gedanken blieb. Vierzig Tage nach der Geburt war jede Wöchnerin sehr gefährdet, denn sie befand sich zwischen der Welt der Ahnen und der Welt der Lebenden, zwischen Leben und Tod, zwischen Gott und Teufel. Ihre Seele hatte Zugang zu allen Welten.“ (S. 700 im E-Book)

Insgesamt ist es trotz all der dunklen Themen kein hoffnungsloses Buch: dafür sorgen die liebevoll gezeichneten Charaktere, die raschen Perspektivwechsel und die vielen fast humorvollen Situationen unwahrscheinlichen Glücks, in denen unsere Helden und Heldinnen doch noch einmal davonkommen und sich aus einer scheinbar ausweglosen Situation retten können, auch wenn ihnen bei weitem nicht alles Unheil erspart bleibt.

So bleibt mir nach mehreren Wochen intensiver Lesezeit ein tiefgreifendes emotionales Erlebnis zurück, das noch lange nachwirken wird. Für mich ist dieses Buch schon jetzt ein moderner Klassiker der Literatur, der sich auf unterhaltsame Weise mit vielen grundlegenden Themen des Mensch-Seins und europäischer Zeitgeschichte auseinandersetzt. Es gehört zu den wenigen Büchern, die ich jedenfalls noch ein weiteres Mal lesen möchte. Ich kann das Buch einer breiten Leserschaft nur wärmstens empfehlen!

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Rezensionen von peppi:

Neuanfang in Island

Moosland von Katrin Zipse

In ihrem Roman "Moosland" behandelt die Autorin Katrin Zipse ein spannendes historisches Detail, welches ich so noch nicht kannte.
Die isländische Bauernpartei warb 1949 gezielt junge deutsche Frauen an, um den Arbeitskräftemangel auf den Höfen zu lindern und dem Mangel an heiratsfähigen Frauen auf dem Land entgegenzuwirken.

Diese historische Setting bildet den Hintergrund des Romans. Elsa, eine junge Deutsche, die 1949 nach Island geht und dort in eine völlig neue Welt geworfen wird. Für sie ist es eine Entscheidung, die sogleich Flucht, Neuanfang und Selbstschutz ist. Elsa verlor ihre Familie und ihre Freundin, die ihr viel bedeutet hat. Sie trauert und schweigt.. Ihre Sprachlosigkeit hängt nicht allein mit der ihr unbekannten Sprache zusammen, auch mit ihrem emotionalen Zustand. Langsam fängt sie an zu sprechen und zu heilen.
Ein feinfühliger und großartiger Roman.
Meine Leseempfehlung!

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