Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ekiam:
Ein Zählbuch, das Kleinen und Großen Spaß macht
Gans, Gans, Elch - Ein tierischer Zählspaß von Kael Tudor
„Gans, Gans, Elch“ ist ein humorvolles Bilderbuch, das Kinder spielerisch zum Zählen animiert. Die Geschichte ist so einfach wie genial: An der Eisdiele gibt es zwei Schlangen – eine für Gänse und eine für Elche – und alle Tiere sollen sich natürlich an der richtigen Stelle anstellen. Darauf achtet Gans Simon mit großer Sorgfalt.
Doch immer wieder landen Elche bei den Gänsen und Gänse bei den Elchen, wodurch ein herrliches Chaos entsteht. Während Simon zunehmend verzweifelt versucht, Ordnung in die Schar zu bringen, taucht schließlich auch noch eine Maus auf, für die überhaupt keine Reihe vorgesehen ist…
Die Geschichte ist in Reimform erzählt, wodurch sie sich wunderbar zum Vorlesen eignet. Das Durcheinander und Simons wachsende Verzweiflung werden nicht nur durch die Handlung, sondern auch durch die kreative Platzierung des Textes und unterschiedliche Schriftgrößen sichtbar gemacht. Gleichzeitig lernen kleine Leser*innen ganz nebenbei, die Tiere der Reihe nach zu zählen, ohne dabei eines zu vergessen.
Einige humorvolle Details werden ganz kleine Kinder vermutlich noch nicht vollständig verstehen, dennoch macht das Buch sowohl Kindern als auch Erwachsenen großen Spaß. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte zudem die schöne Botschaft, dass es völlig in Ordnung ist, auch einmal aus der Reihe zu tanzen.
Besonders begeistert haben uns die liebevollen Illustrationen. Die Gänse sind unglaublich niedlich gestaltet und mit viel Witz durch Kleidung und Accessoires individualisiert. Trotz der einfachen Gesichtszüge lassen sich ihre Emotionen wunderbar erkennen – gerade für jüngere Kinder ein großer Pluspunkt.
Das Buch hat uns von der ersten Seite an begeistert und wird immer wieder aus dem Regal geholt. Eine absolute Kaufempfehlung für Kinder ab 4 Jahren.
Gefühlvoll, melancholisch und nahbar
Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens von Daisy Garrison
Mina und Caplan sind seit der Grundschule beste Freunde – und könnten unterschiedlicher kaum sein. Mina ist still, liebt Bücher und hält sich eher im Hintergrund, während Caplan zu den beliebtesten Schülern gehört und von Freunden umgeben ist. Als sich Caplans Freund Quinn plötzlich für Mina interessiert, reagiert Caplan zu seiner eigenen Überraschung eifersüchtig.
Bei einem Partyspiel küsst er Mina kurzerhand und setzt damit nicht nur seine Beziehung zu Hollis, sondern auch die Freundschaft zu Mina aufs Spiel.
Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits haben mir die ruhige, emotionale und zugleich spannende Handlung sehr gefallen. Die Geschichte fängt die Stimmung der letzten Wochen vor dem Schulabschluss gelungen ein: die Melancholie, den Abschiedsschmerz, die Vorfreude auf die Zukunft und gleichzeitig die Angst vor dem Ungewissen. Dadurch fühlte ich mich immer wieder in diese besondere Zeit zurückversetzt.
Mina und Caplan waren mir sofort sympathisch und ich konnte mich schnell in sie hineinversetzen. Mit Hollis hatte ich anfangs mehr Schwierigkeiten, doch gerade ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung hat mich begeistert. Besonders gegen Ende wird deutlich, dass sie emotional reifer ist als viele der anderen Figuren.
Auch der Schreibstil ließ sich angenehm lesen; teilweise bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen.
Andererseits gab es für mich auch einige Kritikpunkte. Minas Entwicklung vom gemobbten Mädchen zu einem festen Teil von Caplans Clique ging mir zu schnell und wirkte dadurch nicht ganz nachvollziehbar. Auch einige ihrer Einstellungsänderungen passten für mich nicht immer zu ihrer Figur.
Zudem werden mehrere schwierige Themen angesprochen, obwohl der Fokus eigentlich auf der Beziehung zwischen Mina und Caplan liegt. Viele davon bleiben jedoch eher oberflächlich behandelt. Vor allem bei einem Thema hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht, da es große Auswirkungen auf Minas Leben hatte und noch immer hat. Gerade ihre Gefühle dazu blieben für mich oft zu wenig ausgearbeitet.
Trotz der wechselnden Perspektiven zwischen Mina und Caplan war mir stellenweise nicht klar, aus wessen Sicht gerade erzählt wurde, da sich ihre Erzählstimmen sehr ähnelten. Ähnlich ging es mir bei einigen Dialogen, in denen nicht immer eindeutig war, wer gerade sprach.
Insgesamt hat mir das Buch dennoch gut gefallen und ich habe mit Mina, Caplan und auch Hollis mitgefühlt und mitgefiebert. Ein schönes Coming-of-Age-Buch, das einen mit einer gewissen Sehnsucht zurücklässt.
Gelungenes ABC-Buch für kleine Fahrzeugfans
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein ABC der Fahrzeuge von Patricia Mennen
„Mein ABC der Fahrzeuge“ ist ein gelungener Sonderband der beliebten Reihe Wieso? Weshalb? Warum?. Auch in diesem Band wird Wissen wieder kindgerecht und spielerisch vermittelt. Auf 12 Doppelseiten entdecken Kinder mehr als 150 Fahrzeuge und lernen dabei ganz nebenbei das ABC kennen. Zu vielen Buchstaben gibt es gleich mehrere Fahrzeuge zu entdecken, die altersgerecht erklärt werden.
Dass für den Buchstaben X kein passendes Fahrzeug gefunden wurde, wird übrigens charmant und originell gelöst.
Besonders schön ist die überraschend kreative Auswahl der Fahrzeuge, die weit über die typischen Klassiker hinausgeht. Schon das Cover zeigt, dass hier nicht nur Bagger und Feuerwehrfahrzeuge vorkommen, sondern auch eine Drohne oder – ganz besonders niedlich – das Rutscheauto.
Wie man es aus der WWW-Reihe kennt, sind die Illustrationen farbenfroh, detailreich und liebevoll gestaltet, ohne dabei überladen zu wirken. Kinder können lange darin stöbern und entdecken immer wieder kleine Einzelheiten. Die bekannten Klappen sorgen zusätzlich für spielerische Überraschungen und laden dazu ein, das Buch immer wieder neu zu erkunden.
Ein besonderes Extra ist das große Buchstaben-Fahrzeuge-Poster, das das Thema noch einmal schön aufgreift und eine tolle Ergänzung zum Buch darstellt.
Insgesamt ist „Mein ABC der Fahrzeuge“ ein rundum gelungenes Sachbilderbuch, das spielerisch Wissen vermittelt, die Neugier weckt und kleinen Fahrzeugfans garantiert viel Freude bereitet.
Ein hilfreicher Werkzeugkasten für Eltern
50 Sätze, die es Eltern leichter machen von Birgit Gattringer
‚50 Sätze, die es Eltern leichter machen‘ bietet Eltern eine umfangreiche Sammlung an Formulierungen, die die Kommunikation und Bindung mit ihren Kindern einfacher machen sollen. Dabei geht es nicht nur um konkrete Sätze für Gespräche, Konfliktsituationen oder schwierige Momente wie Trauer und Überforderung, sondern häufig auch um die innere Haltung dahinter.
Birgit Gattringer zeigt dabei immer wieder, wie wichtig es ist, Dinge kindgerecht zu verbalisieren, um Verständnis und Vertrauen zu schaffen.
Das Buch ist wie ein Werkzeugkasten aufgebaut: In sieben Kapiteln sind die Sätze thematisch gegliedert – unter anderem zu Bindung, Verständnis, Wut, Grenzen setzen, Diskussionen, Konflikte zwischen Geschwistern und Selbstfürsorge. Zu jedem Satz gibt es nicht nur theoretische Hintergründe, sondern vor allem praxisnahe Beispiele für den Familienalltag. Genau das macht dieses Buch besonders wertvoll.
Wie von der Autorin empfohlen, lohnt es sich, das Buch zunächst komplett zu lesen, da einige Inhalte aufeinander aufbauen. Danach eignet es sich aber auch hervorragend als Nachschlagewerk für konkrete Alltagssituationen – insbesondere durch das Fazit am Schluss eines jeden Abschnitts.
An manchen Stellen hätte ich mir allerdings noch mehr Hinweise gewünscht, wie man vorgehen kann, wenn sich ein Konflikt trotz der beschriebenen Ansätze nicht lösen lässt. Eine Art ‚zweite Runde‘ oder alternative Handlungsmöglichkeiten hätten den Ratgeber für mich noch hilfreicher gemacht.
Besonders angenehm ist der wertschätzende und urteilsfreie Schreibstil. Vieles liest sich, als würde eine gute Freundin von ihren eigenen Erfahrungen berichten – ehrlich, empathisch und mit Blick auf die Herausforderungen des Familienalltags. Sehr gelungen fand ich auch den Hinweis, dass die vorgestellten Sätze nicht immer funktionieren müssen. Das nimmt Druck heraus und macht Mut, Neues auszuprobieren. Dazu passt auch das Kapitel über Selbstfürsorge, das deutlich macht, dass Eltern nicht perfekt sein müssen.
Vor allem der starke Praxisbezug hat mich überzeugt. Theoretische Hintergründe sind wichtig, doch durch die vielen alltagsnahen Beispiele lassen sich die Anregungen deutlich leichter in das eigene Familienleben integrieren.
Warten auf die Schule mit Pippi Langstrumpf
Mein Schulstart. Countdown zur Einschulung mit Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren
Mit diesem Buch verkürzt Pippi Langstrumpf die Wartezeit auf den Schulanfang mit einem zehntägigen Countdown. Aufgebaut wie ein Buch-Adventskalender können an jedem Tag neue Seiten geöffnet werden. Neben einer Geschichte finden sich darin auch passende Aktivitätsvorschläge wie Rezepte, Bastelanleitungen, Spielideen sowie Mal- und Denkanregungen.
Leider enthalten die Rezepte häufig Süßigkeiten. Weniger gelungen ist zudem, dass sich die Doppelseiten mit den Vorschlägen mitten in der Geschichte befinden – dadurch wird der Vorlesefluss unterbrochen.
Die Geschichten rund um Pippi sind altbekannt, humorvoll und altersgerecht. Wer bereits Bücher wie Pippi geht in die Schule, Pippi geht in den Zirkus oder Pippi als Sachensucherin zuhause hat, wird hier allerdings wenig Neues entdecken.
Insgesamt ist es ein schönes Mitmachbuch, das die Vorfreude auf die Schule stärkt und Kindern zugleich Anregungen gibt, wie sie in dieser aufregenden Zeit neue Freundschaften knüpfen können.
Zwischen Fürsorge und Fremdbestimmung
Once Upon A Tender Kiss von Myla Lion
Mia hat es nicht leicht: Ihre überfürsorglichen Eltern schirmen sie nach einer Herzkrankheit bei ihrer Geburt von allem ab und würden sie am liebsten bei jeder Kleinigkeit zum Check-up ins Krankenhaus schicken. Unter ihrer Wohnung eröffnet zudem eine Tanzbar, deren Musik bis tief in die Nacht in ihre vier Wände dröhnt.
Und auch ihr neuer Nachbar Tate scheint zunächst alles andere als rücksichtsvoll. Doch dann zeigt er eine überraschend charmante Seite, und gemeinsam mit seiner elfjährigen Tochter Riley wirbelt er Mias bislang so behütetes Leben gehörig durcheinander.
Obwohl mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat und sich der Schreibstil angenehm lesen lässt, ließ meine anfängliche Begeisterung nach etwa einem Drittel des Buches spürbar nach. Das lag nicht nur am extrem übergriffigen und nervigen Verhalten von Mias Eltern, die unter dem Deckmantel der Sorge wiederholt gegen ihre Interessen handeln und sie emotional unter Druck setzen, sondern auch an Mias Reaktionen darauf. Ihre wiederkehrende Schockstarre wirkte auf mich zunehmend schwer nachvollziehbar, da sie die Situation eigentlich reflektieren kann. Ebenso blieb für mich unverständlich, warum sie den Kontakt nicht früher einschränkt und weshalb sowohl ihre beste Freundin als auch ihre Patentante so zurückhaltend bleiben, statt ihr mehr den Rücken zu stärken.
Nicht nur der Plot erinnert stellenweise an ein modernes Märchen – entsprechende Anspielungen und Vergleiche ziehen sich auch durch den Text, wirken dabei aber gelegentlich etwas zu bemüht.
Insgesamt ein solider Plot mit interessanten Ansätzen, der mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.
Ein zauberhafter Gute-Nacht-Schatz für kleine und große Lindgren-Fans
Gute Nacht mit Astrid Lindgren von Astrid Lindgren
Dieses wunderbare Gute-Nacht-Buch vereint eine liebevolle Auswahl verschiedener Werke von Astrid Lindgren. Wir begegnen bekannten Figuren wie Pippi, Lotta, Michel oder Tomte Tummetott. Gleichzeitig enthält der Band auch einige weniger bekannte Geschichten und Lieder, die es neu zu entdecken gilt.
Die Geschichten variieren in Länge und Anspruch, sodass sie sich ideal zum abendlichen Vorlesen eignen – je nach verfügbarer Zeit kann man immer eine passende Geschichte auswählen.
Offiziell wird der Sammelband für Kinder ab fünf Jahren empfohlen, einige der kürzeren Texte und Lieder können jedoch auch schon jüngeren Kindern Freude bereiten.
Die liebevoll gestalteten Illustrationen stammen von verschiedenen Künstler*innen und verleihen jeder Geschichte ihren ganz eigenen Charakter. Manche Bilder wecken dabei nostalgische Erinnerungen.
Ein rundum gelungener Sammelband für neue wie auch langjährige Fans von Astrid Lindgren, den wir sehr gerne weiterempfehlen.
Zauberhafte Geschichte mit wichtiger Botschaft
Der kleine Grimlin und das ganz große Herz - Eine Freundschaftsgeschichte von Barbara Rose
Grimlin ist ein sympathischer kleiner Wichtel, der sein Leben ruhig und gemütlich mit seinen besten Freunden etwas außerhalb des Wichteldorfs in seinem Mooshäuschen unter einer alten Kastanie verbringt. Eines Tages bringt er sein leckeres Mirabelmus ins Dorf und erfährt dort von einem neuen Bewohner: Tjelle, einem Wichtelzauberer.
Aufgrund seines dunklen Umhangs und der seltsamen rosa Rauchwolken aus seinem Kamin ist dieser den Dorfbewohnern jedoch suspekt – schließlich wird er sogar aus dem Dorf vertrieben.
Grimlins Freundinnen, die Elfen Winni und Ninina, beschreiben Tjelle hingegen ganz anders: freundlich, wenn auch etwas ungewöhnlich – und als Bäcker von köstlichem Brimbelkuchen. Aus früheren Abenteuern weiß Grimlin, dass man sich kein Urteil über jemanden bilden sollte, den man nicht kennt. Also macht er sich selbst auf die Suche nach Tjelle. Dabei stellt er fest, dass seine eigenen Ängste – etwa vor den Wiesenzischlern oder dem Schnappzahn – unbegründet sind und dass er wunderbare Freunde hat, die ihm zur Seite stehen. Schließlich gelingt es ihm, Tjelle zu finden und die Vorurteile der Dorfbewohner zu zerstreuen.
Obwohl Grimlin weiß, dass Vorurteile problematisch sind, ertappt er sich selbst immer wieder dabei. Diese werden im Verlauf der Geschichte jedoch reflektiert und aufgelöst, sodass Kinder spielerisch lernen können, wie wichtig es ist, sich eine eigene Meinung zu bilden – eine gerade heute sehr relevante Botschaft.
Die Sprache ist stellenweise etwas anspruchsvoller, insgesamt aber für die empfohlene Altersgruppe ab 5 Jahren gut geeignet. Die Kapitellänge eignet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch zum Selbstlesen für geübtere junge Leser*innen.
Das Buch lässt sich grundsätzlich auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes lesen, allerdings fehlt an einigen Stellen etwas Hintergrundwissen zur Vorgeschichte.
Die Illustrationen sind zauberhaft, farbenfroh und humorvoll gestaltet und passen sehr gut zur Geschichte. Besonders gelungen sind die Landkarte sowie die Doppelseite zur Vorstellung der Figuren, die Kindern den Einstieg in Grimlins Welt erleichtern.
Insgesamt ist dies eine liebevoll erzählte Geschichte über Freundschaft, Mut und den Umgang mit Vorurteilen.
Ein liebevoller Begleiter für das letzte Kita-Jahr
Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita von Jasmin Schaudinn
In diesem Buch begleiten kleine Leserinnen und Leser die Vorschulkinder Alma, Kisi, Pippa, Aziz und Emil aus der Kita Kichererbse durch ihr letztes Kindergartenjahr. Die elf Kurzgeschichten erzählen vom ersten Treffen der Vorschulgruppe mit Erzieher Joschi, einem Schulbesuch, Emils Geburtstagsparty oder einem Nachmittag bei Aziz bis hin zum Abschiedsfest in der Kita.
(Angehende) Vorschulkinder werden hier in vielen Situationen abgeholt, die sie selbst bereits kennen oder bald erleben werden.
Besonders positiv fällt auf, wie selbstverständlich Vielfalt dargestellt wird: Kinder mit Beeinträchtigungen, unterschiedliche Hautfarben und verschiedene Familienmodelle sind ganz natürlich in die Geschichten integriert.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und eignen sich hervorragend zum Vorlesen. Im Anschluss an jedes Kapitel folgt eine Doppelseite mit passenden Spiel- und Bastelideen. Neben Materiallisten und Anleitungen wird auch erläutert, welche Fähigkeiten dabei gefördert werden – ein schöner Mehrwert, der das Buch über die reinen Geschichten hinaus bereichert.
Die farbenfrohen und humorvollen Illustrationen unterstützen den Text auf gelungene Weise und laden zum gemeinsamen Entdecken ein. Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch die Platzierung der Doppelseite zur Vorstellung der Vorschulkinder, die sich erst am Ende des Buches befindet und dadurch leicht übersehen werden kann. Die erste Doppelseite hingegen ist wie ein Freundebuch gestaltet und bietet Platz für eigene Eintragungen – eine nette Idee.
Insgesamt ist dies ein liebevoll gestaltetes Buch zur Vorbereitung auf die Vorschulzeit, das Kindern spielerisch Sicherheit vermittelt und mögliche Ängste nehmen kann.
Einfühlsame Hilfe im Umgang mit Wut für die Kleinsten
Wenn liebe Waschbären wütend sind von Sandra Grimm
Der kleine Waschbär ist sooooo wütend, weil der Elch seinen Apfel gefressen hat. Auf der Suche nach einem Weg, mit diesem starken Gefühl umzugehen, fragt er andere Tiere um Rat. Jedes Tier erzählt ihm, was ihm hilft, die Wut zu bewältigen.
Das Buch ist wunderbar auf die junge Zielgruppe abgestimmt.
Schon der Auslöser für die Wut ist für Kinder leicht nachvollziehbar – wer kennt es nicht, wenn einem etwas weggenommen oder einfach aufgegessen wird? Auch die Lösungsansätze der Tiere sind kindgerecht, leicht verständlich und für Kinder ab etwa zwei Jahren gut umsetzbar, ohne sie zu überfordern.
Die Texte sind bewusst einfach und kurz gehalten. Besonders gelungen ist die Übersichtsseite am Ende des Buches: Sie greift die vorgestellten Strategien noch einmal auf und lädt Kinder und Eltern dazu ein, gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen und eigene Wege im Umgang mit Wut zu finden.
Die Illustrationen sind zauberhaft, detailreich und mit viel Humor gestaltet – es macht großen Spaß, sie anzuschauen. Der kleine Waschbär ist ausgesprochen niedlich, und auch die anderen Tiere sind liebevoll dargestellt. Besonders hervorzuheben ist, wie klar die Emotionen erkennbar sind: Nicht nur die Wut, sondern auch Überraschung, Anstrengung und schließlich Zufriedenheit werden anschaulich vermittelt. Gerade für Kinder in diesem Alter ist das von großer Bedeutung.
Ein rundum gelungenes Buch, das uns alle begeistert.











