Kunden em pfehlungen
Rezensionen von tinten_fischchen:
Schön gestaltetes Buch für kleine Abenteurer
Ins hohe Gras von Trevor Noah
Erst einmal wow: Das Einband und die Verarbeitung sind zauberhaft. Die Bilder von Sabina Hahn sind wunderschön und passen gut zur Geschichte. Die ganze Aufmachung erinnert mich ein wenig an „Geschichten aus den Muckligwald“, sogar das für das Cover gewählte Bild sieht ähnlich aus. Nebeneinander im Bücherregal machen die beiden Bücher wirklich etwas her.
Trevor Noah gelingt es mühelos die Gefühl- und Gedankenwelt eines kleinen Kindes einzufangen. Die Kinderlogik lädt zum Schmunzeln ein. Die Geschichte selbst wirkt teils etwas altbacken. Auch wenn das Marketing etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich doch eher um ein Kinderbuch.
Ja, es mangelt nicht an klugen Sätzen und Lebensweisheit. Ein wenig hat das Buch mich an „Der kleine Prinz“ von Antione de Saint-Exupéry und "Alice im Wunderland" erinnert. Es geht um Toleranz und darum, auch einmal andere Sichtweisen zuzulassen.
Ich habe mich nach dem Hype um das Buch und dem tollen Vorwort irgendwie mehr erwartet. Wie gesagt, das Buch ist an sich toll und wunderschön, die Geschichte trotz einfühlsamer Erzählweise und netten Ideen, etwas flach. Aber für meine Kinder ist das Buch, wenn sie mal älter sind, sicher toll.
In Interviews gibt der Autor an, dass er mit dem Buch das innere Kind der erwachsenen Leser ansprechen wollte. Ich war als Kind aber tatsächlich anders als die Figur im Buch, viel ängstlicher und hätte mich daher auch nicht ins hohe Gras gewagt. Vielleicht funktioniert das Buch deshalb nicht bei mir.
Ambitioniertes Programm für Jedermann
Hacking Age von Felix Bertram; Nina Weber
Felix Bertram kannte ich vorher noch nicht. Der Mann hat aber einen durchaus interessanten Lebenslauf und schon vieles gemacht. Seinen Werdegang und sein Mindset findet man in dem Buch. Und noch vieles mehr.
Anhand seiner eigenen Geschichte erzählt Bertram, ausgebildeter Arzt und Unternehmer, wie er nach einer Schockdiagnose sein Leben umstellte und versuchte sein in einem Test ermitteltes Alter wieder zurückzudrehen.
Das alles wird sehr persönlich erzählt. Seien wir mal ehrlich: Die meisten von uns wissen um eine gesunde Ernährung, dass sie mehr Sport machen sollten usw. Da bietet das Buch nicht sonderlich viel neues.
Allerdings zeigt Bertram sehr gut, dass es oft einen externen Anstoß braucht, um diese Dinge auch umzusetzen. Außerdem hat er seinen eigenen Weg mit einigen Tricks und vielen Tipps sehr gut beschrieben. Das Buch setzt an der Stelle an, an der es schwer wird. Wie schafft man es die Motivation zu finden, den gesunden Lebensstil auch umzusetzen? Wie schafft man es, nicht in alte, ungesunde Muster zurückzufallen?
Einen Mehrwert bietet auch der medizinische Blick auf viele Themen. Vor allem den Teil über Supplements fand ich extrem erhellend.
Natürlich kann man argumentieren, dass der Autor sehr privilegiert ist und sich nicht jeder stundenlange Radtouren und eine Sauna im Keller leisten kann. Aber darum geht es nicht. Die meisten von uns hätten durchaus Zeit und Ressourcen gesünder zu leben.
Das Buch, das Bertram zusammen mit der Redakteurin und Autorin Nina Weber veröffentlicht hat, liest sich verdammt gut. Der Mix aus persönlicher Biographie, Gesundheitstipps und einer Personal Journey macht Spaß und inspiriert. Es wird auch nicht von oben herab geschrieben, Bertram erwähnt immer wieder, dass es ihm klar ist, dass er privilegiert ist. Und das nicht jeder in Früh in den Garten raus kann erst mal Kraft tanken. Zudem wird kein Hehl daraus gemacht, dass Gesundheit auch eine Geldfrage ist.
Das Buch macht auch klar, dass man seinen eigenen Weg finden muss. Jeder hat seine eigenen Herausforderungen auf den Weg zu einem gesunden, längeren Leben. In meiner Generation sehe ich beispielsweise viel häufiger Leute die zu viel Zeit auf Social-Media verbringen als solche die Rauchen und Trinken. Aber die Herausforderungen sind im Kern die gleichen. Und seien wir mal ehrlich: Mit vielen Dingen hat Bertram einfach recht. Will man sich gesund ernähren, darf man einfach keine Chips und Süßigkeiten mehr kaufen. Vor allem nicht auf Vorrat.
Für mich persönlich könnten die Selbstreflexionen und Selbst-Countability Mechanismen die im Buch vorgestellt werden, ein Game-Changer sein. Bei mir ist tatsächlich Sport aktuell die größte Stellschraube.
Bis zur Unendlichkeit und darüber hinaus..
Aus! Die Wissenschaft vom Ende von Science Busters
Nicht einmal das Ende des Maya-Kalender konnte sie aufhalten: Rechtzeitig vor Weihnachten haben die Science Busters ihr neuestes Werk herausgebracht.
Das Buch mit dem auffallend kurzen Titel „Aus“ bietet sich ja geradezu an schön verpackt unter dem Weihnachtsbaum verschenkt zu werden. Denn was würde besser passen zu den Familienfeiern als sich über Ewigkeitschemikalien, die Frage wie schwer ein Meteorit sein muss um alles Leben auf der Erde, oder zumindest die Menschheit auszulöschen und dergleichen debattieren.
Ansonsten kann man ja bei Familienstreitereien das Buch in die Höhe halten und auf den Titel zeigen.
Das Team um Martin Puntigam beschäftigt sich mit allen möglichen Fragen zum Thema Ende. Von der End-To-End Verschlüsselung, über Long Covid bis hin zu der Frage wie Chat-Gpt zum Auslöschen der meisten bekannten Lebensformen beitragen könnte ist alles dabei was das Herz des Nerds und Weltuntergangsfans begehren könnte.
Auch wenn Heinz Oberhummer und Werner Gruber nicht mehr mit von der Partie sind, ist das Buch immer noch sehr Astrophysik lastig. Selbst jemand der die Sience-Pasters seit Jahren nicht mehr verfolgt findet rasch wieder rein in die altbekannte und bewährte Mischung aus unnützen Wissen, fundierte Wissenschaft und österreichischen Humor.
Lediglich die Politikbezüge empfand ich teils etwas too much. Ein Leser der mit der österreichischen Innenpolitik der letzten Jahre nicht vertraut ist, wird sich sicherlich ein paar Mal am Kopf kratzen, weil er die Anspielungen nicht verstehen kann. Oder diese einfach überlesen. Auch wenn Jugendliche in ein paar Jahren das Buch lesen, werden sie oftmals nur Bahnhof verstehen. Ich kenne das noch aus meiner Kindheit und fand es immer seltsam, wenn ein Buch durch sowas outdated wirkt.
Unheimlicher Auftakt einer Reihe
Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad von Kristina Ohlsson
Am Buchrücken wird bereits Werbung für Band 2 gemacht. „Sternengrab“ heißt dieser. Auch wenn „Flammenrad“ als in sich geschlossenes Abenteuer konzipiert ist, hätte ich durchaus Lust auf Band 2. Mein Neffe auch.
Streckenweise erinnert Kristina Ohlssons Roman an Stephen King. Ein mysteriöser Fremder, ein geheimnisvolles Riesenrad, ein abgeschnittener, kleiner, unheimlicher Ort, an dem die Geschichte spielt…
Ohlsson setzt in ihrem Buch auf psychologischen Horror.
Das durchaus effektiv. Es gibt allerdings eine Szene, die für sensible Kinder und jugendliche eventuell nicht geeignet ist. Die in der die Großmutter von brennenden Babys im Zusammenhang mit dem Riesenrad spricht.
Probleme wie Scheidung, Arbeitslosigkeit, ein neues Baby, Geldsorgen und sogar Demenz werden durchaus kindgerecht erzählt. Ja, das Buch ist gruselig, aber viele Kinder mögen sowas. Und ich muss zugegeben, dass die Wolfgang und Heike Hohlbein-Bücher die ich und meine Freunde als Kinder gelesen haben, streckenweise brutaler waren.
Die Spannung ist hoch, daher können sich auch ältere Leser unterhalten fühlen. Für Leute die gruselige Kurzgeschichten und Creepypasta mögen eine Empfehlung. Auch für Kinder ab 12, die gerne unheimliche Geschichten lesen.
Nicht nur für Weltraum-Nerds
Wo die Zukunft der Raumfahrt beginnt von Anika Mehlis
Was sind eigentlich Analog-Astronauten? Für alle die das, wie ich, noch nicht wissen, ist das Buch ein Augenöffner.
Einerseits bietet es einen guten Einblick Stand der bemannten Raumfahrt. So erfährt man woran bemannte Mars-Missionen technisch noch scheitern würden. Aber auch, wie sie ablaufen müssten.
Das hat das Herz meines inneren Nerd-Kindes gleich mal höher schlagen lassen.
Richtig intensiv und faszinierend fand ich auch die Beschreibung der Missionen. Das Buch bietet einen realistischen Einblick in den harten, beengten Arbeitsalltag während einer Mission, das aufeinanderpicken, den Schlafmangel, das ständige beobachtet werden, die Isolation. Durch die offene, ehrlichen Einblick in die Gefühlswelt der Autorin bekam das ganze eine ganz andere Dimension und fühlte sich sehr real an. Immer wieder zeigt die Autorin auch, was so eine extrem-Situation mit einem macht. Und auch in welches Loch man danach fällt.
Zwischendurch hatte das Buch in meinen Augen auch ein paar Längen. Die lange und breite Beschreibung der Aufnahmetests, der Gala-Dinner usw. hat mich nur mäßig interessiert. Aber andere Leser, vor allem solche, die auch selbst Analog-Astronauten werden wollen, können sicher davon profitieren.
Inspirierend ist das Buch auch im Teambuilding und Coaching Umfeld. Das Growth-Mindset der Autorin finde ich beeindruckend. Da kann ich mir sicher noch eine Scheibe davon abschneiden.
Das Buch macht Lust mehr in die Thematik reinzuschnuppern. „Carrying the fire“ von Michael Collins hab ich als Lesetipp schon notiert. Einen Punkt Abzug gibt es, da das Buch auch Längen hat und beim Lesen manchmal mühsam ist. Dennoch eine Bereicherung.
Böser Roman mit Sogwirkung
Schwanentage von Zhang Yueran
Die Geschichte spielt innerhalb weniger Tage. Tage nach denen nichts so sein wird zuvor.
Alles beginnt mit einer versuchten Entführung. Yu Ling, eine Frau die jede Minute ihres Lebens zu Geld macht und in einem fremden Haus, unter Fremden, lebt und arbeitet, plant ein neues Leben. Ein anderes Leben.
Eines das ihr gehört, in dem sie tun und lassen kann was sie will. Aber will sie das überhaupt?
Auch wenn Yu Ling im Zentrum der Geschichte steht, werde ich aus ihr nicht schlau. Mit einer stoischen Gleichgültigkeit scheint sie vieles einfach nur hinzunehmen. Mitunter wirkt sie naiv. Ihre Motive bleiben rätselhaft. Während die anderen Figure im Roman, abgesehen von dem kleinen Jungen, auf ihren eigenen Vorteil aus sind, lügen und betrügen, macht Yu Ling Dinge scheinbar ohne Eigennutz.
Dadurch wirkt sie wie ein Fremdkörper in einer Gesellschaft durchzogen von Korruption und Ungerechtigkeit. Dass ihr ständig Unrecht widerfährt scheint sie nicht oder kaum zu korrumpieren.
Zhang Yueran schafft es durch interessante Beobachtungen und Sätze das Leben auf dem Haltegleis einer Hausangestellten zu beschreiben. Ihre Überlegungen zum Thema Backofen waren erhellend.
Die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung die ich nicht erwartet habe. Unerwartete Figuren treten auf, es gibt auch Momente die man als beißende Satire auf Chinas Klassimus betrachten kann. Auch Yu Lings teilweise sehr böse Bemerkungen und Gedanken bieten viel Potential zum schmunzeln. Wobei einem doch auch des öfteren das Lachen im Halse stecken bleibt.
Der Schreibstil ist flüssig. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages fertig gelesen. Das Ende hat mich unbefriedigt zurückgelassen. Ich habe es aber auch erst am nächsten Tag kapiert. Denke ich..
Was wirklich wichtig ist...
Was wäre, wenn ... von Sabine Bohlmann
Vor ein paar Jahren veröffentliche der österreichische Sänger Chris Steger seinen Song „Leicht kennt ma's hom“. Für seine, durchaus naive, Botschaft musste er damals einiges an Kritik einstecken. Das Leben ist kein Ponyhof, weitermachen.
„Was wäre wenn…“ kann man natürlich ähnliches vorwerfen.
Aber ohne Träume und Visionen wird die Welt nicht besser. Man braucht heute mehr den je einen positiven Gegenpol. Ein Kollege von mir hat aufgehört die Nachrichten zu lesen, weil er „das alles nicht mehr aufhört“. Ist vermutlich auch besser so.
„Was wäre wenn….“ ist eine Einladung zum Träumen. Der Text, der stark an „Imagine“ von John Lennon erinnert, macht Mut und lädt ein über sich selbst zu reflektieren. Dazu gibt es immer passende Bilder, die man gerne ansieht. Durch das Großformat des Buches, kommen diese auch richtig zur Geltung. Ich gestehe, ich liebe es, mich an schön gestalteten Kinderbüchern zu erfreuen. Daher passt das Buch für mich wie die Faust aufs Auge.
Nach dem Lesen und Blättern hatte ich ein gutes, positives Gefühl. Das Buch zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht und erhellte meinen Tag.
Amore im Rückspiegel
Dass es uns überhaupt gegeben hat von Marco Wanda
In „Dass es uns überhaupt gegeben hat“ erzählt Marco Wanda die Geschichte seiner Band und anderer Wegbegleiter. Man bekommt auch einen persönlichen Einblick in die Wiener-Musik Szene. Marco Wanda verneigt sich auch vor jenen, die es nicht geschafft haben. Während die Gründung und der Aufstieg der Band eher zäh erzählt wird, vermögen die Schilderungen des Schattenseins des Ruhms und des Auseinanderdriften der einzelnen Bandmitglieder zu überzeugen und auch zu berühren.
Für Fans ist das Buch ein Muss, erfährt man vieles über Marcos Liedtexte und ihre Inspirationsquellen.
Dafür dass Marco Wanda beim schreiben seiner Text ein wahrer Wortkünstler ist, wirkt das Buch auf mich teils etwas zu brav. z.B. das Gründen der Band: Nach und nach wird erzählt wie sich die einzelnen Bandmitglieder kennengelernt haben. Und über wie viele Ecken das alles ging. Für Leute die keine Fans sind, ist das eher ermüdend.
Irgendwie blieb mir der Autor nach dem Lesen eher fern. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass Marcos Wegbegleiter teils spannender sind/waren als er selbst. Mir gelang es auch nicht hinter die Kunstfigur Marco Wanda zu blicken. Er erzählt mehr über andere als über sich. Für die anderen findet er kurze, knappe Passagen, die sie beschreiben. Für sich selbst nicht. Stattdessen erfährt man wie die einzelnen Songs entstanden sind. Erfährt seine Haltung. Seine Reisen. Der Marco aus dem Buch scheint ein ewig Suchender, der sich über und zu anderen, definiert geblieben zu sein. Es scheint mir, dass der Autor das Buch zuallererst für sich selbst geschrieben hat. Der Text ist auch eine Hommage an alte Wegbegleiter und die gemeinsame Zeit zu sehen.
Was bleibt ist eine eindringliche Erzählung über das Leben in und auch außerhalb einer Band. Über Freundschaft, Verlust, Drogen und das Erwachsenwerden.
Informativer Zoo-Besuch
tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Tiere im Zoo von Inka Friese
„Tiere im Zoo“ ist nicht unser erstes Tiptoi Buch. Daher haben wir auch einen guten Vergleich zu anderen Büchern.
Die Idee ist natürlich super, die Umsetzung könnte ein wenig verbessert werden.
Das Buch ist bei den Kindern sofort eingeschlagen. Bevor ich die Datei auf den Stift laden habe können, haben sie es schon in Beschlag genommen gehabt.
Das heißt, dass das Buch sich auch ohne Stift Prima anschauen lässt.
Nutzt man den Stift erwarten einen viele Informationen, Tiergeräusche und sogar Quizze. Dadurch ist das Buch auch über Jahre interessant. Sind es anfangs noch die Tiergeräusche die man entdecken möchte, werden später sicher die Hörspiele und Quizze spannender. Außerdem findet man im Buch einige Tiere die ich selbst gar nicht gekannt habe.
Was mir nicht gefallen hat: Selbst ich als Erwachsener habe mich teilweise mit den Tippen schwer getan. Es ist nicht immer ersichtlich, wann man gesprochene Informationen und wann Tiergeräusche erhält. Oft muss man zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses mehrfach draufdrücken. Das ist auch für kleine Kinder frustrierend. Zudem hätte ich mir mehr Lieder gewünscht und uns hat das Zoo-Lied auch nicht wirklich gefallen. Mein Kleiner war eher begeistert vom Titellied und hat es ständig angehört.
Das ist natürlich jammern auf hohem Niveau. Hätte ich keine Vergleiche mit anderen Tiptoi Büchern, würde ich diese Punkte sicherlich nicht so stark bemängeln. Obwohl das Buch toll geworden ist, glaube ich, dass ein bisschen mehr drinnen gewesen wäre. Wobei das Buch bei den Kindern aber besser ankommt als unser Tiptoi-Wimmelbuch
Witzige Wissensvermittlung
Das Lexikon gruseliger Tiere von Philip Bunting
Sachbücher für Kinder sind eine eigene Kunst. Allein die Auswahl der Stichpunkte, die es ins Buch schaffen, ist nicht leicht. Was ist wichtig? Was ist interessant genug?
Das Lexikon der gruseligen Tiere kommt gruselig daher. Das Cover stimmt den Betrachter schon ein wenig auf Halloween ein.
Inhaltlich bietet es vor allem Angeberwissen – sogenanntes unnützes Wissen.
Genau die Dinge, die Kindern im Gedächtnis bleiben, weil sie einen Wow-Effekt haben. Dazu kommen scherzhafte, oft absurde Bemerkungen, wie „Hat schon als Kleinkind Kampfsport trainiert“ oder „Der beste Staubsauger von Mutter Natur“.
Leider stimmen nicht alle Fakten. z.B. ist die Aussage, dass wir 60% unserer Gene mit Bananen teilen falsch. Tatsächlich haben etwa 60% unsere Gene ein Gegenstück im Bananengenom. Das ist etwas anderes.
Der Text ist gut ansonsten gut aufbereitet. Für Größenangaben werden regelmäßig Alltagsgegenstände zum Vergleich herangezogen. Der Autor wendet sich direkt an die Leser, wodurch der Stil sehr kindgerecht und keineswegs trocken ist. Layout und Bilder gefallen uns ebenfalls: Die Zeichnungen sind klasse, und die liebevollen Details machen Spaß.
Fazit: Das Lexikon der gruseligen Tiere bietet humorvolle Wissensvermittlung. Der Humor steht eindeutig im Vordergrund, da darf auch ruhig ein wenig Quatsch im Buch vorkommen. Auch Erwachsene können mit dem Buch Spaß haben und Neues lernen.











