Kunden em pfehlungen
Rezensionen von C.P.:
Spannende Fortsetzung
Die Affäre Alaska Sanders von Joël Dicker
Es ist schon ein Weilchen her, dass ich „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ gelesen habe, aber zum Glück habe ich erst vor kurzem die Serie gesehen und so war mir der allgemeine Inhalt noch ganz gut in Erinnerung, als ich das Hörbuch zu Alaska Sanders begann.
In die Geschichte habe ich relativ schnell reingefunden, was auch daran liegt, dass Alaska Sanders ebenso aufgebaut und geschrieben ist wie Harry Quebert.
Und an der Stelle einmal vorweggreifend meine einzige Kritik, die ich an diesem Werk äußern kann: Harry Quebert hat mich total eingesogen, war neu und spannend zu entdecken. Und all dies war auch Alaska Sanders, aber es ähnelte dem Vorgänger einfach ein bisschen zu sehr. Ich hoffe, dass dies bei weiteren Büchern des Autors nicht auch so wirken wird, aber es ähnelte arg einer zurechtgeschnittenen Schablone, die schon einmal wunderbar funktioniert hat und die man nun erneut rausholt.
Dennoch hat mich die Geschichte total eingesogen und ich konnte mich einfach in ihr verlieren. Die Handlung ist wie von Joel Dicker gewohnt sehr komplex. Auf unterschiedlichen Zeitsträngen entfalten sich unterschiedliche Geschichten, zum einen die von Alaska Sanders, aber auch von anderen Figuren. Man wird als Leser:in nicht gleich zu Beginn mit allen Ebenen konfrontiert, aber je tiefer man in die Geschichte eintaucht, umso mehr einzelne Fäden an Handlungen hält man in der Hand. Es klingt etwas überfordernd, aber beim Lesen fällt eigentlich überhaupt nicht auf, auf wie vielen Ebenen Joel Dicker seine Leserschaft hinführt. Und erst zum Ende hin kommen alle Fäden in einen gemeinsamen Strang und dies so gut geschrieben, dass es kein loses Ende eines Fadens gibt, sondern alle Irrungen und Wirrungen aufgeklärt werden.
Marcus Goldberg trifft in diesem Band erneut auf Perry Gahalowood und die Beziehung der beiden fand ich wirklich sehr gut geschrieben und beschrieben.
Generell finde ich Joel Dickers Art, die Beziehungsgeflechte einzelner Personen zu gestalten, ganz toll.
Das Buch kann durchaus als alleinstehendes Werk gelesen werden, empfehlen würde ich dies jedoch auf keinen Fall. Zum einen, weil die anderen Bücher von Joel Dicker einfach wunderbar sind, zum anderen aber, weil es schon Querverweise und Anspielungen auf Harry Quebert und „Die Geschichte der Baltimores“ gibt. Gerade, wenn man Harry Quebert nicht gelesen hat, werden kürzere Erzählstränge wenig Sinn ergeben, obwohl Joel Dicker immer wieder erklärend eingreift und wohl dosierte Informationen als Erinnerungsstütze gibt.
Wie bereits erwähnt habe ich das Hörbuch gehört und es war ein absoluter Genuss. Torben Kessler, der bereits die anderen Werke von Joel Dicker vertont hat, hat auch hier wieder ganze Arbeit geleistet.
Generell hatte ich (wieder einmal) eine fantastische Lesezeit beziehungsweise Hörzeit. Aber das Buch muss in meinen Augen auch eher in einem Rutsch gelesen werden. Hätte ich das Hörbuch für längere Zeit pausiert, hätte ich wirklich schwer wieder in die Geschichte rein gefunden. Für die gemütlicher werdende Jahreszeit ist es also genau das richtige.
Ein Buch, das nachhallt
Sylter Welle von Max Richard Leßmann
Seit längerer Zeit schon hat mich kein Buch so sehr berührt wie dieses. Und hätte ich das Buch nicht gehört, sondern als Printausgabe gelesen, hätte ich mir das erste Mal wirklich gerne mit Page Markern einzelne Sätze und Passagen markiert. Vielleicht werde ich das auch noch machen, denn „Sylter Welle“ ist definitiv ein Roman, den ich mehrfach erleben möchte.
Ich mag den Satz „Familie kann man sich nicht aussuchen“ eigentlich nicht. Ich bin der Meinung, dass jede:r für sich selbst definieren kann, wen man zur eigenen Familie zählt. Nicht jeder hat eine blutsverwandte Familie, manche Familien bestehen aus Freund:innen. Ich selber habe das große Glück, eine ganz wunderbare Familie zu haben und noch größeres Glück, zwei Omas zu haben, die mir immerhin Geschichten über meinen jeweiligen Opa erzählen können und uns Enkelkinder immer nach Strich und Faden verwöhnt haben. Denn meine Omas leisteten sich auch Dinge für ihre Enkelkinder, die sie ihren eigenen Kindern niemals erlaubt hätten.
Deswegen trafen Max Richard Leßmanns Worte so häufig einen sensiblen Punkt in mir. Die Schilderungen aus Max Leben mit seinen Großeltern, den gemeinsamen Erlebnissen, der Freude, Trauer und Urlaube (auf Sylt) wurden unfassbar atmosphärisch und prosaisch eingefangen. Der Schreibstil dabei einfach so treffend beschreibend und bildhaft. Ich habe – Schande über mich – erst durch das Buch gelernt, dass Max Richard Leßmann jeden Tag Gedichte auf Instagram postet und bin totaler Fan geworden.
Auch wenn Oma Lore und Opa Ludwig nur minimalste Gemeinsamkeiten mit meinen Omas haben, so musste ich doch viel an sie denken und habe durchaus Parallelen gesehen. Parallelen, die eine gemeinsame Generation eint.
Von den Kindheitserinnerungen an die Zeit mit den Großeltern, damals, als die Welt noch so weit war, hin zur Akzeptanz, dass Großeltern eigenständige Personen mit Fehlern sind, die man als Kind doch gerne zu sehr romantisiert hatte. Und hin zum Verständnis, dass auch Großeltern altern und es einen Wendepunkt gibt, an dem die Fürsorge der Großeltern zur Fürsorge um die Großeltern mutiert. Es mag daran liegen, dass Max Richard Leßmann etwa so alt ist wie ich, aber ich habe sehr viele meiner Gedanken aus seinen Zeilen lesen können. Mich haben so viele seiner Sätze tief berührt, mich abschweifen lassen zu meinen eigenen Erinnerungen, meine Gedanken hin zu meinen Omas gelenkt und den Wunsch immer stärker werden lassen, beide einfach zu umarmen und festzuhalten.
Es ist eine Hommage an die Großeltern, sehr ehrlich, nicht verklärend, einfach menschlich.
Und dann ist da natürlich auch noch Sylt. Eine Insel, die ich auch ins Herz geschlossen habe. Und auch wenn ich meist einen Bogen um Westerland mache, so musste ich doch jedes Mal schmunzeln, wenn Orte erwähnt wurden, die natürlich jede:r im Sylt-Urlaub abklappert. Wobei Sylt hier tatsächlich eine untergeordnete Rolle spielt, dennoch kommt die Geschichte immer wieder zu diesem Ort zurück.
Ich habe das Hörbuch gehört, das vom Autor selber gesprochen wurde – und bin absolut begeistert. Falls die Ideen zu Gedichten mal ausgehen sollten oder ein zweites Buch nicht umgesetzt werden sollte, ich würde liebend gern noch mehr Hörbücher eingesprochen von Max Richard Leßmann hören. Am liebsten aber natürlich ein weiteres Werk von ihm selber.
Da ich gesehen habe, dass der Autor auf Lesereise gehen wird, spiele ich sehr mit dem Gedanken, meine Omas zu schnappen und hinzugehen.
Ich kann das Buch absolut empfehlen. Und die Frage, ob man seine Verwandten auch dann lieben würde, wenn man nicht mit ihnen verwandt wäre, kann ich zumindest glücklicher Weise mit einem klaren Ja beantworten.
Wichtiges Thema toll umgesetzt, leider mit einigen Schwachstellen
Für jede Liebe ein Problem von Anita Kelly
Bücher mit nonbinären Protagonist:innen sind wahnsinnig wichtig und ich finde es unheimlich toll, dass endlich mehr und mehr Verlage sich öffnen und immer mehr Bücher mit diversen Personen publiziert werden und Sichtbarkeit erlangen.
Und ich finde es furchtbar, dass an dieser Stelle ein „aber“ kommt.
Aber ich hätte mir vom Verlag eine kurze Einführung gewünscht. Vielleicht ist diese im Print-Buch vorhanden, ich habe das Hörbuch über Spotify gehört und da war dies leider nicht der Fall. Ich hatte in der Uni bereits Berührungspunkte mit nonbinären Personen, doch wenn, dann wurden meist englische Pronomen verwendet. Da ich mit sehr wenig Vorwissen in die Geschichte stolperte, war ich anfangs immens verwirrt, als im Hörbuch die eingedeutschten Pronomen dey und demm genutzt wurden. Ohne visuelle Hilfe, rein auditiv fand ich es verwirrend und musste erst einmal Google benutzen. Was ein Pluspunkt für mich ist, nun bin ich dadurch zum Glück noch ein Stückchen versierter geworden, aber eine wirklich knappe Erläuterung zu Beginn des Buches hätte dem Ganzen vorbeugen können. Dies aber nur am Rande, meine eigene Unwissenheit darf natürlich keinen Einfluss auf die Bewertung haben. Ich verstehe aber nicht, wieso nicht von Anfang an die viel geläufigeren englischen Pronomen genutzt wurden.
Ich habe das Hörbuch bereits vor ein paar Tagen beendet und selbst nach so kurzer Zeit ist leider wirklich wenig von der Geschichte hängen geblieben.
Ich fand die Charaktere nicht unsympathisch, nur leider etwas zu blass. Was erstaunlich ist, da die Geschichte selbst sich ausschließlich um die beiden Hauptcharaktere London und Dahlia dreht und den Leser:innen durch innere Monologe extrem viel über die Personen schon verraten wird. Mit der Gefühlswelt der Hauptcharaktere wird sich permanent auseinandergesetzt und doch blieben sie mir etwas zu farblos. Irgendwie hatten sie bis auf die Gefühle für den jeweils anderen wenig, was ihnen Tiefe gegeben hätte.
Wirklich gut gefallen hat mir aber die Beschreibung der Gerichte, viele konnte ich echt bildlich vor mir sehen und hatte schon fast den Geschmack beim Lesen im Mund. Nur die eigentliche Koch-Show kam etwas unter, hier hätte ich mir ein paar detailliertere Szenen gewünscht. Manche Konflikte wurden auch sehr aufgebaut und dann in ein paar Sätzen am Ende abgehandelt, wie zum Beispiel Dahlias Verhältnis zu ihrer Mutter.
Auf der anderen Seite aber zog sich dann die Handlung in anderen Szenen wieder schier endlos in die Länge. Irgendwie wirkt die Geschichte im Nachhinein nicht ganz ausgewogen was die Länge einzelner Handlungen betrifft.
Um aber mit etwas zu enden, was mir unheimlich gut gefallen hat: Der Umgang von London und Dahlia miteinander war echt zuckersüß und gefiel selbst mir, die ich doch eine kleine Apathie allem allzu romantischem gegenüber hege.
Flache Geschichte, Verwendung eines problematischen Ausdrucks
Secrets of the Campbell Sisters, Band 1 - April & May. Der Skandal von Lyla Payne
Ich habe in den letzten Wochen so viele Hörbücher gehört, die mir weniger gut gefallen haben, so dass ich einfach ein kurzweiliges (Hör-)Buch zum Wohlfühlen gebraucht habe. Und da mir Bridgerton als Serie so gut gefallen hat und etliche Rezensionen diese immer wieder erwähnten, war ich ganz gespannt auf die Geschichte der Campbell Schwestern.
Der Klappentext klang nach einem netten Regency Romance Buch für Zwischendurch.
Die gesamte Geschichte fand ich einfach unfassbar unspannend. Das große Geheimnis über den Skandal ist sowas von offensichtlich und um ehrlich zu sein ist einfach jegliche Handlung absolut vorhersehbar. Klar, ich wollte ein Buch für Zwischendurch, bei dem ich gut abschalten kann. Aber hier musste man ja nicht einmal nachdenken oder Konzentration aufbringen, um am Ball zu bleiben.
Die Charaktere sind unglaublich in schwarz und weiß gehalten. Wer böse ist, ist böse und gemein. Und wer gut ist, ist nett, süß und wunderschön. Dementsprechend flach ist nicht nur die Geschichte, die Charaktere sind auch nicht alle besonders gut aufgebaut. Einzig April und May wurden etwas besser herausgearbeitet, May aber noch deutlich schlechter als ihre Schwester. Doch auch April ist eine 0815-Protagonistin, die wenig spannendes zu bieten hat und über den Verlauf des Buches etwas farblos bleibt.
Gestreckt wird die Handlung dann auf 384 Seiten beziehungsweise etwas über 10 Stunden Hörbuch, doch hätte der Plot eigentlich auf 50 Seiten eingedampft werden können. Das hat die Autorin wohl auch gemerkt, denn viele Seiten werden gefüllt mir Wiederholungen. Nicht nur von vorangegangenen Handlungen, nein, manchmal wiederholen sich Formulierungen oder Charaktere werden aufgefordert, nochmals etwas zu erzählen, was erst vor ein paar Seiten passierte.
Das Buch fühlte sich so an, als ob die Autorin einfach nur ganz schnell auf den Zug aufspringen wollte, um möglichst viel von der Bridgerton-Welle mitnehmen zu können. Dabei wurde nur leider vergessen, dass dafür auch eine halbwegs spannende Geschichte vonnöten wäre.
Ich fand das Buch also ohnehin nicht so pralle, aber für 3 Sterne hätte es definitiv noch gereicht. Eine so drastische Reduzierung der Bewertung hat noch einen ganz anderen Grund:
Der Ausdruck „Jedem das Seine“ geht überhaupt nicht in lektorierten Büchern. Ich bin fassungslos, dass ein Verlag wie Ravensburger diesen Ausdruck so stehengelassen hat. Da ich nur das Hörbuch gehört habe, kann ich natürlich nicht sagen, ob dies im Buch eventuell eingeordnet wird durch die Verwendung einer Fußnote oder einer vorherigen Erklärung zu Beginn des Buches. Ich gehe davon jedoch nicht aus. Dieses Buch wurde übersetzt, lektoriert, verlegt und als Hörbuch eingesprochen und an keiner einzigen Stelle wurde auf diesen Ausdruck hingewiesen?
Als kurze Erläuterung für diejenigen, die ihn nicht einzuordnen wissen folgend, warum ich diesen Ausdruck als problematisch empfinde: Über dem Eingang zum KZ Buchenwald stand eben dieser Ausdruck und ich persönlich versuche mein möglichstes, um eben jene belasteten Ausdrücke aus meinem Sprachgebrauch zu verbannen. Eine Aufklärung und öffentlicher beziehungsweise gesellschaftlicher Diskurs sind ungemein wichtig, auch die Diskussion über die Weiterverwendung des Ausdrucks finde ich angebracht. Aber in einem solchen Buch empfinde ich ihn als absolut fehl am Platz.
Empfehlen kann ich das Buch definitiv nicht, wer sich eine eigene Meinung bilden will, dem kann ich nur empfehlen, das Buch kostenlos auf Spotify zu hören.
Sehr interessante Perspektiven
Die Sache mit dem Wald von Sven Herzog
Ich bin bei diesem Buch sehr hin- und hergerissen.
Was mir unheimlich gut gefiel, ist der sehr wissenschaftliche Ansatz. Ein umfassendes Quellenverzeichnis ist am Ende abgedruckt, so dass sich auch über das Buch hinaus noch weiter informiert werden kann. Das fand ich sehr gut, vor allem, weil ich dies bei vielen Sachbüchern in letzter Zeit bemängelt habe.
Doch von einem Autoren wie Sven Herzog, der als Arzt praktizierte und seit Jahren Dozent für Wildökologie und Jagdwirtschaft tätig ist, habe ich auch nichts anderes erwartet.
In acht Kapiteln, die jeweils in kurze Unterkapitel unterteilt sind, erfährt man als Leser:in wirklich viel über den Wald. Und an meiner Stelle auch einfach viel Neues. Die kurzen Unterkapitel gefielen mir gut, generell kam ich gut mit dem Buch zurecht. Immer mal wieder wird der Text aufgelockert durch zum Thema passende Bilder, so dass man nicht auf einen reinen Textblock starrte.
Aber wirklich viele Äußerungen des Autors stoßen mir sauer auf. Bei Windkraftanlagen im Wald führt er nicht das Argument als erstes an, dass auch ich als bedenklich einstufen würde. Nämlich die Kollisionsgefahr von Vögeln, die in einem Wald doch höher sein kann als auf einer freien Fläche, die landwirtschaftlich genutzt wird. Auch die Auswirkungen auf andere Tiere, die im Wald beheimatet sind, können noch nicht abgeschätzt werden. Dies sind tatsächlich Argumente, die auch ich in einer Diskussion aufwerfen würde. Aber der erste Aspekt, der vom Autor als Argument gegen Windkraftanlagen in Wäldern genannt wird ist: die Ästhetik. Natürlich, ich finde es auch wunderbar befreiend und schön, meinen Blick beim Wandern über schier endlos scheinende Wälder schweifen zu lassen. Aber bei der Frage Landschaftsästhetik vs Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen fällt mir eine Antwort wirklich leicht.
Auch die Jagddiskussion wird erneut hervorgeholt. Ja, es war wirklich super interessant, andere Perspektiven kennenzulernen und generell etwas über die wirtschaftliche Nutzung von Waldflächen zu erfahren. Aber aus meiner kleinlichen Weltsicht heraus kann ich nur sagen, dass ich die Argumente für die Jagd, die über die Hege und Pflege hinausgehen, einfach lächerlich finde.
Auf der anderen Seite aber sprach der Autor vieles an, was mir bisher nicht bewusst war, er weckte an vielen Stellen meine Neugier und gab interessante Denkanstöße. Das Thema Wald ist so viel komplexer, als ich es selber in meiner sehr romantisierten Vorstellung gedacht habe.
Ich runde auf auf 4 Sterne. Ich fand den Exkurs dennoch unheimlich spannend und konnte viel für mich mitnehmen. Leider ist meine Rezension so schwankend wie meine innerliche "Zerrissenheit". Ich kann an der Stelle nur dazu raten, das Buch selber zu lesen!
Mir bluten noch immer die Ohren
The Darkest Gold – Die Gefangene von Raven Kennedy
Das war das schlechteste Buch, das ich dieses Jahr bisher gelesen habe und auch eins der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Und ich habe in letzter Zeit wirklich viele nicht gute Bücher gelesen, Leserausch-Phase sei Dank.
Es gibt einfach so viel, was mir an diesem Buch nicht gefällt.
Es wird also mal wieder Zeit für einen guten, alten Rant. Man möge mir die Ironie an der ein oder anderen Stelle bitte verzeihen.
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Die Sprache ist wirklich eine Katastrophe. Ich mag einen derben und vulgären Sprachstil voller Beleidigungen nicht, ich habe einfach eine absolute Abneigung gegen fast jedes Wort in diesem Buch entwickelt. Vielleicht war es noch ein Ticken schlimmer, weil ich das Hörbuch gehört habe und so nicht einfach die Augen schnell verschließen konnte. Vielleicht aber auch besser so, mir bluten noch immer die Ohren. Würden mir die Augen bluten, könnte ich nicht gleich das nächste – und definitiv bessere – Buch beginnen, denn von Hörbüchern brauche ich jetzt erstmal eine Pause.
Während wild mit Beleidigungen aller Arten durch die Gegend geworfen wird, versucht die Autorin sich phasenweise an einem fast poetischen Schreibstil, der vollkommen deplatziert wirkte.
Aber der Schreibstil ist nicht das Schlimmste an diesem Buch. Es sind auch nicht die Charaktere – obwohl die allesamt furchtbar sind, denn der Plot ist mit Abstand das schlechteste an diesem Buch. Oder um es anders zu formulieren: die Abwesenheit des Plots ist das schlechteste an diesem Buch. Es passiert einfach nichts. Und dann gefühlt alles auf den letzten 50 Seiten. Das gesamte Buch hätte handlungstechnisch eingedampft werden können auf 100 Seiten, denn es passieren auf den ersten 300 (von 400!) Seiten eigentlich immer nur zwei Dinge: Auren jammert oder Auren himmelt Midas an. Naja, und ab und an kippt sich Auren ein bisschen Wein hinter die Binde.
Es gibt kein nennenswertes World Building, die gesamte Handlung hätte auch im Winter in meinem Innenhof spielen können. Man erfährt einfach nichts über die Welt, außer ein oder zwei Brotkrumen und die sollen die Leser:innen bei der Stange halten?!
Wenn schon die Handlung langsam abläuft, hätte die Autorin wenigstens die Welt gescheit aufbauen können.
Plot-technisch gab es dann noch weitere Punkte, die ich einfach schlecht fand. Stockholm-Syndrom kann man sich bei dem Klappentext ja fast denken, aber dass es so schlimm werden würde, hatte ich nicht erwartet. Und dabei bekommt man als Leser:in von Midas fast gar nichts mit.
Wie schon (ganz dezent) angedeutet, waren auch die Charaktere nicht so die Wucht. Midas kommt irgendwie nur sehr am Rande vor, die Geschichte fokussiert sich ganz auf Auren und wird auch aus ihrer Perspektive erzählt. Ich-Perspektiven finde ich per se nicht schlecht, aber hier verstärkte es nur mehr und mehr meine Antipathie für Auren. Meine Güte, die Charakterentwicklung war mal so dermaßen langsam. An sich finde ich es toll, wenn Charaktere sich erst langsam entfalten und Kräfte entdecken, ich mag die überzeichneten Alleskönner:innen nicht. Es wäre also eigentlich eine tolle Ausgangslage mit Auren gewesen. Aber sie ist so unfassbar naiv, blind und duselig (wahrscheinlich von dem ganzen Wein, den sie in sich reinschüttet).
Viele Szenen sind sehr explizit geschrieben. Mich haben sie eigentlich alle nur abgestoßen und das ist irgendwie schade. Es schimmert vieles durch, was echt Potential gehabt hätte. Denn in Aurens Welt sind Frauen nur wenig wert, es ist ein Patriachat, als wäre es aus Alpträumen entstanden. Frauen werden degradiert, misshandelt, vergewaltigt und ihnen wird kein Wert beigemessen. Aber statt aufzurütteln, wirkt alles so unglaublich emotionslos. Ich vermute, dass vieles schocken sollte, aber Schock stellte sich nicht ein, nur Abscheu. Es geht unterschwellig viel um toxische Beziehungen, aber auch hier wird weiterhin Potential verschenkt. Es wirkt wie viele lose Enden, die aufgebaut wurden, aber deren Weg nicht weiter beachtet wird. Statt „Report der Magd“ ist es irgendwie ein billiger Ramsch mit verschenkten Ideen und einer furchtbaren Wortwahl.
Warum ich das Buch nicht einfach abgebrochen habe? Ich hasse es, Bücher nicht zu beenden und quäle mich lieber durch die schlechten durch. Außerdem muss der dritte Band ja wirklich der Wahnsinn sein, denn im internationalen Raum und gerade auf Goodreads überschlagen sich die Lobpreisungen ja schon fast. Da der zweite Band auch als kostenlose Version auf Spotify verfügbar ist, werde ich vielleicht noch weiter hören. Denn noch stärker als mein Wille, Bücher nicht abzubrechen, ist meine Neugier, wenn Bücher zu sehr gehypte werden.
Empfehlen kann ich das Buch definitiv nicht. Es sei denn, es gibt jemanden, der mal wieder auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen muss um zu merken, wie gut doch die guten Bücher wirklich sind.
Konnte meine (sehr hohen) Erwartungen erfüllen
Fourth Wing - Flammengeküsst von Rebecca Yarros
Das war ein wilder Ritt.
Ich bin Hype-Büchern gegenüber immer sehr skeptisch und tendiere auch eher dazu, diese Bücher letztendlich nicht gut zu finden. Ich hatte schon im Vorfeld so hohe Erwartungen an das Buch, so dass ich immer mehr die Befürchtung hatte, die Geschichte könnte diesen nie gerecht werden.
Mit vorsichtiger Neugier fing ich an zu lesen, immer im Hinterkopf behaltend, dass die meisten Hype-Bücher in den letzten Jahren einfach nichts zu für mich waren. Aber diese Vorsicht konnte ich nach den ersten hundert Seiten getrost fallen lassen. Ich weiß nicht, bei welchem Buch das als letztes passiert ist, aber meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sie wurden stellenweise sogar übertroffen.
Violet ist eine wunderbare Protagonistin gewesen. Offenherzig, loyal, witzig und mit scharfer Zunge. An sich genauso, wie ich es mir in so vielen YA und NA Büchern schon gewünscht habe. Ich mochte sie auf Anhieb und freue mich jetzt schon auf den zweiten Band.
Und auch die Nebencharaktere mochte ich, wobei viele leider zu blass waren und auch im Laufe der Geschichte wenig Tiefgang hatten. Hier erinnerte mich das Buch leider zu sehr an die Fehler, die gerade im NA Bereich in der Fantasy gemacht werden. Wenn schon viele Charaktere eingeführt werden, dann muss sich auf die Zeit genommen werden, diese vernünftig aufzubauen.
So wären auch die zwischenmenschlichen Beziehungen etwas besser zur Geltung gekommen. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich sehr viel Mühe machte, um emotionale Bindungen entstehen zu lassen, ruhte sich dann aber im Laufe der Geschichte zu sehr darauf aus. Erste, zarte Bande waren auf jeden Fall spürbar zwischen Violet und ihren Freunden, aber es blieb über das gesamte Buch hinweg einfach zu flach.
Nur die Beziehung zwischen Menschen und Drachen fand ich besser dargestellt, doch auch hier sind eine Menge Fragen offen.
Denn so gut ich die Geschichte auch fand, sie hat doch auch einige Schwächen. Zum einen fand ich das World Building nicht ganz so zufriedenstellend. Ich mag es eher im Sanderson-Stil: Gib mir die volle Dröhnung, damit ich mir ganz genau vorstellen kann, wie die Welt aussehen soll und wie die Magiesysteme funktionieren. 50 oder 100 Seiten mehr hätten dem Buch nicht geschadet. Ich möchte so viele Fragen noch beantwortet haben und hoffe, dass diese in Band 2 aufgegriffen werden.
Die Atmosphäre war für mich auch nicht immer greifbar. Erst wird eine bedrohliche und gefährliche Atmosphäre im Hintergrund geschaffen, wird aber je nach Situation schnell zu kuschelig angepasst. Zum Beispiel werden die Drachen als Tod bringend und unheimlich gefährlich dargestellt, die niemals einen anderen Reiter auf ihrem Rücken dulden würden, haben sie sich erst einmal gebunden. Mitten im Gefecht ist davon aber plötzlich keine Rede mehr. Außerdem sterben Charaktere wie die Fliegen. Also nicht falsch verstehen, es herrscht Krieg, es geht nicht um eine spaßige Ausbildung für Personen, die ein bisschen Schwerter schwingen sollen und genau da finde ich es gut, dass die Autorin diese Brutalität durchscheinen und Charaktere auch mal sterben lässt. Aber bei einem Großteil der Tode spürte ich einfach … nichts. Es war mir als Leserin vollkommen gleichgültig und ich finde es schade, dass hier nicht die Situationen genutzt wurden, um genau diese Bedrohlichkeit wieder in den Fokus zu rücken.
Was mich aber wirklich unheimlich geärgert hat sind die vielen Rechtschreibfehler und auch grammatikalischen Fehler. Auch wenn es die erste Auflage (mit wirklich schönem Farbschnitt ist, aber für mich ist das eher irrelevant) ist, so finde ich es immens ärgerlich, wenn ich in fast jedem Kapitel solche Fehler sehe. Ich erwarte vom dtv Verlag eigentlich eine deutlich höhere Qualität der Korrektur. Einen Einfluss auf die Bewertung hat dies für mich nicht, aber ich wollte es auch nicht unerwähnt lassen.
Band 2 habe ich mir noch während des Lesens vorbestellt und warte jetzt sehnsüchtig auf den Dezember.
Ich schwankte unheimlich zwischen 4 und 5 Sternen, denn ich fand das Buch trotz der Schwachstellen unheimlich gut. Es ist eins dieser Bücher, welches ich als Kind heimlich unter der Bettdecke mit Hilfe des Lichts meiner Taschenlampe weitergelesen hätte, nur um am nächsten Tag vollkommen übermüdet, aber glücklich, in der Schule zu sitzen. Auch wenn das Buch definitiv nichts für Kinder ist! Und da dieses Gefühl in den letzten Jahren nicht mehr viele Bücher hervorrufen konnten, muss ich an dieser Stelle einfach 5 Sterne geben.
Oberflächlich, kindisch und klischeehaft
Stealing Infinity von Alyson Noël
Wenn es bei mir im Alltag zu stressig wird, greife ich gerne auf eher seichtere Bücher zurück. Ein bisschen YA oder NA, ein bisschen Romantasy oder ein Liebesroman, einfach ein Buch, bei dem ich abschalten kann, das verzeiht, wenn ich mal eine Seite nicht zu aufmerksam gelesen habe und das mich mit etwas Glitzer, Süßem oder Rosanem einlullt.
Ich bin also mit sehr niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen und selbst die wurden unterboten.
Dabei hat mir das erste Kapitel noch so gut gefallen. Es baute unheimlich Spannung auf und war von Rainer Strecker im Hörbuch wahnsinnig toll vertont. Ich bin echt ein Fan von ihm als Synchronsprecher und hatte erwartet, dass er noch mehr Szenen im Hörbuch haben würde. Leider blieb es bei diesem einen Kapitel. Nach dem Hören des ersten Kapitels war ich begierig darauf zu erfahren, um was es sich bei etwas nebulös angedeuteten Geheimnissen handeln könnte.
Als die Geschichte schließlich umschwang auf Natasha, die Protagonistin der Geschichte, hing ich lange Zeit am Haken und wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte rund um sie weitergehen wird.
Natasha, die plötzlich aus ihrem alten Leben mehr oder weniger gerissen wird und eine neue Chance an der Grey Wolf Academy erhält, hatte anfangs echt viel Potential.
Denn an der neuen Schule, beziehungsweise dem Internat, angekommen, muss sie nicht nur in ihrer Rolle als „die Neue“ bestehen, sondern erfährt nach und nach mehr über die Akademie und ihren mysteriösen Leiter.
Potential um eine Geschichte eines jungen Mädchens, das aus sich hinauskommen, sich ihren eigenen Taten stellen und neue Freundschaften schließen muss gab es also genügend. Nicht zu vergessen das Worldbuilding um Natasha herum, denn die Themen Zeitreisen, moralische Entscheidungen, ungeklärte Geheimnisse bieten an sich auch spannende Möglichkeiten.
Letztendlich wurden Erwartungen geweckt, die einfach nicht erfüllt wurden. Denn das Einzige, wofür Natasha sich interessiert, ist eine markenfixierte Zugehörigkeit. Auf mich wirkte die geradezu aufdringliche Markenfixierung bei Klamotten wie gewollt und nicht gekonnt. Bitte nicht falsch verstehen, ich selber bin davon auch nicht frei und interessiere mich privat selber sehr für verschiedene Designer und Luxusmarken. Aber ich einer Welt, in der Zeitreisen möglich ist, Bälle vergangener Jahrhunderte besucht werden und Charaktere des vergangenen Weltgeschehens Unterhaltungen mit einem führen, gibt es doch wirklich spannendere Themen als die Marke der Schuhe. Ich habe wirklich noch nie ein so unglaublich oberflächliches Buch gelesen. Hinzu kommt dann natürlich noch das klischeehafte „oh mein Gott, ich bin so anders als all die Mädels“ was darin resultiert, dass Natasha nur rumheult, weil ihr Pulli als Neue eine andere Farbe hat als die der anderen.
Dann gibt es natürlich auch noch ganz dem Klischee entsprechend den superheißen, aber irgendwie in sich zurückgezogenen Love Interest, der sich unsterblich in die Protagonistin verliebt und eine noch viel klischeehaftere Oberzicke, die so fies und gemein ist.
Die angedeuteten Geheimnisse werden nicht aufgeklärt und ich weiß nach Beenden einfach nicht, was auf den fast 600 Seiten, beziehungsweise in meinem Fall knapp 14 Stunden Hörbuch, überhaupt passiert ist. Eine wirkliche Handlung gab es nicht, irgendwie wurden nur wirr einzelne Abenteuer aneinandergereiht. Von einem Spannungsbogen braucht man also gar nicht erst anfangen.
Ich breche grundsätzlich keine Bücher ab, aber bei diesem war ich wirklich ganz kurz davor.
Anders als erwartet, grandios geschrieben
STONE BLIND - Der Blick der Medusa von Natalie Haynes
Schon seit meiner Kindheit fasziniert mich wie so viele die griechische Mythologie. Aufgewachsen mit den Hörspielen von Dimiter Inkiow konnte ich es in der Schule gar nicht erwarten, bis der Alt-Griechisch-Unterricht in der 8. Klasse begann – und wurde dann doch sehr enttäuscht, dass sich nicht alle Texte um die Eskapaden der griechischen Götter drehten.
Die strahlenden, goldenen Götter, die alle Laster hatten, aber immer die Guten der Geschichte waren. Doch spätestens seit Madeline Millers Circe richtet sich der Blick auch mehr und mehr auf die andere Seite der Medaille. Und so zeigt auch Natalie Haynes einen weiteren Betrachtungspunkt der Geschichte rund um Medusa in diesem Buch auf.
Ich mochte das Buch und die Geschichte wirklich sehr, hatte jedoch auch ein paar Probleme während des Lesens. Erwartet hatte ich eine Geschichte mit Medusa als Protagonistin im Mittelpunkt des Geschehens. Doch schnell habe ich feststellen müssen, dass Medusa zwar in bestimmter Weise dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, viele Handlungen und Erzählungen aber weitschweifend ausholen und für kurze Zeit eher Nebenfiguren ins Rampenlicht stellen.
Aber die vielen verschiedenen Erzählstränge haben mir unheimlich gut gefallen. Teils war es selbst für mich als mittelerfahrene Leserin der griechischen Mythologie nicht immer gleich erkennbar, wie Fäden zusammenhängen. Die Verwobenheit mit der Geschichte um Andromeda zum Beispiel war mir nicht sofort klar.
Die Geschichte springt von Charakter zu Charakter und schafft es dennoch, einen roten Faden zu ziehen. Ich finde Natalie Haynes Art das Buch aufzubauen einmalig, stimmig und wirklich gut gelungen.
Es gab Kapitel, die ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Dann wieder Phasen, in denen ich nur häppchenweise gelesen habe. Für mich ist es ein Buch, das man in der richtigen Stimmung lesen muss, das auch mal ein paar Tage nicht aufgeschlagen werden muss.
Was mir jedoch etwas sauer aufgestoßen ist, sind die wirklich vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich hoffe, dass sich dies nur auf das Leseexemplar bezieht, das ich vorab lesen durfte.
Eine andere Art der Bewerbung des Buches, die nicht suggeriert, dass es eine Geschichte mit Medusa als Protagonistin sei, hätte mir besser gefallen und nicht Erwartungen geschürt, die nicht eingehalten werden konnten. Aber gleichzeitig hat mich die Art des Erzählens gleich gepackt und nicht mehr losgelassen. Von Natalie Haynes möchte ich unbedingt noch viel mehr lesen und ich freue mich jetzt schon sehr auf „A Thousand Ships – Die Heldinnen von Troja“, das im Juni erscheinen soll.
Tolle Gestaltung, kompaktes Wissen über die Welt der Pferde
Pferdeliebe und Reiterglück von Angela Waidmann
Das Sachbuch für Kinder über Pferde kam bei meinem Vorlesekind (6 Jahre) und mir unglaublich gut an.
Auf fast 200 Seiten werden die verschiedensten Dinge über und rund um Pferde kindgerecht und toll aufbereitet vorgestellt.
Die erste Hälfte des Buches dreht sich rund um grundlegendes Wissen um Pferde, wie zum Beispiel welche Gangarten es gibt oder die Sinneswahrnehmungen von Pferden, bis hin zu organisatorischen Dingen wie die Fütterung, die artgerechte Unterbringung und natürlich in einem längeren Kapitel das Reiten von Pferden und Ponys.
Die zweite Hälfte befasst sich mit den unterschiedlichen Pferderassen und -typen vom Araber zum Paint Horse.
Jede Seite ist individuell gestaltet mit Texten, Bildern, Illustrationen, Zeichnungen und Info-Boxen. Dabei sind die Seiten nicht überladen, der Text ist gut aufgespalten und die Bilder immer passend gewählt.
Der Schreibstil ist zwar erklärend, aber sehr einfach gehalten mit vielen kurzen Hauptsätzen, damit es für die Zielgruppe gut verständlich ist. Meinem Empfinden nach wurde genau der richtige Ton aus nicht zu einfache Sprache, Erklärung und vereinzelt auch Humor getroffen.
Mein Vorlesekind hatte durchaus Spaß beim Vorlesen und wollte vereinzelt auch immer mal wieder Dinge erklärt bekommen, dennoch würde ich als Lese-Alter eher ab 8 Jahren empfehlen. Zum vergnügten Durchblättern und Angucken der Bilder ist das Alter natürlich unerheblich.
Als absolutes Plus für mein Vorlesekind gab es am Ende des Buches noch einen Stickerbogen, der wirklich sehr gut ankam.
Mein pferdeverrücktes Ich in der Kindheit hätte genau so ein Buch geliebt. Und auch wenn ich dem Alter längst entwachsen bin, so hatte ich doch selbst Spaß beim Durchblättern des Buches. Mein Vorlesekind war absolut begeistert und wollte immer noch eine Seite mehr und noch eine Seite mehr vorgelesen bekommen.











