Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PucKker:
Abwechslungsreich
Schlank mit System von Dr. med. Matthias Riedl
Hier habe ich ehrlich gesagt einfach wieder zugeschlagen, um noch mehr Rezepte von Matthias Riedl zu bekommen. Mein Fokus liegt klar auf gesunder Ernährung, Schlank mit System habe ich eher als begleitendes Kochbuch mitgenommen als wegen des Abnehm-Konzepts.
Wie gewohnt sind wieder viele alltagstaugliche und gut umsetzbare Rezepte dabei.
Besonders gefreut habe ich mich über die Pfannkuchen vom Blech, den Grünkernsalat mit Brokkoli und Burrata oder die Kokospannacotta mit Mango und Maracuja. Genau solche Gerichte mag ich: unkompliziert, abwechslungsreich und trotzdem nicht langweilig.
Das 20:80-Prinzip bildet den theoretischen Rahmen, bleibt aber angenehm im Hintergrund, wenn man das Buch hauptsächlich als Rezeptsammlung nutzt. Insgesamt ist es wieder ein solides Kochbuch mit vielen Ideen für den Alltag und abwechslungsreichen sowie zuverlässigen Rezepten.
Teil 2 wieder super
Safe Space von Sarah Bestgen
Nach dem Debüt Happy End musste ich auch Safe Space unbedingt lesen. Beim ersten Buch war ich vom Schreibstil und vor allem von den ersten drei Vierteln sehr begeistert. Das Buch ist ein echter Pageturner, durchgehend spannend und richtig gut aufgebaut. Die Auflösung hat mich dann allerdings enttäuscht: Sie ging mir zu schnell, wirkte sehr filmisch und wurde am Ende mit einer langen Erklärung der „bösen Seite“ abgehandelt.
Das fühlte sich etwas zu glatt an.
Beim zweiten Band ging es mir leider ähnlich. Bestgen schafft es erneut sehr gut, einen direkt in die Situation hineinzuziehen, und es gibt einige überraschende Momente, die die Spannung hochhalten. Gerade die psychologische Ebene funktioniert lange Zeit gut. Zum Ende hin wurde es für mich aber wieder zu vorhersehbar und erneut sehr stark wie ein Film inszeniert.
Insgesamt liest sich Safe Space flüssig und spannend, vor allem stilistisch überzeugt das Buch. Für mich verliert es jedoch durch das zu geradlinige und erklärende Ende an Wirkung.
Gesund
Vegan Body Reset von Alexander Flohr
Ein hübsch gestaltetes Buch mit einer guten Mischung aus schnellen, mittleren und auch etwas aufwändigeren Gerichten. Von Frühstück bis Abendessen ist alles dabei, ebenso süße und herzhafte Rezepte.
Ich habe ein paar Dinge ausprobiert, unter anderem Pancakes und eine Smoothie Bowl – solide, aber nichts Besonderes.
Wirklich überzeugt hat mich dagegen die Maiscremesuppe, die war richtig gut.
Insgesamt ist mir persönlich der Anteil an Salaten und Eintöpfen etwas zu hoch. Das passt natürlich zum gesunden, eher bodenständigen Ansatz des Buches, trifft aber nicht ganz meinen Geschmack.
Unterm Strich ein ordentliches, alltagstaugliches Kochbuch mit klarer Ausrichtung auf gesunde, vegane Küche – optisch ansprechend und gut strukturiert, aber inhaltlich für mich nicht durchgehend spannend.
Wertvolle Rezepte
Die Gemüsebäckerei von Lina Wallentinson
Eine richtig tolle Idee! Mehr Gemüse zu verbacken oder Hülsenfrüchte direkt in Teige zu integrieren würde uns allen gut tun.
In rund 56 Rezepten finden sich Brote, Brötchen, Knäcke, Kuchen, Muffins, Waffeln, Kekse und sogar herzhafte Gerichte. Ein echtes Plus für alle, die mehr Ballaststoffe und bessere Nährwerte in ihre Ernährung bringen wollen.
Ich würde das Buch ohne Einschränkung weiterempfehlen.
Besonders begeistert haben mich die Bohnenmuffins mit Schokolade: komplett ohne Mehl und trotzdem richtig fluffig. Mit Obst kann ich mir die auch hervorragend vorstellen. Auf meiner Nachbackliste stehen außerdem die gefüllten Kürbisbrötchen mit Zimt und Kardamom, die Amaretti-Plätzchen aus Kichererbsen, die Rote-Bete-Knäcke mit Cranberry und vielleicht sogar die Kaffeeknäcke mit schwarzen Linsen oder der salzige Lakritzklitschkuchen mit Himbeeren. Die Rezepte sind wirklich außergewöhnlich und heben sich klar von klassischen Backbüchern ab.
Ich habe direkt nach weiteren Büchern der Autorin gesucht. Der Vorgänger „Back doch mal mit Bohnen“ scheint leider nicht mehr erhältlich zu sein. Das ist schade, das hätte mich ebenfalls sehr interessiert, auch wenn Bohnen hier durchaus schon ihren Platz finden.
Fantastisch
Deftig vegetarisch - Heimatküche von Anne-Katrin Weber
Nun schon das dritte Buch von Anne-Katrin Weber für mich. Deftig vegetarisch Indien und Deftig vegan Asien mag ich beide sehr, weshalb ich mich besonders auf Deftig vegetarisch Heimatküche gefreut habe. Und tatsächlich ist es für mich bisher auch das beste Buch der Reihe.
Ich habe einfach große Freude an Gerichten aus Deutschland, vor allem an solchen, die ich selbst noch gar nicht kenne.
Genau das bietet dieses Buch: viele klassische Rezepte, die man vielleicht vom Namen her kennt, oder eben noch nie gehört hat. Die Zutaten sind dabei angenehm bodenständig und überall gut zu bekommen, was ich sehr schätze.
Besonders freue ich mich auf den schwäbischen Salzkuchen, die Schwarzwurzel-Tarte mit Buchweizen, das sächsische Handbrot mit Käse oder den Ofenschlupfer. Sehr gelungen finde ich auch den beigefügten Saisonkalender sowie die klare, sinnvolle Gliederung des Buches in Alltagsglück, Ofenfreuden, Suppenwonne, Sonntagsessen, Brotzeit und Naschwerk. Am Ende gibt es außerdem ein praktisches Zutatenregister.
Insgesamt ein sehr stimmiges Kochbuch für alle, die Lust auf vegetarische Hausmannskost haben, mit viel Herz und Nähe zur heimischen Küche.
Schmeckt
Deftig vegan für jeden Tag von Anne-Katrin Weber
So langsam kann ich bei den Büchern von Anne-Katrin Weber wirklich nicht mehr mitzählen. Deftig vegetarisch Indien, deftig vegan Asien, deftig vegetarisch Heimatküche – und jetzt deftig vegan für jeden Tag. Und ja: auch dieses Buch funktioniert für mich wieder sehr gut.
Zwar findet man hier weder Süßspeisen noch Frühstücksideen, trotzdem ist das Buch vollgepackt.
Ich habe knapp 100 Rezepte gezählt, dazu zählen Toppings, Saucen, Pestos und Brühen. Die Bilder sind durchweg gelungen und machen Lust aufs Kochen.
Inhaltlich ist alles klar im deftig-herzhaften Bereich angesiedelt, eher gesund, eher bodenständig. Teilweise auch etwas „trocken“ bzw. unsoßig, was Geschmackssache ist. Beispiele wie das Buchweizenrisotto mit gebratenem Kürbis und Birne oder die Chicorée-Tarte mit Birne und Haselnüssen zeigen aber gut, wie kreativ und saisonal hier gearbeitet wird.
Die Struktur ist übersichtlich und sinnvoll:
Knuspriges aus der Pfanne, Große Suppenliebe, Pasta Basta, Sattmacher-Salate, Raffiniertes aus dem Topf und heiß Geliebtes aus dem Ofen.
Unterm Strich wieder ein sehr solides, alltagstaugliches veganes Kochbuch, das genau das liefert, was der Titel verspricht: deftig, unkompliziert und pflanzlich.
Hätte ein Magazin sein können
Doc Diessners Muskel-Code von Meike Diessner
Leider leider kann ich diesem Buch keine bessere Bewertung geben, was ich wirklich schade finde. Erhofft hatte ich mir ein tiefergehendes Verständnis für Muskeln im weiblichen Kontext. Bekommen habe ich stattdessen überwiegend sehr kurze Erklärungen, Bekanntes oder reine Faktennennungen und dazu eine große Menge an Rezepten.
Insgesamt sind es 63 Rezepte, von vegan bis sehr fleischlastig. Es gibt Frühstücksideen, Hauptgerichte und Desserts. Erfreulicherweise finden sich auch Nährwerte zu den Gerichten, Ballaststoffe fehlen aber leider. Das erste Rezept, das ich ausprobiert habe (Mangocreme mit püriertem Hüttenkäse) konnte ich ehrlich gesagt kaum essen. Das ist natürlich Geschmackssache, vielleicht funktionieren andere Rezepte besser. Grundsätzlich wirken sie alltagstauglich, aber nichts davon ist besonders innovativ oder sticht heraus.
Was mir aber wirklich gefehlt hat, ist die Theorie. Diese findet nur am Rande statt. Auf den ersten rund 48 Seiten gibt es Wissensbubbles, Übungen, ein Quiz und viele sich wiederholende Aussagen. Themen wie Akupressurmatten, Eisbadetrends oder Kollagenpulver werden jeweils in ein paar Sätzen abgehandelt. Für ein fundiertes Verständnis von Zusammenhängen, Mechanismen oder Hintergründen reicht das einfach nicht aus.
Insgesamt liest sich das Buch eher wie ein Magazin als wie ein Sachbuch. Für einen schnellen Überblick vielleicht okay, für echtes Wissen zum Thema Muskelaufbau bei Frauen leider nicht.
Kein wirklicher Durchblick
Durchblick Künstliche Intelligenz von Brian Clegg
Das Buch soll eigentlich einen Durchblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz geben, doch das gelingt leider nur bedingt. Ich hatte mir erhofft, nach der Lektüre wenigstens ein Grundverständnis davon zu haben, wie KI funktioniert, das war aber nicht der Fall. Die Erklärungen sind zwar einfach gehalten, aber nicht wirklich verständlich.
Vieles bleibt vage und kratzt nur an der Oberfläche.
Der Aufbau ist recht schlicht: Auf jeder Seite findet man eine Frage mit einer kurzen Antwort und viel Illustration. Dadurch wirkt das Buch leicht und modern, aber inhaltlich bleibt kaum etwas hängen. Von den rund 160 Seiten geht gefühlt die Hälfte für Bilder drauf. Diese sehen zwar schön aus, können den fehlenden Tiefgang aber nicht auffangen.
Clegg schafft es nicht, komplexe Sachverhalte greifbar zu machen. Statt echte Erklärungen zu liefern, stellt er immer neue Fragen, die man sich beim Lesen gar nicht unbedingt stellt. Die Kürze der Texte lässt außerdem keine wirkliche Tiefe zu.
Insgesamt: wirklich hübsch gestaltet, schnell gelesen, aber ohne tiefgehenden Erkenntnisgewinn. Wer wirklich verstehen will, was hinter KI steckt, wird hier enttäuscht.
Guter Überblick
Das Psyche-Darm-Paradox von Dr. med. Matthias Riedl
Ich muss ja zugeben: Ich bin bei Matthias Riedl Wiederholungstäterin. Die gesamte Medical-Cuisine-Reihe mag ich sehr und ich habe auch einige andere Bücher von ihm gelesen, unter anderem „Iss deine Psyche gesund“. Dieses Buch hier ist im Grunde die theoretische Ergänzung dazu, denn Rezepte gibt es hier keine.
Im Fokus steht die Verbindung zwischen Darm und Gehirn und die Frage, wie wir uns möglichst „artgerecht“ ernähren sollten. Das ist gut verständlich aufbereitet und insgesamt auch schlüssig. Im Vergleich zum Kochbuch geht es allerdings weniger tief ins Detail, was einzelne Lebensmittel und ihren konkreten Einfluss auf die Psyche angeht. Das blieb für mich vergleichen mit „Iss deine Psyche gesund“.
Zudem werden viele Zusammenhänge zwischen Ernährungsweisen und psychischen Erkrankungen aufgezeigt, meist auf Basis von Korrelationen. Kausale Zusammenhänge lassen sich nur selten belegen. Da liegen für mich auch die Grenzen des Buches.
Trotzdem ist es ein solides, gut lesbares Sachbuch, das einen guten Überblick gibt und zum Nachdenken über die eigene Ernährung anregt.
Mental Road am Rande
Freier Kopf statt Mental Load - Ihr Weg zu mehr Klarheit und mentaler Stärke von Sara Pierbattisti-Spira; Prof. Dr. Katharina Wick
Ich bin mit der Erwartung an Freier Kopf statt Mental Load gegangen, wirklich etwas Substanzielles zur mentalen Last in Partnerschaften zu lesen, und wurde leider enttäuscht. Stattdessen bekommt man größtenteils die üblichen Verdächtigen: Achtsamkeit, Pareto-Prinzip, Eisenhower-Matrix, Schulz von Thun, „Nein sagen“, „Aufgaben abgeben“ und People-Pleasing stoppen.
All das mag nützlich sein, aber es ist eben nicht das Gleiche wie eine gründliche Auseinandersetzung mit Mental Load als Macht- und Verteilungsproblem.
Das Buch richtet sich offenbar vor allem an Mütter und liefert viele allgemein brauchbare Tipps zur Selbstorganisation und Stressreduktion. Wer einfache Tools, Mindset-Erinnerungen und Basics zur Priorisierung sucht, findet hier einiges zum Nachschlagen. Für mich war das aber nicht der Kern: Ich wollte wissen, wie Mental Load in Partnerschaften wirklich entsteht, wie man die Arbeit neu aushandelt, wie man Konflikte führt, wenn Aufgaben schlicht nicht fair verteilt sind. Dazu hätte ich gern tiefere Konzepte, Praxisbeispiele und Interventionen gelesen.
Stattdessen bleibt es oft bei simplen Lösungen: Delegieren, mal fünf gerade sein lassen, Wünsche äußern. Nett und ja, nötig aber eben zu kurz gedacht. Was passiert, wenn das Gegenüber nicht mitzieht? Wer managt dann das Nachmanagen? Wer trägt emotional die Mehrarbeit, obwohl formal Aufgaben „geteilt“ sind? Das sind Fragen, die in meinem Alltag relevant sind, und die beantwortet dieses Buch meiner Meinung nach nicht.
Fazit: Nützlich als Einstieg oder für Menschen, die noch keine Basisstrategien kennen. Wenn man aber eine tiefere, partnerschafts- und machtkritische Perspektive auf Mental Load erwartet, bleibt das Buch blass. Schade, denn das Thema hätte viel mehr verdient.











