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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PucKker:

Authentisch

Miss Marple von Agatha Christie; Ruth Ware; Lucy Foley; Val McDermid; Naomi Alderman; Leigh Bardugo

„Miss Marple“ hat ein echt schönes Cover und kurzweilige Kurzgeschichten. Gelesen habe ich es wegen der Autorin Leigh Bardugo, aber auch andere wie Lucy Foley waren für mich interessant. Obwohl ich mit Miss Marple zuvor nicht wirklich kannte hat das Buch trotzdem Spaß gemacht. Die zwölf Kurzgeschichten über Miss Marple sind alle recht unterhaltsam.

Einige davon sind etwas einzigartiger als andere und manche sind besser geschrieben als andere. Die Authentizität von Miss Marple gelingt den meisten auch enorm gut.
Insgesamt kann man das Buch schnell und gut lesen. Noch ein weiterer Teil mit kurzen Geschichten wäre super.

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Abwechslungsreich

Die Ernährungs-Docs – Gesund abnehmen mit der Anti-Entzündungs-Formel von Matthias Riedl; Viola Andresen; Silja Schäfer; Jörn Klasen

Von den Ernährungs-Docs und insbesondere von Matthias Riedl und Silja Schäfer kenne ich inzwischen einige Bücher. Auch dieses hier reiht sich solide ein. Enthalten sind rund 70 Rezepte, von Frühstück über Hauptgerichte bis hin zu Gebäck und Nachspeisen.

Gut gefallen hat mir die Abwechslung.

Gerade Rezepte wie veganes Espressoeis, veganer Borschtsch oder die Kürbis-Kokos-Suppe mit Wakame-Algen stechen heraus und bringen etwas Neues auf den Teller. Natürlich trifft nicht alles meinen Geschmack. Manche Gerichte sind mir etwas zu basic, etwa eine Gemüse-Pasta Arrabiata oder ein mediterraner Nudelsalat. Aber genau dadurch ist das Buch vermutlich recht zugänglich und für viele geeignet.

Insgesamt ein solides Kochbuch mit alltagstauglichen Rezepten. Würde ich weiterempfehlen.

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Anders

Gennaros Italia Mia von Gennaro Contaldo

Ein Buch, das viel Authentizität ausstrahlt, aber eher etwas für Liebhaber:innen der aufwändigen Küche ist, und für Menschen, die Fleisch essen.

Die Rezepte sind nach Regionen gegliedert (Mittelitalien, die Inseln, der Norden, der Süden) und enthalten viele Gerichte, die man so eher nicht kennt.

Verarbeitet werden Zutaten wie Schwarzkohl, Platterbsen, Hammel, ’Nduja, Arborioreis, Semola rimacinata oder Zichorie. Wer einen italienischen Supermarkt oder gute Feinkostläden in der Nähe hat, dürfte damit kein Problem haben – bei mir sind viele Zutaten leider schwer zu bekommen. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Rezepte mit Fleisch oder Fisch arbeitet. Für vegetarisch lebende Menschen ist das Buch daher eher ungeeignet.

Was mich zusätzlich stört: Trotz vieler stimmungsvoller Bilder gibt es nicht zu jedem Rezept ein eigenes Foto. Stattdessen finden sich oft aufwändige Foodbilder ohne direkten Rezeptbezug – das weckt bei mir eher wenig Lust, tatsächlich etwas nachzukochen.

Trotzdem bietet das Buch spannende Hintergrundinformationen und eine sehr authentische Küche, die man so vermutlich noch nicht kennt. Für Fans von traditioneller italienischer Küche und von Gennaro Contaldo sicher interessant. Für meinen Alltag ist das Buch aber eher nichts.

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Solide und schnell

Keine Zeit? Kein Problem! von Dr. med. Matthias Riedl; Bettina Matthaei

Da bin ich mal wieder mit einer Bewertung zu einem Buch von Matthias Riedl. So langsam weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, das wievielte es inzwischen ist , weil ich schon so viele habe.

Dieses Buch enthält 85 Rezepte, davon fünf Frühstücksideen. Die restlichen Rezepte sind Hauptgerichte: Salate, Suppen, Pasta und andere schnelle Alltagsküche.

Die Rezepte erfinden das Rad nicht neu und sind auch deutlich weniger anspruchsvoll als die aus der Medical Cuisine-Reihe. Dafür sind sie genau das, was sie versprechen: schnell, simpel und mit wenigen Zutaten umsetzbar. Einige Rezepte ähneln sich untereinander enorm, es gibt beispielsweise 1) Pasta mit Spinat und Pinienkernen und dann noch 2) Pasta mit Zucchini und Pinienkernen. Insgesamt ist es also eher ein kleineres Repertoire und damit spitze für die einfache Küche.

Im Buch wird das Schnelligkeitsversprechen eingehalten. Nichts besonders Aufregendes, nichts Experimentelles, aber solide, unkomplizierte Küche von einem Ernährungsmediziner. Für alle, die wenig Zeit haben und trotzdem halbwegs vernünftig essen wollen, funktioniert das gut.

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Schwach

Meine Lieblingsrezepte: Expressbacken von Dr. Oetker Verlag

Ein ziemlich reguläres Buch mit 33 süßen Rezepten. Das Buch verspricht Expressbacken in maximal 30 Minuten, wird diesem Anspruch aber nur teilweise gerecht. Klar, die reine Zubereitung dauert selten ewig – das tut sie bei Backrezepten ja fast nie. Ich hatte eher mit Rezepten gerechnet, die man wirklich noch schnell vor spontanem Besuch aus dem Ärmel schütteln kann.

Und da fallen leider nicht alle darunter.

Blätterteigteilchen, die in rund 35 Minuten inklusive Backzeit fertig sind, gehen für mich noch als „express“ durch. Ein Johannisbeer-Grieß-Kuchen, der eine Stunde im Ofen steht, dagegen eher nicht. Das passt für mich einfach nicht zum Versprechen.

Die Rezepte selbst sind solide, aber komplett unaufgeregt. Klassische Backrezepte, wie man sie auch von Dr.-Oetker-Verpackungen oder der Website kennt. Nichts Neues, nichts Überraschendes. Für mich persönlich kein Buch, für das ich Geld ausgeben würde. Und Werbung für Dr. Oetker Produkte ist natürlich auch enthalten.

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Einzigartig

Was kocht Hanna von Hanna Reder

Hanna Reder hat hier ein wunderschönes Kochbuch abgeliefert. Besonders gelungen finde ich die Einteilung nach Jahreszeiten – so stehen immer saisonale Zutaten im Mittelpunkt, was das Nachkochen nicht nur nachhaltiger, sondern auch inspirierender macht. Zu Beginn gibt es praktische Basics wie Kräuteröle, Pickles, Granola, Sirupe und Soßen, bevor es mit einer großen Auswahl an Hauptgerichten und Beilagen weitergeht.

Die Rezepte sind abwechslungsreich: von einfach bis aufwändig, von klassisch bis kreativ. Insgesamt sind viele eher besondere Gerichte dabei – mit Zutaten und Kombinationen, die man so nicht jeden Tag auf dem Tisch hat. Ironischerweise hat mir aber gerade eines der einfachsten Rezepte, die Kürbis-Carbonara, am besten gefallen. Ich habe sie inzwischen schon mehrfach gekocht – und das will wirklich etwas heißen!

Das Buch ist wunderschön gestaltet, die Fotos sind atmosphärisch und machen direkt Lust, in die Küche zu gehen. Das Buch ist unkompliziert, saisonal und mit einer großen Portion Geschmack. Nur Nährwertangaben fehlen mir bei den Rezepten.

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Teils fotolos

Das Kew Gardens Kochbuch von Jenny Linford

Bei diesem Buch bin ich ziemlich hin- und hergerissen. Fangen wir mit dem Positiven an: Die Gestaltung ist wirklich schön und man merkt, dass viele talentierte Köchinnen und Köche an dem Buch mitgewirkt haben. Auch die Kapitelaufteilung (beispielsweise nach Früchten & Nüssen oder Pilzen) finde ich grundsätzlich sinnvoll.

Die Auswahl an Gerichten ist groß und geschmacklich sehr unterschiedlich, was erst mal vielversprechend klingt.

Genau das ist für mich aber auch der Knackpunkt. Das Buch wirkt innerhalb der Kapitel verstreut und für mich fehlt ein klares, durchgängiges Konzept. Manche Rezepte arbeiten mit Zutaten, die ich noch nie gesehen oder zumindest noch nie im Alltag wahrgenommen habe. Feigenblatt oder Shiso-Blätter zum Beispiel. Das hat bei mir kaum Lust aufs Nachkochen ausgelöst.

Was mich allerdings wirklich stört, sind die Fotos. Es gibt viele Bilder von Zutaten wie Kräutern, Gemüse oder Pilzen. Schön, aber ehrlich gesagt weiß ich, wie eine Mangoldpflanze aussieht. Was mir gefehlt hat, sind Fotos der fertigen Gerichte. Nicht zu jedem Rezept gibt es ein Bild, und genau das hätte mir beim Einschätzen und Nachkochen geholfen. Das finde ich schade.

Insgesamt ein interessantes Buch mit guten Ansätzen, das bei mir aber leider nicht den Funken überspringen lassen hat.

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Nicht greifbar

9 Jahre Wahn von Eric Stehfest

Hach ja, was soll ich über dieses Buch sagen? Wie bewertet man ein autobiografisches Werk? Das ist gar nicht so einfach. Einerseits ist es ohne Frage mutig und stark, so offen über die eigene paranoide Schizophrenie zu schreiben und sich damit der Öffentlichkeit zu zeigen. Das rechne ich dem Autor hoch an.

Sprachlich ist das Buch stellenweise auch schön geschrieben, teilweise reflektiert und bewusst gewählt.

Andererseits hat mich das Buch als Ganzes leider nicht überzeugt. Es ist für mich nicht gut strukturiert und auch nicht besonders gut erzählt. Wir folgen mehreren „Akten“, die jeweils einzelne Tage im Leben des Autors abbilden sollen. Das wirkte auf mich jedoch eher fragmentiert als zusammenhängend und hat keine wirkliche Geschichte ergeben. Mir fehlte ein roter Faden. Das gewählte Format erscheint mir insgesamt zu hoch gegriffen, ich hätte mir eine klarere, erzählerische Form gewünscht.

Auch das zentrale Thema bleibt trotz Erklärungen erstaunlich schwer greifbar. Die paranoide Schizophrenie wird beschrieben, aber ich hatte dennoch das Gefühl, sie nicht wirklich zu verstehen. Gleichzeitig habe ich den Autor selbst kaum kennengelernt. Oft konnte ich seinen Gedankengängen nicht folgen. Der Autor wirkt auf mich eher selbstbezogen und selbstgerecht, was es mir zusätzlich erschwert hat, eine Verbindung zu ihm aufzubauen.

Besonders störend fand ich die Dialoge, vor allem die Gespräche mit der Psychiaterin. Sie wirken extrem gestellt und künstlich reflektiert, denn so reden Menschen im echten Leben einfach nicht miteinander. Das fühlt sich eher nach nachträglicher Selbstanalyse an als nach authentischen Momenten aus der Situation heraus.

Ein wichtiges Thema, ohne Frage. Mutig und offen. Aber für mich leider erzählerisch schwach und emotional erstaunlich fern.

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Enttäuschend

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2) von Saskia Louis

So sehr es mich schmerzt: ich kann diesem Buch nur noch äußerst gut gemeinte drei Sterne geben.

Der Auftakt der Dilogie war für mich eines der Jahreshighlights. Ich habe Kiana und die Welt um Anima geliebt, die Chemie zwischen den Charakteren hat mich gefesselt, und der Mix aus Romantik, Freundschaft und Spannung hat einfach funktioniert.

Immerzu schwang Tiefgründiges mit: Vertrauen, Selbstbestimmtheit, Selbstvertrauen. Band zwei dagegen hat mir vieles von dem genommen, was ich am ersten Teil so gefeiert habe.

Die Spannung zwischen den Love Interests ist fast komplett verschwunden, stattdessen wiederholen sich die immer gleichen Gespräche. Der Cliffhanger des ersten Bandes wurde in Windeseile ohne nennenswerte Probleme aufgelöst. Ich hätte erwartet, dass sich die Story länger daran aufhängt. Stattdessen springen wir ständig zwischen den Göttern hin und her und hören uns ihre Geschichten an, die mal mehr, mal weniger glaubhaft sind. Auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen.

Der Ton und die Dialoge sind sehr YA-lastig. Viele Gespräche wirken für mich inzwischen eher kindhaft, wahrscheinlich bin ich dafür einfach zu alt. Schade, denn die Welt, die Kiana und ihre Gefährten bevölkern, hat noch so viel Potenzial, das leider nicht genutzt wurde.

Insgesamt ist die Dilogie trotz meiner Enttäuschung über den zweiten Band immer noch interessant, vor allem für Leser:innen, die YA-Fantasy lieben. Für mich war der zweite Band aber leider nicht der würdige Abschluss, den ich mir erhofft hatte.

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Langweilig

Der Gott des Waldes von Liz Moore

So heiß geliebt und so sehr enttäuscht. Fast zehn Monate habe ich gebraucht, um mich durch dieses Buch zu quälen.

500 Seiten voller ausgedehnter Beschreibungen und Ausschmückungen. Die Natur wird sehr detailliert eingefangen, Szenen werden ausgiebig beschrieben. Es gibt viele Zeitsprünge, diverse POVs wechseln sich ab.

Das führte bei mir dazu, dass ich die Handlung oft aus den Augen verlor und mich kaum mit einer Figur identifizieren konnte.

Nach der Hälfte merkte ich immer wieder: Ich weiß nicht mehr, wer wer ist, worum es eigentlich geht, und am schlimmsten: es war mir egal. Von den POVs bis zu den verschwundenen Kindern: Von mir aus hätten alle verschwinden können.

Als Thriller ist das Buch für mich komplett fehlbeschrieben. Tatsächlich ist es eher ein literary mystery. Wer die vielen Ausschweifungen und langsamen, detailreichen Szenen mag, wird hier fündig. Wer auf Spannung und straffe Handlung hofft, eher nicht.

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