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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Einsteiger-Kurs in die Welt des Investierens

Money Mindset. Finanzieller Erfolg beginnt im Kopf von Simon Schöbel

Das Buch finde sinnvoll aufgebaut: es beginnt mit den Basics, gibt ein paar Definitionen und Erklärungen um dann thematisch in die Tiefe unterschiedlicher Möglichkeiten des Geldanlegens einzusteigen. Dabei werden Pros und Kontras beleuchtet, gezielte Beispiele gegeben und dem Leser sogar Tools an die Hand gegeben um sich mit einzelnen Themen selbst weiter zu befassen.

Wer einen spezifischen Anlageplan sucht, wird hier nicht fündig werden. Der Autor zeigt aber Möglichkeiten und Chancen auf, wo es sich lohnt mit dem Investieren zu starten. Was ich spannend fand war, dass auch „exotische Anlagen“ kurz thematisiert wurden. Damit hatte ich mich bisher noch überhaupt nicht beschäftigt und fand es durchaus interessant, da mal einen kurzen Abriss zu bekommen.

Ansonsten handelt das Buch die Klassischen Themen wie Aktien, ETFs, Immobilien und Gold ab und schafft dort einen guten Überblick. Wer sich selbst schon im dem Investieren beschäftigt hat, wird hier nicht viel neues erfahren. Gegen Ende geht es dann noch ein bisschen darum, die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse zu überdenken und sie entsprechend einzubeziehen. Das war mir dann ein bisschen abschweifend vom Thema, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache und findet sich in fast allen Ratgebern in irgendeiner Form wieder.

Den Bonus im Anhang mit Empfehlungen zu Apps, Tools, Brokern und weiterführender Lektüre fand ich dann nochmal einen guten Bogen geschlagen. Insgesamt für Einsteiger also lesenswert und vor allem gut verständlich aufgearbeitet mit nahbaren Beispielen aus dem täglichen Leben.

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Gegen die innere Bedrohung

Fire Study von Maria V. Snyder

Ich habe die bisherigen Bände der Reihe absolut geliebt und war so gespannt auf diesen dritten Band, der gleichzeitig den Abschluss der Reihe darstellt. Ich hatte daher auf ein großes Finale gehofft. Allerdings hat sich dieses Band nicht so recht wie ein Abschluss angefühlt und auch spannungstechnisch konnte es nicht mit den anderen Bänden mithalten.

Zum Inhalt: Yelena hat gerade erst das Ausmaß ihrer magischen Fähigkeiten entdeckt, da muss sie sich bereits der nächsten Prüfung stellen. Denn nicht nur greifen Angst und Misstrauen bezüglich ihrer Gase um sich, eine alte Bedrohung scheint auch zu einem potentiellen Krieg auszuarten, der ihre Heimat bedroht.

Ich muss sagen, dass ich den Einstieg nach den letzten beiden Bänden, die absolut grandios waren, etwas zäh fand. Einfach weil über weite Strecken nicht so richtig was passiert. Es gibt zwar immer noch das Misstrauen rund um Meisterin Roze und den Thronjäger, aber es zieht sich alles ganz schön.

So richtige Spannung kam für mein Empfinden erst im letzten Drittel auf. Schade fand ich auch, dass Magie allgemein, aber vor allem die von Yelena, diesmal gar nicht so zum Tragen kam. Außer zum Heilen, hat sie ihre Kräfte bis zu Ende hin kaum weiterentwickelt, wodurch es da wenig neues zu entdecken gab.

Den neuen Feind, der auf der Bildfläche auftaucht, fand ich an sich schon interessant angelegt, aber auch er kommt nicht so richtig zum Tragen. Auch hier wurde es erst gegen Ende nochmal so richtig spannend.

Da sich die Geschichte aber wieder sehr flüssig und leicht ließt, bin ich trotz der für mich inhaltlichen Schwächen schnell durch das Buch gekommen und habe den Schreibstil selbst und das Setting wieder sehr genossen. Für mich ist dies der schwächste Band der Reihe.

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Traue niemandem

Nachtwald von Tríona Walsh

Ich hatte mich bei diesem Buch tatsächlich eher auf einen Thriller als einen Roman eingestellt, weil das Buch ja auch als solcher ein klassifiziert wurde. Für mich psst dieses Buch aber nicht in das klassische Muster eines Thrillers, dafür war es mir zu ruhig, eher lauernd und unterschwellig brodelnd.

Es hat viel von Familiendrama, eine Tragödie in drei Akten wenn man so will. Liest sich trotzdem gut, aber wer hier atemlose Spannung und Nervenkitzel erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein.

Zum Inhalt: Nachdem Lizzie die letzten Monate, abgeschottet von ihrer Familie in einer Entzugsklinik verbracht hat, wird sie bei ihrer Entlassung plötzlich mit dem neuen Leben Mutter konfrontiert. Die hat spontan geheiratet und die ganze Familie verbringt ein Wochenende in Butler Hall, dem Landsitz von George, dem neuen Mann ihrer Mutter. Doch dann trifft ein ungebetener Gast ein und schnell verwandelt sich die ruhige Abgeschlagenheit in einen Albtraum

Persönlich fand ich die Prämisse, mit der Geschichte startet, etwas seltsam. Gegen Ende wird das ganze Szenario zwar aufgeklärt, aber ich muss sagen, dass mich das Grundkonstrukt, der Glaubenssatz der hinter allem steckte, einfach nicht überzeugt und abgeholt hat.

Die Geschichte lebt eigentlich vom Misstrauen der zwischenmenschlichen Beziehungen, viele Erwachsen, die einander überhaupt nicht kennen auf engstem Raum, alle verhalten sich auffällig, eine angespannte Atmosphäre hat sich gebildet und niemandem ist so recht zu trauen. Soweit, so gut. Dazu kommen Briefe aus der Vergangenheit, die die Familie Geschichte der Butlers in ein unliebsames Licht rücken.

Ich muss sagen, dass hier allgemein viel mit wilden Spekulationen um sich geworfen wird und ausnahmslos eine Art Übersprungreaktionen und naiven Reaktionismus an den Tag legen. Die Handlungsabläzfe wirkten daher auf mich nicht ganz glaubwürdig.

Das Buch liest sich aber locker und kurzweilig, einfach weil viel passiert, wodurch ich mich trotz des für mich eher mangelhaften Plots durchaus unterhalten gefühlt habe. Gegen Ende wirkt es nochmal stark konstruiert und fast ein bisschen ins lächerliche gezogen. Bei mir hast mit diesem Buch einfach nicht gefunkt.

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Absolut herrlich

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe von Donna Marchetti

Ich war ein bisschen skeptisch was die doppelte POV anbelangte, weil ich das schnell irgendwie langweilig finde. Aber hier hat mir die Umsetzung tatsächlich richtig gut gefallen, weil sich die jeweiligen Perspektiven und Erinnerungen gut ergänzt haben. Bei den herrlich bösen Briefen habe ich teilweise schallend lachen müssen.

Ein Buch, das mit Herz und Humor überzeugt.

Zum Inhalt: Seit der fünften Klasse sind Naomi und Luca Brieffreunde. Und auch wenn ihre Briefe eher an Hassnachrichten grenzten, begleiteten sie die beiden doch durch jegliche Lebensstationen. Doch dann brach der Kontakt vor zwei Jahren plötzlich ab. Als Naomi einen Brief mit einer eher kryptischen Nachricht von Luca an ihrem Arbeitsplatz erhält, beschließt sie, sich auf die Suche nach ihm zu machen.

Neben der Lovestory, die das gesamte Spektrum von cute über heiß bis schräg abdeckt, was ich absolut grandios finde, war auch die Freundschaft zwischen Anne und Naomi für mich ein absoluter Pluspunkt an der Geschichte. Sie war authentisch, absolut hinreißend und etwas, dass sich jeder nur wünschen kann. Finde das so wichtig, dass in Liebesromanen auch bedeutende Frauenbeziehungen ihren Platz haben. Und vor allem die Girls Trips habe ich mit Spaß verfolgt. Und dann der Namensinsider- zum Totlachen.

Dass Naomi so lange auf dem Schlauch steht was ihr Love Interest angeht, fand ich zwar etwas überzogen, aber da das Geplänkel zwischen den beiden einfach so viel Spaß macht, verzeihe ich das gern. Und die Briefe von der Kindheit für zur Gegenwart waren einfach der Knaller. Generell muss ich einfach sagen, dass das Buch die pure Freude ist, ich hab selten so gelacht beim Lesen.

Das Buch ist toll geschrieben und hat mich auch emotional absolut angesprochen. Vor allem mochte ich auch, wie nahbar die Charaktere waren und dass Ben und Anne sich nicht scheuen, ihren Freunden auch mal ehrlich die Meinung zu sagen und damit als Nebencharaktere schön ausgearbeitet waren und ihre Daseinsberechtigung hatten. Gegen Ende wurde es dann nochmal etwas chaotisch und dramatisch, das hätte es für mich jetzt nicht unbedingt gebraucht, da es aber nicht übertrieben war und sich den Schalk bis zum Schluss bewahrt hat, hat das Buch für mich auch einen tollen Abschluss gefunden.

Ein absolut hinreißender, wunderschöner Roman. Klare Leseempfehlung von mir.

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Wahre Märchen enden nicht mit einem Kuss, sondern mit dem Tod

Ever & After, Band 2 - Die dunkle Hochzeit von Stella Tack

Band 1 hat mich unerwarteterweise nicht so ganz überzeugt, wie ich mir das von der Story her erhofft hatte. Da mir diese dich recht düstere Märchenadaption trotzdem vom Konzept her gefallen hat, wollte ich unbedingt auch Band 2 lesen. Und der hat mich absolut umgehauen. Davon gerne mehr.

Zum Inhalt: ein einziger Kuss könnte den Untergang der Welt besiegelt haben, denn seit der dunkle Prinz erwacht ist, versinkt das Land in Dunkelheit und Chaos und Rain droht alles zu verlieren.

Doch sie gibt nicht auf und schließt einen Pakt, der das Schicksal wenden könnte- oder alles vernichten.

Die Geschichte ist für mein Empfinden deutlich actionreicher als der erste Band. Es ist ein Buch voller Verrat und Intrigen, aber angefüllt mit Freundschaft, Liebe, Mut und Loyalität. Rain und ihre Freunde müssen diverse Hindernisse überwinden, Fallen umgehen und sich den unterschiedlichsten, teils unerwarteten Feinden stellen.

Wie schon in Band 1 haben mir auch hier die Märchenzitate, sowie die diversen Anspielungen und düsteren Urmärchen richtig gut gefallen. Vor allem du deutlicher makaberen Versionen der Märchen haben mir gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass dieser Band nochmal düsterer und brutaler ist und vor allem rund um die Vasallen gab es einige Überraschungen.

Das Ende hat mich nochmal richtig begeistert. Ich habe etwas derartiges schon kommen sehen, fands aber auch wirklich richtig stark umgesetzt. Vielleicht hätte ich mir noch ein kleines Wrap Up gewünscht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Ich hab mich bestens unterhalten gefühlt, mitgefiebelt und mich ein bisschen mitgegruselt, bei den ganzen bizarren Settings und Begegnungen. Fand diesen zweiten Band richtig stark.

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Wendungsreich

Die Frau des Serienkillers von Alice Hunter

Der Titel ist ja schon ein bisschen reißerisch und macht damit auf jeden Fall neugierig. Ich hatte keine besonderen Erwartungen an dieses Buch, wodurch es mich positiv überrascht und stellenweise richtig mitgerissen hat.

Zum Inhalt: Tom und Beth führen das perfekte Leben in einem idyllischen Vorort.

Bis Tom verhaftet wird. Er soll seine Exfreundin Katie vor 8 Jahren ermordet haben. Und da in einem kleinen Ort nichts geheim bleibt, wird auch Beth schnell zur Zielscheibe.

Ich mochte die verschiedenen Perspektiven aus denen die Geschichte erzählt wird, die Zeitsprünge und vor allem auch Toms Perspektive. Dabei wird der Leser sehr lange im Unklaren darüber gelassen, ob Tom nun tatsächlich schuldig ist. Es gibt zwar einige Suspense-Momente, aber alles ist recht vage gehalten. Ungefähr ab der Mitte des Buches dachte ich, ich wüsste worauf die Geschichte hinausläuft, aber das Ende hat mich nochmal völlig überrascht und zerstört.

Ich weiß nicht was es ist, was mich an diesen scheinbaren ländlichen Idyllen immer so schaudern lässt, aber ich hatte bei den Schilderungen von Beth und Toms Leben auf dem Lande immer ein unterschwellig ungutes Gefühl. Generell fand ich, dass die Geschichte stimmungsvoll angelegt und stark geplottet ist. Wie ein großes Puzzle setzt sie sich kontinuierlich zu einem Gesamtbild zusammen.

Das Buch ist einfach klasse geschrieben. Dadurch dass so viel passiert, ist die Geschichte sehr kurzweilig und der Spannungsbogen wird kontinuierlich gehalten.
Ich fands richtig gut und würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Zwischen Traum und Realität

Grace von Ruby Braun

„Vengeance“ hatte mich bereits total abgeholt und mitgerissen, sodass ich mich sehr auf die Fortsetzung „Grace“ rund um die Academy if Dream Analysis gefreut habe. Der zweite Band knüpft unmittelbar an den ersten an und ist wieder absolut düster, packend und abgründig. Eine sehr gelungene Fortsetzung.

Zum Inhalt: Nemesis hat herausgefunden, dass ihr totgeglaubter Bruder noch irgendwo am Leben ist. Doch statt sich auf die Suche nach ihm zu konzentrieren, muss sie sich erst einer anderen Aufgabe stellen. Denn Mercy scheint in seinen eigenen Träumen gefangen zu sein.

Was mir richtig gut gefallen hat ist, dass das Thema rund um die Schlafwandlerei, den Nexus und die ewig Schlafenden weiter ausgebaut wurde ein sehr spannendes und stimmungsvolles Gesamtkonzept ergeben hat. Das ganze Buch ist wieder düster atmosphärisch, voller Geheimnisse und Abgründe und in meinen Augen eine sehr stimmige Fortsetzung.

Nemesis beweist auch hier wieder wie stark sie ist und stellt sich nicht nur ihren neuen Herausforderungen, sondern auch ihrer eigenen Familie. Auch hier wird viel aufgearbeitet und es gab ein paar unerwartete Offenbarungen. Muss sagen, dass das für mich unerwartete Tiefe ins Buch brachte, die mir gut gefallen hat. Auch Freundschaft und Liebe stehen wieder stark im emotionalen Fokus der Handlung, sodass ich bereits ab Beginn wieder total mitgefiebert habe.

Auch die Auflösung war richtig stark und lässt eigentlich keine Fragen offen. Ein richtig starkes Buch, packend von Beginn bis zum Schluss.

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Schräg und unerwartet, aber mit Potential

May Morrigans mysteriöse Morde von Katherine Black

Ich fand die Idee einer rüstigen Reiterin mit einer versteckten, dunklen Seite total ansprechend. Das ganze vor dem britischen Setting, das ja immer mit einer gewissen Grundstimmung daherkommt, habe ich mir richtig cool und unterhaltsam vorgestellt. Und insgesamt hat das Buch meine Erwartungen auch erfüllt, hat aber an einigen Stellen auch ordentlich geschwächelt.

Ich sehe trotzdem Potential in dieser Reihe.

Zum Inhalt: May Morrigan verbringt ihren Lebensabend nach dem Verlust ihres Ehemanns mit ihrem Schulfreund Fletcher und zwei Hunden im Familienanwesen vor den Toren Londons oder in ihrer geliebten Buchhandlung. Das Leben könnte nicht beschaulicher sein, wären da nicht ein paar unliebsame Dorfbewohner, die May den Alltag verhageln. Doch die ältere Dame weiß genau, wie damit umzugehen ist.

Die Geschichte hat richtig stark angefangen und mich mit ihren schrulligen Charakteren schnell in ihren Bann geschlagen. Besonders auch der böse angehauchte, trockene Humor hat mir richtig gut gefallen.Im Mittelteil hat es dann aber für meinen Geschmack ein bisschen nachgelassen und die Auflösung am Ende ging mit unterm Strich viel zu schnell, was auch in meinen Augen zulasten der Logik ging.

Warum mich das Buch trotz allem bestens unterhalten hat, liegt hauptsächlich an den spannend ausgearbeiteten Hauptcharakteren. May und Flechter haben sich schnell in mein Herz geschlichen und ihre Interaktionen fand ich immer absolut zauberhaft und köstlich. Bei einigen Szenen hatte ich zwar das Gefühl, dass sie etwas zu gewollt waren und diese Art Slapstick-Humor nicht so ganz für mich ins Bild passte, aber da es sich hier um ein Debüt findet, muss die Autorin sich vielleicht auch noch finden, was das angeht.

Zu Beginn zeichnen sich zwei Handlungsstränge ab, die aber relativ schnell in einen gemeinsamen übergehen, was innerhalb der Storyline an Möglichkeiten eröffnet, die dann aber nicht so recht genutzt werden. Hier sehe ich noch deutliches Potential für kommende Bände, besonders was die Charakterentwicklungen anbelangt.

Insgesamt habe ich das Buch aber gerne gelesen und mich durchweg gut unterhalten gefühlt.

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Eine Begegnung der anderen Art

Tee auf Windsor Castle von Claire Parker

„Tee auf Windsor Castle“ ist ein ruhiges, beschauliches Buch. Ein gemütliches Roman gespickt mit den Weisheiten eines Lebens und einer Prise Situationshumor. Es ist ein Buch um mal diese Seele baumeln zu lassen und hat mir sehr gut gefallen.

Zum Inhalt: als Kate sich bei einer Schlossführung durch Windsor Castle verläuft und auf eine ältere Schlossangestellte trifft, erlebt sie einen besonderen Tag auf Windsor.

Denn Betty nimmt nicht nur kein Blatt vor den Mund, sondern hat auch die eine oder andere Weisheit für Kate parat.

Kate und Betty könnten nicht verschiedener sein, aber genau dadurch funktioniert diese Story so gut. Es prallen Generationen und Lebensmodelle aufeinander und schaffen eine Begegnung, von der beide Seiten zutiefst profitieren.

Betty ist eine höchst amüsante Person und es hat einfach Spaß gemacht, diesen fiktiven Tag mit ihr zu verbringen. Es ist natürlich relativ schnell sehr offensichtlich worauf die Geschichte hinausläuft, trotzdem hat mit Kates Aha-Moment am Ende gut gefallen.

Das Buch liest sich wunderbar, hat kurze Kapitel und ist insgesamt einfach sehr kurzweilig. Ich mochte den leichten Schalk, der in der Geschichte verborgen liegt und den britischen Charme, mit dem Betty das Leben bestreitet.

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Zwei Brüder

Der König von Jo Nesbø

Das Buch scheint eine Art zweiter Band zu sein. Ich habe „ihr Königreich“, welches 2021 erschienen ist, nicht gelesen. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass dies unbedingt notwendig ist, um an diesem Buch Freude zu haben. Die Beziehung der Brüder, ihre Familienverhältnisse und das Leben im Ort werden ausreichend umrissen, um auch ohne Vorkenntnisse gut in die Handlung zu kommen.

Zum Inhalt: Das kleine ländliche Os in Norwegen: die Brüder Carl und Roy haben geschäftliche Ambitionen, die Hand in Hand gehen. Bis ein potentieller Tunnelbau ihre Pläne ins Wanken bringt. Und Roy, als großer Bruder fühlt sich verpflichtet für Carl zurückzustecken. Bis Geheimnisse aus der Vergangenheit erneut an die Oberfläche treten und Zwietracht zwischen den Brüdern gesät wird.

Die Handlung des Buches ist eher ruhig angelegt. Wer hier einen atemlos packenden Krimi erwartet, wie man sie ja durchaus auch von Nesbo kennt, wird vermutlich enttäuscht werden. Denn die Spannung ist hier eher unterschwellig schwelend, und basiert auf der Hassliebe zwischen den zwei ungleichen Brüdern. Diese tragen geschäftliche und emotionale Konkurrenzkämpfe miteinander aus, die das fragile Gleichgewicht ihrer Beziehung immer wieder zugunsten eines Bruders verschieben, was aber nie lange anhält. Es ist ein Machtspiel, ein psychologischer Krieg, der alles zu vernichten droht. Vergeltung ist hier ein zentrales Thema.

Die Geschichte ist vollgepackt mit Konflikten und zwischenmenschlichem Zündstoff. Roy steht dabei im Fokus der Erzählung, wirkt aber nur minimal sympathischer als sein Bruder Carl. Er ist zwar empathischer, hat mehr Skrupel, aber ist alles andere als unfehlbar und moralisch unbelastet. Die dreckigen Machtkämpfe der beiden Brüder sind perfide konstruiert, es hat fast etwas voyeuristisches bei dieser Art der Zerstörung zuzusehen. Ich könnte mir dieses Buch ganz wunderbar verfilmt vorstellen.

Das Buch lebt vom atmosphärischen Schreibstil und stark konstruierten, wendungsreichen Plot, der in den zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Ortes begründet liegt.
Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, ich werde den ersten band jetzt noch nachträglich lesen.

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