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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Absolut mitreißend und umwerfend

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1) von Katherine Quinn

Nachdem dieses Buch mir permanent beworben wurde, musste ich selbst herausfinden, was es damit auf sich hat. Und wow- es ist düster, magisch, fesselnd und absolut süchtig machen. Eines der besten Fantasy-Bücher, die ich gelesen habe

Innerhalb der Geschichte wurden Göttergeschichten von Asidia, sowie vergangene Korrespondenzen und Texte eingewoben, die aus verschiedenen Jahren stammten.

Besonders die Geschichte der Sonnengöttin hat mir gut gefallen, da sie auch ein Schlüssel zum Verständnis der Geschichte ist.

Ich mochte Kis starken, selbstbestimmten Charaktere, ihre Bereitschaft sich für andere Aufzuopfern. Neben ihrer bedingungslosen Loyalität ihren Freunden gegenüber, mochte ich auch die zarten Bande, die sich zwischen ihr und dem Kommandanten Jude knüpften.

Die Beschreibungen sind teilweise wirklich ungeschönt blutig und einzelne Szenen für mein Empfinden sehr brutal. Vor allem gemessen daran, dass es sich hier um Fantasy ab 14 Jahren handelt. Der Weg durch den Wald und den Nebel ist düster, bedrohlich und absolut tödlich.

Und trotzdem ist es eine Geschichte voller Mut und Heldentaten, voller Hoffnung und echter Ritterlichkeit. Ich mochte die Mischung aus Fantasy, der rauen unbeugsamen Welt und den vorsichtigen Ausblicken auf das, was sein könnte. freue mich sehr auf Band 2.

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Abgeschottet

Die Insel der Angst von Martin Griffin

Dieses Locked-In Insel-Setting ist ja genau mein Ding was Thriller angeht. Der Klappentext macht auf jeden Fall direkt neugierig auf den Plot. Der hat für mich aber nicht gehalten, was die Buchbeschreibung versprach. Die Nebenhandlung, die der Story Komplexität verleihen sollte, haben sie für mich eher zäh gemacht.

Zum Inhalt: Dokumentarfilmerin Tess bekommt den Auftrag eine Naturdokumentation über die verlassene Insel Navigaceo im Atlantik zu drehen. Doch auf der Insel entdeckt Tess eine Leiche. Und die trägt das selbe Sweatshirt, wie sie auch.

Den Einstieg in die Geschichte fand ich eher zäh und langwierig. Ich hab mich ein bisschen schwer damit getan, dass die Protagonistin in ihrer eigenen Vergangenheit festhängt. Dadurch gab es immer wieder Erinnerungen und Rückblenden in die Zeit, als sie „Spill“ drehte und die für mich die Gegenwartshandlung jedes Mal unterbrochen und ausgebremst haben. Dadurch passiert im Haupt-Handlungsstrang lange einfach nicht wirklich viel und die Geschichte plätschert eher seicht vor sich hin.

Es ist insgesamt ein eher ruhiger Plot und spielt innerhalb nur weniger Tage, was fast den Eindruck erweckt, die Ereignisse würden in Echtzeit ablaufen. Erst ab ungefähr der Hälfte nimmt die Handlung auf der Insel an Fahrt auf und gegen Ende wurde es sogar richtig spannend. Das hat mir aber alles zu lange auf sich warten lassen, sodass ich gar nicht richtig in dieses Thriller-Feeling reingekommen bin.

Es wird zwar mit dem Misstrauen innerhalb des Teams gespielt, aber das hätte für meinen Geschmack stärker eskaliert werden können. Ich mochte die Idee, für mich was das aber kein mitreißender Thriller.

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Hurricane Love

You Are My Hurricane von Emily Aves

Ich liebe ja eine cute Collgesport-Romance und Football ist mein absoluter Romance-Lieblingssport. Die Kombi aus Maeve und Carter hat mir richtig gut gefallen, weil sie eine tolle Balance aus verliebter Leichtigkeit und ernster Ehrlichkeit gefunden haben.

Zum Inhalt: Maeve macht Fotos der Sportler für den Social Media Account ihrer Uni und versteckt sich hinter der Anonymität, die ihre Kamera ihr bietet.

Bis ausgerechnet Quaterback Carter während eines Spiels in sie hineinrennt und damit Maeve aus den Schatten holt.

Das Unisetting und die pure Ekstase rund um den Sport habe ich quasi inhaliert. Und dann ist da noch die geladene Anspannung rund um die NFL Picks- Sportsromance ist einfach immer so emotionsgeladen und ich liebe es. Ich finde man konnte hier richtig gut mitfiebern.

Was mir hier besonders gut gefallen hat war, dass Maeve und Carter absolut gleichberechtigt und auf Augenhöhe waren, was das Erreichen ihrer Ziele angeht und keiner für den anderen zurückstecken musste. Das macht so ein tolles, sympathisches Team aus ihnen.

Und auch wie Maeve über ihre Ängste hinausgewachsen ist hat mich absolut gecatcht. Von der unscheinbaren Außenseiterin ohne Freunde zur Social Media Queen mit wunderbaren, echten Freunden und einem absoluten Dream-Boyfriend- zuckersüße Storyline.

Für mich ein superschönes Buch, in dessen Handlung man sich ganz easy fallen lassen kann.

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Zwischen Volkssagen, Aberglaube und Horrorgeschichte

Was die Nacht verschweigt: Die Fortsetzung von WAS DIE TOTEN BEWEGT – Eine packende und atmosphärische Erzählung in der Tradition von Edgar Allan Poe von T. Kingfisher

Nachdem mit das letzte Buch von T. Kingfisher so gut gefallen hat, wollte ich auch diesen zweiten Band über Alex Easton unbedingt lesen. Und wieder ist ein skurril makaberes Lesevergnügen. Subtiler Horror trifft auf alten Aberglauben- mochte ich wieder sehr gern.

Zum Inhalt: Alex Easton reist nach Gallazien, um dort Miss Porter zu treffen, die sich für die heimischen Pilze interessiert.

Doch daheim angekommen muss Alex feststellen, dass das Verwalter des Hauses tot ist und sich niemand mehr in die Nähe traut. Gerüchte über eine Moroi machen die Runde.

Ich fand das Buch vom Setting her nicht ganz so stimmungsvoll wie den ersten Band, dafür hat mir die Story selbst, die mit Aberglaube, Volksbräuchen und Sagengeschichten spielt, richtig gut gefallen. T. Kingfisher hat absolut ein Händchen für düstere, okkulte Geschichten, die ganz wunderbar in die aktuelle dunkle Jahreszeit passen. Es wurde stellenweise wieder ganz schön makaber, aber das mag ich. Man muss sich halt darauf einlassen können, dass es keine logischen Erklärungen gibt.

Alex Easton finde ich nach wie vor eine spannende Hauptfigur. Mit einem großen Herz und einer bissigen Zunge macht es einfach Freude Eastons unfreiwillige Abenteuer mitzuverfolgen. Und zusammen mit Angus und Miss Porter ergibt ich da ein tolles Gespann, das einem mit seinem scharfen Verstand und der Prise Humor einfach ans Herz wachsen muss.

Ich mochte auch hier wieder die Illustrationen, die direkten Bezug zum Cover schufen, auch wenn sie für mich diesmal weniger gut zur Handlung passten als beim letzten Mal. Aber Kingfisher kann halt einfach schreiben, ich hab mich selbst des nachts nochmal versichert, dass keine Motten anwesend sind, so gefangen war ich in der Atmosphäre des Buches.

Es ist ein ruhiger, subtiler Grusel, der mir wieder sehr gut gefallen hat.

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Schlaglichter

Unmöglicher Abschied von Han Kang

Ich habe Han Kang erst durch den Literaturnobelpreis entdeckt, wollte aber unbedingt noch etwas anderes als ihr preisgekröntes Buch lesen. Da hat sich ihr neuster Roman natürlich direkt angeboten. Es ist ein ruhiger, aber tiefgründiger Roman, eine leise Geschichte über Freundschaft, Familie und die Geschichte eines Landes.

Die Geschichte selbst war für mich schwer greifbar, der Schreibstil fast schon flatterhaft. Die Erzählung springt zwischen Zeitebenen und Orten, bewegt sich auf eine spirituelle, metaphysische Ebene. Es werden Schlaglichter der Freundschaft zwischen Inseon und Gyeongha beleuchtet, sowie die Familiengeschichte Inseons, die in ein einsames Leben mit zwei Papageien mündete. Und das ganze vor dem Hintergrund koreanischer Geschichte.

Das alles macht das Buch nicht unbedingt leicht verdaulich und vor allem ist es kein Buch, das man mal eben so nebenbei wegliest. Manche Stellen musste ich auch mehrmals lesen, weil Gyeongha ummal mal wieder abdriftete zwischen Gedanken, Reflektieren und ihrer tatsächlichen Erlebnisse und ich dadurch auch immer wieder drohte, den Faden zu verlieren. Vielleicht haben das Buch und ich uns auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt getroffen, aber so richtig konnte ich mich auf das gelesene nicht einlassen. Vor allem die Rückblicke in das Leben von Inseons Eltern, geprägt von Tragik und Verlust, waren keine leichte Kost und mir ist aufgefallene wie wenig ich über die Geschichte Koreas weiß.

Trotzdem mochte ich den Erzählton und den stilistischen Aufbau, die für mich mal was ganz anderes waren, als ich es sonst so lese. Vermutlich muss ich das Buch nochmal lesen, um es ganz zu erfassen.

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Die Schmutzigen Tage

Tage einer Hexe von Genoveva Dimova

Die Idee des Buches hat mich direkt irgendwie neugierig gemacht, vor allem auch das düstere, gefährlich Setting von Chernograd. Ich bin nicht sicher, ob die Geschichte ein bisschen an die Raunächte angelehnt ist, zumindest habe ich mich daran erinnert gefühlt. Ich hab ein bisschen gebraucht um in die Geschichte reinzukommen, habe aber eine deutliche Steigerung im verlauf der Handlung wahrgenommen und mochte es gegen Ende dann recht gern.

Zum Inhalt: als in Chernograd die schmutzigen tage anbrechen, herrscht eine angespannte Stimmung, denn die Monster brechen über den Ort herein. Und der Zmey ist erneut auf der Suche nach Kosara. In ihrem Bestreben ihm zu entkommen, geht sie einen zwielichtigen Handel ein und verliert dabei ihren Hexenschatten. Wenn sie ihn wiederbekommen will, muss sie sich ausgerechnet dem Zmey stellen. Und ihrer Vergangenheit.

Ich fand Kosaras Geschichte, die sich dem Leser nach und nach offenbart total interessant. Anfangs wirkt sie noch total tough und abgeklärt, aber je mehr man über sie erfährt, desto mehr Mitleid hatte ich mit ihr und ihren Schicksal. Auch was sich über den Zmey und seine Beziehung zu ihr andeutet, fand ich interessant geplottet. Der Titel hat für mich relativ wenig Bezug zur Handlung, weil Kosara über den Großteil der Handlung hinweg ja eben keine Hexe ist.

Den Erzählstil und das Tempo der Geschichte habe ich eher als gemäßigt empfunden, Kosara begibt sich da zwar auf eine recht abenteuerliche Mission, die auch allerlei Gefahren birgt, aber so richtig Schwung kommt nicht in die Geschichte. Das mag auch dran liegen, dass für meine Geschmack besonders zu Anfang super viele Hintergrundinformationen fehlen. Viel wird einfach als gesetzt vorgegeben und erst später im Handlungsverlauf erklärt, wodurch ich erst nach circa 2/3 des Buches so richtig drin war.

Am Ende des Buches gibt es einen Leitfaden über die vorkommenden Monster, der sehr ausführlich gestaltet ist und so als Erweiterung der Geschichte gesehen werden kann. Da er quasi als Fließtext gestaltet ist und auf die Schmutzigen tage anspielt, hätte ich mir den auch gut als Prolog vorstellen können, denn ich hätte diese Übersicht eigentlich direkt schon zu Anfang der Geschichte gebraucht und habe ihn viel zu spät bemerkt. Wer viel Fantasy liest findet sich da vielleicht leichter zurecht, ich hab mich besonders zu Anfang sehr schwer getan.

Für mich gibt’s da definitiv noch Luft nach oben, für ein Debüt aber durchaus schon richtig gut. Ich hab auf jeden Fall gesehen, wo die Autorin damit hinwollte. ich schwank zwischen 3 und 4 Sternen.

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Schöne Idee, mit der Umsetzung habe ich gehadert

Be My Shelter (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card) von Lana Rotaru

Ich finde die Aufmachung täuscht hier total, was den Inhalt des Buches angeht. Für mich war das hier nicht der locker leichter Slow Burn Roman, den ich erwartet habe. Die Grundidee des Buches mochte ich sehr, aber ich hab mich sehr schwer getan, wirklich im Buch anzukommen und es auch bis zum Ende durchzulesen.

Zum Inhalt: Kaira ist zwischen Uni, Job, Ehrenamt und Familie voll eingespannt. Als ein Studienfreund ihres Bruders kurzzeitig bei ihr absteigen soll, bringt das daher gehörig ihren Tagesablauf durcheinander. Vor allem, das sie sich immer mehr zu Cooper hingezogen fühlt, der aber so völlig anders ist, als sie selbst

Kairas People Pleaser Vibes waren für mich teilweise nur sehr schwer zu ertragen, weil sie der ganzen Geschichte für mich eine wahnsinnig drückende Schwere und Beklemmung geben. Finde das so toxisch, wie sie von allen Seiten ausgenutzt wird, das es mein Lesen fast körperlich wehtat. Dadurch habe ich zu den anderen Charakteren auch nur schwer bis eigentlich gar keinen Zugang gefunden.

Es soll zwar von Beginn an Tension zwischen Kaira und Cooper aufgebaut werden, aber gemessen am Alter fand ich das Gedankenkarussell der beiden doch recht seicht und gefühlt gab es da besonders am Anfang viele Wiederholungen, sodass sich die erste Hälfte für mich etwas zäh anfühlte.

Die Idee mit den Challenges hat mir dann ganz gut gefallen. Ich finds gut wie hier auf ein wirklich wichtiges Thema aufmerksam gemacht wird. An manchen Stellen wollte das Buch glaube ich einfach zu viel und wirkte dadurch überladen und stellenweise geradezu unauthentisch auf mich.

Die Kapitel sind kurz und knackig und durch die einfache Sprache lassen sie sich schnell lesen. Für mich war das hier absolut kein Slow Burn, aber das ist ja Geschmacksache.
Mich hats insgesamt nicht so richtig erreicht.

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Den Elementen ausgesetzt

Nachtflut von Stina Westerkamp

Die Aufmachung des Buches macht ja einen beinahe reißerischen Eindruck, was eher nicht so mein Fall ist. Dabei hat das Buch das gar nicht nötig, denn die Geschichte ist wirklich stark geplottet und von Beginn an sehr spannend. Wirklich nervenaufreibender Katastrophen-Thriller, der mich auf jeden Fall ausgezeichnet unterhalten hat.

Zum Inhalt: als eine Sturmflut über die Ostseeküste hereinzubrechen droht, verlassen viele vorsorglich ihre Häuser. Auch Elisa will nicht länger warten, als ihre Flucht durch einen umstürzenden Baum verhindert wird. Und so verschanzt sie sich mit ihren Nachbarn, die als einzige ebenfalls zurückgeblieben sind. Doch ist sie damit sicher?

Von Beginn an liegt eine angespannte Atmosphäre über der Geschichte, da die nahende Katastrophe sich bereits andeutet. Doch schnell wird klar, dass nicht nur das Wasser Elisas Leben bedroht, sondern auch die Geheimnisse, die von ihrer Familie gewahrt wurden. Und auch das Verhalten der Nachbarn wird immer verdächtiger, sodass Misstrauen, Angst und Verzweiflung die Geschehnisse dominieren.

Es finden sich Tagebucheinträge innerhalb der Geschichte, deren Bedeutung sich erst zum Ende hin ganz offenbart, die aber erahnen lassen,dass in Elisas Familie nicht alles eitel Sonnenschein war. Elisa selbst wirkt aufgrund ihres Zustands eher unzuverlässig und wankelmütig. Da sie selbst nicht weiß wem sie trauen kann, kann auch der Leser nicht sicher sein, wer hier ein falsches Spiel spielt. Das sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel innerhalb der bereits ungewissen, bedrohlichen Situation.

Das Buch ist angenehm und kurzweilig zu lesen und ich fand es absolut spannend und mitreißend. Die Idee war jetzt nicht neu, aber die Umsetzung hat mir durchaus gut gefallen und mich gut unterhalten.

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Ruhig, aber abgründig

Die blaue Stunde von Paula Hawkins

Dieses Buch ist der Inbegriff von „stille Wasser“ sind tief und reiht sich damit perfekt hinter den anderen Büchern von Paula Hawkins ein. Ich hing wieder sehr gebannt an den Seiten und mochte vor allem die raue, gnadenlose Atmosphäre total gern.

Zum Inhalt: als in einer Skulptur aus dem Nachlass der Künstlerin Vanessa Chapman im Tate Modern in London menschliche Knochen identifiziert werden, wirft das nicht nur neue Fragen zum werk, sondern auch zum Leben der verstorbenen Künstlerin auf.

Ihr Kurator James Becker macht sich daher auf den Weg an den Ort, wo alles seinen Ursprung fand. Und sein Ende.

Das Buch beginnt wie alle Bücher der Autorin eher gemäßigt. Der Erzählton ist ruhig und gefasst, trotzdem schwelt einiges ungesagtes unter der Oberfläche und schnell entsteht der Eindruck, dass das Leben der Künstlerin abgründiger war, als zuvor angenommen. Was mir sehr gefallen hat, war das Quellenmaterial in Form von Tagebucheinträgen, Briefen und Zeitungsartikeln, die das Leben der Künstlerin beleuchten. Diese sind eng mit der Handlung verwoben und fügen sich stilistisch toll ins Gesamtbild ein ohne den Lesefluss zu stören.

Die Charaktere sind, wie ich finde, bei Paula Hawkins immer sehr distanziert, was aber auch jedes Mal dazu beiträgt mein Misstrauen zu schüren, wer hier eigentlich mit offenen Karten spielt. Ich hab wieder versucht mitzurätseln, welches Geheimnis in der Geschichte verborgen liegt.

Das Setting rund um die Gezeiteninsel fand ich richtig toll angelegt, sehr atmosphärisch und bedrohlich lauernd. Die Auflösung hat mich mal wieder kalt erwischt, weil ich mit meinen Ideen völlig daneben lag.

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Lässt einem das Blut in den Adern gefrieren

The Twenty von Sam Holland

Ich habe schon wirklich viele Thriller gelesen und hatte mich von den Werbeslogans herausfordern lassen. Dieser Thriller ist absolut perfide und bitterböse, eine wahre Odyssee des Schreckens.

Zum Inhalt: Fünf ausgeblutete Leichen, wie Müll abgelegt. Und ein sonderbarer Countdown, der von 16 runterzuzählen scheint.

Das allein wäre schon ein spektakulärer Fall für DCI Adam Bishop. Doch dann taucht seine Exfrau mit einer Info auf, die im das Blut in den Adern gefrieren lässt: der Countdown begann mit 20 unf startete bereits 30 Jahre zuvor.

Die Haupthandlung wird immer wieder durchbrochen von medizinischen Berichten, Kolumnen und anderen Schriftstücken aus der Zeit der ersten Mordserie. An sich trägt das zur Plastizität der Geschichte bei, mich reißt sowas aber immer aus dem Lesefluss.

Immer wieder werden auch Passagen aus Sicht des Täters erzählt, was ich sehr gelungen fand. Es gibt außerdem Rückblenden, sowohl in die Kindheit des Serienmörders Elijah Cole, als auch des führenden Ermittlers Adam. Die Geschichte ist also ordentlich vollgepackt mit Handlungssträngen und unterschiedlichen Perspektiven. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass es nicht unübersichtlich oder überladen wirkte, sondern in sich sehr stimmig.

Der Erzählton ist schon teilweise brutal und obszön, Gewaltdarstellungen werden teilweise recht anschaulich geschildert. Der Spannungsbogen wird konstant gehalten und es gibt viele überraschende Wendungen innerhalb des Falls. Bis zum Schluss ist die Geschichte wirklich nervenaufreibend und lässt einen nicht los.

Ein ziemlich heftiger Thriller, der das Versprechen atemloser Spannung bis zur letzten Seite absolut hält.

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