Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ameland:
Hilfreich nicht nur vor Ort, sondern auch zur Vorbereitung
DUMONT Reise-Taschenbuch Reiseführer Brandenburg, Potsdam, Uckermark, Spreewald von Ulrike Wiebrecht
Wie auf der Karte mit den 10 Highlights in Brandenburg im Klappen-Innenteil ist dieser Teil Deutschlands auch auf meiner persönlichen Landkarte noch ein weißer Fleck. Bisher kenne ich einige Orte nur aus Dokumentationen, Büchern wie z. B. den Spreewald-Krimis oder Gedichten wie Ribbeck. Dieses Reise-Taschenbuch von DUMONT sollte mich dabei unterstützen, dies zu gegebener Zeit zu ändern.
Aufgeteilt ist das handliche Taschenbuch in die Regionen Potsdam und Umgebung, Der Westen, Der Süden, Der Osten, Der Nordwesten und Der Nordosten. Reiseinfos von A – Z und ein Magazin mit interessanten Beiträgen runden das Ganze ab. Neben der Reisekarte mit Entfernungstabelle gibt es noch 5 Citypläne und zur groben Orientierung noch diverse Tourenkarten und Detailpläne.
Für jede Region gibt es neben ausgesuchten Touren per Pedes, Rad oder Boot Informationen zu den unterschiedlichsten Bereichen, egal ob Historie, Sehenswürdigkeiten, Architektur, Museen und vielem mehr. Da Sightseeing auch ermüdet, dürfen Tipps zu den Bereichen Schlafen und Essen natürlich nicht fehlen. Mir gefielen besonders die kurzen Artikel über die so unterschiedlichen Lieblingsorte gut.
Ich habe bisher nicht gewusst, dass es in Brandenburg so viel zu entdecken gibt. Dieses Reise-Taschenbuch macht mir die Entscheidung nicht einfach. Natürlich möchte ich jetzt Potsdam erkunden, mit einem Floß gemütlich über einen der vielen Seen tuckern, eine Wanderung durch den Naturpark Schlaubetal von Mühle zur Mühle machen, Deutschlands wichtigste Mumie und den liegenden Eiffelturm besuchen und in der Traditionsgaststätte Wotschofska ein kühles Getränk zu mir nehmen, um nur einige Punkte meiner Liste aufzuzählen. Da wird ein Urlaub wohl nicht reichen.
Mit dem Reise-Taschenbuch von DUMONT ist man für einen Besuch Brandenburgs bestens gerüstet. Hier wird das Augenmerk nicht nur auf die gängigen Orte und Sehenswürdigkeiten gerichtet, sondern auch auf nicht so bekannte Kleinode und Besonderheiten.
Nur für auserlesene Gäste
Arrivederci am Lago Maggiore von Alexandra Holenstein
Nachdem mir Mord am Lago Maggiore aus der Feder von Alexandra Holenstein so gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Und ich fragte mich wie Tabea Kummer es geschafft hat, wieder in einen Mord verwickelt zu werden.
Zu Beginn dachte ich, dass ich diese Aushilfsstelle von Tabea in dem Boutiquehotel in Ascona wohl auch annehmen würde.
Morgens ein wenig mit den Gästen plaudern und nachmittags könnte ich es mir schon am Strand gemütlich machen. Bei näherer Betrachtung möchte ich aber doch darauf verzichten, denn sowohl die Bediensteten als auch die Gäste sind anstrengend und sehr speziell. Okay, bei den Preisen sind wohl keine 08/15 Gäste zu erwarten, aber solche?
Als eine Influencerin, die ebenfalls in besagtem Hotel eingecheckt war, tot aufgefunden wird, stellt sich nach und nach heraus, dass fast jeder der übrigen Urlauber ein Motiv hätte. Obwohl Tabea nichts mehr mit Mord zu tun haben wollte, beginnt sie zusammen mit der neugierigen Haushälterin eigene Nachforschungen anzustellen.
Ich mag den Schreibstil der Autorin, der immer wieder feinsinnige Ironie und Witz aufblitzen lässt. Die bildhaften Beschreibungen nicht nur vom Frühstücksbuffet, bei denen mir das Wasser im Mund zusammenlief, sondern auch von der landschaftlichen Kulisse ließen Bilder vor meinem inneren Auge entstehen.
Zu Beginn tat ich mich mit den vielen Personen etwas schwer und es hat gedauert bis mich der Krimi packen konnte. Aber dann haben die Geschichte und ich doch noch einen guten Draht zueinander bekommen.
Gaumenschmaus
Teigtaschen aus den Alpen von Irene Hager
In dem theoretischen Teil zu Beginn erfahren wir nicht nur etwas über Zubehör, Herstellung und vegane Alternativen, sondern auch über Tradition und warum es gerade in den Alpen eine solche Vielfalt an Teigtaschen gibt.
Im Rezeptteil lief mir beim Anblick der großformatigen Fotos schon das Wasser im Mund zusammen.
Gefallen hat mir, dass es teilweise auch Fotos zu der Herstellung gibt. Die Zutatenliste ist in der Regel übersichtlich, auch wenn die Besorgung der einen oder anderen Zutat hier fernab der Alpen eine gewisse Herausforderung darstellt. Die Anleitungen sind gut verständlich und wie folgt aufgebaut: Teig vorbereiten, Füllung zubereiten, Teigtaschen formen, Kochen und Anrichten. Die Rezepte für die unterschiedlichen Teigarten findet man erst hinten im letzten Kapitel.
Ich war begeistert von den abwechslungsreichen und sehr unterschiedlichen Füllungen. Da gerade Spargelzeit ist, habe ich direkt das Rezept für Spargel-Teigtaschen ausprobiert. Danach waren die Basilikum-Teigtaschen mit geschmorten Tomaten dran. Beides wird es bei uns nun öfters geben. Bisher habe ich wenig Erfahrung mit der Herstellung von Teigtaschen gehabt und das Formen ging daher nicht ganz so flott von der Hand wie von mir erwartet.
Irene Hager hat mit diesem Kochbuch genau meinen Geschmack getroffen. Hier trifft Tradition auf Moderne und herausgekommen ist eine köstliche und abwechslungsreiche Mischung.
Niederländisch lernen
Een zomer in Amsterdam von Jacob Jansen; Ineke de Bakker
Da wir häufig in den Niederlanden sind, wollte ich die Sprache auch gerne lernen. Sprachkurse fanden in unserer Gegend mangels Nachfrage nicht statt, daher kam mir dieses Büchlein des Circon-Verlags gerade recht.
Mir gefällt das Konzept, Sprache anhand von Kurzgeschichten, in die Vokabelangaben und Übungen eingebettet sind sehr gut.
Gedacht ist das Buch für geübte Anfänger. Da ich noch nicht zu dieser Gruppe zähle, dauerte das Lesen bei mir entsprechend länger. Sinngemäß hatte ich so gut wie keine Verständnisprobleme, aber es fehlten mir doch viele Vokabeln und die Verbformen waren mir nahezu unbekannt. Das machte sich besonders bei den Übungen bemerkbar. Damit sich das Erlernte verfestigt und nicht gleich wieder in Vergessenheit gerät, sind zusätzliche Wiederholungen erforderlich. Was mir jetzt noch fehlt, ist dass mir jemand die richtige Aussprache beibringt bevor ich die falsche verinnerlicht habe.
Toll fand ich die Infokästen zu Land und Sprache, die mich die Nachbarn noch besser kennenlernen lassen. Neben den im Text aufgeführten Vokabeln findet man am Ende viele weitere mit Angabe des Artikels bei den Substantiven oder ob es sich um ein unregelmäßiges Verb handelt. Zudem steht das englische Glossar als Gratis-Download zur Verfügung. Ein Manko war für mich, dass das Online-Vokabeltraining im Internet noch nicht bereitstand.
Flohmarktfund mit unerwartet großen Folgen
Hilfe, zu viele Saurier! von Mars-Leo Frei
Sören ist auf der Suche nach einem Freund und wollte Tommy mit seinem Flohmarktfund beeindrucken. Im ersten Anlauf klappt das nicht, aber dann wendet sich das Blatt und es wird aufregend.
Sowohl die Vorleserin als auch die Zuhörer hatten bei dieser Geschichte sehr viel Spaß! Sie ist spannend und witzig.
Mir gefielen so Feinheiten wie Haumichnich-Schule, Toys & Tinnef, oder dass der bewunderte Tommy mit Nachnamen Herrlich heißt.
Auch wenn Sören der Hauptakteur der Geschichte ist, so läuft ihm seine kleine Schwester Fine doch sehr schnell den Rang ab. Dieses pfiffige Mädchen ist ihrem Alter weit voraus und wir haben sie sofort in unser Herz geschlossen. Es herrschte aber die einhellige Meinung, dass niemand so ein Wunderkind zur Schwester haben wollte.
Der Schreibstil von Mars-Leo Frei ist genau richtig für Kinder und durch die direkte Ansprache zwischendurch wird man quasi in die Geschichte mit einbezogen. Den Wechsel zwischen Spannung und Humor finde ich auch gut gelungen und passend. Bereichert wird die Geschichte von den aussagekräftigen Illustrationen von Daniela Kohl.
Neben allen fantasievollen Elementen findet sich aber auch ein gutes Stück Realität wieder. Genau wie Sören sind täglich Kinder auf der Suche nach Freundschaft und überlegen sich wie das zu bewerkstelligen sein könnte. Auch das Thema Geschwister, die zwar nerven, aber man bei genauerer Betrachtung nicht mehr missen möchte ist allgegenwärtig.
Ein spannendes und witziges Kinderbuch, das uns nicht nur sehr gut gefallen hat, sondern am Ende sogar noch zu überraschen wusste.
Eine Leiche zwischen Seehunden
Mordseeparty von Emmi Johannsen
Caros vierzigster Geburtstag steht vor der Tür und sie hat noch genug zu organisieren. Aber als eine nackte Leiche auf der Seehundbank gefunden wird, kann sie es natürlich nicht lassen und begibt sich mit Jan sehr zum Verdruss von Kommissar Bachmann wieder selbst auf Spurensuche.
Ich liebe diese Reihe und es ist für mich als häufiger Borkumurlauber immer wie ein Kurzurlaub auf meiner Insel.
Inzwischen treiben mich Caro und Jan auch in den Wahnsinn. Nicht weil sie auf eigene Faust ermitteln, sondern wegen ihrem „Rumgeeiere“. Es wird Zeit, dass die zwei sich endlich gegenseitig ihre Gefühle gestehen.
Der tote Insulaner scheint zwei Gesichter gehabt zu haben. Auf der einen Seite wird er als widerlicher und übergriffiger Kerl beschrieben, während andere ihn eigentlich ganz okay oder sogar hilfsbereit fanden. Es gibt also genügend Verdächtige mit entsprechendem Motiv. Ich hatte dieses Mal relativ früh den richtigen Riecher, was dem Krimi etwas die Spannung nahm. So richtig überzeugend fand ich den Plot auch nicht. Für mich leider der bisher schwächste Band.
Bei den Borkum-Krimis ist für mich das Borkum-Flair und das Nordsee-Feeling mindestens genauso wichtig wie der Fall. Da für mich sowohl Flair als auch Feeling in ausreichendem Maße vorhanden waren, gibt es trotz obiger Kritik vier wohlwollende Sterne.
Amsterdam ist immer eine Reise wert
DUMONT direkt Reiseführer Amsterdam von Susanne Völler
Zur Einführung gibt es einige allgemeinen Infos, Fakten und Zahlen zu der niederländischen Metropole bevor wir auf 15 unterschiedlichen Wegen ins Innere vordringen. So verschieden wie die Bevölkerung mit 180 unterschiedlichen Nationen, so unterschiedliche sind die Orte an die uns Susanne Völler führt.
Die Diversität der Bevölkerung macht sich überall bemerkbar.
Eine Grachten-Rundfahrt darf da ebenso wenig fehlen wie der Besuch des Museumsplein. Es geht aber auch in die grüne Lunge Amsterdams, das Rotlichtviertel, die Shopping-Area und noch vieles mehr. Bei jedem Ausflug gibt es interessante Informationen zu allen möglichen Themen neben Öffnungszeiten und Einkehrmöglichkeiten. So erfahre ich warum bei Bauten der Amsterdamer School die kleinen Fenster so weit oben angebracht wurden und die Küchen so klein waren. Ich höre und lese zum ersten Mal von Probierstuben, in denen der Rest aus einer Flasche, der kein ganzes Glas mehr ergibt, nicht berechnet wird.
Zusätzlich werden am Ende noch Restaurants mit Anschrift, Öffnungszeiten, Preisniveau und Angebot aufgeführt, ebenso weitere Shopping-Möglichkeiten. Nicht unwichtig sind die genannten Übernachtungsmöglichkeiten, denn nach einem langen Tag möchte man gerne die müden Füße hochlegen. Für diejenigen, die immer noch fit sind und sich in das Nachtleben stürzen möchten, finden sich auch einige Vorschläge.
Sehr hilfreich sind neben dem enthaltenen Cityplan auch die diversen Internetadressen sowie allgemeine Hinweise z. B. zur Anreise, Parksituation oder dem Öffentlichen Nahverkehr.
Da eine Tante von mir im Randgebiet von Amsterdam wohnt, waren wir schon öfter in der Stadt und ich war neugierig, ob mir der Dumont-Reiseführer etwas Neues bieten kann. Er konnte, denn ich habe neue Informationen zu bekannten Orten bekommen und von einigen für mich neue Ecken erfahren. Das Büchlein wird bei unserem nächsten Verwandtenbesuch auf jeden Fall im Reisegepäck einen Platz haben.
Nicht unbedingt für jeden Tag
Easy Morning - Frühstück & Brunch von Christina Schierlinger-Brandmayr
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Alles sieht appetitlich aus und ist so hübsch angerichtet. Ich sitze sehr gerne etwas länger am Frühstückstisch, am liebsten in Gesellschaft und habe eine mehr oder minder große Auswahl.
Gegliedert ist das Buch nach der Einführung in folgende sechs Bereiche: Basics, Getränke, Brot & Gebäck, für jeden Tag, Sharing Plates / Brunch und Frühstücksrezepte aus aller Welt.
Anschließend gibt es neben dem alphabetischen Register noch eine Sortierung der 70 Rezepte nach Jahreszeit oder einem Motto-Brunch.
Zu fast jedem Rezept findet sich neben der Zutatenliste und der Anleitung ein ansprechendes Foto und manchmal ein Extra-Tipp. Zu meiner Überraschung gibt es nur vegetarische und vegane Rezepte in diesem Buch. Bei den Hauptmahlzeiten verzichte ich zwar meistens auf Fleisch, aber beim Frühstück oder gerade beim Brunch nehmen wir doch gerne mal etwas Frühstücksspeck, Wurst oder ein kleines Würstchen dazu.
Ich habe für mich einige Anregungen aus den Vorschlägen mitnehmen können. Da das Buch insgesamt sehr modern aufgemacht ist, mag es auch an meinem Alter liegen, dass für mich persönlich die Rezepte aus diesem Buch überwiegend eher etwas für einen Brunch mit Freunden sind als etwas für jeden Tag.
Museumsbesuch mit Folgen
Henriette Huckepack - Hokus Pokus Fidibus, was ist da im Museum los? von Andrea Lienesch
Im Gegensatz zu ihrer Großtante Martha findet Henriette es im Museum total spannend. Martha nörgelt nur rum bis sie eine geheimnisvolle Steintafel entdeckt. Das Entziffern der Runen hat für Martha unerwartete Folgen und stellt Henriette vor ein Problem.
Wir mögen diese Reihe von Andrea Lienesch mit Henriette sehr.
Sie ist eine tolle Junghexe. Ihr gelingt zwar nicht jeder Zauberspruch, was wir ziemlich witzig finden, aber dafür kann sie exzellent mit ihrem Werkzeug umgehen. Auch die tierischen Begleiter haben wir in unser Herz geschlossen.
In diesem Band lernen wir Barbara, eine Junghexe aus lang vergangenen Zeiten kennen. An der Interaktion zwischen Henriette und Barbara gefällt mir, dass sie gegenseitig von einander profitieren. Barbara ist offen für Erfindungen der Neuzeit und Henriette erkennt den Nutzen von altem Wissen. Die eine Hexe kann Zaubersprüche, die andere hat den Zauberstab und gemeinsam finden sie Lösungen.
Die Geschichte ist spannend, manchmal ein bisschen gruselig, aber auch witzig. Zusammen mit den tollen Illustrationen von Sabine Sauter ein toller Lesespaß für Kinder ab ca. 7 Jahre zum Selberlesen. Ein tolles Extra ist wie immer die Bastelanleitung am Ende der Geschichte.
Perfektion ist nicht alles
Der beste Garten der Welt von Alice Courtley
Das Stadthörnchen Steve möchte raus in die Natur. Der Wunsch erfüllt sich als er den perfekten Platz für den besten Garten der Welt findet. Beim Herrichten und Gestalten helfen ihm alle Tiere fleißig mit und alle freuen sich schon auf das fertige Werk.
Sehr warmherzig erzählt Alice Courtley die Geschichte von Steve, der lernt, dass Perfektion nicht alles ist.
Wichtiger ist Freundschaft, Empathie und sich gemeinsam an Dingen zu erfreuen. Mich erinnert Steve an eine Nachbarin. Bei ihr darf im Garten kein Blatt auf der Erde liegen und ich habe den Verdacht, dass sie auch mit einem Lineal die Grashalme misst, ob alle gleich kurz sind.
Die vielen farbigen und in verschiedenen Techniken erstellten Illustrationen brauchen wenige bis keine Worte, um die Geschichte widerzugeben. Die ausdrucksstarke Mimik der Tiere gibt die Gefühle der Tiere sehr gut wieder.
Ein unterhaltsames und wundervolles Buch für Kinder ab ca. 3 Jahre, das Werte wie Miteinander, Teilen und sich für Neues offen zeigen in den Mittelpunkt stellt.











