Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Kabeljau statt Wildschwein
Asterix in Lusitanien von Fabcaro; Didier Conrad
Asterix, Band 41: Lusitanien? Wo bitte liegt Lusitanien? Die Gallier wussten es auch nicht, als der Fremde Schnurres bei ihnen auftaucht und um Hilfe bittet. Schãoprozes, der Freund von Schnurres, wird verdächtigt, Cäsar vergiften zu wollen. Asterix und Obelix reisen nach Lusitanien, das später den Namen Portugal bekommen wird.
Die Reise ist eine Herausforderung, insbesondere für Obelix, da er mit Kabeljau so gar nichts anfangen kann und seine geliebten Wildschweinrationen vermisst…
Erster Eindruck: Asterix mit seinen Freunden beim Spaziergang in der Stadt – ein sehr schönes Cover.
Die Asterix-Bücher begleiten mich seit meiner Kindheit und ich freue mich immer, in alte und auch neue Geschichten einzutauchen. Dies ist mittlerweile Band 41. Obwohl die Geschichte 50 v. Chr. spielt, hat die Moderne Einzug gehalten, denn man muss für den Eintritt in einen Hochsicherheitsbereich ein Konto anlegen und ein Passwort vergeben. Und das Passwort muss – wie jeder weiss – etliche Kriterien erfüllen...
Selbstverständlich sind die Freunde Asterix, Obelix und Idefix – nicht vergessen! – auch dieses Mal siegreich: Asterix wie gewohnt mit Hilfe des Zaubertranks und der grummelnde Obelix, der keinen Zaubertrank trinken darf, ohne weitere Mittelchen. Die Rückkehr wird wie immer mit einem grossen Festmahl gefeiert – und endlich gibt’s wieder Wildschwein! 4 Sterne.
Knappe 3 Sterne
Tide, Tod und Tüdelkram von Elke Pistor
Annemie Engel, Band 2: Annemie Engel muss in Urlaub fahren. Ja, sie muss. Sie sähe gar keine Notwendigkeit dafür, denn es ging die letzten Jahrzehnte auch ohne, aber da sie einen Gutschein erhielt, muss sie eben. Immerhin kann sie auf ein Konzert ihres Schlageridols Peter Juwel gehen, darauf freut sie sich schon.
Am ersten Tag stolpert sie am Morgen früh jedoch über seine Leiche. Als die Polizei kommt, ist die Leiche nicht mehr da! Und am Abend steht der Sänger auf der Bühne, als wäre nichts gewesen. Etwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu! Am nächsten Tag findet sie den Sänger erneut tot auf. Aber dieses Mal wirklich. Sie ist fortan Hauptverdächtige Nummer 1…
Erster Eindruck: Das Cover ist sehr auffällig; der Buchtitel gefällt mir gut.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden.
Der Urlaub fängt ja gut an! Warum nur musste sie überhaupt in Urlaub fahren? Werner Assenmacher hat sie begleitet. Sie waren früher mal verliebt, aber dann vergingen zig Jahre. Und jetzt sind sie gemeinsam in den Norden gefahren. Sie hat es nicht so mit Menschen, aber Werner dafür umso mehr. Sie arbeitet als Konditorin, er als Buchhändler. Kaum angekommen, passiert der Pensionswirtin ein Unfall: Sie bricht sich den Arm und muss ins Krankenhaus. Annemie übernimmt kurzerhand die Backstube inklusive Café – so wie zu Hause. Nun ist der Urlaub gar nicht mehr so schlimm.
„Plunder gibt es immer wieder.“ (Annemie)
Annemie Engel wird kurzerhand zu Ms Marple, denn die Polizei tut nichts, um die Leiche bzw. den Mörder zu finden. Sie hat Annemie kurzerhand zu einer verrückten alten Frau erklärt. Dabei ist sie ganz klar im Kopf; sie weiss, was sie gesehen hat. Und sie kann sich auch erklären, wieso sie zwei Mal den toten Peter Juwel gesehen hat: Es sind zwei Männer! Nur muss sie nur noch Beweise haben… tja, backen ist eindeutig einfacher als Morde aufzuklären!
Dies war eine sehr ruhige Geschichte – eine wirklich gemächliche Story, für mich leider ohne Spannung. Es gibt wieder viele Rezepte, die zwar gut zum Beruf der Protagonistin passen, aber hier zu viele Seiten einnehmen. Knappe 3 Sterne.
Endlich wieder Pastorin
Winterlicht am Meer von Tanja Janz
Imke kehrt nach St. Peter-Ording zurück. Nicht nur, um ihre Eltern zu besuchen, sondern um vorübergehend die Stelle ihres Vaters zu übernehmen: Er arbeitet als Pastor und hat sich das Bein gebrochen. Das allein wäre schon schlimm genug gewesen, aber in der Adventszeit gibt es die verschiedensten Anlässe, deren Durchführung nun in Frage gestellt war.
Imke freut sich, als Pastorin einzuspringen, hat aber auch gemischte Gefühle zu ihrer Rückkehr: Die Gedanken an ihre einst beste Freundin Sinja und ihre grosse Liebe Simo, die sie hier zurückgelassen und bisher nicht mehr gesehen hat, setzen ihr zu. Was werden die kommenden Wochen bringen?
Erster Eindruck: Ein sehr stimmungsvolles Cover, das sehr gut zum gewählten Buchtitel passt.
Nach dem Prolog kommt es zu einem Zeitsprung von acht Jahren. Imke arbeitet in einem Jugendzentrum in Münster, seitdem ihre Kirche in Warendorf, wo sie fünf Jahre als Pastorin gearbeitet hat, geschlossen wurde. Die Tätigkeit gefällt ihr… meistens. Aber tief im Innern ihres Herzens ist sie eben doch Pastorin. Der Anruf ihrer Mutter, nach Hause zu kommen, um die Pastorenstelle interimistisch zu übernehmen, erwischt sie auf kaltem Fuss.
Sie weiss, sie hat noch zwei „Baustellen“ aus der Vergangenheit: einerseits Sinja, früher ihre beste Freundin, und andererseits Simo, ihr damaliger Freund. Da beide SPO nicht verlassen haben, wird sich eine Begegnung nicht vermeiden lassen. Doch davor fürchtet sie sich…
Imke hat mir sehr gefallen, ich habe gleich gespürt, dass sie mit Leib und Seele Pastorin ist. Aber eines macht auch der Fachfrau zu schaffen: Vergebung. Sie sollte sich für ihr damaliges Handeln vergeben können. Nachdem sie Sinja wiedergetroffen hat, entschuldigt sie sich zigfach dafür, dass sie den Kontakt nicht aufrechterhalten hat. Das empfand ich mit der Zeit etwas ermüdend, denn das Halten einer Verbindung ist keine einseitige Sache. Auch Sinja hätte den Kontakt suchen können. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und es gab den einen oder anderen Stolperstein auf dem Weg zu Weihnachten. Am besten gefallen hat mir der Zusammenhalt der Einheimischen. Von mir gibt es 3 Sterne.
Wenn Zimtsterne zu Mordwaffen werden
Mord an Weihnachten von Hanna Paulsen
Föhrer Morde, Band 2: Fröhliches Treiben an einem Adventsbasar in Oldsum. Dieses wird jedoch jäh unterbrochen, als Besucher mit einer Vergiftung zusammenbrechen und ins Krankenhaus müssen; ein Mann stirbt. Hauptkommissarin Greta Jensen und ihr Team werden durch Staatsanwalt Broder Jacobsen und Hauptkommissar Thies Hansen vom Festland unterstützt.
Als Mordwaffe werden vergiftete Zimtsterne identifiziert. Wer hat diese gebacken? Was ist das Motiv? Es kommt zu einem weiteren Todesfall…
Erster Eindruck: Cover und Buchtitel passen sehr gut zusammen – gefällt mir.
Dies ist Band 2 der Reihe, für mich aber die erste Begegnung mit dem Ermittlerteam.
Broder Jacobsen war zu Besuch bei seinen Eltern auf Föhr. Seit sein Bruder Arne vor zwölf Jahren verstarb, ist er zu Weihnachten nicht mehr gerne auf der Insel, denn Arne war ein absoluter Weihnachtsfan und die Erinnerungen sind gerade in jener Zeit zu schmerzhaft. Als er auf dem Adventsbasar Zeuge wird, wie eine Besucherin zusammenbricht, und es sogar einen Toten gibt, wird aus seinem privaten Besuch ein beruflicher Aufenthalt, da er als Staatsanwalt die Polizei unterstützen muss. Die Suche nach der Täterschaft gestaltet sich wie die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen: Wer hat die ursprünglich für einen guten Zweck gespendeten Kekse gebacken? Wen sollte es treffen? Und weshalb?
Ein Mann, der am Stand die Kekse verkauft und selbst auch davon genascht hat, ist gestorben. Ihm wurde seit dreissig Jahren von den Menschen im Ort vorgeworfen, schuld am damaligen Brand des Reitstalls Ebsen zu sein. Ein Cold Case, der erneut auf den Ermittlertisch kommt…
Das Buch hat sich grundsätzlich flüssig lesen lassen, aber ich kam zwischendurch etwas mit den vielen Protagonisten durcheinander und musste etwas zurückgehen, um die Protagonisten und ihre Verflechtungen detailliert aufzuschreiben. Dann ging es, aber es blieb doch komplex. Das Ermittlerteam hat mir sehr gut gefallen. Von mir gibt es 4 Sterne (keine Zimtsterne, wohlverstanden!).
Wunderbar
Storms and Secrets von Claire Kingsley
Die Haven Brothers, Band 2: Marigold Martin hat einen eigenen Friseursalon. Und genau dort begegnet ihr ein Mann, der eventuell der Eine sein könnte, auf den sie seit Jahren gewartet hat. Er sieht gut aus, weiss sich entsprechend zu kleiden, ist charmant. Und er scheint sie zu wollen. Bisher schlug ihr Herz immer für Zachary Haven ein bisschen schneller, aber erfolglos, denn für ihn ist sie nur die Freundin seiner Schwester.
Zachary ist Elektriker. Als er bei einem Arbeitseinsatz einen Stromschlag erleidet und sich dem Tode nahe fühlt, wird ihm bewusst, dass er um Marigold kämpfen muss. Er muss ihr endlich sagen, dass er Gefühle für sie hat. Schon seit Jahren. Wird sie ihm glauben? Gerade jetzt?
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut; aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich jedoch nicht.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Wer aber die Havens erst mal kennengelernt hat, will sicher alle Bände lesen.
Es ist schon verrückt, wenn das Herz insgeheim für eine gewisse Person schneller schlägt, aber diejenige einen nur ignoriert. So geht es Marigold. Sie sollte sich damit abfinden, dass Zachary einfach nicht auf sie steht. Da nun ein neuer Mann in ihr Leben getreten ist, wird das vielleicht sogar tatsächlich funktionieren. Sie beginnen zu daten. Als Zachary bei der Arbeit einen Stromschlag erleidet, wird ihm bewusst, dass er, der als Frauenheld verschrien ist, die Frau, die er eigentlich will, immer direkt vor Augen hatte: Marigold! Aber er hat sie ignoriert, und zwar als Folge eines dummen Fehlers in der Vergangenheit. Leider kommt diese Einsicht sehr spät, denn Marigold hat einen neuen Verehrer. Zachary muss den anderen Typen ausstechen – Marigold gehört zu ihm. Nur zu ihm.
Ich mag die Havens sehr gerne, inklusive der verkupplungswütigen Tante Louise! Sie versucht nicht nur die unverheirateten Haven-Jungs an die Frau zu bringen, sondern auch andere Singles in der Stadt. Hach, die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es ging um Freundschaft, Familie, Liebe, Angst; es gab berührende, aber auch sehr lustige Momente, gefolgt von zuerst verwirrenden Passagen, die sich zu einem wahren Krimi entwickelten. Auch die EST, die Eichhörnchen-Schutztruppe, war wieder aktiv! Das Buch war im Nu ausgelesen und ich freue mich, dass noch weitere Bände rund um die Havens vor mir liegen. Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.
Disziplin ist alles
Kampfgeist von Marie Lang
Manche Teenager wollen Lehrer oder Tierärztin werden, Marie jedoch Weltmeisterin im Kickboxen! Marie Lang erzählt von ihren Anfängen im Kampfsport und wie es ihr bis an die Spitze gelang. War der Weg einfach? Nein, bestimmt nicht. Mit eiserner Disziplin geht sie ihrem Sport nach und trotz aller Erfolge wird sie von Unsicherheit und Ängsten geplagt.
Ohne Support ihres Freundes und ihrer Familie hätte sie es nicht geschafft. Aufgeschrieben mit Unterstützung von Maximilian Reich.
Erster Eindruck: Eine taffe junge Frau auf dem Cover in einer Kampfpose – gefällt mir.
Warum habe ich zu diesem Buch gegriffen? Ich hatte bisher keine Berührungspunkte mit Kickboxen oder Kampfsport jeglicher Art. Aber ich interessiere mich für Menschen und ihre Geschichten. Daher war ich sehr auf das vorliegende Buch gespannt.
Es hat mich amüsiert, als sie vom ersten Training erzählte, denn sie meinte, dass sie fix und fertig war und am nächsten Morgen mit dem schlimmsten Muskelkater ihres Lebens aufwachte. Sie konnte nicht mal schmerzfrei die Zähne putzen oder die Haare zu einem Pferdeschwanz zu binden. „Aber hey: Ich fand es grossartig!“
Im Buch gibt es immer wieder Abschnitte mit „Lesson learned“, wo z.B. erklärt wird, dass man sich nicht mit anderen vergleichen sollte. Es hat mich im ersten Moment überrascht, dass das für sie ein Thema war. Aber zugleich war es auch nichts als logisch, denn Marie ist einfach ein Mensch mit Stärken (das zeigen die zig Weltmeistertitel), aber eben auch Schwächen. Und sie sich da zuweilen auch klein macht.
Sie erwähnt die Redewendung „Die Magie geschieht ausserhalb der Komfortzone“: Das kann ich mir gut vorstellen, aber das Kickboxen ist nicht einfach nur weit ausserhalb meiner Komfortzone – es ist sozusagen bereits in einer anderen Galaxie! Wenn ich lese, wie die Wettkampfvorbereitungen in puncto Essen und Trinken sind, wird mir schier ganz anders: nur gedünstetes Hühnchen mit Brokkoli und nur eine gewisse Menge Wasser nach einem Training… So etwas ist nur mit eiserner Disziplin durchzustehen – und das hat Marie!
„Nach fünf Runden konnten sie ihre Schläge immer noch mit einer Härte abfeuern, als würde man eine Bratpfanne ins Gesicht gezimmert kriegen, während ich bloss noch in der Lage war, Wattepads zu schmeissen.“
Auch wenn sie mehrfache Weltmeisterin geworden ist, war sie nicht frei von Selbstzweifeln. Und sie war auch nicht einfach plötzlich glücklich oder fühlte sich völlig anders, als sie die Titel einheimste. Denn der Stress, das Sich-Beweisen-Müssen, nahm zu. Vielen Dank für die Einblicke in ihr Leben und in eine für mich völlig fremde Sportart – 4 Sterne.
Es läuft selten alles nach Plan
Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik von Molly Blum
Ruby hat Stress: bei der Arbeit bei einem angesagten Londoner Modelabel, dessen Atelier von einer zweiten Cruella-de-Vil geleitet wird. Und mit ihrem Freund, der sich in erster Linie für sich selbst interessiert. Und auch in zweiter und dritter Linie. Als ihre Granny Jubilee sie bittet, in ihrer Stofftierklinik auszuhelfen, zögert Ruby nicht lange und fährt nach Cornwall.
Sie kommt zur Ruhe und beginnt, die Dinge um sie mit anderen Augen zu sehen. Dylan, dem sie bei einem Spaziergang begegnet, trägt auch dazu bei…
Erster Eindruck: Ein ziemlich üppiges Cover, aber bei Weihnachtsgeschichten darf es bei mir auch etwas kitschig-romantisch-übertrieben sein.
Der Anruf von Granny hat Ruby beunruhigt, denn wenn sie um Hilfe bittet, ist schon einiges im Argen: Ihr Mitarbeiter hat die „Cuddle Clinic“ Knall auf Fall verlassen; nun steht Weihnachten bevor und somit sehr viel Arbeit. Jubilee (toller Name!) will keine Kinder enttäuschen. Ruby muss ihr helfen – keine Frage! Ihre Atelierleitung, die eh nie lobende Worte für ihre Arbeit findet, feuert sie! Nun denn, dann soll es halt so sein. Von Seiten ihres Freundes kommt kein Support. Wieder nicht. Wann ist er eigentlich für sie da?
Ruby fand ich sehr sympathisch; ihr Freund hingegen konnte keine Punkte bei mir sammeln. Ich wurde jedoch zum Fan von Jubilee: ein warmherziger, liebevoller Mensch. Aber auch Bertha, ihre beste Freundin und seit ein paar Jahren auch WG-Partnerin, mochte ich sofort: Sie ist eher der Typ „raue Schale, weicher Kern“. Schön, wenn eine Freundschaft Jahrzehnte dauert und die beiden Frauen, nachdem sie ihre Männer verloren hatten, zusammenzogen. Die Stimmung in der Kleinstadt hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die zwei älteren Herren, die sich für die vorgenannten Freundinnen interessieren. Und da wäre ja noch Dylan, der Rubys Weg mehrfach kreuzt. Er hält sich unfreiwilligerweise in Cornwall auf und trägt viel Wut in sich…
Die Geschichte um Weihnachten, Familie, Liebe, Freundschaft und Kreativität hat sich flüssig lesen lassen und erhält von mir 5 Sterne.
Wie immer sehr unterhaltsam
Petronella Apfelmus - Hexenschuss und Zaubernuss (Band 13) von Sabine Städing
Petronella Apfelmus, Band 13: Vor dem Müllerhaus hält ein Bus voller Kryptozoologen – Krypto… wie bitte? Es sind Forscher, die im Haspelwald nach magischen Wesen suchen wollen. Oha! Das gefällt den Waldbewohnern aber gar nicht. Und ausgerechnet jetzt muss Petronella Apfelmus, die Apfelhexe, verreisen.
Lucius, die Apfelmännchen und die Kuchenbrand-Zwillinge halten die Stellung. Als den Forschern wertvolle Gegenstände gestohlen werden, fällt der Verdacht ausgerechnet auf Herrn Kuchenbrand! Wunderbar illustriert von SaBine Büchner.
Erster Eindruck: Ein detailreich gestalteter Einband, im Innern viele schwarz-weisse Zeichnungen – sehr schön!
Dies ist Band 13 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Aber einmal Petronella-Fan, immer Petronella-Fan!
Als ich das Wort „Kryptozoologen“ zum ersten Mal gelesen habe, war mir nicht auf Anhieb klar, was diese Menschen genau erforschen: Krypto = verborgen; Zoologie = Tierkunde. Okay, aber das scheint mir ein bisschen schwierig für die noch junge Zielgruppe. Forscher, die magische Wesen suchen, wäre aus meiner Sicht ausreichend (und zugleich verständlicher) gewesen.
Petronella muss kurzerhand zu ihrer Grossmutter Roberta in den Schwarzwald reisen: Die Grossmutter hat einen Hexenschuss (!) und benötigt dringend eine Salbe, denn nicht alles lässt sich mit Zauberspruch heilen. Ich fand die Kosenamen der Grossmutter für Petronella süss: Apfelbäckchen und Apfelwürmchen.
Zu Hause spitzt sich die Situation zu: Lucius versucht, die Kristallkugel in Gang zu bringen, um Petronella anzurufen, aber schafft es trotz ihrer Anleitung nicht. Und ihre Grossmutter hat leider kein Telefon! Hexobine Höckerbein muss helfen…
Wie immer war die Geschichte viel zu schnell ausgelesen – 5 Sterne.
Immer wieder vertrauen
Weihnachtstrubel im kleinen Buchcafé an der Isar von Emilia Thomas
Das kleine Buchcafé, Band 3: Für Antonia ist es immer noch ein bisschen unwirklich, dass sie nun das Buchcafé von Lotte im Kapuzinerviertel in München übernehmen wird. Es war ein Riesenschritt, in die bayerische Metropole zu kommen und sich mit einem Geschäft selbstständig zu machen. Sie versucht stets, nirgendwo anzuecken, und ja nicht aufzufallen, aber als Unternehmerin wird sich dies ändern müssen.
Nebenan ist eine Riesenbaustelle, die entsprechend Lärm und Unruhe generiert; eine Brauerei soll dort eröffnen. Als der Lärm überhandnimmt, muss Antonia mit dem Inhaber sprechen: Florian, ein gestresster junger Mann, der ihr überraschenderweise bekannt vorkommt…
Erster Eindruck: Das Cover finde ich sehr schön; es passt gut zum Buchtitel.
Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.
Lotte fällt es nicht leicht, ihr Buchcafé abzugeben, das sie über viele Jahre gehegt und gepflegt hat. Aber sie weiss, dass es an der Zeit ist, denn mit mittlerweile achtzig Jahren macht ihr die Arthrose doch mehr zu schaffen, als sie zugeben will. Sie weiss, dass das Buchcafé in fähige Hände kommt. Antonia hätte nie gedacht, dass sie einst in München ein Geschäft übernehmen würde. Ausgerechnet sie. In München! Aber der Start ist gut geglückt, denn sie konnte in eine 2er-WG einziehen und wurde gleich in den Freundeskreis ihrer Mitbewohnerin aufgenommen. Sie war ihr ganzes Leben lang immer sehr unsicher, was sicherlich auf die schwierigen Erfahrungen in der Schulzeit zurückzuführen sind. Der Jungbrauer Florian steckt viel Elan in die Eröffnung seiner Brauerei, die er mit einem Kollegen zusammen betreiben wird. Es ist alles hektisch und der Tag bräuchte doppelt so viele Stunden. Als Antonia bei ihm vorstellig wird, um sich zu beschweren, meint er, sie von irgendwoher zu kennen. Aber sie verneint…
Es hat mir leidgetan, dass sie während der Schulzeit mehrere Jahre Opfer von Mobbing war. Kein Kind sollte so etwas erleben müssen! Kein Wunder, dass sie Probleme damit hat, anderen Menschen zu vertrauen, nicht zuletzt auch wegen des Seitensprungs ihres Ex-Freundes. Sie scheint nun in München aufzublühen. Das Kapuzinerviertel wurde sehr lebhaft geschildert – schade, dass dieses nur fiktiv ist. Von mir gibt es 4 Sterne.
Eine Geschichte mit Zimt-Zucker
Der fünfte Advent von Blanca Imboden
Doris führt in dritter Generation einen kleinen Souvenirladen in Luzern. Ihr Vater ist trotz seiner fünfundachtzig Jahre immer noch mit im Laden. Doris bietet etwas Spezielles an: ein selbstgezeichnetes Porträt auf einer Christbaumkugel! Mit wenigen Strichen fängt sie das Wesen des Gegenübers ein und macht so den Käufer glücklich.
Zugleich wird der Christbaumkugelvorrat ein bisschen kleiner – ihr Vater hat einst bei einer Bestellung zehn Paletten anstatt Packungen geordert! Es kommt zu einem unerwarteten Klassentreffen mit ehemaligen Mitstudierenden aus einem Englischkurs in London vor vierzig Jahren. Das Treffen bringt unerwartete Gefühle ans Licht. Das schönste Weihnachtsgeschenk gibt es erst am fünften Advent…
Erster Eindruck: Das Cover mit einem Ausschnitt von Luzern auf (oder in) der Christbaumkugel gefällt mir sehr gut. Der Titel ist ungewöhnlich und erregt dadurch Aufmerksamkeit.
Die Geschichte hatte noch nicht mal begonnen und ich war schon innerlich berührt, nämlich durch die Widmung – schluck…
Doris hatte nie vor, den Souvenirladen zu übernehmen. Aber als sie mit zwanzig Jahren schwanger wurde, der werdende Vater jedoch kein Interesse am Nachwuchs zeigte, blieb sie in Luzern und arbeitete im Geschäft. Und die Jahre vergingen. Leider hat sie kein gutes Verhältnis zu ihrer Tochter; den fünfjährigen Enkel hat sie noch nie gesehen. Das schmerzt sehr. Sie wünscht sich nichts weiter als eine liebevolle Beziehung zu ihrer Tochter.
Eine der ehemaligen Kursteilnehmer aus London hat sich gemeldet und kurzerhand ein Klassentreffen in Luzern organisiert. Doris freut sich zwar, aber zugleich hat sie auch Angst davor. Haben alle anderen ihre Träume verwirklicht? Ist sie die Einzige, die allein ist? Es ist ihr durchaus bewusst, dass sie sich nicht mit anderen vergleichen sollte, denn jeder Lebensweg ist nun mal anders. Das kenne ich von mir nur allzu gut. Wenn ich mich mit anderen vergleiche, ziehe ich immer den Kürzeren. Dabei weiss ich nichts über die anderen, ausser dass sich einige besser „verkaufen“ können als ich. Aber an dieser Dauerbaustelle bin ich dran.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das Kreieren des fünften Advents fand ich witzig und den Ausgang der Geschichte gelungen. Von mir gibt es 4 Sterne mit einer tüchtigen Portion Zimt-Zucker!











