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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Tom Saller oder die Schönheit des Schreibens

Julius oder die Schönheit des Spiels von Tom Saller

Der junge Julius spielt Tennis, nein er lebt Tennis mit allen Fasern seines Seins. Seit dem er das erste mal einen Schläger in der Hand hatte, ist er fasziniert von dem Sport, er setzt alles daran um der Beste zu sein. Mit einer Einschränkung: Die sportliche Fairnis und der Anstand und Respekt für seinen Gegenüber darf nie fehlen.

Diese Attribute sind ihm in die Wiege gelegt worden in der Burg am Rhein. Seine Eltern ein Graf und eine Winzertochter sowie sein Großvater haben ihm diese Regeln vorgelebt. Nach dem er vom Rhein nach Berlin wechselt, ist er auf einmal dem "Leben" ausgesetzt. Er bleibt sich trotzdem selbst treu. Je erfolgreicher er wird, desto mehr Menschen bemühen sich um ihn. Frauen die mit ihm gesehen werden wollen, Industrielle die hoffen das sein Erfolg abfärbt und natürlich Politiker die ihn als Vorzeigemenschen der Herrenrasse verstehen.
Tom Saller beschreibt in seinem Buch Tennis so das es auch ich der mit Sport wenig zu tun hat, die Faszination begreifen konnte. Er beschreibt einen jungen Mann der so fest in seinen Grundsätzen verankert ist, das er nicht ins Wanken kommt.
An einer Stelle im Buch heißt es ungefähr, man ist als Sportler auf internationalen Parkett auch Vertreter seines Landes, man soll sich dementsprechend benehmen damit sein Land stolz auf ihn sein kann. Die Antwort von Julius ich muss auch auf mein Land und seine politischen Vertreter stolz sein um das umsetzen zu können. Sein Freund wünscht ihm daraufhin das diese Überzeugung nie auf dem Prüfstand gerate. Diese Szene spielt Mitte der 20er Jahre in Berlin.
Es ist ein Beispiel für das ganze Buch. Es ist schön und geistreich geschrieben ohne langweilig zu sein. Ich habe den Jungen und später den Mann sehr bewundert.
Der Wechsel von den guten Zeiten zu den schlechten Tagen wird sehr überzeugend dargestellt. Die schönen Tage werden lang und ausführlich geschildert. Die bösen Zeiten in kurzen Kapiteln meistens durch Empfindungen beschrieben. Es ist nicht immer alles gut und auch nicht alles schlecht. Genauso wird es im Buch dargestellt. Wir sind im Jahr 1923 im Tennisclub und sehen Julius und seinen Freunden beim Tanzen zu. Ein Kapitel später beschreibt Julius 1938 die kalten Wände seiner Gefängniszelle. Das schöne Kapitel ist mehrere Seiten lang, das hässliche bekommt manchmal nur eine Seite.
Das Leben ist kein Spiel aber es ist trotzdem schön.
Mich hat der Stil des Autors wieder von Anfang an mitgenommen, auch dieses Buch werde ich wieder öfter in die Hand nehmen. Es freut mich das er am Ende im Nachwort einige Erklärungen zu den geschichtlichen Tatsachen eingefügt hat.

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Ein besonderes Spielzeug

Arno und sein Pferd von Jane Godwin

Ein kleines hölzernes Spielzeug Pferd ist verloren gegangen. Arno hatte es immer dabei, bei Tag und auch in der Nacht. Nun ist es auf einem Ausflug verloren gegangen. Alle suchen es überall wo sie gewesen sind. Es wird das Unterste nach oben geräumt. Das Pferd ist weg. Bis Vater ein Machtwort spricht.

Natürlich geht schlafen ohne das Pferd nicht. Dann wird erzählt warum das Pferd so besonders ist. Erinnerungen an früher, ein besonderer Mensch.
Die Geschichte wird in deutlichen aber nicht zu einfachen Bildern erzählt. Der Text ist dazu in Reimen mit einer sehr schönen Sprachmelodie verfasst.
Er bleibt leicht hängen so das ich mich beim Vorlesen schnell mit dem Kind auf die Bilder konzentrieren konnte.
Sehr klar und einfach wird erzählt was das Pferd für Arno bedeutet. Auch wenn das Spielzeug mittlerweile ein paar Macken hat bleibt es etwas Besonderes. Denn es ist nicht nur ein hölzernes Pferd oder bei dem Kind ein anderes Teil. Es ist von einem sehr geliebten Menschen. Vielleicht ist dieser Mensch nun nicht mehr da oder er hat sich verändert. Aber die Erinnerungen die mit dem Teil verbunden sind, gibt es immer noch und verschwinden erst wenn auch dieses Geschenk nicht mehr da ist.
Es muss also wieder gefunden werden, auch im realen Leben. Dinge an denen die Kinder aus welchen Gründen auch immer ihr Herz gehängt haben, dürfen nicht verloren gehen und wir Erwachsenen dürfen darüber nicht hinwegsehen oder gar falsche Entscheidungen treffen.
Dieses Buch zeigt den Kindern Verständnis für eine solche Situation, es erklärt auch das Erinnerungen sehr wertvoll sind, für uns Erwachsene macht es deutlich auch wir brauchen solche Hilfen und Erinnerungen um an etwas vergangenes Schönes zu denken.

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Hut ab Herr Haderer!

Seht ihr es nicht? von Georg Haderer

Philomena Schimmer ist eine spannende Persönlichkeit. Sehr einfühlsam, sehr intelligent und sie liebt ihre Lieben.
Gleichzeitig ist sie Polizistin und sucht in der Hauptaufgabe vermisste Personen. Weil sie zu feinfühlig ist für andere Bereiche des LKA in Österreich oder es fehlt ihr das Y - Chromosom.

In dem aktuellen Fall wird eine Familie ermordet und die einzige Tochter ist verschwunden. Warum, Wieso, Weshalb? Fragen über Fragen nicht nur zum Mord, sondern auch zur Familie die die Suche nach dem Mädchen extrem schwierig machen.
Dieser Krimi hat mich überrascht. Denn abgesehen von dem Rätseln wer hat die Morde begangen und wo ist das Kind, war der Schreibstil eine Überraschung. Ironie die manchmal zum Sarkasmus wurde. Dann wieder nur eine liebevolle Frotzelei. Ständige Wort Spielereien, Anspielungen auf Musik, Bücher und andere Kunst. Auch Scherze unter die Gürtellinie gab es. Schnelle Wendungen mitten im Satz aus Scherz wurde ein Gedanke dem die Ermittler unbedingt nachgehen mussten. Dieses Miteinander der Figuren war einfach herrlich. Wenn Philo zum Rapport zitiert wird weil sie über reagiert hat, gibt es nicht den erwarteten Anschiss sondern eine Ermahnung der anderen Art.
Mich hat das Buch mitgenommen, mit jeder Seite die Frage was kommt jetzt. Worüber darf ich jetzt den Kopfschütteln oder Lachen oder Überlegen wo habe ich das schon mal gehört oder gelesen. Diese Spielereien mit Titeln, Verbindungen, Namen und anderem waren ein Highlight in diesem Buch. Anspruchsvoll zwar aber auf eine gute Art und Weise.
Der Schluss war natürlich folgerichtig ein ganz anderer wie erwartet.
Hut ab Herr Haderer!

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Ein neuer Thriller

Die Verlorenen von Simon Beckett

Vor Jahren hat Jonah seinen Sohn verloren und auch den Kontakt zu seinem besten Freund. Nun ruft der an und bittet um Hilfe. In einem verlassenen Lagerhaus liegen Leichen auch sein Freund und sein Albtraum beginnt. Seine Kollegen von der Polizei glauben nicht an Zufälle immer mehr gerät Jonah in die Rolle des Verdächtigen.

Außerdem steht die Vergangenheit auf einmal auf.
Es ist die absolute Horrorvorstellung für alle Eltern das ihrem Kind etwas zustößt, sollte es passieren werden die meisten damit nicht fertig. Ihr Leben ist zerstört. Trotzdem weitermachen ist eine Mammutaufgabe die jeden Tag von neuem angegangen werden muss.
Unter diesen Voraussetzungen arbeitet Jonah Colley bei der Polizei. Fordernde Arbeit und ein zerrüttetes Innenleben so stellt Beckett ihn uns vor. Sehr viel diffiziler als andere Autoren ( Jonah ist z. B.. kein Alkoholiker ), wird Jonah für mich als ein Mensch dargestellt, der trotz seines Verlusts und guten Gründen nichts mehr mit seinem Freund zu tun zuhaben, immer noch für ihn und seine Familie da ist.
Seine Suche nach Antworten ist langwierig, es werden ihm Steine in den Weg gelegt, er wird belogen und bedrängt. Aber es findet alles im Rahmen einer gesunden Logik und ohne ständige Gewalt statt. Als Leser kann ich das Verhalten der meisten Personen außer dem Täter nach vollziehen. Mir hat der Thriller gefallen, weil er aus dem üblichen Rahmen fällt.
Es wird weiter gehen mit Jonah Colley das lässt der Schluss des Buchs erahnen und in der Beschreibung steht es ist der erste Band mit ihm.

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oberflächlich

Die Verlorenen von Simon Beckett

Im Königreich Alandra gibt es Magie und zwei Herrscher, einer für das Kupfervolk und die andere für das Eisenvolk. Alle paar Jahre gibt es einen Kampf die besten aller Regionen treten gegen einander an um zu zeigen wer der / die Beste im Kampf und anderen Disziplinen ist um das jeweilige Volk zu führen.

Beide Völker dürfen sich nicht mischen, sonst gibt es ein Unglück. Fiana verbirgt ihre Magie und ihr großes Geheimnis, als ihre Magie entdeckt wird muss sie am Kronenkampf teilnehmen.
Das Thema ist phantastisch, da hatte ich eine Menge erwartet vor allem das es eine Geschichte in mehreren Teilen sein würde. Dem ist nicht so und leider geht es an die Qualität. Es wird alles zu schnell und oberflächlich erzählt. Die Protagonisten sind interessant aber zu wenig beschrieben. Selbst von der Hauptfigur erfahren wir wenig über ihre Vergangenheit. Alle anderen werden einfach in den Raum gestellt. Keine Figur hat Tiefe. Der Kronenkampf ist eine Abfolge von Disziplinen aber der Kampf wird nicht dargestellt. Als Leser begleiten wir nur Fiana, die anderen 20 Teilnehmer fallen nach und nach raus mehr erfahren wir nicht. Auch die Liebesgeschichte wird nur nebenbei erzählt.
Die Verbindung der anderen Paare hätte gern intensiver erzählt werden können. Das große Geheimnis von Fiana wurde zum Ende zu schnell erzählt.
Für mich war das Buch Stoff für drei Bände gewesen. Beschreibungen der Personen, des Königreichs und seine Völker, die Geschichte der Magie, der Kampf, usw. es war von allem zu wenig.

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Familie

Der Panzer des Hummers von Caroline Albertine Minor

Eine Familiengeschichte über drei Geschwister die sich auseinander gelebt haben. Jede/r führt ihr/sein eigenes Leben und ganz selten findet man Kontakt zueinander. Ea, Sidsel und Niels, die letzten beiden leben in Kopenhagen und Ea lebt in San Francisco. In fünf Tagen erfahren wir Leser sehr viel über ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle.

Mitten hinein ins Leben, ohne Anfang und Ende. Ab und zu ein Rückblick auf die Eltern die früh verstorben sind.
Es ist eine ruhige Geschichte, vielleicht hat sie mich deshalb nicht so mitgenommen. Ich habe mich über nichts geärgert oder gefreut. Es war ein gleichförmiger Strom an Worten die an mir vorbei geflossen sind, ohne Steine oder wenigstens kleine Untiefen die mehr Aufmerksamkeit erfordert hätten.
Da es sehr kleinteilig erzählt wird mit vielen Beschreibungen, fehlt der Blick auf das große Ganze für mich. Da ist die Frage warum ist gerade dieser Satz oder diese Situation für den Protagonisten so wichtig. Ich kenne den Hintergrund nicht und diesmal habe ich auch Schwierigkeiten mir einen dazu auszumalen.
Trotz der vertraulichen Anrede empfinde ich Bücher nordischer Autoren immer als sehr diskret und zurückhaltend. Als ob, wie dieses Zitat "die Jahre wären wie ein Trichter angeordnet," nicht die Jahre sondern die Ereignisse wie ein Trichter angeordnet sind, Ganz viel oben eher Unwichtiges und unten schon fast erdrückt die wichtigen. Ich musste als Leser warten bis diese Episoden unten herausgeflossen sind. Eine Überraschung ab und zu weil sie ja im Gegensatz zu den Oberen nicht mehr zu sehen waren.
Wenn man mit den Figuren warm werden kann, ist es ein gutes Buch. Ich konnte es nicht, trotzdem mochte ich das Buch als ob es mir sagen wollte du hast es besser getroffen, freue dich darüber.

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Ungewohnt

Flucht nach Patagonien von Jana Revedin

Der junge Designer und Innenarchitekt Jean MIchel Franck fährt 1937 mit seiner Mäzenin und Freundin nach Argentinien, vorgeblich dort ein Hotel einzurichten. In Wahrheit will ihn Eugenia vor den Bedrohungen durch die Deutschen in Sicherheit bringen. Sie ist vorausschauender als viele ihrer Zeitgenossen und hat die Aussagen die seit Jahren in Deutschland kursieren ernst genommen.

Sie ist sehr reich und hat schon viele aufstrebende Künstler unterstützt. Viele sind davon Freunde oder Kunden von Jean geworden. Alle großen Namen kommen in diesem Roman vor. Pablo Picasso, Coco Chanel, Igor Strawinsky, Marcel Proust, Heinrich Mann, Anna Seghers u.a.. Auch die Hauptfigur ist noch heute sehr bekannt. Seine minimalistischen Entwürfe mit exklusiven Materialien sind immer noch sehr begehrt ( man braucht nur genug Geld ).
In diesem Buch lässt die Autorin ihn einen Rückblick auf sein bisheriges Leben schreiben. Er war anscheinend nie richtig glücklich, das drückt sich auch in seiner Sprache aus. Er macht nicht den Eindruck depressiv zu sein aber seine Sucht nach Perfektion und die Beschreibung seiner Lebensumstände machten einen traurigen Eindruck.
Der Schreibstil ist ungewöhnlich, es werden Formulierungen und Begriffe verwendet die im normalen Sprachgebrauch selten zu finden sind. Es ist oft die Sprache der Philosophen und Schriftsteller jener Zeit. Das ist gewöhnungsbedürftig und stört hin und wieder den Lesefluss.
Auf der anderen Seite ist es die Beschreibung eines Lebens jenseits der Normalität. Es gab keine Geldsorgen, dafür viel Kunst und Kreativität.
Vielleicht stimmt es, wer mit solchen Fähigkeiten ausgestattet ist, ist kein Normalsterblicher, daher ist auch ein Buch über ihn mit anderen Empfindungen zu lesen.

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Ruhe und Gelassenheit

Die Bierkönigin von Minnesota von J. Ryan Stradal

Das Cover erinnert an eine Bier oder Konservendose in den fünfziger Jahren. Der Klappentext hat mich etwas anderes erwarten lassen als ich bekommen habe.
Es geht nach meiner Lesart um drei Frauen einer Familie, die beiden alten Schwestern Edith und Helen die schon jahrzehntelang nicht mit einander sprechen und Diana die Enkelin von Edith, sowie um ihre Fähigkeiten aus ein paar Zutaten etwas Besonderes zu machen.

Bei Edith ist es Pie und bei Helen und Diana ist es Bier.
Erst erfährt man einiges über Edith, ihren Mann und den Rest der Familie und ihr Berufsleben. Dann folgt Helen und Diana. Die für mich wichtigen und interessanten Elemente werden nebenbei erwähnt und dann abgehakt, z.B.: die Erkrankung von Ediths Mann. Aber das ganze Drumherum wie Meinungen, Stimmungen, Landschafts- und Menschen Beschreibungen nehmen extrem viel Raum ein.
Dazu wird alles beiläufig erzählt wie als ob man am Abend müde noch etwas zusammen sitzt und sich gegenseitig den vergangenen Tag erzählt. Wenig Emotionen, kaum Highlights einfach nur reden und für einander da sein.
Das war für mich das Angenehme an dem Buch, nicht die Geschichte an sich sondern das Gefühl da ist jemand der redet mit dir, wird dir gegebenenfalls auch zuhören.
Die Erzählung hat Ähnlichkeiten mit anderen Geschichten über starke Frauen, Frauen die von heute auf morgen ihr Leben umkrempeln müssen und Verantwortung übernehmen. Nur ist dort der Erzählstil ein anderer. Die Ruhe und Gelassenheit in diesem Buch war für mich neu.

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Was kommt danach

RC2722 von David Moitet

Die Welt wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Eine Klimakatastrophe, eine Pandemie, eine Atomunfall und alles ist zu Ende. Nur eine Handvoll Menschen haben es in einem Bunker geschafft und überlebt. Die Umwelt ist verseucht. Tapfere Krieger gehen raus und holen das lebensnotwendige Wasser.

So sind die Umstände unter denen Oliver mit Vater und Bruder lebt. Dann stirbt sein Vater überraschend und sein Bruder verschwindet und alles ist eine Lüge. Draußen muss Oliver alles neu lernen und bekommt Hilfe von Tsche.
Die Geschichte springt zwischen Olivers Gegenwart und seiner Vergangenheit hin und her.
Es ist ein spannende Geschichte wie Oliver die Wahrheit erfährt und damit umgeht. Dazu wird die Vergangenheit, also Olivers Kindheit aus den Erinnerungen des Vaters erzählt, durcheinander und nicht chronologisch. Diese Art zu Erzählen passt gut zu dem Chaos und Durcheinander das nach so einer Katastrophe entsteht.
Alle Ereignisse die dazu geführt haben gibt es schon heute, das Buch ist also eine gute Mahnung vor der Apokalypse. Auch der Umgang mit den Folgen kommt mir als Leser bekannt vor, das Thema Flüchtlinge ist nur ein Beispiel. Genauso finde ich es spannend wie Lösungen angeboten werden. Pflanzen die wenige Wasser brauchen oder kleine Häuser die in die Erde gebaut werden.
Der Schreibstil ist präzise und trotzdem leicht verständlich. Das ideale Buch für junge Leser, die vom Alter her in der Lage sind über die Folgen jeden Handelns auch im weiterer Zukunft nach zudenken.

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Sehr humorvoll

Verreisen mit Urne von Sandra Schipper

Der Titel verspricht ein lustiges Roadmovie und hält auch dieses Versprechen.
Louise wird beauftragt Rick auf seiner Reise mit der Urne seines Vaters zu begleiten, sonst erhält er sein Erbe nicht. Sie bekommt dafür genug Geld um ihre Schulden zu bezahlen. Leider ist Rick ein arroganter Typ mit einem Stock im Allerwertesten.

Als Archiebald III hat er immer zu viel Geld Verfügung gehabt und ist dementsprechend abgehoben. Louise hat durch eine katastrophale Beziehung einen Haufen Schulden und die Nase voll von Männern.
Die Reise ist voller Hindernisse und die beiden Zoffen sich in einer Tour. Zum Weglachen.
Gleichzeitig lernen wir die beiden näher kennen und ehrlich gesagt auch lieben. Einige Erlebnisse sind derart schräg die sind einer sehr humorvollen Feder entsprungen. Dann gibt es Szenen da wird einem etwas wehmütig.
Am Ende ist Rick seinen Stock losgeworden und hat die Frau gefunden die seinen Kakao schokoladiger schmecken lässt ( Zitat aus einem Brief von Archiebald II ).
Eine sehr humorvolle Geschichte mit Tiefgang.

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