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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pusteblümchen:

Alma und Vili

Alma von Federica Manzon

Im Mittelpunkt der Handlung stehen Alma und Vili, die ihre Kindheit zur Zeit des Krieges in Jugoslawien gemeinsam in Triest verbracht haben. Alma hat später Triest verlassen und kehrt erst nach dem Tod ihres Vaters zurück.
Damit beginnt eine Suche nach der eigenen Identität, die Frage danach wie sehr unsere Herkunft uns prägt und beeinflusst.

Die Beschreibung von Almas Jugendjahren ist wunderschön zu lesen und hat in mir ein nostalgisches Gefühl hervorgerufen. Weniger schön sind die Grausamkeiten des Krieges, die mir sehr unter die Haut gegangen sind.
Das Buch erfordert einiges an Konzentration, da die zeitliche Abfolge nicht chronologisch erfolgt und es eine Menge zeitliche oder örtliche Sprünge gibt. Zunächst hat mich das verwirrt und ich habe dadurch ein wenig gebraucht, um in der Handlung anzukommen.
Dennoch lohnt sich das Lesen sehr, da anhand von Alma ein Stück Geschichte einfangen wird mit dem ich mich bisher noch nicht beschäftigt hatte.

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Die Kraft der Worte richtig nutzen

Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander. von Bob Blume

In dem Buch geht es um Verständnis und Verstehen, dafür müssen wir schreiben und lesen können. Beides bezeichnet der Autor als Superkraft und das erscheint mir absolut treffend.
Für ein verständnisvolles und gutes Miteinander ist nichts wichtiger als Kommunikation.
Lesen bedeutet andere Meinungen wahrzunehmen, sich in andere hineinzuversetzen, zu reflektieren und sich auszutauschen.

Dabei eröffnet das gemeinsame Lesen oftmals noch mehr neue Perspektiven.
Es geht um Kommunikation, Austausch und Verständnis. Das alles ist möglich, wenn wir lesen, schreiben und sprechen, wobei nicht jedes Gespräch zum Austausch führt. Diesen Gedanken fand ich sehr treffend und werde in Zukunft echte Gesprächspartner wieder bewusster wahrnehmen und mehr schätzen.
Das Buch ist dünn, viel mehr ist es ein Büchlein, aber sehr gehaltvoll und ich kann nur empfehlen es zu lesen, um in Zukunft noch bewusster die hier genannten Superkräfte einzusetzen und wahrzunehmen.

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Im Sommer 1991

Sommer auf Perigo Island von Perry Chafe

Pierce Vater ist vor drei Jahren zur See gefahren und spurlos verschwunden. Seitdem lebt der Zwölfjährige allein mit seiner Mutter. Die meisten Einwohner der Insel Perigo Island leben vom Fischfang. Den Sommer verbringt Pierce mit seinen Freunden am Hafen.
Als seine Freundin Anna vermisst wird, macht er sich gemeinsam mit seinen Freunden auf die Suche.

Dabei stoßen sie auf den Meeresbiologen Salomon. Durch ihn erfahren sie welche Auswirkungen das Leben der Menschen auf das Meer und die Natur hat.

Es ist ein Sommer voller Gefühle, Abenteuer, Sorge und auch Fürsorge.
Nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist einfach schön mit den Teenager den Sommer zu erleben, ihre Emotionen zu erleben, sich mit ihnen zu sorgen und erleichtert aufzuatmen. Es ist ein Sommer, den man sich rückblickend wünscht und bei dem man einfach gerne dabeigewesen wäre. Es ist aber nicht nur die Geschichte der Teenager, die das Buch lesenswert macht, sondern auch die Probleme der Einwohner der kleinen Insel, die durch Überfischung und den Raubbau des Menschen an der Natur entstehen.

Es ist ein eindringlicher Roman mit dem Hauch von Nostalgie, der auch nach dem Lesen noch lange nachklingt.

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Ein wertvolles Buch

Love and be loved von Cleo Wade

Ich habe noch nie ein so buntes Buch in der Hand gehalten, das so schlicht und gehaltvoll zugleich war.
Die Seiten sind bunt illustriert, es finden sich Blumen, Herzen, Vögel, kleine Tiere, Sonne, Mond, Sterne und vieles mehr. Es sind lauter kleine Symbole, wie man sie auch in Kinderzeichnungen findet und die positive belegt sind.

Dazu findet sich auf jeder Seite ein Wunsch für einen Menschen, der einem etwas bedeutet. Es sind einfache Worte, die aber eine Menge Tiefgang haben. Dieses Buch lädt zum Nachdenken ein, hat eine beruhigende Wirkung und läst dazu ein seine Gedanken schweifen zu lassen, um zur Ruhe zu kommen.
Positiv fiel mir das DIN-A4-Format auf, da sich dadurch auch die kleinen Details gut erkennen lassen.


Ich finde dieses Buch einfach wunderschön, sowohl zum selbst Lesen als auch zum Verschenken. Es ist eine kleine Pause vom oftmals stressigen Alltag.

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Eine besondere Liebesgeschichte

24 Sekunden ab jetzt von Jason Reynolds

Der Untertitel des Buches lautet „Eine ganz normale Liebesgeschichte“. Für mich war es aber eine ganz besondere Liebesgeschichte. Der Autor berichtet aus der Perspektive eines jungen Mannes, der kurz davor ist, das erste Mal mit seiner Freundin zu schlafen. Für ihn ist es wichtig, dass es für beide Seiten schön wird.

Die Ereignisse werden rückwärts erzählt. Sie beginnen in der Gegenwart und enden 24 Monate zuvor.

Wenn es um Gefühle geht, ist es ist nicht einfach die richtigen Worte zu wählen. Hier ist es dem Autor hervorragend gelungen. Der Protagonist ist aufgeregt, unsicher und lebt ein Leben wie unzählige andere Teenager auch.

„24 Sekunden“ ist ein tolles Jugendbuch, das einfach geschrieben und schnell zu lesen ist. Dennoch hat es Tiefgang und berührt.
Jason Reynolds gelingt es immer wieder, sich in seine jungen Leser einzufühlen und wichtige Themen zu behandeln, die ansonsten leider oft viel zu kurz kommen.

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Verrückt!

Die Enthusiasten von Markus Orths

Das ist eines der Bücher, die man entweder liebt oder mit denen man so rein gar nichts anfangen kann. Wie man an meiner Sternebewertung sieht, ich habe es geliebt. Zugegebenermaßen habe ich einige Zeit gebraucht, um mich darauf einzulassen, da mir zunächst nicht klar war, worauf die Handlung hinauslaufen würde.

Thematisch ist das Buch eigentlich etwas für jeden Buchliebhaber. Es geht nämlich um eine fünfköpfige buchaffine Familie, drei Geschwister und ihre Eltern. Neben ihnen tauchen noch weitere merkwürdige Gestalten auf. Einige fand ich nicht wesentlich für die Handlung, unterhaltsam waren sie dennoch.
Irgendwie ist die Handlung ziemlich schräg, die Geschwister haben vollkommen unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen und interessieren sich alle drei gleichermaßen wenig für gesellschaftliche Konventionen.
Es ist aber nicht allein die Handlung, die mich hier am Lesen gehalten hat. Viel mehr war es der frische Schreibstil und die Sprachakrobatik des Autors, an der ich meinen Spaß hatte.
Ich denke nicht, dass dieses Buch von einer breiten Masse gelesen wird, da es einfach außergewöhnlich ist, aber ich fand es außergewöhnlich gut.

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Aufarbeitung der Vergangenheit

Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann

Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt sich vor den Augen seiner Kollegin María in den Tod. Sie ist entsetzt. Warum hat Thomas das getan? Hätte sie erkennen müssen wie verzweifelt Thomas war?
Neben ihr versuchen Victor vom Kriseninterventionsteam und ein weiterer Kollege Simon nach den Hintergründen für diese Verzweiflungstat.

Während die drei nach der Ursache in Thomas Vergangenheit suchen, werden sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight und ich weiß gar nicht so genau, wie ich diesem gerecht werden soll. Es steckt voller Anspielungen aus dem Bereich Musik, Kunst und Literatur, hat durchweg gut gezeichnete Charaktere und eine komplexe Handlung in der letztendlich alles ineinander greift. Beim Lesen hatte ich das Gefühl Puzzleteile ineinander zu stecken, die sich zu einem wahren Kunstwerk entwickelt haben.

Der Inhalt des Buches passt hier wirklich perfekt zum Titel. Mich hat das Buch gefesselt und auch sehr zum Nachdenken angeregt.

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Überraschend vielschichtig

The Exes von Leodora Darlington

Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Handlung hineinzufinden, da sie zwischen „Jetzt“ und „Damals“ hin- und herspringt, ohne dass sich mir die Zusammenhänge erschlossen haben. Nachdem ich dann einzelne Puzzleteile für mich zusammenfügen konnte, hat mich das Buch gepackt.

Natalie denkt, dass sie mit James endlich den Mann für`s Leben gefunden hat.

Drei ihrer Männer sind bereits tot, genauere Informationen erhält man zunächst nicht. Da bleibt einiges offen. Es fiel mir schwer ein Bild von Natalie zu bekommen. Sie ist ein durchaus interessante Protagonistin, aber einordnen konnte ich sie nicht und begegnen möchte ich ihr eigentlich erst recht nicht. Neben ihr und James ist ihre Schwester ein weiterer interessanter Charakter.

Die Handlung steckt voller Geheimnisse, Lügen, menschlichen Abgründen und unerwarteten Wendungen. Dabei kann sich jeder für sich Fragen, wie weit er gehen würde, um sich und seien Familie zu schützen. Trotz Spannung gibt es auch humorvolle Momente. Diese Kombination mag ich und hat für mich den schwierigen Einstieg wieder wett gemacht.

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Fesselnder Krimi aus dem Surferparadies

Heaven's Gate von Daniel Faßbender

Caruso ist Ende 30, verweilt gerade im Surferparadies auf der philippinischen Insel Surogao, ist Profisurfer, Privatdetektiv und hoch verschuldet. Sorgen macht er sich dennoch nicht und vertraut darauf, dass wieder Aufträge hereinkommen. So ist es auch. Ángel Guzmán Gaviria vermisst ihren 21-jährigen Sohn Juan, der vor einem Monat auf die Insel gekommen ist und von dem seit zwei Wochen jedes Lebenszeichen fehlt.

Caruso weiß direkt von wem die Rede ist und nimmt den Fall an. Schnell stellt er fest, dass er es nicht nur mit einem Vermisstenfall zu tun hat.

Zunächst wird die Handlung aus Carusos Sicht geschildert. Später gibt es auch kurze Perspektivwechsel.

Das Setting ist paradiesisch, das beinhaltet allerdings nur die Landschaft und die Natur. Im Hintergrund gibt es Drogenhandel und kriminelle Machenschaften. Es ist genau dieser Kontrast, der das Buch ausmacht und fesselt.

Über Carusos Privatleben und über seine Vorgeschichte gibt es einige Informationen, die für den Fall selbst nicht unbedingt relevant sind, aber ein besseres Bild des Protagonisten geben und für weitere Fälle interessant werden könnten.

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Gelungene Fortsetzung eines Klassikers

Henri-Jette-Sausebahn von Cornelia Boese

1958 wurde erstmalig der Kinderbuchklassiker Henriette Bimmelbahn von James Krüss veröffentlicht. Nun 68 Jahre später gibt es eine Fortsetzung, in der es um die Enkel von Henriette geht. In lebendig geschwungener Schrift sausen Henri und Jette durch die Welt.
Die Reime haben bei mir direkt Erinnerungen hervorgerufen, da sie den gleichen Rhythmus haben wie bei der Bimmelbahn.

Sie sind leicht zu merken und gut verständlich. Auch die Illustrationen erinnern direkt an Henriette. Man sieht ihnen an, dass Henri und Jette ein wenig jünger sind, da alles ist ein wenig zeitgemäßer gestaltet ist.
Das Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Einen Klassiker fortzusetzen, ist eine Herausforderung und diese haben Cornelia Boese und Pina Gertenbach gelungen gemeistert. Auf jeder Seite gibt es neue Überraschungen und so viel zu entdecken, dass wir trotz des geringen Textanteils lange verweilen konnten. Das Buch lädt dadurch zum Dialog ein und fordert Interaktion.
Da es ein Buch zum Vorlesen ist, gefällt mir das große Format besonders gut, so kann auch von rechts und links ein Kind mit schauen, ohne das es ein Problem gibt.

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