Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Chris:
Sommerlich leicht
Mühlensommer von Martina Bogdahn
Wow, was für ein sommerlich leichtes Buch - ich habe es in nur wenigen Tagen durchgelesen und fand die Geschichte sehr mitreisend, gefühlvoll, humorvoll und einfach wundervoll. Das Cover zeigt ein goldenes Weizenfeld im Sommerlicht und es verspricht nicht zu viel.
In »Mühlensommer« erzählt Martina Bogdahn von Maria die auf einem Bauernhof aufgewachsen ist.
Die Geschichte wechselt von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück und bietet daher einen interessanten Kontrast zu Marias Kindheit und ihrem Erwachsensein.
Das Buch schwelgt dabei in schönen und nicht so schönen Kindheitserinnerungen auf der einen Seite und der herausfordernden Gegenwart in der Marias Vater im Krankenhaus liegt und ein Konflikt mit ihrem Bruder geklärt werden muss. Die Gegensätze sind auf den ersten Blick unendlich groß und doch werden sie in dem Buch wunderbar verwoben.
Hat mich überzeugt
Verborgen von Eva Björg Ægisdóttir
Ich bin ein großer Fan von Islandkrimis, daher habe ich auch schon die ersten beiden Bände von Eva Björg Ægisdóttir gelesen. Beide hatten mich nicht hundertprozentig überzeugt und ich war daher am Hadern ob ich mir "Verborgen" kaufen soll. Zum Glück habe ich es gemacht denn die Geschichte hat mich von Anfang an abgeholt, ich fand sie unglaublich spannend und war auch von einigen Irrungen und Wendungen überrascht.
Die Geschichte spielt in dem kleinen Ort Akranes wo ein junger Mann bei einem Hausbrand ums Leben kommt. Alles deutet auf einen tragischen Unglücksfall hin doch nach und nach decken die Kommissarin Elma und ihr Team so einige Geheimnisse auf. Schlussendlich kommt ans Licht, dass ein zweiter Todesfall in dem Ort eng und ziemlich tragisch mit diesem Fall verwoben ist.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mir gefällt, wie sie die Geschichten der Protagonisten von Band zu Band weitererzählt.
Ein tolles Buch über Zusammenhalt
Wir sind (die) Weltklasse von Tanya Lieske
Ich habe das Buch meinem Sohn vorgelesen und es hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht. Anfänglich hatte ich Bedenken, dass es zu "moral-apostelich" sein könnte aber das war es dann überhaupt nicht.
Uns gefiel der Erzählstil, die Bilder haben es wunderbar aufgelockert und alles in allem würde ich es als bunt, positiv, turbulent und unterhaltsam beschreiben.
Es handelt von Adam, einem Jungen der mit seiner Familie aus Polen nach Deutschland zieht. Er muss sich in einem neuen Land und in einer neuen Schule zurechtfinden.
Besonders toll fand ich die Lehrerin Frau Meister, denn ich habe so viele Parallelen zu der Klassenlehrerin meines Sohnes gesehen. "Frau Meister ist der Hauptgrund, warum wir so gerne in die Schule gehen." Dieser Satz bringt es auf den Punkt und macht so sehr deutlich wie wichtig gute und engagierte LehrerInnen für Kinder sind.
Absolut empfehlenswert!
Meinungen über das Buch gehen auseinander
Sikander gegen die Götter, Band 2 - Der Zorn der Drachengöttin von Sarwat Chadda
Ich lese regelmäßig meinem 8-jährigen Sohn Bücher vor und wir lieben diese gemeinsame Zeit sehr. Es gab allerdings bislang noch kein Buch, bei dem unsere Meinungen so weit auseinander lagen.
Mein Sohn liebt das Buch, er findet die Schlachtszenen absolut spannend und konnte es absolut nicht erwarten das Buch weiterzulesen.
Harry Potter ist ihm nach wie vor zu gruselig aber bei diesem Buch gab es keine Ängstlichkeit. Er fand die Schlachten mit den Göttern genial und hat absolut mitgefiebert.
Ich dagegen fand das Buch sehr brutal, es gab unzählige Tote, Verletzte und brutale Beschreibungen. Ich hätte auch absolut erwartet, dass wir das Buch vorzeitig abbrechen müssen - was bereits bei anderen Büchern vorkam - aber nichts dergleichen.
Da es der Zielgruppe gefallen muss, vergebe ich die volle Punktzahl. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass es absolut empfehlenswert ist Band 1 zuerst zu lesen. Das war mir nicht bewusst, als ich ihm dieses Buch kaufte. Wir waren absolut verwirrt am Anfang und haben daher zunächst Band 1 gelesen - danach war alles klar und verständlich.
Seichte Liebesgeschichte
Die Eisfischerin vom Helgasjön von Frieda Lamberti
Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen und ich habe mich auf eine winterliche Liebesgeschichte in Lappland gefreut.
Leider fand ich die Geschichte sehr seicht, ich konnte mich auch nicht wirklich mit der Protagonistin Rieke identifizieren. Die Geschichte hat mich schlicht und ergreifend nicht abgeholt und ich fand große Teil konstruiert und unglaubwürdig.
Die Protagonistin Rieke kann aufgrund eines Unfalls nicht mit ihrem Partner und weiteren Freunden in den Skiurlaub fahren. Sie hat sich am Knie verletzt und entscheidet sich dann plötzlich ganz spontan ganz allein nach Lappland zu reisen. Ist hier das kaputte Knie plötzlich kein Problem mehr, wie schafft sie es allein ihren Koffer zu tragen, wie kann sie mit Zug und Flugzeug reisen? Fragen über Fragen....daher von mir leider nur wohlwollende 3 Sterne.
Wir konnten das Buch nicht weglegen
Kaya Silberflügel - Das Geheimnis der magischen Federn von Nelly Möhle
Ich habe dieses wundervolle Buch zusammen mit meinem Sohn gelesen und wir konnten es schlicht und ergreifend nicht weg legen. Es ist so unglaublich spannend geschrieben und wir haben beide gemeinsam mit gefiebert wie Kaya ihre besondere Fähigkeit entdeckt.
Die Geschichte ist packend geschrieben und die Charaktere werden sehr detailliert, authentisch und kindgerecht dargestellt.
Gleichzeitig enthielt das Buch aber auch keine zu gruseligen oder "abgedrehten" Elemente für einen Achtjährigen.
Nach und nach erfährt man mehr über die Avanoste und über die Gefahr in der sich diese besonderen Geschöpfe befinden. "Nebenbei" handelt das Buch auch über Freundschaft und Zusammenhalt.
Für uns gab es nur eine große Enttäuschung ganz am Ende des Buches. Wir müssen nämlich auf die Fortsetzung bis zum Frühjahr 2024 warten und fanden das beide überhaupt nicht gut. :-)
60 kg Lesevergnügen
60 Kilo Kinnhaken von Hallgrímur Helgason
Als ich das Buch bekommen habe, war ich zunächst ziemlich eingeschüchtert. Gefühlt brachte es mit seinen 672 Seiten 60 Kilo auf die Waage und ehrlich gesagt hat mich das erst einmal für einige Zeit abgeschreckt.
Doch zum Glück gab es dann einen dieser regnerischen Herbsttage und ich habe mich auf diese Heringsgeschichte in dem fiktiven kleinen Ort Segulfjörður eingelassen.
Hallgrímur Helgason kannte ich bereits durch den Film "101 Reykjavík", allerdings habe ich vorher noch nichts von ihm gelesen. Seinen Schreibstil würde ich als typisch isländisch beschreiben. Das Buch enthält immer mal wieder diesen wunderbaren isländischen schwarzen Humor, gleichzeitig werden aber einige Ereignisse auch recht schroff und teilweise ordinär erzählt und unvermittelt wird es dann plötzlich wieder sehr poetisch. Hallgrímur konnte mich immer wieder aufs Neue in den Bann ziehen und fesseln und ich war überrascht wie schnell ich dann doch diesen 60-Kilo-Schinken durchgeackert habe. Daher gibt es von mir eine große Leseempfehlung!
Ein wundervolles Buch
Das Mosaik meines Lebens von Michaela Wiebusch
Direkt angesprochen hat mich das wundervolle Cover des Buches und auch der Inhalt hat mich absolut überzeugt.
Die Geschichte handelt von Lisa, die im Hamsterrad des Lebens steckt. Sie ist unzufrieden, unglücklich und überfordert und selbst auf ihrer Reise allein nach Griechenland plagt sie das schlechte Gewissen denn ihr Mann ist mit den Kindern allein zu Hause.
Lisa kehrt an einen Ort ihrer Kindheit zurück und trifft dort zufällig Judith, eine alte Bekannte aus Kindertagen. Diese zeigt ihr ein rätselhaftes Mosaik mit zwölf Frauenfiguren. Diese zwölf verschiedenen Frauen stehen für die zwölf Archetypen, die in der Persönlichkeit von jedem Menschen zu finden sind (z.B. die Kriegerin, die Kämpferin, die Magierin).
In dem Buch erfährt man wie Lisa mehr über sich selbst erfährt und sich selbst besser kennenlernt. Gleichzeitig wird man selbst inspiriert und fängt automatisch über sein eigenen Leben an nachzudenken. Ich fand das Buch absolut zauberhaft und sehr lehrreich ohne lehrend daher zu kommen.
Intensiv und berührend
Morgen und für immer von Ermal Meta
Wow, was für ein Buch, ich bin absolut beeindruckt und berührt von dieser Geschichte mit so unglaublichen Wendungen, Zufällen und einschneidenden Ereignissen.
Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Kajan, einem Ausnahmepianisten aus Albanien, und seiner Familie. Das Buch ist keine leichte Kost und beschreibt die schwierigen und zum Teil sehr schmerzlichen Verbindungen von Kajan und dessen Familie.
Der Autor Ermal Metal hat es mit seiner wunderschönen Sprache geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite im Buch „Morgen und für immer“ mitzunehmen. Ich habe das Buch in nur wenigen Tagen gelesen und habe abwechselnd Freude, Wut, Entsetzen, Mitleid und Liebe beim Lesen gespürt. Beim Lesen durchlebt man ein Auf und Ab in der Gefühlswelt, Gewalt und Verrat wechseln sich ab mit schönen und liebevollen Momenten. Eine absolute Leseempfehlung von mir!
Absolut mitreißend
Weniger ist Meer von Christine Neder
Was für ein tolles Buch, ich fand es absolut mitreißend und viel zu kurz. Die Autorin Christine Neder ist mir bereits bekannt, denn ich folge ihr schon ein paar Jahre auf Social Media. Dort lese ich gern ihre Beiträge, liebe ihre Fotos und war daher über die wichtigsten Eckpunkte ihrer Auswanderung nach Portugal bereits informiert.
Das Buch "Weniger ist Meer" ist das erste Buch was ich von ihr gelesen habe und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und mich absolut mitgenommen. Ihr Schreibstil ist absolut leicht und beschwingt und sie berichtet nicht nur über die Sonnenseiten des Auswanderns sondern ehrlich und offen auch über nicht so schöne Erlebnisse. Ich fand mich darin sehr gut wieder denn auch ich habe mehrere Jahre im Ausland gelebt und fühlte mich ebenfalls manchmal hin und hergerissen gerade im Hinblick auf Familie und Freunde in der Heimat. Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht und ich hätte noch weitere 100 Seiten gut gefunden.











