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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Chris:

Gefühlvoll und eindringlich

Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank

Ein absolut berührender Roman, der mich lange nicht losgelassen hat. Man beginnt unwillkürlich, über die eigene Familie nachzudenken – und über sich selbst. Wie haben die eigenen Großeltern den Krieg erlebt? Wo haben sie vielleicht weggeschaut? Und vor allem: Wie würde ich mich in einer solchen Situation verhalten?

Ute Mank schreibt unglaublich gefühlvoll und sensibel.

Es ist zutiefst bewegend, Dora auf ihrem Weg in die Vergangenheit zu begleiten. Als sie nach vielen Jahrzehnten in ihren Heimatort Hausen zurückkehrt und vor dem ehemaligen Haus ihrer besten Freundin Fanny Stolpersteine entdeckt, wird ihr schmerzlich bewusst, dass einer fehlt – der für Fanny. Was damals mit ihr geschehen ist, wird nach und nach enthüllt, und es ist absolut verständlich, dass Dora sich dafür schämt.

Die Dorfgemeinschaft in Zeiten der Judenverfolgung wird hier auf eine neue, eindringliche Weise beleuchtet. Emotional, glänzend recherchiert und mitreißend erzählt – ein wunderbares Buch, das im Kopf und im Herzen bleibt.

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Ein stimmiger und spannender Skandinavienkrimi

Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter

„Tod in heller Sommernacht“ von Lisa Sarah Brandstäter habe ich innerhalb weniger Tage gelesen, weil mich die Geschichte von Anfang an gefesselt hat. Der Krimi spielt im Umfeld Helsinkis und verbindet eine sommerliche Atmosphäre mit einem spannenden Mordfall.

Die Handlung ist in sich stimmig und angenehm spannend erzählt.

Es gibt Verstrickungen, Geheimnisse und einige Verwirrungen, die sich im Laufe der Geschichte nach und nach überzeugend auflösen. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Spannung nicht künstlich erzeugt wird. In letzter Zeit habe ich einige Bücher gelesen, die entweder krampfhaft brutal waren oder auf den letzten Seiten plötzlich mit unzähligen Überraschungen aufwarten wollten. Das ist hier zum Glück nicht der Fall – die Handlung bleibt nachvollziehbar und wirkt dadurch umso stärker.

Auch das Ermittlerpaar wurde sehr gelungen beschrieben. Ich konnte mich gut in die beiden Figuren hineinversetzen und fand ihre persönlichen Seiten ebenso interessant wie ihre Ermittlungsarbeit. Dadurch wirkten sie authentisch und greifbar.

Für mich ist „Tod in heller Sommernacht“ ein toller Skandinavienkrimi, der Spannung, Atmosphäre und glaubwürdige Figuren miteinander verbindet. Absolut empfehlenswert!

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Spurensuche in einer Welt voller Lügen

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

„Falls jemand fragt, wer wir waren“ von Eva Kranenburg ist ein eindringlicher Roman, der mich nachhaltig bewegt hat. Die Geschichte spielt im Jahr 1953 in Halle an der Saale, in einer Zeit, in der die junge DDR noch im Aufbau begriffen ist. Im Mittelpunkt steht die junge Tilla, die nach dem Krieg allein mit ihrem Vater lebt.

Dieser ist geprägt von seinen Erfahrungen im Konzentrationslager und ein überzeugter Anhänger des Sozialismus.

Tillas Leben verändert sich schlagartig, als sie die unangepasste und faszinierende Rena kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht eine intensive Freundschaft voller Freiheit und Aufbruch. Doch plötzlich verschwindet Rena spurlos. Auf der Suche nach ihr stößt Tilla zunehmend auf Widersprüche und Lügen – und muss erkennen, dass weder Rena noch ihr eigener Vater die sind, für die sie sich ausgeben.

Der Roman besticht durch einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil, der das Lesen zu einem echten Sog-Erlebnis macht. Die Geschichte ist spannend, emotional und vielschichtig zugleich. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb weniger Tage verschlungen. Ein bewegendes Werk über Wahrheit, Identität und die Schatten der Vergangenheit – absolut empfehlenswert.

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Spannender Island‑Thriller, aber der Schluss fällt etwas ab

Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir

„Home Before Dark“ von Eva Björg Ægisdóttir startet direkt in die Geschichte und ist von der ersten Seite an extrem spannungsgeladen und mysteriös. Die Erzählweise ist sehr dicht, bildhaft und bestechend gut geschrieben, sodass man sich regelrecht in die nordisch‑düstere Landschaft und die angstgeladene Atmosphäre hineinversetzt fühlt.

Die Handlung dreht sich um Marsibil, die im ländlichen Island versucht, das vor zehn Jahren spurlos verschwundene Schicksal ihrer Schwester Stina aufzuklären. Zusätzlich muss sie mit ihren eigenen Zweifeln an der eigenen Erinnerung kämpfen – was Traum, was Realität ist, bleibt oft unklar und erhöht die Spannung zusätzlich.

Der Aufbau des Romans ist sehr gelungen: Die Geschichte von 1967 mit der verhängnisvollen Verabredung, bei der sich Marsibil als ihre Schwester ausgibt, und das darauffolgende Verschwinden von Stina, bildet eine starke Grundlage für den aktuellen Fall. Die Enthüllungen, die sich langsam entfalten, und die psychologische Spannung sorgen dafür, dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen möchte.

Ich habe rund drei Viertel des Buches in nur wenigen Tagen verschlungen und war sehr begeistert von Tempo, Stimmung und Charakterzeichnung. Die Autorin schafft es, Isolation, Angst vor dem eigenen Verstand und die beklemmende Bedrohung eines Mörders, der noch frei ist, sehr lebendig zu inszenieren.

Kritik bekommt der Roman bei mir vor allem für den Schluss: Dort passiert sehr viel innerhalb kurzer Zeit, die Handlung wirkt etwas überladen und wirkt stellenweise nicht mehr ganz stimmig oder realistisch. Die letzten Seiten hinterlassen einen etwas ratlosen, fast „abgedrehten“ Eindruck, der sich nicht ganz organisch aus der restlichen Erzählung ergibt.

Alles in allem ist „Home Before Dark“ aber ein sehr lesenswerter, atmosphärischer Thriller, der durch seine starke Figurenzeichnung, die Island‑Atmosphäre und die konstante Spannung überzeugt. Wer psychologische Krimis mit einem düsteren Setting mag, kommt hier voll auf seine Kosten – auch wenn der Schluss nicht ganz an die Qualität des restlichen Buches heranreicht.

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Wunderschön illustriert – eher für Erwachsene oder ältere Kinder

Südkorea von Christin Bohnke

„Südkorea“ von Christin Bohnke mit Illustrationen von Josephine Pauluth ist ein wunderschönes Buch, das mich optisch total begeistert hat. Das matte, hochwertige Cover und die tolle Haptik machen richtig Lust, reinzublättern.

Die Illustrationen sind das absolute Highlight: Sie dominieren das Buch, sind unglaublich toll gezeichnet, mit so viel Liebe zum Detail gestaltet und sprechen mich als Erwachsenen voll an.

Jede Seite fühlt sich wie ein kleines Kunstwerk an, das Südkoreas Atmosphäre lebendig macht – von farbenfrohen Motiven bis hin zu feinen Nuancen, die neugierig machen.

Der Text ist im Vergleich klein und unterstützt die Bilder, während verschiedene Themen wie Geschichte, K-Pop und koreanische Küche abgehandelt werden – informativ und übersichtlich.

Ich wollte das Buch mit meinem 10-jährigen Sohn lesen, aber ehrlicherweise muss ich sagen: Die Themen haben ihn nicht allzu spannend gefunden, er hat schnell das Interesse verloren. Es wäre super als Referats-Hilfe für die Schule geeignet, ansonsten aber eher etwas für Ältere.

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Ein gefühlvoller Roman über alte Wunden und neue Nähe

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Ein wunderbar flüssig geschriebenes Buch, das sich sehr angenehm lesen lässt – perfekt für den Urlaub. Besonders gut hat mir gefallen, wie greifbar die drei Hauptfiguren Britta, Pia und Martin beschrieben sind. Obwohl sie so unterschiedlich sind, spürt man ihre gemeinsame Vergangenheit und die emotionale Verbindung zwischen ihnen deutlich.

Die Atmosphäre der kleinen Stadt und die sommerlich-melancholische Stimmung sind sehr gelungen eingefangen. Allerdings war das „große Geheimnis“, das die Geschichte umgibt, für mich recht vorhersehbar, sodass der überraschende Moment am Ende ein wenig ausblieb.

Trotzdem ist „Der Sommer, der uns blieb“ ein schönes, einfühlsames Buch über Freundschaft, Vergebung und die Macht gemeinsamer Erinnerungen – ideal für alle, die ruhige, emotional stimmige Geschichten mögen...

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Wenn Erinnerungen neu sortiert werden

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ hat mich viel stärker berührt, als ich erwartet hätte. In wenigen, intensiven Tagen gelesen, blieb es lange nach der letzten Seite in mir nachhallen.

Brinkgreve beschreibt, wie sie nach dem Tod ihres Mannes nicht nur das gemeinsame Haus entrümpelt, sondern auch die Geschichte ihrer Ehe und ihre Liebe sortiert.

Sie erzählt von ihrem Leben als erfolgreiche Professorin und vierfache Mutter an der Seite eines Mannes, der oft negativ und vermutlich depressiv war – und stellt sich rückhaltlos die Frage, warum sie geblieben ist, wie sich ihre Beziehung im Lauf der Jahre verschoben und verschlechtert hat und ob es „andere Wege“ gegeben hätte.

Besonders berührend fand ich, wie sie über alte E-Mails und Briefe nicht nur Verletzungen, sondern auch fast vergessene schöne Momente zurückgewinnt. Dieses Buch ist kein leichter Trost, sondern ein ehrlicher, unsentimentaler Blick auf Trauer, Liebe und die Grauzonen einer langen Beziehung – und gerade deshalb wirkte es sehr stark auf mich.

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Wurzeln schlagen

Gekommen, um zu bleiben von Madeleine Becker

Madeleine Becker folge ich seit Jahren auf Instagram und liebe ihre gefühlvolle Schreibweise sowie ihre tollen Fotos, die immer so lebendig wirken. Ihr Buch "Gekommen, um zu bleiben" hat alle meine Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen – es fühlt sich an wie ein Besuch auf ihrem Hof.

Es zeichnet ein realistisches Bild vom Umzug und dem neuen Leben auf dem Hof, ohne jegliche Schönfärberei. Besonders toll finde ich, wie sie einzelnen Kapiteln die Tiere des Hofs widmet: Sie beschreibt beispielsweise präzise die Charaktereigenschaften der Kühe, wie sie leben, sich verhalten und welche individuellen Eigenarten sie haben – das macht jedes Tier lebendig und greifbar. Gleichzeitig nimmt sie klar Stellung gegen Massentierhaltung und thematisiert dieses unschöne Thema mutig und einfühlsam, was dem Buch Tiefe verleiht.

Auch der Gartenabschnitt begeistert mich: Es ist inspirierend, wie viel sie selbst anbaut und den Kreislauf von Natur und Ernährung zeigt. Gleichzeitig verschweigt sie nicht, dass nicht alles gelingt – Misserfolge und Lehrgeld sind ehrlich eingebaut, was das Ganze authentisch und ermutigend macht. Die bildhafte Sprache lässt mich alles genau vor mir sehen, die Fotos verstärken diesen Effekt perfekt und ziehen einen richtig rein.

Unaufgeregt, leise und wunderschön – das Lesen hat mir riesigen Spaß gemacht und motiviert mich, selbst bewusster im Alltag Wurzeln zu schlagen.

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Starke Frauen - vergessene Heldinnen

Wir dachten, das Leben kommt noch von Elisabeth Sandmann

Den Roman „Wir dachten, das Leben kommt noch“ von Elisabeth Sandmann habe ich in nur zwei Tagen gelesen. Die Geschichte über bislang unentdeckte Heldinnen des Zweiten Weltkriegs hat mich gefesselt und tief berührt.

Der Roman erzählt von Frauen, die als Agentinnen für Churchills Spezialeinheit (SOE) im besetzten Frankreich tätig waren.

Die BBC-Moderatorin Gwen soll über den Einsatz dieser britischen Agentinnen berichten und nimmt Kontakt zu der ehemaligen Agentin, Pat, auf. Diese erzählt ihr von ihrer geheimen Arbeit im Widerstand und den Gefahren, die sie dabei auf sich nahm.

Im Verlauf des Romans werden weitere Frauen vorgestellt, deren Schicksale sich nach und nach miteinander verknüpfen. Das ist an manchen Stellen etwas verwirrend, da auch Decknamen verwendet werden – doch gerade das macht die Geschichte spannend und authentisch.

Alles in allem ist es ein beeindruckender und bewegender Roman über Mut, Zusammenhalt und die oft vergessenen Frauen im Krieg.

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Sehr bewegend

Was du siehst von Laura Maaß

Die Autorin Laura Maaß hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ihr Erzählstil ist tiefgründig, ruhig und gleichzeitig unglaublich angenehm.

Im Mittelpunkt des Romans stehen Jule und Andi, die als beste Freunde in einem kleinen Ort in Mecklenburg, nahe der Elbe und der innerdeutschen Grenze, in der DDR aufwachsen.

Als Jugendliche verlieben sie sich ineinander.

Mit viel Einfühlungsvermögen und Intensität führt die Autorin die Leser*innen an die beiden Hauptfiguren heran – behutsam, aber eindringlich, sodass man sie nach und nach wirklich kennenlernt.

Die Wende bringt tiefgreifende Veränderungen in ihr Leben, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte. Doch so viel sei gesagt: Diese Geschichte hat mich tief bewegt, zu Tränen gerührt und klingt immer noch nach.

Ein ganz besonderes Buch – ein Roman zwischen Freundschaft und Liebe, Ost und West – und einer Zeitenwende, die alles verändert.

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