Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Spannende Suche
Käpt'n Donnerpaule - Auf der Spur der Limodiebe von Stefan Schwinn
Donnerpaule ist die blaue Piratenrobbe auf dem Cover, neben ihm sehen wir Antonia, die freche Möwe, die versucht hat, Donnerpaule ein Heringsbrötchen zu stehlen. So kommt es, dass Antonia als Piratenmatrosin in der Ausbildung auf der Polly anheuert. Die beiden kommen dann auch gut miteinander klar, denn Antonia ist eine hervorragende Heringsfischerin und sie teilt ihre Beute mit dem Kapitän.
Per Flaschenpost wird Donnerpaule von einem Opa zum Geburtstag eingeladen und er soll Limo mitbringen, die alle in der Robbenfamilie lieben. So geht es zu Piet Walross zum Einkaufen, doch dort muss Paule erfahren, dass das Limoschiff nicht, wie sonst, pünktlich geliefert hat. So macht sich die Zwei-Personen-Crew auf nach dem Schiff zu suchen, Hilfe bekommen sie zunächst vom Klabautermann.
Die elf Kapitel sind in großer Schrift gedruckt und die kleinen und großen Zeichnungen im Comic-Stil sind sehr gelungen. Die Geschichte zeigt, dass Freundschaft und Hilfsbereitschaft sehr wichtig sind. Da ist zunächst die Freundschaft zwischen Donnerpaule und Antonia, dann die Hilfe vom Klabautermann, der auch selbstständig weiß, wo er gebraucht wird. Später gibt es noch die Zusammenarbeit mit den gewitzten Heringen, die dann zur Nahrungsumstellung bei den beiden Piraten führt.
„Piratendreck und Möwenschiss“ flucht Donnerpauke gerne und das sind Worte, die man gut vorlesen/lesen kann. Da es sehr viele Dialoge in der Erzählung gibt, lässt sich das Buch sehr gut lesen und die Geschichte hat Witz und Spannung. Die knifflige Piratenwörter kann am Ende des Buches üben, allerdings sollte man das vorher machen, da hätte auch diese Aufstellung am Anfang sein müssen. Mittels QR-Code kann man das Buch auch als Hörbuch herunterladen, ein toller zusätzlicher Service.
Liebevoller Briefwechsel
Pollys Post von Jutta Nymphius
Das hellblaue Cover zeigt Polly, die einen Brief an einen Herzchenluftballon gebunden hat und den in den Himmel zu ihrer Oma, die wir etwas durchsichtig mit Flügeln dargestellt sehen, steigen lässt.
Das Buch beginnt mit Pollys Brief, den sie am Schreibtisch sitzend an die tote Oma schreibt. Sie erinnert sich darin an gemeinsame Ereignisse und hofft, dass der Brief mit dem Luftballon die Oma im Himmel erreicht.
Nach dem ersten Kapitel, in dem der Luftballon wegfliegt, sehen wir eine kleine Bildergeschichte, die uns die Szene zeigt. 93 Tage ist Oma nicht mehr da und Polly vermisst sie so sehr. Die Bilder zeigen die beiden bei fröhlichen gemeinsamen Aktionen, wie Pfannkuchen backen. Auf ihrem Nachhauseweg geht Polly nochmal zu den Geschäften, in denen sie immer mit Oma eingekauft hat. Obwohl die Geschäftsleute ihr anbieten ihr etwas zu schenken, lehnt Polly ab. Auf den Bildern sehen wir Oma fast durchsichtig und mit Flügeln hinter Polly. Doch dann findet Polly zu Hause in der Post eine Antwort von Oma und sie fordert Polly auf ihr weiterhin zu schreiben und die Briefe in der alten Eiche zu deponieren.
Obwohl Polly hofft, dass Oma antwortet, kann sie nicht so recht an die Oma im „Himmel“ glauben. Trotzdem freut sie sich zunächst über die Antwort, doch im weiteren Verlauf bekommt sie Zweifel. Wünschen wir uns nicht auch auf der einen Seite in Kontakt mit den Verstorbenen zu treten und können sowas auf der anderen Seite nicht wirklich glauben. Polly erlebt in den Buch einige spannende Tage, die sehr einfühlsam beschrieben werden, wobei die Bilder das Buch einfach wundervoll ergänzen.
Eine rote Linie zerstört die Freundschaft
Herr Meier und Herr Müller. Herr Müller und Herr Meier von Birte Müller
Auf dem Cover sind die beiden Herren abgebildet und sie sehen sich sehr ähnlich. Der Titel ist wie die Köpfe der Männer auf dem Kopf noch einmal zu sehen, diesmal aber steht dort „Herr Müller und Herr Meyer.“
Die beiden leben auf dem Land zusammen und eines Tages geht eine rote Linie durch ihre Welt und sogar durch ihr Haus.
Her Meier hat das zunächst wenig gestört, doch Her Meier will, dass er auf seiner Seite bleiben soll. So sitzt Herr Müller allein auf dem Sofa und schaut fern, allerdings ist das Sofa zu kurz zum Schlafen. Als er dann doch kurz einnickt, versucht Herr Meier ihm den Fernseher wegzunehmen. Doch er wird ertappt und es kommt zu einem schlimmen Streit, bei dem der Fernseher kaputt geht. Die beiden wollen das Huas teilen und prügeln sich sogar.
Erstaunlich, wie so eine rote Linie das Leben der beiden Freunde so aus den Fugen bringen kann. Die Texte sind kurz und zeigen sehr gut den Konflikt, den die Bilder mit der rote Linie gut verstärken. Ein Buch das sicher aufwühlt und Diskussionen nach sich ziehen wird.
Garten Idylle
Giesberts kleiner Garten von Daniela Drescher
Ein hübsches kleines Pappbilderbuch in dem uns Giesbert der, der kleine Regenrinnenwicht, uns seinen Garten zeigt. Auf dem Cover sehen wir ihn schon mit seiner reichen Ernte.
Mit den Samen macht Giesbert sich auf zum Einsäen der Erbsen, danach wird mit der Kanne gegossen. Eine wundschön gezeichnete Katze sieht ihm dabei zu.
Giesbert sitzt auf der Schaukel und hat einen guten Blick auf seinen schönen Garten, in dem sich einiges Getier sammelt. Mit seinem geliebten Schnittlauchbrot sitzt Gisbert beim Kürbis und freut sich auf die Suppe. „Und im weichen Mondenschein schläft Giesbert ganz gemütlich ein.“ So stimmungsvoll endet die Geschichte, die in kurzen Reimen erzählt wird.
Die Bilder sind wieder sehr schön gestaltet und es gibt eine ganze Menge zu entdecken.
Ein Kamel mit drei Höckern
Alberto einfach einzigartig von Gusti
Auf dem Cover sehen wir das Kamel Alberto, es hat drei Höcker und deshalb passt der Titel sicher zu ihm. Hintereinander trotten die Tiere unter der orangen Sonne durch die Wüste, alle Kamele haben zwei Höcker. Alberto schlummert noch auf seiner Palme, wie auch immer er dort hinkam. Er macht sich fertig und will sich den anderen anschließen, doch die sind misstrauisch.
Viele negative Äußerungen wie „der gefällt uns nicht“ führen dazu, dass sie ihm ihr Hinterteile zuwenden und gehen. Alberto macht das traurig, aber er macht die unterschiedlichsten Sachen allein. Dann geht er zurück zu den anderen uns versucht sie zu überzeugen, dass sie doch alle Kamele sind. Doch daraus entsteht nur ein Streit aller Kamele. Erst ein kleines Kamel stellt fest „Sie sehen dich anders, weil du anders bist. Und ich bin es auch, wir alle sind gleichzeitig anders und gleich.“ So ziehen am Ende alle Kamele einschließlich Alberto weiter.
Die Bilder gehen eher in Richtung Karikatur, die Tiere haben eine lustige Mimik, auch die Landschaft ist sehr reduziert dargestellt. Wir sind anders, aber doch gleich, ist eine Aussage, die in anderen Bilderbüchern überzeugender rüberkommt.
Wundervolle Bilder und viele Informationen
Alles ist im Wandel - Wie sich die Natur verändert von Johanna Prinz
Ein wundervolle Naturbuch, dessen Cover schon viele Tiere am See realistisch abbildet. Auf der Weltkarte sieht man Landschaften und Tiere, die dort wohnen.
Das Buch beginnt in Kanada am Yukon, neben Elchen jagen hier auch Bären Lachse und Biber fällen Bäume. Am Bildrand kann man den Kopf eines Mamuts sehen, eine Eismumie.
Wir bleiben im Norden und können Weißwale unter dem Polarlicht schwimmen sehen. Island mit seinen Pferden und den Papageientauchern ist unsere nächste Station, hier spritz das warme Wasser aus dem Boden. Nach Kormoranen in Kanada geht es an den Colorado, hier inmitten der kargen beigeroten Landschaft sehen wir u.a. eine Gila-Krustenechse und einen Puma. Vor Floridas Küste geht es unter Wasser weiter, Beeindruckend die Karibische Riffkrake im Vordergrund. Amazonas, Atacamawüste und die Nordsee sind die nächsten Stationen. Flüsse, die einbetoniert wurden und an deren Ufern viele bekannte Tiere, wie der Graureiher oder die Ringeltaube wohnen. Japan mit der Kirschblüte und dem Fuji, Gewässer vor Südafrika, in denen sich Seebären, Sardinen und Brydewale tummeln, Vulkane, Buschbrände und zum Schluss ein Besuch bei den Pinguinen in der Antarktis.
Das Buch zeigt, wie schön unsere Welt mit all den vielen unterschiedlichen Landschaft und Tieren ist, leider muss auch auf den Klimawandel und die Folgen hingewiesen werden. Zu jedem dieser wundervollen Bildern gibt es einen kurzen erklärenden Text. Viele interessante Informationen sind darin verpackt und die kleinen Leserinnen und Leser werden sicher viel über die Natur und ihre Veränderung lernen.
Lustige Patchworkfamilie
Papa liebt jetzt einen Tiger von Uticha Marmon
Wie man vermuten kann, geht es um eine Patchworkfamilie, auf dem Cover ist der klein Janis zu sehen, der von seiner schwangeren Mama und deren Partner zum Papa und der neuen Partnerin gebracht wird. Glücklich schaut er nicht aus.
Papas neue Partnerin ist in seiner Fantasie eine Tigerin und ihre beiden Kinder sind Affen und ein Faultier.
Als Janis im Bett liegt, turnen die Zwillinge noch auf ihrem Hochbett rum.
Janis „fühlt so ein Zieh´n im Bauch und im Kopf und im Herz, wie das zwickt! Warum ist das so? überlegt er geknickt.“ Am nächsten Morgen freut er sich auf den Weg in die Kita allein mit Papa. Aber am Nachmittag sind alle wieder da, da wird Janis wütend und will nicht mehr dort wohnen. Aber als Mama ihn abholt, sitzt schon das Krokodil im Auto und ruft „Steig ein, Kumpel“ Als dann noch erwartet wird, dass Janis sich freut, weil er großer Bruder wird, brüllt der „Nein! Ich werde gehen!“ Aufgrund seines Gebrüll wird Janis zum Löwen, er zeiht auch ein entsprechendes Kostüm an. Das gibt ihm Selbstvertrauen und am Ende sitzen alle zusammen im Garten und die Jungen spielen zusammen.
Das ist wirklich nicht einfach, wenn die Familie auseinanderbricht und dann noch neue Partner*innen mit neuen Geschwistern auftauchen. Aber wenn man sich umhört, ist es der ganz normale Alltag. Dieses Buch wird mit viel Humor erzählt und trotzdem wird Janis ernst genommen. Der gereimte Text liest sich sehr gut und die Bilder, die die Tigerin mit entsprechenden T-Shirt, aber auch als Tiger abbildet, ergänzt die Geschichte wunderbar.
Vertrauen ist wichtig
Kleine Pandas, großes Versprechen von Rachel Bright
Bei dem siebten Buch aus der erfolgreichen Bright/Field-Reihe geht es um Rote Pandas. Auf dem Cover sehen wir die Schwestern ein Versprechen geben. Ganz hoch in en Bergen wohnen sie mit ihrer Mutter in einem Baum. Beide sind sehr unterschiedlich, Nima ist ruhig, während Ketu das Abenteuer sucht. Ihre Mama möchte, dass sie nicht zu weit weggehen, wenn die spielen, sie nennt ihnen verbotene Orte und verlangt, dass die beiden ihr versprechen nicht zu weit wegzugehen.
„Wir achten aufeinander, für immer, du und ich!“ sagen die Schwestern. Doch eines Tages will Ketu doch auf den verbotenen Berg steigen.
Der Bilderbuchtext reimt sich wieder sehr schön und die Bilder sind richtig kleine Kunstwerke, die die Natur so wundervoll abbilden, dass man sich ganz darin verlieren kann.
Die Geschichte endet mit einer verständnisvollen Mutter, die sich freut ihre Töchter wieder in die Arme schließen zu können. „Denn ein Versprechen geben, ist ein Geschenk, wisst ihr: So kann ich euch vertrauen…und ihr auch mir.“ Das ist das Resümee der Pandamutter, die ihre schlafenden Mädchen im Arm hält.
Stimmungswandler
Dreh hin - Dreh her: Bist du wütend, kleiner Löwe? von Anja Kiel
Durch das Loch auf dem Cover können wir schon den Löwen sehen, der mit verschränkten Armen dasitzt und wütend schaut.
Die Situation kennt jeder, man will Schaukeln und immer ist die Schaukel besetzt, da kann man schon wütend werden. Doch das kleine Gepardenmädchen schlägt vor Verstecken zu spielen.
Jetzt wird man aufgefordert an der Schlaufe zu drehen und schon sehen wir die beiden zusammenspielen, diesmal schaut der Löwe ganz fröhlich hinter dem Buch hervor.
Beide Hasenkinder reißen an der Möhren, jeder will sie haben, doch Tante Hase weiß eine Lösung, die beide zufrieden stellt. Der kleine Biber macht mit seinem Papa einen Ausflug zum Badesee, doch es regnet, aber Papa hat eine Idee. Wenn man an der Schlaufe dreht, sieht man, dass der Biber in der Pfütze herumhüpft.
Selbst meine „großen“ Enkel hatten noch Spaß an dem Buch, es ist ja immer schön, wenn ein Buch für Kleine zum Mitmachen auffordert. Schöne kleine Geschichten, die zunächst den Grund für die Wut zeigen, aber durch das Drehen wird alles wieder gut. Die hübschen Bilder zeigen sehr gut die Gefühle, da können die Kinder sich gut mit identifizieren.
Fröhliches Schaukelbuch
Schaukel von Jutta Wetzel
Das Buch wird noch oben aufgeklappt, dadurch sind die Bilder immer hochkant auf einer Doppelseite gedruckt. Das Cover zeigt alle Tiere in der roten Plastikschaukel.
Die Kinder werden aufgefordert die Schaukel anzuschubsen, Aber das Schwein fehlt noch. Auf der nächsten Seite steigt es mit einem Eis zu.
Die Eisbällchen sind übereinandergestapelt und es sind über zehn bunte Bällchen. Schneller soll die Schaukel sich bewegen. „Mach das bitte noch ganz lange!“ ruft begeistert jetzt die Schlange. Jetzt muss es sogar ein Looping sein. Auf der nächsten Seite stehen dann alle auf dem Kopf. Jetzt hat sich die Leine verdreht und muss wieder zurückgedreht werden. Alle sind schlapp, nur der Pingu geht noch mal los. Er nutz die Schaukel als Schüssel und füllt sie mit Wasser. Am Ende dann die Aufforderung „Hüpf einfach mal rein und plansche mit!“
Ein kreatives Mitmachbuch für die Kleinen mit schönen Tierbildern und kurzen Reimen.











