Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Witziges Durcheinander
10 Hunde von Emily Gravett
Auf dem Cover tummeln sich viele unterschiedliche Hunde und es sind wirklich zehn. Wenn man das Buch aufschlägt, kann man die naturgetreuen Würstchen bewundern und Hunger bekommen, natürlich sind es auch zehn.
Und dann geht das Verteilen los. Zuerst hat ein Hund eine Wurst und 9 keine. Das Bild dazu zeigt ein richtiges Durcheinander, alles fällt vom Tisch, der Stuhl fällt um und ein Hund zieht an der Tischdecke.
Dadurch erkämpfen sich zwei Hunde je die Hälfte der Wurst, inzwischen liegt der Tisch mit den Beinen nach oben auf dem Boden mit der rot-weiß gestreiften Tasse obendrauf. Jetzt haben drei Hunde mehr Würstchen und sieben Hunde weniger. Das Bild ist etwas ruhiger gestaltet, die Hunde halten die Tischdecke hoch und bestaunen die drei Würstchen in der Tasse. So werden immer neue Aufteilungen beschrieben, bis am Ende alle Hunde auf der Tischdecke liegen und schlafen. Die Frage dazu lautet „Wie viele Würstchen hatte sie?“
Chaotisch, witzig und mit ganz wenig Text bietet dieses Buch eine tolle Unterhaltung, vielleicht sogar mit etwas Mathematik.
Laternenzug bei Lieselotte
Laterne, Laterne, Lieselotte! von Alexander Steffensmeier
Auf dem Bauernhof von Kuh Lieselotte soll es auch einen Laternenzug geben. Lieselotte wartet mit ihrer Mond-und-Sterne-Laterne auf die beiden Schweine sind auch dabei und dann kommt noch die ganze Schar Küken und Hühner. So geht es durchs Tor auf die Wiese. Schnell kommt noch das Pony dazu, aber ihm fehlt die Laterne, zum Glück bringt die Ziege ihm eine mit.
Dann fehlen nur noch der Postbote und die Bäuerin und dann werden die Lichter angezündet und es geht los.
Die Tiere auf dem Bauernhof sind wieder wunderschön gezeichnet und die Reime lesen sich so leicht weg, wie ich es mag.
Zauberhaft und magisch
Das Weihnachtswuschel von Katja Reider
Niedlich sieht er aus, der kleine Hund auf dem Cover. Fiete der kleine Fuchs ist im Wald unterwegs und hört, wie sich die anderen Tiere streiten und das obwohl morgen Weihnachten ist. Der Dachs beschwert sich, weil keines der Tiere Nüsse aus seinem Vorrat für den Weihnachtsschmaus hergeben möchte.
Aber auch sonst klappt es nicht mit den Vorbereitungen. Doch da hören die Tiere ein Weinen und sie finden einen kleinen zottigen Hund im Schnee. Sofort sind alle bereit von ihren Nüssen und anderen Leckereien etwas abzugeben, um den Hund aufzupäppeln. Alle wachen über den Kleinen, als er einschläft und kümmern sich liebevoll um ihn.
Wie schön, dass die streitenden Tiere so volles Mitgefühl sind und ihren Streit vergessen und einfach nur helfen. Das kennt man ja auch von Streitereien unter Geschwistern. Die Tiere sind unbekleidet, sammeln aber Brennholz für ein Feuer und trinken Weihnachtspunsch. Die Zeichnungen sind sehr schön und man kann den Tieren ihre Gefühle gut ansehen. Der Text ist gut zu lesen, aber nicht so ganz kurz.
Nachhaltigkeit auch an Weihnachten
Das Jahr, in dem Weihnachten (fast) ausfiel von Katja Alves
Pfiffig sehen sie aus, die vier auf dem Cover. Und auf den ersten Seiten werden sie uns auch vorgestellt. Da ist zunächst Klara, die uns auch ihre Geschichte erzählt, die sieben Tage vor Weihnachten beginnt. So viele Türchen muss sie nämlich noch aufmachen an ihrem Adventkalender. Während Luzis Eltern schon mit den Vorbereitungen für Weihnachten beschäftigt sind, tun Klaras Eltern so, als ob nicht wäre.
Die Mutter ist sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt und der Vater muss sich um das Baby kümmern. Klara hätte lieber eine große Schwester, mit der sie schon etwas anfangen könnte, aber Papa sagt: „Geschwister sind am Anfang immer klein.“ Und Papa sagt auch „Dieses Jahr feiern wir ohne viel Aufwand.“
So wird das Weihnachtfest am Ende ein nachhaltiges. Es gibt einen Baum für das gesamte Haus auf dem Hof, für die Wohnung reicht ein Gummibaum geschmückt mit Ohrringen. Am Ende des Buches gibt es Tipps für nachhaltige Weihnacht und das Rezept für Luzis vegane Plätzchen, die auch ohne Backen gut schmecken.
Sicher ist es richtig, dass wir bei allem, was wir machen auch die Nachhaltigkeit im Auge halten sollten, ich muss aber sagen, dass ich das doch etwas karg finde. Das Buch liest sich mit seinen acht kurzen Kapiteln in großer Schrift und mit vielen tollen, bunten Bildern sehr schön. Warum allerdings Klaras Haare hellblau sind, wundert mich schon ein wenig und es wird sicher auch Fragen aus der Zuhörerschaft geben.
Spiegel der Gefühle
Flora und Wölkchen - Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an von Sophie Schoenwald
Flora beobachtet die Wolken am Himmel, als eine kleine Wolke auf sie zukommt. Mit ihren großen Augen sieht Flora die kleine Wolke mit dem niedlichen Gesicht an. Aber leider ist sie nicht sehr nett zu ihr. „Los, schwirr ab.“ fährt sie sie an. Doch die Wolke bleibt beharrlich an ihre Seite. So erfährt sie, dass Flora „stinkstocksauer“ ist.
Wenn Flora grummelt, ändert sich auch der Ausdruck der Wolke, bis sie sogar blitzt. Da Flora das listig findet, lächelt sie. Da verschwindet auch bei der Wolke das Dunkel. Dann erzählt Flora, dass sie mit ihrer Freundin Lilly gestritten hat.
Floras Gefühle kann man gut am Aussehen der Wolke ablesen und es geht so weit, dass es am Ende einen Regenbogen gibt und die Mädchen sich umarmen.
Es gibt wohl nichts Schlimmeres als sich mit seiner besten Freundin zu streiten und da wird man wütend auf sich und auch traurig, dass es so gekommen ist. Wie schön ist es dann, wenn man sich wieder versöhnt und noch schöner ist es, wenn eine kleine Wolke dazu beigetragen hat.
Laut sein ist nicht immer gut
Leise sein für Anfänger von Kai Haferkamp
Hannibal der kleine blaue Elefant hält grinsend seinen Rüssel in die Höhe. Auf dem Titel ist er lackiert und fällt besonders auf. Es ist früh am Morgen und Hannibal weckt mit seiner lauten Art alle Tiere. Auf jeder Doppelseite, die schon eine Menge Text enthält, gibt es eine Frage, wie es wohl weitergeht.
Zunächst wird gefragt „Kannst du erraten, was Hannibal vorhat?“ Er trompetet laut und die anderen Tiere schauen noch ganz müde aus den Augen. Alle sitzen gemütlich am Wasserloch und genießen die Ruhe, da kommt Hannibal und springt mit einem „SUPER-Elefanten-PO-Klatscher“ ins Wasser. Leider bleibt dann nur noch der Schlamm und Hannibal verteilt ihn mit seinem Rüssel. Nach einem kleinen Schläfchen hört er, dass die anderen Fußball spielen, und auch hier verärgert er die anderen Tiere. So bleibt er alleine auf dem Spielfeld zurück und fragt sich, was er wohl falsch macht? Eine kleine Maus kann es ihm erklären.
Ein schönes Buch nicht nur für laute Kinder. Die Bilder sind sehr schön anzuschauen und die Geschichte ist einfach herrlich.
Krimis fürs Herz
Die Schlager-Goldies greifen ein - 2 von Elfi Sinn
Zum zweiten Mal ermitteln die Damen, die mit Mascha im Chor Schager singen in spannenden Fällen. Sechs neue Fälle werde auf ungewöhnliche Weise gelöst.
Im ersten Kapitel geht es um einen Diebstahl in einer Kita, hier wird ein Kunstwerk gestohlen, dessen Wert noch nicht geklärt ist. Die zweite Geschichte führt uns an die Ostsee, hier erlebt eine junge Frau Ungewöhnliches und ein lang zurückliegendes Verbrechen wird aufgeklärt.
Eine Tagesfahrt wird alten Menschen mittels Werbezettel angeboten, leider findet sie dann trotz Bezahlung nicht statt. Leider hat sich Maschas Tochter nach der Scheidung der Eltern auf Vaters Seite geschlagen und so hat Mascha auch den Kontakt zur Enkelin verloren, da überrascht es sie, als das Mädchen bei ihr auftaucht und sie ist sofort bereit ihr zu helfen. Schwarze Witwen nennt man Frauen, die ihre Männer, um sie zu beerben, langsam vergiften. Ist der Sohn der Chorleiterin mit so einer gefährlichen Frau zusammen? Der letzte Fall berichtet von einer Frau, die sich mit einer Wellness-Praxis selbstständig gemacht hat und die jetzt Angst um ihre Existenz hat, da die Kunde nur einmal zu ihr kommen.
Mascha und die anderen Damen haben gute Kontakte und oft hilft ihnen neben der eigenen Cleverness auch der Zufall. Aber immer sind die Geschichten kurzweilig zu lesen und die Lösungen sind immer logische und überzeugend. Kleine schöne Erzählungen für Zwischendurch.
Mörder mit Wolfsmaske
Rotkäppchen lügt von Elias Haller
Nora Rothmann ist eine wenig empathische Frau, die zur Lösung ihrer Fälle nicht nachgibt. Jetzt ist sie als Sonderermittlerin eingesetzt und soll gegen einen pensionierten Chef des LKA Berlins ermitteln. Bislang hat der Pensionär es geschafft nicht persönlich von Nora befragt zu werden. Aber nun steht ein Termin an.
Doch da geschieht etwas grausames, Noras Freundin wird auf bestialische Weise ermordet. Der Täter soll der Wolf gewesen sein, der Noras Tochter vom rechten Weg lockte. Trotz dieser Belastung nimmt Nora, deren Kollege sich von ihr und ihrem Vorgehen distanziert, den Termin war. Doch auch hier läuft alles anders als erwartet.
Dieses Buch trägt den Titel Thriller zu Recht. Es fließt viel Blut, es werden schreckliche Morde geschildert und die Spannung bleibt in allen kurzen Kapiteln erhalten. Nora ist keine sympathische Hauptfigur, ich hatte Probleme mich in sie hineinzudenken. Dazu war sie mir zu schroff, vielleicht hat sie auch autistische Züge?
Manchmal fiel es mir etwas schwer die vielen Personen unterzubringen und einige Handlungen wurden nicht geklärt. Ich denke, dazu muss man die Folgebände lesen. Mir war das Buch oft zu heftig, zu grausam und blutig. Deshalb bin ich nicht sicher, ob ich weiter dieser Reihe lesen werde.
Ermittlungen im nördlichen Ruhrpott
Zechenhölle von Sylvia Sabrowski
Auch im dritten Band wird die Psychologie-Studentin Liesa wieder gefordert einen Mord aufzuklären. Eine Gruppe macht regelmäßig Foto von „Lost-Places“, dazu dringen sie unter anderem in stillgelegte Zechengelände ein. Hier ist die Zeit seit der Schießung stehengeblieben und so kann man hier besondere Motive finden.
Die junge Mutter Alina geht regelmäßig mit ihrer Kamera los, um Fotos zu machen. Als sie Liesa und Timo auf dem Zechengelände trifft, wird sie von einem Auto verfolgt. Da Liesas Oma zufällig Alinas Mutter kennt, ist Liesa gezwungen sich des Falls anzunehmen. Für alle scheint ein Selbstmord völlig unmöglich. Aber welche Geheimnisse gibt es wohl um Alina? Zusammen mit ihrem Computer besessenen Freund Timo versucht Liesa diese zu lüften und muss sich dabei immer wieder ihren eigenen Ängsten stellen.
Viele informatives zu Zechen und Urbexter gab es bei der Lektüre, gut beschriebene Gefühle und viel Spannung. Mehr kann man von einem guten Krimi nicht erwarten. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil.
Lustige Bilderbuchgeschichte
... aber wo ist die Geschichte? von Marianna Coppo
Ein weißes Cover mit einem bunten Heißluftballon, einem Bären den drei Vögel hochfliegen lassen und drei sehr einfach gezeichneten bunten Tieren. Und dann dieser Titel!
„Es war einmal eine weiße Seite.“ So beginnt das Buch und die Seite können wir auch sehen. Nach dem Umblättern tauchen die ersten bunten Tiere auf, sie stellen sich Fragen wie „Was ist hier los?“ Ein meint zu wissen, wo sie sind, nämlich in einem Buch.
So beschließen sie auf die Geschichte zu warten. Doch dem rosa Hasen wird das nach einigen Seiten zu langweilig und er beginnt zu malen. Während die anderen warten zeichnet er einen Baum und einen Dino, Vögel und eine Schaukel. Erst als ein Vogel seinen Kot auf dem grauen Bären ablässt, werden die Tiere auf das belebte Bild aufmerksam. Als dann verspätet der Vogel mit der Geschichte auftaucht, ist es „zu spät!“
An solchen Geschichten haben die Kinder immer besonders viel Spaß, damit kann man durch auch Grundschüler noch faszinieren. Ich bin überzeugt, dass dieses Buch in unserer Bücherkiste oft angeschaut und vorgelesen wird.











