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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annaja:

Sowjetisches Ballett und ihre Schüler

Maja & Natascha von Elyse Durham

Ein hübsches, farbenfrohes Cover mit den schwebenden Ballettfiguren passt hervorragend zum Inhalt des Buches.
Die Geschichte erzählt vom Leben zweier Schwestern, die als Zwillingsmädchen 1941 in Leningrad (St.Petersburg) als uneheliche Töchter einer Balletttänzerin geboren wurden, die sich nach deren Niederkunft das Leben nahm.

Die Waisenmädchen wuchsen bei der Freundin ihrer Mutter auf und kamen dann in ein Ballettinternat. Sie träumten von einer großen Karriere und Auftritten in Amerika. Beide waren sehr talentiert, wenngleich sie sehr ungleich waren. Ihre Konkurrenz, die Beziehung zueinander und ihre Unterschiedlichkeit sind in der gesamten Story greifbar.
Wie schwer es athletische TänzerInnen hatten und noch haben, welche enorme Leistung und Fitness hier erforderlich ist, welche Entbehrungen es auszuhalten galt und gilt und welchen Druck man ständig aushalten muss, damit es überhaupt jemals zum Erfolg führen kann, ist hier Mittelpunkt der Erzählung.
Die politische Lage der damaligen Zeit, die Situation zwischen den Mächten Russland und den USA, die extrem unsichere Lage, kann man ebenfalls ganz deutlich spüren.
Ein einfühlsames, wie atmosphärisch gut getroffenes Buch mit angenehmen Schreibstil, lässt wunderbare wie unterhaltsame Lesestunden zu.

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Ein großer Familiengenerationenroman

Ein weites Leben von M. L. Stedman

Blauer Himmel über roter Erde verkörpert hier Australien, ein passendes Cover.
Eine Familiengeschichte, die sich über drei Generationen hinweg zieht. Im westaustralischen Outback befindet sich die Schaffarm der Familie Mac Bride. Ihr gepachtetes Land verfügt über einen riesige Fläche.
Es beginnt mit einem Unfall, bei dem der Vater und der ältere Sohn ums Leben kommen.

Der jüngere Sohn Matt überlebt, schwer verletzt und benötigt längere Zeit, bis er wieder ein normales Leben führen kann und sein Gehirn weitgehend normal funktioniert. Die Mutter und Schwester Rose helfen ihm bei der Rehabilitation. Nachdem Rose nach der Geburt ihres Sohnes Andy Selbstmord begangen hat, müssen Matt, seine Mutter und Andy die Farm alleine weiterführen.
Man erfährt viel über das harte, recht einsame und entbehrungsreiche Leben auf der Schaffarm, die Rückschläge durch Naturereignisse, die naturbelassene Landschaft, Hitze und Dürre, das oft fehlende Wasser, das mühsam hochgepumpt werden muss, damit die Tiere überleben können und über die geringe Bevölkerkungsdichte in dieser Wildnisregion. Ebenso wird über die geologischen Untersuchungen berichtet, um eventuelle Bodenschätze aufspüren zu können.
Ein atmosphärisch wunderbar konstruierter Roman mit Tiefgang, der sehr packend und mit Intensität geschrieben wurde und mit seinen familiären Verstrickungen für Spannung und gute Unterhaltung bis zum Ende sorgt.

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Die Superhelden

BEN UND DIE SUPERDETEKTIVE - Die Jagd nach der verbotenen Substanz Bd. 1 von Anna Hartwig

Ben, Furkan und Mia sind Freunde. Ben mag Comics, aber kein Mathe.

Als Bens Vater entführt und die Mutter erpresst wird wegen einer geheimen Formel für eine Medizin, stürzen sich die Freunde sofort ins Abenteuer, sie wollen, ja sie müssen Bens Mutter jetzt helfen. Sie verfolgen die Entführer und prompt werden sie gefangen genommen.

Erst die Polizei kann dann später für Ordnung und Gerechtigkeit sorgen. Doch die aufgeweckten Freunde haben einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung geleistet.

Das Buch wurde in großer Schrift, in einfachem Schreibstil, kurzen Kapiteln perfekt für Leseanfänger verfasst. Die schwarz-weißen Illustrationen sorgen für Auflockerung und helfen zum besseren Verständnis.

Ein toller, kurzer Krimi mit drei richtigen Superhelden, die Mut beweisen. Für Kinder ab cirka 8 Jahren gut geeignet.

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Dem Geheimnis auf der Spur

Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts von Marietheres Wagner

Mira ist ein sehr lebhaftes, 10jähriges Mädchen mit einer besonderen Eigenschaft-sie sieht eigentlich alles, sie hat eine exzellente Beobachtungsgabe. Also ist es auch nicht verwunderlich, dass sie sich zutraut, ein verschwundenes Amulett, das aus dem Museum gestohlen wurde, zu finden. Ihre Freunde Fabio und Amelie helfen mit.

Sie verfügen alle drei über enormen Ideenreichtum und ungebremsten Entdeckungsdrang. Da auch zwei Ziegen in dem Fall involviert sind, erweisen sich ihre Tierliebe und mit viel Mut können sie auch zur Aufklärung beitragen. Aber die Kommissarin Philippa Kern muss auch bei ihren Ermittlungen Mira Sommer genau unter die Lupe nehmen und verhören. Schließlich verhält gerade sie sich äußerst verdächtig. Aber Mira ist klug, sie kann rasch ihre Unschuld bezeugen, aber löst sie auch diesen komplizierten Fall? Zuzutrauen wäre es ihr.

Turbulente Abenteuer, schnelle Gedankensprünge und ein sehr witziger Schreibstil machen dieses Kinderbuch zu einem außerordentlichen Erlebnis.

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Fleischgenuss

Ochsenkopf von Manik Sarkar

Ein überaus treffendes Cover, das ins Auge und besser noch, ins Gewissen sticht.
Der Roman handelt von einem in sich gekehrten Metzger, der den Betrieb des Vaters übernimmt, seinen Beruf mit Hingabe, Leidenschaft, Präzision und auch mit einem besonderen Talent, ausübt. Wohl hat der Fleischer Modernisierungsideen, doch seinen Werten bleibt er treu.

Die Gattin wüsste schon, wie es besser gehen könnte, das Unternehmen zu sichern, doch er bleibt stur.
Verändertes Konsumverhalten, der Wandel der 1960er Jahre, vom Ladengeschäft zum Supermarkt, vom Einkauf mit Beratung zum Massenkonsum hin, vom Verzicht auf Qualität bis zu den Verlockungen der billigen Quantität einer industriellen Produktion, wird hier im Buch gut beleuchtet. Alles, was die junge Generation heute verlangt, Bioware, Verhindern von Tierleid und Regionalität, war damals Standard. Man kaufte bewusst ein.
Der Inhalt dieses Romans tut weh, zeigt auf! Er wirkt berührend, beklemmend, verstörend und verlangt vom Leser emotionale Distanz.
Das Verhalten des Metzgers Rensing wird gut interpretiert, so tragisch seine persönliche Geschichte auch sein mag, man versteht den Mann.
Hervorragende Literatur, eine außergewöhnliche Thematik, die uns unsere Marktorientierung vor Augen führt, lässt einem sehr nachdenklich zurück!
Ein absoluter Lesegenuss!

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Spannende Liebesgeschichte

Du musst mich vergessen von Rosie Walsh

Von annaja

Der Roman von Rosie Walsh ist eine bittersüße Liebesgeschichte.
Carrie hat nach einer missglückten, sehr kurzen Beziehung endlich ihr Glück und einen sicheren Hafen gefunden und ein zuverlässiger Ehemann und muntere 6jährige Zwillinge machen ihr Leben vollkommen. Den Job als erfolgreiche Chirurgin hatte sie davor auf Eis gelegt und nun nach langer Pause möchte sie das ruhige Leben aufgeben und wieder neu durchstarten.

Doch gerade hier beginnt für sie eine Wendung im Leben. Sie kommt nach und nach Geheimnissen auf die Spur, die sie und auch die Leser niemals vermutet hätten.
Der Roman wurde mit viel Emotionen verfasst und immer wieder gibt es neue, teils recht skurrile Überraschungen.
Eine sehr unterhaltsame, wenngleich auch manchmal etwas zu ausschweifende Geschichte in einem angenehmen Schreibstil, wird der beliebten Autorin mehr als gerecht.

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Die Schwestern

Beth is dead von Katie Bernet

Ein pinker Bucheinband wirkt wie ein zuckersüßes Versprechen. Genau das tut auch dieser Coming-Age-Thriller der Autorin Katie Bernet.
Es beginnt mit dem Auffinden von Beths Leiche im Wald, an einem kalten Neujahrsmorgen. War es Mord?
Jo, Meg, Amy und Beth, das sind vier Schwestern, jung, unternehmungslustig und sehr unterschiedlich.

Jede von Beths Schwestern, aber auch der Vater, der sogar ein Buch über Beth, ohne deren Wissen schrieb, hätte ein Motiv, die junge Frau ermordet zu haben. Doch, reichen diese Motive für einen Tötungsdelikt aus?
Auch die Männer, mit denen sich die jungen Damen umgaben, sind recht zweifelhaft dargestellt, sie verhalten sich teilweise etwas seltsam. Beth ist unglaublich, meinte einmal Henry, der Freund der Toten.
Im Laufe dieser Geschichte wächst untereinander die Skepsis und man verdächtigt sich, widerspricht sich in seinen Aussagen.
Erzählt wird die Lektüre aus den Perspektiven aller Schwestern.
Ein Thriller, der von Sehnsucht, Geheimnissen, Absturz, Romantik und vor allem von Zweifeln erzählt.
Die perfekte Lektüre für junge Menschen und Junggebliebene, die Spannung und gute Unterhaltung erwarten dürfen.

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Die Familie beschützen

Weil sie lügt von Caroline Seibt

Der Psychothriller der Autorin Caroline Seibt erzählt die spannende Geschichte einer spurlos verschwundenen jungen Frau.
Die Perspektive im Buch wechselt zwischen der Schwester Anna und der ermittelnden Kommissarin Katharina Engels.
Man verdächtigt den Vater, sein Kind ermordet zu haben und er kommt daher in Untersuchungshaft.

Aber auch die jüngere Schwester von Juli, Anna macht sich ziemlich verdächtig. Die Suche nach der vermissten Juliane beginnt.
Im Ort ist die ganze Familie in Verruf geraten und Anna verliert deshalb ihren Job als Kindermädchen. Als neue Spuren im Keller der Familie anhand von Knochenresten auftauchen, wird es immer schwieriger, Kraft für den Alltag der verbliebenen Familie zu finden. Anna muss stark bleiben, da ihre psychisch labile Mutter nie Stellung bezieht und der kleine Bruder auf ihre Unterstützung angewiesen ist. Sie selbst recherchiert auf eigenen Faust und will den Verbleib ihrer großen Schwester herausfinden.
Der Psychothriller ist ziemlich raffiniert gestrickt und daher ist das Ende mehr als unerwartet und wie ich finde, ziemlich traurig, aber es versöhnt auch.

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Schmerzlicher Verlust im Paradies

Unter Wasser von Tara Menon

Ein schönes Cover mit der spiegelnden Wasserfläche.
Das Buch handelt von Freundschaft, Trauer, Zorn und dem nicht Loslassen können.
Es wurde in zwei Zeitebenen geschrieben und handelt von zwei schlimmen Naturkatastrophen.
Marissa wächst auf in Thailand, Phuket, dort betreibt der alleinerziehende Vater eine Forschungsstation für Meeresbiologie.

Ihre Kindheit erlebt Marissa unbeschwert am Meer, gemeinsam mit ihrer Freundin Arielle erobert sie dort beim Schwimmen und Tauchen die Unterwasserwelt.
Die Autorin beschreibt mit ihre bildhaften Sprache die Schönheiten der Natur und deren besondere Kraft und den einzigartigen Geschöpfen, so lebendig.
Schnell wird man an die schreckliche Tsunamikatastrophe von 2004 mit ihren unzähligen Toten und deren Schicksalen herangeführt, bei der Marissas Freundin Arielle umkommt. Noch acht Jahre später, als sie bereits in New York lebt(da gibt es gerade im Oktober 2012 den großen Hurrikan) und arbeitet, leidet sie unter Albträumen, fühlt sich für den Tod des Mädchens verantwortlich und hat die Trauer und den Schmerz um den Verlust noch nicht bewältigt.
Man erfährt in dem bewegenden Roman, wie es ist, wenn das Paradies plötzlich zum Horrorfilm mutiert, wenn der Klimawandel bloß als spektakuläres Schauspiel abgetan wird und wie unterschiedlich die Menschen mit diesen Ereignissen umgehen.
Ein großartiges Buch, gefühlvoll und wunderbar erzählt, fängt auch die Atmosphäre der Unglücke besonders gut ein.

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Eine sehr gute Erzählung

Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher

Die Autorin Birgit Birnbach beschreibt in ihrem Roman die Geschichte eines kleinen Jungen, der zu lebhaft ist, man nennt das hyperaktiv, er fällt also gern mal auf. Das Anderssein stört, zumindest die Umgebung, die Schule und überhaupt. Er, der kluge Ozzy darf nicht so sein, wie er ist.
Ann, die Mutter ist seinem Verhalten ja nicht unähnlich, sie versteht ihn ja, wie es ihm geht, aber sie ist auch überfordert mit der Erziehung, sie muss es ja den anderen recht machen.

Sie liebt ihr Kind abgöttisch, gleichzeitig will sie ihn fördern, ihn in normale Bahnen lenken, seine Lebhaftigkeit bremsen, aber auch mit Hilfe, wenn nötig. Ozzy versteht seine Mutter gut, er will es ja auch. In den Schulferien soll er in ein Kindercamp. Doch zuvor müssen sie noch zur Oma fahren, die macht Probleme, sie ist in einer psychischen Notlage. Dann gibt es auch noch die schräge Tante, die wieder ganz anders tickt und gerade eine ganz andere Lebensform ausprobiert. Durch die plötzlichen schwierigen Ereignisse nähert sich die Familie, die lange nichts mehr miteinander zu tun hatte, wieder an.
Man spürt, welcher Balanceakt hier in diesem Mutter-Kind-Verhältnis zu bewältigen ist. Birgit Birnbach verwendet eine außergewöhnliche Sprache, sie erzählt mit Humor und fordert die Leser leise auf, nachzudenken, welchen Kampf es braucht, die Unterschiedlichkeit, die Unangepasstheit anzunehmen und in der Gesellschaft zu verteidigen.

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