Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lulu24:
Wieso erst ab 40?
Muskeln - die Gesundmacher von Ingo Froböse
Das neue Buch von Ingo Froböse beschäftigt sich intensiv mit den Muskeln und ihren Wirkungen auf den menschlichen Körper. Ich verstehe nicht, weshalb dieses Thema auf dem Cover auf das Alter ab 40 eingegrenzt wird, denn ich denke, dass die Aussagen schon viel früher bekannt sein sollten, damit jeder beizeiten anfangen kann, den schädlichen Auswirkungen unserer sitzenden Lebensweise in Bürostuhl und Fernsehsessel entgegen zu wirken.
Das Buch lässt sich grob in drei Teile aufteilen: Teil 1 und 2 beschäftigen sich mit Aufbau und Funktionsweise der Muskeln sowie den neu entdeckten Myokinen und ihren Wirkungen auf den Körper. Diese Kapitel sind ziemlich anspruchsvoll, und ich habe sie teilweise nur flüchtig gelesen. Es ist auch nicht nötig, diese Zusammenhänge bis ins Detail zu nachzuvollziehen, um dann den dritten Teil des Buches zu verstehen. Hier geht es ganz konkret um die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der Muskelarbeit auf den gesamten Körper, insbesondere Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rückenschmerzen, Arthrose, Knochenschwund und Alterssichtigkeit Dieses Kapitel ist sehr informativ und motivierend für jedes Alter und allein schon Grund genug für den Kauf dieses Buches!
Reise zum eigenen Ich!
Rebel Beauty von Bethan Christopher
Bethan Christopher hat mit ihrem Buch Rebel Beauty eine Art Tagebuch auf der Reise zum eigenen Ich geschrieben. Sie nimmt ihre jungen Leserinnen mit auf den Weg, ihre Selbstwahrnehmung zu schulen, ihren Körper wertzuschätzen, ihre eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen, ihre Begeisterung zu entfalten, ihre Menstruation näher kennen und akzeptieren zu lernen, ihre eigene Bestimmung zu entdecken und mit Motivation und Disziplin in die Umsetzung zu kommen.
Nach einführenden Erklärungen helfen zahlreiche Fragen und Denkanstöße, tiefer ins Thema einzudringen und sich auf die Suche nach den eigenen Antworten zu begeben. Alles ist in Form eines Bullet Journal gehalten, das viel Platz für Eintragungen bereithält, aber ausdrücklich noch eigenmächtig erweitert werden darf, denn das Buch ist ausdrücklich ein Workbook! Es fordert immer wieder zum eigenen Denken und auch zum eigenen Experimentieren auf. Alles was der eigenen Positionsbestimmung dient, ist willkommen! Dabei ist die Autorin in ihrem Tonfall gar nicht belehrend, sondern freundschaftlich bis inspirierend! Ich glaube, es lohnt, dieses Buch im Laufe der Jahre immer mal wieder in die Hand zu nehmen und den eigenen Kompass neu zu justieren!
Macht Lust auf Selbstversorgung!
Homefarming: Das Kochbuch von Judith Rakers
Dieses Buch macht richtig Lust darauf, im Garten zu werkeln und seine Ernte danach zu genießen! Als Neuling in Sachen Garten und Küche finde ich es toll, durch das Gartenjahr mit seinen Aussaat- und Ernte-Zeiten geführt zu werden und gleich Anregungen zu bekommen, was ich dann aus meinen Schätzen zaubern kann.
Denn letztes Jahr waren wir die Tomaten und die Zucchini gegen der Saison dann doch schon etwas leid, weil mir nichts mehr einfiel. Daher hätte ich mir zusätzlich zur Sortierung nach Erntezeiten auch noch ein alphabetisches Verzeichnis nach den Hauptzutaten gewünscht, um das zur eingebrachten Ernte passende Rezept schneller finden zu können.
Aber insgesamt bin ich begeistert: Die tollen Rezepte samt schönen Fotos lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen, und ich bin froh, dass wirklich fast alle Zutaten aus dem Garten stammen oder im normalen Supermarkt erhältlich sind. Nach meinem Geschmack herrscht auf manchen Fotos ein bisschen viel Pippi Langstrumpf und Bullerbü und auch auf die Selbstdarstellung der Gäste hätte ich verzichten können, doch insgesamt bekommt das Buch von mir redlich verdiente 4 Sterne!
Bilderbuch und erste Gedichtesammlung
ministeps: Fingerspiele für Klitzekleine von Volksgut
Dieses Büchlein aus der Ravensburger Mini Steps Serie ist perfekt für die Kleinsten! Sie können mit Mama und Papa die hübschen Bilder mit den kleinen Tierkindern anschauen und sich vor allem die Kinderreime vorlesen lassen! Für die weniger erfahrenen Erwachsenen stehen die Anleitungen für die dazu passenden Fingerspielchen gleich dabei.
Denn die hier zusammengetragenen Klassiker sind uns zwar allen vertraut, aber dann doch nicht so ganz präsent. Und dabei lieben die Kleinen diese Spielchen so sehr, und wir können sie gar nicht oft genug damit zum Lachen bringen!
Das Büchlein enthält super Anregungen für eine Zeit, in der uns oft nicht so viel einfällt, was den Kleinen Spaß machen könnte und sie nicht überfordert. Außerdem führt es die Kleinen spielerisch an das Hobby Lesen heran! Und nicht zuletzt lassen sie sich damit auch ein wenig zur Ruhe bringen. Einfach perfekt!
Riesiger Spiel-Spaß!
Mein Sachen suchen Riesenbilderbuch von Susanne Gernhäuser
Dieses XXL-Wimmelbuch zeigt viele Orte, die den meisten Kleinkindern vertraut sind, so dass sie an eigene Erfahrungen anknüpfen können: ein Besuch in der Stadt, eine Fahrt mit der Eisenbahn, ein Besuch im Zoo, usw. Viele kleine Einzelsituationen lassen sich entdecken und regen zum genauen Hinschauen an.
Zudem haben wir begeistert nach den abgebildeten Gegenständen auf der linken Bildseite gesucht. So weit gut bekannt aus den vielen hieß geliebten Wimmelbüchern im normalen Format.
Doch bei diesem XXL-Wimmelbuch verschwimmen die Grenzen zwischen Buch und Spielzeug! Um es gemütlich auf dem Sofa zu lesen, ist es eindeutig zu groß, also habe ich es in die Spielecke meines 2-jährigen Patenkindes gestellt, und auf diese Weise hatten wir viele schöne Spielanregungen! Das Liebespaar von der Bahnhofsseite ist in unserer Duplobahn weitergefahren und hat seine Flitterwochen am Strand verbracht. Das Kind, das seine Eistüte verlor, hat sich in unserer Eisdiele ein neues Eis aussuchen dürfen. Und der Spielzeug-Zoo kam auch zum Einsatz. Klasse! So können die Geschichten aus dem Buch weiterleben und die Phantasie anregen. Beim Lesen sind die Kleinen nun nicht immer auf die Unterstützung durch die Erwachsenen angewiesen, sondern beschäftigen sich spielerisch auch allein mit dem Buch.
Was grille ich zuerst?
Weber's Wintergrillbibel von Manuel Weyer
Dieses Winter-Grillbuch weckt mit seinen tollen Fotos so viel Appetit, dass ich gar nicht weiß, was ich zuerst zubereiten möchte! Vom Feuertopf und dem nicht alltäglich gewürzten Wintergemüse bis hin zu Festtagsgans und Flammfisch ist für jedes kulinarische Anspruchsniveau ein Rezept dabei! Und dass ich sogar Salatrezepte finden würde, damit habe ich gar nicht gerechnet.
Die bebilderten Anleitungen sind genauso hilfreich wie die zahlreichen Tipps, aus denen jahrzehntelange Grillerfahrung spricht, von der ich gerne profitiere.
Auch die Tabellen gegen Ende des Buches sind praktisch: Zu Rind, Schwein, Wild, Geflügel und Gemüse finde ich hier Empfehlungen zu Größe, Gewicht und Schnittstärke des gewählten Grillgutes sowie optimale Temperatur und Grillzeit. So steht eigenen Kreationen nichts mehr im Wege!
Doch ich denke, ich werde mit den Rezepten dieses Buches noch längere Zeit beschäftigt und sehr zufrieden sein, denn sie sind abwechslungsreich und phantasievoll! Kein Vergleich zur allgegenwärtigen Bratwurst, die mich im Winter garantiert nicht an den Grill locken könnte.
Over the top
Tohrus Japan von Tohru Nakamura
Tohru Nakamura ist als Halbjapaner, wie sich selbst nennt, sowohl in der japanischen als auch in der deutschen Kultur und Küche zuhause. Er vermittelt uns auf den ersten 40 Seiten die Grundlagen der japanischen Kultur, nimmt uns mit den zu Spuren japanischer Kultur in Deutschland und erzählt uns von seiner eigenen lebenslangen Begeisterung für das Kochen.
Im Hauptteil des Buches ordnet er die Rezepte nach den typischen Zutaten und nicht nach Mahlzeiten. Dies hat den Vorteil, dass er jedem Kapitel eine Warenkunde voranstellen kann, und wir Leser einen Eindruck von der Vielseitigkeit von Soja, Tofu, Algen etc bekommen. Auf einigen Seiten am Schluss lernen wir noch, einige Grundzutaten selbst herzustellen, und ein Glossar stellt alle im Buch verwendeten Zutaten vor.
Bei mir hinterlässt das Buch einen gemischten Eindruck: Einerseits führt es mich gut in eine mir bislang unbekannte Küche ein, andererseits sind mir die ersten 40 Seiten zu ausführlich und zu stark biographisch, ich werde sie wohl nicht noch einmal lesen. Die Anordnung der Rezepte finde ich im Alltag unpraktisch, eine Ordnung nach Vor-, Haupt- und Nachspeisen würde mich schneller zum Ziel führen.
Während die Einleitung am Anfang oft ausschweift, ist mir das Glossar zu kurz: Ein Kurzporträt der Zutaten mit einer Beschreibung ihres Geschmacks und der Vorstellung ihrer wichtigsten Verwendungszwecke hätte mir geholfen, mir vorstellen zu können, auf was sich mein europäischer Gaumen einstellen kann. So aber stellt sich bei einigen Rezepten die Frage, ob sie mich geschmacklich reizen könnten und ob sich das Einkaufen der speziellen Zutaten lohnt. Optisch sind allerdings alles Rezepte top, und die ganzseitigen Fotos vermitteln einen Eindruck vom edlen Fine Dining dieses Spitzenkoches.
Aber leider wird wohl nur wenig daraus einen Weg in meine Küche finden, dafür ist es zu over the top und nicht alltagstauglich. Begeisterte Hobbyköche, die ihrer Kunst mit mehr Aufwand frönen, werden aber bestimmt auf ihre Kosten kommen.
Qual der Wahl
Das große Brotbackbuch von Christina Bauer
Bei diesem Backbuch habe ich wirklich die Qual der Wahl zwischen 120 Rezepten, die alle so lecker und auch optisch nicht alltäglich aussehen. Auf alle Fälle juckt es mich in den Fingern, endlich loszulegen und erstmals selbst Brot zu backen.
Die Autorin Christina Bauer nimmt mich zum Glück an die Hand und stellt am Anfang erstmal die Basics vor: Ich lerne die verschiedenen Teige und ihre Besonderheiten kennen, erfahre, welche Bedürfnisse sie haben und welche Probleme mich überraschen könnten.
Das hat mir bislang immer gefehlt, ich wusste nie, ob ich auf dem richtigen Weg bin und sich der Teig so entwickelt, wie ich ihn brauche. Anhand vieler Fotos kann ich hier einen Eindruck davon gewinnen, wie mein Teig aussehen muss und ob ich den nächsten Schritt der Zubereitung gehen kann. Klasse!
Manchmal bin ich etwas überfordert, weil Christina Bauer voller Begeisterung zeigt, was alles möglich ist, und auch unkonventionelle Zubereitungen im Glas oder in der Tasse präsentiert, ihren Teiglingen mit Semmeldrückern oder Stempeln zu Leibe rückt oder sie in einen Gusseisentopf legt. Dafür ist meine Küche noch nicht ausgestattet, aber mit wachsender Begeisterung wird wohl auch die Back-Ausrüstung wachsen. Ich freue mich drauf!
Eltern im Doppelpack
Stachlige Eltern und Schwiegereltern von Jörg Berger
Sobald frau sich für einen festen Partner entscheidet, bekommt sie in aller Regel auch ein zweites Elternpaar frei Haus geliefert! Das kann bereichernd, aber auch anstrengend sein. Auf alle Fälle werden im Vergleich Unterschiede deutlich und bisher Selbstverständliches bei den eigenen Eltern in Frage gestellt.
In dieser Situation wirkt das Buch von Jörg Berger wie eine Ordnungshilfe: Berger charakterisiert verschiedene Typen von (Schwieger-)Eltern und ordnet deren Verhaltensweisen bzw Problempotentiale in: Grenzen überschreiten, abwerten, blenden, Energie rauben, bestrafen, vermeiden, einschüchtern.
Dies klingt negativer als es sein muss. Ich denke, in jeder Beziehung steckt ein wenig von diesen Verhaltensweisen, aber in ganz unterschiedlicher Dosierung! Wo sich die liebevolle Fürsorge und Bereitschaft, im Gespräch Rat zu geben, in ein grenzüberschreitendes, bevormundendes Verhalten verwandelt, muss ich selbst für mich entscheiden und entsprechend handeln. Bergers Buch kann auf jeden Fall sensibilisieren und helfen, sich der eigenen Situation bewusst zu werden und sie auch (z.B. mit dem Partner) thematisieren zu können.
Doch bei letzterem sehe ich persönlich die Grenzen: Es ist gut, wenn ich mir meiner Position bewusst werde und meine roten Linien ziehe. Doch ich glaube nicht an ein Gespräch mit den Eltern / Schwiegereltern, da es doch eher unwahrscheinlich ist, dass diese ihr Verhalten so in Frage stellen (lassen) und ausführlich thematisieren (lassen) wollen. Also sehe ich das Potential dieses Buch in der Hilfe zur persönlichen Positionsbestimmung, aber nicht mehr.
Grenzen des Protests
Die Welt kippt von Heiko von Tschischwitz
Wenn Fridays for Future an seine Grenzen stösst, dann bleibt nur noch die Verzweiflung: So lässt sich in diesem Roman die Situation von Tessa Hansen, einer deutschen Umweltaktivistin, beschreiben, die nach einem lebensgefährlichen Hungerstreik an der Wirksamkeit ihres Protestes zu zweifeln beginnt.
So ist sie fasziniert und entsetzt von dem kühlen Kalkül der Silicon Valley-Investorin Shannon O’Reilly, die ganz andere Methoden für wirkungsvoller hält. Doch auch der grüne deutsche Kanzler stösst in der Auseinandersetzung mit seinem Koalitionspartner an seine Grenzen und wird stärker ausgebremst als es ihm lieb ist. Selbst der Präsident der Vereinigten Staaten ist sich der Umweltproblematik zwar bewusst, erkennt aber zu spät, wie stark China in die geopolitische Lösung der Klimakatastrophe eingreifen wird! Dieser spannende Thriller führt uns vor Augen, wie ökologische, ökonomische und politische Vorgänge ineinander greifen, und lässt mich auch nach beendeter Lektüre nicht los!











