Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lulu24:
Viele Anregungen
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Kennst du Formen, Farben, Gegensätze, Zahlen? von Doris Rübel
Dieses Buch für die 2-4 Jährigen ist (wieder) ein rundum gelungener Band der Reihe ‚Wieso Weshalb Warum Junior‘! Es bietet so viele Anregungen zum genauen Hinschauen und Fühlen, zum Vergleichen und Zählen, zum Reimen und Rätseln! Ich könnte jetzt ganz oberlehrerhaft von Logikschulung sprechen, aber dafür macht das Büchlein meinem Patenkind einfach viel zu viel Spaß! Mit großer Begeisterung öffnet und schließt es die kleinen Türchen, wenn ich ihm den Text vorlese, und zeigt auf die richtigen Bildchen und auf das richtige Pärchen beim Socken-Suchspiel.
Zuerst hatte ich Bedenken, ob diese Benennungen und Zuordnungen nicht einfacher und besser im ‚realen Leben‘ zu vermitteln sind, aber inzwischen sehe ich, dass sich beides ergänzt: Mein etwas sprechfaules Patenkind bringt sein neu erworbenes Wissen nun auch im Alltag unter und sagt stolz ‚zu‘, wenn es seine Jacke schließt. Und beim Duplo-Spielen werden fleißig Farben sortiert und Steine gezählt. Das Büchlein nehmen wir trotzdem gern zur Hand, denn die Bildchen sind so liebevoll und kindgerecht gezeichnet, dass man immer wieder gerne hineinschaut!
Genial lecker!
Hensslers schnelle Nummer 2 von Steffen Henssler
Genial lecker!
Dieses Buch ist die Lösung, wenn nach einem langen Arbeitstag Zeit und Lust zum Kochen fehlen, und der Freund schon zum Telefon-Hörer greift, um den Dönermann anzurufen! Die Rezepte sind schneller zubereitet als der Lieferdienst kommen kann, sie sind mindestens genauso lecker und darüber hinaus doch um einiges gesünder.
Für den Hawaii-Burger lasse ich gerne die Exemplare beim goldenen M liegen und stelle mich kurz an den Herd. Die Teriyaki-Bratnudeln machen den China-Imbiss arbeitslos, denn heute wird blitzschnell selbst gekocht. Das Buch schafft genau die richtige Mischung von genial-lecker und doch noch gesund. Klar, bei Muttern ist noch mehr Gemüse im Topf, aber diese Rezepte sind für uns perfekt.
Die Präsentation ist cool, die Fotos machen Appetit und die witzigen Sprüche steigern den Spaß beim Lesen. Und wenn es denn mal nicht klappen will, schaue ich mir die Videos an, die ich per QR-Code schnell verfügbar habe. Ebenso schnell kann ich die meisten Zutaten beim Supermarkt um die Ecke holen, ohne erst mehrere Geschäfte ansteuern zu müssen. Da steht dem selbst zubereiteten Abendessen nichts mehr im Wege!
Auch mit Demenz Teil der Familie sein
Bleibt Oma jetzt für immer? von Friedbert Stohner
In diesem Buch erzählt Friedbert Stohner aus der Perspektive von Enkelkind Klara, wie Ihre Oma zu ihnen zieht und sich langsam verändert, weil sie an Demenz erkrankt ist. Die ersten Vergesslichkeiten und kleineren Missgeschicke werden nicht thematisiert oder mit Humor genommen. Oma verändert sich, aber bleibt doch die gleiche und vor allem Teil der Familie.
Diese Kunst, den geliebten Menschen auch in seiner Veränderung anzunehmen und in der Familie aufzufangen, beschreibt Friedbert Stohner so gut, dass ich in vielen Situationen meine eigenen an Demenz erkrankten Großeltern wiedererkenne: der kleine Witz, um die ersten Gedächtnislücken zu verbergen, ‚Eichhörnchenblick‘, wenn das Vergessen sie verunsicherte, die unerwartete Wanderung zum ehemaligen, längst verlassenen Zuhause, aber auch das geistesabwesende Lächeln, wenn sie irgendwie ganz weit weg waren und wir sie nicht erreichen konnten….
Das Buch finde ich daher wirklich äußerst gelungen, weil es die Kinder auf viele Situationen vorbereitet, die sie mit ihren demenzerkrankten Großeltern erleben können ,und ihnen hilft, die Dinge zu benennen. Zugleich vermittelt es eine positive Grundstimmung und eine Vorstellung davon, wie es hoffentlich gelingen kann, sich auch in dieser Lebensphase mit Humor und Liebe zu begegnen und den Großeltern den Halt zu geben, den sie in dieser Lebensphase so dringend brauchen.
Spannend und komplex
Die Cellistin von Daniel Silva
Wiktor Orlow, der ehemals reichste Mann Russlands, wird Opfer eines Anschlags mit dem tödlichen Nervengift Nowitschok. Gabriel Allon, Leiter des israelischen Geheimdienstes, geht auf die Suche nach den Tätern und kommt einer russischen Untergrundorganisation auf die Spur. Bei diesem Szenario ist natürlich nicht nur Spannung garantiert, sondern auch die Einbindung einiger aktueller politischer Ereignisse.
Dadurch ergibt sich eine Vielzahl von Schauplätzen weltweit, eine große Anzahl beteiligter Personen und Institutionen und aktueller politischer Problemfelder von Geldwäsche bis zur Finanzierung terroristischer Organisationen und der Unterwanderung demokratischer Meinungsbildung. Das ist alles faszinierend bis beängstigend aktuell, zugleich aber auch oft unübersichtlich. Ich habe nicht selten noch einmal zurückblättern müssen, weil ich einzelne Namen nicht mehr einordnen konnte oder kleinere Handlungsstränge aus dem Auge verloren hatte. Durch die Komplexität ist mir auch keiner der Protagonisten so richtig ans Herz gewachsen, so dass ich persönlich mitgefiebert hätte. Ich war zwar auf den Fortgang der Geschehnisse gespannt, musste aber nie den Atem anhalten. Unter dem Strich eine sehr gute, aber nicht ganz begeisternde Lektüre!
Lost
Dieser Beitrag wurde entfernt von Hanna Bervoets
Wegen drückender Schulden aus einer beendeten Beziehung lässt sich die junge Kayleigh auf die Arbeit bei einem Unternehmen ein, das Beiträge auf sozialen Medien kontrolliert und zensiert. Die prekären Arbeitsbedingungen ist sie aus ihrer vorangegangenen Tätigkeit bei einem Call Center gewohnt, außerdem ist sie zunächst mit der Aufarbeitung der alten Beziehung beschäftigt.
Doch langsam wird auch der neue Arbeitsplatz mit seiner psychisch belastenden Tätigkeit und den Beziehungen unter den Kollegen ein Problem.
Dieses Buch führt dem Leser vor Augen, wie verletzlich die Verquickung von Privatem und Beruflichem macht. Die in den sozialen Medien verbreiteten Verschwörungstheorien finden dann natürlich auch bei diesen verunsicherten Menschen auf fruchtbaren Boden, und die Situation droht zu eskalieren.
Diese unglückliche Verquickung der virtuellen und privaten Welten ist ebenso bedrückend wie verwirrend, und so lässt mich dieses Buch auch mit sehr zwiespältigen Gefühlen zurück: einerseits beeindruckt von der atmosphärischen Dichte, andererseits unbefriedigt, weil sich im offenen Ende keine Perspektive für die Protagonistin abzeichnet.
Perfekt!
Wo ist bloß ...? - Mein Baustellen-Buch zum Sachen suchen von Kathrin Lena Orso
Als ich das Büchlein sah, musste ich es einfach für mein 2-jähriges baustellenverrücktes Patenkind kaufen? Siehe da, ein Volltreffer: Sie liebt es!
Die hübschen Bilder mit Leon, dem netten Bauarbeiter, laden zum Schauen, Erzählen und Suchen ein! Auch das kleine Mäuschen auf jeder Seite hat sie gleich ins Herz geschlossen.
Die dicken Pappseiten und die Drehscheiben mit den Sichtfenstern halten auch meinem kleinen Wirbelwind stand, so wird uns das Buch gewiss einige Zeit Freude bereiten.
Aber es gibt auch Kritik von meiner kleinen Expertin: Da sind nur kleine Baustellen, und es fehlen noch viele spannende Fahrzeuge! Wo sind denn hier Betonmischer, Planierraupen und Kran im Einsatz? Aber das fällt vielleicht nur den Kindern auf, deren Väter vom Fach sind. Insgesamt ein dickes Lob für dieses Buch, verbunden mit dem Wunsch nach vielen weiteren!
Mehr erwartet!
Warum Ziele Quatsch sind - und wie wir sie trotzdem erreichen von Stefan Frädrich
Der Klappentext zu diesem Buch hat mich angesprochen: "Wer bist Du wirklich? Wie umgehst Du Lebensfallen...?" Besonders die Beschreibung "Wir verlieren uns selbst und landen im stressigen Hamsterrad eingebildeter Pflichten" deckt sich mit meiner eigenen Erfahrung nach den ersten Jahren Vollzeit-Berufstätigkeit.
Die ersten Zielvorgaben sind abgearbeitet, aber mich treiben manchmal Fragen um: "Bin ich auf dem richtigen Weg? Welche Weichen will ich vielleicht neu stellen?" So kam dieses Buch genau richtig!
Die ersten Seiten haben mich auch genau dort abgeholt: Viele Beispiele zum Auseinanderklaffen von Lebenstraum und konkreter Alltagsarbeit erinnerten mich an eigene Erfahrungen bzw das Leben von Freunden und Bekannten.
Dementsprechend erwartungsvoll las ich weiter, doch leider wurde ich enttäuscht: Die Sätze wurden immer länger, aber die Inhalte immer unschärfer. Immer öfter ertappte ich mich bei dem Gedanken "Ich habe verstanden, was Du willst, guter Mann! Jetzt werde bitte mal etwas konkreter!" Und die wenigen konkreten Tools wie Bedürfnispyramide und Lebensrad kannte ich auch schon aus der Schule. Sie sind also offensichtlich nicht besonders neu! Schade, ich hatte mir mehr erwartet!
Heldenpower für jeden!
Not all heroes wear capes von Ben Brooks
Das Buch „Not all heroes wear capes“ von Ben Brooks fällt gleich ins Auge: von der ‚entblößten‘ Heldenbrust auf dem Cover bis hin zum lebhaften Layout im Inneren. Hier wechselt sich normaler Fließtext mit Comicseiten ab. Im Text erzählt der Autor von seinem Anliegen und hebt zentrale Aussagen durch besonders große Schrift und andere graphische Besonderheiten hervor.
In den Comicseiten bringt er Beispiele in Form von Biographien.
Doch nun zum Inhalt: Ben Brooks will Jugendliche ermutigen, ihren Träumen zu folgen und sich zu engagieren. Er zeigt auf, dass niemand zu klein und zu unbedeutend ist, um nicht doch einen Unterschied machen und die Welt verbessern zu können. Jeder kann und soll mit dem starten, was ihn begeistert, bzw. dort, wo seine individuellen Fähigkeiten liegen. Wichtiger als die Ausgangssituation sind die eigene Überzeugung und die Durchhaltekraft. Das Engagement wird etwas verbessern, egal ob für wenige oder für viele!
Das Heldenhafte liegt in dem Willen, etwas zu verändern und die Welt besser zu machen. Die Ausgangssituation und die Mittel sind so unterschiedlich wie die Menschen, und die Wirkung kann viel größer sein als erwartet. Spätestens wenn andere sich anstecken lassen und mitmachen, kann eine ganze Bewegung daraus entstehen. Dies belegen eindrucksvoll die Biographien in den Comics: Dem 99-jährigen Tom Moore gelang es, allein mit seinen Spaziergängen am Rollator Spenden für das staatliche Gesundheitssystem Großbritanniens zu sammeln. Und die Medien verschafften ihm so viel Aufmerksamkeit, dass er sein Spendenziel um ein Vielfaches übertraf.
Und dies ist die tolle und motivierende Botschaft in diesem Buch: Jeder kann sich dafür einsetzen, die Welt zum Besseren zu verändern. Die Wirkung kann viel größer sein als erhofft, und alles wird auch das eigene Leben mit Sinn erfüllen und bereichern!
Sensibler Raubdrache
Der kleine Raubdrache (Bd. 1) von Dagmar H. Mueller
Das Buch ist ein originelles und witziges Buch zum Vorlesen: Der kleine Raubdrache ist gar nicht so begeistert, als er diszipliniert auf die Chance warten soll, dass er eine Prinzessin rauben kann. Und dass es auch noch Stress mit den Rittern geben kann, verdirbt ihm ganz die Lust! Als auch die frisch geraubten Prinzessinnen aus der Reihe tanzen, wird es noch turbulenter.
Das moderne Märchen stellt die traditionellen Erwartungen munter auf den Kopf. Aber mit gutem Willen gelingt es allen Beteiligten, neue Lösungen zu finden. Und die Lehre aus der Geschichte lautet dann, dass jeder seine Qualitäten hat, und auch neue Wege zum Ziel führen. Ein unterhaltsames Plädoyer für mehr Toleranz und Mut aufeinander zu zu gehen.
Die farbenfrohe liebevolle Gestaltung ist wunderschön und kindgerecht. Sie steckt voller niedlicher Details: Selbst die Schrift wechselt die Farbe und die Größe, und die Seitenzahlen sind mit kleinen Krönchen verziert.
Das Buch macht viel Freude beim gemeinsamen Lesen und weckt Neugierde auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.
Wertschätzung und Dankbarkeit
Du bist mehr als genug von Sarah Desai
„Du bist mehr als genug. Erkenne und nutze Deinen Selbstwert“ von Sarah Desos ist wunderschön gestaltet. Die Illustrationen von Sarah Raidt erinnern an edle Seidenmalerei, und gerade die ganzseitigen Bilder sind prächtig.
Auch das Seitenlayout strahlt große Ruhe aus und hilft, mit dezenten Symbolen jederzeit die Struktur des Buches nachzuvollziehen.
Die drei Hauptkapitel gliedern sich in die Schritte:
1. Selbstwert erkennen
2. Selbstliebe lernen
3. Selbstvertrauen entwickeln
In jedem Kapitel bietet die Autorin verschiedenste Übungen, Denkanstöße, Meditationen, Visualisierungen und Mantras an, um in das liebevolle Gespräch mit dem eigenen Ich einzutauchen. Weniger analytisch als behutsam, denn „heute ist ein guter Moment, dir selbst Mitgefühl zu schenken“.
Es geht nicht um Selbstoptimierung, sondern um Wahrnehmung und Wertschätzung. Dies ist eine interessante Ergänzung zu den vielen Arbeitsbüchern zum gleichen Thema. Viele Angebote wirken entschleunigend, nehmen den Druck raus und schenken eine neue Sicht auf die Dinge.
Einiges ist mir zu esoterisch, doch manches wird mir zu einer wertvollen Routine werden, und wird auf die Dauer gewiss noch mehr Wirkung entfalten als beim ersten Versuch. Besonders die Übung, um den Tag positiv zu verabschieden (S.128) wird bei mir Einzug halten: Dort wird das (bekannte) Dankbarkeitstagebuch um die Betrachtung ergänzt, welches eigene Zutun an der positiven Erfahrung beteiligt war. „Hierdurch stärkst Du das Vertrauen in dich selbst, und dir wird klar, dass du einen Einfluss auf dein Leben hast.“
Dieses Buch ist eine rundum gelungene Bereicherung für das Leben und hat einen dauerhaften Platz im Bücherregal verdient!











