Kunden em pfehlungen
Rezensionen von KimVi:
Gelungener Finalband
Die Wunderfrauen, Freiheit im Angebot von Stephanie Schuster
Luise Dahlmanns kleiner Laden läuft immer schlechter. Denn die Supermärkte locken immer mehr Kunden an. Um Luises Ehe ist es außerdem sehr schlecht bestellt. Doch auch im Leben ihrer drei Freundinnen ereignet sich einiges. Helga träumt davon, ihrer Karriere als Ärztin eine entscheidende Wendung zu geben und Marie hat einen Reiterhof eröffnet.
Annabel setzt ihre detektivische Spürnase ein, um in alten Familiengeheimnissen zu graben. Es läuft nicht immer glatt für die Freundinnen, doch sie können sich aufeinander verlassen...
"Freiheit im Angebot" ist der Finalband der Wunderfrauen-Trilogie. Man kann den aktuellen Ereignissen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Reihe gelesen hat, allerdings empfiehlt es sich, die Reihenfolge einzuhalten, da die Handlungen aufeinander aufbauen. Außerdem kann man die ganz besondere Freundschaft, die die vier Frauen verbindet, besser nachvollziehen, wenn man die Entwicklung von Anfang an beobachtet. Denn die vier Frauen haben schon einiges zusammen durchgestanden.
Auch dieses Mal wird die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wobei die Frauen abwechselnd im Zentrum der Ereignisse stehen. Die Autorin versteht es wieder hervorragend, eine ganz besondere Atmosphäre zwischen den Zeilen schweben zu lassen. Man kann den damaligen Zeitgeist nachempfinden und sich ganz auf die Handlung einlassen. Dabei freut man sich über das Wiedersehen mit den bereits liebgewonnenen Charakteren und beobachtet gespannt, was sich in der Zwischenzeit getan hat und wie es nun mit den vier Frauen weitergeht. Auch wenn ihre Freundschaft tief ist, herrscht doch nicht immer eitel Sonnenschein zwischen ihnen. Doch auch die Differenzen, die sich dadurch ergeben, kann man mühelos nachvollziehen, ohne dabei Partei für eine der Frauen zu ergreifen.
Das Schicksal hält wieder einiges für die Frauen bereit. Diese Geschichten wirken wie aus dem Leben gegriffen und passen gut in die damalige Zeit. Deshalb verfolgt man gebannt dem Geschehen und ist am Ende traurig, weil man die sympathischen Frauen, die einem mittlerweile an Herz gewachsen sind, verlassen muss.
Der gelungene Finalband eine wunderbaren Trilogie!
Lebendig erzählte Zeitgeschichte
Ein Koffer voller Schönheit von Kristina Engel
Anne Jensen und ihr Mann Benno leben mit den gemeinsamen Zwillingen in Lüneburg. Benno ist, so wie sein Vater und sein Großvater, leidenschaftlicher Tischler. Das harmonische Familienleben der Jensens beginnt langsam zu bröckeln, als Benno sich von einem alten Freund dazu überreden lässt, ein eigenes Möbelhaus zu eröffnen.
Benno ist kaum noch daheim und wird seiner Familie immer fremder. Da die Zwillinge immer selbstständiger werden, hegt auch Anne den Wunsch, arbeiten zu gehen. Ihre Schwiegermutter bringt sie auf die Idee, sich als Kosmetikberaterin bei Avon zu bewerben und die Produkte des Herstellers direkt bei den Kundinnen vorzuführen und ihnen zu verkaufen. Benno hält nichts davon. Um diese Arbeit ausführen zu können, braucht Anne allerdings die Erlaubnis ihres Mannes...
Die Handlung trägt sich in Lüneburg, Ende der 1950er Jahre zu. Es gelingt der Autorin vom ersten Moment an, den damaligen Zeitgeist zwischen den Zeilen schweben zu lassen. Es herrscht eine Zeit des Aufschwungs, die Menschen wollen sich Wünsche und Träume erfüllen. Alles scheint möglich zu sein. Allerdings müssen viele Frauen zurückstehen, denn die Ehemänner haben eindeutig das Sagen.
Die Charaktere in diesem Roman werden so lebendig beschrieben, dass man sie schon nach wenigen Seiten vor Augen hat und gespannt das Familienleben beobachtet. Auch wenn Anne und ihr Ehemann Benno den Krieg körperlich unversehrt überstanden haben, gibt es Unausgesprochenes und Unverarbeitetes, das zwischen ihnen steht. Auch das wird sehr gut beschrieben, wodurch man sich gut in die Protagonisten hineinversetzen und ihre Handlungen verstehen kann.
Die Handlung selbst überrascht durch einige Wendungen, wobei Annes Tätigkeit als Avon-Beraterin gelungen in die Erzählung einfließt. Leider aber nicht in dem Ausmaß, das der Buchtitel erhoffen lässt. Dennoch bekommt man einen interessanten und durchaus authentisch wirkenden Einblick in die damalige Zeit des Wirtschaftswunders. Es kommt im Verlauf der Handlung außerdem zu äußerst dramatischen Situationen, die eindringlich beschrieben werden. Dadurch wirkt das Ganze zwar spannend, aber dennoch etwas konstruiert und zuweilen unglaubwürdig.
Durch die lebendigen Charaktere und den hervorragend beschriebenen Zeitgeist, kann man darüber aber großzügig hinwegsehen und unterhaltsame Lesestunden mit diesem Buch verbringen.
Düsterer Roman, bei dem sich die Spannung eher spät einstellt
Dunkelsommer von Stina Jackson
Mittlerweile ist es drei Jahre her, dass Lelle seine Tochter Lina an einer abgelegenen Bushaltestelle abgesetzt hat, damit sie von dort aus zu ihrem Ferienjob gelangen konnte. Doch Lina kam nie an. Sie ist und bleibt spurlos verschwunden. Doch Lelle gibt nicht auf. Er braucht Gewissheit. Deshalb fährt der verzweifelte Vater die Straße ab, an der Lina verschwand und sucht in den Wäldern jeden noch so abgelegenen Hof ab.
Zur gleichen Zeit zieht Meja mit ihrer Mutter in die Gegend. Mal wieder scheint Mejas Mutter die große Liebe bei einem Mann gefunden zu haben, den sie nur aus dem Internet kennt...
Der Einstieg in die Handlung wird von einer düsteren Atmosphäre geprägt, die unterschwellig zwischen den Zeilen schwebt. Man kann Jelles Verzweiflung, nicht zu wissen, was vor drei Jahren mit Lina geschah, mühelos nachvollziehen. Doch auch der Erzählstrang, in dem Meja im Zentrum der Ereignisse steht, wirkt düster und bedrohlich. Abwechselnd beobachtet man den Verlauf beider Stränge, die zunächst parallel verlaufen, sich aber schließlich annähern und verknüpfen.
Obwohl der Einstieg eher gemächlich verläuft, kann man sich der düsteren Atmosphäre kaum entziehen. Gemeinsam mit Jelle versucht man zu ergründen, was mit Lina passiert ist. Jelles verzweifelte Suche nach Lina und Mejas Versuch, sich auf dem abgelegenen Hof des neuen Freundes ihrer Mutter einzuleben, werden interessant geschildert. Dennoch hat man zuweilen das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt und dass die erhoffte Spannung zu sehr auf Sparflamme kocht. Durchhalten lohnt sich allerdings, da es zum Ende hin richtig spannend wird.
Ein düsterer Roman, bei dem sich die Spannung eher spät einstellt.
Spannung pur!
Totenschrein von Ellison Cooper
Die Leiche eines jungen Mädchens wird in Washington gefunden. Sie liegt mitten zwischen aufgestellten Affenskulpturen und hält eine Axt in der Hand. Der Verdacht, dass es sich um einen Ritualmord handeln könnte, liegt nahe. FBI-Agentin Sayer Altair wird mit der Leitung der Ermittlungen betraut. Schon bald stellt sich heraus, dass das Mädchen zu einer Gruppe Jugendlicher gehört, die mit einem Bus unterwegs waren.
Doch dieser Bus hat sein Ziel nie erreicht. Er ist, genau wie der Rest der Gruppe, verschwunden. Sayer beginnt unter Hochdruck zu ermitteln...
Nach "Todeskäfig" und "Knochengrab" ist "Totenschrein" mittlerweile der dritte Fall, in dem FBI-Agentin Sayer Altair ermittelt. Man kann den aktuellen Ereignissen auch dann folgen, wenn man noch keinen Band dieser Reihe gelesen hat, da die Fälle in sich abgeschlossen sind. Es gibt allerdings Nebenhandlungen die sich durch die Serie ziehen. Um die Zusammenhänge besser einordnen zu können, ist es empfehlenswert, die Reihenfolge einzuhalten.
Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, bereits auf den ersten Seiten Spannung zu erzeugen. Man ist sofort mitten im Geschehen und versucht zu ergründen, was es mit der sorgsam arrangierten Leiche des jungen Mädchens auf sich hat. Als dann noch herauskommt, dass offenbar ein Bus, mit allen Insassen, verschwunden ist, steigert sich die früh aufgebaute Spannung weiter und der Thriller nimmt ein hohes Tempo auf.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da diese häufig an spannenden Stellen wechseln, gerät man früh in den Sog der Ereignisse und kann sich dem Geschehen kaum entziehen. Falsche Fährten und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man unbedingt erfahren möchte, was und wer hinter allem steckt. Dass dieser Fall größer ist, als zunächst gedacht, wird schnell klar. Sayer ermittelt unter Hochdruck und bringt sich selbst in große Gefahr. Dabei nimmt die Handlung eine vollkommen unerwartete Wendung, die Fans der Reihe ziemlich überraschen dürfte.
Ein Thriller, der sich früh zum Pageturner entwickelt. Spannend, temporeich und voller Überraschungen!
Fesselt bis zum Schluss
Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff
Zwei befreundete Paare teilen sich im Wendland ein Grundstück, leben dort in zwei Häusern und benutzen Scheune und Kräutergarten gemeinsam. Doch seit einem Jahr hat diese Freundschaft einen tiefen Riss bekommen. Aaron, der Sohn von Sophie und Thies, ist unter ungeklärten Umständen ertrunken. Für Sophie und Thies ist es schwer, das Familienleben, das ihre engen Freunde Inga und Bodo, mit den Kindern Lasse und Jella führen, zu beobachten.
Trauer, Neid und Schuldgefühle belasten das ehemals harmonische Zusammenleben. Doch dann kommt eine unbekannte Dänin in den Ort und langsam drängen Geheimnisse an die Oberfläche...
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dabei stehen die Charaktere abwechselnd im Zentrum. Dadurch bekommt man einen guten Einblick, wie die jeweiligen Protagonisten zur Vergangenheit stehen und was sie jetzt bewegt. Es gelingt der Autorin vom ersten Moment an, eine ganz besondere Atmosphäre zwischen den Zeilen schweben zu lassen, der man sich nicht entziehen kann. Das Schweigen steht zwischen den Protagonisten. Doch es kann von ihnen selbst nicht durchbrochen werden. Erst Dänin Mara, die sofort von allen mit offenen Armen empfangen wird, kann etwas in Bewegung setzen.
Man nimmt die aufgestauten Gefühle der Protagonisten wahr und erlebt gemeinsam mit ihnen Schuld, Trauer, Neid, Angst, und Verzweiflung. Aber auch Hoffnung, sich den unterschwellig brodelnden Gefühlen zu stellen und die Ohnmacht, die alle ergriffen hat, zu durchbrechen. Durch die wechselnden Perspektiven schaut man hinter die Fassaden der jeweiligen Akteure. Man sieht sie förmlich vor sich und hofft, dass sie ausbrechen und sich öffnen können. Dadurch gerät man früh in den Sog der eher ruhigen Handlung und kann sich den Ereignissen kaum entziehen.
Ein eher ruhiger Roman, der aber dennoch fesseln kann.
Ein Krimi, bei dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint
Neben wem du erwachst von Gytha Lodge
Louise wacht völlig verkatert auf. Sie fröstelt etwas und will sich deshalb an ihren Mann schmiegen, der neben ihr liegt. Doch irgendwas stört Louise. Die Matratze fühlt sich nass an und Niall gibt keine Schlafgeräusche von sich. Plötzlich ist Louise hellwach, denn es ist gar nicht ihr Mann Niall der neben ihr liegt.
Ein völlig Fremder liegt im Bett, mitten in einer riesigen Blutlache und offenbar ist er tot! Louise ist entsetzt. Denn sie kann sich an nichts erinnern. Hat sie diesen Mann ermordet? Panisch versucht sie den Mann loszuwerden und alle Spuren zu beseitigen. DCI Jonah Sheens nimmt mit seinem Team die Ermittlungen auf...
"Neben wem du erwachst" ist bereits der dritte Fall für DCI Jonah Sheens und sein Team. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen aber auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man folgt den aktuellen Ereignissen, die aber immer wieder durch einen Brief, den Louise an Niall schreibt, unterbrochen werden. Sie schreibt sich ihre Eindrücke von der Seele und blickt dabei in die Vergangenheit zurück. Dadurch bekommt man einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Dabei stellt sich heraus, dass Louise offenbar ein Alkoholproblem hat. Denn es gibt die betrunkene Louise, die es liebt, sich zu amüsieren und verantwortungslos wirkt und die nüchterne Louise, die ihre betrunkene Version hasst. Doch ist die betrunkene Louise wirklich dazu fähig, einen Mann zu ermorden?
Der Fall ist äußerst rätselhaft. Auf den ersten Blick scheint es für die Ermittler klar zu sein, dass Louise den Fremden in ihrem Bett ermordet hat. Doch ist das wirklich so? Denn Louise scheint sich wirklich nicht daran erinnern zu können, wie dieser Mann in ihrem Bett gelandet ist. Jonah Sheens ermittelt mit seinen Kollegen in alle Richtungen. Dabei gelingt es der Autorin hervorragend, Zweifel zu wecken und Spuren auszulegen, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Doch immer wenn man meint, dass man die Auflösung kennt, sorgen überraschende Wendung dafür, dass man die zusammengetragenen Puzzleteile neu sortieren muss. Die offenen Worte, die Louise in dem Brief an ihren Mann richtet, sorgen für eine düstere und angespannte Atmosphäre. Dadurch weiß man nicht, wem man glauben oder vertrauen soll. Denn die Charaktere sind nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Dadurch baut sich eine unterschwellige Spannung auf, die dafür sorgt, dass man in den Sog der Ermittlungen gerät und gebannt der Auflösung entgegenfiebert. Damit werden die Voraussetzungen für einen gelungenen Krimi definitiv erfüllt.
Ein Krimi, bei dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Schwer durchschaubare Charaktere und überraschende Wendungen sorgen für spannende Lesestunden.
Trifft mitten ins Herz
A Reason To Stay (Intensive New-Adult-Romance von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) (Liverpool-Reihe 1) von Jennifer Benkau
Ihr altes Leben hat Billy fluchtartig hinter sich gelassen. In Liverpool wagt sie einen Neuanfang. Mittlerweile hat sie eine Unterkunft, eine Freundin und einen Job gefunden. Nun setzt sie alles daran, ihren Traum, von einem Job im Museum, zu verwirklichen. Durch Zufall lernt sie Cedric kennen. Er sieht gut aus, ist witzig und scheint an ihr interessiert zu sein.
Doch dann sind da noch die Gerüchte, dass Cedric keine Beziehungen eingeht, sondern nur eine Nacht mit einer Frau verbringt. Cedric steht dazu und sagt Billy offen, dass dieses Gerücht stimmt. Er nennt ihr seine Gründe, dennoch scheint es so, als ob er Billy nicht widerstehen könnte. Doch auch Billy hat Probleme, über die sie allerdings nicht offen spricht..
Dieses Buch hat viel mehr zu bieten, als eine normale Liebesgeschichte. Denn es werden einige ernste Themen angesprochen. Das gelingt der Autorin allerdings auf einfühlsame Art und Weise, wodurch man sich mühelos auf die Charaktere und ihre Probleme einlassen kann.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Jennifer Benkau beschreibt Handlungsorte und Charaktere so lebendig, dass man sich alles mühelos vorstellen kann. Trotz der ernsten Themen, ist die Atmosphäre, die zwischen den Zeilen schwebt, nicht erdrückend.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Dadurch lernt man beide Hauptcharaktere näher kennen, erfährt, was sie bewegt und beobachtet, wie sie aufeinander wirken. Billy und Cedric wirken sehr sympathisch. Sie wachsen einem beim Lesen immer mehr ans Herz und die Wortgefechte, die sie sich zuweilen liefern, sorgen außerdem dafür, dass auch der Humor nicht zu kurz kommt. Cedric steht zu seinen Problemen und macht kein Geheimnis daraus. Bei Billy sieht das anders aus, denn fast bis zum Schluss ist nicht klar, welche Probleme sie fluchtartig hinter sich gelassen hat. Diese holen sie schließlich doch noch ein und dann wird die Geschichte so spannend, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen mag.
Ein Roman, die viel mehr zu bieten hat, als eine normale Liebesgeschichte und dabei so einfühlsam geschrieben ist, dass er mitten ins Herz trifft.
Gelungener Reihenauftakt
Firefly Creek - Sehnsucht in deinem Herzen von Lilian Kaliner
Die Silverwood Ranch in Firefly-Creek ist das Zuhause der Familie Bennett. Vater Harry und vier seiner Söhne leben hier und arbeiten gemeinsam auf der Rinderfarm. Schwiegertochter Liz, Witwe von Samuel Bennett, der leider viel zu früh einem Krebsleiden erlag, führt ihnen den Haushalt und zieht Sohn Ollie im Kreis der Familie groß.
Ethan ist der einzige Bennett, der nicht auf der Farm lebt und arbeitet. Da er dringend eine Auszeit von seinem stressigen Leben in Sydney braucht, kehrt Ethan zurück auf die Ranch. Schon bald beginnt es zwischen ihm und der Witwe seines Bruders zu knistern...
Dieser Roman ist der Auftakt zu einer Reihe um die Brüder der Bennett-Familie. In diesem ersten Teil lernt man die Charaktere und ihr Leben auf der Silverwood Ranch kennen. Durch die lebendigen Schilderungen kann man sich den turbulenten Alltag auf der Farm mühelos vorstellen. Bei den Bennetts geht es zwar zuweilen etwas rau zu, dennoch halten sie zusammen. Zwischen Ethan und seinem ältesten Bruder John scheint allerdings ein Konflikt zu schwelen.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in das Leben auf der Ranch und kann außerdem beobachten, wie sich langsam Gefühle zwischen Liz und Ethan entwickeln. Denn diese beiden Charaktere stehen im Zentrum des Geschehens. Liz und Ethan wirken sehr sympathisch. Man kann sich deshalb ganz auf ihre Geschichte einlassen und dabei den Trubel auf der Farm genießen. Das Leben dort wird so authentisch beschrieben, dass man alles mühelos vor Augen hat. Man fiebert mit Liz und Ethan mit und versucht außerdem zu ergründen, was es mit dem Konflikt, der zwischen den Brüder schwelt, auf sich hat. Der Autorin gelingt es hervorragend, das emotionale Chaos, das auf der Farm herrscht, zu beschreiben.
Ein gelungener Auftakt, der durch lebendige Charaktere und eine authentische Hintergrundkulisse überzeugt. Die Neugier auf die folgenden Bände, in denen man wieder auf die Farm zurückkehren kann, um mehr über die anderen Brüder zu erfahren, wird definitiv geweckt.
Spannung pur!
Angstrichter von Schütz Lars
Den Bewohnern von Nürnberg bietet sich ein grausamer Anblick, denn an den Stadttoren hängen die gevierteilten Körperteile einer Leiche. Die Professorin Ellen Grafenberg, die in Nürnberg mittelalterliche Geschichte lehrt, erkennt sofort, dass es sich offenbar um eine mittelalterliche Hinrichtung handelt.
Sie wendet sich an den Profiler Jan Grall und bittet ihn, Nachforschungen anzustellen. Gemeinsam mit Rabea Wyler begibt er sich auf die Jagd nach dem Täter. Doch schon bald werden die Jäger zu Gejagten...
"Angstrichter" ist bereits der vierte Fall für die beiden Fallanalytiker Jan Grall und Rabea Wyler. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat. Wer allerdings an der Weiterentwicklung der Charaktere und dem Verlauf der privaten Nebenhandlungen interessiert ist, sollte, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Reihenfolge einhalten.
Das Buch startet mit einem atemberaubend spannenden Prolog. Ohne langatmiges Vorgeplänkel befindet man sich sofort mitten im Geschehen und beobachtet einen selbsternannten Scharfrichter, der dabei ist, ein Urteil zu vollstrecken. Die Spannung ist sofort spürbar, man mag kaum glauben, was passiert. Das Interesse an diesem Fall, an der Identität des Scharfrichters und seinen Motiven wird unmittelbar geweckt.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Durch geschickt angelegte Szenenwechsel nimmt dieser Thriller schon früh ein hohes Tempo auf. Man gerät deshalb von Anfang an in den Sog der Ereignisse und kann sich dem spannenden Geschehen kaum entziehen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, denn der Scharfrichter geht mit seinen Opfern nicht gerade sanft um und Lars Schütz versteht es hervorragend, diese Szenen so zu beschreiben, dass man sie spontan vor Augen hat.
Man fiebert mit Jan Grall und Rabea Wyler mit und stellt beim Lesen eigene Ermittlungen an. Der Täter scheint den beiden immer einen entscheidenden Schritt voraus zu sein. Schon bald werden sie von Jägern zu Gejagten. Dadurch steigt die Spannung immer weiter an und gipfelt schließlich in einem hochspannenden Finale.
Ein äußerst spannender Fall für Jan Grall und Rabea Wyler, der sich bereits nach wenigen Seiten zum Pageturner entwickelt!
Spannender Thriller
Die Chiffre von Elias Haller
Ein berühmter Violinist stürzt aus seiner Wohnung im achten Stock und stirbt. In seinem Mund wird ein Zettel, auf dem Teile einer verschlüsselten Botschaft stehen, gefunden. Arne Stiller, der als Kryptologe bei der Dresdner Mordkommission arbeitet, wird mit dem Fall betraut. Gemeinsam mit seiner Kollegin Inge Allhammer beginnt er zu ermitteln.
Schon bald stellt er eine Verbindung zu einem früheren Verbrechen her....
"Die Chiffre" ist nach "Der Kryptologe" der zweite Fall für Arne Stiller und Inge Allhammer. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen aber auch dann mühelos folgen, wenn man den ersten nicht gelesen hat. Wenn man allerdings an der Weiterentwicklung der Charaktere interessiert ist, empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.
Auch in diesem Band gelingt es Elias Haller wieder problemlos, vom ersten Moment an Spannung aufzubauen. Durch relativ kurze Kapitel und geschickt angelegte Perspektivenwechsel, nimmt die Handlung rasant Fahrt auf. Es gibt auch immer wieder kurze Rückblicke in die Vergangenheit, bei denen man davon ausgeht, etwas aus der Jugend des Täters zu erfahren. Doch seine Identität lässt sich nicht so leicht erahnen.
Elias Haller legt seine Spuren sehr geschickt aus. Man folgt ihnen bereitwillig, um dann festzustellen, dass überraschende Wendungen ein Umdenken bei den eigenen Ermittlungen erfordern. Dadurch fiebert man mit und versucht gemeinsam mit Arne Stiller das Rätsel zu lösen und damit dem Täter auf die Schliche zu kommen.
Gelungener zweiter Fall, der für spannende Lesestunden sorgt.











