Kunden em pfehlungen
Rezensionen von KimVi:
Faszinierender Auftakt
Water Rising (Band 1) - Flucht in die Tiefe von London Shah
Nach einer verheerenden Naturkatastrophe steht die Welt unter Wasser. Die 16-jährige Leyla kennt nur dieses Leben. Als ihr Vater verhaftet wird, glaubt Leyla an einen schrecklichen Irrtum. Sie nimmt Kontakt zu Anwälten auf und versucht dem Vater auf diesem Weg zu helfen. Doch die Regierung blockt alle Versuche ab.
Schließlich bleibt Leyla keine andere Wahl, als sich selbst auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. Dabei kommt sie einer unfassbaren Verschwörung auf die Spur...
"Flucht in die Tiefe" ist der Auftaktband der Water-Rising-Dilogie. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Leyla, geschildert. Die dystopische Welt, die in diesem Buch die Hintergrundkulisse bildet, unterscheidet sich deutlich vom Leben in der heutigen Zeit. Der Gedanke, dass wirklich alles überflutet ist und dass sich das gesamte Leben unter Wasser abspielt ist gewöhnungsbedürftig. Deshalb braucht man auch einen Moment, um sich in dieser Welt zu orientieren.
Der Einstieg in die Handlung verläuft deshalb zunächst etwas gemächlich. Die Unterwasserwelt wird allerdings so faszinierend beschrieben, dass man, im wahrsten Sinne des Wortes, mühelos in die Geschichte eintauchen kann. Leyla ist eine sympathische Hauptprotagonistin. Durch die gewählte Erzählperspektive kann man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben und spürt deshalb von Anfang an, dass Leylas Vater die wichtigste Rolle in ihrem Leben spielt. Ihr Entschluss, ihn um jeden Preis zu befreien, ist deshalb nachvollziehbar.
Als Leyla schließlich aufbricht, um ihren Vater zu suchen, steigt die Spannung stetig an. Eine abenteuerliche Reise, bei der es einige Überraschungen gibt, beginnt. Man gerät förmlich in den Sog der Ereignisse und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Finale ist unglaublich spannend und endet mit einem Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man es kaum erwarten kann, die Fortsetzung zu lesen.
Ein faszinierender Auftakt, der dafür sorgt, dass man am liebsten sofort weiterlesen möchte!
Konnte mich leider nicht ganz überzeugen
Der Zwillingscode von Ruile Margit
München, im Jahre 2058: Der Sozialpunktestand ist für die Menschen, die in dieser Zukunft leben, entscheidend. Vincent ist 17 Jahre alt, doch mit seinem niedrigen Doppel-C-Stand ist für ihn nicht an ein Studium oder eine gut bezahlte Arbeitsstelle zu denken. Deshalb hält er sich mühsam damit über Wasser, illegal mechanische Haustiere der Firma Copypet zu reparieren.
Als eine alte Frau ihm eines Tages eine Katze bringt, gerät Vincents Leben aus den Fugen...
In dieser Dystopie nimmt die KI entscheidenden Raum ein. Beinahe unbemerkt scheint sie die Kontrolle über die realen Lebewesen übernommen zu haben. Der Sozialpunktestand ist für die Bewohner immens wichtig, denn er entscheidet über ihr gesamtes Leben.
Der flüssige Schreibstil sorgt für einen schnellen Start ins Buch. Man wird sofort mitten ins Geschehen geworfen und lernt Vincent und seine Sorgen kennen. Dabei fehlen einem allerdings die Hintergrundinformationen zu Vincents Welt, wodurch man zunächst alles als gegeben hinnimmt und gespannt abwartet, wohin die Geschichte steuern wird.
Der Plot ist interessant und dadurch entwickelt sich die Story schon bald rasant weiter. Leider bleiben dabei die Charaktere ein wenig auf der Strecke, denn sie wirken eher blass und beliebig austauschbar. Man beobachtet sie deshalb eher distanziert. Dennoch bleibt die Geschichte, nachdem sie Fahrt aufgenommen hat, durchgehend spannend. Durch den flüssigen Schreibstil fliegt man förmlich durch die Seiten und beobachtet den Kampf gegen die KI fasziniert. Das Ganze gipfelt in einem rasanten Finale, das zum Nachdenken anregt.
Obwohl ich das Buch quasi in einem Rutsch verschlungen habe, konnte es mich leider nicht ganz überzeugen. Denn die Charaktere wirkten auf mich zu blass. Ich konnte deshalb, trotz der spannenden Story, nicht richtig mit ihnen mitfiebern. Deshalb vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala auch "nur" drei von fünf möglichen Sternchen.
Nichts für schwache Nerven
Der Blutkünstler von Chris Meyer
Tom Bachmann ist ein erfahrener Profiler, der sich in Psychopaten hineinversetzen und sie zur Strecke bringen kann. Als ein Serienkiller, der seine Opfer grausam tötet und ihre Leichen dann als Kunstwerke in Szene setzt, sein Unwesen treibt, tritt das BKA an Tom Bachmann heran und bittet ihn um Hilfe.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die Abstände, in denen der Killer zuschlägt, werden immer kürzer und seine Kunstwerke immer bizarrer...
Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, denn Chris Meyer versteht es hervorragend, sofort Spannung aufzubauen und diese auch durchgehend zu halten. Handlungsorte und Protagonisten werden authentisch beschrieben, wodurch man sich ganz auf die Handlung einlassen kann. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, denn der Blutkünstler verlangt seinen Opfern einiges ab und da die entsprechenden Szenen so lebendig beschrieben werden, sind starke Nerven gefragt.
Tom Bachmann ist ein Charakter, der zunächst nicht so leicht zu durchschauen ist. Man beobachtet ihn deshalb anfangs eher distanziert. Doch nach und nach lernt man ihn besser kennen, sodass es ihm doch noch gelingt, Sympathien zu wecken. Der Fall selbst ist äußerst spannend, denn der Täter lässt sich nicht so leicht enttarnen. Der Autor streut geschickt Hinweise ein, denen man nur allzu bereitwillig folgt, doch unverhoffte Wendungen sorgen dann für Überraschungen. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.
Ein spannender Thriller, der definitiv nichts für schwache Nerven ist.
Konnte mich leider nicht ganz überzeugen
Saved by the Single Dad – Mitch von Whitley Cox
Seit seine Frau bei einem Unfall starb, zieht Mitch seine Tochter alleine auf. Er versucht, seinen Job und das Familienleben aufeinander abzustimmen, um Jayda eine tolle Kindheit zu ermöglichen. Bei einem Fest sieht er Paige tanzen. Er ist sofort fasziniert von dieser Frau und den Gefühlen, die sich in ihrem Tanz widerspiegeln.
Er setzt alles daran, Paige kennenzulernen. Doch sie geht zunächst auf Abstand...
"Saved by the Single Dad" ist der dritte Band aus der Reihe "Single Dads of Seattle". Da die Geschichten in sich abgeschlossen sind, können sie ohne Vorkenntnisse und unabhängig voneinander gelesen werden. Zum besseren Verständnis ist es, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, sicher besser, die Reihenfolge einzuhalten, aber man kann den aktuellen Ereignissen auch so folgen.
In diesem Band stehen Mitch und Paige im Zentrum der Ereignisse. Beide Charaktere wirken sofort sympathisch. Man kann sich deshalb von Anfang an ganz auf die Handlung einlassen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Whitley Cox versteht es nicht nur, Handlungsorte und Protagonisten authentisch zu beschreiben, sondern auch die ganz großen Gefühle, die sich zwischen Paige und Mitch entwickeln, zu transportieren. Dennoch wirkt die Liebesgeschichte, für meinen persönlichen Geschmack, etwas zu vorhersehbar. Die Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt, werden zu schnell aus dem Weg geräumt. Dabei kommt es zu keinerlei überraschenden Wendungen. Es verläuft alles zu glatt und die Charaktere wirken dabei ein wenig zu "gut", was bei mir für gelegentliches Augenrollen gesorgt hat.
Insgesamt gesehen, habe ich mich beim Lesen gut unterhalten, auch wenn diese Liebesgeschichte für meinen Geschmack ein wenig zu zuckersüß und dadurch etwas unglaubwürdig wirkte. Deshalb vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala auch "nur" drei von fünf Sternchen und die Empfehlung, sich selber ein Bild zu machen.
Spannende Cold-Case-Ermittlungen
Enna Andersen und der trauernde Enkel von Anna Johannsen
Ein Bekannter von Pia Sims bittet das Cold-Case-Team, sich den Tod seines vor drei Jahren verstorbenen Großvaters genauer anzusehen. Denn der wohlhabende Bauunternehmer galt bis zu seinem Tod als kerngesund. Deshalb zweifelt der Enkel mittlerweile daran, dass die Todesursache tatsächlich ein Herzinfarkt gewesen sein soll.
Als das Team um Enna Andersen sich genauer mit dem Umfeld des Bauunternehmers beschäftigt, erhält Enna eine Drohung, die sie dazu veranlasst, ihren Sohn sofort in Sicherheit zu bringen...
"Enna Andersen und der trauernde Enkel" ist bereits der dritte Fall für die sympathische Kommissarin und ihr Team. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Fall auch dann mühelos folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat. Wenn man allerdings daran interessiert ist, die beruflichen und privaten Weiterentwicklungen der Hauptcharaktere zu verfolgen, dann empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Serie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.
Der Einstieg in die Handlung gelingt mühelos. Fans der Reihe dürften sich über ein Wiedersehen mit den bereits bekannten Charakteren freuen. Das Team ist mittlerweile gut aufeinander eingespielt und bekommt in diesem Band sogar Zuwachs.
Obwohl es sich bei dem Tod des Bauunternehmers nicht um einen Fall handelt, der normalerweise auf dem Tisch des Cold-Case-Teams landen würde, wird gut erklärt, warum das Team schließlich doch ermittelt. Da es beinahe unmittelbar nach der Aufnahme der Ermittlungen zu ernsthaften Drohungen kommt, ist die Spannung früh spürbar. Gemeinsam mit dem Team folgt man den Spuren und fragt sich, wer Interesse daran haben könnte, dass der Tod des Bauunternehmers nicht genauer untersucht wird. Verdächtige sind schnell gefunden. Doch wer und was wirklich hinter allem steckt, lässt sich nicht so leicht erahnen. Deshalb wird man von Anfang an zum Miträtseln angeregt. Dabei gibt es immer wieder überraschende Wendungen, die dafür sorgen, dass die Spannung durchgehend gehalten werden kann und der Fall rätselhaft bleibt. Die privaten Nebenhandlungen drängen sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern bilden eine glaubhafte Hintergrundkulisse, da sie die Charaktere authentisch wirken lassen.
Ein spannender Fall für Enna Andersen und ihr sympathisches Team.
Wahnsinnig spannend!
Tiefer Fjord von Ruth Lillegraven
Ein kleiner Junge wird von seinem Vater in die Klinik gebracht. Der Junge ist bewusstlos und soll von einem Baum gefallen sein. Bei der genaueren Untersuchung stellt der behandelnde Arzt Haavard fest, dass der Junge offenbar schwer misshandelt wurde. Wenig später stirbt der Junge an seinen schweren Verletzungen.
Bevor Haavard die zuständigen Behörden über seinen Verdacht informieren kann, besucht der Vater einen Gebetsraum und wird dort erschossen. Haavard ist entsetzt und spricht mit seiner Frau Clara, einer Politikerin, die sich dafür stark macht, ein neues Gesetz auf den Weg zu bringen, das misshandelten Kindern deutlich früher helfen soll, über die Ereignisse. Kurze Zeit später wird eine weitere Frau getötet, die ebenfalls in Verdacht steht, ihre Kinder misshandelt zu haben. Haavard rückt ins Visier der Ermittler....
"Tiefer Fjord" ist der Auftakt einer Trilogie. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und verläuft nicht immer chronologisch. Da die Wechsel entsprechend gekennzeichnet sind, fällt es allerdings leicht, die Übersicht zu behalten.
Durch einen spannenden Prolog, gelingt es der Autorin hervorragend, sofort das Interesse am Geschehen zu wecken. Der folgende Einstieg verläuft zunächst eher gemächlich, da die Charaktere eingeführt werden. Diese Schilderungen wirken aber keinesfalls ausufernd oder langatmig, sondern führen dazu, dass man in die Handlung eintauchen kann. Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Dabei fließt die norwegische Hintergrundkulisse authentisch in die Erzählung ein.
Durch die häufigen Wechsel der Perspektiven gerät man früh in den Sog der Ereignisse. Eine unterschwellig angespannte Atmosphäre sorgt für ein mulmiges Gefühl beim Lesen. Man ahnt nicht, in welche Richtung sich alles entwickeln wird und ist auf das, was schließlich ans Tageslicht kommt, nicht ansatzweise vorbereitet. Dadurch entwickelt sich das Buch zu einem Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag.
Ein grandioser Auftakt, den man atemlos verschlingt.
Mitreißend und gefühlvoll
Wenn in mir die Glut entflammt von Abby Jimenez
Zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass Sloans Verlobter Brandon an den Folgen eines Motorradunfalls starb. Es fällt ihr noch immer schwer, morgens aufzustehen, für sich zu kochen und wieder am Leben teilzunehmen. Als Sloan mit ihrem Auto unterwegs zu Brandons Grab ist, rast plötzlich ein quirliger Hund auf die Straße und springt durch das kaputte Sonnendach.
Damit ändert sich für Sloan einiges. Obwohl ihr der Hund schnell ans Herz wächst, versucht sie Tuckers Herrchen zu erreichen. Doch der reagiert zunächst nicht auf ihre Nachrichten. Als Sloan gerade beschließt, Tucker zu behalten, meldet sich der Mann schließlich doch noch. Sloan ahnt nicht, dass Tuckers Herrchen der bekannte Rockstar Jaxon Waters ist. Völlig unbefangen tauscht sie mit ihm Nachrichten aus und langsam entwickelt sich ein knisternder Flirt daraus...
"Wenn in mir die Glut entflammt" ist die Fortsetzung von "Wenn aus Funken Flammen werden". Während im ersten Teil Josh und Kristen, Sloans beste Freundin, im Zentrum der Handlung standen, erfährt man nun, wie es mit Sloan weitergeht. Das Buch kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Sloan und Brandon geschildert. So bekommt man nicht nur einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle, sondern kann außerdem beobachten, wie die beiden aufeinander wirken. Beide Charaktere wirken sofort sympathisch. Deshalb kann man sich ganz auf die Geschichte einlassen und die humorvollen Dialoge oder Textnachrichten, die sie austauschen, genießen. Das Knistern zwischen den beiden ist dabei spürbar. Auch wenn der Grundton vom heiteren Schlagabtausch der Charaktere geprägt ist, werden auch ernste Themen behandelt und auch hier trifft die Autorin den richtigen Ton, wodurch die Erzählung äußerst lebendig wirkt. Man kann mit den beiden mitfiebern und sich ganz auf die Gefühlsachterbahn einlassen. Bereits nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Ereignisse und das macht es schwierig, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Denn die Geschichte von Sloan und Brandon fesselt nicht nur, sondern trifft mitten ins Herz.
Eine Lovestory, die durch den heiteren Grundton überzeugt, aber auch ernste Themen anspricht, die mitten ins Herz treffen.
Spannende Ermittlungen
Ostseeschmerz von Elias Haller
Die Kommissarin Greta Silber schreibt in ihrer Freizeit Krimis. Bei einer Lesung nimmt die Esoterikerin Simone Dammbeck Kontakt zu ihr auf und drängt zu einer eventuellen Zusammenarbeit. Denn Simone Dammbeck möchte einen Krimi schreiben, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Greta ist nicht gerade angetan von der Aufdringlichkeit der Frau.
Am nächsten Tag werden Greta und ihr Kollege Hardy Finkel zu einem Haus beordert, in dem eine Frau tot in ihrer eigenen Sauna liegt. Sofort bei der Ankunft erkennen Greta und Hardy, dass es sich um Simone Dammbeck handelt. An einen Unfall mag Greta nicht glauben. Schon bald stellt sich heraus, dass die wahre Begebenheit, die die Esoterikerin in ihrem Krimi thematisiert, der Auslöser für ihren Tod sein könnte. Hardy und Greta müssen tief in der Vergangenheit graben, um das Rätsel zu lösen....
"Ostseeschmerz" ist bereits der vierte Fall für Greta Silber und Hardy Finkel. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, können sie unabhängig voneinander gelesen werden. Es gibt zwar, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, Nebenhandlungen, die sich durch die Reihe ziehen, aber der Anteil ist nicht besonders hoch, wodurch man dem Ganzen auch ohne Vorkenntnisse folgen kann.
Das Buch beginnt mit einem Prolog, der zurück ins Jahr 1982 führt und die Neugier auf den Fall weckt. Der Einstieg ins aktuelle Geschehen gelingt deshalb mühelos. Elias Haller versteht es wieder hervorragend, nicht nur das Interesse, sondern auch die Spannung früh zu wecken. Es gilt einigen Spuren zu folgen, sodass man dazu angeregt wird, eigene Ermittlungen anzustellen. Überraschende Wendungen sorgen allerdings dafür, dass man die eigenen Schlussfolgerungen oft neu überdenken muss. Denn der Täter lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen. Dadurch bleibt die Spannung durchgehend erhalten und kann sich zum Ende hin sogar noch steigern. Der Fall nimmt außerdem Ausmaße an, die zum Nachdenken anregen. Thriller-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.
Handlungsorte und Charaktere werden so authentisch beschrieben, dass man mühelos in die Handlung eintauchen kann. Hardy Finkel und Greta Silber wirken sehr sympathisch. Die Verwicklungen mit Gretas Privatleben, die sich im Verlauf der Ermittlungen ergeben, und Gretas Reaktion darauf, sorgen dafür, dass die Protagonistin noch lebendiger wirkt. Man fiebert deshalb gespannt mit und mag das Buch erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist.
Ein spannender Fall, bei dem Krimi- und Thriller-Fans voll auf ihre Kosten kommen.
Spannender Pageturner!
Die Karte von Andreas Winkelmann
In Hamburg wird eine Joggerin, die ihre Strecken und Laufzeiten regelmäßig online teilt, qualvoll erdrosselt. Jens Kerner beginnt mit seinem Team zu ermitteln. Schon bald wird erneut eine Läuferin umgebracht. Es hat den Anschein, als ob der Täter die Strecken der Frauen genau ausspioniert, um im richtigen Moment zuzuschlagen.
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"Die Karte" ist bereits der vierte Band, in dem Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald gemeinsam ermitteln. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man die Bände unabhängig voneinander lesen.
Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, denn man wird, ganz ohne langatmiges Vorgeplänkel, sofort mitten ins spannende Geschehen katapultiert. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, deren Wechsel häufig an entscheidenden Stellen stattfinden, wodurch früh ein hohes Tempo aufgebaut wird. Es gilt unterschiedlichen Handlungssträngen zu folgen. Zunächst ist nicht klar, wie sie sich verbinden werden, doch die Spannung ist durchgehend spürbar. Denn Andreas Winkelmann versteht es wieder hervorragend, mit den Ängsten der Leserinnen und Leser zu spielen. Dass es keinesfalls abwegig ist, dass ein Killer durch die geteilten Strecken an wichtige Informationen kommt, um seine perfiden Taten zu planen, behält man beim Lesen mahnend im Hinterkopf.
Der Fall ist nicht nur spannend, sondern nimmt für Jens Kerner eine persönliche Wendung, die glaubhaft vermittelt wird. Deshalb fiebert man mit und mag den Thriller erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist.
Ein spannender Pageturner, in dem Andreas Winkelmann wieder gekonnt mit den Ängsten seiner Leserinnen und Leser spielt.
Mitreißend und gefühlvoll
Chicago Devils - In Wahrheit Liebe von Brenda Rothert
Jonah, der Torhüter der Chicago Devils, hat vor drei Jahren seine Frau verloren. Er kann sich nicht vorstellen, jemals wieder zu lieben. Sein Bruder überredet ihn, die Polizistin Reyna bei einem Undercover-Einsatz zu unterstützen und so zu tun, als ob die beiden ein Paar wären. Schon bald verschwimmen die Grenzen zwischen vorgetäuschten und echten Gefühlen.
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"In Wahrheit Liebe" ist bereits der siebte Teil der Reihe um die Eishockey-Profis der Chicago Devils. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie unabhängig voneinander lesen. Jedes Mal steht ein anderes Paar im Zentrum der Ereignisse. Es gibt zwar auch ein Wiedersehen mit den Charakteren, die man bereits aus den Vorgängern kennt, allerdings nehmen sie nur kleine Nebenrollen ein.
In diesem Band stehen Jonah und Reyna im Zentrum der Handlung. Diese wird in der Ich-Perspektive, abwechselnd aus der Sicht von Jonah und Reyna, erzählt. Beide Charaktere wirken vom ersten Moment an sympathisch. Dadurch lässt man sich gerne auf die Liebesgeschichte der beiden ein. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man nicht nur einen hautnahen Einblick in die Gefühle der Hauptakteure, sondern kann außerdem beobachten, wie sie aufeinander wirken.
Der Schreibstil ist locker und äußerst angenehm lesbar. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man sich alles mühelos vorstellen kann und die Gefühle, die sich zwischen Reyna und Jonah anbahnen, nachvollziehen und genießen kann. Durch die Undercover-Ermittlungen hat dieser Teil außerdem spannende Momente zu bieten. Der Humor, der Brenda Rotherts Schreibstil auszeichnet, kommt ebenfalls nicht zu kurz. Deshalb entwickelt sich das Buch früh zu einem wahren Lesegenuss, bei dem man das Knistern zwischen Reyna und Jonah förmlich spüren kann.
Ein gelungener Teil der Reihe, der äußerst mitreißend und gefühlvoll erzählt wird.











