Kunden em pfehlungen
Rezensionen von spozal89:
Wurde der Falsche verurteilt?
Die Stille des Todes von Eva García Sáenz
Klappentext:
Es sterben immer zwei. Sie sind immer gleich alt. Und sie kennen sich nicht.
Der erste Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken
Eine Stadt ist in Angst. In der Kathedrale von Vitoria liegt ein totes Paar, völlig nackt, die Hände auf der Wange des anderen. Das alles gleicht exakt einer Serie von Verbrechen vor zwanzig Jahren, die die Stadt in Atem hielt.
Doch der Fall gilt als gelöst, der Täter sitzt in strenger Einzelhaft. Hat man damals einen Unschuldigen verurteilt?
Soweit ich weiß, ist "Die Stille des Todes" das Krimidebüt der Autorin Eva Garcia Saenz und somit auch der erste Band bzw. Fall mit Inspector Unai Lopez de Ayla auch genannt "Kraken". In Spanien hat es die Krimiserie bereits auf die Bestellerliste geschafft und ich finde es toll, dass auch in Deutschland relativ zeitnah Teil zwei und drei erscheinen. Eine Verfilmung ist auch bereits geplant.
Die Autorin hat es wirklich geschafft mich mit ihrer Erzählweise in den Bann zuziehen. Ich fand es wahnsinnig spannend zu lesen, wie ein zwanzig jähriger alter Fall wieder von neuem aufgerollt wird, mit dem Verdacht, den Falschen beschuldigt zu haben. Diese Kapitel aus der Vergangenheit, die es immer mal wieder gab, fand ich grandios und haben mich teilweise wirklich geschockt zurück gelassen. Der Leser wird bei den Ermittlungen immer wieder an der Nase herum geführt und erst zum Ende des Buches hin, wird dem Leser bewusst, welches Geheimnis hier so lange gehütet wurde. Von den vielen Wendungen war ich immer wieder überrascht und ich habe mit den beiden Ermittlern wirklich mitgefiebert.
Trotz der ganzen Grausamkeiten und den actiongeladenen Szenen, beschreibt die Autorin auch super gut den Schauplatz des Ganzen. Mit vielen Fakten um die verschiedenen Bauwerke und allem anderen in der Stadt Vitoria, macht sie richtig Lust, die Stellen mal selbst zu besichtigen.
Daher kann ich nur sagen: Ein wirklich packender Thriller, der definitiv Lust auf mehr macht und ein sehr gelungenes Debüt.
Piccola Sicilia - Ein Viertel in Tunesien
Piccola Sicilia von Daniel Speck
Klappentext:
Was, wenn deine Familie in Wahrheit eine andere ist?
'Piccola Sicilia', das italienische Viertel der farbenfrohen Mittelmeerstadt Tunis, 1942. Drei Religionen leben in guter Nachbarschaft zusammen. Bis der Krieg das Land erreicht. Im Grand Hotel Majestic begegnet der deutsche Fotograf Moritz dem jüdischen Zimmermädchen Yasmina.
Doch sie hat nur Augen für Victor, den Pianisten. Als Victors Leben auf dem Spiel steht, kann allein Moritz ihn retten.
Sizilien, heute: das Mittelmeer, glitzerndes Blau. Schatztaucher ziehen ein altes Flugzeugwrack aus der Tiefe. Die Berliner Archäologin Nina sucht ihren verschollenen Großvater Moritz und trifft eine unbekannte Verwandte aus Haifa, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Gemeinsam enthüllen sie ein faszinierendes Familiengeheimnis.
Drei Frauen aus drei Ländern und drei Kulturen – verbunden durch eine Liebe, die alle Grenzen überwindet. Inspiriert von einer wahren Geschichte.
"Piccola Sicilia" war mein erstes Buch, welches ich von Daniel Speck gelesen habe. Daher kann ich es nicht mit seinem anderen Werk vergleichen.
Mit dem Schreibstil des Autors kam ich bis zu letzt leider nicht so recht klar. Mir waren die Sätze teilweise zu abgehackt und oftmals gab es so viele Wiederholungen und Längen in der Geschichte, das es echt langweilig wurde. Ich gestehe, dass ich sogar einige Seiten mehr überblättert habe und nur schnell überflogen habe, weil es so langatmig war. Zudem hätte ich persönlich die Geschichte um Nina und Patrice nicht gebracht.
Schön fand ich aber die Hintergründe und die Geschichte über das alte Tunesien. Mir war nicht klar, dass vor dem zweiten Weltkrieg, drei Religionen so friedliche miteinander gelebt haben. Zudem habe ich noch nie vom zweiten Weltkrieg aus diesem Blickwinkel gehört. Es war interessant zu erfahren, wie die Bevölkerung in Tunesien den Krieg erlebt hat und was er letztendlich in diesem Land alles zerstört hat. Die Geschichte von Yasima hat mir zu beginn ebenfalls gut gefallen, wobei sich diese immer mehr zu einer Groschenromanze entwickelt hat. Mir war das zuviel Victor und ich konnte bis zu letzt ihre Liebe zu ihm nicht verstehen.
Ich bin froh das ich es geschafft habe, das Buch zu beenden. Von mir gäbe es keine Leseempfehlung, aber Geschmäcker sind ja Gott sei Dank alle verschieden.
Das "Geschick" hat mich überzeugt
Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern von Vic James
Klappentext:
Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.
In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten. Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird.
Die Arbeit dort ist besonders hart. Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen. Also das verstand man unter ›Geschick‹, dachte Luke, als er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Ein so unerträglicher Schmerz, dass man sich wünschte, man wäre tot. Wie sollte man dagegen ankämpfen? Wie konnte man Menschen besiegen, die dazu fähig waren? Nicht Menschen – Monster. Es spielte keine Rolle, dass es nur wenige von ihnen gab: Diese Wenigen genügten völlig.
Vic James hat mich mit ihrem Debüt-Jugenbuch von der ersten bis zur letzten Seite völlig überzeugt. Der Schreibstil war klasse und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Geschrieben wurde aus verschiedenen Perspektiven, der unterschiedlichen Charaktere. Das hat mir persönlich bei diesem Buch richtig gut gefallen, denn zum einen hat man so die Charaktere noch besser kennengelernt, zum anderen war der Verlauf der Geschichte so mega spannend, da es meistens einen Perspektivenwechsel gab, sobald es ziemlich zur Sache ging. Somit wurde man mehr oder weniger animiert direkt weiterzulesen.
Die Geschichte beinhaltet ein brisantes und im Grunde total grauenhaftes Thema. Die Sklavenarbeit ist für uns in Deutschlang undenkbar, aber leider immer noch ein weit verbreitetes Thema. Ich finde die Autorin hat dies gut umgesetzt und man macht sich auf jedenfall viele Gedanken beim Lesen. Dabei hat sie aber dennoch eine tolle, magische und fantasievolle Welt erschaffen und auch einige wunderbare Charaktere. Gerne hätte ich noch mehr über die Jardine-Brüder erfahren. Allerdings handelt es sich hier mal wieder um eine Triologie, wobei ich hoffe, dass wir in den Fortsetzungen noch ein paar mehr Infos erhalten.
Das Ende ist echt ein fieser Cliffhanger und macht es wirklich schwer nun auf die Fortsetzung zu warten. Ich hoffe wir werden schnell erlöst :-D
Für mich ein Jugendbuch, welches definitiv wegen seines Themas zum Nachdenken anregt, dennoch aber viel Fantasy-Inhalte aufweist und somit auch gut unterhält. Eines meiner Highlights in diesem Jahr und somit klare Weiterempfehlung.
Backen aus Liebe für jemanden
Weil es dir Glück bringt von Viola Shipman
Backen ist Liebe, diese Lektion hat Sam schon als Kind gelernt. Mit dreizehn hat sie, wie ihre Mutter und ihre Großmutter vor ihr, ein Holzkästchen mit den besten geheimen Familienrezepten dazu geschenkt bekommen. Für ihren Boss jedoch ist Backen nur ein Mittel zum Zweck. Ihm ist es egal, wie es in seinem angesagten New Yorker Laden schmeckt, nur seine Karriere als TV Star ist ihm wichtig.
So hat er für Sams Kreationen nur abschätzige Bemerkungen übrig und zwingt sie, Torten und Kuchen strikt nach seinen Vorgaben herzustellen. Sam kündigt und nimmt den nächsten Flieger nach Hause. Ihre Familie ist froh über den überraschenende Besuch, denn es gibt viel zu tun rund um den Obsthof der Familie. Sam hilft überall mit und denkt über ihre Zukunft nach. Das wird nicht leichter, als aus New York sowohl ein attraktiver Mann als auch ein neues Stellenangebot bei ihr eintreffen. Wo fühlt sie sich wirklich zu Hause?
"Weil es dir Glück bringt" ist mein drittes Buch, dass ich von der Autorin Viola Shipman gelesen habe. Ich liebe ihren lockeren, liebevollen und detailierten Schreibstil und ich versinke regelrecht in ihren Büchern.
Dieses Buch ist ihrer Großmutter gewidmet, da diese Viola zum Backen animiert hat. Ich fand genau diese Liebe zu ihrer Großmutter und dem Backen hat sich komplett durchs ganze Buch gezogen und man hat richtig Lust bekommen gleich selbst loszulegen. Nach dem Ende eines jeden Leseabschnittes (11 insgesamt + Epilog) war ein Rezept vermerkt, passend zum jeweiligen Kapitel. Die Rezepte klingen alles super lecker und ich werde sicher das ein oder andere probieren. Gerne hätte ich fünf Sterne vergeben, aber leider hat mich Sam mit ihrerm ewigen Gefühls hin und her manchmal echt ein wenig genernt und teilweise war es mir an manchen Stellen zu übertrieben viel Liebe und Glaube an Zeichen von Gott. Ansonsten aber bin ich richtig in der Welt von Michigan versunken und würde gerne selbst Mal die Obstplantage der Familie Nelson besichtigen. Man spürte auf jedenfall bei jedem Satz die Liebe zur Familie und zum Landleben.
Ein wirklich berührender Roman, der mir die Liebe zum Backen wieder näher gebracht hat. Auch wenn er mir wie gesagt an manchen Stellen Too much war, würde ich auf jedenfall eine klare Leseempfehlung aussprechen. Der perfekte Sommerroman, gepaart mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen (man bekommt nämlich defintitiv Hunger beim Lesen).
Die Blume des Regenten
Weil es dir Glück bringt von Viola Shipman
Sie haben keine Rechte. Sie mussten ihre Träume aufgeben. Doch sie kämpfen eisern für Freiheit und Liebe.
Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen.
Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.
"Iron Flowers" ist der Auftakt einer neuen Jugendbuch-Reihe von Tracy Banghart der leicht dystopische Züge hat und auch ein wenig die in Richtung von "Die Tribute von Panem" geht. Wegen des tollen Covers wurde ich auf das Buch aufmerksam und auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen und auch die Idee und die Handlung der Geschichte haben mich von der ersten, bis zur letzten Seite gefesselt. Ich war von den Wendungen teilweise so überrascht, dass ich es gar nicht fassen konnte was da passiert. Den mit solchen Entwicklungen hätte ich anhand des Klappentextes nicht gerechnet. Aber ich will nicht zuviel verraten, da sonst der Überraschungseffekt futsch wäre.
Serina und Nomi mochte ich beide als Charktere sehr gerne und ich fand es schön wie unterschiedlich die beiden sind. Serina steht allerdings in meinen Augen noch ein wenig höher, da man bei ihr im Buch eine tolle, persönliche und vorallem starke Entwicklung merkte. Nomi war mir hingegen teilweise ein wenig naiv, obwohl sie zu Beginn eher die stärkere der beiden Schwestern war.
Der Mittelpunkt der Geschichte betrifft die Rechte von Frauen und deren Unterdrückung. Ich finde es gut, dass die Autorin so ein Thema für ihre Geschichte gewählt hat, denn leider gibt es auch in unserer Welt noch viele Länder in denen Frauen nichts wert sind.
Für mich ist "Iron Flowers" eines meiner diesjährigen Buchhighlights und ich kann es nur weiterempfehlen. Teil zwei soll im Herbst 2019 erscheinen und ich weiß nicht, wie ich es bis dahin aushalten soll. Denn Band eins endet echt mit einem mega fiesen Cliffhanger. Für mich ganz klar 5 von 5 Sternen.
Sei du selbst - egal wie du aussiehst
DUMPLIN' von Julie Murphy
Dumplin - Knödel wird die 16 jährige Willowdean gerne von ihrer Mutter genannt. Immer an ihrer Seite ihre beste Freundin Ellen, die die klassische Schönheit ist. Doch obwohl Will im Gegensatz zu anderen, eher eine rundlichere Figur hat, fühlt sie sich in ihrem Körper sehr wohl. Bis sie auf den sportlichen Frauenmagnet Bo trifft.
Auf den ersten Blick ist sie hin und weg und auch Bo scheint Will gerne zu haben. Wie lässt es sich sonst erklären, dass er sie hinter dem Müllcontainer während der Arbeit heimlich küsst? Doch meint er es überhaupt ernst? So jemand wie Bo kann doch nicht in jemanden wie Will verliebt sein - denkt sie sich ständig. Als sich der jährliche Miss Teen Blue Bennet Schönheitswettbewerb nähert, fasst Will einen Entschluss. Sie will daran teilnehmen und allen zeigen, dass man auch mit mehreren Kilos an solch einem Wettbewerb teilnehmen kann.
Auf "Dumplin" wurde ich durch die vielen Aktionen im Social Media aufmerksam. Das Cover ist schlicht und zeigt aber direkt um was es in dem Buch geht. Eine Frau, mit rundlichen Kurven, die im Mittelpunkt steht. Der Klappentext verspricht eine, in meinen Augen typische amerikanische, Jugendgeschichte. Ich war also gespannt, da das Buch ja doch sehr hoch gelobt wurde.
Leider kann ich mich den vielen positiven Meinungen nicht ganz anschließen. Ich habe das besondere in dem Buch leider nicht gefunden. Will war mir die meiste Zeit eher unsympatisch und viel zu Ich-bezogen. In ihren Augen waren immer die anderen die schlechten und alle meinten es schlecht mit ihr, was oftmals aber gar nicht der fall war. Klar könnte man hier sagen: Typisch Teenager, und das wäre auch Ok, wenn es nicht bis fast zum Schluss so gewesen wäre. Das Ende konnte es dann leider auch nicht mehr so recht rumreißen, sodass Will definitiv keine Pluspunkte mehr bei mir gesammelt hat.
Der Schreibstil war recht locker und leicht und ich mochte die Geschichte rund um den Schönheitswettbewerb und der Idee, die hinter Wills Entscheidung steckte. Auch die Nebencharaktere wie Hannah, Amanda, Bo und vorallem Millie fand ich interessant und mochte ich viel lieber als Will. Die Message "Du bist schön so wie du bist, egal wie du aussiehst" kam bei mir auf jedenfall an, auch wenn ich mir manchmal eine etwas andere Umsetzung gewünscht hätte.
Ich kann nicht sagen, dass mir das Buch gar nicht gefallen hat, es hat mich aber auch nicht direkt vom Hocker gehauen. Daher vergebe ich drei Sterne. Ob ich mir den Film dazu ansehen werden oder noch weitere Bücher der Autorin lesen werde - glaube ich aber eher nicht.
Nicht so gut wie erwartet
Nichts ist gut. Ohne dich. von Lea Coplin
Klappentext:
Sechs Jahre lang haben sich Jana und Leander nicht gesehen. Als Kinder waren sie unzertrennlich – bis zu diesem einen, verhängnisvollen Abend im August, als Janas Bruder Tim bei einem Autounfall ums Leben kam. Leander fuhr den Wagen. Und verschwand danach aus Janas Leben. Kein Wort haben sie seitdem gewechselt, wissen nichts mehr voneinander.
Und jetzt steht er plötzlich vor ihr. Mit seinen hellblauen Augen. Und die Anziehungskraft ist so viel größer als Jana wahrhaben will. Sechs Jahre hat sie versucht, ihn zu hassen. Und nun ist er da, aus einem wirklich guten Grund: Er ist hier, damit sie ihn rettet. Nur weiß er das selbst noch nicht.
Das Cover des Buches fand ich unglaublich schön, weshalb ich auf die Geschichte aufmerksam wurde. Der Klappentext versprach dann auch noch eine gefühlvolle und berührende Geschichte, sodass ich mich gleich daran machte es zu lesen.
Leider hat mich die Gescchichte um Jana und Leander nicht wirklich mitgenommen. Ich fand die Handlung ein wenig langatmig und ziemlich im Kreise drehend. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wieso sich beide immer wieder von einander entfernten und wieso sie sich nicht wirklich endlich mal aussprechen. Das war mir alles leider ein wenig zu kindisch und wenig realistisch. Auch der Hintergrund der beiden, der Tod des Bruders bzw. besten Freundes, war mir mit zu wenig Tiefgang erzählt und da hätte ich mir viel mehr Infos dazu gewünscht.
Schön fand ich das die Kapitel immer abwechselnd aus Janas und Leanders Perspektive geschrieben waren. Durch die flüssige Erzählweise und die doch recht kurzen Kapitel kam man recht flott durch das Buch.
Dennoch hat es mich gut unterhalten und ich würde jetzt nicht sagen das die Story gänzlich schlecht ist. Nur leider hätte ich mir wie gesagt mehr Emotionen gewünscht und ich habe schon viele bessere Jugenbücher gelesen. Daher vergebe ich drei Sterne.
Ein spannender Jugendthriller
Fanatisch von Schröder Patricia
„Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen.“
Mit dieser Nachricht beginnt für Nara ein Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Wer hat ihr den handgeschriebenen Zettel zugesteckt und bedrängt sie mit weiteren SMS? Warum ist plötzlich der Hund ihres kleinen Bruders spurlos verschwunden? Als die 17-jährige ihren Verfolger auf die Spur kommen will, findet sie sich kurze Zeit später in einem Verlies wieder: gefesselt, ohne Licht, die Einsamkeit nur unterbrochen von merkwürdigen Ritualen.
Sechs Tage dauert ihre Tortur, dann ist sie frei. Ebenfalls die 5 weiteren Mädchen, die mit ihr in Gefangenschaft waren. Doch der Täter hat sie weiterhin in der Hand: Ein Wort zu ihrer Familie und ihrem kleinen Bruder werden schreckliche Dinge zustoßen! Nara ist verzweifelt. Was will der Entführer nur von ihr und den anderen Geiseln? Gegen welche göttlichen Gesetze soll sie verstoßen haben? Mit der Zeit wird ihr klar, dass sie eine besondere Rolle im Plan ihres Peinigers spielt und nur sie das angekündigte große Unheil abwenden kann.
Mein erstes Buch von Patricia Schröder und mein erster Jugendthriller den ich bisher gelesen habe. Eigentlich reizen mich Thriller nicht, aber der Klappentext des Buches gefiel mir so gut, dass ich es gewagt habe, das Buch zu lesen.
Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich fand die Handlung doch recht spannend, auch wenn ich persönlich recht bald eine Ahnung hatte, wer hinter dem ganzen fanatischen Ritualen steckt. Nara mochte ich gerne aber teilweise habe ich ihr handeln nicht ganz verstanden. Manchmal waren mir die Erklärungen ein wenig zu langatmig und viele Gedanken haben sich öfters wiederholt und für mich waren es am Ende dann noch zu wenige Infos über die Gedanken bzw. Taten der Fanatiker. Trotzdem wurde ich gut vom Buch unterhalten, daher vergebe ich vier Sterne.
Ein emotionaler Frauenroman
Der Zopf von Colombani Laetitia
Klappentext: Drei Frauen, drei Leben, drei Kontinente - dieselbe Sehnsucht nach Freiheit.
Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber eins verbindet sie: Alle drei kämpfen sie mutig gegen die Widerstände des Lebens. Smita, eine Unberührbare, opfert in Indien ihr Haar dem Gott Vishnu, denn ihrer Tochter soll es einmal besser ergehen.
In Sizilien rettet Giulia dank der Haare aus Indien die Perückenfabrik ihres Vaters vor dem Bankrott. Und als in Montreal die erfolgreiche Anwältin und alleinerziehende Mutter Sarah erkrankt, schöpft sie mit ihrer Perücke neuen Lebensmut.
Der Klappentext verrät im Grunde schon alles was im Buch passiert. Die drei Frauen sind im Grunde ohne es zu wissen miteinander über ihre Haare verbunden. Die Geschichte ist relativ kurz und der Schreibstil in meinen Augen recht abgehackt, hätte von mir aus auch ausführlicher sein können, denn gerne hätte ich noch mehr von den drei Frauen gelesen.
Gut und interessant fand ich, dass die Kapitel immer abwechselnd von Smita, Giulia und Sarah erzählt wurden. Am interessantesten und am emotionalsten fand ich die Geschichte um Smita und ihre kleine Tochter Lalita. Ihr Schicksal hat mich Zutiefst mitgenommen und mich nocheinmal bewusst darauf aufmerksam gemacht, wie gut es uns hier in Deutschland geht. In Indien hingegen sind Frauen nichts wert und auch das Leben dort ist alles andere als einfach. Mit wenigen Worten hat die Autorin dies aber so berührend und emotional erzählt, dass es mir teilweise kalt den Rücken hinunter gelaufen ist. Giulia fand ich hingegen eher immer etwas faade, aber hier fand ich es schön wie ihr Schicksal sich mit dem von Smita verbunden hat. Sarah war ein recht taffer Charakter, mit der typischen - eine Frau ist extrem erfolgreich, hat keine Zeit für ihre Familie, bekommt Krebs und krempelt ihr Leben um- Geschichte.
Alles in allem fand ich aber das Buch im Ganzen toll zu lesen, dass verflechten der drei Handlungsstränge gefiel mir gut, auch wenn ich mir hin und wieder mehr gewünscht hätte. Ein berührendes Leseerlebnis war es aber auf jedenfall - daher vergebe ich vier Sterne.
Ein starker zweiter Band
Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman
In einer fast perfekten Welt entscheiden die Scythe nach festen Regeln, wer sterben muss - zum Wohle aller Lebenden. Scythe sind hochgeehrt, doch nicht alle sind gerechte Richter. Die Scythe der neuen Ordnung sind kaltblütige Mörder, die Spaß am Töten haben... Citra und Rowan haben die Ausbildung zum Scythe absolviert.
Aus Citra ist die ehrenwerte Scythe Anastasia geworden, aus Rowan der gefürchtete Scythe Luzifer, der er eigentlich gar nicht sein dürfte. Im Untergrund macht er Jagd auf die Scythe der neuen Ordnung. In Citras Augen ist er deswegen zum Mörder geworden. Als ein Anschlag auf sie verübt wird, fällt der Verdacht sofort auf ihn. Doch Citra weiß es besser: Niemals würde Rowan sie in Gefahr bringen.
"Scythe - Der Zorn der Gerechten" ist der zweite Teil der Triologie von Neal Shustermann. Bereits Teil eins konnte mich komplett überzeugen, aber Band zwei hat es fast noch übertroffen.
Zu Beginn geht es gleich recht spannend und actiongeladen los und Band zwei schließt nahtlos an den Vorgänger an. Das hat mir gut gefallen und selbst nach einer monatelangen Pause dazwischen konnte ich super in die Geschichte einfinden.
Toll fand ich das man Citra Entwicklung zu Scythe Anastasia super mitverfolgen konnte. Man merkte eine fabelhafte Entwicklung von ihr und ihre ganz eigenwillige Nachlesemethode fand ich klasse gewählt. Ich finde das Rowan trotz seiner Tat als Luzifer in diesem Band ein wenig in den Hintergrund fiel. Trotzdem merkte man als Leser, wieso er zu solchen Taten fähig war und was ihn dazu getrieben hat. Ein neuer Charakter tauchte auch, Greysen Tolliver, den ich sehr interessant finde, der mir aber auch nach beenden des Buches noch ein Rätsel bleibt. Das ist aber nicht negativ gemeint, sondern vielmehr große Spannung bis zum Finale. Denn auch das Ende ist eccht fies gewählt und hat mich komplett überrascht und aus der Bahn geworfen. Ich hoffe der Autor lässt und nicht zu lange auf die erlösende Fortsetzung warten.
Die Geschichte war mega spannend und hatte so viele Wendungen, mit denen ich niemals gerechnet habe. Zudem hat der Autor auch viele politischen Geschehnisse mit eingebaut und akteulle Themen, die zum Nachdenken anregen. Somit war es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Es ist soviel passiert, dass ich gar nicht weiß, was noch alles im entscheidenen Band passieren könnte. Wer schon Teil eins super fand, wird bei Band zwei sicher noch mehr Begeisterung versprühen. Daher defintiv 5 Sterne.










