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Rezensionen von Anja:

spannende Fantasygeschichte voller Überraschungen

Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant von Sally Green

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und auch die Geschichte konnte bei mir total punkten.

Die entworfene Welt mochte ich sehr. Es gibt verschiedene Königreiche, die durch zurückliegende Ereignisse teilweise schwierige Beziehungen zueinander haben. Vergangene Kriege haben Ländereien zerstört, Hochzeiten sollen Bündnisse sichern.

Als Besonderheit kommt noch der übernatürliche Aspekt hinzu, denn es gibt eine Region, in der Dämonen leben. Dämonenjäger töten diese und verkaufen illegal Dämonenrauch, der Rauschzustände auslösen kann. Diesen magischen Aspekt hätte ich eigentlich gar nicht unbedingt gebraucht, weil das ganze Setting um die verschiedenen Prinzen, Intrigen und Machtkämpfe schon spannend genug ist. Allerdings kommen die Dämonen insgesamt auch noch recht kurz.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Abwechselnd wird das Geschehen aus der personalen Sicht verschiedener Charaktere geschildert, wobei die jeweiligen Kapitel durch den Namen und ein persönliches Symbol gekennzeichnet sind.

Jeden einzelnen Handlungsstrang um die unterschiedlichen Figuren, die im weiteren Verlauf früher oder später zusammenlaufen, fand ich sehr spannend.
Es gibt die Geschichte um eine Prinzessin, die in einem anderen Land für ein Bündnis verheiratet werden soll. Ein Handlungsstrang dreht sich um eine 13-jährige Dämonenjägerin, die sich immer wieder in große Gefahr bringt. Ein anderer um einen jungen Mann, der von seiner überraschenden Herkunft erfährt…
Die Hauptfiguren sind facettenreich gezeichnet und entwickeln sich aufgrund ihrer jeweiligen Erlebnisse weiter. Alle waren mir irgendwie sympathisch, sodass ich mit jedem einzelnen mitgefiebert habe.
Ein paar der Nebenfiguren sind recht einseitig dargestellt, sorgen allerdings für viel Konfliktpotential.

Die Handlung steckt voller Überraschungen und Wendungen, je weiter das Geschehen voranschreitet, desto interessanter wird die Geschichte. Während einige Figuren versuchen, den richtigen Weg für sich selbst zu finden, werden andere Zeuge einer drohenden Katastrophe oder stecken mitten in einem bisher unentdeckten Lügenspiel. Doch alle werden früher oder später in das Drama hineingezogen. Gefühlvolle Szenen, actionreiche Passagen, brutales Kriegsgeschehen und hinterliste Intrigen wechseln sich ab und sorgen für ein insgesamt hohes Tempo und anhaltende Spannung.

Einziger Wehmutstropfen: Der Doppeltitel ließ es zwar vermuten, einen eindeutigen Hinweis, dass es sich um einen Auftaktband handelt, hatte ich vor dem Lesen aber nicht gefunden. Je weiter das Geschehen voranschreite, desto klarer wird aber, dass nicht mehr alles aufgelöst werden kann. Und so endet das Buch im größten Chaos. Wann geht es weiter?

Fazit

Spannende Geschichte um fünf junge Menschen, die teilweise den Umständen ihrer Herkunft ausgeliefert sind und das beste aus ihrer Situation machen wollen, dabei aber in einen hinterlisten Machtkampf geraten. Die Suche nach Liebe, Rache oder sich selbst führt ihre Wege nach und nach zusammen. Spannung, Action, Dramatik und Gefühl wechseln sich ab. Toller Auftakt in einer facettenreichen Welt. Bitte schnell mehr davon.

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buntes Hexenabenteuer

Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant von Sally Green

Das Cover des Buches ist super süß und glitzert ein wenig – damit passt es perfekt zu einer Begebenheit innerhalb der Geschichte. Allerdings finde ich, dass der Klappentext recht weit vorgreift oder eigentlich sogar etwas irreführend ist, weil er meiner Meinung nach falsche Erwartungen an die Geschichte weckt.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist kindgerecht, flüssig, anschaulich. Elisabeth ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und lässt die Leser/innen damit an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Sie hat einen angenehmen Stil, über die Geschehnisse zu berichten, mal witzig, mal flapsig – die Stimmung der 12-jährigen wird gut eingefangen.

Die Handlung steckt voller Magie und Überraschungen.
Elisabeth ist eine Hexe. An ihrem 12. Geburtstag entscheidet sich, welche Art der Magie in ihr steckt und bei welcher Hexe sie in die Ausbildung geht. Dabei gibt es einige Magiearten, die Lizzy eher langweilig findet… Und natürlich soll sie dann auch ausgerechnet eine Kräuterhexe werden, obwohl sie mit Pflanzen so gar nichts anfangen kann. Lizzy ist furchtbar enttäuscht, vor allem, weil die Umstände der Wahl alles andere als normal waren.
Sie findet aber dann doch ein paar positive Aspekte und als ihre Freundin, die allerdings nichts von der Magie wissen darf, sie dann auch noch zu ihrer Ausbilderin begleiten darf, stürzt sie sich neugierig in das Ausbildungs-Abenteuer. Wobei auch hier nichts so läuft, wie sie es erwartet hätte, sodass Lizzy vor manche Schwierigkeit gestellt wird. Zwar agiert sie entschlossen und kreativ, sie hat aber zum Glück auch Hilfe, die ihr entscheidende Tipps gibt. Es gibt einige ungewöhnliche Vorkommnisse und mysteriöse Begebenheiten innerhalb der Handlung, die aufgedeckt werden müssen, sodass es Spaß macht, Elisabeths ereignisreiche Suche nach Antworten zu lesen.

Am Ende kommt sehr abrupt und alles wird hier recht schnell – und auch etwas ungünstig – aufgelöst. Zwar bleibt nicht direkt ein Handlungsstrang offen, so richtig abgeschlossen ist die Geschichte um Lizzy und ihre Freundin aber dennoch nicht, sodass hier durchaus noch ein Band anschließen könnte.

Fazit

Buntes Hexenabenteuer mit einigen Überraschungen und Wendungen sowie rätselhaften Ereignissen, die gelöst werden müssen. Neben der Magie und den Familiengeheimnissen gibt es eine tolle Mädchenfreundschaft und eine erste kleine Schwärmerei. Thematisch und sprachlich passend für die Zielgruppe ab 10 Jahren.

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sehr bedrückende Geschichte

Alles okay von LaCour Nina

Nach mehreren schockierenden Ereignissen hat Marin ihr ganzes Leben hinter sich gelassen. In gewisser Weise hat sie auch sich selbst hinter sich gelassen. Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Zwar sucht sie am College einen Weg, zurechtzukommen, eigentlich igelt sie sich aber komplett ein und lässt kaum soziale Kontakte zu.

Auch die Weihnachtsferien will sie allein im Wohnheim verbringen, was nur genehmigt wird, nachdem der Hausmeister zustimmt, ab und zu nach dem Rechten zu sehen.
Doch bevor Marin allein sein kann, muss sie noch den Besuch ihrer ehemals besten Freundin hinter sich bringen. Und diese versucht mit allen Mitteln, hinter Marins Schweigen zu kommen.

Dieses Buch ist unglaublich düster, deprimierend und traurig. Einsam. Eindringlich wird in kurzen zurückblickenden Sequenzen dargestellt, wie Marin die letzten Jahre gelebt hat. Wie sie sich gefühlt hat. Und wie die Ereignisse letztlich über ihr zusammengebrochen sind. Ansonsten schildert die junge Ich-Erzählerin ausführlich, was sie gerade fühlt, wie die Erlebnisse immer noch in ihr nachwirken und wie ihr vor dem bevorstehenden Besuch graut. Dabei macht sie lange nur Andeutungen, was ihr im Detail wiederfahren ist.

Letztlich ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Das ganze Geschehen ist monoton deprimierend geschildert. Es gibt nur wenig Handlung und diese kommt auch nur langsam voran. Es ist ein sehr ruhiges Buch. Marins Gefühlswelt ist das Entscheidende. Es geht um ihre Entwicklung und nicht um Handlung. Und diese Entwicklung macht Marin zum Glück auch durch. Sehr langsam und auch nachvollziehbar. Trotz der Schicksalsschläge der jungen Protagonistin fehlten mir aber die Emotionen. Schwer zu beschreiben… Marins Gefühle kamen bei mir nicht so richtig an, was vermutlich an ihrer gleichbleibenden Niedergeschlagenheit liegt. Einmal hineingedacht, kommt man beim Lesen aus der Einsamkeit nicht wirklich wieder heraus. Es gibt keine Aufs und Abs, die man mitfühlen könnte. Denn Marin ist bereits völlig am Boden.

Obwohl der Schreibstil eigentlich super ist, sehr anschaulich, flüssig und poetisch, war das Buch aufgrund der durchweg gedrückten Stimmung nicht ganz leicht zu lesen. Streckenweise fand ich Marins ausführlichst geschilderte Einsamkeit und Traurigkeit erdrückend.

Das Ende gibt zwar ein bisschen Hoffnung, kann dem Buch aber die düstere Atmosphäre nicht nehmen.

Fazit

Aufgrund der bedrückenden, deprimierenden, melancholischen, traurigen… Stimmung, ist das Buch keine leichte Kost. Marin verliert sich in ihrer Einsamkeit und Traurigkeit und findet nur langsam wieder heraus. Insgesamt passiert in der Geschichte nicht wirklich viel. Es geht um die Entwicklung der jungen Protagonistin, die ihre Trauer verarbeiten und sich ins Leben zurückkämpfen muss. Und um eine Freundschaft, die zur wichtigen Stütze wird. Dabei habe ich die Erzählweise insgesamt aber als sehr monoton empfunden, monoton bedrückend. Große Emotionen bleiben aus.

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etwas Anderes vorgestellt

Die One-Pot-Challenge von Sarah Schocke; Jumbo Schreiner; Martin Kintrup; Sandra Schumann

Auf den ersten Blick wirkt die Aufmachung des Buches ganz lustig. Drei Köche/innen stellen sich der Herausforderung, One-Pot Gerichte mit einer vorgegebenen Zutat zu kreieren und wählen dafür Topf, Pfanne oder Blech.

Insgesamt enthält das Buch 60 Rezepte zu 20 vorgegebenen „Grundzutaten“.

Der Sinn der „Challenge“ ist mir dabei leider nicht klar geworden.

Nach jeder Zutat begründen die Köche/innen ihre Wahl. Allerdings variieren sie dabei nicht etwa zwischen Topf, Blech und Pfanne, sondern jeder behält sein jeweiliges Küchengerät bei. Diese wiederholte Auflistung wäre daher nicht nötig gewesen.
Zudem gibt es auch keinen Challengegewinner. Jumbo lobt jedes Gericht, beschreibt, was daran besonders ist, und setzt es ganz oben auf das Treppchen.

Hinzu kommt, dass ich von One-Pot-Rezepten auch einfach aufgrund anderer Bücher eine andere Vorstellung hatte. Beispielsweise hat ein auf dem Blech fertig aufgeschichteter Burger für mich nichts mehr mit One-Pot zu tun, da hier viele Handlungsschritte nacheinander ablaufen, bis dieser dann auf dem einen Blech steht.
Und so geht der Aufwand bei vielen Gerichten über das schnell-in-einem-Topf hinaus.

Hinzu kommt, dass bei vielen Rezepten eine kleine Menge einer bestimmten Zutat benötigt wird. Seien es (für mich) eher ungewöhnliche Gewürze oder einfach kleine Mengen Gemüse, z.B. Kohl, sodass man dann schauen muss, was man mit dem Resten macht...

Ein paar Rezepte finde ich ganz interessant und möchte sie noch weiter ausprobieren.

Fazit
Insgesamt habe ich mir unter One-Pot einfach etwas anderes vorgestellt.
Die Challenge an sich erfüllt für mich keinen Zweck, da alle Gerichte hochgelobt werden und die wiederholte Auflistung der Wahl von Blech, Topf und Pfanne unnötig Platz kostet, der gern für weitere Rezepte hätte benutzt werden können.

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zu skurril und übertrieben

Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho von Ginns Russell

Ihr Onkel ist spurlos verschwunden und die 11-jährige Samantha macht sich große Sorgen. Als sie allerdings einen Brief findet, in dem Onkel Paul ihrer Schwester viel Geld, ihrem Bruder ein Baseball-Team und ihr selbst einen alten Regenschirm vermacht, ist sie ziemlich sauer. Aber dann fängt sie an, sich Gedanken über die seltsamen Geschenke zu machen…

Ich habe vor kurzem zwei Kinderbücher gelesen, die eine tolle, mit Fantasy-Elementen versehene Story hatten und mich zudem mit ernsten, lebensnahen Themen überraschen konnten.

Diesen letzten Punkt habe ich in „Mit Schirm, Charme und Karacho“ vermisst. Die Geschichte ist einfach nur schräg und besitzt wenig Realitätsbezug.

Es fiel mir schwer, das Buch zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig und kindrecht einfach, das war nicht das Problem. Es gibt ein paar nette Illustrationen zur Veranschaulichung der Situation.
Aber die Handlung ist so skurril und an vielen Stellen unglaublich übertrieben dargestellt, dass ich mit der Geschichte insgesamt wenig anfangen konnte. Ob es nun das ausufernde Shopping-Verhalten von Samanthas großer Schwester ist, die ihre Milliarden in so viele Schuhe und Taschen investiert, dass sich die Kartons im Garten stapeln oder die nach Müll stinkenden Ninjas, die Samantha und ihr Bruder immer schon von weitem riechen können… Viele Dinge habe ich einfach als unsinnig, eklig oder komplett überzogen empfunden, sodass ich für mich auch der Witz verloren ging. Manchen Ereignissen fehlt eine Erklärung, sodass ich auch nicht immer nachvollziehbar fand, warum passiert, was passiert.

Dabei war die Idee um den Regenschirm eigentlich ganz spannend. Dieser enthält im Inneren nämlich geheime Karten, welche den Kindern eine Reise in verschiedene Orte ermöglicht – eine Darstellung im Bucheinband gibt einen Eindruck davon, was Samantha im Schrim vorgefunden hat.
Auch dass es zu verschiedenen Orten oder Bauwerken ein paar kurze wissenswerte Infos gibt, fand ich ganz nett.

Die angekündigten Rätsel im Buch habe ich mir anders vorgestellt. Zwar gibt es auf vielen Seiten Buchstabenchaos oder kleine Grafiken, aber die Erklärungen und entsprechenden Hilfsmittel, was man damit machen soll, findet sich erst ganz am Ende der Geschichte, sodass man erst hinterher verschiedene Rätsel lösen kann. Auch die Lösungen sind vorhanden. Miträtseln oder während des Lesens rätseln ist aber leider nicht möglich.

Es handelt sich um einen ersten Band. Die Handlung ist somit am Ende nicht abgeschlossen.

Fazit

Schwierig.

“ Mit Schirm, Charme und Karacho“ ist ein ausgefallenes Kinderabenteuer, in dem kleine Leser/innen ungewöhnliche Dinge erleben können, die es in der Realität nicht gibt. Allerdings fand ich dabei nicht immer alle Zusammenhänge oder Handlungen nachvollziehbar. Ich fand die Geschichte leider wenig lustig, dafür war es mir einfach zu abgedreht und übertrieben.

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hin- und hergerissen

Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho von Ginns Russell

Ich habe mich mit dem Buch schwer getan. Schon die Ausgangssituation hat mir Bauchschmerzen bereitet: Geigenbauerin Grace ist bereits seit 8acht Jahren die Affäre eines verheirateten Familienvaters. Den Kindern zuliebe spielen die Eltern heile Welt, wobei seine Frau von der Geliebten weiß. David verspricht der inzwischen 40-jährigen Grace, dass sie irgendwann ihre eigene Familie haben werden…
Sosehr Grace auch betont, David zu lieben, habe ich mich immer wieder gefragt, warum sie so mit sich umgehen lässt.

Dass es für die Kinder besser ist, scheint mir eine recht bequeme Ausrede zu sein. So konnte ich auch Grace’ Vorfreude auf Treffen oder Telefonate nicht nachvollziehen und habe dabei keinerlei Sympathien für David entwickelt.

Den Beginn des Buches, der von kurzen Treffen und Telefonaten sowie vielen Versprechungen und unerfüllten Wünschen geprägt ist, fand ich unglaublich zäh und stellenweise wirklich langweilig. Es passiert einfach nichts. Grace lebt ihr Leben und hofft auf eine glücklichere Zukunft – wobei sie mit der Situation ja gar nicht wirklich unglücklich ist… Auch die in die Handlung eingebundenen Rückblenden auf das Kennenlernen und Schlüsselereignisse der Beziehung sind wenig interessant.

Etwa zur Hälfte der Geschichte gibt es eine Wendung, die endlich ein wenig Spannung bringt und auch Grace’ Einstellung zu verändern beginnt. Danach ist mir die Lektüre deutlich leichter gefallen und ich war gespannt auf Grace’ weiteren Entscheidungen.

Interessant sind vor allem die Nebenfiguren. Die 17-jährige Teenagerin Nadia arbeitet bei Grace im Instrumentenladen. Sie hat sehr wechselnde Stimmungen. Einerseits brennt sie wie Grace für die Musik und geht darin völlig auf, andererseits hat sie einen ziemlichen Hass auf alles und jeden. Der Rentner Mr Williams gehört zu Grace’ Stammkunden und ist ebenfalls begeisterter Musiker, der nicht nur einen besonderen Auftrag für Grace hat, sondern sie auch in schwierigen Zeiten unterstützt.

Letztlich finde ich Titel und auch Klappentext etwas irreführend. Es handelt sich nicht um eine klassische Liebesgeschichte, überhaupt rückt die Beziehung, die den Klappentext dominiert, immer weiter in den Hintergrund. Liebe erwartete Grace auf andere Art: In unerwarteter Unterstützung und einer wiedererwachten Leidenschaft. Sie besiegt alte Dämonen und erfüllt sich verloren geglaubte Träume.

Das Ende hält ein paar Überraschungen bereit und konnte mich – trotz etwas konstruierter Wende – sogar noch etwas berühren.

Fazit

Abschließend bin ich hin- und hergerissen. David war mir furchtbar unsympathisch und der Beginn des Buches einfach nur zäh. Doch als die Wende eingeläutet wird, verändert sich der ganze Ton des Buches. Auch wenn es mich bis zum Schluss nicht komplett umhauen konnte, so gibt es doch immer wieder berührende Zwischentöne. Die bedingungslose Unterstützung, die Grace erhält. Drei völlig verschiedene Figuren, die sich zusammenfinden und etwas unglaubliches leisten. Grace’ Leidenschaft zur Musik und dem Bauen der Instrumente, die im zweiten Teil viel Stärker zu spüren sind. Hoffnung, Mut und Selbstvertrauen, an den eigenen Träumen zu Arbeiten.

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Raubtierspaß für klein und groß

Die wilde Baumhausschule: Raubtierzähmen für Anfänger von Ginns Russell

Greta ist neu in der Stadt und geht zum ersten Mal in eine Schule. Zumindest war das der Plan, doch leider stürzt das Schulhaus ein, als sie auf ihrem Elefanten angeritten kommt. Kurzerhand nimmt Greta ihre ganze Klasse mit in den Zoo ihrer Eltern, um den Unterricht ins dortige Baumhaus zu verlegen.

Eine aufregende Zeit für die ganze Klasse bricht an, denn ständig geht im Zoo irgendwas schief.

Die Aufmachung des Buches ist super süß. Im Einband befinden sich farbige Illustrationen zu den Figuren. Die Geschichte selbst ist mit zahlreichen schwarz-weiß Abbildungen versehen, die schön anzusehen sind und den Inhalt des jeweiligen Kapitels unterstreichen.

Der Schreibstil ist kindgerecht einfach und anschaulich. An vielen Stellen ist die Geschichte sehr witzig, was vor allem an der speziellen Darstellung einiger Zoobewohner liegt.

Auch die Handlung empfinde ich für die Altersgruppe als passend.
Die Haupthandlung dreht sich um den verrückten Zoo, in dem jeden Tag andere ungewöhnliche Dinge passieren, sodass es für die Schulklasse eine Art kleinen Kriminalfall zu lösen gibt.
Zwar deutet sich die Auflösung früh an, dennoch können die Leser/innen ein wenig miträtseln, wer, was und warum es passiert. Die Motive des „Täters“ sind dann ein wenig schräg, finde ich für eine Kindergeschichte aber ok.

Allerdings ist das Buch nicht nur witzig und abgedreht, sondern hat auch einen ernsten Unterton.
Da hätten wir zum einen Greta, deren Eltern immer nur arbeiten, sodass das Mädchen sich eine etwas normalere Familie wünscht. Dieser Punkt kommt in diesem Band noch etwas kurz – vielleicht wird das Thema in den Folgebänden noch bearbeitet?
Und dann gibt es Theo, der im letzten Schuljahr als Klassenclown galt und nun den Druck verspürt, seinem Ruf wieder gerecht zu werden. Theo glaubt, dass ihn niemand mag, wenn er nicht witzig ist, sodass er nicht wiederspricht, als die Kinder ihm die Streiche im Zoo zuschreiben. Doch als die Ereignisse vor Ort immer weniger witzig werden, weiß Theo nicht, wie er aus der Nummer wieder herauskommen soll. Seine Mitschüler beginnen sauer zu werden, weil sie „seine Streiche“ langsam gefährlich werden. Theo muss also irgendwas tun, um seine Unschuld zu beweisen. Letztlich läuft es natürlich darauf hinaus, dass Theos Freunde ihn auch mögen, wenn er keinen Unsinn anstellt und er einfach so sein soll, wie er ist. Das Thema ist über die komplette Handlung eingewoben, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen.

Fazit

Wild-zahme Tiere und eine kleine Detektivgeschichte rahmen eine Handlung voller lebensnaher Themen wie Freundschaft, Mut oder den Wunsch, gemocht zu werden, ein. Aufmachung, Schreibstil und Handlung finde ich für die Altersgruppe absolut passend.

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spannender, ereignisreicher Auftakt

Clans of London, Band 1: Hexentochter von Grauer Sandra

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag erfährt Caroline, dass sie eine Hexe ist. Aber es kommt noch schlimmer: Ihre Fähigkeiten wurden bisher nicht aktiviert und könnten völlig außer Kontrolle geraten, wenn dies nicht dringend nachgeholt wird. Es gibt da nur ein kleines Problem, dass Caroline in große Gefahr bringt…

Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen.

Ich-Erzählerin Caroline ist eine sympathische Protagonistin, die sich erstaunlich schnell mit der Tatsache abfindet, dass sie magische Kräfte besitzt. Nur die Kontrolle der Fähigkeiten gestaltet sich eher als schwierig.
Dass ihr zwei Jungs, die sie beide gern mag, ihre Hilfe anbieten und dabei um ihre Zuneigung buhlen, macht die Trainingsstunden für Caroline auch nicht gerade einfacher. Durch ihre aufgewühlten Gefühle verliert sie hin und wieder ihr eigentliches Ziel aus den Augen, obwohl sie eigentlich kaum Zeit zum Abschweifen hat.
Caroline weiß nur wenig über ihre Herkunft und Vergangenheit. Die aktuellen Ereignisse konfrontieren sie mit vielen verdrängten Erinnerungen, sodass der Teenager in vielen Situationen ein Wechselbad der Gefühle durchlebt.

Hin und wieder gibt es zwischen Carolines Passagen Abschnitte aus der Sicht eines unbekannten, welche kleine Hinweise zum Voranschreiten der Handlung geben oder neue Fragen aufwerfen. Die für diese Kapitel gewählte Schriftart fand ich anfangs etwas schwierig zu lesen.

Die ganze Handlung ist sehr ereignisreich. Es werden immer wieder neue Fragen aufgeworfen, auf die Caroline und ihre Freunde Antworten suchen. Gleichzeitig weiß Caroline nicht immer, wem sie trauen kann. Denn irgendwer ist hinter ihr her und ohnehin drängt die Zeit. Dadurch wird das Geschehen, je weiter es voranschreitet, immer spannender und dramatischer. Es gibt einige Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen, und einen richtig fiesen, schockierenden Cliffhanger.

Auch wenn ich die ganze Hexenwelt mit den verschiedenen Clans einerseits total spannend fand, fand ich es dennoch schade, dass jede Hexe/ jeder Hexer zwar eigentlich eine bestimmte Fähigkeit hat, über die kein anderer verfügt, sie aber letztlich irgendwie doch alles zu können scheinen. Fensterscheibe kaputt? Kein Problem. Schäbiges Hotelzimmer? Eine Handbewegung und es wird eine Luxushütte daraus…
Dadurch wirken die Hexen so übermächtig, gleichzeitig haben sie aber doch einige Probleme, die sich dann plötzlich doch nicht mit ihren Kräften lösen lassen.
Im krassen Gegensatz dazu stehen die Voodoomagier, deren Magieausübung so überzogen dargestellt ist, dass sie schon fast wieder lächerlich wirkt.

Aufgrund des dramatischen offenes Endes bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band.

Fazit

Spannende Handlung mit sympathischen Figuren. Obwohl die Zeit drängt, ist Caroline manchmal ein wenig zu sehr mit ihrem Jungsproblem beschäftigt, letztlich entwickelt sich aber dennoch eine rasante, spannungsgeladene Handlung voller Überraschungen.
Wenn die Hexen ein klein wenig enger definierte Fähigkeiten gehabt hätten, hätte es mir noch besser gefallen.

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konnte mich nicht komplett überzeugen

Up All Night von April Dawson

Taylor verliert an nur einem Tag ihren Job, ihren Freund und ihre Wohnung. Sie weiß nicht, wo sie hin soll, als ihr ein Kindheitsfreund über den Weg läuft, der ihr ein WG-Zimmer anbietet. Taylor ist skeptisch, von Männern hat sie nämlich erst mal die Nase voll. Gut, dass Daniel schwul ist… sagt er…

Ich habe von April Dawson bereits →Still Broken gelesen.

Dieses gefiel mir vom Stil sehr gut, allerdings konnte mich der zweite Teil des Buches nicht mehr überzeugen. Dennoch war ich neugierig auf ihr neues Buch.

Ein Tag verändert Taylors Leben komplett, sie verliert quasi alles – innerhalb von wenigen Stunden. Das wirkt zwar ziemlich übertrieben, schafft aber eine spannende Ausgangssituation.
Nach diesem Schicksalsschlag ist Taylor verständlicherweise verunsichert und weiß nicht so recht, wie ihr Leben weitergehen soll. Bewerbungen bringen keinen Erfolg, sie lebt eher nur vor sich hin. Halt geben ihr ihre neuen Mitbewohner, allen voran ihr Kindheitsfreund Dan.

Daniel ist schon ewig in Taylor verliebt. Dass sie sich zufällig in New York über den Weg laufen, bringt die alten Gefühle schlagartig zurück. Um Taylor zu helfen, lügt er. Er verstrickt sich immer weiter in seine Geschichte. Dennoch war er mir durchweg sympathisch, da er sich rührend im Taylor kümmert und letztlich durchweg gute Absichten verfolgt. Allerdings fällt es ihm auch immer schwerer, seine Geschichte aufrecht zu erhalten und irgendwie verpasst er den richtigen Zeitpunkt, alles aufzuklären.

Der Schreibstil ist, wie auch schon in Still Broken, sehr angenehm. Daniel und Taylor schildern abwechselnd ihre Erlebnisse in der Ich-Perspektive und geben dabei Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle, die sie voreinander verbergen.

So richtig viel passiert in dem Buch nicht. Nach dem für Taylor sehr ereignisreichen Beginn plätschert die Handlung vor sich hin. Es wird viel Alltag geschildert, Gespräche zwischen den Freunden und Taylors Überlegungen zu ihrer Zukunft.
Dabei fand ich es zwar interessant, die Entwicklung der tiefen Freundschaft zwischen Taylor und Dan zu verfolgen – wie viel sie einander geben, wie selbstverständlich sie einander unterstützen –, aber da recht schnell klar ist, dass Gefühle im Spiel sind, dauert es mir etwas zu lange, bis die Handlung dann in Fahrt kommt.

Letztlich muss ich sagen, dass ich erneut Probleme mit der zweiten Hälfte des Buches hatte. Taylor reagiert in meinem Augen unnötig zickig. Sie will förmlich gekränkt sein und steigert sich in ihre Wut hinein. Dadurch wird die Situation völlig überdramatisiert und der Konflikt unnötig in die Länge gezogen.

Das Ende bietet dann aber doch noch einen berührenden Augenblick und einen versöhnlichen Schluss sowie einen Ausblick auf das Pärchen für den zweiten Teil.

Fazit

Obwohl mir die langsame Annährung der Figuren und die tiefe Freundschaft der WG-Bewohner sehr gefallen hat, konnte mich die Handlung nicht komplett packen. Die Geschichte plätschert lange vor sich hin, bevor dann ein Problem unnötig aufgebauscht wird.

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emotional, aber wenig überraschend

Suddenly Forbidden von Ella Fields

„Aber das hier ist nicht diese Art von Geschichte“, leztlich war es dieser Satz des Kappentextes, der mich wirklich neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Nach dem Lesen muss ich allerdings sagen, dass es irgendwie doch eine dieser Geschichten ist. Es gibt keine allzu großen Überraschungen, wenig Highlights.

Insgesamt ist der Fortgang Stück für Stück immer im Voraus absehbar. Was nicht heißt, dass die Geschichte mir nicht gefallen hat. Sie hat mich nur nicht so umgehauen oder überraschen können, wie ich es aufgrund dieser Aussage gehofft hatte.

Daisy und Quinn sind als Nachbarkinder aufgewachsen. Sie waren unzertrennlich. Irgendwann wurde mehr aus dieser Freundschaft und sie wurden noch unzertrennlicher. Bis ein Umzug sie zerrissen hat. Mit der Hoffnung, dass auch Quinn sich an ein altes Versprechen halten wird, dass sie sich einst gegeben haben, trifft Daisy beim College ein. Was sie dort erwartet, ahnt sie nicht – die LeserInnen wissen es dank Klappentext aber bereits…

In die Schilderungen der Gegenwart sind immer wieder Rückblicke zu verschiedenen Schlüsselereignissen ihrer gemeinsamen Kindheit eingebunden, die insgesamt alle sehr süß und berührend waren.
Nach und nach arbeiten die beiden das, was in ihrer Vergangenheit schief gelaufen ist, auf. Missverständnisse und Lügen kommen ans Licht, die allerdings nichts an den verletzten Gefühlen ändern. Sie schwelgen in Erinnerungen und machen neue Erfahrungen.
Abwechselnd schildern dabei Quinn und Daisy ihre Erlebnisse in der Ich-Perspektive und geben Einblicke in ihre aufgewühlten Gedanken und Gefühle.

Dabei kommt es zu einigen emotionalen Augenblicken. Obwohl ich die Geschichte von Quinn und Daisy durchaus mochte und vor allem ihr inneres Ringen um Antworten interessant zu verfolgen war, waren mir manche Ereignisse zu künstlicher aufgebauscht bzw. überdramatisiert. Über weite Strecken plätschert die Geschichte ansonsten munter vor sich hin und wirft die Figuren in ein Gefühlchaos nach dem anderen.
Etwas spannender fand ich tatsächlich die Geschichte um Daisys Zimmernachbarin Pippa und Quinns Mitbewohner Toby, die allerdings die Hauptfiguren des nächsten Bands sind, sodass zu den beiden am Ende noch viele Fragen offen bleiben.

Fazit

Dank eines angenehmen, flüssigen Schreibstils und sympathischen Figuren lässt sich das Buch zügig lesen. Die Handlung bietet zwar immer wieder emotionale Momente, große Überraschungen bleiben allerdings aus.

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