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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von melanie82:

Wunderbares Buch

Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García von Moritz Rinke

Schon das Cover hat mich mit der Melancholie, das es ausstrahlt, angesprochen - dazu der ungewöhnlich lange Titel und der Klappentext: das alles ließ auf etwas ganz Besonderes schließen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte über den Postboten Pedro, der darunter leidet, dass durch das Internet immer weniger Briefe verschickt werden und den dann auch noch seine große Liebe verlässt und den gemeinsamen Sohn mitnimmt, ist erzählerisch unglaublich gut gestaltet.

Die Charaktere sind sehr lebendig und ich habe Pedro direkt ins Herz geschlossen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Gut gefallen hat mir auch, wie Moritz Rinke historische Details eingebunden hat. Obwohl daneben auch viele ernsthafte Aspekte vorkommen, behält sich der Roman eine gewisse Leichtigkeit bei, die mich direkt in den Bann gezogen hat. Ein wirklich toller Roman, bei dem man auch darüber, was im Leben wichtig ist oder dieses ausmacht, nachdenken muss.

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Tolle, besondere Geschichte

Wir für uns von Barbara Kunrath

In „Wir für uns“ geht es um Josie, die Anfang 40 ist und plötzlich schwanger wird von ihrer langjährigen Affäre Bengt, der eine Familie hat und möchte, dass Josie abtreibt. Josie selbst zweifelt und hat ihre eigenen Wünsche immer aufgeschoben. Zufällig lernt Josie Kathi kennen, deren Mann gerade nach 50 Jahren Ehe gestorben ist.

Zwischen den beiden entsteht eine besondere Freundschaft, die aus dem Zeitbruch des Umbruchs hervorgeht. Obwohl die beiden eigentlich recht verschieden sind und an unterschiedlichen Stellen in ihrem Leben stehen, ist die entstehende Freundschaft doch für beide ein Gewinn und sie geben sich gegenseitig Halt. Barbara Kunrath schildert die Geschichte sehr einfühlsam und erweckt so die Protagonisten für den Leser zum Leben. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Autorin bringt einen mit der Geschichte zum Nachdenken.

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Interessanter Auftakt mit Schwachpunkten

Partem. Wie die Liebe so kalt von Stefanie Neeb

Das Cover hat mich sofort angesprochen - edel, geheimnisvoll und besonders. Auch den Klappentext fand ich toll, obwohl Fantasy eigentlich nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist. Die Geschichte um Xenia und Jael, die beide komplett gegenseitige Pole darstellen, konzentriert sich größtenteils auf die Charaktere selbst und zeichnet diese sehr detailreich.

Die Schreibweise der Autorin hat mir sehr gut gefallen, die kurzen Kapitel führen zusätzlich dazu, dass man sehr flüssig durch den Text kommt und immer noch ein weiteres Kapitel lesen will. Das volle Potential des Buches bzw. der Story wird beim Auftakt allerdings noch nicht komplett ausgeschöpft - so gut die Darstellung der Liebesgeschichte auch umgesetzt ist, so sehr wird doch das „Drumherum“ nur gestreift und nicht ausreichend ins Zentrum gerückt. Ich bin daher ein wenig unschlüssig - ich fand das Buch nicht schlecht, hoffe aber, dass bei Band 2 die bisherigen Schwachpunkte noch behoben werden.

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Intensives und berührendes Buch

Betreff: Falls ich sterbe von Carolina Setterwall

Was ist, wenn plötzlich das eintritt, was man sich gar nicht vorstellen kann und will und ein geliebter Mensch ohne Vorwarnung plötzlich stirbt? Um diese Frage dreht sich „Betreff: Falls ich sterbe“ von Carolina Setterwall. Der Roman ist autofiktional, was mich als Leserin zusätzlich hat schlucken lassen.

Das Buch beginnt mit damit, dass Carolina eine Mail erhält, in der ihr Partner Aksel ihr für den Fall seines Todes den Zugang zu seinem Computer, seiner Passwörter und entsprechender Hinweise zukommen lässt. Man ist so gleich mittendrin, bekommt Carolinas Gefühle und Reaktionen unmittelbar aus der Ich-Erzähler-Rolle mit. Das zieht sich auch durch den weiteren Verlauf: das Erleben wird direkt, ungefiltert und gnadenlos ehrlich geschildert. Die Sprache ist wuchtig, ehrlich und bringt einem in Verbindung mit der Story zum Nachdenken. Auch im Nachgang wirkt es lange nach. Sicher keine leichte Kost, aber klare Empfehlungen für diejenigen, die das Thema interessiert.

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Endlich eine neue Reihe von Simon Beckett

Die Verlorenen von Simon Beckett

Endlich wieder eine neue Reihe von Simon Beckett - ich war sehr gespannt und habe mich gefreut, als ich gehört habe, dass „Die Verlorenen“ als Auftakt der Reihe um Jonah Colley herauskommen würde. Das Buch fing auch gleich spannend an, als der Elitepolizist Jonah von seinem ehemals besten Freund Gavin nach Jahren der Funkstille zur Hilfe in ein abgelegenes Lagerhaus gerufen wird.

Er findet dort jedoch nur Gavins Leiche und weitere Opfer, von denen eine junge Frau zunächst noch am Leben ist und er ihr zu helfen versucht. Schließlich wird er selbst angegriffen und wacht erst im Krankenhaus wieder auf, ohne genau zu wissen, was passiert ist. In der Folge gerät er selbst ins Visier der ermittelnden Polizei und wird zum Verdächtigen, zudem werden Bezüge zu seinem vor zehn Jahren spurlos verschwundenen Sohn erkennbar. Die Story fand ich wirklich gut, wenngleich es Beckett-untypische Schwächen in der Umsetzung gab. Die Charaktere sind aber gut aufgebaut und jede Kritik ist Jammern auf hohem Niveau - alles in allem ein mehr als solides Buch. Ich freue mich auf die weiteren Teile der Reihe!

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Viel mehr als nur ein Kochbuch

Heilsam kochen mit Ayurveda von Dietrich Grönemeyer; Volker Mehl

Die Autoren und das schön gestaltete Cover haben mich neugierig gemacht, zumal ich bisher wenig Bezug zu Ayurveda hatte, auch wenn es mich grundsätzlich interessiert hat. Das Konzept des Buchs ist wirklich gut umgesetzt und ist ein toller Einstieg. Die Hintergrundinformationen zu Ayurveda sind sehr ausführlich, gut und leicht verständlich erklärt.

Ich bin sicher, hier findet sich auch für Personen, die bereits mehr Erfahrungen mit dem Thema haben, einige neue Informationen. Gut gefallen hat mir, dass es stets wissenschaftlich-sachlich war. Nach der Einführung folgen die Rezepte. Diese sind einfach nachzukochen, leicht nachzuvollziehen, brauchten nicht allzu viele oder exotische Zutaten und die Bilder waren sehr ansprechend - und das Wichtigste: alles, was ich bisher probiert habe, war äußerst lecker. Fazit: eine tolle Einführung in diese Ernährungsweise!

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Tolles Buch, das zum Nachdenken anregt

The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen von Matt Haig

Ich mag die Bücher von Matt Haig generell und auch hier hat er wieder einen Volltreffer gelandet. „The Comfort Book“ besteht aus kurzen Gedanken, Episoden und Geschichten, die einen zum Nachdenken anregen. Die Kapitel sind sehr kurz und in sich abgeschlossen, teils nur wenige Sätze bzw. gar nur einer, teils zwei bis drei Seiten.

Matt Haig nennt die Gedanken im Buch selbst zu Beginn „Rettungsinseln“, die ihm durch seine Depression geholfen haben und daraus entstanden sind. Das können sowohl eigene Gedanken als auch Zitate sein. Es ist kein Buch, das man am Stück durchlesen kann oder sollte - nicht wegen der Schreibweise, die wie immer sehr angenehmen ist und einen mitzieht, sondern da man über das Geschriebene gut auch länger nachdenken und dieses auf sich wirken lassen kann. Ich fand das Buch toll und werde sicherlich das eine oder andere Mal noch reinblättern und einzelne Gedanken noch einmal lesen.

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Beklemmend, aber mit Schwächen

Girl A von Abigail Dean

Der Klappentext hat mich sofort gereizt, aber im Nachhinein habe ich etwas anderes erwartet. Die Geschichte von Lex Gracie, die gemeinsam mit ihren Geschwister von ihren Eltern unter schrecklichen Bedingungen gefangen gehalten wurde - angekettet, verwahrlost und geprägt von den Visionen vor allem des Vaters - ist ohne Zweifel bedrückend und an vielen Stellen kaum zu ertragen.

Einen klassischen Spannungsbogen gibt es jedoch nicht. Im Zentrum steht Lex und in den verschiedenen Kapiteln wird jeweils eins ihrer Geschwister mit in den Fokus gerückt. Das ist meist unerwartet sachlich geschrieben - was natürlich auch im Kontrast zu den furchtbaren Erlebnissen steht und diese zusätzlich verdeutlicht, dennoch blieb Lex für mich als Charakter aber recht flach geschildert. Anfangs fand ich das Buch noch recht spannend, aber dann wurde meiner Meinung nach das Potential der wirklich guten und beklemmenden Story nicht voll ausgeschöpft. Die Zeitsprünge erschwerten den Lesefluss zudem zumindest stellenweise auch, gerade gegen Ende des Buchs. Die Story an sich fand ich aber gut - allein der Gedanke, dass so etwas durchaus passiert, lässt die Schilderungen noch lange nachwirken.

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Spannung pur

Die Karte von Andreas Winkelmann

„Die Karte“ ist zwar bereits der vierte Fall von Kerner und Oswald, aber durchaus auch empfehlenswert, wenn man die anderen Fälle nicht kennt.
Eine Läuferin wird ermordet und es stellt sich heraus, dass sie Teil einer Laufcommunity auf Instagram war und ihre Strecken dort gepostet hat. Als eine weitere Läuferin ermordet wird, wird klar, dass es sich nicht um einen Zufall handelt.

Die unterschiedlichen Handlungsstränge und Perspektiven sind anfangs teils verwirrend, gerade die Einschübe zu einem kleinen Mädchen aus einem lieblosen Elternhaus passen gefühlt zunächst nicht rein, aber Winkelmann fügt es letztlich absolut passend zusammen. Bis zuletzt bleibt komplett offen, wer der Täter ist und was seine genaue Motivation ist, auch wenn zwischendurch auch aus seiner Perspektive erzählt wird. Die Charaktere Jens und Rebecca sind sehr sympathisch geschildert. Die Erzählweise und der Aufbau mit den Überkapiteln und darunter kürzeren Abschnitten haben mich sofort gepackt und die Cliffhanger haben ihr übriges getan. Ich hoffe, die Reihe geht weiter und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band!

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Der Schein trügt

Eine perfekte Ehe von McCreight Kimberly

Zach ist im berüchtigten New Yorker Gefängnis Rikers Island und ruft von dort seine ehemalige Studienfreundin Lizzie an, die als Anwältin arbeitet und bittet sie, ihm zu helfen. Zach sitzt zwar eigentlich wegen einer Tätlichkeit gegen einen Polizisten - allerdings ist das passiert, als die Polizei bei Zach zuhause war, wo dessen Frau Amanda gerade ermordet aufgefunden wurde.

Es ist also klar, dass dieser Mord natürlich Zach zugeschrieben wird, der aber seine Unschuld beteuert. Lizzie betreut eigentlich andere Rechtsgebiete, übernimmt den Fall aber schließlich und gerät von da an in einen Strudel an Zweifeln, Wendungen und neuen Verdächtigen, als sie versucht, Zachs Unschuld zu beweisen. Auch ihr eigener Mann Sam gerät in den Umkreis des Falls - und sowohl bei Zach als auch seinem Umfeld bzw. dem seiner Frau werden immer mehr Lügen und Geheimnisse deutlich. Und die wirklich perfekte Ehe scheint es nirgends zu geben, wie immer klarer wird. Verknüpft werden Lizzie Ermittlungen mit Rückblicken aus Sicht von Amanda in den Tagen vor ihrem Tod, was Spannung aufbaut und den Leser miträtseln lässt. Anfangs hat das Buch ein paar Längen, was sich aber nach einer Weile wird, sobald die Handlung verdichtet wird. Im Großen und Ganzen auf jeden Fall sehr empfehlenswert!

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