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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von melanie82:

Saisonal aus dem eigenen Garten genießen

Homefarming: Das Kochbuch von Judith Rakers

Ich fand „Homefarming - „Selbstversorgung ohne grünen Daumen“ schon toll und extrem hilfreich und das Kochbuch steht dem in nichts nach. Judith Rakers macht auch hier einfach Lust darauf, selbst entsprechend der eigenen Möglichkeiten - ob Balkon oder Garten - Gemüse und Obst anzubauen und dann zu verarbeiten.

Die Rezepte sind meistens einfach, aber nie einfallslos, und da der Fokus auf darauf liegt, selbst angebaute Produkte zu verwenden, sind sie meist auch vegetarisch. Die Kapitel sind nach Monaten sortiert und zu Beginn wird immer dargestellt, welche Gemüsesorten sich aktuell vorziehen oder aussähen lassen - und natürlich, was gerade wächst. Die praktischen Tipps basieren immer auf den eigenen Erfahrungen der Autoren und besonders gut gefällt mir, dass sie, wie auch im ersten Buch, auch von den eigenen Misserfolgen berichtet und so Neu-Gärtner motiviert, es einfach auszuprobieren. Wirklich ein tolles Buch, dessen Rezepte Lust auf mehr machen.

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Plädoyer für mehr Leichtigkeit

Das Leben schwer nehmen ist einfach zu anstrengend - Vorwort von Lars Amend von Susan Sideropoulos

Susan Sideropoulos verbindet man mit guter Laune und man ertappt sich dabei, das entweder zu bewundern, wie ihr scheinbar immer alles leicht fällt und gut geht oder aber man ist fast etwas genervt von so viel positiven Vibes. Dass sie mit „Das Leben schwer nehmen ist einfach zu anstrengend - Wie du Tag für Tag Freude und Leichtigkeit einlädst“ ein Buch veröffentlicht, das sich genau dieser Einstellung widmet, ist in jedem Fall passend.

Sie rät anfangs dazu, das Buch als eine Art Arbeitsbuch zu behandeln und ein Kapitel pro Tag wirklich durchzuarbeiten und umzusetzen, was vermutlich auch wirklich sinnvoll ist, denn es sind viele tolle Impulse enthalten, die man sonst gar nicht verinnerlicht. Ich habe das Buch in einem ersten Schritt aber erst einmal im Gesamten durchgelesen, habe aber definitiv vor, mir die Kapitel auch nochmal intensiver vorzunehmen. Es ist sehr locker, leicht und angenehm geschrieben und man hat das Gefühl, man sitzt mit einer guten Freundin beim Plaudern zusammen. Und genau das ist auch ein großer Pluspunkt gegenüber anderen Ratgebern - so nimmt man das viel eher an und denkt darüber nach. Natürlich hat man vieles schon mal irgendwo gehört oder es ist nichts komplett Neues, aber das muss es auch nicht. Besonders ist im jeden Fall die Umsetzung, die sicher einige zum Umdenken bringt, denn es sind oft Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen können. Große Empfehlung!

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Hochspannung pur

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1) von Marc Raabe

Das Cover sticht sofort ins Auge und Marc Raabe ist für mich dank der Tom Babylon-Reihe ein Garant für Spannung, so dass ich sehr gespannt auf „Der Morgen“ war. Und ich wurde nicht enttäuscht. Trotz knapp 600 Seiten, was ich oft eher etwas abschreckend finde bei Thrillern, wurde das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern Raabe hat es vielmehr geschafft, mich ab der ersten Seite bis zum Schluss zu fesseln.

Die Spannung wird schnell aufgebaut und konsequent aufrecht erhalten. Der Wechsel zwischen dem gegenwärtigen Fall und den Rückblicken in die Vergangenheit ist hervorragend gelöst und macht für den Leser nach und nach die Zusammenhänge und Verwicklungen immer deutlicher. Auch das Ermittler-Duo von Artur Mayer und Nele Tschaikowski fand ich sehr stimmig - zwei komplett unterschiedliche Charaktere, die sich aber wunderbar ergänzen. Der Schreibstil ist typisch Raabe und wer seine anderen Bücher mochte, wird auch dieses sicher sehr mögen. Und für alle, die ihn bisher nicht kannten, ist es ein perfekter Einstieg und ein toller Thriller, der clever aufgebaut und vor allem sehr spannend ist.

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Gelungener Justizkrimi

Die letzte Lügnerin von Florian Schwiecker; Michael Tsokos

Da ich bereits die ersten beiden Teile der Reihe um den Strafverteidiger Rocco Eberhardt gelesen hatte und sehr gut fand, habe ich mich sehr gefreut, dass Michael Tsokos und Florian Schwiecker nun mit „Die letzte Lügnerin“ wieder für eine Fortführung sorgen.
Im aktuellen Fall steht der Bausenator Dieter Möller, dem im Nachgang eines geleakten Videos zu illegalen Immobiliendeals plötzlich ein Mord vorgeworfen wird.

Und was hat Roccos Vater mit der Geschichte zu tun?
Obwohl der Schreibstil eher sachlich und aufgeregt ist, wird schon von Beginn an die Spannung gut aufgebaut und man ist schnell in dem sehr aktuellen Thema der Wohnungsknappheit und den Verwicklungen der Story. Die Kapitel sind eher kurz gehalten, was die Spannung zusätzlich verstärkt. Auch die Perspektivwechsel sind sehr gut gestaltet und lassen den Leser eher tiefer in die Story eintauchen als ihn/sie zu verwirren, wie das ja bei einigen Büchern leider auch der Fall ist. Besonders gut finde ich sowohl an diesem Teil wie auch an der gesamten Reihe, dass man die jeweils anderen Teile gelesen haben kann, aber nicht muss. Wirklich ein gelungener Justizkrimi!

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Die Farben des Lebens

Alle Farben meines Lebens von Cecelia Ahern

Ich mag Cecilia Aherns Bücher sehr gerne und war daher gespannt auf „Alle Farben meines Lebens“. Das Cover finde ich wunderschön und es hätte mich definitiv neugierig gemacht, wenn ich nicht sowieso schon interessiert gewesen wäre. Die Story ist so besonders wie die Protagonistin Alice, die bereits als Kind feststellt, dass sie anders ist und den Gemütszustand ihrer Mitmenschen in Farbe sehen kann.

Schwierigkeiten hat sie lediglich, ihr eigenes Glück zu finden - diesen Weg findet sie erst, nachdem sie einen Mann kennenlernt, dessen Farben sie nicht erkennt. Ich muss zugeben, dass mich dieser leicht spirituelle Ansatz von Gefühlen vermutlich nicht angesprochen hätte, wenn ich nicht bereits Bücher der Autorin gelesen und diese sehr gemocht hätte. So hatte ich zwar anfangs Startschwierigkeiten, mich in Alice’ Denken einzuführen, aber Cecilia Ahern schafft es auf ihre ganz eigene Art, den Leser in die Geschichte zu ziehen. Sie nähert sich dem Thema mit einer großen Tiefgründigkeit und der Erzählstil stellt eine Nähe zur Protagonistin her. Das Buch hat mich in berührt und zum Nachdenken gebracht und ich kann es nur empfehlen.

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Modernes veganes Kochbuch

Rosa kocht vegan von Rosa Roderigo

„Rosa kocht vegan“ ist zunächst vor allem eines: bunt und nicht langweilig. Vegane Küche kann und soll Spaß machen und es fehlt eigentlich an gar nichts, so die Botschaft. Die Rezepte an sich sind einfach, gelingsicher und kommen in den meisten Fällen ohne allzu aufwändige Zutaten, für die man erst durch 5 Läden ziehen muss aus.

Persönlich ist mir bei den Zusatztipps zu den einzelnen Rezepten etwas zu viel „mega“, „krass“ und generell finde ich den Sprachstil etwas sehr jugendlich, aber das mag daran liegen, dass ich Ü30 bin. Im Zentrum sollen aber ja die Rezepte stehen und alle, die ich bisher ausprobiert habe, haben wirklich gut geschmeckt. Dabei sind auch viele eher klassische Rezepte wie z.B. Königsberger Klopse enthalten, die deutlich machen, wie leicht man eigentlich altbekannte Rezepte verändern kann, so dass sie vegan sind, aber man nicht das Gefühl hat, dass einem etwas fehlt. Vor allem für jüngere Personen definitiv ein ansprechender Einstieg in die vegane Küche.

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Japanische Küche abseits von Sushi

Tohrus Japan von Tohru Nakamura

Ich liebe die japanische Küche, jedoch ist die Auswahl abseits von Sushi ja meist begrenzt und für viele besteht die japanische Küche auch quasi nur aus Sushi. Dass das nicht so ist, beweist Tour Nakamura in seinem Buch „Tohrus Japan“. Er ermutigt darin ausdrücklich darin, den Mut zu haben, auch mal etwas Unbekanntes auszuprobieren, ohne den Anspruch, dass gerade zuhause alles gleich perfekt ist.

Er beginnt mit einer Reise durch japanische Elemente in Deutschland, immer mit persönlichem Bezug und schildert auch seinen ganz individuellen Weg zum Koch. Persönlich finde ich diese Einleitung zwar interessant, allerdings ist alles auch recht ausführlich gehalten. Wem es rein um eine Rezeptsammlung geht, den könnte es allerdings stören, für alle anderen rundet es den Einblick in die japanische Küche eher ab. Die Rezepte an sich sind sehr vielfältig, die Zutaten sind natürlich nicht alle in einem durchschnittlichen Supermarkt zu bekommen, sondern bei manchen braucht es den Gang in spezialisierte Shops oder eine Online-Bestellung, aber das lohnt sich in jedem Fall. Besonders gefallen mir die hochwertigen, clean gehaltenen Bilder zu den Rezepten. „Tohrus Japan“ würde ich allen, die auf der Suche nach einem besonderen Kochbuch und die offen sind, die japanische Küche auszuprobieren, in jedem Fall empfehlen.

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Grillen als Ganzjahresvergnügen

Weber's Wintergrillbibel von Manuel Weyer

Es gibt immer einen Grund zu grillen, so heißt es in der Einleitung der „Wintergrillbibel“ und dass dem so ist und wie das aussehen kann, das beweist das Buch dann mehr als deutlich. Nach allgemeinen Tipps z.B. zum Standort je nach Art des Grills und Tipps zu Zubereitungsarten wie dem Räuchern, aber auch zu hilfreichen Tools liegt der Fokus dann auf den vielen unglaublich lecker aussehenden Rezepten, die dazu führen, dass man am liebsten nicht nur auch im Winter grillen will, sondern am besten ausschließlich grillen möchte, damit man alles ausprobieren kann.

Dabei sind klassische Rezepte wie eine Festtagsgans, Wellington, aber auch Lammkeule enthalten, die perfekt zum Winter passen, die aber immer auch einen besonderen Twist haben und damit nicht langweilig sind. Alles ist ausführlich bebildert, so dass die einzelnen Schritte gut nachvollziehbar sind, auch für Koch- bzw. Grillanfänger. Neben klassischen Fleischgerichten sind aber auch viele vegetarische Optionen wie Quiche, Suppen oder leckere Salate enthalten. Das Buch ist definitiv ein tolles Standardwerk für alle, die ihren Grill so richtig ausnutzen möchten, auch außerhalb des klassischen Grillens im Sommer, und eignet sich auch super als Geschenk. Klare Empfehlung!

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Gelungener Abschluss der Trilogie

Amissa. Die Überlebenden von Frank Kodiak

Ich hatte bereits die ersten beide Bände der Reihe um die Organisation „Amissa“ gelesen und fand sie sehr gelungen, so dass ich mich gefreut habe, als ich gesehen habe, dass nun der dritte und letzte Teil erschienen ist. Und auf Andreas Winkelmann ist einfach generell Verlass, auch unter seinem Synonym Frank Kodiak.

In „Die Überlebenden“ steht die Privatermittlerin Rica Kantzius im Zentrum, die nach dem Tod ihres Mannes, mit dem sie gegen die Verbrechen eines Menschenhändlerrings gekämpft hatte, nach Rache und Gerechtigkeit für die Opfer sinnt. Kodiak schafft es, die Spannung schnell aufzubauen und über das gesamte Buch hinweg aufrecht zu erhalten. Man wird direkt in die Geschichte hereingezogen und fiebert mit Rica mit, die versucht, die Machenschaften hinter „Amissa“ aufzudecken und dabei viel riskiert. Man möchte sich gar nicht vorstellen, dass das alles auch real sein könnte und ist man Lesen so in der Geschichte drin, dass man hofft, dass alles aufgedeckt wird und nur so durch die Seiten fliegt. Ich kannte zwar die beiden vorherigen Teile, jedoch kann man auch den Band alleine gut lesen.

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Lesenswerter Gesellschaftsroman

Connemara von Nicolas Mathieu

Hélène ist fast vierzig, ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist beruflich erfolgreich. Sie ist ihrer Heimatstadt entflohen und hat sich ihre Träume erfüllt - dennoch wird deutlich, dass dies nicht alles ist, dass ihr etwas fehlt. Dies scheint sie in ihrer Affäre mit Christophe zu finden, den sie von früher kennt und der im Gegensatz zu ihr die gemeinsame Heimat nie verlassen hat, zugleich aber auch einer anderen sozialen Schicht angehört.

Trotz dieser Unterschiede ist die Anziehung sicherlich vor allem dadurch bedingt, dass beide an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen, sich fragen, ob das alles war, aber auch das bisherige Leben Revue passieren lassen. Das wird untermalt durch Rückblicke in die Kindheit und Jugend, aber gleichzeitig auch mit aktuellen Bezügen zu heutigen französischen Gesellschaft kontrastiert. Es entsteht ein eindrücklicher Gesellschaftsroman, der sicher keine leichte und unterhaltsame Kost ist, aber gerade dadurch umso mehr nachwirkt. Die Schreibweise ist eher sachlich und beschreibend, so dass ich nicht in einen Lesefluss reingezogen wurde, gleichzeitig aber wirkt das Buch bei mir nach und hat mich zum Nachdenken angeregt.

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