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Rezensionen von gaby2707:

Wir lieben die kleine Motzkuh

Die kleine Motzkuh von Annette Langen; Imke Sönnichsen

Als „Die kleine Motzkuh“ hier ankam, wurde die kleine Stoffkuh sofort aus ihrem Gefängnis befreit und begutachtet. Unser Kleiner hatte sie beim Lesen der Geschichte fest in Händen und wollte sie gar nicht mehr hergeben. Seitdem muss sie sogar abends mit ins Bett.

Die Geschichte von Justus, Josefine und ihrer Oma, die sich Annette Langen ausgedacht und hier in kindgerechter Erzählform niedergeschrieben hat, haben wir nun auch schon einige Male gelesen.

Und immer bekomme ich dann die kleine Motzkuh in die Hand gedrückt und darf sie weg schnippen. Auf den farbenfrohen Bildern von Imke Sönnichsen suchen wir immer wieder die kleine Motzkuh, die sich dort versteckt hat. Aber es so viel anderes, was unser kleiner Mann entdeckt und dazu eigene Geschichten erfindet.

Auch unser kleiner Enkel neigt hier und da zu Trotz- oder Wutanfällen, wie es sie in jeder Familie mit kleinen oder auch größeren Kindern gibt. Ich habe schon versucht, ihn mit der Motzkuh und dem Buch abzulenken und es klappt recht gut. Zwar nicht immer, aber mit der Kuh in der Hand, beruhigt sich die Situation doch schneller als gewohnt. Eine sehr gute Idee, die Kuh für alles verantwortlich zu machen.

Auch das auf der ersten Seite abgedruckte Lied singen wir ab und zu.

Das einzige, was mir nicht gefällt und ich mir Gedanken machen muss: Unser Kleiner hätte gerne auch die Freunde der Motzkuh: den kleinen Brüll-Löwen, das kleine Quengelmonster und das kleine Meckerschaf, die auf der letzten Seite aufgeführt sind. Da muss wohl meine Nähmaschine mal ran. ***lach***

Ein rundum gelungenes Kinderbuch mit einer unterhaltsamen Geschichte, tollen Bildern und einer kleinen Motzkuh, die man herausnehmen kann. Wir wollen sie nicht mehr missen.

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Der 7. Fall für die Kripo Flensburg

Schweigende See von Nina Ohlandt

Hannah Landsberg hat den Tod ihres Lebensgefährten noch nicht richtig verwunden, da wirft sie seine Tochter aus der gemeinsamen Wohnung. Als ob es ihr Partner geahnt hätte, hat er Hannah ein lebenslanges Wohnrecht in seinem kleinen Ferienhaus auf Sylt vermacht. Zusammen mit ihrer Schwester Brigitte, die gerade nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, zieht sie auf die Insel der Reichen und Schönen in der Nordsee.

Nach ein paar Wochen wird in den Dünen eine halb verkohlte Leiche gefunden. Der Mörder hat sie nicht nur erstickt. Er wollte sie nachher auch noch verbrennen.
Hauptkommissar John Benthien und sein Team haben es mit diesem Fall nicht leicht. Als es noch weitere Tote gibt, die mit der Leiche in Verbindung zu stehen scheinen, ist von geregelter Arbeitszeit und ruhigem Feierabend nichts mehr zu spüren.


Noch bevor die Geschichte richtig beginnt, werde ich mit den Mitgliedern der Kripo Flensburg etwas intensiver bekannt gemacht. Und zum Abschluss der Geschichte finde ich viele Personen mit ihren Beschreibungen wieder, die hier auch mit gespielt haben.

Dies ist nun schon der 6. Fall für den sympathischen Hauptkommissar John Benthien und sein Team, der mich diesmal wieder auf die Insel Sylt führt. Auch dieser Fall ist in sich abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Für mich persönlich finde ich es interessanter, wenn ich die Entwicklung der einzelnen Personen, die immer wieder in den Büchern vorkommen, ab der ersten Geschichte mit verfolgen kann.

Ich freue mich immer wieder, wenn ich mit den Kommissaren und Nina Ohlandt nach Sylt reisen darf. Schon nach kurzer Zeit bekomme ich durch die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen Lust auch wieder mal dorthin zu reisen. Das Flair der Insel kommt sehr gut rüber und ich mag die meisten Menschen, die ich hier kennenlerne.

Immer wieder lockern Tagebucheinträge eines jungen Mädchens aus den 1960er Jahren der DDR die weit reichenden Ermittlungen auf. Nach und nach erfahre ich, wer hinter den Einträgen steckt, wer heute zu wem gehört, wer welches Motiv hätte. Dieser Fall ist schon sehr verzwickt und Nina Ohlandt schafft es, mich bis zum Schluss zappeln zu lassen, bevor sich mir die Auflösung anbietet. Und wieder mal war es etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte.
Auch von den Ermittlern erfahre ich wieder Neues aus ihrem Privatleben. Besonders Ben, der Vater von John Benthien steht hier diesmal mehr etwas im Vordergrund.

Ich habe wieder mitfiebern und mit ermitteln können. Habe versucht hinter die Geschichten der Menschen zu kommen und hinter ihre Fassaden zu blicken. Ich hatte interessante und spannende Lesestunden. Wurde wieder sehr gut ohne großes Blutvergießen unterhalten und hoffe, dass ich bald wieder nach Sylt reisen darf.

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Mörderjagd im Spreewald

Vermisst von Christiane Dieckerhoff

Kriminalhauptmeisterin Klaudia Wagner ist auf dem Weg nachhause, als sie einen Augenblick abgelenkt ist, ein unbeleuchtetes Fahrzeug aus einem Nebenweg kommt, sie gerade noch ausweichen kann und über ein Gurkenfeld rumpelt. Kurz darauf entdeckt sie dort eine junge Frau – tot. Sie macht sich die schlimmsten Vorwürfe, ist der Meinung, dass sie die Frau überfahren hat.

Doch dann die große Überraschung: die Frau war schon tot. In einem Indizienprozess wurde ihr Mörder vor 2 Jahren verurteilt. Nur, wo war Jennifer Böseke in den letzten beiden Jahren, wenn sie jetzt hier auf dem Feld liegt?
Klaudia Wagner soll sich zwar aus diesem Fall heraus halten, was allerdings gegen ihre Arbeitsauffassung geht. Und so geht sie zusammen mit ihrem Team auf Spurensuche.


Dies ist schon der 5. Fall für das Kommissariat in Lübbenau, den ich mit Klaudia Wagner löse. Man kann auch dieses Buch lesen, ohne die vorherigen Bände zu kennen. Ich persönlich beginne immer bei Band 1, um die Entwicklung der Figuren sowohl beruflich als auch privat von Beginn an mit zu erleben.
So sind mir KHM Klaudia Wagner, ihre Kollegen KOM Thang Rudnik, KHM Peter Demel, ihre Freundin KHM Wibke Bredau und vor allem Kahnführer Schiebschick richtig ans Herz gewachsen. Alle hier agierenden Figuren, nicht nur die Kommissare, sind sehr detailgenau und menschlich beschrieben. Mit ihren Ecken und Kanten, ihren Gedanken und Gefühlen kann ich sie mir alle sehr gut vorstellen. Ich komme mir vor wie ein Teil von ihnen.

Christiane Dieckerhoff gelingt es mühelos mich in diesen besonders kniffligen Fall, mit dem sich Klaudia und ihre Kollegen sich herum schlagen müssen, ab der ersten Seite hinein zu ziehen. Wie oft kommt es schon vor, dass die Leiche bereits seit 2 Jahren tot sein soll, hier aber erst jetzt getötet wurde. Ein großes Verwirrspiel beginnt und endet für mich in einer menschlichen Tragödie. Was bei mir auch immer punktet: es gibt kein großartiges Blutvergießen. Nur beim Besuch der Leichenbeschau eines jungen Mannes habe ich meinen Geruchssinn ausgeschaltet. Boah, das müsste ich nicht haben.
Der Fall löst sich nach und nach auf, alle losen Fäden verbinden sich und es kommt zu einer schlüssigen Auflösung. Für mich mit einer kleinen Überraschung.

Besonders gut gefallen haben mir auch diesmal wieder die Beschreibungen vom Umland und der Menschen aus dem Spreewald. Wie gerne würde ich mich in einen Kahn setzen und durch die Gegend staken lassen.

Insgesamt habe ich einen spannenden Krimi mit einem interessanten, nicht alltäglichen Fall, ohne viel Blutvergießen gelesen, der mich ab der ersten Seite gefangen genommen hat. Schon heute freue ich mich auf den nächsten Besuch bei meinen Freunden im Spreewald.

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Voller Poesie und besonderer Eindrücke

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich Von einer Begegnung, die alles veränderte von Tessa Randau

In einer sehr eindringlichen, ausdrucksstarken, aber auch poesievollen Sprache erzählt Tessa Randau von einer jungen Frau, die für sich einen Ausweg finden will und muss. Eingesperrt wie ein Hamster in seinen Käfig erledigt sie tagaus, tagein ihre Aufgaben, wird immer müder und steuert langsam ihrem emotionalen Absturz entgegen.

Im nahe gelegenen Wald hat sie seit Kindheitszeiten einen Platz, an den sie sich schon damals immer flüchtet. Hier sitzt sie auf einer Bank und trifft eines Tages auf eine alte Dame, die ihr nach und nach die vier Fragen des Lebens stellt und sie bittet, diese für sich zu beantworten.

„Wir denken oft an das, was wir wollen, aber nicht an das was wir haben“.

Es ist eine sehr kurze Geschichte mit gerade mal 120 Seiten. Dazwischen noch Seiten mit kleinen Zeichnungen, die perfekt zum Text passen und auf lautlose Weise ihre Geschichte erzählen. Gerade diese kleinen Zeichnungen machen die Geschichte trotz ihrer Tiefe leicht und einprägsam.

Eine wunderschöne kleine Geschichte, bei der ich mich hier und da selbst wiedergefunden habe. Eine Geschichte mit einer Botschaft, die man erspüren muss. Eine Geschichte, der man Bedeutung schenken sollte, das berührt und beeindruckt.

Obwohl das Buch aus der Sicht einer Frau geschrieben ist und von einer jungen Frau handelt, sollten aber auch die Männer bei dieser Lektüre zugreifen um mehr Klarheit in ihr Leben zu bringen.

Ich empfehle dieses kleine Buch sehr gerne weiter!

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Ein schwieriges Thema locker und leicht aufgearbeitet

No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam von Friend Natasha

Die 14jährige Hollis Darby-Barnes und der 15jährige Milo Robinson-Clark haben je 2 Mütter und einen gemeinsamen Vater – einen Samenspender, den sie beide nicht kennen. Nun aber will Milo das ändern. Bei seinen Recherchen findet er weitere Kinder des Spenders mit der No. 9677, seine Halbgeschwister.

Zusammen mit Hollis, Abby und Noah macht er sich auf den Weg, ihren Vater zu finden.


Das Buch „No. 9677 oder wie mein Vater an 5 Kinder von 6 Frauen kam“ behandelt ein sehr sensibles Thema: Samenspende. In dieser Geschichte geht es hauptsächlich darum, wie die entstandenen Kinder mit dem Thema und ihrer Zeugung im Reagenzglas umgehen. Es geht aber auch um das Thema Familie an sich. Sind zwei Frauen oder zwei Männer mit Kindern ebenso eine Familie wie Mann, Frau und Kinder? Werden adoptierte Kinder von ihren neuen Eltern ebenso geliebt wie leibliche? Haben Geschwister eine engere Verbindung wie Halbgeschwister?

Im Fall von Hollis, Milo, Abby, Noah und Milos Freund Jonah „JJ“ tauche ich in ihren Gedanken ganz tief in diese Fragen ein.
Hollis und Milo sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Ich kann mich sehr gut in sie hinein versetzen, kann ihre Gedanken gut nachvollziehen und ihre Ängste verstehen. Mein absoluter Liebling der Geschichte ist allerdings JJ, der beste Freund von Milo. Er hat eine so erfrischende, ehrliche Art, tritt immer wieder in irgendwelche Fettnäpfchen und offenbart mir erst sehr spät, welche Probleme er mit seiner Adoption hat.
Die Teenies und ihre Familien sind so unterschiedlich, so menschlich und scheinen sehr real. Mit den ihnen eigenen Charaktereigenschaften geben sie für mich ein sehr sympathisches Bild ab. Die Dialoge zwischen allen machen das Bild einfach komplett.

Da die Geschichte immer aus Sicht einerseits von Hollis, andererseits von Milo, erzählt wird, bin ich in ihren Gedanken noch tiefer drin und kann beide Seiten gut verstehen.

Ein wunderbares Jugendbuch, dass auch ich als Ü60 sehr gerne gelesen habe.

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Oh wie schrecklich...

Flüsternde Wälder von Förg Nicola

Bei Baumfällarbeiten im abschüssigen Waldgelände fällt der Baum ausgerechnet auf eine eine Leiche. Da die Frau schon tot war, kommen hier die Kommissarinnen Irmgard „Irmi“ Mangold und Kathi Reindl ins Spiel. Zwei Tage vorher kam bei einem der vielen Einbrühe, die derzeit im Werdenfelser Land stattfinden, ein Mann ums Leben.

Auch hier sind Irmi und Kathi involviert und merken bald, dass sich die Toten kannten. Hängen die beiden Fälle irgendwie zusammen?

Dies war wieder so ein Krimi, den ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Spannend ab der ersten Seite, mit viel Privatem, was mir immer sehr gut gefällt und interessanten Debatten von lebensklugen Menschen um z.B. den Untergang der mitteleuropäischen Kultur. Krimihandlung wird hier gekonnt mit Gesellschaftskritik verbunden. So geht es z.B. um den stetig größer werdenden Verkehr im Wald durch Jogger, E-Biker und Waldbadende. Um Helikoptermütter, Altersarmut, um Vandalismus in der Freinacht und um den Ausverkauf der Heimat an unseren wunderschönen bayerischen Seen. Irmi lässt kein gutes Haar an den Münchner Touris, die jedes Wochenende ins Werdenfelser Land rund um Garmisch einfallen. Alles greift wie bei einem Rädchen ineinander und so hat mir das Lesen wieder mal riesigen Spaß gemacht.

„Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte“ Zitat S. 136

Mit Kathi, Irmi und ihrer guten Freundin Luise habe ich mich sofort sehr gut verstanden. Beim Hasen brauchte ich ein paar Seiten um mit ihm warm zu werden. Andere Figuren waren mir nicht sehr sympathisch. Allesamt sind sie menschlich und absolut real dargestellt. Auch ihren Gedankengängen konnte ich sehr gut folgend. Auch wenn sie mir manchmal etwas fremd waren. Halt alles wie im richtigen Leben
Ich habe einiges übers Waldbaden gelernt. Habe hinein geschnuppert in die Gedanken der „Landeier“. Und ich kann sie jetzt sogar ein bisserl besser verstehen.

Im Anschluss an die Geschichte sollte man sich auch unbedingt das Nachwort durchlesen. Sehr interessant und aufschlussreich. Vielen Dank, liebe Nicola Förg, für diese klaren Worte.

Ein spannender, sehr interessanter Krimi mit Landschaftsbeschreibungen, die man einfach lieben muss. Ich jedenfalls bin auch von diesem Buch restlos begeistert.

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Konnte mich leider nicht überzeugen

Das Geheimnis des Roten Hauses von Franziska Franz

Die Frankfurter Altstadt wird nach historischen Vorbildern wieder aufgebaut. Plötzlich gibt es einen Toten. Ein junger Stuckateur wird erschlagen und mit Genickbruch nahe der Wohnung von Gabys neuer Freundin Jette gefunden. Gaby, Tochter von Kriminalkommissar Lutz Weigand, kann es nicht lassen und steckt ihre Nase in Dinge, die sie lieber hätte ihren Papa klären lassen.

Und sie bringt sich selbst damit in allerhöchste Gefahr.


Gaby, eine 14-jährige stark Pubertierende, habe ich ab der ersten Seite gemocht. Genau wie ihre Mama Bettina und ihren Papa, den Kommissar der Frankfurter Mordkommission. Ihr Privatleben wird so gut vorstellbar beschrieben. Bei ihnen habe ich mich sofort wohl gefühlt.
Ganz anders im Hause Grubenmacher. Vater Architekt, Mutter seine Sekretärin. Tochter Jette hat mir mit diesen Eltern hier und da leid getan.

„Mainkurtod“, den ersten Fall für Kommissar Weigand kenne ich zwar nicht. Aber ich hatte beim Lesen nie den Eindruck, dass mir irgendwelche Fakten fehlen würden.

Durch den Prolog erfahre ich schon sehr viel von dem, was mich auf den kommenden Seiten erwartet. Und nach gar nicht mal so vielen Seiten war mir auch schon klar, in welchen Kreisen ich den Mörder zu suchen hatte. Das hat mich aber nicht gestört. Denn der Weg der Ermittlungen hin zum Motiv und zum Täter hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung hält sich auf einem sehr niedrigen Level. Davon hätte die Geschichte ruhig einiges mehr haben können.

Was mich beim Lesen gestört hat, sind verschiedensten Fehler. An einer Stelle wird z.B. Mutter Bettina als Gaby angesprochen. An anderer Stelle heißt es DANN anstatt DNA. Das sind nur 2 von mehreren Fehlern, die mir aufgefallen sind. Da sollte man das Lektorat noch mal drüber lesen lassen.

Ein Krimi, der mich in die Frankfurter Altstadt führt. Der mich gut unterhalten hat. Dem es aber an Tiefgang und Spannung fehlt.

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Einfach wunderschön

Ich mal mich glücklich von Christine Rechl

Malen ist eines der effektivsten Methoden um sich zu entspannen. Da das freie Zeichnen mir überhaupt nicht liegt, ist dieses Buch super für mich geeignet. Dieses Ausmalbuch für Erwachsene ist mit seinen 46 ganz zart vorgemalten Motiven eine absolute Augenweide. Die Autorin und Textilgestalterin Christine Rechl hat wunderschöne verspielte Motive und Muster aus der Natur, Tiere und Pflanzen, kreiert.

Da macht schon jetzt das Anschauen riesigen Spaß.

Durch die seitliche Perforation lassen sich die einzelnen Bilder, wenn sie ausgemalt sind, einfach herausnehmen und einrahmen. Ich denke, dass verschiedene Motive an meiner Zimmerwand sehr gut aussehen werden. An einige Ostermotive werde ich mich sofort machen und diese dann verschenken. Andere Seiten werde ich an meine Freundin weitergeben, die im Moment auch etwas Entspannung braucht.

Ein wunderschönes Buch, bei dem ich meiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Von dem ich ab der ersten Ausmalseite begeistert bin und das mir, da bin ich mir sicher, einige wundervoll entspannte Stunden schenken wird.

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Mein 3. Fall mit Tom Perlinger

Karl Valentin ist tot von Sabine Vöhringer

2017 hat sich der 17-jährige Schüler Fabian Brühl umgebracht. War es wirklich Selbstmord? Seine damalige Freundin glaubt bis heute nicht daran. Nun gibt es am Karl-Valentin-Gymnasium einen Brand und eine tote Lehrerin.
Tom Perlinger und sein Team haben es nicht leicht. Immer mehr Verdächtige und immer mehr Motive kristallisieren sich heraus.

Steckt vielleicht sogar Gangsterboss Maslow hinter all den Geschehnissen?


Boah, war das wieder spannend. Ich bin noch ganz gefesselt von den sich am Schluss überschlagenden Ereignissen. Sabine Vöhringer hat wieder einen richtig guten Abschluss der Geschichte hingelegt. Was mir persönlich aber auch sehr gut gefällt: nachdem der Fall gelöst wird, fahren alle ein paar Gänge runter und ich kann zusammen mit den Protagonisten richtig auf- und durchatmen. So schön, dass es außer kriminell noch richtig heile Familie gibt.

Dieser 3. Fall für Tom Perlinger und sein Team ist wieder so vielschichtig, dass ich erst mal sondieren musste, wie das alles vielleicht zusammenhängt – oder auch nicht. Man kann auch diesen Fall gut lesen, ohne die ersten beiden Bücher von Sabine Vöhringer zu kennen. Aber ich rate jedem, lest sie noch. Zum einen lohnt es sich wirklich und zum anderen lernt man die Figuren, die immer wieder vorkommen, viel besser kennen.

In diesem Fall geht es vor allem um den Leistungsdruck an unseren Schulen, hier im besonderen am Karl-Valentin-Gymnasium, und z.T. unfähige und empathielosen Pädagogen bzw. einem diktatorischen Direktor. Am Beispiel von 2 Familien wird schnell klar, welchem Druck nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern standhalten müssen.

Dass unser Komiker Karl Valentin immer wieder mit seinen humorigen Sprüchen hier vorkommt, gefällt mir auch sehr gut. Die sind wie nebenbei immer wieder in die Geschichte eingeflochten und lockern den Kriminalfall etwas auf. Den Spagat zwischen Humor und Spannung bekommt die Autorin mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil sehr gut hin. Das ich recht schnell raus hatte, worum es geht, wer welche Beweggründe für sein Tun hatte, hat meinem mitfiebern und mit ermitteln nicht geschadet. Die Spannung bleibt und es ist aufregend bis zum Schluss.

Sehr gut nicht nur für Neueinsteiger das an die Geschichte anschließende Personenregister und das „Willkommen in der Altstadt“, wo ich mit den wichtigsten Menschen und ihren Zusammenhängen bekannt gemacht werde. Bei München „erleben“ bekomme ich eine Ansicht von Münchens Innenstadt mit den Konditoreien der Firma Rischart. Im vorderen Klappenumschlag finde ich eine Rückansicht auf Karl Valentin auf seinem Brunnen und in der hinteren Klappe eine Innenstadtansicht von München, wo alle Plätze und Orte eingezeichnet sind, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen.

Ein paar klitzekleinen Andeutungen entnehme ich, dass es weitergehen wird mit Tom, seinem Team und der Mannschaft im Hackerhaus in der Sendlinger Straße. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Ein spannender, vielschichtiger, unterhaltsamer Krimi mit einem guten Schuss Humor, der mich in die Münchner Altstadt bringt und den ich gerne weiter empfehle.

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Mein 1. Fall mit Alma Liebekind

Verkauft von Constanze Dennig

MNoch halb in Narkose nach einer OP ist Psychiaterin Alma Liebekind überzeugt, eine Tote auf einer Bahre an sich vorbei fahren gesehen zu haben. Auch Mutter Martha hat aus einem Fenster die abgedeckte Bahre beobachtet. Nur bei ihren Nachfragen beim Klinikhauspersonal will niemand etwas von einer Leiche wissen.

Der Spürsinn von Alma und Martha ist geweckt. Als dann in einem Flüchtlingsheim eine junge Frau ermordet wird, hält die beiden Spürnasen nichts mehr.


Noch vor der eigentlichen Geschichte lerne ich einige der Protagonisten ausführlich kennen, was für mich beim Lesen sehr hilfreich war. Ich konnte mir von Anfang an die Personen recht gut vorstellen.
Die neugierige und selbstbewusste Alma mochte ich von Anfang an, ihre Mutter hat etwas gebraucht um sich meine Sympathien zu verdienen. Toyboy Michael, auch Michelangelo genannt, der meint, er wäre ein Autor, ist in meinen Augen ein Lebenskünstler, der es geschafft hat, sich von einer gut situierten Dame aushalten zu lassen. Mein Fall ist er nicht. So haben alle Mitwirkenden ihre guten und weniger guten Seiten, ihre Ecken und Kanten.

Für mich war es der erste Fall, den ich mit Alma und ihrer Mutter zusammen gelöst habe. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl etwas Gravierendes nicht zu wissen. Konnte der Handlung ab der ersten Seite sehr gut folgen. Ob ich die ersten 3 Fälle auch noch lösen will, werde ich mir noch überlegen.

Sehr gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen Alma und ihrer Mama, Alma und ihrer Freundin, Alma und Michael usw. Sie machen die ganze Geschichte lebensecht und nachvollziehbar. Ich erfahre sehr Vieles aus Almas Privatheben, was sie für mich noch greifbarer macht. Was dabei etwas zu kurz kommt bzw. auf der Strecke bleibt, ist die Spannung.

Ich mag es, wenn in einer Geschichte heraus zu lesen ist, wo ich mich befinde. Hätte ich es nicht vorher gewusst, stelle ich schon sehr bald fest, dass ich hier in Wien bin. Worte aus dem wienerischen, dem Latein, das Martha gerne verwendet und aus dem Jiddischen werden für Unkundige als Fußnoten erklärt. Die Handlungsorte sind gut beschrieben und machen Lust auf die Stadt Sigmund Freuds.

Zum Schluss bekomme ich noch ein Kurzinterview von Constanze Denning zum Buch.

Ein leichter Krimi mit aktueller Brisanz, lebensnahen Personen in der Stadt Wien. Launige Unterhaltung ist garantiert.

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