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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:

Jeremiade (Klagelied/Jammerrede)

Rate, wer zum Essen bleibt von Philipp Tingler

Als eine Professur frei wird, sieht Franziska ihre letzte Chance auf eine bessere berufliche Zukunft gekommen. Damit ihr das gelingt, lädt sie den Dekan und dessen Frau zum Abendessen ein. Mit seinem Zuspruch, so hofft sie, sollte ihr dieses Vorhaben gelingen. Alles ist exakt geplant. Doch dann klingelt die Studienkollegin ihres Mannes an der Tür und lässt sich nicht abwimmeln.

Und das Abendessen wird zu einem besonderen Erlebnis.

Tingler bemüht sich durch abstruse Beschreibungen, Bilder im Kopf der Leserin entstehen zu lassen. Allerdings sind diese Beschreibungen in elendig lange, verschachtelte Sätze verpackt. Und ich musste beim Lesen höllisch aufpassen, um zu erfassen, was er wohl gemeint haben könnte. Wortwitz ist super. Ich liebe schwarzen, sarkastischen Humor. Wenn er aber so konstruiert und bemüht ist wie in diesem Buch, bin ich froh darüber, dass das Buch ein relativ dünnes ist, und ich es an einem Tag beenden konnte. Auch beeinträchtigt es den Lesefluss, wenn ich auf beinahe jeder Seite Begriffe, die sich mir so gar nicht erschließen wollten, googeln muss. Als Beispiel hierfür sei genannt:
=> nördlich von perfekt
=> Avocadotoast-Styling
=> das Ikigai-Seminar
=> die lymphatische Blondine
Fazit: Ich denke, das ist ein Buch, das ich noch einmal lesen sollte, damit sich mir der Wortwitz in seiner ganzen Fülle offenbart. Vielleicht war ich am Neujahrstag auch einfach damit überfordert. Aber: es gibt so viele wundervolle Bücher. Wozu braucht es da Wiederholungen?

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Kurzweiliges Lesevergnügen

Der Sprung von Simone Lappert

Zu Beginn bzw. im ersten Drittel liest sich das Buch wie eine Ansammlung von Kurzgeschichten. Viele Figuren aus unterschiedlichsten Milieus, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, werden in kurzen Kapiteln vorgestellt.
Danach werden die losen Fäden der Geschichten langsam in Zusammenhang gebracht.

Obwohl ich eigentlich keine Kurzgeschichten mag, oder vielleicht deshalb, weil es dann eh keine gewesen sind, hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Locker dahin zu lesen, dennoch nie seicht.
Jeder/Jede der Figuren scheint einen an der Waffel zu haben. Aber ist das im "richtigen" Leben bei genauer Betrachtung nicht genau so?
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Nichts für Zartbesaitete

Der Riss von Hye-young Pyun

In dieser Geschichte geht es um Ogi. Ogi, der einen Autounfall hatte. Ogi, der nun ein Pflegefall ist und von seiner Schwiegermutter versorgt wird. Ogi, der ums Überleben kämpft.

Eine gut geschriebene Geschichte, die niemals an Spannung verliert oder langweilig wird. Sehr gut lesbar. Sie beschreibt leider keine Fiktion, sondern eine Situation, in die wir nur zu leicht selbst kommen könnten.

Bleibt die Frage, ob wir unserer Schwiegermutter für die aufopfernde Pflege dankbar sein würden?

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Schräg

Großmutters Haus von Thomas Sautner

Wer pseudophilosophische Bücher mag, wird diesen Roman lieben!
Hier reihen sich Geschichten über sexuelle Phantasien, Domina-Szenen, die Suche nach Gott bzw. nach dem Sinn des Lebens und vieles mehr aneinander. Malina entdeckt in ihrer Großmutter Kristyna eine schräge Frau, die ihrer biederen Enkelin zeigt, was das Leben alles zu bieten hat.

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Der Stotterer von Charles Lewinsky

Die Geschichte ist in verschiedenen Zeitebenen angesiedelt. Einerseits erzählt Johannes Hosea Stärckle vom Alltag im Gefängnis. Zwischendurch lesen wir Episoden aus seinem Leben. Weil er ein Buch schreiben möchte, übt er sich darin, Kurzgeschichten zu verfassen, die als sogenannte 'Fingerübungen' zu lesen sind.

Eigentlich ein Buch, das viele Facetten hat. Ein Buch, das leicht und flüssig zu lesen ist, sprachlich sehr gut geschrieben. Ein Buch, das mir etwa bis zur Hälfte sehr gut gefallen hat, dann aber immer langweiliger wurde.

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Wirre Aufzählungen

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Ich brauche ein Buch, das eine Geschichte erzählt. Dies tut diese Buch nur ansatzweise. Immer, wenn es interessant wird, schweift der Autor zu unzähligen uninteressanten Dingen ab und ergänzt sein Gefasel auch noch mit überflüssigen, nichtssagenden Fußnoten.
Dies ist kein Buch für jemanden, der einfach in einer flüssigen Geschichte eintauchen möchte.

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Kein herkömmlicher Krimi

Geisternächte von Mumot André

Halten sie durch! Nach den ersten 150 langweiligen Seiten werden sie mit rund 200 Seiten Spannung belohnt, bevor die Geschichte wieder abflaut.

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schon vergessen!

Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa

Der Klapptext verspricht eine großartige Geschichte. Ich will sofort wissen, was in einem Menschen vorgeht, der 30 Jahre lang in einer Wohnung eingesperrt verbringt. Was macht das mit einem Menschen - eine so lange Zeit ohne soziale Kontakte. Wie ernährt sie sich. Was macht sie, wenn sie plötzlich Zahnschmerzen bekommt usw.

usw. Mein Kopfkino ist sofort von dieser Geschichte fasziniert.
Doch leider ist die Geschichte der eingesperrten Frau nicht der Haupterzählstrang. Zu viele Nebengeschichten, zu viele verwirrende Namen. Zu spät wird für mich der rote Faden erkennbar. Da bin ich geistig schon längst ausgestiegen.
Schade! Es hätte so ein toller Roman werden können.

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Nicht Fisch und nicht Fleisch

Der Abgrund in dir von Lehane Dennis

Eine Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln. Meinte ich zu Beginn. Ist es aber nicht. Ein Liebesroman? Nicht wirklich. Vielleicht ein Krimi? Nein! Es kommt ja kein Ermittler darin vor. Also doch ein Psychothriller? Aber das ist es für mich auch nicht.
Von Allem ein bisschen und nichts richtig. Damit habe ich so meine Probleme.

Und obwohl sich der Roman sehr flüssig liest, kann er mich nicht erreichen.

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Tasächlich Liebe?

Die Frau, die liebte von Lewis Janet

Bertrande wird schon als Kind mit Martin verheiratet. Dennoch ist die Ehe für sie die Erfüllung. Bis Martin weggeht, sie alleine lässt und erst nach acht Jahren wieder zu ihr zurückkommt.

Wie sehr kann sich ein Mensch in dieser Zeit verändern? Oder ist der Blick Bertrandes auf die Vergangenheit durch die lange Abwesenheit Martins verklärt?

Großartiger Roman um die Frage, ob die Wahrheit wirklich immer die beste Lösung ist.

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