Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:
Grandiose Geschichte
Der Löwensucher von Bonert Kenneth
Die berührende Geschichte über einen Jungen, der immer wieder an die falschen Freunde gerät. Der an die große Liebe glaubt und meint, alle gesellschaftlichen Schranken überwinden zu können. Der sehr lange versucht, den Lebenstraum seiner Mutter zu verwirklichen. Der letztlich aber immer wieder scheitert.
Das Buch ist sehr flüssig, leicht lesbar geschrieben. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Der Autor brachte mich mit seinen manchmal komischen Vergleichen des Öfteren zum schmunzeln.
Am beeindruckendsten ist für mich das Eingeständnis der Mutter, dass sie den Sohn "...zu dem Mann gemacht hatte, der er nun war." Ist dies tatsächlich so?
Schwere, langweilige Kost
Der Löwensucher von Bonert Kenneth
Ich interessiere mich gar nicht für Boxen. Da dieses Thema überwiegt, machte es das Buch für mich zur Qual. Der Hintergrund Boxsport steht viel zu sehr im Vordergrund. Das interessiert mich nicht, und ist auch nicht so geschrieben, dass es begonnen hätte, mich zu interessieren.
Die Charaktere der Protagonisten sind flach und emotionslos gezeichnet.
Alles in allem für Box-Laien nicht zu empfehlen.
Das Leben ist böse
Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement
Clement beschreibt das Leben der Leute in den Bergen von Mexico, die in ständiger Angst vor den Drogenhändlern leben.
Die Mädchen machen sich hässlich, verkleiden sich als Jungen oder verstecken sich, wenn die Menschenhändler kommen. Doch nicht immer gelingt ihnen das.
Ein beklemmendes Buch, das leider kein fiktiver Roman ist, sondern eine auf Tatsachen beruhende Geschichte! Hat man das Buch erst einmal in die Hand genommen, kann man es nicht wieder weglegen.
Unbedingt lesen!!!
Grandiose Geschichte
Die Farben der Hoffnung von Sankaran Lavanya
Grandiose Geschichte über die Existenzängste in reicheren und ärmeren Familien Indiens.
Shankaran beschreibt bildlich das Leben einer armen Putzfrau und im Gegensatz dazu das Leben des Unternehmers, bei dem sie arbeitet. Beide versuchen sich aus der Tradition zu befreien um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.
Unbedingt lesen wenn sie Indien ein bisschen besser kennenlernen möchten!
Beklemmende Zukunft
Die Farben der Hoffnung von Sankaran Lavanya
Ein traurig machendes Buch über das Erleben des Alterns und über den Rückblick in die Vergangenheit.
Manchmal war es für mich schwierig, Fiktion und Wirklichkeit auseinanderzuhalten.
Hat man dieses Buch gelesen, ist man sich sicher, dass die Zukunft nicht so wird, wie man sie sich vorstellt!
Klischeevorstellungen bestätigt
Die Farben der Hoffnung von Sankaran Lavanya
Wir haben viele Vorurteile gegen Muslime. Und in diesem Buch kommen alle vor. Egal ob es um Heirat, um das Tragen des Hijabs, um die "organisierte" Verwandtschaft oder die Kontrolle der Frauen durch die männlichen Familienmitglieder geht.
Aber Azime, die weibliche Protagonistin des Romans wehrt sich dagegen.
Sie will nicht als unglückliche, selbstmordgefährdete Kurdin enden. Sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen und das tun, was sie gut kann.
McCarten räumt in diesem Roman nicht mit den Vorurteilen, die wir in unseren Köpfen haben, auf. Er bestätigt sie eher. Aber er macht dies auf eine äußerst humorvolle Weise, die einen immer wieder schmunzeln lässt.
Großartige Wortmalerei
Eine Nacht, Markowitz. von Gundar-Goshen Ayelet
Laut Klappentext wir in "diesem lebhaften Buch mit Humor" von der Geburt des israelischen Staates erzählt.
Erzählt wird aber weder etwas historisches über die israelische Staatsgründung, noch ist diese Buch humorvoll.
Alle Protagonisten dieses Romans scheinen von einer 'dunklen' Aura umgeben zu sein.
Alle erleiden ein trauriges Schicksal.
Was der Autorin sehr gelungen ist, ist ihr Umgang mit der Sprache. Sie beschreibt Situationen so gekonnt, dass man das Gefühl hat, sich selbst mittendrin zu befinden.
Mein absoluter Lieblingssatz: "Wie viele Worte konnte eine Frau doch schweigen."
Langweilig
Wahn von Kessler Christof
Diese Kurzgeschichten handeln von Leuten mit psychischen Problemen oder psychischen Krankheiten.
Eine Frau, die sich keine Gesichter merken kann und die Probleme, die sich daraus im Alltag ergeben, ein Mann, der an Demenz erkrankt usw. Stories die unter die Haut gehen müssten - tun sie aber nicht.
Das Buch ist leicht lesbar und flüssig geschrieben.
Allerdings fehlt es mir an Tiefgang. Es fehlt an genauen Beschreibungen der Krankheit ebenso wie an genaueren Beschreibungen von Behandlungen oder Behandlungsmöglichkeiten.
Und so ist man am Ende des Buches weder vom Leiden der Personen erschüttert, noch von deren Lebensumständen sonderlich ergriffen.
Ein Buch, das mir nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Keine Sommerlektüre
KNOI. von Schalko David
Da ich ein Fan der "Sendung ohne Namen" bin, begann ich mit großen Erwartungen zu lesen. Ich liebe den schnellen Schlagabtausch der Sendung.
Das Buch beginnt sehr ergreifend. Jakob, der sich in einer Beziehungsauszeit von Rita befindet, beginnt eine Affäre mit Jennifer. Weil Jennifer aufgrund eines Montorradunfalls, an dem Jakob Schuld hat, querschnittgelähmt bleibt, fühlt sich Jakob verpflichtet bei ihr zu bleiben, obwohl er insgeheim schon beschlossen hatte, dass er zu Rita zurückkehren will.
Es scheinen sich zwar alle mit der Situation abgefunden zu haben, dennoch ist keiner der Protagonisten mit seinem Leben zufrieden. Und so beginnt jeder mit irgendwem eine Affäre.
Soweit so gut. Klingt nach einem spannenden Plot. Ist es ja vielleicht auch.
Allerdings habe ich mich ab dem 4. Kapitel gar nicht mehr ausgekannt. Da half auch ein erneutes lesen nicht.
Nach 100 Seiten hab ich es endgültig aufgegeben. Dafür ist mir meine Freizeit doch zu kostbar.
Ich mag mich nicht von Seite zu Seite abplagen und trotzdem nicht zu wissen, was an dem Buch Wirklichkeit und was Fiktion ist.
Als leichte Sommerlektüre eignet sich "Knoi" auf gar keinen Fall!







