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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:

Keine Affäre

Seltene Affären von Bayer Thommie

Peter und Paul sind Zwillingsbrüder. Als Kinder haben sie sich viel geteilt. Als Erwachsene auch??
Peter teilt sein Leben in zwei Hälften. Von Montag bis Donnerstag führt er ein Restaurant in Frankreich, von Freitag bis Sonntag lebt er zurückgezogen in Deutschland und schreibt als Ghostwriter für seinen Bruder Kurzgeschichten.

Paul ist glücklich mit Anne verheiratet. Der einzigen Frau, die auch Peter liebt. Bis er eines Tages die Vertretung seiner Putzfrau sieht. Er träumt von einer Beziehung mit ihr.
Tommie Bayers Roman ist eine kurzweilige Geschichte über Hoffnung und Realität. Leicht zu lesen, jedoch manchmal etwas langatmig und langweilig.
Peter flüchtet vor der Realität in seine eigene Traumwelt. Scheinbar ist sein ereignisloses Leben so besser zu ertragen. Tun das nicht viele von uns?

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Succotash

Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan

J- Ryan Stadal beschreibt das Leben von Eva. Ein Mädchen, das von ihrem Onkel und dessen Frau aufgezogen wird. Eva entwickelt schon früh eine Obsession zu besonders ausgewählten Lebensmitteln und schafft den Aufstieg zu einer der begehrtesten Köchinnen Amerikas.
Das Buch schaffte es oft, mir ein Schmunzeln abzuringen.

Da die Geschichte aber nicht in einem Stück, sondern in Kurzgeschichten erzählt wird, fand ich mich teilweise schwer damit zurecht. In jedem Kapitel neue Personen, neue Situationen ... es dauerte lange, bis ich den Überblick bekam, worum es in dieser Geschichte überhaupt geht.
Abgesehen davon ist der Roman leicht lesbar geschrieben.
Eine nette Geschichte, die mir die Wichtigkeit einer bodenständigen Küche vor Augen führt.

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Schade um die Zeit

Das Geheimnis der verlorenen Zeit von John Wray

Bin ganz entgegen meines Stiles mit der Rezension des Buches zu spät, da ich dieses zähe, schwer verständliche Buch unbedingt zu Ende lesen wollte. Habe es leider nicht geschafft. Jede Stunde die ich mit diesem Buch verbracht habe, ist eine vergeudete Stunde die besser genützt werden hätte können.

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Ehrliche Lebensbeichte

Am Rand von Hans Platzgumer

Ohne Schnörkel erzählt Gerold Ebner von seinem Leben, das er in der Südtirolersiedlung verbracht hatte.
Von seiner lebenslangen Freundschaft zu Guido, den er nach einem Unfall Sterbehilfe geleistet hat. Vom schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter und deren schwierigen Verhältnis zu ihrem Vater.

Von seiner großen Liebe Elena.

Ein ergreifendes Buch, das durch seine klare, verständliche Sprache umso erschütternder wirkt. Keine Tat wird geschönt oder langwierig umschrieben.
Das Buch regt dazu an, vorgefasste Meinungen neu zu überdenken!

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Zum Nachdenken

Der Trick von Bergmann Emanuel

Das Leben des großen Magiers Zabattini verlief alles andere als vorhersehbar und geradlinig. Geboren als unehelicher Jude Mosche in Prag verleumdete er bald nicht nur seine Herkunft sondern auch seine Religion. Wenige Tage vor seinem Tod begegnete er Max, einem unglücklichen Jungen der mit der Scheidung seiner Eltern nicht klar kam.

Max wünschte sich nichts sehnlicher, als dass der große Zabattini seine Eltern durch einen Liebeszauber wieder zusammenbrächte.
Beim Lesen des Buches musste ich oft wegen der klischeehaften Aussagen laut auflachen (z. B. "...sie war ja nur ein Mädchen und nicht zu großer Vernunft fähig...").
Das Buch ist zum Teil sehr amüsant geschrieben und liest sich schnell und ohne Anstrengung.
Die ernsten Themen (Ehebruch, Kuckuckskind, Homosexualität, Holocaust etc.) werden eher subtil gestreift, als dass sie in den Vordergrund gerückt werden. Das hat mir gut gefallen.
Dennoch ist es kein Buch das mir lange im Gedächtnis bleiben wird, da es mich nicht wirklich berührt hat.

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Einfühlsame Alzheimer-Beschreibung

Letzter Bus nach Coffeeville von Henderson J. Paul

Lauf Information auf der Buchrückseite sollte diese Geschichte glücklich machen. Ich finde sie eher traurig.
Die Geschichte der an Alzheimer erkrankten Nancy hat mich sehr berührt. Die Anzeichen der Krankheit wurden sehr anschaulich beschrieben. Ich konnte mitfühlen, was in Nancy vorging und wie es ihr dabei ergehen musste.

Mit den restlichen Figuren des Romans konnte ich mich nicht so gut zurechtfinden. Zu viele verschiedene Namen für dieselben Personen mit zu verworrenen Geschichten. Auch wenn sämtliche Lebensläufe außergewöhnlich waren, haben sie bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Ein Buch das unter die Haut geht

Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre

Samir, Sohn libanesischer Einwanderer wächst geliebt und behütet in Deutschland auf. Als sei Vater plötzlich verschwindet, wirft ihn das völlig aus der Bahn. Als dann auch noch seine Mutter unerwartet stirbt, fühlt er sich schuld an ihrem Tod und kann keinen Seelenfrieden mehr finden.
Die Suche nach seinem Vater, den er im Libanon vermutet, soll seine innere Unruhe und seine Sehnsucht nach dem Land seiner Wurzeln stillen.

Pierre Jarawan schreibt leicht und locker. Das Buch liest sich sehr flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Man fühlt mit Samir, kann sich gut einfühlen in den 8jährigen Jungen der meint, er dürfe seinen Vater nicht verraten oder auch, er habe Schuld am Tod seiner Mutter.
Auch die Beschreibungen wie Samir als Tourist in den geliebten Libanon kommt, den er nur aus den Medien und von Erzählungen seines Vaters kennt, was er dabei fühlt, wie es ihm dabei geht, ... fühlen sich für mich absolut authentisch an.
Ein großartiges Buch!

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Eigenschaftslos

Fabelhafte Eigenschaften von Adam Soboczynski

Ein dünnes Büchlein, durch das ich mich hindurchquälen musste.
Die Figuren blieben mir nicht im Gedächtnis, so konnte ich der Geschichte nicht wirklich folgen (obwohl sie nicht zu kompliziert ist). Habe die Charaktere immer wieder verwechselt, so dass ich niemals richtig wusste, welche Personen zusammengehören.

Das Buch ist zwar gut verständlich und leicht lesbar geschrieben, dennoch wird es nicht zu meinen Lieblingsbüchern zählen.

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Genialer Erzählstil

Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser

Martin Amanshauser hatte die Idee, ein modernes Kreuzfahrtschiff und ein Piratenschiff aus der Vergangenheit nach einem Megasturm "aufeinanderprallen" zu lassen. Geniale Idee, die großen "Aha-Erlebnisse" bleiben aber leider aus.

Dicht gepackter Schreibstil mit großartigen Dialogen.

Leider manchmal zu dicht. Ich hatte öfter das Gefühl, auf der Stelle zu treten.
Die Geschichte entwickelt sich nicht wirklich. Man wartet (vergebens) auf ein fulminantes Ende, das dann (endlich!) dennoch plötzlich und völlig unerwartet die Story beendet.

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Geschichte die zum Nachdenken anregt

Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser

Howard, Londoner Hotelbesitzer, gibt dem blinden Chas nach einem Hotelbrand ein Zuhause. Graham, ein guter Freund Howards, der zudem in seinem Hotel an der Rezeption arbeitet, beneidet ihn dafür seit jeher. Denn eigentlich würde ihm die Vaterrolle von Chas zustehen...

Sprachlich ist das Buch sehr gut geschrieben.

Jeder Satz ist eine Freude zu lesen. Allerdings ist die Geschichte nicht besonders anspruchsvoll, sie plätschert so dahin. Genau das Richtige für heiße Sommertage am Strand.
Wer möchte, kann sich noch 100 Geschichten rund um das Hotel vom Internet herunterladen.

Mark Watson hat mich mit der Geschichte von Howard, Graham und Chas nicht sonderlich beeindruckt. Allerdings hat er sehr viele Themen angerissen, die mich noch lange danach beschäftigt haben.

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