Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:
Kein Spionagethriller!
Die letzten Tage unserer Väter von Joël Dicker
Gleich vorweg - das Buch bekam ich geschenkt. Weder Titel noch Inhaltsangabe hätten mich dazu verleiten können, es zu kaufen. Eine Geschichte über Krieg, Verrat, den Geheimdienst!? Das ist doch nichts für mich!!!
Nun ja. Wenigstens reinschmökern könnte ich ja. Und ... schon nach wenigen Zeilen hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.
Ich wollte wissen, wie es mit Pal und Laura weiterging. Und ich bin bald draufgekommen, dass es in diesem Buch nicht um eine Liebesgeschichte geht (zumindest nicht ausschließlich), sondern um viel mehr. Gemeinsame Erlebnisse, die einen zusammenschweißen. Die Liebe zu den Eltern. Wie viel es bedeutet, von anderen anerkannt zu werden, ... und natürlich um die Liebe!
Leseempfehlung!
Eine Familiengeschichte?
Dschinns von Fatma Aydemir
Schon lange nicht hat mich ein Buch so sehr berührt wie dieses.
Hüseyin, türkischer Immigrant in Deutschland, erfüllt sich seinen Lebenstraum und kauft sich eine Wohnung in Istanbul. Sowie er sie eingerichtet hat, stirbt er. Seine Frau und seine Kinder reisen in die Türkei um ihn zu beerdigen.
Großartig erzählt! Die Autorin gibt einen tiefen Einblick in die Menschen, die weder hier noch dort richtig dazugehören.
Sehr guter, leicht zu lesender Schreibstil der mich von der ersten Seite an gepackt hat.
Bitte lesen sie dieses Buch! Unbedingt!
Eine Familiengeschichte
Über Carl reden wir morgen von Judith W. Taschler
Ich lese Taschler sehr gerne. Sie schreibt tolle Geschichten, vor einem geschichtlichen Hintergrund, die sehr gut zu lesen sind. Auch bei diesem Buch ist dies so.
Wir begleiten verschiedene Mitglieder der Familie Brugger durch ihr Leben. Dabei habe ich mir mit den vielen verschiedenen Namen oft schwer getan, den Überblick nicht zu verlieren.
Dennoch: es zahlt sich aus, dranzubleiben. Ich wurde mit einer großartigen Geschichte belohnt.
Klare Leseempfehlung!
Indien mit allen Sinnen
Bekenntnisse eines Betrügers von Rahul Raina
Rahul Raina schafft es, seine Leser in das typische indische Leben eintauchen zu lassen. Ich konnte beim Lesen die Hitze spüren. Hatte Lärm und das Verkehrschaos vor Augen bzw. in den Ohren. Konnte den Mief der Dalit (der Unberührbaren) riechen. Ein Buch, das mir das Leben Indiens fernab von Kastenwesen und Slums näher bringen konnte.
Das Buch überrascht mit einer Fülle von ernsten Themen. Dabei ist es niemals langweilig oder belehrend. Im Gegenteil. Ich musste sehr oft über die Vergleiche des Autors laut lachen.
Ein kurzweiliges, vergnügliches Leseabenteuer!
Anspruchsvoll
Der große Fehler von Jonathan Lee
Der Roman ist in zwei Erzählstränge geteilt. Einerseits wird die Geschichte der Ermordung von Andrew Green und die Aufklärung des Mordfalles erzählt. Der zweite Strang schildert das Aufwachsen und die Entwicklung von Andrew.
Mir ist es teilweise schwer gefallen, mich mit dieser Aufteilung zurechtzufinden.
Nicht immer wusste ich gleich, in welchem Teil der Geschichte ich mich gerade befand und so musste ich manches nochmals lesen, damit ich mich zurechtfand.
"Der große Fehler" ist kein Buch, das mal 'zwischendurch' zum Abschalten gelesen werden kann. Die Lektüre erfordert viel Konzentration beim Lesen. Ansonsten muss vieles doppelt gelesen werden. Folglich ist es auch kein Buch, aus dem man vor dem zu Bett gehen noch schnell ein paar Seiten liest.
Für mich war die Erzählung der Geschichte zu uninteressant um voll konzentriert dabeibleiben zu können. Ich hab mir definitiv schwer mit dem unüblichen Erzählstil getan. Lesen ist für mich vor allem Abschalten und Eintauchen in andere Welten. Das war mir bei diesem Buch nicht möglich.
Hommage an ein glückliches Leben
Die Schönheit des Himmels von Sarah Biasini
Sarah Biasini, die Tochter der berühmten Romy Schneider ist schwanger und will ihrer Tochter ein schriftliches Andenken hinterlassen.
Berührende Episoden und Gedanken über ihre eigene Mutter, über Begebenheiten in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Sie erzählt über das schwierige Vermächtnis, Tochter einer berühmten Mutter zu sein.
Über die Geborgenheit, in der sie in der Familie ihres Vaters aufwachsen konnte. Und auch von den Problemen, die sie in dieser Welt hatte und hat. Auch, wenn man vieles zwischen den Zeilen herauslesen muss.
Arktische Kälte
Everland von Hunt Rebecca
In diesem Abenteuerroman geht es um die arktische Insel Everland. Die Geschichte ist in zwei Erzählsträngen/Zeitebenen angesiedelt.
1. 1913: Das Schiff Kismet unternimmt eine Expedition in die Antarktis und schickt dabei drei Forscher auf die Insel Everland.
2. 2012: Ein dreiköpfiges Forscherteam kommt auf Everland um Feldforschung zu betreiben.
Hundert Jahre liegen dazwischen. Ausrüstungstechnisch hat sich in den letzten hundert Jahren viel getan. Dennoch bleiben die auftretenden Probleme vielfach dieselben. Die unbeugsame Natur, die Spannungen zwischen den Forschungsmitgliedern,...
Hunt ist ein solider, gut geschriebener, spannender Abenteuerroman gelungen.
Plötzlich unerwünscht
Du existierst nicht von Miha Mazzini
Die schwangere Zala bekommt Wehen und fährt ins Krankenhaus, um ihr Kind auf die Welt zu bringen. Klingt nach einer alltäglichen Geschichte. Ist es aber nicht. Denn Zala wurde nicht im heutigen Slowenien geboren, sondern in Serbien. Damals, als es den Staat Jugoslawien noch gab. Durch die Bildung des Staates Sloweniens galt sie plötliche im eigenen Land als Ausländerin.
Ohne Versicherung, ohne gültige Aufenthaltsbewilligung. Wie soll sie bloß für die Kosten der Entbindung aufkommen? Und dies ist bei weitem nicht ihr größtes Problem.
Slowenien ist unser Nachbarland. Ich bin ziemlich nahe an der Grenze aufgewachsen. Und doch sind mir die Fakten zu dieser Geschichte völlig fremd. Tatsächlich hatte ich zuvor noch nie davon gehört. Wer sich also in diese Richtung informieren möchte, sollte dieses Buch lesen.
Verlustbewältigung
Marianengraben von Jasmin Schreiber
Endlich habe ich es gelesen. Das Buch von dem mir nur Gutes berichtet wird und das mir zig Male empfohlen wurde.
Der Inhalt scheint banal. Paula verkraftet den Tod ihres jüngeren Bruders nicht. Sie trifft auf Helmut, der um seine Helga trauert. Die beiden geben sich gegenseitig Halt.
Eine rührende Geschichte.
Leichter, flüssiger Schreibstil. Die Autorin driftet nie ins Lächerliche ab. Egal, wie eigenartig die Szenen manchmal scheinen. Dennoch - mein Herz konnte dieses Buch nicht berühren.
Gelungene Geschichte
Alles wird gut von Nina Lykke
Eine Frau in ihrer Lebensmitte, die in eine Affäre mit ihrem Exfreund schlittert. Wie und warum ist für sie selbst absolut unerklärbar.
Sehr gut beschrieben. Ich kann mir beim Lesen die Szenen sehr gut bildlich vorstellen. Für Erheiterung sorgen die Abschnitte mit den PatientInnen von Elin, der Protagonistin.
Aufgelockert durch Abschnitte mit tiefschürfenden Gedanken die zum Nachdenken anregen.
Ein tolles Buch!











