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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:

Bewegend!

Isidor von Shelly Kupferberg

Israel schafft, wovon andere nur träumen. Den kometenhaften Aufstieg vom armen jüdisch-orthodoxen Israel zum weltgewandten Wiener Dandy Isidor. Aber leider wusste er die Zeichen der Zeit nicht richtig zu deuten und dachte, wie viele, das würde schon vorübergehen.
Shelly Kupferberg erzählt von ihrem Verwandten.

Empathisch, interessant, sehr gut lesbar.
Leseempfehlung!

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Mehr als eine Liebesgeschichte!

Jahre mit Martha von Martin Kordic

Sowohl Titel, Umschlagfoto als auch Klapptext versprachen die Geschichte der Beziehung zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau. Im ersten Teil des Romanes dreht sich auch tatsächlich viel um Jimmy und Martha. Wobei bald klar wird, dass in diesem Buch viel mehr steckt.
Martha verkörpert für Jimmy das, was er sein möchte.

Belesen, kultiviert, gebildet. Jimmy strebt danach, ein "richtiger Deutscher" zu werden. Aber ... wie lebt es sich in Deutschland als entwurzelter Mensch? Muss man die Sehnsucht nach dem Herkunftsland überhaupt spüren, wenn man selbst die zweite Generation der Einwanderer ist und schon in Deutschland geboren wurde?
Das Buch geht in die Tiefe, verleitet zum Nachdenken. Aber können wir, die wir in diesem Land geboren, aufgewachsen, verwurzelt sind, in diesem Land, in dem schon unsere Eltern, Großeltern, Urgroßeltern gelebt haben, bei diesem Thema überhaupt mitreden???
Klare Leseempfehlung!

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Nervenkitzel pur!

SCHNEE von Yrsa Sigurdardóttir

Zwei befreundete Paare brechen gemeinsam mit einem Naturforscher auf, um den ultimativen Winterkick mitten in der Wildnis von Island zu erleben. Sie kommen nicht zurück.
Dieses Buch hätte mir eigentlich den Schlaf rauben müssen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von drei verschiedenen Personen erzählt.

So spannend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Ganz oft haben sich mir beim Lesen die Nackenhaare aufgestellt und ich konnte körperlich spüren, wie sich das Grauen von hinten anschleicht.
Nichts für schwache Nerven!
Sehr gut und packend erzählt.
Klare Leseempfehlung!

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Musikgeschichte

Utopia Avenue von David Mitchell

743 Seiten Hochgenuss... wenn sich jemand für die psychedelische Musikszene der 60er Jahre interessiert. Ich für meinen Teil wusste nicht einmal, dass es diese Musikrichtung tatsächlich gibt.
Die Idee des Buches - vier Musiker, von einem Manager ausgesucht und zu einer Band zusammengestoppelt, die es nach oben schaffen sollten.

Klingt spannend. Ist es aber nur bedingt. In jenen Passagen, in denen es nicht um Musik geht, hat mir das Buch sehr gut gefallen. In anderen Abschnitten haben die vielen musikalischen Ausdrücke meinen Lesefluss extrem gestört. Es ist mir schwer gefallen, da einfach drüberzulesen.
Manche Episoden sind gut erzählt und ich habe sie mit Genuss gelesen. Andere ziehen sich endlos langweilig dahin.
Sprachlich ist das Buch sehr gut geschrieben. Besonders angetan haben es mir die außergewöhnlichen Farbbeschreibungen. Z.B.: "Ihre Augen sind Berliner Blau." "Er trägt einen preußischblauen Mantel mit sonnenuntergangsroten Knöpfen." "Die erbsenpürreegrüne Haustüre."
Fazit: Noch nie habe ich mir bei der Bewertung eines Buches so schwer getan. Ich weiß eigentlich immer sehr schnell, ob mir ein Buch gut gefällt oder nicht. Bei diesem bin ich mir bis heute nicht klar darüber. Klar ist aber, dass eine Reduzierung des Seitenumfanges um mindestens 200 Seiten meinem Lesevergnügen gut getan hätte.

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Familiengeheimnisse

Was ich nie gesagt habe von Abel Susanne

Nach dem fulminanten ersten Gretchen-Teil habe ich mir sehr viel erwartet. Und meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Hervorragend geschrieben hofft, zittert und weint man mit den Protagonisten. Eine Geschichte, die mich sehr berührt hat. Trotz des lustig-leichten Erzähltons ist es eine vielschichtige Erzählung, die mir viele Probleme der Nachkriegszeit bewusst machen.

UNBEDINGT LESEN!

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Besser als Urlaub!

13° - Tödlicher Sommer von Hanne H. Kvandal

Ein Krimi der sich anfühlt als wäre man auf Spitzbergen auf Urlaub. Die Sonne scheint rund um die Uhr und es hat heiße 15 Grad. Die Autorin schafft es, mir das Gefühl zu vermitteln, dass ich Spitzbergen kenne. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich wie ich mich auf dieser Insel verhalten müsste.

Ich brauche keinen Reiseführer mehr ;-)
Hervorragend erzähltes, kurzweiliges Lesevergnügen.
Empfehlung!

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Viel mehr als Kindheitserinnerungen

Hast du uns endlich gefunden von Edgar Selge

Edgar, ein 12jähriger Junge, berichtet aus seinem Leben. Viele verschiedene Episoden zeichnen ein Bild seiner Kindheit.
Ein leises, leicht zu lesendes Buch, das uns die schwierige Position des Jungen in seiner Familie zeigt. Erschütternd! Ein Buch, das nachhaltig berührt.
Unbedingt lesen!

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Vergangenheitsbewältigung

Schmelzwasser von Tschan Patrick

Eine Friseurin, eine Boutiquebesitzerin und eine Buchhändlerin tun sich zusammen, um "dem Bösen", das so kurz nach dem Krieg noch allgegenwärtig ist, den Kampf anzusagen.
Ganz viele Sätze von Patrick Tschan lassen mein Herz übergehen vor Freude. Wie z. B. "Bücher sind wie Kinder.

Sie sind ein Fenster, durch das man die Welt anders sehen kann. Vorausgesetzt, man ist offen dafür." Aber ganz oft klingt die Sprache in diesem Buch in meinen Ohren angestaubt und antiquiert. Manchmal sogar hölzern.
Die Geschichte ist wenig aufregend und plätschert so dahin. Und das, obwohl es viele, für die Protagonisten wichtige Umbrüche gibt.
Ein ruhiges Buch mit gewichtigem Inhalt, das mich nachdenklich zurücklässt.

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Eine außergewöhnliche Frau

Frau Merian und die Wunder der Welt von Ruth Kornberger

Maria Merian. Ich muss zugeben, dass ich zuvor noch nie von ihr gehört hatte.
Ende des 17. Jahrhunderts war diese Frau ihren Mitmenschen weit voraus. Sie trennte sich von ihrem Mann und lebte mit ihren beiden Töchtern alleine und auf sich gestellt. Und sie reiste ins ferne Surinam, um dort Insektenforschung zu betreiben.

Ich ziehe den Hut vor ihr! Welch interessantes Leben!
Leider liest sich diese Romanbiografie nur teilweise spannend. Zu oft kam die Autorin vom eigentlichen Thema ab und verzettelte sich in der erfundenen Liebesgeschichte mit einem rätselhaften Mann. Dabei wäre das wirkliche Leben von Frau Merian sicherlich spannender zu lesen gewesen.
Alles in allem eine leichte Sommerlektüre, die in manchen Teilen außerordentlich interessant zu lesen ist.

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Beängstigendes Szenario

Die Nachricht von Doris Knecht

Ruth lebt seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes alleine. Alles ist gut, bis sie plötzlich von anonymen Mails bedroht wird.
Doris Knecht schreibt in einer sehr klaren Sprache. Der Roman lässt sich wunderbar leicht lesen. Die Thematik ist beängstigend.
Die Autorin schafft es sehr gut, die Menschen in ihren Romanen lebhaft und glaubwürdig zu beschreiben.

Ich finde mich mitten in der Dorfidylle wieder und denke mir "ja, so ist es, das Leben".
Ich habe die Nachricht sehr gerne gelesen und kann sie uneingeschränkt jedem empfehlen.

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