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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peppi:

Familiengeschichte

Ein weites Leben von M. L. Stedman

Es ist die Geschichte der Familie MacBride, deren Leben durch einen tragischen Unfall überschattet wird. Während der Vater und der ältere Sohn sterben, überlebt Sohn Matthew mit schweren Beeinträchtigungen. Sein Weg zurück zu seiner Mutter und Schwester bildet das emotionale Zentrum des Romans.

Doch es gibt einen zweiten Schicksalsschlag, der das Leben der Familie erneut tief erschüttert.
Der Autorin ist es gelungen ihre Figuren glaubhaft darzustellen Ihre Konflikte sind nachvollziehbar.
Besonders gut hat mir auch das australische Setting gefallen, das so gut beschrieben ist, das man sich mühelos die weite, raue Landschaft und die harte Arbeit mit der Schafzucht vorstellen kann.
Mit diesem Roman ist der Autorin M. L. Stedman ein Buch gelungen, das auf eine großartige Art und Weise von Verlust, Zusammenhalt und der Suche nach einem Platz im Leben erzählt.
Unbedingt lesen, es lohnt sich!

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Humorvolles Alphabet

Das NEINhorn-ABC von Marc-Uwe Kling

Dieses kleine Büchlein ist ein charmantes, witziges Bilderbuch, das die, bei vielen Kindern bekannte, Neinhornwelt in ein alphabetisches Konzept überführt.
Ein Kinderbuch mit viel Wortwitz und kreativen Tierneuschöpfungen. Bei uns ist beispielsweise der Plappergei sehr gut angekommen.

Aber auch Bibber, der frierende Biber bekam viel Gelächter.
Es ist eine sehr spielerische Einführung in das ABC, gespickt mit kleinen Gags. Der Text ist kurz. Der Wortwitz entsteht aus der Kombination von Wortspiel Und Illustration.
Die Illustrationen von Astrid Henn sind farbenfroh und mit vielen kleinen Details, die den Witz der Wortspiele verstärken.
Da das Buch ein recht kleines Format und einen festen, stabilen Einband hat, eignet es sich sehr gut zum Mitnehmen, um beispielsweise Wartezeiten zu überbrücken.
Ein Buch, das die Kinder immer wieder zur Hand nehmen können.
Meine Leseempfehlung!

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berührend

Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy

In seinem Roman erzählt der Autor Simon Van Booy eine bewegende Geschichte über Einsamkeit, unerwartete Begegnungen und die Wirkung kleiner Veränderungen.
Im Mittelpunkt steht die 83jährige Helen Cartwright. Nachdem sie bereits ihren Mann und auch ihren Sohn verloren hat, kehrt sie zurück in ihren Geburtsort in der Nähe von Oxford.

Ihre Tage verlaufen gleichförmig, sie meidet Menschen und wartet eigentlich nur noch auf ihren Tod.
Als sie sich versehentlich eine Maus ins Haus holt , will sie das Tier so schnell wie möglich wieder los werden. Aber bereits nach den ersten Versuchen sie zu vertreiben , muss sie sich eingestehen, dass Merlin, wie der kleine Mäuserich inzwischen von ihr getauft wurde, ein Freund für sie geworden ist. Dank Merlin nimmt Helen Kontakt zu den Menschen auf und beginnt sich wieder dem Leben zuzuwenden.
Eine bezaubernde Geschichte, die ich gern weiter empfehle !

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Zerrissen

Zugwind von Iryna Fingerova

Die Ärztin Mira lebt seit Jahren in Deutschland. Sie hat sich ein eigenes Leben aufgebaut, hat einen Mann und eine kleine Tochter. Sie arbeitet in einer Hausarztpraxis.
Doch als in ihrer Heimat Odessa Bomben fallen, wird die Distanz zwischen hier und dort schmerzhaft durchlässig. Die Autorin zeigt deutlich, wie ein Leben zwischen zwei Welten zerreißen kann.

Längst in Deutschland angekommen wird die junge Ärztin durch den Krieg in ihrer alten Heimat zurückgeworfen.
In der Hausarztpraxis wird sie immer mehr zur Ansprechpartnerin für die ukrainischen Patienten. Ihr Bruder und die Großmutter leben noch in der Ukraine. Mira hat Angst, um die Menschen, die sie liebt und fühlt gleichzeitig ein Schuldgefühl, weil sie in Frieden leben kann. Auch die Sehnsucht nach der alten Heimat, dem Meer und den Freunden ist riesengroß.
Leseempfehlung!

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Neuanfang in Island

Moosland von Katrin Zipse

In ihrem Roman "Moosland" behandelt die Autorin Katrin Zipse ein spannendes historisches Detail, welches ich so noch nicht kannte.
Die isländische Bauernpartei warb 1949 gezielt junge deutsche Frauen an, um den Arbeitskräftemangel auf den Höfen zu lindern und dem Mangel an heiratsfähigen Frauen auf dem Land entgegenzuwirken.

Diese historische Setting bildet den Hintergrund des Romans. Elsa, eine junge Deutsche, die 1949 nach Island geht und dort in eine völlig neue Welt geworfen wird. Für sie ist es eine Entscheidung, die sogleich Flucht, Neuanfang und Selbstschutz ist. Elsa verlor ihre Familie und ihre Freundin, die ihr viel bedeutet hat. Sie trauert und schweigt.. Ihre Sprachlosigkeit hängt nicht allein mit der ihr unbekannten Sprache zusammen, auch mit ihrem emotionalen Zustand. Langsam fängt sie an zu sprechen und zu heilen.
Ein feinfühliger und großartiger Roman.
Meine Leseempfehlung!

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intensiv und berührend

Lola im Spiegel von Trent Dalton

Der Autor Trent Dalton erzählt in" Lola im Spiegel" eine Geschichte, die zugleich verletzlich und kraftvoll wirkt.
Im Zentrum steht ein Mädchen, das mit seiner Mutter im Verborgenen lebt. Es ist ein Leben am Rande der Gesellschaft, geprägt von Angst und Loyalität und dem Wunsch einen eigenen Platz in der Welt zu haben.

Das Mädchen darf keinen Namen tragen, aber es entwickelt eine klare Vorstellung davon wer es sein möchte-eine Künstlerin frei von der kriminellen Welt, in der es lebt. Einem alten Spiegel vertraut sie ihre Zweifel, Wünsche und Wut an. Er wird zu einer Art Projektionsfläche für das Leben, das sich sich erträumt.
Die Verbindung zu dem Jungen auf der anderen Flussseite gibt der Geschichte eine gewisse Hoffnung, dass ihr Leben das wird, das sie sich wünscht.
Es ist eine Geschichte, die zeigt wie ein Mädchen sich in einer schwierigen Welt behauptet. Die Gespräche mit dem Spiegel geben ihr Mut.
Ein intensives und berührendes Buch.
Leseempfehlung!

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Sechs Tage, die alles verändern

Tage des Lichts von Megan Hunter

In ihrem Roman " Tage des Lichts" erzählt die Autorin Megan Hunter eine stille und eindringliche Geschichte über Sehnsucht, verpasste Momente und die Frage , wieviel Einfluss wir wirklich auf unser Leben haben.
Im Zentrum steht Ivy, deren Leben durch sechs prägende Tage erzählt wird.

Im Jahr1938 ist Ivy eine junge neunzehnjährige Frau, die in England lebt und voller Träume ist. Am Ostersonntag passiert ein Unglück, das ihr Leben in eine andere Richtung lenkt. Sie wird ein angepasstes Leben mit Ehemann und Kindern führen.
Das Wiedersehen mit Francis, der sie an jenem Ostersonntag das erste mal begegnet ist, bringt etwas in ihr zum Aufflammen. Beide Frauen spüren sich zueinander hingezogen. Aber darf das sein?
Mir hat es gut gefallen, wie die Autorin die Spannung zwischen Anpassung und inneren Verlangen erzählt hat. Die sechs entscheidenden Tage in Ivys Leben sind gut gewählt.
Leseempfehlung!

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Vier Leben

Niemands Töchter von Judith Hoersch

Judith Hoersch erzählt in ihrem Roman "Niemands Töchter" das Leben von Marie, Gabriele, Alma und Isabell.
Es hat bei mir etwas gedauert bis ich dahinter kam, in welcher Beziehung sie zueinander stehen.
Der Einstieg hat etwas Geduld gefordert, aber diese Geduld wurde belohnt.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus der Sicht der einzelnen Frauenfiguren in unterschiedlichen Zeitebenen.

Das hat mich anfangs etwas verwirrt, aber sobald ich den Erzählrhythmus gefunden hatte, war es ein großes Lesevergnügen.
Es ist ein Roman, der sich langsam öffnet, aber dann umso nachhaltiger wirkt. Nach dem etwas sperrigen Einstieg entfaltet Judith Hoersch eine feinfühlige, atmosphärische Geschichte, die mit jeder Seite an Tiefe gewinnt. Die Frauen sind mir zunehmend ans Herz gewachsen und ich habe habe mit ihnen gelitten und gelacht.
Das Dranbleiben hat sich auf jeden Fall gelohnt. Leseempfehlung!

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berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén

Die Autorin erzählt die Geschichte des 89jährigen Bo. Seine Welt ist still geworden. Von der Frau , mit der er sein Leben geteilt hat, bleibt ihm nur noch ein Schal, der ihren Geruch trägt. Sie ist demenzkrank und erkennt ihn nicht mehr. Sie wird nun in einem Pflegeheim betreut.
Sein letzter Halt im Leben ist sein Hund Sixten.

Aber genau diesen letzten Anker will ihm sein Sohn nehmen. Aus dieser existenziellen Bedrohung heraus beginnt der alte Mann die entscheidenden Momente seines Lebens neu zu betrachten. Auf Entscheidungen, die er getroffen hat, seine Liebe und Dinge, die er tat, die ihm im Nachhinein nicht mehr richtig erscheinen und die Frage , was am Ende zählt.

Ein stiller Roman über Würde, Verlust und die Kraft der Erinnerungen , der mich berührt hat. Dieses Buch bringt einen dazu darüber nachzudenken wieviel Mut es braucht alt zu werden und wieviel Kraft in Erinnerungen steckt.
Leseempfehlung!

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großartig

Wem du traust von Petra Johann

Diese leise, aber intensive Geschichte, die Petra Johann in ihrem Krimi erzählt, hat mir unheimlich gut gefallen.
Das scheinbar harmonische Familienleben wird nach Sofias Verschwinden zu einem intensiven Psychodrama.
Eine zentrale Figur ist Eva. Sie schwankt zwischen Loyalität und wachsendem Zweifel.

Hier zeigt die Autorin besonders wie zerbrechlich Vertrauen sein kann und wie schnell ein gewohntes Leben ins Wanken gerät.
Mehrmals war ich beim Lesen völlig sicher den Täter zu kennen, nur um ein paar Seiten später festzustellen, dass die von mir festgelegte Person es nicht sein kann, weil ein neuer Hinweis meine Theorie zunichte machte. In dem Krimi entsteht die Spannung nicht durch große Action, sondern die ständige Ungewissheit, ob man den Figuren trauen kann.
Die Art wie Petra Johann schreibt gefällt mir sehr . Sie setzt auf präzise Beobachtungen und Zwischentöne.
Meine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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