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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Manfred Fischer:

Verhandeln will gelernt sein – dieses Buch hilft dabei

Zug um Zug verhandeln von Aurélien Colson; Alain Lempereur; Andreas Winheller

Ich habe mich immer wieder mal gefragt, warum ich beim Zustandekommen einer Abmachung nicht erreicht habe, was ich eigentlich wollte. Was habe ich falsch gemacht?
Das Buch „Zug um Zug verhandeln“ hat mir bewusst gemacht, was meine kleinen und auch großen Fehler beim Verhandeln mit meinem Gegenüber waren.

Die Autoren sind erfahrene Verhandlungstrainer. Sie haben ihr Wissen aus unzähligen Situationen in diesem Werk zusammengeführt und zeigen, dass Verhandeln ein dynamischer Prozess ist, den man bewusst und aktiv gestalten muss.
Besonders erhellend fand ich in Kapitel 3 den Abschnitt „Zuhören ist die Wunderwaffe“. Wenn wir unser Gegenüber bitten, zuerst seine Vorstellungen darzulegen, wird dies sicher als positive Geste aufgefasst werden. Wir erfahren dabei aber auch sehr viel über dessen Positionen und können uns im weiteren Verhandlungsverlauf darauf einstellen.
In 8 Kapiteln legen die Autoren leicht nachvollziehbar eine Strategie dar, wie man Verhandlungen erfolgreich und ergebnisorientiert gestaltet. Sie zeigen auch, dass manchmal vorhandene alte „Verhandlungsgewohnheiten“ dem Gelingen einer Verhandlung nicht zuträglich sind.

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Geschichte Afrikas und seiner Kulturen neu erzählt

Black History von Amat Levin

In seinem mittlerweile in der zweiten Auflage erschienen Buch „Black History. Die vergessene Geschichte Afrikas. Von den Schwarzen Pharaonen bis heute.“ erzählt der schwedisch-gambische Journalist Amat Levin die Geschichte Afrikas und seiner Kulturen auf fesselnde Weise.
Europäische Historiker waren lange auf schriftliche Geschichtsquellen fixiert.

Viele afrikanische Kulturen hatten aber vor der Kolonialzeit keine Schriftsprache, sondern eine Erzähltradition mit der sie Geschichten und Geschichte von Generation zu Generation weitergaben. Wenn diese Kulturen untergingen, konnten ihre Spuren nur mehr archäologisch verfolgt werden.
Wie wertvoll diese „erzählte Geschichte“ sein kann, wurde westlichen Historikern, erst durch die „oral history“ im 20. Jhdt vor Augen geführt. Die Methode der „oral history“ war es zum Erkenntnisgewinn Zeitzeugen zu interviewen und daraus Schlüsse zu ziehen.
Gerade als Journalist hat Amat Levin einen besonderen Bezug zu erzählten Geschichten und erzählter Geschichte. Er folgt den Spuren untergegangener Kulturen und vergessener Ereignisse teils über Afrika hinaus. So ist sein Buch ein außergewöhnliches Mosaik aus Geschichten, die teilweise miteinander vernetzt sind, staunen lassen und zum Weiterlesen verführen.
Er erzählt von vergessenen Kulturen, den Hochkulturen in Nubien, Aksum oder Südafrika, in Äthiopien, Mali oder Groß-Simbabwe über die Epoche der Unterwerfung und Versklavung bis hin zum Freiheitskampf in der Karibik.
Das Buch ist lesenswert und vielfältig in den angesprochenen Themen. (fish)

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Historische Mythen werden entlarvt – spannendes Buch

Vielfalt von Morgane Llanque

Das Buch „Vielfalt“ der Historikerin und Kulturjournalistin Morgane Llanque räumt mit historischen Mythen auf, die von der Geschichtswissenschaft des 19. und 20. Jhdts – alten, weißen, eurozentrierten Männern – in die Welt gesetzt wurden. Ihre Aussagen sind ausführlich recherchiert und belegt.

Neue wissenschaftliche Methoden, wie die DNA-Analyse menschlicher Skelettreste, helfen ihr dabei ihre Ergebnisse zu untermauern.

Für mich als Historiker war das Buch spannend zu lesen. In meiner Besprechung greife ich nur zwei Mythen auf, die die Autorin behandelt. In Kapitel 1 greift Llanque das Klischee der Rollenzuteilung in steinzeitlichen Gesellschaften auf: der männliche Jäger und die weibliche Sammlerin. Aufgrund der Grabbeigaben wurde lange auf das Geschlecht der beigesetzten Person geschlossen, d.h. lagen Waffen im Grab, ging man davon aus, dass es sich bei der beigesetzten Person um einen Mann handelte.

In den letzten Jahren zeigten aber DNA-Analysen von Skelettresten immer wieder, dass auch Frauen – also Jägerinnen - Waffen ins Grab gelegt wurden – und dies keineswegs nur in Einzelfällen.

Das Kapitel 3 ist der bereits in der alten Welt vorhandenen Globalisierung gewidmet. Die zitierten Studien zeigen, dass Vielfalt und Globalisierung keine Phänomene der Gegenwart sind, sondern immer schon Kern und Antrieb der menschlichen Geschichte waren. Die Kulturen Asiens, Arabiens, Europas und Afrikas waren vielfach vernetzt. Keine dieser Kulturen war eine „reinrassige“, sondern jede ist vielfältig gewesen – auch dies kann heute durch DNA-Analysen bewiesen werden.

Gefährlichen Mythen, wie der homogenen „Reinrassigkeit“, auch unserer Kultur setzt Llanque gesicherte historische Fakten entgegen.

Jemand, der beispielsweise behauptet, der Islam und das »Morgenland« seien ein Fremdkörper in Europa und »gehörten nicht zu Deutschland/Österreich«, hat sich schlicht und ergreifend nicht wirklich mit europäischer Geschichte auseinandergesetzt.

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Man muss immer weiterlesen ...

Wann kommt das Salz ins Nudelwasser? von Süddeutsche Zeitung Magazin

Wann kommt das Salz ins Nudelwasser? Haben sie sich das auch schon einmal gefragt? Oder, ob das Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages ist? Dann werden sie von dem Büchlein „Wann kommt das Salz ins Nudelwasser?“ Nicht so schnell wieder loskommen … zumindest ist es mir so ergangen.

Denn, hat man den Nudelwasserbeitrag fertiggelesen, lockt die nächste Überschrift „Verdampft Alkohol wirklich beim Kochen?“ zum Weiterlesen und von dort geht’s zur nächsten Küchenfrage.

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Das Universum – Vom Anfang bis zum Ende ... empfehlenswert

Geschichte des Universums von Günther Hasinger


Günther Hasinger beschreibt in elf Kapiteln auf 128 Seiten in leicht lesbarer Form das Werden und Vergehen unseres Universums. Wir erleben seine Geschichte von der Quarksuppe über die Ausformung der Materie, die Entstehung der Galaxien und Planeten bis zu seinem Vergehen. Zwei Kapitel sind dem Entstehen von Sternen und ihren Endstadien gewidmet.

Killer-Asteroiden und ihrer Abwehr ist der Abschnitt sechs gewidmet. In Kapitel elf behandelt er ungelöste Forschungsfragen zum Weltall, wie die Frage, wo die Dunkle Materie eigentlich herkäme. Spannend.
Das Buch ist so geschrieben, dass man jedes Kapitel für sich lesen kann. Ich selbst habe etwa mit dem letzten Kapitel über die ungelösten Forschungsfragen begonnen und mich dann auf die Endstadien der Sternentwicklung gestürzt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Sehr spannend ...

Geschichtsmythen von Benjamin Hasselhorn

Das Buch ist sehr spannend, wenn auch nicht immer leicht zu lesen. Die Zielgruppen sind nicht nur HistorikerInnen, sondern auch SchülerInnen und an Politik und Geschichte interessierte Menschen.

Im Focus des Autors stehen Mythen zu historisch wichtigen Persönlichkeiten, wie etwa dem „Retter der freien Welt“ Winston Churchill, der mutigen Beschützerin Frankreichs Jeanne d´Arc oder die Resistenza als antifaschistische Gründung Italiens.

Die Abgrenzung der Geschichtswissenschaft von historischen Mythen erfolgt im ersten Kapitel. Es bedarf hier einer genauen Differenzierung. Dies ist grundlegend für das weitere Verständnis des Buches. Die Geschichtswissenschaft ist dem historischen Mythos sehr nahe.

Historische Mythen sind Erzählungen über die Vergangenheit, die mit Fakten nicht zu untermauern sind. Man muss sie daher „glauben“. Auch HistorikerInnen „erzählen“ Geschichten über die Vergangenheit, diese basieren allerdings auf Fakten, die im wissenschaftlichen Diskurs analysiert werden. Aussagen von HistorikerInnen können argumentativ bestätigt oder widerlegt werden. Man muss sie nicht „glauben“.

In den weiteren Kapiteln beschäftigt sich Benjamin Hasselhorn mit dem Entstehen von Geschichtsmythen, ihrer Verwandlung und auch ihrem Verschwinden. Er behandelt welche Rolle sie im kollektiven Gedächtnis einer Gesellschaft spielen können und weist auf die Gefahren hin, wenn Mythen zu Wahrheiten verklärt werden. Diese Mythen können entkräftet werden oder gar verschwinden, wenn ihnen mit historischem Wissen, d.h. Fakten, zu Leibe gerückt wird. Der Autor thematisiert die Mechanismen, die zum Erfolg von Mythen beitrugen und beschreibt auch deren Verschwinden.

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Empfehlenswerter Himmelskalender

Kosmos Himmelsjahr 2026 von Hans-Ulrich Keller

Das Astronomie-Jahrbuch „KOSMOS Himmelsjahr 2026“ ist ein Wegweiser zu den astronomischen Ereignissen des kommenden Jahres. Hochaktuell, anschaulich und leicht verständlich informiert es zuverlässig über das Himmelsgeschehen. Darin findet man/frau auch die wichtigsten Informationen zur partiellen Sonnenfinsternis am 12.

August, bei der in unserer Region die Sonne zu 90% verdeckt sein wird. Auch der Mond beschert uns am 28. August eine partielle Finsternis mit 93% Abdeckung.

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Lesenswert und leicht lesbar

Brennende Erde von Sunil Amrith

Amrith Sunil blickt in "Brennende Erde" auf leicht lesbare Weise auf die Weltgeschichte der letzten 500 Jahre zurück. Er macht bewusst, wie sehr das Ringen um Freiheit und Fortschritt mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen Hand in Hand ging. Er greift auf eine Vielzahl von Quellen zurück und blickt auf die Hinterlassenschaft des portugiesischen Silberbergbaus in Peru ebenso wie auf die britische Jagd nach Gold in Südafrika oder die Ölextraktion in Zentralasien.

Amrith erkundet Seewege, Schienenwege und Autobahnen, die Menschen an neue Orte gebracht haben, wo sie einander bekämpften oder sich die widerständige Natur unterwarfen. Sein Buch zeigt, dass wir einen anderen Blick auf unsere Geschichte gewinnen müssen, wenn wir die Weisheit erlangen wollen, die Erde zu retten.

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Leseempfehlung ...

Armstrongs Erben von Christoph Seidler

Im Buch befasst sich Christoph Seidler mit dem Wettlauf der Supermächte zum Mond.
An den Anfang stellt Seidler einen Rückblick auf den ersten Wettlauf der USA und der UdSSR (Sowjetunion) bei dem letztere den USA bis zu deren Mondlandung 1969 immer einen Schritt voraus gewesen ist. Dies begann mit dem sog.

"Sputnik-Schock", als die UdSSR 1957 den ersten Satelliten die Erde umrunden ließ. Auch beim ersten Mann und der ersten Frau im All waren die Sowjets den USA voraus.
Es ist spannend zu lesen, zumal Seidler auch politische Fragen behandelt. Etwa ob der Mond weiterhin, wie im Weltraumvertrag des Jahres 1967 festgehalten, von nationalen Interessen unberührt bleiben soll? Er warnt vor den Folgen eines geopolitischen Machtkampfs auf dem Mond, der die Folge dieser Expansion sein könnte.

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Dunkelheit versus Lichtverschmutzung - lesenswert

Dunkelheit von Lisa-Viktoria Niederberger

Mit der Dunkelheit verbinden wir oft Gefahr und Angst. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch Schönheit, wenn wir an den mit Sternen bedeckten Nachthimmel denken.
Das Buch „Dunkelheit“ von Lisa-Viktoria Niederberger ist als Essay-Band eine umfassend angelegte Erzählung zur Schwärze der Nacht und gleichzeitig ein Plädoyer für ein zurückdrängen der übermäßigen Ausleuchtung.

Es ist überaus lesenswert.
Sie spricht damit Naturschützern und Astronomen aus der Seele. Zuviel künstliches Licht wirkt sich negativ auf den Menschen aus und raubt ihm den Schlaf. Die übermäßige, fehlgeleitete oder störende künstliche Beleuchtung bei Nacht wird „Lichtverschmutzung“ genannt. Sie verursacht das Verschwinden des Sternenhimmels, stört den Tag-Nacht-Rhythmus bei Menschen und Tieren, beeinträchtigt Ökosysteme und ist nicht zuletzt eine immense Geld- und Energieverschwendung. Braucht es die Beleuchtung unserer Straßen und von Schaufenstern die ganze Nacht hindurch? Ist die Beleuchtung von Wiesen und Gärten wirklich notwendig? All diesen Fragen geht die Autorin nach.

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