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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PFIFF:

Entfernung tut der Liebe nicht gut

Mein Herz in zwei Welten von Jojo Moyes


Louisa Clark hat eine Anstellung in New York gefunden, nachdem ihr Freund Will gestorben war. Sie ist aufgeregt in der neuen, ungewohnten Umgebung, den fremden Menschen mit anderen Gewohnheiten als in England.
Lou ist die persönliche Assistentin der gleichaltrigen Chefin, die sie den ganzen Tag beansprucht, warten lässt, in Geheimnisse einweiht und sie dann hängenlässt, als der Verdacht aufkommt, Louisa hätte Geld unterschlagen.

Die zuerst unfreundliche Nachbarin, eine alte schrullige Dame mit Mops, nimmt sie auf und stärkt ihr Selbstvertrauen.
Die Freundschaft mit Sanitäter-Sam leidet unter der Entfernung, ein geschiegelter junger New Yorker buhlt um Lou. Sie versucht sich zu orientieren und ihren ganz persönlichen Weg zu finden.
Nichts Menschliches ist Moyes fremd. Gewohnt gekonnt schildert sie Menschen, ihre Beziehungen und Lebenswege liebenswert und dramatisch.

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Machenschaften an der Rohstoffbörse

Letzte Ernte von Tom Hillenbrand


Diesmal taucht der Luxemburger Koch Xavier Kiefer ein in die Welt Manipulationen des Weltmarkts über den Computer. Er lernt Hacker kennen, Broker, Banker und wird von einem abgehalfterten Sternekoch gebeten, bei einer Kochsendung im Fernsehen auszuhelfen. Seine Freundin, die Chefin vom berühmten Guide Gabin, sponsert die Sendung.

Als ein Computergenie in der Nähe seines Lokals "Deux Eglises" zu Tode kommt, wird Kiefer in die Ermittlungen hineingezogen, bedroht und muss sich auch um seine Freundin Valérie Gabin Sorgen machen.
Seine Recherchen führen Kiefer in die Schweiz und nach Paris. Bei der Kochshow in Hamburg gelingt ihm Backstage eine kleine Revenge an dem aufgeblasenen "Pampasprinzen" Esteban.

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Morde rund um den begehrten Blauflossenthunfisch

Rotes Gold von Tom Hillenbrand


Rotes Gold wird unter Kennern und Liebhabern der Thunfisch genannt, wobei die Spezialisten große Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten machen, geschmacklich und preislich.
Da die Meere überfischt sind und strenge Fangquoten eingehaalten werden müssen, lassen sich clevere Geschäftsleute Methoden einfallen, um alle Regeln zu umgehen und um hohe Profite zu machen.

Leider auch auf Kosten der Qualität, was aber nur wenige Fachleute bemerken.
Xavier Kieffer, Chefkoch in Luxemburg, ist wieder involviert in Kriminalfälle rund um die Zucht und den Verkauf von Thunfisch. Er ermittelt undercover für den Pariser Bürgermeister und kommt so richtig in Fahrt, als ein alter Freund ermordet wird.
Interessant und spannend, ein kulinarisches Lesevergnügen.

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Mordserie mit einem Dreizack

Der vierzehnte Stein von Fred Vargas


Kommissar Adamsberg wird durch einen skurrilen Mord an alte Fälle erinnert. Wieder wurde ein Mensch mit drei nebeneinander liegenden gleich tiefen Stichwunden gefunden. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden in einem betrunkenen Obdachlosen, der eine passende Stichwaffe bei sich trägt.
Doch Adamsberg weiß, dass es sich um einen Serienmörder handelt, den er schon seit 30 Jahren verfolgt.

Aber was ist das Motiv? Es lässt sich kein roter Faden erkennen. Die Opfer sind jung, alt, Männlein, Weiblein, quer durch alle Berufschichten.
Als er auf einem Lehrgang in Kanada in einen Mord verwickelt wird und fliehen muss, um die wahren Umstände und seine Unschuld zu klären, spitzt sich seine Obsession dermaßen zu, dass ihm nur wenige Getreue bleiben und helfen, endlich die Lösung des Rätsels um den verdächtigen Richter zu lösen, dem nur Adamsberg die Mordserie zutraut.
Vargas schafft Spannung pur und verleiht den Personen so viel Leben, dass man sie direkt vor Augen hat und mitfiebert.

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Ende der Saga um die beiden neapolitanischen Freundinnen

Die Geschichte des verlorenen Kindes - Reife und Alter (Neapolitanische Saga 4) von Elena Ferrante


Im vierten und letzten Band der Geschichte zweier neapolitanischer Mädchen, ihres Werdegangs, ihrer Schicksale, Freud und Leid, schreibt Ferrante über Lila und Lenu, ihre Kinder und Partner, ihre berufliche Karriere.
Lenu versucht dem Rione zu entkommen, lebt in verschiedenen italienischen Städten, und kommt doch immer wieder nach Hause zurück.

Mit Lila verträt sie sich teils gut, dann gibt es Auseinandersetzungen, aber das kann der Freundschaft der beiden nichts anhaben.
Ihre Eltern verstehen die Töchter nicht, akzeptieren die wechselnden Partner nicht, lieben aber die Enkelkinder.
Die Kinder lernen zwischen wechselnden Städten, Halbgeschwistern und Stiefvätern zu jonglieren, finden ihren eigenen Weg und werden flügge.
Die harte Zeit der alleinerziehenden, berufstätigen Mütter ist vorbei, die Einsamkeit macht sich breit, das zunehmende Alter nagt an den Persönlichkeiten der beiden Freundinnen.

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Liebenswertes aus Kindermund

Das Glück hat kleine Schokofinger von Müller Titus


Wie sehr verändert sich doch das Leben mit Kindern! Nichts ist mehr wie vorher, kein planbarer Tagesablauf, keine Ordnung, keine Nachtruhe. Und doch bereichern die Kleinen mit ihren Ideen, die Eltern zum Spielen zu bringen, ihre Missetaten zu rechtfertigen, und ihren unschuldigen großen Augen, wenn man sie rügt, das Familienleben.

Ihre Sicht der Dinge ist entwaffnend, auf ihre eigene Weise logisch und lässt uns schmunzeln, obwohl wir eigentlich wütend sein wollten.
Titus Müller erzählt aus seinem eigenen Familienleben auf amüsante Weise, was sicher alle junge Eltern nachempfinden können.

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Tohuwabohu um eine Gedenktafel

Die Inschrift von Camilleri Andrea

Der über 90-jährige Persico erleidet einen tödlichen Schlaganfall bei einer Auseinandersetzung mit Ragusano, der zu seinem alten faschistischen Verein zurückkehren möchte.
Es wird beratschlagt, welche Inschrift man auf eine Gedenktafel in Form eines Straßennamens anbringen soll.
Ragusano wird verhaftet und des Mordes an Persico angeklagt.

Doch sein letzter Satz, den er Persico leise zuraunte, beschäftigt einen abgeblitzten Liebhaber von Persicos junger Witwe. Nachforschungen ergeben ein völlig anderes Bild vom angeblich hochverdienten Faschisten Persico. Die Inschrift der Tafel wird mehrmals abgeändert, je nach Wissensstand.
Am Schluß äußert sich eine Verehrerin von Camilleri, zumindest sollen wir das glauben, kritisch über den Text und lässt uns über den Schalk von Andrea Camilleri schmunzeln.

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Horrorszenario Stromausfall

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg


Ein Horrorszenario: Die Stromversorgung in ganz Europa bricht zusammen, die Notstromaggregate haben nur eine begrenzte Kapazität, die Atommeiler müssen gekühlt werden. Und alles läuft über Computerbefehle. Doch die Verantwortlichen müssen feststellen, dass das System gehackt wurde.
Wer steckt dahinter und wie kommt man den Verursachern auf die Spur? Wem kann man trauen? Wer hat die Qualifikation, das Problem zu lösen?
Das Volk protestiert, randaliert, gerät in Panik, hortet, stiehlt, ist verzweifelt.

Es funktionieren keine Pumpen für die Wasserversorgung und an den Tankstellen. In Aufzügen und U-Bahnen eingesperrte Menschen müssen befreit werden. Lebensmittel verderben, Kühe aus Betrieben mit automatischen Melkmaschinen sterben jämmerlich. Geld kann nur direkt bei Banken behoben werden. Man kann nur mit Bargeld bezahlen und das wird rar. Krankenhäuser sind überlastet. Viele Menschen erhalten nur die allernotwendigste Versorgung.
Niemand weiß, wielange dieser Zustand noch dauern wird. Und selbst wenn es wieder Strom gibt, wird es Monate dauern, die entstandenen Schäden zu reparieren, damit ein normales Leben möglich wird.
Beängstigend, spannend und vielleicht ein Denkanstoß, uns nicht ganz der korrumpierbaren Technik auszuliefern.

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Frauenschicksal während der Revolution in Angola

Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa


Ludovica, allein geblieben in Angola in Luanda, Schwester von Odete, die Orlando geheiratet hat, mauert sich in ihrer Wohnung ein, um sich von der Außenwelt abzuschirmen.
Sie hat Angst, weiß nicht, was mit ihrer Schwester und ihrem Schwager geschehen ist. Beide hatten sich liebevoll um Ludo gekümmert, wollten aber fort, zwar mit Ludo, aber etwas Unvorhergesehenes dürfte passiert sein.

Ludo kommt ganz gut zurecht. Sie züchtet Hühner auf ihrer Dachterrasse, auf der sie einen Einbrecher begraben hat. Sie zieht Gemüse und ernährt sich von Tauben. Sie schreibt mit Kohle eine Art Tagebuch an die Wände.
Nach 30 Jahren gelangt ein Junge über ein Baugerüst von außen in die Wohnung und freundet sich mit Ludo an. Das Haus soll renoviert werden.
Langsam kommt die ganze Geschichte um Ludos Schicksal ans Tageslicht, die Gründe ihrer Menschenscheuheit, die Ursache des Verschwindens ihrer Schwester und ein Geheimnis wird gelüftet, das Ludos Leben zum Positiven wendet.
Entzückend und einfühlsam geschrieben mit Eindrücken aus der Zeit der angolanischen Revolution.

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Familientragödie

Sommerkind von Held Monika


Sommerkind ist die Bezeichnung für ein in warmem Wasser ertrunkenes Kind, das im Gegensatz zu Winterkindern weniger Überlebenschancen hat, weil der Sauerstoffmangel bei Unterkühlung nicht so schnell Schäden verursacht.
Koljas Schwester Malu, eine gute Schwimmerin, ertrinkt in einem Swimmingpool ganz in der Nähe ihres Bruders.

Ein anderes Mädchen kann sie zwar retten, aber Malu fällt in ein Wachkoma und ihre Mutter gibt Kolja sie Schuld daran.
Der Vater hält die Familiensituation nicht aus und gründet eine neue Familie.
Kolja wird dazu verdonnert, zwei Mal die Woche seine Schwester im Krankenhaus zu besuchen, was eine unglaubliche Strafe für den 15-jährigen ist. Doch er lernt andere Kinder und Eltern kennen, mit denen er sich gut versteht und die ihm helfen, sein Trauma ein wenig zu bewältigen.
Ein schreckliches Thema, gut geschildert, doch bedrückend und nichts für eine unbeschwerte Urlaubslektüre.

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