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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PFIFF:

Traumatisierte Dorfbewohner nach dem Zweiten Weltkrieg

Kaltenbruch von Küpper Michaela


Kommissar Peter Hoffmann wird 1954 strafversetzt in das kleine Dorf Kaltenbruch im Rheinland.
Als er die Umstände eines Mordes an einem jungen Dorfbewohner aufklären muss, sucht er nach einer Assistentin, die er in Lisbeth Pfau findet. Zuerst glaubt er an eine Notlösung. Bald stellt sich aber heraus, dass die junge Frau eine unentbehrliche Hilfe darstellt.

Die Nachforschungen und Gespräche mit den Dorfbewohnern bringen Geheimnisse zu Tage, die alle Auswirkungen des vorangegangenen Krieges sind und reissen schlecht verheilte Wunden auf. Manche Geschehnisse konnten die Leute einfach nicht verkraften und hatten ihre Persönlichkeit derart verändert, dass ein normales Zusammenleben unmöglich ist.
Familien wurden auseinandergerissen, Flüchtlinge suchten Anschluss. Das Ergebnis war ein Wirrwarr an Verwandtschaftsverhältnissen und die Liebe und der Hass untereinander.

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Familienfehden an der Biscaya

Hôtel Atlantique von Jakob Valerie


Delphine Gueron kehrt von Paris zurück in ihre Heimat nach St. Julien bei Biarritz. Sie war Kommissarin bei der Pariser Polizei und wird gleich in einen mysteriösen Todesfall verwickelt.
Ihre alte Freundin Aurelie de Montvignon liegt tot unter einem Balkon des Hôtel Atlantique. War es ein Unfall oder Mord?
Der halbwüchsige Karim, den Delphine unter ihre Fittiche nimmt, weil er in die Kriminalität abzurutschen droht, hilft ihr bei der Suche.

Waren die ungeliebten Verwandten beteiligt oder ist die Vergangenheit Aurelies Schuld an ihrem plötzlichen Tod?

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Verbrechen im Périgord

Revanche von Martin Walker


Bruno muss diesmal in Begleitung einer jungen Kollegin aus Paris ermitteln, wie eine Archäologin in der Nähe der Burg Commarque ums Leben gekommen ist. Sie ist beim Versuch, etwas auf die Felswand vor der Burg zu sprayen, abgestürzt. Spuren verraten, dass sie nicht allein gewesen war.
War es ein Unfall oder hatte jemand nachgeholfen und aus welchem Grund? Geht es um die Suche nach einem sagenhaften Testament aus dem Mittelalter, sind Terroristen am Werk oder handelt es sich um eine Fehde zwischen Israelis und Palästinensern.

Die junge Kollegin beherrscht die Recherche im Internet, was Bruno zuerst stört, sich aber letztlich als hilfreich herausstellt.
Gewürzt ist die Geschichte wie immer mit herrlichzen Rezepten und ein wenig Geschichtsunterricht puncto Templer, steinzeitliche Funde in der Gegend und Legenden um den Heiligen Gral.

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Mysterium um einen russischen Dichter im Exil

Die Übersetzerin von John Crowley

Eine Studentin lernt einen russischen Dichter kennen, der im Exil während der Kubakrise an einer Universität unterrichtet. Sie lernt russisch und übersetzt seine Gedichte, die in Russland verboten und nicht veröffentlicht sind. Dabei baut sich eine enge Beziehung zwischen den beiden auf. Der Russe ist geheimnisvoll.

Man weiß nicht, ist er ein Spion, ein Doppelspion oder nur einfach ein in seiner Heimat unerwünschter Bürger.
Seine Gedichte sind vieldeutig und schwer ins Amerikanische zu übersetzen, da es keine gleichen Worte gibt, die Metrik leidet und die Melodie der russischen Sprache nicht nachzuvollziehen ist.
Die Geschichte ist lyrisch, melancholisch, spannend und intelligent.

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Horrorszenario 2041 wegen Wassermangel in Europa

Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde


2041 in Frankreich entdecken ein Vater und seine kleine Tochter ein verstecktes Segelboot auf der Flucht und nach der Suche nach einer Gegend mit Wasser.
Das Boot gehört Signe, einer Umweltaktivistin, die 70-jährig 2017 mit ihrem Boot nach Frankreich aufbrach, um ihren früheren Geliebten zu finden.

David und Lou wurden von dem Rest der Familie durch ein großes Feuer getrennt und hoffen, wieder vereint zu werden. Sie landen in einem Camp, von dem sie aufbrechen müssen, da auch hier das Wasser und Lebensmittel ausgehen.
Lunde beschwört ein Szenario herauf, dass sich ergeben könnte, wenn der Ausverkauf des Wassers, die Verschwendung und Missbrauch für die Industrie zum Zweck der Bereicherung für Wenige den Menschen das Resultat präsentiert.

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Moderne Interpretation von Shakespeares König Lear

Dunbar und seine Töchter von St. Aubyn Edward


Dunbar übergibt seinen Konzern an zwwei seiner Töchter. Die Dritte hatte sich zurückgezogen, um ein ruhiges, unbeschwertes Familenleben zu führen. Sie ist die Tochter der zweiten Frau Dunbars und hatte Probleme mit ihren zwei Halbschwestern.
Nun stecken die zwei geldgierigen, machthungrigen und skrupellosen Frauen ihren Vater in ein Seniorenheim, um ihn gänzlich aus ihrem Sichtfeld zu bringen, damit er sich nicht in ihre Machenschaften einmischen kann.

Dunbar erkennt nun, dass es besser wäre, wenn er die Macht wieder an sich reissen würde und flieht aus dem Sanatorium. Die Töchter verfolgen ihn, räumen alles aus dem Weg, was ihnen im Weg ist und scheuen sich nicht, ihre Schwester, die dem Vater beistehen will, zu bedrohen.
Eine moderne Interpretation von Shakespeares König Lear.

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Zukunftsvision von der Vorherrschaft einer digitalen Welt

Die Tyrannei des Schmetterlings von Frank Schätzing


Der Vizesheriff der Region Sierra in Kalifornien wird zu einer weiblichen Leiche gerufen. Die Obduktion ergibt, dass es sich um einen Mord handelt. Im Zuge der Ermittlungen gerät er selbst in Gefahr, als er im Auto der Toten einen versteckten Chip findet. Die Daten deuten auf einen Hochsicherheitstrakt in der Nähe, wo Luther nach Antworten sucht.

Er verfolgt einen flüchtigen Sicherheitsbeauftraten und gerät dabei in eine Zone, aus der er verändert zurückkehrt. Er wird konfrontiert mit Parallelluniversen, Klonen, Robotern, Zeitsprüngen und tierischen Wesen, die als Kampfmaschinen eingesetzt sind.
Wer steckt hinter den aus dem Ruder gelaufenen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz? Und kann man sie rückgängig machen? Wem kann man trauen, wer ist real?
Eine kleine Gruppe von Idealisten versucht zu retten, was noch möglich ist, egal wie sehr sie sich selbst in Gefahr bringen.

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Ein ungleiches Brüderpaar verbindet die Liebe zu den Vögeln

Der Herr der kleinen Vögel von Yoko Ogawa


Zwei früh verwaiste Brüder leben zusammen, haben wenig Kontakt zur Außenwelt. Der Ältere ist behindert, kann sich nur undeutlich artikulieren, so dass ihn nur sein Bruder versteht. Sein Leben läuft in immer gleichen Bahnen, nach einem bestimmten Rhythmus, den sein Bruder akzeptiert und mitlebt.

Jede Woche kauft er sich einen Lutscher, der in bunten Folien verpackt ist. Aus der Sammlung der Papiere fertigte er einst eine Vogelbrosche für die Mutter an und bastelt nun weitere.
Der Jüngere ist Hausmeister in einer Residenz und kümmert sich vorbildlich um den Garten und die Reinigung des Hauses. Er beobachtet, dass sein Bruder Vögel liebt und sie besonders in einer Volière bei einem Kinderheim bestaunt und den Gesängen andächtig lauscht.
Als der ältere Bruder plötzlich stirbt, beschäftigt sich der Übriggebliebene mehr mit der Vogelkunde und leiht diesbezüglich Bücher in einer Bibliothek.
Als ein Brillenvogeljunges aus seinem Nest fällt und sich verletzt, pflegt er ihn gesund. Er wohnt einem Singwettbewerb von Brillenvögeln bei, ist entsetzt und lässt heimlich viele frei.
Berührend, liebevoll und feinfühlig liest sich die Geschichte zweier ungleicher Brüder, die nur die Liebe und Achtung zu Vögeln gemeinsam haben.

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Familiengeschichte in Spanien

Heftiges Umarmen im Eingansbereich der Pension verboten von Sánchez Mamen


Cecilia flüchtet aus einer gescheiterten Ehe und beschließt, aus dem geerbten Haus ihrer Großeltern eine Pension für junge Frauen zu machen und selbst dort zu leben.
Zu ihrer Überraschung hat sich ein junger Schwarzer in den Geräteschuppen einquartiert. Sie lässt ihn als Gärtner weiterarbeiten, renoviert das Haus mit Hilfe eines ruppigen Bauunternehmers und bevölkert die freien Zimmer schnell mit Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Eine ältere Dame meldet sich als Haushaltshilfe. Alles scheint perfekt zu laufen. Doch bald gibt es Probleme. Die Mädchen verlieben sich, eine bestiehlt die anderen und ein verstecktes goldenes Medaillon weist auf ein Geheimnis der Großeltern, dem Cecilia auf die Spur kommen will.
Entzückende Familiengeschichte mit viel Liebeskummer.

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Das letzte Kriegsjahr 1944 aus der Sicht eines Kriegsversehrten

Unter der Drachenwand von Arno Geiger


Veit Kolbe erholt sich 1944 nach einer schweren Verletzung an der Front am Mondsee in einem gemietetem Zimmer bei einer unausstehlichen Wirtin. Eine junge Mutter mit Baby ist seine Nachbarin. Er freundet sich mit den beiden an.
Bei einem Spaziergang lernt er eine Lehrerin und ihre schutzbefohlenen Mädchen kennen, von denen eines verschwindet.

Ein ausgewanderter Brasilianer baut in der Nachbarschaft Gemüse und Obst in einem Glashaus an.
Veits Onkel ist ein wichtiger Politiker im Ort, nicht sympatisch und kränklich.
An Hand von Briefwechseln schildert Geiger das Leben von den Menschen im letzten Kriegsjahr, deren Not, Liebeskummer und Entbehrungen.
Ein Sittenbild mit einzelnen Beispielen, wie sich das Leben damals abgespielt hat, Tragödien und kleine Freuden.

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