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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PFIFF:

Familenepos deutscher Auswanderer nach Kalifornien

Das goldene Tal von Wood Barbara


1912 wandert eine Gruppe Deutscher nach Amerika aus, um dort in einem fruchtbaren Tal in Kalifornien Weingüter zu betreiben. Unter ihnen ist das frischvermählte Ehepaar Clara und Wilhelm Schaller und sein Bruder Johann, zu dem sich Clara hingezogen fühlt.
Die Ehe mit Wilhelm war überstürzt, damit man die gebuchte Überfahrt nicht verpasst.

Wilhelm spürt die aufkeimende Liebe zwischen den beiden. Wutentbrannt prügelt er den Halbbruder von der Farm.
Doch heimlich trifft sich das Liebespaar und tauscht sich gegenseitig aus, erzählt von den jeweiligen Sorgen und Erfolgen.
Über drei Generationen erzählt Barbara Wood, über die Anfänge des Weinbaus in Kalifornien bis in die Gegenwart, in der es Hoffnung gibt, dass sich der tief verwurzelte Hass zwischen den Familien der beiden Brüder doch beseitigen lässt.
Neben der Familiengeschichte ist die Schilderung der Entwicklung der Weinproduktion und des zunehmenden Problems der Gewerkschaften interessant. Die mexikanischen Arbeiter machen sich immer stärker, um sich mehr Rechte zu verschaffen, zum Teil mit Gewalt.

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Exaltierte Jugendliche begeben sich in ein tödliches Abenteuer

Palast der Finsternis von Bachmann Stefan


Eine Gruppe Teenager wagt ein Abenteuer. Sie wurden ausgesucht, um bei einer Ausgrabung eines unterirdischen Palastes in Frankreich mitzuwirken.
Die Cleverste, Anouk, ahnt bald, dass sie in eine Falle geraten sind. Und nur mit Kaltblütigkeit, Intelligenz und Gruppenbewußtsein haben sie eine winzige Chance, wieder ins normale Leben zurüczukehren.

Sie erfahren von einer adeligen Familie und deren Schicksal. Ein ausgeklügeltes System soll die Flucht der Jugendlichen verhindern, doch sie wehren sich verzweifelt.
Eine spannende Phantasygeschichte, gut aufgebaut, mit interessanten Charaktere.

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Erotische Porzellanfiguren erhitzen die Gemüter

Allmen und die Erotik von Martin Suter


Allmen ist wieder einmal knapp bei Kasse. Da beommt er ein Angebot, bei einem Deal mitzumachen, nämlich eine wertvolle, seltene Sammlung von erotischen Porzellanfiguren der Firma Meissen zu stehlen und dann an den Besitzer zurückzugeben, und dabei die Versicherungssumme zu kassieren.
Es stellt sich heraus, dass der Besitzer der Figuren diese absichtlich weggepackt hat, da er bigott geworden ist und nicht will, dass seine Enkelin davon erfährt.

Kompliziert wird der Diebstahl und der heimliche Verkauf der anzüglichen Artefakte. Allmen verliebt sich in die hübsche Enkelin und bekommt Gewissensbisse, Sein treuer Diener und Kompagnon steht ihm wie immer beratend zur Seite.
Amüsant, pikant und gewohnt unterhaltsam.

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Krimi um Geheimnisse rund um den Gral

Bretonische Geheimnisse von Jean-Luc Bannalec


Kommissar Dupin ist mit seinen Kollegen zum Zweck eines Betriebsausflugs auf dem Weg zum Wald von Brocéliande in der Bretagne, bekannt für magische Seen und Wälder, die eng mit der Artussage zusammenhängen, wenn nicht sogar der Ursprung sind.
Der Mord an einem Mitglied der Artus-Forscher vorort soll von ihm aufgeklärt werden, da ihn ein befreundeter Kommissar aus Paris darum bittet.

Bei Foschungen in England war schon vorher ein Wissenschaftler aus dieser Runde verstorben, ob eines natürlichen oder gewaltsamen Todes, konnt noch nicht festgestellt werden.
Die anderen Mitglieder der Gesellschaft machen den Eindruck, etwas zu verschweigen, und erzählen nur stockend und scheibchenweise, was der Kommissar und seine Kollegen wissen wollen. Es ist mühsam und frustrierend, noch dazu weil das Morden weitergeht.
Dupin ist sicher, dass es um eine sensationelle Entdeckung geht, die jeder Wissenschaftler für in Anspruch nehmen möchte.
Als seine zwei Kollegen spurlos verschwinden, wird fieberhaft nach ihnen gesucht. Langsam erkennt Dupin die Zusammenhänge und Motive und kann letztendlich alles aufklären.

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Ein Astronaut hilft einer verzweifelten Familie

Miss Gladys und ihr Astronaut von Barnett David M.

Im Haus der Ormerods ist der Teufel los. Nach dem Unfalltod der Mutter schlittert der Vater von zwei Kindern auf der Suche nach einem Nebnverdienst ieine kriminelle Angelegenheit und muss zwei Jahre in Haft verbüßen.
Seine Mutter führt den Haushalt, doch ihre zunehmende Demenz und der finanzielle Engpass nach einem Betrug lässt die 15-jährige verzweifeln.

Der 10-jährige Bruder will an einem Wettbewerb teilnehmen. Doch das Geld dazu fehlt.
Der Zufall will es, dass der Astronaut Thomas Major aus dem All seine geschiedenen Frau anrufen will, aber Gladys erreicht. Es entspinnt sich eine Beziehung zwischen dem einsamen Mann und der in Not geratenen Familie. Er will helfen und schaffte es auch mit ganz außerordentlichen Einfällen.
Eine skurile, amüsante und berührende Geschichte.

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Familiengeschichte der Geschwister Lenobel

Bruder und Schwester Lenobel von Michael Köhlmeier


Der jüdische Wiener Psychiater verschwindet, ohne seiner Frau Hanna etwas zu sagen. Sie bitte ihre Schwägerin Jetti, ihr beizustehen und zu helfen, herauszufinden, wo er sein könnte.
Köhlmeier entwickelt eine Familiengeschichte, erklärt nach und nach, wieso es zu dieser rätselhaften Situation gekommen ist.

Er schildert die Entwicklung der drei unterschiedlichen Charaktere, ihre Beziehungen untereinander und zu Freunden und Geliebten.
Anfangs etwas sperrig, aber nach und nach interessant und amüsant.

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Mord im Winzermilieu

Chateau Mort von Oetker Alexander


Der Kommissar Luc Verlaine ist von Paris nach Aquitanien, ins Médoc gezogen. Beim berühmten Marathon, der an der Gironde Nahe Pauillac startet, brechen einige Sportler zusammen, ein Politiker fällt ins Koma, für einen Winzer kommt jede Hilfe zu spät.
War die Verpflegung vergiftet? Wer steckt dahinter? Wem hat der Anschlag gegolten? Anouk, die Freundin des Kommissars und auch Beamtin, hält Lucs Freund Richard für den Täter, weil er ihrer Meinung nach am Meisten profitieren würde vom Tod des benachbarten Winzers.

Doch Verlaine vertraut seinem Instinkt und ermittelt in alle Richtungen, um seinen vertrauten Freund zu entlasten.
Kulinarische Tipps und ein wenig Weinkunde runden den Krimi angenehm ab.

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80ger Jahre in Paris

Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel


Der 19-jährige Victor kommt aus der Provinz nach Paris, um dort Literatur zu studieren. Er hat Probleme, Anschluss zu finden. Mit einem Jungen bahnt sich eine Freundschaft an. Doch Mathieu stürzt sich im Lycée über das Geländer des Treppenhauses in den Tod.
Plötzlich interessieren sich der Rektor, die Lehrer, Schüler und auch der geschiedene Vater des toten Studenten für Victor, um den Grund des Selbstmords zu verstehen.

Doch Victor ist selbst schockiert. Trotzdem lässt er sich auf längere Gespräche mit dem verzweifelten Vater ein, obwohl das das Missfallen der Lehrerschaft und der geschiedenen Ehefrau nach sich zieht.
Victor erkennt, dass er die Gabe hat, zuzuhören und mit den Menschen zu kommunizieren. Daraus entsteht der Entschluß, nicht weiter zu studieren, sondern seine Laufbahn Richtung Romane schreiben zu lenken.
Die Erzählung beschreibt Geschehnisse von 1984/85, an die sich ein inzwischen bekannter Romanautor erinnert, als er in der Gegenwart einen Brief vom Vater eines verstorbenen Mitstudenten erhält.
Die Personen sind psyychologisch hervorragend herausgearbeitet, die Beziehungen untereinander geschickt verflochten.
Ein interessantes, berührendes Büchlein.

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Frauenpower im Amerika des beginnenden 20. Jhdts.

Alligatoren von Spera Deb

Anfang des 20. Jhdts. in der Nähe von Charleston, in Branchville, kämpft eine Mutter von vier Töchtern ums Überleben. Ihr Mann ist Alkoholiker, schlägt sie und die Mädchen und ist nicht imstande, die Familie zu ernähren.
Gertrude kann mit der Flinte umgehen, kennt den Sumpf genau und beschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Sie hat eine Stelle als Näherin in Aussicht, kann in einem Häuschen einer verstorbenen Arbeiterin unterkommen und hat in Oretta, einer schwarzen Haushälterin ihrer Arbeitgeberin eine Freundin gefunden, was natürlich Probleme aufwirft, sowohl bei den Schwazen als auch bei den Weißen.
Überhaupt ist die Zeit schwierig. Frauen müssen kämpfen, wenn sie sich durchsetzen wollen. Was den Wenigsten gelingt. Die meisten Männer sind grob und brutal.
Frauen müssen kämpfen wie Alligatorenweibchen, um ihre Kinder zu schützen. Das Leitmotiv, es sei leichter einen Mann als einen Alligator zu töten, zieht sich durch die ganze Familiengeschichte hindurch. Man spürt, dass die Autorin viel Persönliches verarbeitet hat und die Geschichte ihrer eigenen Groß- und Urgroßmutter als Fundament für diesen fesselnden und erschütternden Roman genommen hat.

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Eine verschwundene Bürgermeisterin wird fieberhaft gesucht

Provenzalische Schuld von Bonnet Sophie


Pierre Durand möchte eigentlich mit seiner Freudin Charlotte Urlaub machen. Doch der Bürgermeister von Sainte-Valérie bittet ihn, seine verschwundene Frau Nanette zu suchen, möglichst ohne Aufhebens. Dass es in der Ehe kriselt, sorgt schon für genug Tratsch.
Charlottes Pläne ändern sich ebenfalls.

So verschieben beide ihren Urlaub.
Die Suche nach Madame Rozier gestaltet sich schwierig. Ohne Verstärkung und Hilfe der örtlichen Polizei kommt der Kommissar nicht weiter. Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass in der letzten Zeit schon zwei weitere Frauen verschwunden sind und ermordet aufgefunden wurden.
Der Wettlauf mit der Zeit beginnt. Durand begibt sich selbst in Gefahr und benötigt viel Glück, um den Fall zu lösen und selbst heil zu bleiben.

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