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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PFIFF:

4x was wäre gewesen, wenn..

4 3 2 1 von Paul Auster


Archies Großvater, Isaac Reznikoff, musste sich bei seiner Einwanderung aus Minsk nach Amerika einen neuen Namen einfallen lassen. Ein Missverständnis verschaffte ihm den neuen Namen Ferguson, den seine Nachfahren beibehielten.
Archie Fergusons Leben, das 1947 begann, wird von Paul Auster in 4 Varianten beschrieben.

Drei der Jungs sterben mit 13, 20 und 24 Jahren. Nur Nr. 4 überlebt seine Jugend und wird Schriftsteller. Doch da hört die Erzählung auf.
Paul Auster arbeitet in diesem gewaltigen Epos auf über 1200 Seiten seine eigene Kindheit und Jugend auf, oder was hätte unter anderen Umständen sein können. Er erzählt von seinen sexuellen Erfahrungen mit Männlein und Weiblein, seinen finanziellen Sorgen, Erfolgen und Misserfolgen während seines Studiums.
Etwas Durchhaltevermögen und kräftige Arme braucht man schon beim Lesen. Aber die Erzählkunst Austers fasziniert und fesselt immer wieder, sodass man das Buch nicht weglegen möchte.

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Familiengeheimnisse mit tragischen Auswirkungen

Mutter und Tochter von Ross Macdonald


Mr. Wycherly, ein einflussreicher, reicher Patriarch, beauftragt Lew Archer, seine verschwundene Tochter zu suchen.
Archer befragt Verwandte und Studienkollegen. Er hat jedesmal das gefühl, dass niemand die ganze Wahrheit sagt, oder zumindest etwas verschweigt, wenn nicht sogar lügt.
Es ist sehr schwer, in diesem Fall weiterzukommen, bis eine Frauenleiche aus einem ins Merr gestürzten Wagens geborgen wird.

Archer erkennt nun, dass er bisher erfolgreich getäuscht wurde, kommt einem düsteren Familiengeheimnis auf die Spur und löst den Fall.
Unglaublich spannend bis zum verblüffenden Ende. Typisch Ross Macdonald.

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Ein musikbesessener Frauenmörder mit irren Plänen

Mörderisches Mozart-Kind von Sebastian Knauer


Morde an jungen Musikerinnen vereinen deutsche und Österreichische Beamte, um den Serienmörder zu finden.
Dieser führt ein Doppelleben mit zwei Identitäten, zwei Wohnsitzen, einer ahnungslosen Ehefrau, die gar nicht neuierig ist auf die Hintergründe des Reichtums ihres Mannes, sondern nur ihr Leben genießt.

Es ist ihr auch egal, dass er mit wechselnden Begleiterinnen Reisen unternimmt.
Steven Briggs, alias Stefan Sand, träumt von einem geklonten neuen Mozartkind und sucht nach geeigneten Müttern, am besten selbst begabte Musikerinnen. Doch die Damen spielen sein gefährliches Spiel nicht mit und müssen entsorgt werden, um seinen Plan nicht zu gefährden.
Doch Briggs rechnet nicht mit der gefinkelten Justiz, die ihm auf den Fersen sitzt.
Sehr mittelmäßig geschrieben, mit vielen Detail- und Druckfehlern, sehr klischeehaft und gekünstelt.

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Das Leben eines Eichbeamten

Ein Leben nach Maß von H.M. van den Brink


Karl Dijk arbeitet mit seinem Kollegen, dem Erzähler, seit vielen Jahren gemeinsam für das niederländische Eichamt.
Wie ein Vertreter reist er quer durchs Land und prüft Waagen, Gewichte, Fieberthermometer und Gaszähler auf ihre Genauigkeit, justiert sie, wenn er Fehler bemerkt und setzt Strafen fest, wenn er Betrügereien feststellt.

Natürlich stößt er auf Feindseligkeit und Ablehnung. Doch der überkorrekte Beamte lässt sich nicht beeinflussen und geht seiner Arbeit bis zu seiner Pensionierung stetig nach.
Über sein Privatleben weiß niemand etwas. Als er zu seiner Verabschiedung nicht erscheint, ahnt nur sein langjähriger Kollege den Grund.
Die Niederlande seit den Sechzigerjahren im Wandel, der einem prinzipientreuen Beamten Probleme bereitet. Lyrisch geschriebene Erzählung.

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Johannes Kepler und seine Zeit

Der Astronom und die Hexe von Ulinka Rublack


Johannes Kepler ist in Baden-Würtemberg aufgewachsen. Er und seine Geschwister haben kaum Erinnerung an den Vater, der wenig zu Hause war und früh verstorben ist.
Katharina Kepler hat es schwer, als Witwe sich und ihre inder durchzubringen. Doch mit eisernem Willen und Fleiß schafft sie es, dass alle Kinder Karriere machen.

Sie ist zu einer harten Frau geworden, die nicht hinter den Berg hält, viele Neider hat und so die Missgunst einer Reihe von Nachbarn auf sich zieht, die sie dann der Hexerei bezichtigen und eine schwierige Zeit für die ganze Familie Kepler schaffen.
Johannes Kepler, inzwischen angesehener Astronom und Forscher, in Graz, Prag und Linz für das Fürstenhaus tätig, kommt seiner betagten Mutter zu Hilfe und lässt alle seine Beziehungen zu Rechtsgelehrten und der Obrigkeit spielen.
Er selbst verfasst Briefe, sammelt Beweise für die Unschuld seiner Mutter und Gegenargumente gegen die verleumderischen Anschuldigungen.
Kepler schafft es, seiner Mutter die Folter zu ersparen und letztendlich wird sie freigesprochen.
Ulinka Rublack entwirft ein buntes Sittenbild der Zeit zwischen 1570 und 1620, beschreibt die Gesellschaft in Mitteleuropa, die Probleme, den Aberglauben entstanden durch Unsicherheit, Armut und Unwissenheit. Der Katholizismus hat Konkurrenz von den Lutheranern und Calvinisten bekommen. Es ist eine unruhige Zeit der Kriege, der fortschreitenden Wissenschaft, die versucht, die Menschen eines Besseren zu belehren und mit Vernunft und Toleranz den Aberglauben und Hass zu bekämpfen.
Historisch interessant, objektiv geschrieben, minutiös recherchiert.

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Edison-J.P.Morgan Beziehung

Licht von McCarten Anthony


Thomas Edison begegnet J. P. Morgan. Die folfenschwere Freundschaft und Partnerschaft bringt dem Erfinder zwar finanzielle Sicherheit, aber die Skrupellosigkeit und Machtgier des Milliardärs zerren am Gewissen Edisons.
Einige seiner Patente führen zu Rechtsstreitigkeiten mit anderen Erfindern, wie Nicola Tesla, und Unternehmern wie Westinghouse.

Rückschläge, Schwierigkeiten bei der Umsetzung seiner Erfindungen, Finanzierungsprobleme, Streitigkeiten mit Konkurrenten, machen Edison das Leben schwer. Sein Familienleben leidet durch seine ständige Abwesenheit.
Ein schillerndes Porträt Amerikas in den Jahren Anfang des 20. Jhdts. mit seinen Finanzgrößen und Wirtschaftsbossen, Finanzkrisen und technischen Errungenschaften.

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Wird der amerikanische Präsident manipuliert?

Codename Eisvogel – »The Kingfisher Secret« von Anonymous


Die erfahrene Journalistin Grace arbeitet für ein New Yorker Blatt. Sie hat Kontakt mit der geschiedenen, erfolgreichen Ehefrau eines amerikanischen Politikers, der gerade im Wahlkampf um das Amt des amerikanischen Präsidenten steht.
Grace gestaltet schon länger eine Kolumne mit Elena und möchte nun ein Buch über sie schreiben.

Doch als Grace mehr über Elenas Vergangenheit, die Flucht aus der Tschechoslowakei und ihre Karriere wissen will, blockiert Elena ab und trennt sich abrupt von ihr.
Doch Grace lässt nicht locker. Ihre Journalistennase führt sie in Archive, die leer geräumt scheinen, zu ehemaligen Freunden von Elena, die unangenehm berührt sind von den Fragen. Uns schließlich beginnt eine Hetzjagd auf sie, durch Europa und Amerika.
Wer steckt dahinter?- Der ehemalige KGB?- Was darf die Öffentlichkeit nicht erfahren?
Der ungenannte Autor beruft sich auf bekannte, historische Abläufe und stellt einige Protagonisten derart bildlich dar, dass man die realen Personen gut erkennen kann.
Interessant ist, dass Vieles wahr sein kann, aber nicht mehr beweisbar. Auf jeden Fall sind die Schlußfolgerungen des Autors packend und einleuchtend.
Raffiniert und spannend.

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Häusliche Gewalt an Frauen und mögliche Ursachen

Flucht in die Schären von Sten Viveca


Andreis Kovac droht eine Strafverfolgung wegen Steuerhinterziehung. Doch das ist nicht sein einziges Problem. Er misshandelt seine Frau Mina seit Jahren und wird immer brutaler. Sie traut sich nicht, ihn anzuzeigen, und hofft immer wieder auf eine Besserung ihrer Beziehung, in erster Linie wegen des drei Monate alten Sohnes.

Doch als bei einer neuerlichen Attacke der Vertraute Andreis die Szene beobachtet und den Notruf wählt, beginnt alles ausser Kontrolle zu geraten. Der gefinkelten Anwältin Andreis gelingt es zwar kurzfristig, ihn aus der Schusslinie zu halten. Aber Andreis reitet sich mit seiner aggressiven, unbeherrschten und brutalen Art immer mehr in die Bredouille.
Mina wird in ein verstecktes Frauenhaus auf den Schären gebracht. Andreis bedroht ihre Eltern, ihren Rechtsbeistand und alle Menschen, die ihr helfen.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Findet Andreis Mina, bevor er dingfest gemacht und angeklagt werden kann?
Spannend und mitreissend.

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Sind gehäufte Todesfälle wirklich auf Spinnenbisse zurückzuführen?

Der Zorn der Einsiedlerin von Vargas Fred


Kommissar Adamsberg stößt zufällig auf den Bericht von 2 Todesfällen von alten Herrn des gleichen Alters durch den Spinnenbiss der Einsiedlerspinne. Es ist merkwürdig und ungewöhnlich, aber kein Grund, mehr dahinter zu vermuten.
Trotzdem erkundigt sich der Kommissar bei einem Arachnologen und trifft zufällig eine alte Dame, die sehr viel über diese Spinnen weiß.

Er freundet sich mit ihr an, besucht sie und fängt inoffizielle Ermittlungen an, an denen seine engsten Mitarbeiter mithelfen.
Langsam verdichten sich die Indizien, dass es sich doch um Morde handeln könnte, sehr geschickt getarnt und lange vor bereitet.
Adamsberg rollt schreckliche Vorfälle in einem Waisenhaus auf und findet Zusammenhänge mit weiteren Todesfällen, die als Unfälle abgehakt wurden, sich aber ebenfalls als geschickt inszenierte Morde herausstellen.
Nebenbei kämpft Adamsberg gegen seinen Stellvertreter Danglard, der in die Geschichte verwickelt scheint und mit sich selbst wegen alter, nicht verarbeiterter Erinnerungen an eine Rekluse, eine Einsiedlerin, die ihm als Kind einen enormen Schrecken eingejagt hatte.
Spannend verfolgen wir die verschiedenen Spuren, die Adamsberg zum Teil auf Irrwege führen, doch letztendlich zur Aufklärung .

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Historisch-Fiktiver Roman über mögliche Perspektiven einer Russischen Mutter mit ihrem Sohn nach der Flucht in den Westen

Traum des Lebens von Archer Jeffrey


1968 flieht Elena mit ihrem Sohn Alexander nach der Ermordung ihres Mannes aus Leningrad, da sie der örtliche KGB-Chef bedrängt und sie für ihren Sohn eine bessere Zukunft in Freiheit anstrebt.
Sie hat die Wahl zwischen Amerika und England. Archer entwickelt beide Möglichkeiten und was in den nächsten 30 Jahren geschehen könnte.

Er erzählt parallel die zwei Geschichten und lässt sie zum Schluß verschmelzen, mit einem überraschenden Ende.
Großartig und spannend zu lesen, dass man traurig ist, wenn man zum Schluß kommt. Faszinierend, wie Archer Historisches mit Fiktivem so verwebt, dass man nicht sicher sein kann, was man gerade vor sich hat.- Große Literatur.

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