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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Poetische Science Fiction

Die letzte Erzählerin von Donna Barba Higuera

‚Die letzte Erzählerin‘ hat mich mit seinem poetisch klingenden Titel wahnsinnig angesprochen. Und dann noch dieses zauberhafte Cover. Für mich zwei ausschlaggebende Gründe die Geschichte lesen zu wollen. Ich war sehr überrascht, was mich beim Lesen erwartet hat.

Wenn du wissen willst wie mir das Buch gefallen hat, lies gerne in meiner Rezension weiter.

"Aber ich komme doch mit. Ich bin ein Teil von Dir. Du trägst mich und meine Geschichten durch die Jahrhunderte in die Zukunft, zu einem anderen Planeten." (Zitat aus ‚Die letzte Erzählerin‘, S. 11)

Darum geht’s:

Es ist das Jahr 2061. Ein Meteorit ist auf Kollissionskurs mit der Erde. Der Planet steht kurz vor der Auslöschung. Einer kleinen Gruppe von Auserwählten unterschiedlichster Abstammung und Herkunft wird es ermöglicht mit einem Raumschiff zum weit entfernten, erdähnlichen Planeten Sagan zu reisen. Die 13-jährige Petra Peña und ihre Familie gehören zu den Priveligierten. In Stasekapseln, ausgestattet mit Lernmodulen, treten sie die über 300 Jahre andauere Reise ins Ungewisse an. Petra, die mit den Geschichten ihrer geliebten Abuela Lita aufgewachsen ist, hat sich ein Modul mit Geschichten der Erde ausgewählt, um diese für die Zukunft zu erhalten und weiterzugeben. Als Petra jedoch aus dem Tiefschlaf erwacht, ist alles anders als geplant.

Meine Meinung:

Donna Barba Higuera hat mich mit einer sehr berührenden, wendungsreichen und poetischen Geschichte überrascht und sich damit in mein Herz geschrieben. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und die wunderschön klingenden Worte, welche sie gefunden hat, um die kleinen Geschichen und alten Legenden in der Geschichte zu erzählen.

Das Besondere in ‚Die letzte Erzählerin‘ sind die die zahlreichen Cuentos – Märchen – die von der zentralamerikanischen Mythologie inspiriert sind. Diese begleiten Petra immerzu und weisen ihr den Weg in der Zukunft.

Petra ist eine tolle, sehr mutige Protagonistin. Für ihre 13 Jahre wirkt sie schon sehr reif und auch älter als sie eigentlich ist. Eigentlich hätte Petra die Reise zum Sagan gar nicht antreten dürfen, denn sie hat eine Augenkrankheit und nur gesunde Menschen sollen den Fortbestand sichern. Doch Petras Eltern sind als Geologen wichtig für die Erforschung des neuen Planeten und so kommt es, dass Petra mit diesem Geheimnis und ihren Märchen in die Zukunft reist.

Das Buch beginnt märchenhaft, poetisch mit einer Geschichte von Petras Großmutter Lita über die Feuerschlange, welche ihr Ziel bald erreicht hat. Bereits der Einstieg hat mich sehr berührt.

In den folgenden Kapiteln nimmt das Tempo der Handlung zu. Bereits beim Start des Raumschiffes läuft einiges nicht nach Plan. Genauso unvorhersehbar geht es auch durch das gesamte Buch weiter. Ich habe mit Petra mitgelitten und mitgefiebert, war entsetzt über die Entwicklungen an Bord. Sowohl darüber, was während der langen Reise passiert, als auch darüber, was Petra bei ihrem Erwachen erlebt. Das was der Plan war – die Artenvielfalt und die Kultur der Menschen zu erhalten – existiert nicht mehr. Es gibt ein Kollektiv, in dem Gleichheit das oberste Gebot ist. Alles, was die Menschheit ausgemacht hat, existiert nicht mehr. Doch Petras Geschichten haben mit ihr überlebt und jetzt ist es an ihr das Überleben der Menschen zu sichern.

"Sie sollen sich nicht gleichen wie ein Ei dem anderen, sie sollen sich gegenseitig ergänzen. Erst die Unterschiede verleihen den Dingen als Ganzes ihre Einzigartigkeit." (Zitat aus ‚Die letzte Erzählerin‘, S. 64)

Donna Barba Higuera hat ein actionreiches, rasantes, aber auch zutiefst berührendes und emotionales Sci-Fi-Abenteuer geschrieben. Eigentlich für junge Leser*innen ab 11 Jahren, ich würde es aber als All Age einstufen.

Trotz einiger Logiklücken habe ich jetzt einzelne Seite unglaublich gerne gelesen. Was ich zum Beispiel nicht ganz verstanden habe, war, wieso trotz strenger Überwachung niemand bemerkt hat, dass Petras Schlafkapsel einen Defekt hat. Aber wie gesagt, im gesamten fand ich die Geschichte großartig. Vorallem den wunderbar poetischen Schreibstil.

Gut gefallen haben mir auch die eingeworfenen spanischen Sätze und Redewendungen. Hier hätte ich mir eventuell gewünscht, dass die deutschen Übersetzungen dazu in der Fußnote untergebracht worden wären. Ganz hinten gibt es zwar einen Glossar, diesen habe ich allerdings erst bei Beenden des Buches entdeckt.


"Finde heraus, wer du selbst bist, und sei du." (Zitat aus ‚Die letzte Erzählerin‘, S. 10)

Fazit:

Donna Barba Higuera hat sich direkt in mein Herz geschrieben. Geschickt hat die Autorin einen rasanten, unvorhersehbaren Sience Fiction-Roman mit zentralamerikanischer Mythologie, Legenden und Märchen verwoben. Ich liebe den poetischen Schreibstil der Autorin, da kann ich auch die eine und andere Logiklücke gerne verzeihen.

Für mich ist ‚Die letzte Erzählerin‘ ein absolutes Herzensbuch mit tollen Botschaften.

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Macht Spaß

Pups! Wer war's? von Mike Henson

Okay, erst dachte ich: Bitte nicht noch ein "Pups"-Buch! Wir haben doch schon "Furzipups, der Knatterdrache" daheim. Aber meine Kinder lieben solche Geschichten einfach. Also wurde es kurzerhand gekauft und seit dem so gut wie jeden Tag angeguckt und herzhaft gelacht.

Ja, ich gebe es zu; das Buch macht Spaß.

Die kurzen Reime lassen sich toll vorlesen und zudem haben die Kinder sie schnell verinnerlicht. Durch die Schiebeelemente, sprich den Aufzug, wird das (Vor)Lesen und Anschauen zum interaktiven Erlebnis. Abgesehen von der schrägen Geschichte, finde ich die Illustrationen klasse. Ich liebe das quietschbunte, tierische Ensemble im Aufzug.

Natürlich gibt's auch einen Lerneffekt. Mein Sohn mit 19 Monaten ist ganz erpicht darauf, die Tiere zu lernen und kann gar nicht genug davon bekommen. Sicher gibt es da genug andere Bücher für diesen Zweck - aber halt nicht so wunderbar knallbunt und ohne Pups!

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Witzige RomCom

Bissle Spätzle, Habibi? von Abla Alaoui

Auf das Hörbuch bin ich eher zufällig gestoßen. Ich hatte Lust auf eine lustige und leichte Geschichte für Zwischendurch. In dieser Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht.

Wenn du wissen willst wie mir das Hörbuch gefallen hat, lies gerne in meiner Rezension weiter.

"Ernsthaft? Minder ist….

Tinder für Muslime, wiederhole ich lachend. Was gibt es dann für die Katholiken? KINDER?" (Zitat aus ‚Bissle Spätzle, Habibi?‘, Hörbuch 2 %)

Darum geht’s:

Amaya ist 30, Schauspielerin der beliebten Daily Soap ‚Turm der Liebe‘ und Single. Dabei würden sich Amayas Eltern für ihre älteste Tochter endlich einen Ehemann wünschen. Und als Kind marokkanischer Eltern sollte dieser idealerweise muslimisch sein. Überzeugt davon, dass sie Dating App Minder zum perfect Match führt, wischt Amayas Mama den charmanten Ismael zur Seite. Und Ismael stellt sich tatsächlich als toller Fang heraus, doch die Funken wollen nicht fliegen. Daniel, Ismaels sehr deutscher bester Freund, und noch dazu Atheist, ist es, an den Amaya ihr Herz verliert. Doch kann die Liebe zwischen zwei Kulturen funktionieren? So richtig chaotisch wird es, als Amayas Eltern unangekündigt vor der Tür stehen. Aus der Not heraus wird Ismael zum festen Freund, während Daniel volkommen überrumpelt daneben steht.

Meine Meinung:

Abla Alaouis Debütroman kommt mit viel Witz, allerhand Klischees und jeder Menge Charme daher. Ich mochte den lockeren Schreibstil der Autorin sehr gerne, der durch die immer wieder eingestreuten marokkanischen Redewendungen und Begrifflichkeiten eine besondere Note bekommt. Durch den lockeren, unkomplizierten Stil ist die Geschichte perfekt zum Hören geeignet. Ich habe Vanida Karuns Lesung wirklich sehr genossen.

Die Geschichte beginnt damit, dass wir unsere 30-jährige Protagonistin Amaya, aus deren Perspektive das Buch geschrieben, sowie Amayas komplette Familie – ihre Mama, ihren Baba, ihre Geschwister – kennen lernen. Amaya ist die Älteste von den Geschwistern und die einzige, die noch nicht unter der Haube ist. Amayas Eltern würden sich endlich einen Partner an Amayas Seite wünschen, der ebenfalls muslimisch ist. Bereits in diesen ersten Kapiteln wird klar, dass die Religion und die Kultur für Amaya und ihre Familie einen großen Stellenwert im Leben haben. Ich fand den kleinen Einblick in die mir fremde Kultur wahnsinnig spannend und interessant. Ich habe so einiges gelernt und für mich neue Erkenntnisse erlangt. Ich habe mich aber auch das eine und andere Mal dabei ertappt, dass auch ich teilweise „falsche“ Vorstellungen vom muslimischen Glauben hatte. Amaya muss sich viel anhören, so manches Date endet im Desaster und sie wird immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert.

Ich mochte Amaya mit ihrer aufgeschlossenen, netten und zuvorkommenden Art. Amaya ist religiös, sie lebt allerdings auch nach dem Motto: „Was mir gut tut, kann nicht schlecht sein“. Und so gönnt sich die junge Schauspielerin z.B. auch mal ein Gläschen Wein. Sie möchte aber ihre Eltern nicht enttäuschen und so verheimlicht sie viele Dinge aus ihrem Leben. So auch, dass eigentlich Daniel ihr fester Freund ist und nicht Ismael – den ich im übrigen auch total ins Herz geschlossen habe. Ich sag nur „best friend material“.

Ach, und Daniel ist ebenfalls ein super Typ. Er hat einen tollen Charakter, ist aufgeschlossen, charmant und sehr verständnisvoll. Ich muss zugeben, dass er mir teilweise echt leid tat. Obwohl ich Amaya und ihre Geheimniskrämerei schon irgendwie nachvollziehen konnte war mein Verständnis irgendwann dann doch aufgebraucht.

Das führt mich auch zu einen meiner Kritikpunkte. Ich habe Amayas Entwicklung vermisst. Sie verhält sich bis zum Schluss eigentlich immer gleich und ist wie festgefahren. Ich fand auch, dass sich die Handlung dadurch über weite Strecken sehr gezogen hat. Überrascht war ich auch, dass das was im Klappentext steht, also das Täuschungsmanöver mit Ismael, erst bei 60 % des Hörbuches stattfindet. Ich hätte mir diese „Fake Boyfriend“-Geschichte schon früher gewünscht. Man hätte dann vielleicht auch mehr aus diesem Teil der Handlung rausholen können. Auf der anderen Seite hätte ich die eine und andere Rückblende aus Amayas Kindheit weggelassen. Ich fand diese Kapitel aus der Vergangenheit zwar nicht schlecht und sie haben Amaya auf jeden Fall Tiefgang verliehen und sie waren auch wichtig, um Amayas Verhalten nachvollziehen zu könne. Es waren aber insgesamt zu viele Zeitsprünge und sie haben die Handlung für meinen Geschmack unnötig in die Länge gezogen.

Der humorvolle Erzählstil der Autorin, der Einblick in die marokkanische Kultur und Religion und die Charaktere haben mir aber sehr gut gefallen, sodass ich das Hörbuch dennoch gerne weiter empfehle.


"Als Muslima bin ich für Außenstehende automatisch ein Klischee auf zwei Beinen. … Egal wie gut mein Deutsch ist, egal wie integriert ich bin. … Und ich sage dir, würde ich ein Kopftuch tragen, dann würden sich wildfremde Menschen darum sorgen, dass es mir aufgezwungen wurde." (Zitat aus ‚Bissle Spätzle, Habibi?‘, Hörbuch 16 %)

Fazit:

Abla Alaouis Debüt hat mich als Hörbuch gut unterhalten. Die Charaktere sind toll, die Handlung witzig, wenn auch etwas vorhersehbar und die Einblicke in die marokkanische Kultur sehr interessant. Leider hatte das Buch insgesamt zu viele Längen und das was im Klappentext steht – die „Ismael/Daniel-Täuschung“ – tritt für meinen Geschmack auch etwas zu spät ein, was ich sehr schade fand.

Vanida Karun hat allerdings großartig gelesen, sodass ich das Hörbuch trotz kleinerer Kritikpunkte empfehlen kann.

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Gute Nacht Lenni und Lu

Lenni und Lu sagen Gute Nacht von Andrea Schütze

Wenn sich der Tag langsam dem Ende zuneigt und die Sonne über Lennis Garten untergeht, ist es auch für Lenni und Lu Zeit sich auszuruhen und schlafen zu gehen. Doch wer Lu kennt, weiß wie viel Energie in dem quirligen Luchsmädchen steckt. Es ist nicht so leicht zur Ruhe zu kommen. Davon kann ich als Mama ein Lied singen.

Mich hat Lu in diesem zweiten Band der Kinderbuch-Reihe sehr an meine beiden Wirbelwinde erinnert, die vor dem zu Bett gehen auch nochmal den Turbomodus aufdrehen.

Die Zeichnungen sind wie im ersten Band großartig und richtig süß gestaltet. Nur die Farbtöne sind andere, da es in dieser Geschichte Nacht wird und die Abendstimmung in den Bildern festgehalten wird, was sehr gut gelungen ist.

Der Text ist kurz und kindgerecht und eignet sich perfekt als Betthupferl.

Wir finden auch die "Gute Nacht-Geschichte" richtig toll und hoffen bald auf Nachschub von Lenni und Lu.

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Adele, Ludwig und die Liebe

Die schreckliche Adele 04 von Mr. Tan; Miss Prickly

Mir haben bislang alle Bände der Comic-Reihe rund um die schreckliche Adele unglaublich gut gefallen. Es musste daher auch Teil 4 einziehen. Und es war auch nicht anders zu erwarten; ich habe Adele wieder einmal absolut gefeiert.

Dieses Mal dreht sich alles um die Liebe. Ja, Amors Pfeil hat Adele so richtig erwischt.

Der neue Mitschüler Ludwig hat es Adele so richtig angetan. Nur wie soll sie seine Aufmerksamkeit gewinnen? Tja, wer Adele kennt, kann wahrscheinlich schon erahnen, dass nicht alles ganz so rund läuft. Ich sage nur "Hoch lebe das Chaos!"

Ich liebe des bissigen, teilweise bitterböse, schwarzen Humor der Reihe. Und auch die Illustrationen haben es mir angetan. Die Länge der einzelnen Comicstrips ist perfekt. So kann man sich zwischendurch einfach mal eine Geschichte zum herzhaft Lachen rauspicken.

Ich finde ja, dass die Comics durchaus für Erwachsene geeignet sind. Ich persönlich würde sie auch eher ab 10 Jahren aufwärts empfehlen.

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Ein tolles Freundschaftsbuch

Lenni und Lu werden Freunde von Andrea Schütze

Ein großes Dankeschön an den Osterhasen, der uns 'Lenni und Lu' gebracht hat. Meine Kinder und ich sind begeistert.

In diesem ersten Band lernen sich Gartenelefant Lenni und das kleine aufgeweckte Luchsmädchen Lu auf ungewöhnliche Art und Weise kennen. Das Buch erzählt die Geschichte einer wundervollen Freundschaft.

Das beste an der Geschichte sind für uns die zuckersüßen und ungeheuer niedlichen Illustrationen, die sich jeweils über die gesamten Seiten erstrecken. Vorallem weil sie auch perfekt zur Jahreszeit und in den Frühling passen. Es gibt auch richtig viel zu entdecken in Lennis blühendem Garten. Kein Wunder, dass Lu bei Lenni bleiben will.

Der Text dazu ist kurz und in einfacher Sprache gehalte; altersgerecht würde ich sagen. Perfekt zum Vorlesen für meinen kleinen 19-Monate jungen Racker und seine 3-jährige Schwester.

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Finni-tastisch

Finni Fantastisch von Jess Rose

Finni ist ein fantastisches kleines Fuchsmädchen. Finni ist ein kleiner bunter Wirbelwind. Sie zieht an was ihr gefällt. Je bunter alles ist, desto glücklicher ist Finni. Finni fällt einfach immer auf mit ihrem Regenbogenumhang und ihrem Federhut. Leider gefällt nicht jedem Finnis buntes Auftreten und sie finden Finni sehr seltsam.

Finni versucht sich anzupassen, doch je mehr sie das tut, umso grauer wird ihre Welt. Und glücklich ist Finni auch nicht mehr.

'Finni fantastisch' ist ein großartiges Kinderbuch mit einer fantastischen und sehr eindeutigen Botschaft. Sei wie du dich wohlfühlst. Mach Dinge, die dich glücklich machen. Zieh an was dir gefällt. Und lass dir von niemandem einreden, dass du 'komisch' bist und du dich ändern musst.
Nicht nur die Botschaft ist toll, sondern auch die Aufmachung des Buches. Während die knallig bunten Illustrationen die fröhliche Finni zeigen, sind die mies gelaunten Tiere, welche Finni schief anschauen in scharz-weiß dargestellt. Und auch Finnis Versuch wie die anderen zu sein, ist in schwarz-weiß gehalten.

Ein tolles Buch, mit finni-tastischer Botschaft!

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Spielerisch durch den Alltag

Bildergeschichten zum Mitmachen: Hier kommt Finni Fuchs von Katja Reider

'Hier kommt Finni Fuchs' ist ein tolles Buch für kleine Kinder, um ihnen den Alltag spielerisch und sehr anschaulich näher zu bringen. Gemeinsam mit Finni macht es Spaß den Frühstückstisch zu decken, Zähne zu putzen oder einen Kuchen zu backen.

Ich habe Finni Fuchs für meinen mittlerweile 19 Monate alten Sohn gekauft und er ist genau so begeistert wie die Mama.

Die Finni-Figur hinten im Buch haben wir zwar noch nicht zum Spielen heraus genommen, aber Spaß macht das Buch trotzdem. Mein Sohn bestaunt jedes Mal aufs neue die niedlich gestalteten Bilder, welche sich alle auf das Wesentliche, sprich die jeweiligen Alltagssituation, fokussieren. Das Buch eignet sich damit unglaublich gut als Bilderwörterbuch und zum Erlernen der ersten Worte.

Fazit

Mit Finni Fuchs macht lernen Spaß. Anhand der dargestellten Alltagssituationen lernen schon die Kleinsten etwas über den Tagesablauf und erste wichtige Wörter - und das alles auf spielerische Art und Weise. Buchtipp!

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Unglaublich einnehmend, atmosphärisch und mitreißend! Jahreshighlight!

Dinge, die wir brennen sahen von Hayley Scrivenor

》Durton. Dirt Town. Schmutz und Schmerz, nur daran würden sich manche erinnern, wenn sie an unsere Stadt dachten.《

(Zitat aus ‚Dinge, die wir brennen sahen‘, S. 287, E-Book)

Darum geht’s:

Mitten im Nirgendwo, in der australischen Kleinstadt Durton, verschwindet kurz vor Weihnachten die 12-jährige Esther Bianchi.

Eine groß angelegte Suchaktion wird gestartet. Für die beiden Ermittler Sarah und Smitty, welche auf Vermisstenfälle spezialisiert sind, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn vor kurzem sind erst in einem anderen Teil Australiens zwei Kinder vermisst gemeldet worden. Als wenige Tage nach dem Verschwinden des Mädchens Esthers Leiche gefunden wird, wird die kleine Stadt Durton in einen Ausnahmezustand versetzt.

Meine Meinung:

Hayley Scrivenor lässt in ihrem Roman die Einwohner von Durton sprechen. Durch die wechselnden Perspektiven erfahren wir nach und nach was zum Verschwinden von Esther bzw. ihren Tod geführt hat. Dabei wiederholen sich auch einige Szenen, geben dabei allerdings eine andere Sichtweise wieder und ermöglichen dadurch neue Blickwinkel. Ich fand gerade dieses Stilmittel, diese besondere Erzählweise, unglaublich spannend und sehr fesselnd.

Hayley Scrivenor ist es zudem sehr gut gelungen die Gefühle und Gedanken ihrer Figuren auszuarbeiten. Trauer, Verzweiflung, Hoffnung, Wut und Angst begleiten die hinterbliebene Gemeinschaft, insbesondere natürlich Esthers Mutter Constance. Aber auch ihre beste Freundin Ronnie, welche Esther zuletzt gesehen hat, nimmt viel Raum ein. Einige Kapitel sind zudem aus der Sicht von Lewis geschrieben, einem Schulkollegen von Esther und Ronnie. Eigentlich kann man sagen, dass es vorallem die Kinder der Stadt sind, die zu Wort kommen. Aber auch Ermittlerin Sarah nimmt eine wichtige Rolle ein. Von ihr erfahren wir auch einiges aus ihrem Privatleben. Dinge, die zwar nicht essentiell für die eigentliche Handlung sind, der Figur von Sarah aber Tiefgang verleihen. Mir haben diese kleinen Ausschweifungen sehr gut gefallen.

Außerdem gibt es noch Kapitel, die mit „Wir“ benannt sind. Diese fand ich so spannend, weil ich sie anfangs absolut nicht einordnen konnte und sie mir Rätsel aufgegeben haben. Erst nach und nach wird klar, wer hinter dem „Wir“ steckt.

Wir bewegen uns das ganze Buch hindurch ganz dicht an den Menschen. Nicht nur die unerträgliche Hitze setzt den Einwohnern ‚Dirt Towns‘ zu, sondern auch Esthers Tod. Es werden gegenseitige Verdächtigungen und Beschuldigungen ausgesprochen und unglaubliche, sehr erschreckende und schmutzige Geheimnisse kommen ans Licht. Das Buch ist so viel mehr als „nur“ ein Kriminalroman. Es ist eine Charakterstudie und zeigt deutlich, was so ein schreckliches Ereignis in einem Menschen auslösen kann. Wie unterschiedlich Menschen auf einen Todesfall reagieren.

Hayley Scrivenor schreibt über heftige Themen. Der Todesfall eines Kindes, Mord, häusliche Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie sexueller Missbrauch werden erwähnt. Man sollte sich der Schwere der Thematiken vor dem Lesen bewusst sein. Meine Gefühle waren stets in Aufruhr. Vorallem das Verhalten der Männer von Durton hat mich erschreckt und zum Teil sehr wütend gemacht. Trotzdem konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich konnte mich der Handlung nicht mehr entziehen.

Der Schreibstil ist einfach grandios. Hayley Scrivenor schreibt unglaublich atmosphärisch. Die Stimmung, welche sie erzeugt ist beklemmend, teilweise schon fast trostlos. Man hat das Gefühl mitten drin zu sein, unter der brennenden Sonne Australiens – ein fester Bestandteil von Durton.

Für mich ist ‚Dinge, die wie brennen sahen‘ ein ganz großes Highlight.


》Niemand kann aus seiner Haut, niemand weiß, wozu er fähig ist, vor allem in Momenten, wenn Niemand zusieht.《

(Zitat aus ‚Dinge, die wir brennen sahen‘, S. 286 E-Book)

Fazit:

Was macht das Verschwinden bzw. der Tod eines Kindes mit den Menschen einer Kleinstadt? Welche Gedanken und Gefühle brechen sich Bahn, welch schmutziges Geheimnis kommt ans Licht und zu welchen Taten werden die Menschen getrieben? Darüber schreibt Hayley Scrivenor in ihrem wirklich grandios und einnehmend erzählten Debüt. Für mich ein großes Jahreshighlight!

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Gut, aber kein Highlight

Silver & Poison, Band 1: Das Elixier der Lügen (Silver & Poison, 1) Silver & Posion von Anne Lück

Auf 'Silver & Poison' habe ich mich schon riesig gefreut und das nicht nur wegen des mega Covers und dem tollen Farbschnitt der Erstauflage. Tatsächlich war es in erster Linie der Klappentext, der mich magisch angezogen hat. Als ich das Buch bei Bookbeat entdeckt habe, habe ich also nicht lange gefackelt, mir einen Cocktail gemixt und mich in die Geschichte fallen gelassen.

Wenn du wissen willst, wie mir das Buch gefallen hat, lies gerne in meiner Rezension weiter.

Darum geht's

Die junge Avery arbeitet als Barkeeperin in der Bar ihres älteren Bruders Ellis. Sofern sie nicht wieder zu spät zum Dienst erscheint oder für Gangsterboss Dorian Aufträge ausführt und Menschen beeinflusst, indem sie diese in dessen Arme treibt. Avery hat nämlich eine besondere Gabe. Sie ist eine Poisonerin und als solche kann sie magische Cocktails mixen, welche zum Beispiel Panik oder Angst hervorrufen. Als sich in New York Morde in der magischen Gesellschaft häufen, wird auch Avery in die Ermittlungen hineingezogen. Detective Hayes benötigt Averys Hilfe. Ausgerechnet von ihr, die sich selber an der Grauzone des Gesetzes bewegt.

Meine Meinung

Anne Lück hat eine faszinierende Idee zu Papier gebracht und mit Avery auf jeden Fall eine tolle Protagonistin mit Potenzial ins Rennen geschickt. Ich mochte sie mit all ihren Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen. Aber, dass sie für einen Gangsterboss quasi Menschen ausschaltet, hat ihr ein paar Minuspunkte bei mir eingebracht. Umso spannender finde ich Averys magische Fähigkeit mit Hilfe von Getränken die Gefühle der Menschen zu beeinflussen. Überhaupt ist das ganze Magiesystem extrem spannend und viel komplexer als zunächst erwartet. Auch Averys magische Fähigkeit birgt Geheimnisse, welche die Poisonerin erst entschlüsseln muss.

Die Grundidee finde ich wie gesagt richtig toll. Allerdings konnte ich mich mit der Umsetzung nicht so ganz anfreunden. Nach einem wirklich starken Einstieg ins Buch und dem Gefühl, dass der Dilogieauftakt ein Highlight werden könnte, hat sich die Spannungskurve irgendwie in die falsche Richtung weiter bewegt. Ich mochte es, dass am Anfang viel erklärt und in die Welt eingeführt wurde. Dadurch ist mir der Einstieg richtig leicht gefallen. Leider hat sich die Geschichte dann irgendwie verlaufen. Es gab schon einige richtig starke Momente und spannende Twists, aber auch zu viele Längen, durch die ich immer wieder den Faden verloren habe. So ist mir zum Beispiel auch die Liebesgeschichte zwischen Avery und Hayes "abhanden gekommen". Ich habe leider absolut nichts gefühlt - kein Knistern, kein Prickeln.

Der Endspurt hat mich dann wieder etwas mehr gepackt. Es kommt dann nochmals richtig Fahrt in die Geschichte und es passieren Dinge, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte. Und wie erwartet gibt es auch einen Cliffhanger, der mich dann doch irgendwie neugierig auf die Fortsetzung macht.


Fazit

'Silver & Poison' ist auf jeden Fall ein Reihenauftakt mit einem ziemlich genialen Magiesystem, spannenden Krimielementen und einer Protagonistin mit einer sehr coolen Begabung. Ich mag die Idee und auch Anne Lücks unkomplizierten Schreibstil sehr gerne. Leider hatte das Buch zu viele Längen und auch die Liebesgeschichte war für mich nicht wirklich nachvollziehbar.

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