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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Interessantes Thema, aber zu wenig Spannung

Master Class, Band 1 - Blut ist dicker als Tinte von Stefanie Hasse

Ich wollte schon länger ein Buch von Stefanie Hasse lesen. Da mich 'Master Class' total angesprochen hat, habe ich nicht lange überlegt und mir das Hörbuch geladen. Leider ist es hinter meinen Erwartungen zurück geblieben.

Das größte Problem hatte ich wohl damit, dass mir Spannung gefehlt hat.

Das Setting ist großartig und hätte viel Potential für Spannung und Mystery geboten. Abgesehen von den wirklich tollen Beschreibungen und Downton Abbey-Vibes habe ich aber nicht viel gefühlt. Und ich habe auch die Gefahr nicht gespürt. Klar, irgendjemand scheint unserer Protagonistin nachzustellen und weiß private Dinge. Was dieser jemand mit der Info, dass die Prota einen Vintage-Pyjama trägt, der Oma alle Ehre machen würde, anfängt, entzieht sich mir. Es war für mich einfach nicht nachvollziehbar.

Und auch die Charaktere waren mir zu blass und austauschbar. Wenn ich die Figuren und ihre Eigenschaften beschreiben müsste, könnte ich es nicht. Dieser Umstand hat auch dazu geführt, dass es mir schlichtweg egal war, wer hier ein böses Spiel mit unserer Protagonistin treibt.

Stefanie Hasses Schreibstil ist aber toll. Sehr angenehm und unkompliziert. Vorallem die Kapitel aus Sicht des unbekannten Autors fand ich sehr einnehmend. Und auch die Grundidee mit dem Schreibwettbewerb ist durchaus spannend, wobei ich gerne mehr Einblick in die einzelnen Aufgaben bekommen hätte.

Ich bin mir sicher, dass Master Class vielen Leser*innen bzw. Hörer*innen gefallen wird. Meinen Geschmack hat es letztlich leider nicht getroffen und ich werde Band 2 daher auch nicht mehr hören.

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Zwei tolle Novellen, die Lust auf mehr machen

Because It's True − Tausend Momente und ein einziges Versprechen von Kira Mohn; Kelly Moran

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber für Kira Mohn und Kelly Moran mache ich gerne eine Ausnahme. 'Because it's true' ist alleine schon deshalb auf meiner Leseliste gelandet, weil es sich um Vorgeschichten zu kommenden Neuerscheinungen der Autorinnen handelt. Ich habe den Kurzgeschichtenband als Horbach gehört und er hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Tausend Momente...

In der ersten Geschichte von Kelly Moran geht es um die Bookish Belles, eine Mädels-Clique, welcher der Liebe auf die Sprünge helfen wollen. Dorothy, Rebecca und Scarlett beschließen ihre Lieblingslehrerin mit dem ortsansässigen Bibliothekar zu verkuppeln.

Ich fand die Geschichte richtig süß. Das cozy Kleinstadtsetting und die heimelige Atmosphäre kommen unglaublich gut zur Geltung und ich hätte wirklich gerne mehr Zeit mit dieser Novelle verbracht. Umso mehr freue ich mich jetzt natürlich auf Kelly Morans Geschichte über die Bookish-Belles. Werden auch die drei besten Freundinnen die Liebe finden?

Ein einziges Versprechen...

Ein klitzekleines bisschen besser hat mir Kira Mohns Kurzgeschichte gefallen. Diese handelt vom 19-jährigen Jack, welcher sich nicht nur um seinen kleinen Bruder kümmern muss, sondern auch das elterliche Pub mehr oder weniger alleine führt. Jacks Vater ist alkoholkrank, sein älterer Bruder an die falschen Freunde geraten. Jacks beste Freundin Vic ist ihm eine große Stütze, doch dann passiert etwas, dass auch Vics Welt ins wanken bringt.

'Ein einziges Versprechen' ist die Vorgeschichte zu 'Du irgendwo', was ich unbedingt bald lesen muss, da ich unbedingt wissen muss wie es mit Jack und Vic und den Enthüllungen am Ende weitergeht. Gerade das Ende fand ich unglaublich spannend.

Während die Geschichte der Bookish Belles so richtig zum Wohlfühlen ist, werden in Jacks und Vics Geschichte ernste Dinge thematisiert. Trotz der Kürze der Novelle habe ich sie aber nicht als (zu) oberflächlich empfunden.

Fazit:

'Because it's true' ist ein wunderbar kurzweiliger Kurzgeschichtenband mit zwei komplett unterschiedlichen Novellen. Kelly Morans Liebesgeschichte ist richtig süß und heimelig. Kira Mohns Kurzroman hat mir gerade wegen seiner Ernsthaftigkeit und dem Freundschaftsthema richtig gut gefallen.

Ich kann das Buch absolut empfehlen, vorallem wenn man vorhat die weiteren Bücher der Autorinnen, also quasi die Fortsetzungen, zu lesen.

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Hell yes

Wer die Hölle kennt von Leigh Bardugo

Nachdem mich 'Das neunte Haus' total gefesselt hat, konnte ich es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen. Leigh Bardugo ist es mit 'Wer die Hölle kennt' erneut gelungen mich in den Bann zu ziehen.

Da es sich um eine Fortsetzung handelt, welche mehr oder weniger nahtlos an Band 1 anknüpft, werde ich zum Inhalt nichts verraten.

Nur soviel, dass der Titel hier wirklich Programm ist. Protagonistin Galaxy, Alex, Star, geht im wahrsten Sinne des Wortes für Daniel Arlington 'Darlington' durch die Hölle.

Ich habe 'Wer die Hölle kennt' zeitnahe zum ersten Band gelesen, was definitiv gut war. Denn Leigh Bardugo schreibt nicht groß um den heißen Brei herum oder verliert gar Zeit mit einer kurzen Zusammenfassung. Man sollte sich daher unbedingt an die Reihenfolge halten. Empfehlenswert ist zudem ein starker Magen, denn genauso wie schon der erste Teil, ist auch die Fortsetzung ziemlich blutig, düster und stellenweise wird auch sehr derb. Eben so wie ich mir 'Dark Akademia' vorstelle und wünsche.

Ich musste mich beim Lesen aber auch sehr konzentrieren, um mitzukommen und den Anschluss nicht zu verpassen. Die Autorin springt nämlich immer wieder zwischen den Zeiten hin und her.


Nach einem eher ruhigeren Einstieg - wobei ruhig in Leigh Bardugos Maßstäben mit einem kleinen Torndo gleichzusetzen ist, nimmt die Handlung ab der Hälfte so richtig an Windstärke zu und entwickelt sich zu einem großen Orkan, der mich am Ende dann doch sehr zerstört hat. Werde ich die Reihe weiterverfolgen: JA!

Von mir gibt es auch für die Fortsetzung eine große Leseempfehlung'

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Gänsehaut pur? Fehlanzeige

Das Sanatorium von Sarah Pearse

"Shutter Island" und "A Cure for Wellness" zählen zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Als ich mir den Klappentext von Das Sanatorium durchgelesen habe, musste ich direkt an diese Filme denken. Es hätte einfach perfekt gepasst. Ein Setting mit düsterer, tragischer Vergangenheit, abgeschnitten von der Außenwelt und ein Mörder, der sein Unwesen treibt.

Die Zutaten für einen Mysterythriller hat Sarah Pearse auf jeden Fall geliefert, nur das Rezept wollte nicht so gang funktionieren. Bei mir wollte der Funke zumindest nicht überspringen.

Dabei fand ich den Anfang noch sehr vielversprechend. Mit einem spannenden und blutigen Prolog nehmen die mysteriösen Todesfälle im ehemaligen Sanatorium für Tuberkulosepatienten ihren Lauf. Heute ist das ehemalige Institut ein Luxushotel, dessen Vergangenheit unter einer dicken Staubschicht begraben liegt. Als die ehemalige Police Detective Elin Warner gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten zur Verlobungsfeier ihres Bruders im Le Sommet anreist, ahnt sie nicht, dass sich die Vergangenheit des Hotels ihren Weg in die Gegenwart erkämpft. Und das auf äußerst brutale Art und Weise.

Gänsehaut pur? - Fehlanzeige...

Wenn ich einen Thriller lese, dann möchte ich Spannung und Nervenkitzel. Gerade diese zwei Punkte konnte mir Sarah Pearse aber nicht bieten bzw. war einfach zu wenig davon vorhanden. Da reicht es einfach nicht, dass sich die Handlung in einem ehemaligen Sanatorium mit gruseliger Vergangenheit abspielt. Vorallem dann nicht, wenn die besagte Vergangenheit zu wenig präsent ist. Der größte Teil der Handlung, die Suche nach dem Mörder, spielt in der Gegenwart im Luxushotel Le Sommet. Düstere Athmosphäre und Gänsehaut - Fehlanzeige!

Da das Hotel aufgrund eines Schneesturms von der Außenwelt ziemlich abgeschnitten ist, nimmt DI Elin Warner die Ermittlungen auf. Doch es hat einen Grund, warum Elin sich eine Auszeit vom Job nimmt. Und dieses traumatische Ereignis aus ihrem Leben spiegelt sich auch in ihren Ermittlungen und Handlungen wieder. Einerseits hat dies die Protagonistin zwar greifbarer für mich gemacht, allerdings hat mir ihr persönliches Drama zu viel Platz in der Geschichte eingenommen, wodurch dann auch immer wieder mal Längen entstanden sind.

Was mir aber richtig gut gefallen hat, sind die tollen Beschreibungen der Landschaft, das Setting in den Schweizer Bergen und auch, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, wer hinter dem Täter steckt und was dessen Intention ist. Sehr gelungen sind auch die Kapitel aus der Sicht des Mörders, die mir zumindest ein bisschen Nervenkitzel geliefert haben. Davon hätte ich einfach gerne mehr gehabt.


Fazit
Vielleicht hatte ich einfach eine falsche Vorstellung von dem was Das Sanatorium mir bietet. Denn wider erwarten war Sarah Pearse Thriller nicht das große Highlight für mich. Das Setting in den Schweizer Alpen ist zwar richtig genial und die Autorin weiß definitiv Atmosphäre aufzubauen und Landschaften zu beschreiben. Leider hatte die Geschichte aber auch (zu) viele Längen und auch mit dem Ende konnte ich mich nicht so ganz anfreunden. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Die Braut, die sich nicht traut

Fang jetzt bloß nicht an zu lieben,2 Audio-CD, 2 MP3 von Mhairi McFarlane

Auf der Suche nach einer leichten und lockeren Lektüre für Zwischendurch bin ich auf Mhairi McFarlane gestoßen. Ihr neuestes Buch Fang jetzt bloß nicht an zu lieben hat mich vom Klappentext her überzeugt; auf Bookbeat war es auch verfügbar, weshalb das Hörvergnügen starten konnte. Und ein Vergnügen war es wirklich.

Das Buch hatte einfach alles, was ich mir gewünscht habe.

Ein Buch, das genau das macht wofür geschrieben wurde - unglaublich gut unterhalten...

Hochzeitsfotografin Harriet geht in ihrem Job voll und ganz auf und auch ihre Beziehung zu ihrem langjährigem Freund Jon scheint gefestigt. Doch heiraten kommt für Harriet selbst absolut nicht in Frage. Als Harriet von ihrem Freund einen Heiratsantrag bekommt - noch dazu vor der gesamten Familie - zieht Harriet die Notbremse. Sie verlässt Jon. Eine neue Bleibe ist auch schnell und unkompliziert gefunden. Ohne sich vorher persönlich gesehen zu haben, zieht Harriet bei Cal, welcher selber erst seit kurzem single ist, ein. Am Telefon war man sich auf Anhieb sympathisch und die Mietvereinbarungen haben auch gepasst. Doch einen Haken hat die Sache dann doch...

Ich hatte wahnsinnig viel Spaß mit Harriet und Cal, die sich auf eine sehr ungewöhnliche Weise kennen lernen. Mhairi McFarlane hat mich in erster Linie einfach nur super gut unterhalten. Ich konnte mich zurück lehnen, abschalten, hatte viel zu schmunzeln und habe Harriet und Cal, besonders die Dialoge der beiden, sehr gefeiert. Doch das Buch ist nicht einfach nur eine lockere RomCom über das chaotische Leben einer "Braut, die sich nicht traut". Es beinhaltet auch ernste Themen. Mhairi McFarlane schreibt über toxische Beziehungen, Manipulation in Beziehungen und üble Nachrede und was diese für Auswirkungen haben kann. Ich war überrascht wieviel Tiefgang tatsächlich in dieser Geschichte steckt und habe damit überhaupt nicht gerechnet. Trotz der ernsten Thematiken verliert die Geschichte an keiner Stelle ihre Leichtigkeit. Im Gegenteil, ich finde, dass die Autorin damit Spannung erzeugt hat. Weil ich unbedingt wissen wollte, was Harriet in der Vergangenheit widerfahren ist und welches Päckchen Cal zu schultern hat, habe ich das Hörbuch innerhalb von zwei Nachmittagen verschlungen. Zudem war es toll mitzuerleben, wie Harriet sich entwickelt, wie sie beginnt ihre Beziehungen zu analysieren und etwas gegen die Sache zu unternehmen, die ihr in der Vergangenheit angetan wurde. Ich finde, dass der Autorin der Spagat zwischen lockerer Unterhaltung und Tiefgang sehr gut gelungen ist. Fang jetzt bloß nicht an zu lieben wird sicher nicht das letzte Buch der Autorin sein.

Fazit
Warum habe ich Mhairi McFarlane bislang übersehen? Ich weiß es wirklich nicht. Fakt ist, dass die Autorin ab sofort auf meine Must Read Liste kommt. Für mich hatte das Buch einfach alles was es braucht. Eine Protagonistin, mit der ich mitfühlen konnte, witzige Dialoge, einen für mich unvorhersehbaren und damit überraschenden Plot und unerwartet viel Tiefgang. Aber was am wichtigsten ist: Fang jetzt bloß nicht an zu lieben konnte mich von der ersten Hörminute an bestens unterhalten und hat mir wunderbare Stunden bereitet. Große Empfehlung!

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Highlight

Lightlark von Alex Aster

Wer hätte gedacht, dass 'Lightlark' nach anfänglichen Schwierigkeiten noch ein Highlight wird? Ich ganz sicher nicht. Es ist aber tatsächlich so!

Ich habe 'Lightlark' als Hörbuch begonnen, habe aber bei ca. 30 % das Handtücher geworfen, weil ich absolut keinen Durchblick hatte. Da mich die Thematik aber so richtig fasziniert hat, habe ich dem Buch noch eine Chance gegeben und nochmal von vorne begonnen.

Dieses Mal aber als Printversion. Lange Rede, kurzer Sinn....Ich war schon nach den ersten Seiten gefesselt und richtig begeistert. Die Geschichte ist durch und durch spannend, voller Intrigen und Lügen und man weiß nicht, wem man vertrauen kann und wem nicht.

Alex Asters Schreibstil ist sehr einnehmend und bildhaft. Die Geschichte lässt sich ganz locker lesen. Im Gegensatz zum Hörbuch, dem ich nur schwer folgen konnte. Das liegt vorallem an der Komplexität. Es gibt zahlreiche Völker, Namen und fremde Begriffe...Ich hab das alles beim Hören einfach nicht erfassen können.

Für mich ist 'Lightlark' auf jeden Fall ein Fantasy-Highlight Mut Suchtpotenzial. Das Hörbuch kann ich allerdings leider nicht empfehlen, da ich es schwierig fand der doch recht komplexen Handlung zu folgen.

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Große Liebe

Dark Ivy - Wenn ich falle von Nikola Hotel

Bei mir ist es mittlerweile so, dass die Bücher aus dem Kyss Verlag alle irgendwann bei mir einziehen. Auf 'Dark Ivy' habe ich besonders hingefiebert. Nicht nur, dass ich Nikola Hotels unkomplizierten Schreibstil liebe, mich hat auch das Akademiesetting total angesprochen. Und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Ich habe jede einzelne Seite, jede Szene, das Setting und natürlich die beiden Protagonisten Eden und William sehr geliebt.

Was ich besonders mochte, ist dass die Geschichte trotz ihrer Dramatik sehr unaufgeregt ist. Das ganze lebt von der Atmosphäre und dem toll beschriebenen Akademiesetting. Und auch dir Annäherung der beiden Protagonisten ist sehr gemächlich. Die Idee mit der Blackout Poetry ist genial und ich habe die Art der Nachrichtenübermittlung gefeiert.

Trotz der langsamen Erzählart hat die Geschichte mich total gebannt und gefesselt. Und das Ende hat mich ziemlich zerstört. Ich brauche unbedingt die Fortsetzung!

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Licht gegen Dunkelheit, Fabelwesen und eine ganz eigene Mythologie

Die Chroniken von Lunis - Wächterin des Lichts (Die Chroniken von Lunis 1) von Janelle McCurdy

Manche Bücher versprühen einen ganz eigenen Zauber, dem man sich nur schwer entziehen kann. So geht es mir auch mit 'Die Chroniken von Lunis - Wächterin des Lichts', welches sich ab sofort neben 'Keeper of the Lost Cities' und 'Amari' zu meinen liebsten Kinder- und Jugendbuchreihen zählen darf.

Licht gegen Dunkelheit, Fabelwesen und eine ganz eigene Mythologie...

Janelle McCurdy hat mit ihrem Reihenauftakt eine spannende Welt mit einer ganz besonderen Geschichte und eigenen Mythologie zu Papier gebracht. Ich bin richtig begeistert und habe die Geschichte innerhalb weniger Tage verschlungen.

Die Autorin entführt uns nach Nubis, einer Stadt im Königreich Lunis, die in ewige Dunkelheitheit getaucht ist. Der König der Finsternis hat einst viele Regionen unterworfen und Dunkelheit über die Menschen gebracht. So auch in Nubis, Heimat unserer 12-jährigen Protagonistin Mia und ihrer Familie.

Mia ist eine tolle Protagonistin, die für ihr junges Alter eine viel zu große Last zu tragen hat. Umso authentischer macht es sie, dass sie genau damit hadert. Mia ist nicht perfekt, sie möchte eigentlich keine so große Verantwortung. Und auch, dass es mit ihren Umbras nicht gleich ganz glatt läuft und sie erst lernen muss mir ihrer Fähigkeit umzugehen, macht sie in meinen Augen echter und dadurch einfach liebenswert und sympathisch.

Neben der Perspektive von Mia bekommen wir auch Abschnitte aus den Chroniken der Lichtwächter zu lesen. Gerade diese Kapitel fand ich sehr spannend und auch wichtig für das Worldbuilding.

"Die Sterne lügen nie. Sie erzählen tagtäglich Geschichten, und eine davon ist jeden Monat am Himmel zu sehen: 》Die Legenden der Lichtwächter《.

(Zitat aus 'Die Chroniken von Lunis #1', Seite 7)

Janelle McCurdy hat eine faszinierende Welt erschaffen, die mich im ersten Moment an ein mittelalterlich angelehntes, orientalisches Wüstensetting erinnert hat. Umso mehr hat es mich dann überrascht, als ich mit dem technischen, futuristischen Fortschritt konfrontiert wurde. Wir haben hier also eine doch recht moderne Welt, in der jedoch eine uralte Magie schlummert. Die Menschen können Umbras, gestaltverändernde Fabelwesen beschwören und lernen diese zu zähmen. Mithilfe ihrer Umbras schaffen es die Menschen die Finsternis in Schach zu halten.

Als Nubis angegriffen wird und die Bewohner, sowie auch Mias Eltern, von Handlangern des Königs gefangen genommen werden, kann Mia knapp entkommen. Um ihre Eltern zu retten, muss sie lernen ihre Umbras zu zähmen.

Der Einstieg in die Geschichte ist wirklich rasant und genauso geht es weiter. Gemeinsam mit Mia, aus deren Sicht wir lesen, erleben wir eine Geschichte voller Gefahren, einen Kampf zwischen Gut und Böse, Freundschaft, Vertrauen, Verrat und Loyalität. Die Zutaten sind nicht neu, wurden von Janelle McCurdy allerdings in einer außergewöhnlichen Geschichte verpackt, die mich durchgehend fesseln konnte. Ich finde es auch toll, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und man es theoretisch so auch als Einzelband lesen kann. Auf die Fortsetzung freue ich mich natürlich trotzdem unheimlich.

Fazit

'Die Chroniken von Lunis - Wächterin des Lichts' ist ein faszinierender Reihenauftakt mit einer in sich abgeschlossen Handlung, einer tollen Protagonistin, außergewöhnlicher Magie und Fabelwesen. Ich habe die Geschichte vom Kampf des Lichts gegen die Dunkelheit wirklich gerne gelesen und kann das Kinder- und Jugendbuch wärmstens empfehlen.

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(Vor)weihnachtszauber in Norpond Creek

This (Last) Christmas von Julia Pelzer

Mit 'This (last) Christmas', einer winterlich-weihnachtlichen Liebesgeschichte aus der Feder von Julia Pelzer habe ich mein Weihnachtsprogram, was das Lesen angeht, mehr als würdig beendet. Mir hat das Buch viele wunderbare Wohlfühlmomente beschert und bis auf ein paar Kleinigkeiten hat mir einfach alles gefallen.

(Vor)weihnachtszauber in Norpond Creek...

Studentin Romy fährt über Weihnachten nach Hause zu ihrer Familie. Dort angekommen, fällt sie aus allen Wolken, als ihr ausgerechnet ihr Ex-Freund Finn, der sie vor rund 2 Jahren ohne eine Wort zu sagen verlassen hat, über den Weg läuft. Und dann geht auch noch Romys geliebte alte Gitarre zu Bruch. Um sich eine neue finanzieren zu können, meldet sich Romy kurzerhand beim Weihnachtswettberb der Stadt an. Doch schon die erste Aufgabe hat es in sich. Finn bietet sich kurzerhand als Hilfe an. Je mehr Zeit die beiden beim Lebkuchenhaus backen, Iglu bauen und Nussknacker restaurieren gemeinsam verbringen, umso mehr Gefühle leben wieder auf.

»Was hättest du gemacht, wenn ich dich vorhin gebeten hätte, wieder zu gehen?« »Hättest du nicht.« »Was macht dich da so sicher?« »Du.«

(Zitat aus 'This (last) Christmas, Pos. 1920 von 5007)

Romy und Finns Geschichte hat mir vorallem wegen dem zauberhaften Setting und der vielen kleinen und unaufgeregten Wohlfühlmomente gefallen. Norpond Creek ist eine amerikanische Kleinstadt, in welcher das Weihnachtsfest von den Einwohnern mit viel Liebe zelebriert wird. Julia Pelzer ist es unglaublich gut gelungen den Zauber von Weihnachten einzufangen und für stimmungsvolle Atmosphäre zu sorgen. Ganz besonders die Idee rund um den Weihnachtswettbewerb, welcher sich durch dir gesamte Handlung zieht, finde ich klasse. Nicht nur, dass ich Romys Sieg entgegengefiebert habe, man fiebert auch dem Happy End von Romy und Finn entgegen.

Romy und Finn mochte ich beide sehr gerne. Romy hat ein riesengroßes Herz. Sie spielt leidenschaftlich gerne Gitarre, allerdings nur für sich selbst. Sie liebt Weihnachten, ihre Heimat Norpond Creek und ihre Familie über alles. Auch Finn konnte mit seiner hilfsbereiten Art und seinem Humor bei mir punkten. Was mir bei beiden aber ein bisschen gefehlt hat, ist die mangelnde Kommunikation. Ich habe schon nicht verstanden, warum Finn sich wortlos aus Romys Leben verabschiedet hat. Aber warum macht er auch nach dem Wiedersehen so ein großes Geheimnis daraus? Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich die Auflösung des Ganzen nicht wirklich greifen konnte. Und natürlich kommt es dann auch nochmal zu ein bisschen Drama, welches ich aber auch nicht nachvollziehen konnte. Ich verstehe Romys Enttäuschung zwar schon irgendwie, finde ihre Reaktion aber übertrieben. Die "Missverständnisse" hätte man alle mit Kommunikation leicht aus dem Weg schaffen können. Da mir das ganze Drumherum aber wirklich sehr gut gefallen hat, kann ich ganz gut darüber hinwegsehen.

'This (last) Christmas' bekommt von mir eine große Leseempfehlung.

Fazit:

'This (last) Christmas' hat mich mit seiner weihnachtlichen Atmosphäre, dem Kleinstadtsetting und der Idee mit dem Weihnachtswettberb rundum überzeugt. Julia Pelzer hat ein absolutes Wohlfühlbuch geschrieben, dass sich super leicht und flüssig lesen lässt. Nur das "Problem" an sich bzw. das daraus resultierende Drama gegen Ende waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Da ich Romy und Finn aber sehr gerne mochte und ich die gemeinsamen Momente der beiden wunderschön fand, kann ich darüber ganz gut hinwegsehen.

Leseempfehlung für alle, die gerne Liebesromane mit Kleinstadtsetting lesen!

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Hazel und Cameron

Shatter and Shine von Sarah Stankewitz

'Rise and Fall' war ein großes Highlight für mich. Daher war klar, dass ich auch Band 2 der Faith-Reihe lesen muss. 'Shatter and Shine' hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es mich emotional nicht ganz so berührt hat wie der erste Teil.

Hazel & Cameron...

In diesem Band geht es um Hazel, Skys beste Freundin, welche wir schon in 'Rise and Fall' kennen gelernt haben.

Hazel hat ihren Freund im Afghanistan-Krieg verloren. Der Schmerz über den Verlust sitzt tief. Kraft geben Hazel einerseits ihr kleiner Bruder Jamie, die Farm ihres geliebten Großvaters un ihre Arbeit als Lehrerin für Gebärdensprache. In einem ihrer Kurse lernt sie den verschlossenen Cameron kennen. Ein Kriegsveteran, der sei Gehör bei einem Bombenanschlag verloren hat. Cameron hat auch einen guten Draht zu Hazels gehörlosen kleinen Bruder Jamie und so kommt er auch Hazel immer näher.

Auch dieses Mal ist es Sarah Stankewitz gelungen Charaktere zu erschaffen mit denen man mitfiebert und mitleidet. Abgesehen davon, dass ich Jamie unglaublich süß finde und er jede seiner Szenen mit Sonnenschein füllt, sind Hazel und Cameron sehr greifbar und tiefgründig. Hazel kämpft mit ihrer Trauer, sieht dabei mutig und stark in die Zukunft und lässt sich nicht unterkriegen. Cameron wird von seinen dunklen Dämonen gejagd. Der Krieg und das dort Erlebte haben ihn gezeichnet. Er ist traumatisiert. Cameron hat große Verluste erlitten und selber fast sein Leben verloren. Sowohl Hazels, als auch Camerons Gedanken und Handlungen, sowie die Annäherung der beiden, sind für mich absolut nachvollziehbar und authentisch.

Ich fand Hazel und Camerons Geschichte wirklich wunderschön. Allerdings konnte sie mich emotional nicht ganz so abholen wie der erste Band. Das liegt vorallem daran, dass durch eine Wendung im letzten Drittel unnötig viel Drama inszeniert wird, welches in meinen Augen gar nicht notwendig gewesen wäre. Es war auch das einzige Mal, dass ich Hazels Beweggründe nicht verstanden habe und ihr Handeln übertrieben war.

Nichts desto trotz habe ich auch 'Shatter and Shine' sehr geliebt und ich freue mich jetzt schon auf den Abschluss der Trilogie 'Dream and Dare, welcher im Frühjahr 2023 erscheint.


Fazit:

Sarah Stankewitz hat wieder einmal große Emotionen auf Papier verewigt. Es geht um große Verluste, schwere Schicksalsschläge und Kriegstraumata, aber auch darum den Weg zurück ins Leben zu finden.

Mir hat auch der zweite Band der Faith-Trilogie sehr gut gefallen, auch wenn es mir stellenweise zu viel aufgebauschtes Drama war. Trotzdem gibt's eine große Empfehlung für alle, die auf großes Gefühlskino stehen.

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