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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Banecrofts Geschichte

Love Will Tear Us Apart von C. K. McDonnell

Es war mir wieder mal ein Fest die (un)heiligen Hallen der ‚Stranger Times‘ zu betreten. Banecroft und sein Team zu treffen, ist wie heimkommen zur Familie – sie nerven unheimlich, aber man kann auch nicht ohne. Ich habe sie mittlerweile alle in mein Herz geschlossen – Banecroft, Grace, Hannah, Oz & Co.

sind während der ersten beiden Teile zu meiner ganz besonderen ‚Found Family‘ geworden, deren Macken ich lieben gelernt habe. Und das hat sich auch mit diesem Band nicht geändert. Ich habe die Geschichte von vorne bis hinten geliebt.

Dieses Mal ist es Vincent Banecroft höchstpersönlich, der in den Fokus gerät. Die Ereignisse, die sich zutragen – die Verschwörung, die ans Licht kommt – ist nämlich eng mit seiner persönlichen Geschichte verknüpft. Was das alles mit Hannahs merkwürdigem Verhalten, ihrer Kündigung und einem höchst suspekten New-Age-Kurzentrum zu tun hat, muss natürlich jeder selbst herausfinden. Ich kann nur sagen, dass es wieder unglaublich viel Spaß gemacht hat dem Übernatürlichen in Manchester auf den Zahn zu fühlen. Das einzige, was ich etwas schade fand, ist, dass Vincent Banecroft tatsächlich relativ wenige Szenen eingenommen hat, obwohl das Buch ja seine Geschichte erzählt. Seine bissigen Sprüche habe ich schon etwas vermisst.

Die Handlung ist rasant, überraschend sowie wendungsreich und steckt voller Witz. Meine Lachmuskeln wurden ordentlich beansprucht. Ich feiere C.K. McDonnels trockenen, vor Sarkasmus triefenden, schwarzzüngigen Humor jedes Mal aufs Neue. Und das Ende lässt mich hoffen, dass wir vielleicht bald noch mehr Investigativjournalismus zu lesen bekommen. Ich bin jedenfalls noch lange nicht so weit Abschied zu nehmen von Banecroft und seinem Team.

Fazit:

Zu einer meiner Lieblingsreihen gesellt sich ein neuer Lieblingsband. Im Ranking liegt der 3. Teil der ‚Stranger Times‘-Reihe ganz vorne. Ich habe eigentlich alles davon geliebt. Die außergewöhnlichen Charaktere, die mittlerweile wie Familie sind, den bissigen Humor, die übernatürlichen Ereignisse und ganz besonders den grandiosen Schreibstil bzw. die tolle Übersetzung von André Mumot.

Große Liebe und große Empfehlung!

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Ein Klassiker für Kinder neu erzählt

Der geheime Garten von Calista Brill

Vielfach nacherzählt, neu interpretiert und verfilmt – ‚Der geheime Garten‘ von Frances Hodgson Burnett zählt nicht umsonst zu den beliebtesten Klassikern der Literaturgeschichte. Und jetzt können ihn auch die Kleinsten in die wunderbare Geschichte über Freundschaft und den Zauber der Natur eintauchen.

Autorin Calista Cabrill hat die Geschichte vom jungen Waisenmädchen Mary, das zu ihrem Onkel nach England geschickt wird, um bei diesem auf dem Anwesen Misselwaithe Manor zu leben, für Kinder ab 4 Jahren adaptiert bzw. stark gekürzt zusammengefasst. Der Kern der Geschichte und die Grundaussagen sind dabei erhalten geblieben. Das Ergebnis ist eine magische, zauberhafte Erzählung über einen Neubeginn, dem Erforschen und Entdecken von Geheimnissen, neuen Freundschaften und dem Zauber der Natur. Genauso wie die Blumen im geheimen Garten erblühen, erblüht auch Mary wieder zu neuem Leben.

Da ich die Geschichte kenne, fand ich das Kinderbuch an einigen Stellen etwas zu stark gekürzt. Mir hat teilweise der Zusammenhang gefehlt. Aber, meine 4-jährige Tochter war und ist begeistert. Was mir gefehlt hat, ist meiner Tochter absolut nicht abgegangen bzw. hat sie auch viel aus den Bildern gelesen und interpretiert. Die zauberhaften Illustrationen von Adelina Lirius sind auch das, was wohl als erstes beim Aufschlagen des Buches ins Auge springen. Ich habe mich in den Zeichenstil und die Farbenpracht sofort verliebt und sie waren mitunter ein Grund, warum ich das Buch bei uns einziehen lassen musste.


Fazit:
Neu erzählt und unglaublich schön illustiert, ist ‚Der geheime Garten‘ nun auch für Kinder ab 4 Jahren zu erleben. Auch wenn mir die Geschichte an einigen Stellen zu stark gekürzt wurde, bin ich sehr begeistert, denn die Kernaussagen „Freundschaft“ und „die Magie und die Kraft der Natur“ sind erhalten geblieben. Große Liebe und Empfehlung!

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Toll gestaltet

Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Schulfreunde von Dela Kienle

Ich habe das Freundebuch entdeckt, war sofort angetan und habe das Büchlein gleich Mal als Geschenk für einen 6-jährigen Schulanfänger gekauft. Die Begeisterung war groß, nicht nur auf meiner Seite.

Mir sind vorallem die Fakten zum Ausfüllen positiv aufgefallen, da man wirklich alles leicht beantworten kann.

Neben den Klassikern wie "Lieblingstier", "Lieblingsbuch" und "Hobbies", gibt es auch Bilder zum Ausmalen, z.B. die Augenfarbe und Fakten zum Ankreuzen. Platz für ein Foto gibt es natürlich auch. Außerdem werden am Ende jedes Abschnittes kleine Wissenshäppchen serviert. Es wäre ja sonst auch kein Wieso? Weshalb? Warum?-Buch.

Fazit:

Ein Freundebuch für Jungs und Mädels, dass Spaß beim Ausfüllen bringt und wissenswerte Infos vermittelt. Ich bin wieder einmal begeistert von der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe.

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Der Anfang vom Ende....

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz von Stella Tack

'Finde heraus, wer du bist und was du sein willst in dieser Welt, und es wird nicht mehr viel geben, was dich aufhalten kann.'

(Zitat aus ‚Ever & After – Der schlafende Prinz‘, S. 285)

Meine Meinung:

Nachdem Stella Tacks letztes Buch absolut überzeugt hat, musste ich natürlich auch ihr neuestes Buch schnellstmöglich lesen.

Und Märchenadaptionen mag ich sowieso wahnsinnig gerne. Gesagt, getan – ich habe mich ins Abenteuer gestürzt und bin in eine ziemlich brutale und blutige Geschichte gestoßen worden, in der ausnahmsweise einmal nicht der Prinz die Prinzessin wachküssen muss, sondern eben genau umgekehrt. Was soll ich sagen? Ich habe jede Seite davon geliebt.

Stella Tacks Schreibstil ist einfach grandios. So herrlich unkompliziert und flüssig zu lesen. Und ich feiere den Humor der Autorin jedes Mal aufs neue. Obwohl die Handlung düster und ziemlich brutal ist, kommt der Humor nicht zu kurz.

Auch die erschaffenen Charaktere könnten überzeugen, allen voran Rain White, eine Nachfahrin von Schneewittchen, die kurz vor ihrem 18. Geburtstag steht und von den alten Geschichten ihrer Großmutter nicht viel hält. Schon gar nichts von dem Brauch zur Volljährigkeit einen schlafenden Prinzen, der in der Gruft des Tower of London vor sich hin vegetiert zu küssen. Einer Legende nach soll der Kuss der wahren Prinzessin den Prinzen ins Leben zurück holen. Als Rain gegen ihren Willen an ihrem Geburtstag ihre „Pflicht“ erfüllt, passiert etwas mit dem sie nie gerechnet hätte. Der Prinz erwacht und mit ihm ein Fluch, der die Welt ins Chaos stürzt. Um alle zu retten, muss sich Rain sieben Prüfungen stellen.

Die Handlung ist spannend, temporeich, grausam und blutig. Es gibt einige Wendungen, die ich so nicht erwartet habe und nicht immer ist klar, wem man vertrauen kann. Ich gebe zu, man kann schon leicht den Überblick verlieren, weil so viel passiert. Eine Liebesgeschichte bzw. ein kleines Love Triangle gibt es auch, allerdings eher untergeordnet.

Toll finde ich, wie Stella die Klassiker der Gebrüder Grimm in ihr modernes Märchen eingebaut hat. Teilweise hat sie diese frei interpretiert, man kann sie aber ganz eindeutig zuordnen. Es macht einfach Spaß die Märchen zu entdecken und die Nachfahren von Schneewittchen, Frau Holle, Aschenputtel und Co. kennen zu lernen.

Und dann kam das Ende. Ein für mich bitteres Ende. Ich würde gerne schreiben ‚Ende gut, alles gut‘, aber leider kann ich das nicht bei diesem Cliffhanger und einem Jahr Wartezeit auf die Fortsetzung.

»Auch gute Menschen können aus den richtigen Gründen schreckliche Dinge tun. Vor allem wenn es aus Liebe ist.«

(Zitat aus ‚Ever & After – Der schlafende Prinz‘, S. 288)

Fazit:

Stella Tack hat mich mit ihrer Art Geschichten zu erzählen und ihrem Humor wieder einmal komplett vereinnahmt und gefesselt. Der Reihenauftakt hat mich absolut überzeugt. Genau so mag ich meine Märchen: düster, rasant und wendungsreich.

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Eine Liebe geboren aus einem Fluch

Psyche und Eros von Luna McNamara

Auf die Geschichte von Psyche und Eros habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Und Luna McNamara hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Eingenommen vom wirklich schön und leicht zu lesenden, sehr lebendigen Schreibstil der Autorin, bin ich tief in die Griechische Mythologie eingetaucht, habe viele Aspekte dieser neu erfahren, bin auf alte Bekannte gestoßen und habe Psyche, Eros, sowie deren verfluchte Liebesgeschichte, kennen gelernt.

Luna McNamaras Interpretation des Mythos hat mir unglaublich gut gefallen, vorallem weil das Buch soviel mehr als „nur“ die Geschichte von Psyche und Eros beinhaltet. Durch die beiden Protagonisten, die auf den ersten 100 Seiten jeweils aus ihrem Leben erzählen, lernen wir die beiden schon sehr gut kennen. Während Prinzessin Psyche aufgrund der Prophezeihung eines Orakels von Atalante zur Kriegerin ausgebildet wird, tauchen wir mit Eros tief in die Griechische Mythologie ein, gehen bis zu den Anfängen – zu Gaia und der Erschaffung der Welt; quasi der Geburt der Götter

Als Psyche und Eros Aphrodites Fluch zum Opfer fallen, beginnt nach rund einem Drittel deren gemeinsame, sehr außergewöhnliche Geschichte. Eine Liebesgeschichte, geboren aus einem Fluch, die den beiden viel abverlangt und unzählige Hürden bereit stellt.

Grandios fand ich auch die Handlung eingebetteten Sagen und Mythen. So treffen wir zum Beispiel auf Klytemnestra und Iphigenie, auf Elektra und die schöne Helena. Selbst Medusa erhebt ihre Stimme. Ich fand die ganzen Verbindungen unglaublich toll, vorallem leicht verständlich geschrieben und auch nicht zu verwirrend, obwohl eben viele Namen fallen. Die Autorin hat sich auch einige künstlerischen Freiheiten genommen und auch diese fand ich sehr gelungen und passend.

Luna McNamara ist es gelungen mich an die Seiten zu fesseln. Vorallem die zweite Hälfte fand ich unglaublich spannend. Bis zum Ende habe ich mit Psyche und Eros mitgefiebert und einmal mehr die antike Welt, Griechenland, seine Mythen, Sagen und Götter gefeiert.


Fazit:

Luna McNamara hat mich auf eine faszinierende Reise mitgenommen und mich tief in die Griechische Mythologie eintauchen lassen. Neben der tragischen Liebesgeschichte von Psyche und Eros, die aus einem Fluch geboren ist, erzählt die Autorin viele weitere Sagen und Mythen – von Gaia und dem Chaos am Anfang der Welt bishin zu Helena von Troja. Große Empfehlung für Fans Griechischer Mythologie und auch jenen, die sich an diese noch herantasten wollen.

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Zu viele offene Fragen

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Sabine Schoder hat sich von der wohl tragischsten Liebesgeschichte der klassischen Literatur inspirieren lassen. Ich war total neugierig auf ihre ‚Romeo & Julia‘-Interpretation, muss aber letztlich sagen, dass mich die Autorin mit mehr Fragen zurück gelassen, als beantwortet hat. Kreativ und eigenwillig ist der Reihenauftakt aber allemal.

Die Handlung dreht sich um die 17-jährige Joy, welche auf den Theaterbühnen der Welt aufgewachsen ist. Ihr Vater ist Schauspieler, ihre Mutter kennt Joy nicht. Joy ahnt von ihrer Abstammung nichts, bis sie kurz vor einer Vorstellung ihres Vaters von einer seltsamen Organisation – der ‚Romeo & Juliet‘-Society nach Verona entführt wird. Dort soll sie eine Akademie besuchen, die von Mitgliedern der Familien Capulet und Montague besucht und geführt wird. Auf den Nachfahren der verfeindeten Familien lastet bis heute ein Fluch. Alle 17 Jahre muss sich ein Liebespaar opfern, damit die anderen überleben. Für Joy, die der Familie Capulet zugeordnet wurde, bedeutet dies, sich niemals in einen Montague zu verlieben.

Normalerweise bin ich immer Feuer und Flamme, wenn es um Akademien Familiengeheimnisse und Flüche geht. Und den Einstieg fand ich auch richtig vielversprechend. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem ich die Auswirkungen des Rosenfluches selbst zu ’spüren‘ bekommen habe. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich gefühlt nur mehr Fragen, die allerdings zu mindest in diesem Auftaktband nicht beantwortet wurden. Warum gibt es den Fluch überhaupt und in welchen Zusammenhang steht der Unstern damit? Nur zwei der Fragen, deren Beantwortung für mein Verständnis wichtig gewesen wären. Abgesehen von den vielen Lücken ist der Fluch selbst auch recht skurril.

Einige Spannungsmomente gibt es schon auch, insgesamt für mich aber zu wenig. Positiv fand ich hingegen, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck ausgeblieben ist. Joy steht zwar schon zwischen beiden rivalisierenden Fürsten der Häuser Capulet und Montague. Es ist was die Liebesgeschichte allerdings betrifft eine Richtung vorgegeben. Das Hin und Her zwischen den Auserwählten, was ich so gar nicht mag, bleibt zum Glück aus.

Während ich Joy, Rhyme und Cut sehr gut fassen konnte, sind die zahlreichen Nebencharaktere leider sehr oberflächlich geblieben. Bis zum Schluss habe ich sie teilweise nicht auseinanderhalten können, was für mich ein typisches Zeichen ist, dass es mir an charakterlicher Ausgestaltung fehlt.

Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, steht noch in den Sternen. Aufgrund der vielen unbeantworteten Fragen hat mir der rote Faden gefehlt.

Fazit:

Eines ist Sabine Schoders Reihenauftakt definitiv: sehr eigenwillig und überaus kreativ. So kannte ich die Geschichte von ‚Romeo & Julia‘ jedenfalls noch nicht. In dieser Hinsicht fand ich das Buch auch gut, weil es eigene Wege geht. Allerdings konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen, was vorallem daran liegt, dass so gut wie keine Fragen zum Fluch, der auf den Nachfahren der Familien Capulet und Montague lastet, beantwortet werden.

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Zu viele offene Fragen

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Sabine Schoder hat sich von der wohl tragischsten Liebesgeschichte der klassischen Literatur inspirieren lassen. Ich war total neugierig auf ihre ‚Romeo & Julia‘-Interpretation, muss aber letztlich sagen, dass mich die Autorin mit mehr Fragen zurück gelassen, als beantwortet hat. Kreativ und eigenwillig ist der Reihenauftakt aber allemal.

Die Handlung dreht sich um die 17-jährige Joy, welche auf den Theaterbühnen der Welt aufgewachsen ist. Ihr Vater ist Schauspieler, ihre Mutter kennt Joy nicht. Joy ahnt von ihrer Abstammung nichts, bis sie kurz vor einer Vorstellung ihres Vaters von einer seltsamen Organisation – der ‚Romeo & Juliet‘-Society nach Verona entführt wird. Dort soll sie eine Akademie besuchen, die von Mitgliedern der Familien Capulet und Montague besucht und geführt wird. Auf den Nachfahren der verfeindeten Familien lastet bis heute ein Fluch. Alle 17 Jahre muss sich ein Liebespaar opfern, damit die anderen überleben. Für Joy, die der Familie Capulet zugeordnet wurde, bedeutet dies, sich niemals in einen Montague zu verlieben.

Normalerweise bin ich immer Feuer und Flamme, wenn es um Akademien Familiengeheimnisse und Flüche geht. Und den Einstieg fand ich auch richtig vielversprechend. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem ich die Auswirkungen des Rosenfluches selbst zu ’spüren‘ bekommen habe. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich gefühlt nur mehr Fragen, die allerdings zu mindest in diesem Auftaktband nicht beantwortet wurden. Warum gibt es den Fluch überhaupt und in welchen Zusammenhang steht der Unstern damit? Nur zwei der Fragen, deren Beantwortung für mein Verständnis wichtig gewesen wären. Abgesehen von den vielen Lücken ist der Fluch selbst auch recht skurril.

Einige Spannungsmomente gibt es schon auch, insgesamt für mich aber zu wenig. Positiv fand ich hingegen, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck ausgeblieben ist. Joy steht zwar schon zwischen beiden rivalisierenden Fürsten der Häuser Capulet und Montague. Es ist was die Liebesgeschichte allerdings betrifft eine Richtung vorgegeben. Das Hin und Her zwischen den Auserwählten, was ich so gar nicht mag, bleibt zum Glück aus.

Während ich Joy, Rhyme und Cut sehr gut fassen konnte, sind die zahlreichen Nebencharaktere leider sehr oberflächlich geblieben. Bis zum Schluss habe ich sie teilweise nicht auseinanderhalten können, was für mich ein typisches Zeichen ist, dass es mir an charakterlicher Ausgestaltung fehlt.

Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, steht noch in den Sternen. Aufgrund der vielen unbeantworteten Fragen hat mir der rote Faden gefehlt.

Fazit:

Eines ist Sabine Schoders Reihenauftakt definitiv: sehr eigenwillig und überaus kreativ. So kannte ich die Geschichte von ‚Romeo & Julia‘ jedenfalls noch nicht. In dieser Hinsicht fand ich das Buch auch gut, weil es eigene Wege geht. Allerdings konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen, was vorallem daran liegt, dass so gut wie keine Fragen zum Fluch, der auf den Nachfahren der Familien Capulet und Montague lastet, beantwortet werden.

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Trotz einiger Längen und relativ wenig Handlung ein großartiger 9. Band

Keeper of the Lost Cities - Sternenmond (Keeper of the Lost Cities 9) von Shannon Messenger

»Das Problem dabei, die Anführerin einer ganzen Bewegung zu sein, ist, dass man bereit sein muss, alles zu tun, um die gemeinsame Sache voranzubringen.«

(Zitat aus 'Keeper of the Lost Cities - Sternenmond')

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan der Reihe bin, die mittlerweile bei Band 9 angelangt ist.

Auch 'Sternenmond' hat mir wieder richtig gut gefallen, wobei ich auch sagen muss, dass dieser Band nicht ganz mit den vorherigen Teilen - insbesondere den ersten 4 - mithalten kann, die ich durchgehend spannend in Erinnerung habe. Dieses Mal hat es etwas gedauert bis die Dinge ins Rollen kommen. Tatsächlich passiert sogar relativ wenig wie ich finde. Dafür gibt es viele, viele Gespräche, vorallem unter Sophie und ihren Freunden. Es wird viel gerätselt, hitzig diskutiert und die nächsten Schritte besprochen. Einmal mehr wird Sophie zur Anführerin im Kampf gegen die Neverseen und Lady Gisela, wobei ihre Handlungen und Vorschläge nicht immer von allen gut angenommen werden. Außerdem möchte Sophie mehr über Keefes Vermächtnis und 'Sternenmond' herausfinden. Und dann sind da auch noch Sophies Gefühle, die sie zu überrollen drohen.

Die erste Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl ein bisschen auf der Stelle zu treten. Die großen Wendungen und Enthüllungen kommen erst relativ spät. Dafür hat mich die zweite Hälfte dann richtig mitgerissen und gefesselt. Und über das Ende möchte ich eigentlich gar nicht nachdenken. Es hat unzählige Fragen aufgeworfen. Dort wartet nämlich ein riesiger Cliffhanger, der mich ziemlich zerstört hat.

Sophie fand ich wieder einmal großartig; ganz besonders die Entwicklung, die sie in der Reihe durchgemacht hat. Ein bisschen wehmütig war ich wegen Keefe, der untergetaucht und daher nicht ganz so präsent ist. Seine humorvolle Art und seine Sprüche sind mir richtig abgegangen. Ro hat ihn zwar würdig vertreten, aber sie ist eben nicht Keefe. Dafür hat mich eine Entwicklung ganz besonders gefreut und mir unschuldiges Herzklopfen bereitet, weshalb ich seine kurzfristige Abwesenheit verzeihen kann.

»Sie wollten uns zu verstehen geben, dass es von nun an keinen Moment der Ruhe mehr geben wird – und dass nichts, das uns etwas bedeutet, sicher ist.«

(Zitat aus 'Keeper of the Lost Cities - Sternenmond')

Fazit:

Als großer Fan der Reihe freue ich mich über jeden Teil, der noch folgt. Und auch wenn der 9. Teil sich vorallem in der ersten Hälfte etwas gezogen hat und es in den 700 Seiten verhältnismäßig wenig Handlung gab, habe ich ihn wahnsinnig gerne gelesen. Und die Enthüllungen, sowie auch Sophies und Keefes Entwicklung haben mich sowieso begeistert. Umso mehr freue ich mich jetzt auf das große Finale!

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Faszinierender Mix aus historischen Tatsachen, alten Mythen und Fantasy

Die Schwarze Königin I von Markus Heitz

Markus Heitz ist aus meinem Bücherregal nicht mehr weg zu denken und auch sein neuer Roman konnte mich begeistern. 'Die schwarze Königin' ist ein faszinierender Mix aus historischen Tatsachen, alten Mythen und Fantasy. Heitz lässt uns auf zwei Zeitebenen die Geschichte Vlad II., den wir auch als den Pfähler, kennen, erkunden.

In der Gegenwart unternimmt der junge Len eine Rundreise ins Banat, die ihn auch nach Prag führt. Dort überschlagen sich die Ereignisse. Len wird überfallen, fast getötet und von grauenhaften Wesen angegriffen. Die Geschichten seiner Großmutter, er sei ein Draculesti, der letzte Nachfahre des Drachenordens scheinen sich zu bewahrheiten.
Von einer ehemaligen Geschichtsprofessorin erfährt Len einiges über die Vergangenheit. Wir sind hingegen hautnah dabei im Jahr 1400. Die junge Königin Barbara von Cilli trifft bei Hofe in Buda auf Vlad. Beide spüren sofort eine Verbindung zueinander. Und so kommt es, dass Barbara und Vlad sich im Kampf gegen die Kreaturen der Nacht, die Strigoi, zusammentun. Mit Barbaras alchemistischen Wissen und Können und Vlads Schwert ziehen sie in den Krieg.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir dieses Mal nicht ganz so leicht gefallen wie sonst bei Heitz' Romanen. Viele Namen und fremde Begriffe sind auf mich eingeprasselt. Namen und Orte, deren Schreibweise meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken gebracht haben. Das hat sich allerdings mit zunehmender Seitenzahl gebessert und ich konnte das Buch dann auch richtig genießen. Wobei Genuss vielleicht nicht ganz zutrifft, denn das Buch ist in erster Linie düster und auch ziemlich brutal. Markus Heitz Schreibstil ist zudem unglaublich detailliert und er verliert sich gerne in historischen Berichten. So authentisch das Spätmittelalter auch dargestellt wird, war es mir an manchen Stellen dann doch etwas zu viel "Geschichtsbuch". Und trotzdem war ich fasziniert und gebannt von den Geschehnissen. Ja, Markus Heitz weiß eben zu fesseln. Egal ob mit Zwergen oder Vampiren.

Fazit:

'Die schwarze Königin' ist ein genialer Mix aus historischem Roman, alten Legenden und Fantasy. Abwechselnd aus der Gegenwart und dem Spätmittelalter geschrieben tauchen wir mit Len, Königin Barbara von Cilli und dem jungen Vlad, dem Vater des späteren Pfählers, ein, in eine Welt voll dunkler Kreaturen, Strigoi und Djinns.

Große Empfehlung für Fans des Autors und all jene, die gerne Fantasy mit historischem Anstrich lesen.

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Weniger Müll, mehr Spaß

Die Schwarze Königin I von Markus Heitz

Wir, das sind Töchterchen (4) und Sohnemann (2) sind große Fans der 'Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher'. Als Hörspiel waren die Bücher aber bislang neu für uns.

Ganz ohne Klappen, Drehscheiben und Bilder beginnt das Erlebnis mit einer tollen und eingängigen Titelmusik. Das Lied macht einfach Spaß und Stimmung und macht Lust neues Wissen zu erwerben.

Und die Kinder tanzen auch fleißig dazu und singen mit. Ein echter Hörwurm!

Gesprochen wird das Hörbuch von mehreren Sprechern. Und das wirklich richtig toll. Man hat das Gefühl mitten drin zu sein im Geschehen.

Beim Kaninchenstall ausmisten und Spielhaus bauen fällt ganz schön viel Müll an. Einiges kann auf den Kompost, doch leider sind die Mülltonnen voll. Sonja beschließt also mit den Kindern Emma und Henry auf den Wertstoffhof zu fahren. Im Zuge dessen lernen Emma und Henry, genauso wie wir Zuhörer viel über die Umwelt, welchen Müll es so gibt, wie Mülltrennung funktioniert, aber auch wie man z.B. bewusst einkauft und Müll vermeidet. Folgende Kapitel, die jeweils durch musikalische Einschübe getrennt sind erwarten dich:

1. Wie entsteht unser Müll?
2. Warum trennen wir unseren Müll?
3. Was ist Biomüll?
4. Wie kann ich Lebensmittel retten?
5. Wie kann ich Papier sparen?
6. Was entsteht aus Altpapier?
7. Warum gibt es soviel Plastik?
8. Was passiert mit dem Plastikmüll?
9. Warum sortieren wir Glas?
10. Woraus bestehen andere Verpackungen?
11. Was ist Restmüll?
12. Wohin mit alten Möbeln und Geräten
13. Welchen Müll gibt es in der Natur?
14.Wie kommt unser Müll in die Gewässer?
15. Wie kann ich Müll vermeiden?
16. Was ist zu schade für den Müll?

Die geschilderten Alltagssituationen sind alle toll gewählt und sehr authentisch. Vom Einkaufen im Unverpackt-Laden, bis zum Basteln mit Klopapierrollen oder Müllsammeln im Park - es sind Situation, die man sich super vorstellen. So macht Lernen Spaß!

Fazit:

Für mich ein funktioniert die Reihe auch als Hörbuch. Durch die tollen Sprecher taucht man in die Geschichte und lernt anhand von Alltagssituationen viel Wissenswertes über Müll und unsere Umwelt. Daumen hoch!

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