Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Barbara F:
märchenhaft
Valdombra (Bd. 1) von Martina Folena
Isa lebt mit ihrem Bruder Teo und ihrem Vater, dem Kerzenmacher im Finstertal. Dort gibt es nur wenige Stunden Sonne und viel zu erleben. Als Erdbeben den Ort Talsend und andere Ortschaften von Valdombra heimsuchen haben viele Menschen plötzlich kein Dach mehr über dem Kopf und alle sprechen von einer Katastrophe, die es ja wirklich ist.
Ob ein mystischer Drache damit zu tun hat wie es die Erzählung besagt?
Isa und Teo machen sich gemeinsam mit dem Postboten Anselmo auf den Weg diesen Drachen zu finden. Dabei erleben sie einige Abenteuer, die sie gemeinsam bewältigen müssen.
Das Buch kann als modernes Märchen bezeichnet werden finde ich, denn es beinhaltet nicht nur eine mystische Geschichte voller unglaublicher Ereignisse sondern beschäftigt sich auch mit dem Geschwisterverhältnis, Zusammenhalt, Neugier (vorallem Teo der allen Löcher in den Bauch fragt) und mit der Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.
Das "Reisetagebuch von Isadora Lucerna" in der Mitte fand ich sehr hilfreich, da man so die Route gut nachvollziehen konnte.
einfach nur magisch
Die Insel der magischen Wächter - Der große Test von Christina Soontornvat
Das besondere Mädchen Berry, die Lotusinsel und die Wächterakademie sind zentrale Begriffe in "Die Insel der magischen Wächter: Der Test"
Berry lebt mit ihren Großeltern auf der Kleinen Insel und hat eine einzigartige Eigenschaft, sie kann mit Tieren und Pflanzen sprechen. Deshalb wird sie auch an die Wächter Akademie eingeladen.
Wächter beschützen die Tier- und Pflanzenwelt und jeder Wächter muss eine besondere Aufgabe erfüllen. Um ein richtiger Wächter zu werden, muss man sich allerding in ein magisches Seelentier verwandeln können. Berry hat Sorge, dass sie es nicht schaffen wird. Ich werde es hier auch nicht verraten ob es ihr gelingt oder nicht :-)
An der Akademie trifft Berry noch weitere Kinder mit besonderen Eigenschaften und es dauert einige Zeit, bis sie weiß, dass sie auch dazugehören kann.
Gemeinsam erleben sie dann sehr viele Abenteuer und entwickeln sich weiter.
Der Autorin Christina Soontornvat und der Illustratorin Alina Brost ist es gelungen eine phantastische Welt zu erschaffen in die man sich schnell eingelesen hat. Die Geschichte ist einerseits sehr phantasievoll, andererseits auch gut auf das Leben von Jugendlichen umsetzbar. Die Landkarte im Buch hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir uns gut orientieren konnten und so die Route von Berry nachvollziehen konnten.
Neuanfang
FREI - Bester Sommer (FREI 1) von Sarah Welk
Als Sohn einer Künstlerin hat es Josh nicht immer leicht, denn Pola sucht immer wieder nach neuen Inspirationen.
Nun hofft sie diese in Pottloch zu finden und zieht mit ihrer Partnerin und Josh dorthin, was ihren Sohn nicht sehr begeistert.
Kaum in der neuen Schule angelangt geht es schon für 5 Tage zu Projekttagen in den Wald.
Dort erleben sie einige Abenteuer, müssen sich aneinander gewöhnen, denn es sind sehr unterschiedliche Charaktere dabei. Schließlich entstehen aber tolle Freundschaften und die Jugendthemen erste Liebe, Influencer und große Geheimnisse kommen nicht zu kurz.
Ein kurzweilig geschriebener Roman, der leicht zu lesen ist und in angenehm kurze Kapitel gegliedert ist.
Die beschriebenen Themen treffen den Zahn der Zeit und man hat auch ein wenig Mitleid mit Josh, dessen Mutter sehr in ihrer eigenen Künstlerwelt lebt.
Träume zwischen zwei Welten
Achtzehnter Stock von Sara Gmuer
Wanda lebt als Alleinerzieherin mit ihrer Tochter Karlie in einem Plattenbau, umgeben von Menschen, die selbst genügend Probleme haben, ihr jedoch ihr hilfreich zur Seite stehen. Das Geld ist knapp, der Umgang mit ihrer Tochter phasenweise grenzwertig was Erziehung und Betreuung betrifft.
Wanda träumt von ihrer Karriere als Schauspielerin und verfolgt diese auch.
Selbst wenn man es kaum glauben kann, ist sie ihrem Glück doch sehr nahe.
Eine Geschichte bei der man gleich mal eintauchen kann. Wo man die Enge und Schwere des Plattenbaus spürt, wo man immer wieder den Kopf schütteln muss und sich nicht sicher ist, ob das Kind dort gut aufgehoben ist. Man spürt aber auch ihren großen Wunsch etwas zu verändern und ein besseres Leben zu führen.
Mehr möchte ich jetzt nicht verraten.
Der Autorin ist es gelungen die Lebenswelten sehr authentisch zu beschreiben und die Geschichte sehr spannend zu gestalten.
berührende Geschichte
Halbe Leben von Susanne Gregor
In diesem Buch geht es um die Rolle von drei Müttern.
Irene war alleinerziehend und hat als Lehrerin versucht ihre Tochter Klara so gut es geht zur Selbstständigkeit zu erziehen.
Klara ist sehr erfolgreich in ihrem Job und kann mit ihrer Mutterrolle nicht soviel anfangen, ein Glück, dass Jakob sich gerne um die gemeinsame Tochter Ada kümmert.
Paulina leidet nach der Scheidung unter Geldnot und entscheidet sich dafür als Österreich als Pflegerin arbeiten zu gehen und ihre beiden Söhne bei der Schwiegermutter zu lassen.
So schließt sich der Kreis und Paulina wird als Pflegerin für Irene tätig und entlastet dabei Klara immens, bis es zu einem schrecklichen Unfall kommt bei dem Klara verunglückt.
Der Autorin gelingt es hervorragend zwischen den Zeilen die unterschiedlichen Mutterrollen zu beleuchten, die Herausfoderungen und auch das schlechte Gewissen aufzugreifen, ohne darüber zu urteilen.
Eine Geschichte mitten aus dem Leben!
Der Tod (be)trifft jeden
Wenn wir ins Gras beißen - Das Buch vom Tod für große und kleine Menschen von Eric Wrede
Das Buch "Wenn wir ins Gras beißen" beinhaltet meiner Meinung nach alles, was man über das Sterben, den Tod und die Bestattung wissen sollte.
Es wird unter anderem erklärt, was mit dem Körper des Verstorbenen passiert, warum die Toten bestattet werden und warum Trauer wichtig ist.
Es wurde sogar die Palliativpflege und Sterbehilfe kurz erwähnt und auf die vielfältigen Bestattungsmöglichkeiten und kulturellen Unterschiede eingegangen.
Die Texte sind kindgerecht und sehr leicht verständlich geschrieben.
Die Erklärungen und Vergleiche sind für Kinder super vorstellbar und es ist gelungen ein "schwieriges" Thema in nette Geschichten zu packen.
Praktisch finde ich das Inhaltsverzeichnis, denn bei Bedarf kann man sich nur ein bestimmtes Kapitel aussuchen um dieses dann zu lesen und zu besprechen.
Die Schriftart finde ich persönlich nicht sehr lesefreundlich und die Zeichnungen im Buch haben mir auch nicht gefallen. Das Cover fand ich allerdings ganz schön.
informativ
Break the Cycle von Mariel Buqué
Mariel Buqué gibt in ihrem Buch "Break the Cycle" einen guten Überblick über das Thema transgenerationale Traumata und erklärt woher sie kommen und wie sie weitergegeben werden.
Sie stellt sich den Fragen "Welche Verhaltensweisen sind ererbt?", "Welche Prägungen haben mir meine Vorfahren mitgegeben?" und "Wie kann ich den Kreis durchbrechen?"
Mit vielen Praxisbeispielen und Übungsanleitungen möchte sie das Thema anschaulich machen und dabei unterstützen, sich den generationalen Traumatas zu stellen.
Meiner Meinung nach ist das zwar eine gute Begleitung für eine Therapie, ersetzt allerdings keine Therapiestunde und bringt auch einige Gefahren, wenn man Dinge löst und dann nicht begleitet wird.
Gut geeinget ist es sicher für Angehörige von Betroffenen, da man damit mehr Verständnis entwickeln kann und vielleicht auch hilfreich zur Seite stehen kann.
magic Paris
Birds of Paris - Das magische Pendel von Kathrin Tordasi
Lea hat genug von den ständigen Umzügen ihrer Mutter- nun ist sie in Paris gelandet und muss sich wieder neu orientieren. Es fällt ihr schwer Freunde zu finden, da sie sehr schüchtern ist. Ihre Stärke liegt in der Beobachtung und so lernt sie das "Taubenmädchen" kennen und eine magische Geschichte beginnt.
Lea entdeckt ihren "Schimmersinn" und lernt in weiterer Folge auch Alex, Ari, Roux und Coralie kennen. Gemeinsam werden sie bestimmt noch viele Abenteuer erleben.
Die Autorin schreibt sehr anschaulich und flüssig. Die verwendeten Metaphern sind immer sehr passend und mein Sohn war begeistert von der Geschichte und ist gespannt auf Band zwei.
Mir hat besonders gefallen, dass hinter der Hauptgeschichte soviel über das soziale Miteinander, Freundschaft und Zusammenhalt transportiert worden ist.
Das Cover finden wir sehr schön und zur Geschichte passend.
langweilig
Über Leben und Tod von Florian Klenk
Voller Spannung habe ich auf dieses Buch gewartet und mir erwartet viele interessante Geschichten über das Leben und den Tod lesen zu können.
Die ersten Seiten fand ich als Einstieg schon mal ganz witzig und erhoffte mir, dass es in diesem Stil weitergehen wird.
Der Autor hat viel Zeit mit dem Gerichtsmediziner verbracht und einiges über ihn und seine Arbeit erfahren.
Leider hab ich als Leserin vorallem ganz viel über das Leben von Herrn Reiter und seine Vorfahren erfahren und die wenigen Anekdoten und Fälle aus dem Arbeitsalltag des Gerichtsmediziners waren für meinen Geschmack etwas wenig.
Die Sammelleidenschaft und die Faszination für den Tod konnten durch das Lesen des Buches gut herauskommen, das Cover war etwas steril aber passend für das Thema.
Der Schreibstil konnte mich leider auch nicht mitnehmen und so muss ich sagen, dass das Buch sterbenslangweilig war.
enger Zusammenhalt
Monoloco von Susann Blum
Eine zufällige Begegnung im Zug führt die Wege von Mailyn und Aron zusammen.
Aron, ein geheimnisvoller junger Mann, Mailyn eine unglücklich verheiratete junge Frau chatten jeden Morgen auf der Zugfahrt miteinander. Eine zufällige Begegnung im Lokal führt sie und ihre Freunde wieder zusammen und sie verbringen einen lustigen und aufschlussreichen Abend miteinander.
Als Aron dann verschwunden ist schließt sich die Truppe wieder zusammen, um herauszufinden wo er ist.
In diesem Buch geht es nicht nur um Freundschaft, sondern auch um die Lebensgeschichten jedes Einzelnen und jeder von ihnen hat eine tragische Vergangenheit. Es geht um Zusammenhalt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung.
Mit diesem Buch ist der Autorin eine inhaltlich sehr gehaltsvolle Lektüre gelungen die zwar leicht zu lesen, aber nicht leicht zu verdauen ist.











