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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Kohl:

Wer bringt "Unheil" in die Gesellschaft?

Malnata von Beatrice Salvioni

Ein Roman über zwei (sehr) junge Mädchen, die sich gegen ein spießbürgerliches/maskulines und faschistisches System auflehnen und die schmerzliche Erfahrung machen, wenn einem - selbst bei sexuellen Übergriffen - (die Wahrheit) nicht geglaubt wird. Ein Buch gegen Faschismus und Sexismus, die ja Hand in Hand gehen.

Zweifellos eine rührende Geschichte mit einem bildlichen und kraftvollen Schreibstil, die phasenweise an die Hexenverfolgungen erinnert.
Dass die Story in so junge Protagonistinnen gelegt wird, die von Kindern zu Jugendlichen werden, birgt allerdings die Gefahr, ihre Rebellion als pubertären Trotz statt weiblicher Emanzipation zu interpretieren.

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Großartiger Debütroman

Das andere Tal von Scott Alexander Howard

Eine raffiniert erdachte Story, fesselnd erzählt und durchgehend spannend.
Was hätte ich im Leben anders gestalten/verhindern können? Eine Frage, die uns wohl alle irgendwann beschäftigt - und sie zieht sich auch durch diesen Roman.
In einer Rezension lese ich, dass man die Protagonistin (und auch andere Personen des Romans) nicht in sein Herz einschließen könne.

Dieses Argument lasse ich gelten, gebe dennoch ein "sehr gut".

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Guter Inhalt - wenig Dramaturgie

Die Entflammten von Simone Meier

Ich mag die Art, wie sie schreibt.
Ich mag Bücher mit historischem Hintergrund.
Ich mag als Liebhaber bildender Kunst das Thema und diese schöne Geschichte.
Dennoch fehlt dem Buch irgendwie die Spannung.

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Menschenjagd

Trophäe von Gaea Schoeters

Die Autorin ist offensichtlich fasziniert vom toxischen Jagdtrieb und treibt diese Lust bis zur Menschenjagd - was soll das?
Diesem Buch konnte ich nichts abgewinnen - weder von der Story, noch von der Sprache und schon gar nicht von dem pseudo-ethisch/moralischen Anstrich her.
Als Anti-Jagd-Buch ist es unglaubwürdig.

Also was ist die Botschaft?

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Beeindruckendes Buch

Packerl von Anna Neata

Neatas Schreibstil zwingt zum langsamen Lesen - auch, weil wesentliche Hinweise auf den Handlungsverlauf wie versteckt auftauchen. Erstaunlich, wie sie die (österreichische, meist ländlich geprägte) Umgangssprache der so unterschiedlichen Protagonisten beherrscht. Man muss sich in dem Buch verlieren, um es voll erfassen zu können.

Beeindruckend und empfehlenswert.

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Köstlich. Spannend. Zeitgemäß

Schönwald von Philipp Oehmke

Ein echter Insider der aktuellen gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Strömungen berichtet in köstlicher und spannender Art aus den verschiedensten Milieus.
Die Frage ist wohl auch: In welchen Teilaspekten/Charakterzügen einzelner Personen erkenne ich mich wieder? Sehr empfehlenswert.

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Im Anhang liest und versteht man, was Kubsova will

Marschlande von Jarka Kubsova

Jarka Kubsova verknüpft zwei Erzählstränge. Der 1. (Abelke) schildert die fürchterliche Zeit der Hexenverfolgung um 1580, ist gut recherchiert und fesselnd erzählt. Der 2. (Britta) handelt in der Gegenwart und ist meines Erachtens krampfhaft in die Geschichte von Adelke eingefügt, um darzustellen, "wie viel Britta im Leben der anderen Frau über sich selbst erfährt" (Klappentext) - Auf diese schlüssigen Erfahrungswerte habe ich allerdings das Buch lang gewartet.

Das Ende: Abelke verbrennt am Scheiterhaufen. Und Britta? Sie bleibt unglücklich - ein neues Lebenskonzept ist nicht sichtbar. So what??
Die gesellschaftspolitischen Auswirkungen findet man im Anhang.....

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4 Sterne für Thriller-Spannung

Going Zero von Anthony McCarten

Die Story ist gut, die Spannung hält über weite Strecken (nicht im Mittelteil), leicht lesbar.
Keine große Literatur, aber ein spannendes Drehbuch.
Und die Moral aus der Geschicht': Sie überwachen uns, um uns zu schützen. Ha, ha.

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Frauen sterben bei uns

Männer sterben bei uns nicht von Annika Reich

Titelvorschlag: "Frauen sterben bei uns"
Untertitel: "körperlich oder psychisch"
Das Anwesen am See, die Frauen-Familie, "die sich gegenseitig vereinzelt" (Zitat aus dem Buch) - eine Psychokiste. Schaurig. Die Sprache? Gut. Die Bilder? Sehr gut. Die Botschaft? .......

? Wer sich da teilweise wiederfindet und das Denken in zwei Welten liebt ("magisches Denken" und "Denken in echt"), dem wird das Buch gefallen.

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Ein etwas anderer "Heimatroman"....

Wovon wir leben von Birgit Birnbacher

... mit feinfühligen Milieu-Schilderungen vom "Innergebirg". Über weite Strecken schwermütig, aber nicht anklagend, denn für die Ich-Erzählerin Julia ist das Glas (fast) immer halb leer - für den "Städter" Oskar halb voll. Vermutlich stark autobiografisch und gut geschrieben.

Das Buch bleibt im Kopf - und das ist schon was.

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