Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Kohl:
Meisterhaft geschrieben
Underground Railroad von Colson Whitehead
Toll geschrieben, fesselnd zu lesen, meisterhafte Literatur - Und schon wieder muss ich die dunklen Abgründe des Menschen erlesen, dass es mir den Schauder über den Rücken treibt. Dennoch eines meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr. Unbedingt lesenswert.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlDrehbuch für einen Horrorfilm
Geständnisse von Minato Kanae
Bitte keinesfalls im Bett lesen, sondern bei Sonnenschein mit einem weißen Spritzer - und in guter mentaler Stimmung. Sonst zieht Sie diese geballte Ladung an Negativem (im Menschen) in eine schwarze Höhle. Am besten nicht lesen. Es sei denn, Sie wollen einen Blick in die dunkle Seele des Menschen machen.
Aber gibt es davon nicht genug im TV und Internet?
Meisterhaft geschrieben
Geständnisse von Minato Kanae
Schade, dass ich bei der letzten Seite bin, dachte ich mir. In einer wunderbaren Sprache führt einen Graham Swift durch wenige Szenen, eigentlich wenig Handlung, leichtfüßig in die Gedankenwelt eines liebenden Dienstmädchens. Für mich ein meisterhaft geschriebenes literarisches Werk. Sehr zu empfehlen.
Eine Zeitreise
Strandbadrevolution von Kurt Palm
Irgendwie hat man das Gefühl, Kurt Palm beschreibt sich selbst in einer Zeit, die ich persönlich sehr gut nachempfinden kann. Ein unterhaltsames Buch - vor allem für Leser im Alter von Kurt Palm und Musik-Junkies.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlDas Tier in mir?
Das Floß der Medusa von Franzobel
Wie brutal, rücksichtslos, schadenfroh und tierisch Menschen sein können (aber auch feig, überheblich, sexistisch und rassistisch), das beschreibt Franzobl in einer fulminanten Art. Ein detailreicher Blick in die Abgründe des Menschen, die bei entsprechenden Rahmenbedingungen (Politik und Herrschaft einerseits, existenzielle Bedrohung andererseits) hervorbrechen.
Die Szenen an Bord haben mich gefesselt, die kannibalische Schlacht am Floss war mir oft zu viel. Kein Unterhaltungsroman.
Ein Buch für Winterabende
Das Floß der Medusa von Franzobel
Als alternder Mann, der ich bin, kann ich die wohltuenden Träumereien der virtuellen Affaire des Protagnisten Peter gut nachvollziehen.... Er wagt es auch nicht, diese Phantasiewelt zu verlassen. Und das ist gut so. Sonst stünde er plötzlich als "dirty old man" da.
Das Buch - am Anfang spannungslos - entpuppt sich dann doch als "lustvolle" und leichte Lektüre für Winterabende am Kaminfeuer.
Nicht nur für alternde Männer.
Sommerlektüre
Das Floß der Medusa von Franzobel
Eine leicht lesbare Milieustudie des Mittleren Westens mit einem Schuss American Dream. Für Kulinarik-Freaks mit Rezepten. Eine Urlaubslektüre. Aber belanglos.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlMühsam
Das Geheimnis der verlorenen Zeit von John Wray
Na ja, da ist schon Sprachwitz und literarische Gewandtheit drinnen, aber zu fesseln vermag dieser Roman nicht. Da überblättert man dann seitenweise und sucht nach Anhaltspunkten für Handlung und Tiefgang. Bremst man kurz und liest dann laut (vor), dann gewinnt der Autor durch seine fast manische Schreibweise.
Dennoch mühsam.
So ist das Leben (manchmal)
Am Rand von Hans Platzgumer
Ein großartiges Buch, das den Leser in eine dramatisch/tragische Welt entführt, die für so manche Mitmenschen Realität ist. Und obwohl Mord und Tod so dominante Rollen spielen, zieht uns Hans Platzgumer nicht in eine depressive Stimmung. Spannend und in einer sehr schönen Sprache geschrieben. Vermutlich eine Mischung aus autobiographisch + Fiktion.
Unterhaltsam, manchmal übertrieben
Am Rand von Hans Platzgumer
Gut, ich habe das Buch im Osterurlaub gelesen - und es war unterhaltsam, brachte mich zum Schmunzeln und zum Nachdenken. Lesenswert, ja. Aber manchmal übertreibt der Autor seine Witzigkeit bis ins Groteske - zum Beispiel beim Treffen mit Hitler im Auto. Übrigens: Nach etwa 130 Seiten treffen sich die beiden historischen Handlungsstränge und ich dachte mir, jetzt ist die Spannung weg.
Nein, sie hat bis zur letzten Seite gehalten.







