Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Kohl:
Ein Hotel ist eine Bühne
Hotel Alpha Roman von Watson Mark
Herrlich, wie diese "zeitlich befristete Erlebniswelt" (das ist ein Hotel) mit all ihren bühnenhaften Facetten beschrieben wird. Eine wunderbare Sommerlektüre - nicht nur für Hotelexperten wie mich.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlAlle Leiden dieser Welt
Der Löwensucher von Bonert Kenneth
Wer das erste Drittel dieses Buches mit unglaublich detaillierten Milieuschilderungen und sprunghaften Szenenschnitten schafft, hat zwei Drittel spannende Lektüre vor sich. Judenschicksal, Flucht, Armut, Apartheid, Krankheit - alle Leiden dieser Welt auf 800 Seiten. Lesenswert.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlMachtübernahme bis in die kleinste Zelle
Der Löwensucher von Bonert Kenneth
Was mir an diesem Buch gefällt: Stephanie Bart gelingt es, den schleichend brutalen Einfluss eines autoritären Regimes bis in die kleinsten organisatorischen Zellen der Gesellschaft realitätsnah zu beschreiben. Das ist ja die eigentliche Story - am Beispiel des Boxsportverbandes. Könnte man auch über die Wiener Philharmoniker schreiben.
....
Was mich überrascht: Eine Frau beschreibt in faszinierender Weise Details eines Boxkampfes.
Was mich gelangweilt hat: Der 12-Runden-Boxkampf im Mittelteil. Einfach zu viel des Guten.
Was mir gefehlt hat: Fotos plus Text zum historischen Hintergrund im Anhang.
Aber insgesamt ein empfehlenswertes Buch.
Beaengstigend beruehrend
Der Löwensucher von Bonert Kenneth
Gut geschrieben, kein Zweifel. Aber für mich beängstigend berührend. Das was Phantasie scheint, habe ich mit meiner Mutter erlebt und daher war das Buch für mich kein Lesevergnügen. Nein, nicht mein Buch.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlDie Wahrheit ist ein Witz
funny girl von McCarten Anthony
Grossartig, mit wieviel Achtsamkeit und Witz Anthony McCarten den Leser in die Welt der Comedians - eingebettet in die kulturellen Konflikte von Migranten Nordlondons - ein- und entführt. Ein berührendes, humorvolles und spannendes Buch. Sehr zu empfehlen!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlWas ist die Message?
Eine Nacht, Markowitz. von Gundar-Goshen Ayelet
Gut, vielleicht muss nicht jedes Buch eine Message haben - ich suche sie jedenfalls immer. Und ich konnte sie bei "Eine Nacht, Markowitz" nicht finden.
Dennoch: Sehr unterhaltsame, flott lesbare und humorvolle Seiten über die Lebensgeschichten von 3 Paaren, die überwiegend schief gehen. Eingebettet in die kriegerische Eroberung einer neuen Heimstätte der Juden.
Markowitz liebt Bella - und bekommt sie nicht. Der Irgun-Vizechef liebt Sonja und bekommt sie nicht. Und Seev kommt über ein traumatisches Kriegserlebnis nicht hinweg. Bei so viel traurigen Umständen ein humorvolles Buch zu schreiben, ist eine Leistung. In Summe ein tolles Debüt.
Ein Ehe-Therapie-Buch
Der Mann, der seine Frau vergaß von Gundar-Goshen Ayelet
Titel und Aufmachung, dachte ich mir, riecht nach US-Schnulze (obwohl John O'Farrell Brite ist). Überraschung! Ein amüsantes Ehe-Therapie-Buch, das Scheidungsanwärtern und Geschiedenen zu Denken geben wird und obendrein einen interessanten philosophischen Ansatz zum Thema Erinnerungen bringt. Besonders Köstlich: Der erste Scheidungstermin bei Gericht.
Unnötig: Der Schluss mit dem Affairen-Geständnis. Nicht lesenswert für Paarungswillige ohne Eheerfahrung...
Gute Milieustudie des verlogenen Wiener Herzens
Der Staubleser von Josef Brainin
Im ersten Drittel des Buches irritierte mich die Mischung aus der sehr feinsinnigen Beschreibung der liebevollen Mensch-Antiquariat-Beziehung mit den eher Männerphantasien entspringenden erotischen Szenen. Ab ca. der Mitte des Buches kommt die Story in Schwung. Manchmal klingen Sätze wie gewollte Literatur, dann aber wieder wird treffsicher und köstlich formuliert (Kostprobe: 'Ein neuer Kellner kam und verteilte die Speisekarte mit der Mine eines Lehrers, dessen Klasse eben eine katastrophale Schularbeit geschrieben hat.
')
In Summe eine sehr gute Milieustudie des verlogenen Wiener Herzens gemischt mit Krimispannung. Lesenswert.
Kein literarisches Vergnügen!
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
'Sommer in Maine' ist definitiv kein Buch für mich. Ich habe mich durchgequält, Seiten übersprungen, um es letztlich nach zwei Dritteln wegzulegen. Kein literarisches Vergnügen. Vielleicht sollte ich 'Winter in Maine' von Gerard Donovan lesen....(Scherz!)
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlNein, dieses Buch trifft keinesfalls meinen Geschmack - literarisch für mich nicht attraktiv.
Hotel Nirgendwo. von Bodrozic Ivana
Nein, dieses Buch trifft keinesfalls meinen Geschmack. Die kindlich-einfache bis pubertierende Sprache, der Tagebuchcharakter, die über viele Seiten spannungslosen Schilderungen...
Ein Dokument der Zeitgeschichte - ja. Eine persönliche Aufarbeitung - ja. Ein notwendiges Erinnern an den Wahnsinn des Krieges - ja.
Aber literarisch für mich nicht attraktiv. Eine Botschaft nehme ich mit: Ausnahmesituationen werden offensichtlich schnell zur normalen Regelsituation









